Rezension

Zu offensichtlich, dennoch unterhaltsam

Zeitsplitter - Die Jägerin - Cristin Terrill

Zeitsplitter - Die Jägerin
von Cristin Terrill

Bewertet mit 3 Sternen

Inhalt:
Marina steht am Anfang: Sie ist reich, beliebt und verliebt in einen hinreißend attraktiven Jungen.
Em ist am Ende: Sie ist seit Jahren auf der Flucht, seit Monaten in einer winzigen Zelle eingesperrt, wird beinahe täglich verhört.
Die beiden Mädchen haben nichts gemeinsam, außer der einen Sache: Sie ist ein und dieselbe Person. Vier Jahre trennen sie. Vier Jahre, in denen die Welt an den Rand des Abgrunds gerät. Doch Em bekommt die Möglichkeit, durch eine Zeitreise die Vergangenheit zu ändern. Nur ist der Preis, den sie dafür zahlen muss, schrecklich...
Zitate:
"Oben auf die erste Seite hat er geschrieben: Ist es das, was die ganze Zeit fehlte? Was auch immer diese Symbole bedeuten, es ist wichtig." (S.118)
"Meistens werden Mauern nicht Stein für Stein abgetragen. Jemand muss sie durchbrechen." (S.204)
Meine Meinung:
Ich habe mich eine ganze Weile von dem Buch ferngehalten, weil ich in Zeitreisen ein schwieriges Thema finde. Vor allem der ganze Hype darum und die ganzen positiven Meinungen haben meine Erwartungen gesteigert. Bevor ich angefangen habe,habe ich meine Erwartungen runtergeschraubt, damit ich mich voll und ganz auf die Geschichte einlassen kann und ich keine Enttäuschung erleben muss.
Am Anfang fand ich die ganze Idee ja sehr interessant und war sehr gespannt, wie sie umgesetzt wird und der Beginn des Buches war auch wirklich gut, weil man einen guten Einblick in zwei grundverschiedene Welten bekommen hat. Nur waren es auch zwei komplett verschiedene Plots, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben und das schien auch so zu bleiben. Auch wenn Em dann wieder in der Zeit von Marina ist. Nur am Schluss kommen beide Plots ein wenig zusammen. Schnell kam man dann an den Punkt, an dem man sich die ganze Geschichte selber zusammenbasteln konnte. Ich habe glaube ich nicht einmal die Hälfte des Buches gelesen, und ich wusste schon wer 'der Böse' war und wie das zustande kam.
Für mich war alles viel zu offensichtlich und einfach gestaltet. Die Autorin hätte meiner Meinung nach sich eher auf einen Charakter konzentrieren sollen und dem anderen nur Zwischendurch die Sicht überlassen (ihr versteht was ich meine, oder?), denn dadurch wäre das Buch spannender gewesen.
Ansonsten fand ich das Buch wirklich unterhaltsam. Es war etwas kurzweiligeres und ziemlich einfach. Auch die Theorie, die die Autorin für das Zeitreisen aufgestellt hat, war sehr einfach zu verstehen. Vielleicht sogar zu einfach, denn Zeitreisen sind so ein Thema für sich und ganz sicher nicht so einfach.
Die Charaktere konnte ich nur zum Teil leiden und zum anderen haben sie mich wirklichgenervt. Also Marina und Em konnte ich gar nicht ab. Man konnte sie zwar sehr gut unterscheiden aber irgendwas hatten die beiden an sich, dass mich genervt hat. Bei Finn war ich in einem Zwiespalt gefangen. Die Zukunfts-Finn mochte ich weniger, als den aus Marinas Zeit. Und James war mir ganz sympathisch. Ihn konnte ich wirklich gut verstehen. 
Fazit:
Das Buch ist ganz unterhaltsam und sehr einfach gehalten. Allerdings war es mir viel zu offensichtlich und es gab keinerlei überraschende Wendungen. Es ist kein überragendes Buch, aber auch kein schlechtes.