Buch

Zusammenkunft -

Zusammenkunft

von Natasha Brown

Nach oben kommen. Das war immer der Plan. Seit Jahrhunderten. Dafür hat sie, dafür haben alle vor ihr gekämpft. Und als Schwarze Frau stand ihr letztlich nur ein Weg offen: Völlige Verausgabung, Oxbridge, Londoner Hochfinanz, ein Freund mit Geld so alt und dreckig wie das Empire. Doch als sie endlich eingeladen wird, Mitglied einer Familie, Angehörige einer Klasse, Teil eines Landes zu werden, muss sie am eigenen Körper erfahren, dass die erlittenen Ungerechtigkeiten tiefere Wurzeln geschlagen haben. Wie kann sie sich retten? Wie mit dem Erbe der Geschichte leben?

Mit Zusammenkunft ist Natasha Brown die literarische Sensation gelungen: ein virtuoser, verdichteter Roman über die Anstrengungen der Gegenwart und die toxische Wirkung der Vergangenheit in unseren Worten, Werten, Besitztümern. Natasha Brown stürzt Schuld und Schönheit und Menschlichkeit ununterscheidbar ineinander, mit elektrisierenden Folgen.

Rezensionen zu diesem Buch

Mein zweiter Versuch einer "Zusammenkunft"

Vor einer Weile habe ich schon einmal Natasha Browns "Assembly" begonnen zu lesen, aber irgendwie packte mich dieser Roman so gar nicht. Zu sehr störte mich das Fragmentarische, die Sprünge zwischen einzelnen Themen und Szenen und ich verlor schnell das Interesse. Und das eigentlich gar nicht mal aufgrund des Inhalts, denn Natasha Brown zeigt hier sehr eindrucksvoll, welchen Herausforderungen sich PoC in der heutigen Zeit stellen müssen, wie sie stets beäugt, befragt, rassistisch angegangen...

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dünn

Dünn im wahrsten Sinne des Wortes:

Lt. Verlagsangabe 113 Seiten in großen Buchstaben, dazu kommen noch 16 leere Seiten.

Geschichte einer jungen schönen Schwarzen (beruflich als Bankerin erfolgreich), die in der Klassengesellschaft Englands nach oben kommen möchte, aber daran gehindert wird durch ihr Geschlecht, die Hautfarbe, die fehlende Schulbildung in angesagten Schulen, die Armut und die Herkunft aus einer niedrigen Klasse und zu guter Letzt auch noch an einer...

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Rassismus und seine Auswirkung (fast wie) am eigenen Leib spüren

Eigentlich hat die schwarze Ich-Erzählerin mit jamaikanischen Wurzeln alles, was man sich wünscht: einen sehr gut bezahlten Job in der Londoner Bankenwelt, der sogar mit einer Beförderung gekrönt wird und ihr einen luxuriösen Lebensstil ermöglicht, sowie einen netten Freund aus besten Verhältnissen. Alles deutet daraufhin, dass sie in der englischen High Society angekommen ist. Aber sie bemerkt langsam, dass sie niemals voll anerkannt und dazugehören wird, weder zur Entourage ihres...

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Aufstiegsschwierigkeiten in der britischen Klassengesellschaft

Das Cover mit den runden, grünen Buchsbaumkugeln und dem übergroßen Titel in schreiendem rosa fällt sofort ins Auge und könnte ein Nachobenkommen durch eine schmale Schnittstelle symbolisieren. Auf jeden Fall kann es auf abstrakte Weise “wachmachen”.
Dieser Roman erzählt von der namenlosen schwarzen afrobritischen Protagonistin, die an ihrer Karriere und somit an ihrem sozialen Aufstieg bis zur Erschöpfung und Selbstaufgabe gearbeitet hat. Überall ist sie mit Rassismus, sozialen...

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Kurzer Einblick in ein großes, gesellschaftliches Problem

Bereits auf der ersten Seite merkt man, dass dieses Buch anders ist als die meisten anderen Bücher. Dies zeigt sich vor allem an dem Wechsel zwischen den kurzen, prägnanten und den langen, beschreibenden Sätzen, den großzügig getrennten Absätzen und den dicht beschriebenen Seiten sowie der verwendeten Ausdrucksweise. Ich frage mich beispielsweise, wer im alltäglichen Sprachgebrauch einen Satz, wie: „Sie saß dort, manchmal, die ganze Mittagspause über, wartete darauf entweder zu scheißen oder...

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Gedankensammlung

Inhalt: 

Die namenlose Ich-Erzählerin ist eine Schwarze Frau, die sich in der Londoner Finanzwelt mit harter Arbeit nach oben kämpfen will. Die stetige Belastung ihrer Arbeit, ihre eigenen Ansprüche an sich selbst und die zahllosen Mikroaggressionen, denen sie tagtäglich ausgesetzt ist, spaltet sie sich immer weiter von ihrem eigenen Selbst ab, nimmt ihre Umwelt nur noch von außen wahr. Als sie die Diagnose Brustkrebs erhält, sieht die Erzählerin deshalb keine Sinn eine...

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Eindrucksvoller Debütroman!

„Zusammenkunft“ (im Original: „Assembly“, übersetzt von Jackie Thomae) ist der Debütroman von Natasha Brown, der in Großbritannien bereits groß gefeiert wurde. Ich habe schon nach den ersten Seiten gemerkt, dass sie eine unglaublich talentierte Autorin ist. Sie schafft es mit ihren kurzen und prägnanten Absätzen auf gerade mal 114 Seiten zu elektrisieren. 

Die bis zum Ende namenlose schwarze Protagonistin versucht ihr ganzes Leben lang bestimmte Standards und Ziele zu erreichen und...

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3 Sterne

Klappentext:

„Nach oben kommen. Das war immer der Plan. Seit Jahrhunderten. Dafür hat sie, dafür haben alle vor ihr gekämpft. Und als Schwarze Frau stand ihr letztlich nur ein Weg offen: Völlige Verausgabung, Oxbridge, Londoner Hochfinanz, ein Freund mit Geld so alt und dreckig wie das Empire. Doch als sie endlich eingeladen wird, Mitglied einer Familie, Angehörige einer Klasse, Teil eines Landes zu werden, muss sie am eigenen Körper erfahren, dass die erlittenen Ungerechtigkeiten...

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Wichtiges und aktuelles Thema - Hätte mir mehr erhofft

Auf das Buch bin ich schon aufmerksam geworden, da es sich mit wichtigen Themen aus Perspektive einer von Rassismus und Sexismus betroffenen Schwarzen Frau auseinandersetzt.

Das Cover ist für mich eher nichts aussagend mit den vielen Bäumen, einen Bezug zum Buch konnte ich nicht herstellen.

In dem Buch geht es um eine Schwarze Frau (Name ist unbekannt) aus London, die über ihr Leben und ihre Erfahrungen im Finanzsektor berichtet. Sie thematisiert Themen wie Rassismus, Sexismus...

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aufwühlend

Natasha Browns namenlose Protagonistin arbeit im Londoner Finanzsektor, hat sich mit Ehrgeiz und wohl auch Selbstverleugnung nach oben gekämpft, dein Sohn einer britischen Upper Class Familie als Freund und einen Körper, der ihr Grenzen aufzeigt.

Als LeserIn wird man mitten hineingezogen in die Gedankenwelt der Protagonistin, der Gedanken zur Ungerechtigkeiten am Arbeitsplatz, Alltagsrassismus, Diversität als schönem Schein und die Folgen von Kolonialismus durch den Kopf gehen. Und...

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Vergangenes ist nicht vergangen...

Jahrhundertelang wurden Schwarze unterdrückt, ihnen wurde die eigerne Geschichte aberkannt, ein gleichberechtigter Platz in der Gesellschaft verwehrt. Und heute? Man denkt Kolonialismus, Rassismus und Sexismus seien überwunden, doch ein genauerer Blick zeigt, dass dies mitnichten der Fall ist. Strukturen der Unterdrückung leben heute noch fort und prägen nach wie vor den Alltag vieler (schwarzer) Menschen.

Diese Thematik greift Natasha Brown in ihrem Roman "Zusammenkunft" auf. Im...

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Eine Tour de Force und ein starker erster Roman von Natasha Brown

Zum Inhalt:
Eine namenlose Ich-Erzählerin, die zu dem einen 1% gehört, hat einen gut bezahlten Job bei einer Bank in London. Sie scheint es geschafft zu haben. Ihr gehört eine nette Wohnung in London, auch sonst ist das clevere Mädchen finanziell versorgt. Ihr Freund stammt aus reichen Verhältnissen, sein Vater ist Politiker. Sie ist zur Feier des 40. Hochzeitstages seiner Eltern auf dem Land eingeladen.
Doch innerlich ist sie leer. Im Büro sitzt sie lange allein auf der Toilette...

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Wichtige Denkanstöße in experimenteller Darstellung...

Die bis zum Schluss namenlose Ich-Erzählerin, eine junge schwarze Frau, hat es zu einem gut bezahlten Job in einer Bank, einer Eigentumswohnung in einem kernsanierten Townhouse und einem weißen Freund aus einer konservativen und wohlhabenden Familie gebracht. Dennoch gehört sie nie wirklich dazu. Die titelgebende "Zusammenkunft", eine Familienfeier auf dem Landsitz der Eltern ihres Freundes, zeigt dies zuletzt sehr deutlich.

Hart gearbeitet hat die Protagonistin, um ihre Karriere bei...

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Zusammenkunft -Absolut nicht mein Buch

Zusammenkunft, von Natasha Brown 

Cover:
Das Cover und der Titel sind für mich völlig willkürlich und ich kann keinen Bezug zum Buch finden. 

Inhalt:
Eine dunkelhäutige Frau (die namenlos bleibt) erzählt in der ICH Perspektive von ihrem Leben in der Londoner Oberschicht. Von ihrem Kampf nach oben. Von Rassismus und sonstigen „Anfeindungen“.

Meine Meinung:
Ein Buch mit nur 114 Seiten, mit dem ich überhaupt nicht klar gekommen bin.
Vor allem der...

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Ein Roman der wehtut

"Sei die Beste. Arbeite härter, arbeite schlauer, arbeite genauer. Übertriff jede Erwartung. Sei aber gleichzeitig unsichtbar, unbemerkbar. Löse bei niemandem Unbehagen aus. Sei nicht unbequem. [...] Öffne deine Augen" - S. 68

Uff – das dachte ich nicht nur einmal beim Lesen dieses Buches. „Zusammenkunft“ von Natasha Brown (aus dem Englischen von Jackie Thomae) ist ein Roman, der wehtut. Aber auch so wichtig und gut und einzigartig ist.

Die namenlose Schwarze Protagonistin lebt...

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Mikroaggressionen und Alltagsrassismus

Nach außen hin hat die namenlose Protagonistin alles, was erstrebenswert ist: Erfolg im Job, finanzielle Absicherung und einen Partner aus der Upper Class. Doch hinter all dem versteckt sich Erschöpfung, denn als Schwarze Frau sieht sie sich zahlreichen Hindernissen gegenüber – von Mikroaggressionen bis hin zum alltäglichen Rassismus. Die Beförderung bekommt sie angeblich nur ihrer „Diversität“ wegen, von ihren Kollegen wird sie entweder offen beneidet und beleidigt oder sexuell angegriffen...

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Die Gesellschaft formt uns

Die Gesellschaft formt uns

Zusammenkunft von Natasha Brown, erschienen im Suhrkamp Verlag am 14. Februar 2022. 

Alle ihre Vorfahren haben hart gearbeitet, sind nach dem Zweiten Weltkrieg aufgefordert worden aus der britischen Kolonie Jamaika nach England zu kommen, um dort die fehlenden Arbeitskräfte zu ersetzen. Niemand aus ihrer Familie ist so weit gekommen wie sie. Sie arbeitet im Finanzsektor, erzählt kleinen Kindern, dass jeder es mit harter Arbeit soweit schaffen kann und...

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Zu experimentell

Frauen eine Stimme zu geben ist wichtig, sie muss aber auch gehört werden. Ob das mit diesem Buch so unbedingt klappt, wage ich zu bezweifeln.

In einer Erzählung mit sehr autobiografischen Zügen präsentiert uns Natasha Brown die Geschichte einer jungen weiblichen PoC im Finanzwesen Londons. Ihre alltäglichen Erfahungen sind von Sexismus und Misogynie bestimmt, selbst ihre Beziehung zu einem jungen weißen Mann sind nicht frei von Rassismus. Lediglich in einem Bereich ihres Lebens kann...

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Natasha Brown – Zusammenkunft

Eine junge Frau aus bescheidenen Verhältnissen. Arbeite hart, mehr als die anderen, pass dich an. Das haben ihr ihre Eltern mitgegeben. Sie hat fleißig gelernt, einen guten Abschluss an einer renommierten Universität gemacht, einen Job im Finanzsektor ergattert und doch besteht ihr Alltag hauptsächlich aus Diskriminierungserfahrungen. Weil sie eine Frau ist. Weil sie die falsche Hautfarbe hat. Weil sie der falschen Klasse entstammt. Im Privaten? Nicht viel besser. Die Familie ihres Freundes...

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Ungewöhnlicher Stil geht zu Lasten der Geschichte

Als literarische Sensation aus England wird dieses Buch gehandelt. Und auch in deutschen Buchhandlungen scheint das Buch viel gekauft zu werden; zumindest in meiner Stammbuchhandlung war der Stapel schon recht klein, es scheint also insgesamt sehr gut aufgenommen zu werden.

Dieses an sich kleine - weil dünne - Buch greift sehr große Themen auf. Die Protagonistin ist eine farbige Frau in der Finanzbranche. Sie arbeitet sich nach oben und ist dennoch immer wieder in einer Position, sich...

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Dieses Buch muss man lesen

Natasha Brown hat mit ihrem kurzen Roman ein einzigartiges Kunstwerk geschaffen. Noch nie habe ich ein ähnliches Buch gelesen. Mit einem ungewöhnlichen, knappen und präzisen Schreibstil, der gleichzeitig verblüfft und schockiert, erzählt sie uns die Geschichte einer jungen, schwarzen Frau, die ihr ganzes Leben um Anerkennung und Gleichberechtigung kämpft. Die einfach nur dazu gehören möchte, auch wenn sie im falschen Geschlecht und in der falschen Hautfarbe geboren wurde. Die dann, als sie...

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innerer Monolog

Die Erzählerin dieses kurzen, hochkonzentrierten Roman befindet sich in eine inneren Konflikt.
Die knappe Form, die die Autorin Natasha Brown für ihren erfolgreichen Debütroman wählt führt zur Verdichtung. Die Problematik eines nur vermeintlichen sozialen Aufstiegs als schwarze Frau im Londoner Hochfinanzmilieu wird sichtbar.
Außerdem bekommt die Protagonistin dann auch noch die Diagnose Krebs. Das verbreitet insgesamt schon eine gewisse Hoffnungslosigkeit.

Erwähnenswert...

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Meritokratie, Mikroaggressionen, Misogynie

„Ich bin, was wir immer für das Empire waren: purer Scheißprofit. Eine natürliche Rohstoffquelle zum Ausbeuten und Ausbeuten, Niedermachen und Ausbeuten.“

Die namenlose Protagonistin in Natasha Browns Roman „Zusammenkunft“ hat als Schwarze Frau ihr gesamtes Leben bis zur Verausgabung für den sozialen Ausstieg gekämpft und scheint auf den ersten Blick kurz vor dem Ziel zu sein: ein Führungsjob im Londoner Finanzsektor, ein Freund aus dem alten britischen Geldadel. Dabei sieht sie sich...

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Neue Perspektiven und die Frage nach Zugehörigkeit

Da das Buch wirklich sehr kurz und der Sprachstil angenehm ist, habe ich es sehr schnell durchlesen können. Anfangs hat es ein bisschen gedauert, bis ich in der Story drinnen war. Durch die voneinander unabhängigen Szenen habe ich eine Weile gebraucht, um den Kontext und den Zusammenhang zu verstehen, Aber umso länger ich in dem Buch gelesen habe, umso genialer fand ich den Aufbau. 

Augenblick um Augenblich – Szene um Szene – wächst so das Bild einer Gesellschaft, die sich Schritt...

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Starke Momente ohne Abfolge

Schwarze Frauen, die erfolgreich sind, ist momentan ein aktuelles Thema in der Buchwelt. Manifesto von Bernardine Evaristo und Misfits von Michaela Coel sind ebenfalls wie dieses Buch kürzlich erschienen. Im Gegensatz zu den erwähnten Büchern, die eher im kulturellen Bereich angesiedelt sind, geht es hier um die Karriere einer schwarzen Frau in der Finanzwelt. Um so erstaunlicher, dass gerade dieses Cover sehr künstlerisch gestaltet ist und auch wohl eine Aussage dahinter steht.
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Zusammenkunft

Eine junge namenlose Frau, schon früh wird ihr eingetrichtert, der einzige Weg nach vorne ist der Weg nach oben. Sie studiert, erarbeitet sich eine Karriere in der Bank, eine eigene Wohnung. Endlich scheint sie angekommen zu sein, in der Familie ihres reichen Freundes, in ihrem Job bekommt sie eine Beförderung, die sie sich hart erarbeitet hat. Und doch sieht man in ihr nur die Quoten-Frau, die Quoten-Schwarze, die kurze rebellische Phase des weißen reichen Jungen. Täglich ist sie...

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Thunderbolt and Lightning

Wie ein Blitz ist dieses Buch. Unglaublich grell. Und schnell vorbei. Viel zu schnell? Nein. Sein Nachhall, der Donner, wirkt lange und laut.

Die Protagonistin arbeitet im Finanzsektor. Hat sich aus prekären Verhältnissen hochgearbeitet. Führende Position, Eigentumswohnung in London, keinerlei Sorgen. Finanzieller Art. Denn sie ist eine Frau. Und schwarz. Und somit Opfer von Sexismus und Rassismus. Mal offen und direkt, wie bei einer Begegnung mit einem Betrunkenen in der Bahnstation...

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Selbstbewusst, mutig, radikal

“Es ist eine Geschichte. Sie handelt von Herausforderungen. Von harter Arbeit. Sich am Riemen reißen. Hochgerollten Hemdsärmeln. Sie handelt davon, wie man sich zwingt. Hoch. Bewältigung. Überwindung, et cetera.”

So beginnt dieser auf den ersten Blick unscheinbar dünne Roman “Zusammenkunft” von Natasha Brown. Doch schon nach den ersten Seiten wird klar, dass er alles andere als unscheinbar ist, dass er ganz im Gegenteil politisch und radikal ist, Gesellschaftskritik übt und dass er...

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Demontage der gehobenen Gesellschaft

          Natasha Brown hat mit "Zusammenkunft" einen scharfzüngigen Roman über die Abgründe der gehobenen britischen Gesellschaft aus der Sicht einer schwarzen Frau geschrieben.
Die Erzählerin des Romans hat sich mit viel Fleiß und Mühe einen Platz in der gehobenen Gesellschaft erkämpft, allen Widrigkeiten, denen sie aufgrund ihrer Hautfarbe und ihres Geschlechts ausgesetzt war, zum Trotz. Nach einem Studium in Oxbridge arbeitet sie nun in der Londoner Hochfinanz. Sie hat einen Freund...

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Der Weg nach oben

Es geht um eine Frau, die nicht weiß sondern schwarz ist und ihr Weg nach oben. Sie arbeitet im Finanzsektor und ihre oberste Devise ist nicht aufzufallen und effizient zu arbeiten. Sie muss besser sein als der Durchschnitt um voran zu kommen. Es wird sehr plastisch dieses verbissene Durchhalten mit Wörten und Sätzen beschrieben, die für mich einen Sog entwickelt haben. Für mich war das Buch in manchen Passagen eher wie Musik und das Lautwerden von Gedanken (Train of Thoughts).

Im...

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"Nichts" zu tun ist nicht immer die beste Entscheidung

Manchmal will man ein Buch mögen, kann sich aber einfach nicht damit anfreunden. So ging es mir bei "Zusammenkunft".

Im Zentrum des Romans stehen eine junge Frau und Themen wie Rassismus und Sexismus. Wir begleiten die namenlose, afro-britische Protagonistin, die im Londoner Finanzsektor arbeitet und mit aller Kraft nach oben strebt. Die Handlung beschränkt sich auf einen Ausschnitt von etwa 24 Stunden, in denen sie sich auf die Gartenparty der Eltern ihres (reichen, weißen) Freundes...

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Überbewertet

Das Buch hat für mich nicht funktioniert. Es ist keine richtige Erzählung, eher ein Roman, der ins essayistische abdriftet, dann etwas prosaisches wagt, und nur einige Szenen beschreibt und politische Meinungen artikuliert. Einen roten Faden oder eine tatsächliche Geschichte im Sinne der drei Akte oder mit einem Spannungsbogen fehlt in diesem Buch. Natasha Brown hätte ein Sachbuch schreiben können, oder ihr sehr kurzes Buch ausweiten und die relevanten Themen, die sie anspricht, weiter...

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Sehr ambitioniert, hinterlässt aber auch einen konfusen Eindruck

Die Protagonistin des Buches ist eine junge afrobritische Frau, die sich eine Karriere in der Finanzbranche erarbeitet hat. Ihr begegnen fast täglich Anfeindungen. Beginnend bei der Frage, ob sie ihren Arbeitsplatz nur ihrer Hautfarbe zu "verdanken" hat oder ob sie in der Gesellschaft allgemein überhaupt akzeptiert wird. Sie wird von ihrem Freund zu einem Familienfest eingeladen und erkennt dort für sich, dass sie niemals von bestimmten Gesellschaftsschichten angenommen werden wird, egal wie...

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Starkes Debüt

„Zusammenkunft“ ist das Debüt der Autorin Natasha Brown, die zuvor über zehn Jahre im Londoner Finanzsektor arbeitete.

Dieses Buch ist kein Roman im klassischen Sinne. Es sind viel mehr zahlreiche kurze Szenen, in denen die Autorin Einblicke in ihr Leben gibt. Das Leben einer schwarzen Frau in einer rassistischen Gesellschaft. Zwischen den einzelnen Sequenzen gibt es auf den ersten Blick keinen Zusammenhang. Natasha Brown erzählt über ihre Arbeit, ihre Kollegen, ihre Vergangenheit,...

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Wie scharfe Pfeile, die in die Herzen treffen

Dicht, pointiert und grenzenlos klug – Natasha Brown hat mit „Zusammenkunft“ ein Kleinod und einen ganz besonderen Schatz erschaffen, der seinen Glanz und seine Einzigartigkeit von Seite zu Seite, von Gedankensplitter zu Absatz immer weiter enthüllt und leuchten lässt.

Das Leben im Londoner Finanzdistrikt fordert seinen Mitspieler*innen so einiges ab, insbesondere, da die Zugangsvoraussetzungen und Spielregeln nicht für alle gleich sind. Die Ich-Erzählerin, eine schwarze Frau, geboren...

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Sehr drastisch

Dieses Buch ist kein leichter Roman, der sich angenehm lesen lässt. Dafür beinhaltet er viel zu viele unbequeme Wahrheiten. Die Protagonistin ist Britin, fällt aber durch ihre schwarze Hautfarbe auf. Eigentlich sollte diese in heutigen Zeit nebensächlich sein, aber wie schwierig dies noch immer ist, wie vielen Vorbehalten sie begegnet und was sich weiße Menschen ihr gegenüber erlauben, ist regelrecht skandalös.

Die junge Protagonistin arbeite hart an ihrer Karriere. Anerkennung...

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Kühn, durchdringend und kraftvoll

Was für ein Highlight! Es wundert mich kein bisschen, dass "Zusammenkunft" in England als das erfolgreichste literarische Debüt in 2021 gilt. Es ist als würde Natasha Brown den Finger direkt in die Wunde legen - eine einzige Bewegung von kühler Prägnanz, unerschrocken und gezielt "on point" durchgeführt. Mit nur knapp 110 Seiten ist dieser kraftvolle Kurzroman auf das Wesentliche reduziert, ganz so als wäre jeder entbehrliche Satz rigoros herausgestrichen worden, sodass nur die pure...

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Perspektiven der Wirklichkeit

Ein handliches Buch für einen gemütlichen Nachmittag. Viele Schreibstile finden im Buch ihren Ausdruck. Eine Ich-Erzählerin beschreibt ihr Leben auf der Karriereleiter des englischen Finanz- und Politiksystems. Kernpunkt der kritischen Auseinandersetzung ist die Akzeptanz von dunkelhäutigen Einwanderern in höheren gesellschaftlichen Rängen und dem unterschwelligen Rassismus, der in den Verhaltensweisen verschiedenster Akteuere der englischen Gesellschaft zum Tragen kommt.
Neben der...

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Weitere Infos

Art:
Buch
Sprache:
deutsch
Umfang:
113 Seiten
ISBN:
9783518430460
Erschienen:
2022
Verlag:
Suhrkamp
7.74286
Eigene Bewertung: Keine
Durchschnitt: 3.9 (35 Bewertungen)

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