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Das Archiv der Träume -

Das Archiv der Träume

von Carmen Maria Machado

»Willkommen im Haus von Machado. Treten Sie ein in den verbotenen Raum. Genießen Sie den Augenblick, wenn der Boden unter Ihren Füßen wegbricht.« Parul Sehgal, The New York TimesDas Archiv der Träume ist Carmen Maria Machados ganz persönliche Geschichte und literarische Auseinandersetzung mit toxischen Beziehungen. Aber auch eine Geschichte des Heranwachsens und des sexuellen Erwachens im ländlichen Amerika. Endlich scheint in den USA etwas in Bewegung zu geraten: Die gleichgeschlechtliche Ehe rückt in greifbare Nähe und Carmen Maria Machado stürzt sich in ihre erste große Beziehung zu einer Frau, die sich sehr bald als toxisch herausstellt. Kann man darüber schreiben, was wirklich passiert ist, und wenn ja, wie? Machado hat ihre Form gefunden. Mit jedem Kapitel durchschreitet sie ein anderes literarisches Topos: Gespensterhaus, Erotika, Bildungsroman. So entsteht ein Kaleidoskop, das sich genauso mit ihrer religiös geprägten Jugend wie den Stereotypen queerer Beziehungen oder popkulturellen Bezügen auseinandersetzt. Machado gelingt es, sich auf einzigartige Weise, voll Witz, Spielfreude und Lust am Ausprobieren, der harschen Realität von Gewalt in einer queeren Beziehung zu stellen. Am Ende steht ein fesselndes Buch, das die Grenzen autofiktionalen Erzählens sprengt und einmal mehr beweist, dass Machado eine der talentiertesten jungen literarischen Stimmen der USA ist.

Rezensionen zu diesem Buch

Traumhaus wird Albtraum

Ich will ja, doch ich kann nicht, kann nicht, kann nun mal nicht. Was mir bis dato nicht klar war: Zwang ist Gift. Ist wahrhaft toxisch. Tag und Nacht, bis ich fortging, trank ich das Gift." (Seite 206)

Carmen Maria Machado ist, in meinen Augen, hier ein sprachliches und aufwühlendes Meisterwerk gelungen. 

Carmen erzählt vom Archiv der Träume, von ihrem Traumhaus in verschiedenen Zuständen, Situationen und Begebenheiten. 

Ganz klar muss man sich auf dieses Buch einlassen...

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Wenn das Traumhaus zum Albtraum wird

Ein derart einzigartiges Konstrukt ist mir bisher in der Literatur noch nie begegnet und ich wüsste kein Buch, mit dem ich diesen autobiographischen Roman vergleichen könnte. Carmen M. Machado hat ein richtiges Kunstwerk geschaffen, das sich beim Lesen nach und nach aus den verschiedenen Fragmenten und Kapiteln zu einem stimmigen Ganzen zusammensetzt. Sie benutzt dafür Züge unterschiedlichster Genres (Roman, Sachbuch, Biographie) und experimentiert mit verschiedenen Darstellungsmitteln (...

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Metaphorisches Kunstwerk, dem irgendwann die Luft ausgeht

Das Archiv der Träume hat mich erst verwirrt, dann begeistert und mitgenommen, und zum Schluss gelangweilt.

Carmen ist eine junge, talentierte Frau und macht ihren Master als sie ihre erste feste Freundin trifft. Nach kurzer Zeit schwärmerischer Liebe folgen viele Monate, in denen sich Carmen von ihrer Freundin misshandeln lässt.

Das Buch behandelt Carmens Geschichte, ihr Seelenleben und die beiden Metaebenen, die die Entstehung des Buches sowie die Rechtfertigung seiner...

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Sensibles Thema trifft Spitzen Autor

Ich bin ehrlich, am Anfang dachte ich nur: okay. Die Kapitel sind sehr kurz und auch ehe ich durchgeblickt habe wie das Konzept ist habe ich ein wenig gebraucht. Doch Seite für Seite wurde ein immer toxischeres und sensibleres Thema beleuchtet was mich in seinen Bann zog.

Das Buch geht mit den verschiedenen Themen sehr gut um und da es eine autobiografie war ist das Buch noch einen ticken heftiger. Man kann richtig den Schmerz fühlen, das Leiden. Das Buch ist wirklich klasse und ich...

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Schwere Kost als Augenöffner

Zunächst war ich mir nicht ganz sicher, ob ich tatsächlich einen Roman lesen möchte, der die Misshandlung einer Frau zum Inhalt hat. Letztlich hat mich dann doch die Möglichkeit, toxische Szenarien in Zukunft besser zu erkennen, überzeugt. Darüber hinaus hat mich die Umsetzung interessiert. Schließlich war der Roman vielschichtig, genrewechselnd und in diesem stressigem Kontext mit witzigem Charme angekündigt. So wagte ich den Einstieg in Carmens gerade erst erwachendes Liebesleben. 

...

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Spektakuläre Erzählweise

Das Archiv der Träume – Carmen Maria Machado

In diesem autobiographischen Roman verarbeitet die Autorin ihre Erfahrungen in einer queeren toxischen Beziehung.

Das Auffälligste an diesem Werk ist mit Sicherheit der Erzählstil. Frau Machado erzählt ihre Erlebnisse in der Du-Perspektive. Der Grund dafür ist mir auch nach Beendigung des Buches nicht so ganz klar. Vielleicht verschafft es ihr größere Distanz. Auf jeden Fall ist das außergewöhnlich, ja auch gewöhnungsbedürftig. Die...

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Toxisch

Mit diesem autobiographischen Roman gewährt Carmen Maria Machado tiefe Einblicke in das Leben einer queeren toxischen Beziehung. Sie erfasst dabei unglaublich intensiv die Ungerechtigkeiten dieser Welt und zieht Vergleiche von psychischer und physischer Gewalt. 
Die Geschichte setzt als Setting ein “Traumhaus” an, indem Carmens Partnerin lebt. Die Besonderheit dabei ist, dass das Traumhaus nicht nur auf der Handlungsebene bleibt, sondern auch eine narrative, literarische Darstellung...

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Fremde Welt

Für mich war das Thema des Buches sehr fremd, aber gerade darum interessierte mich das Buch. Carmen Maria Machado erzählt hier ihre eigenen Geschichte in einer toxischen queeren Beziehung auf eine ganz unverwechselbare und intensive Art und Weise.

Sie führt uns in der "Traumhaus", in dem ihre Partnerin ganz real lebt, und betrachtet das Haus von vielen Seiten. Zugleich sehe ich aber dieses Traumhaus auch als Machados Vorstellung von einer idealen Welt. Nur ist sie leider nicht so...

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Weitere Infos

Art:
Buch
Sprache:
deutsch
Umfang:
336 Seiten
ISBN:
9783608504507
Erschienen:
2021
Verlag:
Tropen
9
Eigene Bewertung: Keine
Durchschnitt: 4.5 (7 Bewertungen)

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