Buch

Fast hell

von Alexander Osang

Alles ist genauso passiert, soweit ich mich erinnere …

Ihre Wege kreuzen sich schon, laufen nebeneinander, lange, bevor Alexander Osang beschließt, Uwes Geschichte aufzuschreiben. Und mit ihm aufbricht auf einem Schiff in die Vergangenheit. Die weißen Nächte über der Ostsee - sie sind fast hell, verheißungsvoll und trügerisch, so wie die Nachwendejahre, die beide geprägt haben. Doch während Uwe der Unbestimmte, Flirrende bleibt, während sich seine Geschichte im vagen Licht der Sommernächte auflöst, beginnt für Alexander Osang eine Reise zu sich selbst, getrieben von der Frage, wie er zu dem wurde, der er ist.

Eindringlich und mit staunendem Blick erzählt er von den Zeiten des Umbruchs und davon, wie sich das Leben in der Erinnerung zu einer Erzählung verdichtet, bei der die Wahrheit vielleicht die geringste Rolle spielt.

Rezensionen zu diesem Buch

Eine Mücke in Bernstein

Alexander Osang erzählt die Geschichte von Uwe, den er für ein Interview auf eine Schiffsreise nach Sankt Petersburg begleitet hat, und streift dabei immer wieder seine eigenen Erinnerungen.

Einiges davon kam mir sehr bekannt vor, hatte er doch die Suche nach einer angeblichen Stasivergangenheit bereits im Roman „Die Nachrichten“ verarbeitet. Anderes wirkte diffus im Wirrwarr der Anekdoten. 

Gut gefallen hat mir die Auseinandersetzung mit der ostdeutschen Identität, die an...

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Weiße Nächte

"Fast hell" von Alexander Osang  erzählt eine Geschichte in der Geschichte. Der Autor will hier die Geschichte von Uwe erzählen, als Interview für den "Spiegel". Zusammen mit der Mutter von Uwe brechen sie auf zu einer Kreuzfahrt nach Sankt Petersburg. Dort erleben sie die berühmten weißen Nächte.
Uwe ist ein Ostdeutscher, der ein sehr turbulentes Leben lebt. Er kennt alle und jeden, hat Verbindungen in viele Städte und Gegenden und auch die Lebenswege vom Autor und Uwe kreuzen sich...

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Biographische Impressionen

In seiner Eigenschaft als Journalist bekommt Alexander Osang den Auftrag, einen Ostdeutschen zu portraitieren, eine Art Bericht über die ostdeutsche Seele zu verfassen. Dazu möchte er seinen alten Freund Uwe befragen und schließt sich an, als der mit seiner Mutter eine Schiffsreise nach St. Petersburg unternimmt.

Allerdings wird ihm schnell klar, dass er eigentlich sich selbst befragen könnte. Erinnerungen an sein Aufwachsen in der DDR, die Zeit der Wende und auch danach hat er selbst...

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Vom Osten Deutschland an die Ostküste der USA

Alexander Osang ist ein Dokumenteur des gerade vergangenen Zeitgeschehes. Aufgewachsen in Ostberlin und immer mit Sehnsucht erfüllt die Welt zu entdecken. Nach dem Mauerfall folgte er seinem Drang die Welt zu erkunden und ging nach New York. Dort traf er auf einer Party unter Gleichgesinnten (Ossis in New York) auf den skurrilen Uwe, den der Autor selbst als „Oxymoron“ bezeichnet, weil er „ein ostdeutscher Weltbürger“ ist. In ‚Fast hell‘ erzählt Alexander Osang nun die Geschichte des real...

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Ein Juwel

Dieses Buch ist ein echtes Juwel. 
Endlich mal jemand, der die Ossis von einer anderen Seite zeigt: neugierig, lebenshungrig, mutig…So habe ich den Osten in Erinnerung. Klar, gibt es auch die andere Seite, aber die wird ja bereits genügend portraitiert.
„Ich kannte ein Mädchen, das sich im Lesesaal der Berliner Stadtbibliothek den nicht ausleihbaren Roman „Der Fänger im Roggen“ in ein Notizbuch abschrieb, um ihn immer bei sich zu haben.“
Dieser Satz hat mich umgehauen. Das...

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Eindrücklich erzählte Erinnerungen

„Nach dem Mauerfall bin ich wie eine Feuerwerksrakete in die Welt geschossen. Die ganze Enge entlud sich in einer Art Urknall. Ich glaube, ich hatte das Gefühl, viel nachholen zu müssen.“ (Zitat Pos. 643)

 

Inhalt

Anfang der 2000er Jahre trifft Alexander Osang den in New York lebenden Kosmopoliten Uwe zum ersten Mal. Wie der Autor stammt auch Uwe ursprünglich aus Ostberlin und in der Folge treffen sie einander immer wieder. Als Alexander Osang 2019 für den SPIEGEL ein...

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Poetisch

Mir hat die Geschichte richtig gut gefallen. Es geht um Uwe und Alexander, deren Geschichten hier erzählt werden. Alexander möchte die von Uwe aufschreiben und und macht dabei eine Reise zu sich selbst. Das Buch liest sich sehr flüssig und hat auch etwas poetisches an sich. Das Cover gefällt mir sehr gut. Es regt zum Nachdenken an und hat interessante Figuren.

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Eine Münchhausen-Geschichte des 20. Jahrhunderts

Alexander Osang und Uwe, dessen Geschichte er ursprünglich für ein SPIEGEL-Sonderheft schreiben wollte, begegneten sich in New York auf der Feier einer Ost-Deutschen, die seit 30 Jahren in der Stadt lebt und dort verheiratet ist. New York scheint ein Dorf zu sein, in dem am Ende jeder jemanden findet, der aus seiner Gegend stammt. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde New York auch zu Osangs Sehnsuchtsort und Fluchtpunkt. Die beiden in den 60er geborenen Männer verbindet, dass sie sich...

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In drei Stunden von Palästina nach Berlin

 

 

Von dem Journalisten und Schriftsteller Alexander Osang habe ich schon Die Leben der Elena Silber mit Begeisterung gelesen.

 

Die Biografie Fast hell interessierte mich dann auch gleich.

Er schreibt die Geschichte von Uwe, aber es wird dann auch seine Geschichte.

Uwe und er sind aus Ostberlin und es beginnt 1989 zur Wende.

 

Der Autor schreibt flott und springt zwischen Tel Aviv, New York und Berlin hin und her. Zwischendurch gibt...

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Weitere Infos

Art:
Buch
Sprache:
deutsch
Umfang:
237 Seiten
ISBN:
9783351038588
Erschienen:
2021
Verlag:
Aufbau
8.57143
Eigene Bewertung: Keine
Durchschnitt: 4.3 (7 Bewertungen)

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