Buch

Ein Sonntag mit Elena - Fabio Geda

Ein Sonntag mit Elena

von Fabio Geda

"Elena prostete ihm zu: 'Danke', sagte sie, 'Heute Morgen beim Aufwachen hatte ich den Kopf voller Schatten. Alle haben Sie nicht verjagt, aber ein paar schon. Danke dafür, wirklich.'"

Einst reiste er als Ingenieur um die Welt und baute riesige Brücken. Nach dem Tod seiner Frau aber ist es still geworden in der Turiner Wohnung am Fluss. Sein Sohn lebt in Finnland, mit der jüngeren Tochter hat er keinen Kontakt, nur die älteste sieht er ab und zu mit ihrer Familie. An einem Sonntag kocht der ältere Mann ein traditionelles Mittagessen für sie. Doch sie sagt kurzfristig ab. Im Park lernt er Elena und ihren Sohn kennen und lädt sie spontan zum Essen zu sich ein. Diese zufällige Begegnung wird alle drei für immer verändern.
Eine Geschichte voller Zuversicht und Wärme, die ein stilles Glück in den Herzen zurücklässt.

"Wie die Brücken, die der Protagonist baute, scheint der Roman komplex und zugleich mühelos. Fabio Geda weckt tiefe Empathie für seine Charaktere und beschwört eine durchdringende Sehnsucht nach dem Glück." - La Lettura

Rezensionen zu diesem Buch

Stiller, berührender Roman

INHALT
Einst reiste er als Ingenieur um die Welt und baute riesige Brücken. Nach dem Tod seiner Frau aber ist es still geworden in der Turiner Wohnung am Fluss. Sein Sohn lebt in Finnland, mit der jüngeren Tochter hat er keinen Kontakt, nur die älteste sieht er ab und zu mit ihrer Familie.
An einem Sonntag kocht der ältere Mann ein traditionelles Mittagessen für sie. Doch sie sagt kurzfristig ab. Im Park lernt er Elena und ihren Sohn kennen und lädt sie spontan zum Essen zu sich...

Weiterlesen

eine stimmige Sonntagslektüre

Diese kleine Geschichte erzählt von einer Begegnung so flüchtig wie sie anfing und auch wieder endet, und dennoch großen Nachdruck hinterlässt. 

Der Schreibstil ist wirklich schön. Die Erzählerin ist nicht die Hauptfigur selber, sondern dessen Tochter Giulia. Diese arbeitet im Theater und man merkt ihr ihren Beruf durch die bildhafte Erzähltechnik auch an. Metaphern und rundum sehr abgerundete und zarte Formulierungen, die ich mir während des Lesens markiert habe.

Die Kapitel...

Weiterlesen

Ruhige Geschichte mit Tiefgang

"Ein Sonntag mit Elena" von Fabio Geda, erzählt von einer besonderen Begegnung. Nämlich der einer Frau, ihrem Sohn und einem alten Mann. Erzählerin ist dabei die Tochter des alten Mannes. Und so erfährt man nach und nach mehr über ihre Familie, die Geschwister und vergangene Erlebnisse. Immer wieder springt die Erzählung aber zu jenem Sonntag als der Vater, spontan eine völlig Fremde und ihren Sohn zu sich zum Essen einlädt. Die Geschichte zeichnet sich vor allem durch tiefsinnige Dialoge...

Weiterlesen

Brücken bauen

Ein ehemaliger Brückenbau-Ingenieur, dessen Frau wenige Monate zuvor gestorben ist, kocht zum ersten Mal in seinem Leben ein aufwändiges Mittagessen für seine Tochter und deren Familie. Doch als die Enkelin für den Opa Kakis pflücken möchte, fällt sie vom Baum und die Familie muss in die Notaufnahme und kann nicht den Opa besuchen. Was fängt er nun an mit dem ganzen Essen? Und mit dem langen Sonntag, so ganz alleine? Im Park trifft er Elena und deren Sohn Gaston, der auf der Halfpipe...

Weiterlesen

Wenn eine Begegnung dein Leben verändert...

Aufgrund der hübschen Aufmachung bin ich über das Buch gestolpert und gespannt begann ich mit der Lektüre.

In der Geschichte geht es um Giulias Vater, der von seinen Kindern am Mittagstisch versetzt wird, weshalb er einen Spaziergang macht und dort Elena begegnet. Ist der Tag gerettet? Und was für einen Einfluss haben die beiden auf ihr weiteres Leben?

Das Besondere an dem Roman ist, dass nicht die Hauptfigur als Erzähler fungiert, sondern eine seiner Töchter. Zu Beginn weiß...

Weiterlesen

Vom Brückenbauen

40 Jahre lang ist er durch die Welt gereist, um Brücken und Überführungen zu bauen. Nun ist der Ingenieur 67 Jahre alt und verwitwet. Und in seiner Turiner Wohnung ist es still um ihn geworden. Dann, an einem Sonntag, durchkreuzt der Zufall sein Leben. Weil ihn seine Tochter und deren Familie versetzen, lädt er kurzerhand stattdessen die Mittdreißigerin Elena und ihren 13-jährigen Sohn Gaston zum Essen ein. Es wird eine Begegnung, die mehrere Menschen verändern wird.

„Ein Sonntag mit...

Weiterlesen

Nostalgisch, melancholisch und doch federleicht schön ...

Es ist Sonntag in Turin und in der Küche des damaligen Ingenieurs ist Chaos ausgebrochen, denn er hat sich vorgenommen, für die Familie seiner ältesten Tochter zu kochen. Da soll es Leibspeisen geben und diese nach den Rezepten seiner verstorbenen Frau, es riecht sogar wie früher und dann kommt der Anruf. Sie kommen nicht, da eine von den Enkelinnen vom Baum gefallen ist. Frustriert und besorgt hält er es nicht mehr in der Wohnung aus und geht spazieren. Die Stadt scheint zu schlafen und...

Weiterlesen

Empathischer Familienroman

„Wir sind immer viel gereist. Unser Vater, Sonia, Ale. Von mir ganz zu schweigen – ich lebe praktisch aus dem Koffer. Aber zu Hause war ja Mama: Sie drehte sich mit uns, durch uns, und wir kreisten um die Wohnung am Lungo Po Antonelli wie Satelliten um einen Planeten.“

Inhalt

Giulia, die mittlere von drei Geschwistern erzählt hier rückblickend die Geschichte der eigenen Familie. Vom Vater, der nun allein in der Turiner Wohnung lebt, nachdem die Mutter bei einem tragischen...

Weiterlesen

Warmherzig, klug und unterhaltsam

Einst war er als Brückenbauer in der ganzen Welt unterwegs, nun lebt er in seiner Wohnung in Turin. Seit acht Monaten ist er Witwer. An diesem Sonntag hat er seine älteste Tochter Sonia mit Familie zum Essen eingeladen. Doch während er zum ersten Mal in seinem Leben eine aufwendige Mahlzeit zubereitet, stürzt seine Enkelin und bricht sich einen Arm. So bleibt er zunächst mit sich allein.

Fabio Geda lässt die zweitgeborene Guilia die Geschichte ihres Vaters erzählen. Und darüber hinaus...

Weiterlesen

Die Geschichte eines Mittagessens und einer ganzen Familie

In einer Wohnung in Turin lebt ein inzwischen verwitweter Mann, der einst als Ingenieur in der ganzen Welt Brücken baute. Sein Sohn lebt im Ausland, mit seiner jüngeren Tochter hat er kurz nach der Beerdigung seiner Frau zuletzt gesprochen. Nur seine ältere Tochter Sonia, die nicht allzu weit entfernt auf dem Land wohnt, schaut mit ihrer Familie gelegentlich vorbei. An einem Sonntag hat er sie zum Mittagessen eingeladen und stellt sich dafür zum ersten Mal selbst in die Küche. Das Essen ist...

Weiterlesen

Sehr einfühlsam

„Ein Sonntag mit Elena“ ist ein sehr einfühlsamer Roman. Sehr einfühlsam erfährt der Leser Puzzleteile aus dem Leben des Vaters. Gut nachempfinden kann man das Bedauern über die im Leben falsch gesetzten Prioritäten, dass der Familie zu wenig Zeit gewidmet wurde. Der Leser ist gespannt darauf mehr zu erfahren über die Kinder Alessandro, Sonia und die Ich-Erzählerin, aber auch über die vor acht Monaten verstorbene Frau des Mannes. Rührend wird geschildert, von welchen Gefühlen er übermannt...

Weiterlesen

Kleines Buch, großer Inhalt

Fabio Gedas Buch "Ein Sonntag mit Elena" beginnt sehr melancholisch, sodass sich eine fast langweilige Sonntagsstimmung ausbreitet. Doch es lohnt sich, mit dem Protagonisten durch den Sonntag zu gehen, denn am Ende - so muss es tatsächlich formuliert werden - ist alles gut. 
Die Erzählerin der Geschichte ist Guilia. Sie berichtet über die lange zurück liegende Begegnung ihres Vaters mit Elena und deren Sohn Gaston an einem herbstlichen Sonntagnachmittag in Turin. Guilias Vater muss...

Weiterlesen

Familiengeflecht

„Wenn ich eines begriffen habe, dann, dass Geschichten keine Probleme lösen: Sie erlauben uns lediglich, sie zu erkennen und ihnen einen Namen zu geben.“ (S.135f) Dieser Satz, ziemlich genau in der Mitte des Buches, ist für mich der zentrale Gedanke der Geschichte. Die Erzählerin im Buch berichtet vom Leben ihres Vaters, besonders von einem prägenden Sonntag, aber auch von früheren Erlebnissen und Dingen, die sich in ihrem Leben ereigneten. Diese Erzählperspektive ist ein Aspekt, der das...

Weiterlesen

Von sichtbaren und unsichtbaren Brücken

Ein verwitweter Ingenieur versucht den verlorenen Kontakt zu seinen Kindern neu zu beleben. Er lädt seine älteste Tochter mit Familie ein und kocht aufwendig nach den Rezepten der verstorbenen Frau. Kurzfristig muss der Termin jedoch abgesagt werden. Am selben Tag lernt der Mann Elena und ihren Sohn kennen und lädt sie zum gemeinsamen Essen ein. Drei einsame Menschen begegnen einander und es entspinnt sich eine besondere Freundschaft.

Der Autor lässt die Geschichte von der ältesten...

Weiterlesen

Ein berührender, wunderschön geschriebener und feinfühliger Familienroman

„Ein Sonntag mit Elena“ von Fabio Geda ist 2020 im Verlag hanser blau erschienen. Der Roman umfasst in der gebundenen Ausgabe 240 Seiten.

 

Eigentlich hat der ältere Mann, deren Frau erst vor einigen Monaten verstorben war, zum ersten Mal für seine älteste Tochter und deren Familie das Mittagessen vorbereitet, doch er wird versetzt. Kurzerhand entschließt er sich zu einem Spaziergang und macht dann die zufällige Begegnung mit Elena und ihrem Sohn. Diese Begegnung rettet seinen...

Weiterlesen

Beschaulich und Herzerwärmend

Seltsam: ähnliche Bücher kenne ich eher aus Sicht von Frauen, nicht aus der von Männern. Obwohl eigentlich ist es ja auch eine Frau die spricht: ausgerechnet die Tochter, zu der er zu der Zeit, in der der Roman spielt, keinen Kontakt hat.

Aber das ist schon vorgegriffen. Der Mann, ich denke sein Name wird gar nicht genannt, ist 67, seine Frau vor ein paar Monaten gestorben. Er ist einsam, traurig und hat keine Aufgabe. Früher erfolgreicher Ingenieur, der durch die Welt reiste. Heute...

Weiterlesen

Einfühlsamer Familienroman, errichtet auf Erinnerungen

Flüchtige Begegnungen können Steine ins Rollen bringen: Eindrucksvoll von Fabio Geda inszeniert, durch die zufällige Begegnung eines siebenundsechzigjährigen Mannes mit einer fremden Frau und ihrem Sohn. 

Das Besondere: Seine Tochter Giulia erzählt rückblickend über dieses Zusammentreffen und die Zeit danach, über den Vater und die Familie. Zu dem Zeitpunkt, als ihr Vater Elena und ihrem Sohn Gaston begegnete, war ihr Kontakt zu ihm eingeschlafen. Warum, und andere Fragen, werden erst...

Weiterlesen

Schön erzählt

Titel und Klappentext wecken ein wenig falsche Erwartungen. Der italienische Titel: „Ein Sonntag“ passt schon eher. Um Elena geht es nämlich letztlich nicht, sondern vorrangig, aber nicht nur, um die Beziehungen innerhalb einer Familie. Besonders stehen dabei der Vater sowie seine mittlere Tochter im Mittelpunkt.

Der Vater, der „den Dringlichkeiten in seinem Leben mehr Aufmerksamkeit gewidmet“ hat, „als den Wichtigkeiten“ verlor vor 8 Monaten seine Ehefrau. Er ist schon in Rente, war...

Weiterlesen

Eltern und Kinder

Ein älterer Mann freut sich auf den Besuch seiner Tochter und seiner Enkel als er den Anruf erhält, dass ein Kind einen kleinen Unfall hatte und das Treffen nicht stattfinden kann. In Sorge um das Enkelkind fragt sich der Witwer, was er mit dem bereits gekochten Essen machen soll. Bei einem kleinen Spaziergang trifft er auf Elena und ihren Sohn, die er nach einem kurzen Gespräch einlädt, mit ihm gemeinsam zu essen. Aus diesem zufälligen Treffen ergibt sich der Anlass für interessante...

Weiterlesen

Eine berührende Geschichte, die von Einsamkeit und Entfremdung erzählt

Viele Jahre baute ein Ingenieur in fremden Ländern Brücken, jetzt ist er im Ruhestand, verwitwet  und lebt in Turin. Sein Sohn lebt in Finnland, zur jüngeren Tochter besteht wenig Kontakt und seine älteste Tochter hat er mit ihren Kindern zu einem gemeinsamen Essen eingeladen. Doch wegen eines Unfalls sagt die Familie kurzfristig ab. An dem Tag lernt er Elena und ihren Sohn kennen, sie folgen seiner Einladung und es entwickelt sich eine besondere Freundschaft. 

Diese Geschichte wird...

Weiterlesen

Absolut lesenswert

In dem Roman ist es die Tochter, die vom Leben ihres Vaters erzählt. Der 67 Jährige ist seit 8 Monaten Witwer und kann sich nur schwer mit dem Verlust abfinden. Er lässt die schönen Topfpflanzen der Mutter verkümmern und schafft es nicht, ihre Kleidung abzugeben. Die Wohnung kommt ihm traurig und leer vor. Aus dem Grund freut er sich, dass ihn die große Tochter Sonia mit Ehemann und den beiden Enkelinnen besuchen möchte. Er kocht sogar und das mit der Hilfe des Kochbuches seiner verstorbenen...

Weiterlesen

Federleichte Sprache und vielschichtiger Inhalt

          Eines sonntags in Turin: Ein seit kurzem verwitweter ehemaliger Ingenieur hat seine älteste Tochter Sonia mit ihrer Familie zum Mittagessen eingeladen. Kurz vor Mittag -, das Essen ist fertig - muss Sonia den Besuch absagen. Der Ingenieur hält es allein nicht in der Wohnung aus und entschließt sich zu einem Spaziergang, bei dem er die alleinerziehende Elena und ihren sechzehnjährigen Sohn Gaston kennenlernt. Er lädt die beiden zum Essen zu sich nachhause ein. Dieser Nachmittag...

Weiterlesen

Feinsinnig

Der elegante Titel, bei dem ich zuerst dachte, dass da ein H fehlt, was aber gar nicht stimmte, und das stimmungsvolle Titelbild, auf dem ein frugal gedeckter Mittagstisch (vermutlich aus Pinienholz) mit erlesenem Porzellan zu erkennen ist, machten mich sehr neugierig. Ganz besonders das hübsche Geschirr ließ mich sofort an meine Mutter und ihren selbst gekochten Linseneintopf mit Würstchen denken. Wir gaben dem deftigen Linseneintopf immer einen Schuss Brandwein-, Apfel- oder Himbeer-Essig...

Weiterlesen

lässt Innehalten und Reflektieren

Das Cover schafft mit seinen Farben und den Abbildungen die Atmosphäre, die sich im Buch wiederfindet. Die Haptik finde ich ebenfalls super gelungen.

Der stimmungsvolle Schreibstil ergänzt die Thematik wunderbar. Durch die gefühlvollen Darstellungen kann man sich gut in die Situationen hineinversetzen sowie Innehalten und Reflektieren.

Mir hat es an sich sehr gut gefallen, dass die Geschehnisse mit einem gewissen Hin und Her vorgestellt werden.
Dies war jedoch teilweise...

Weiterlesen

Ein Blick über den Tellerrand

          Wie soll ich ihn nennen, den Protagonisten dieses Romans? Denn im Buch ist er grundsätzlich "mein Vater", denn die Erzählerin ist Giulia, seine iüngere Tochter, das mittlere von drei Kindern und das, mit dem ihn sein sehr emotionales und gleichzeitig schwieriges Verhältnis verbindet. Ich werde ihn also mit Blick auf die Erzählerin als "Giulias Vater" bezeichnen.

Dabei ist sie gar nicht bei allem, was sie uns, den Lesern verrät, zugegen. Aber wie auch immer, sie weiß es und...

Weiterlesen

Weitere Infos

Art:
Hardcover
Genre:
Romane und Erzählungen
Sprache:
deutsch
Umfang:
240 Seiten
ISBN:
9783446267954
Erschienen:
August 2020
Verlag:
hanserblau
Übersetzer:
Verena von Koskull
8.24
Eigene Bewertung: Keine
Durchschnitt: 4.1 (25 Bewertungen)

Rezension schreiben

Diesen Artikel im Shop kaufen

Das Buch befindet sich in 25 Regalen.

Ähnliche Bücher