Brocéliande fragte am 26.03.2020 | Fragen zur Community

Buchtipps für literarisch "Aufmunterndes" gesucht...

Hallo zusammen:

Ich suche Buchtipps für meine beste Freundin, Ihres Zeichens Hundebesitzerin und Pferde-/reitbegeistert, der es durch eine Erkrankung mit herabgesetztem Immunsystem und daher folgend erhöhter Risikogruppe nicht gut geht in Pandemie-Zeiten: "Herr Hund" ist 15 und noch fit, ausgebildeter Therapiehund (hat hoffe ich noch einige Jährchen vor sich) und Pferdebetreuung geht trotzdem - jedoch ohne Austausch und menschlichen Kontakt zu Freundin, der die früheren Traber gehören. Meine Freundin wohnt an einem Moor im Norddeutschen, da sie Moore liebt, dürfte auch gerne im Buch eines vorhanden sein ;)

Hat jemand Buchtipps für mich, die die Stimmung meiner Freundin aufhellen könnten? Gerne Erheiterndes - aber auch Tiefgehendes - mit Hund oder Pferd. Vorab schon mal 1001 lieben Dank!

Kommentare

Gittenen Bücherfresserchen kommentierte am 26. März 2020 um 14:40

Wie wär es mit Herrn Bello von Paul Maar

Ist zwar ein Kinderbuch aber ich mochte es

Buchdoktor kommentierte am 26. März 2020 um 15:02

Ich habe mich gerade mit

Im Freibad

aufgemuntert, keine Hunde, keine Pferde ...

 

_nubsi_ kommentierte am 26. März 2020 um 15:05

Bei Pferdebüchern habe ich hauptsächlich Bücher aus dem Jugendbuchbereich. Als absolut Pferdeverrückte kann ich die aber trotzdem empfehlen, da sie oft einfach schön sind.

1) Die wilde Horde von Katrin Tempel

Ich hab zwar nur Band 2 "Pferdeflüstern" gelesen, ich denke aber der erste ist genauso schön. Hier wird sehr auf die Beziehung zwischen Mensch und Pferd eingegangen.

2) Die Pferdebücher von Katrin Kaiser (sind schon etwas älter)

Hier habe ich gelesen "Das Königspferd" (mein Favorit), "Der Ritt nach Orleans", "die schwarze Reiterin" und das vierte Buch aus der Reihe (Titel hab ich gerade nicht im Kopf). Diese Bücher haben alle einen historischen Hintergrund, z.B. Alexander der Große beim "Königspferd".

3) "Amal - Tochter des Windes" von Astrid Frank, hat mir damals sehr gut gefallen.

Als ERWACHSENBUCH kommt mir sonst noch folgendes ins Gedächtnis:

- "Der Heiler der Pferde" von Gonzalo Giner (historisch, hat mir gut gefallen)

- "Die Tochter der Pferdefrau" von ??? (Roman, hat mir ganz gut gefallen, ist aber schon ein bisschen her, dass ich das Buch gelesen habe)

 

Und mehr fällt mir gerade in die Pferderichtung nicht ein. Nur so ganz alte Kinderbücher.

Sabine_AC kommentierte am 26. März 2020 um 18:04

Die Tochter der Pferdefrau und auch DiecPferdefrau sind, glaube ich, von Jutta Beyrichen. (Oder so ähnlich).
Als Pferdefan haben mir auch die (Jugend)-Buchreihen von Christiane Gohl sehr gefallen... aus dem Pferdemädchenalltag gegriffen.

_nubsi_ kommentierte am 26. März 2020 um 20:34

Oh ja das kann gut sein :D das Jutta passt auf jeden Fall :) Danke

UJac kommentierte am 26. März 2020 um 15:13

Wunderbar skurril und witzig, obwohl es zu Hitlers Zeiten handelt, fand ich Sirius von Jonathan Crown, die aberwitzige Geschichte des Foxterriers Sirius:

"Unterwegs treibt sich Sirius in der Weltgeschichte herum und trifft jede Menge Leute: JohnWayne, Mies van der Rohe, Marlene Dietrich, Joseph Goebbels, Professor Sauerbruch, Winston Churchill, Hermann Göring, Billy Wilder, Cary Grant und viele, viele andere. So wird er, zum Beispiel, Adolf Hitlers Trauzeuge, kurz bevor dieser mit Eva Braun in den Freitod geht und das Dritte Reich zusammenbricht"

wandagreen kommentierte am 26. März 2020 um 16:57

Sylvia Brandis, Windsbraut.

LESERIN kommentierte am 28. März 2020 um 11:24

Daran ist nichts Aufmunternd imho, ist halt ein Pferdebuch...

florinda kommentierte am 26. März 2020 um 22:13

Wenn es etwas Genremixiges (Historie, Pferde, Hunde, Liebe)  und ein zwar stilistisch gut in die damalige Zeit passendes, aber leicht angegrautes Vokabular sein dürfen, empfehle ich das gemütsverbesserungserprobte Buch "Meines Vaters Pferde".

Junge Frau liest kurz nach dem 2. Weltkrieg in einem Spital hoffnungslosem Schwerkranken aus den Tagebüchern seiner Vateras vor. Dieser war im Berlin der letzten Jahre des Kaiserreiches ein junger pferdebegeisterter Militär, wurde  nach Irland verschlagen und betrieb zuletzt ein Gestüt in Ostpreußen.

Während der einzelnen Stationen seines Lebens spielten unterschiedliche, jedoch stets ganz besondere Frauen und ganz besondere Pferde (also immer andere und immer nur eine(s) auf einmal!*g*) eine Rolle. 

Das Buch kann einem manchmal ein wenig "an die Nieren gehen", birgt aber auch heitere Szenen und enthält (m. E.)  viele weise Bemerkungen. 

Nach dem Erfolg des Buches wurden noch ein Vorgänger- und ein Nachfolgeband geschrieben, welche aber nicht die starke Anziehungskraft auf mich auszuuben vermochten wie dieses hier.

Ich möchte nicht verschweigen, dass der Autor Clemens Laar (eigentlich Eberhard Koebsell, * 15. August 1906; † 7. Juni 1960 in West-Berlin) wegen einiger während der Nazizeit verfasster Romane nicht ganz unumstritten war; ich habe alle von ihm noch zu bekommenden Bücher gelesen und fand weder direkt kriegsverherrlichende geschweige denn Hitler verherrlichende Passagen.

Enttäuschend fand ich lediglich, dass ich irgendwann erfahren musste, dass ein Mensch, welcher solche Bücher wie dieses hier zu schreiben vermochte, durch Selbstmord aus dem Leben schied. Aber wer kann schon in die Seele eines anderen Menschen schauen?

Huch, jetzt hab ich mich verplaudert... Dir und der Freundin alles Gute!;-)

P.S. "Sirius" fand ich auch recht unterhaltsam, reicht aber mMn nicht an MVPf heran und hat den großen Fehler, dass Pferde fehlen;-))

helene kommentierte am 26. März 2020 um 22:41

Danke für deine Ausführungen. "Meines Vaters Pferde" hat einen festen  Platz in meinem Regal, aber das Hintergrundwissen kannte ich bislang nicht!

florinda kommentierte am 26. März 2020 um 22:55

Freut mich:-)

Gute Nacht!

florinda kommentierte am 26. März 2020 um 22:55

Freut mich:-)

Gute Nacht!

Sabine_AC kommentierte am 27. März 2020 um 15:30

Meines Vaters Pferde sollte ich wirklich endlich lesen. Es subt schon länger bei mir.

Ich meine mich auch dunkel zu erinnern, dass vor längerer Zeit mal eine kleine private Leserunde dazu Thema war (die aber "noch" nicht stattfand). Vielleicht ist das Interesse dazu ja noch/wieder vorhanden bei jemandem?

florinda kommentierte am 27. März 2020 um 15:52

Ich wäre bei diesem Buch dabei, aber ich kann definitiv derzeit leider überhaupt nichts zur Organisation beitragen. Termin wäre mir egal. Falls dann etwas zu Stande käme, wäre es nett, wenn man mich per PN informieren könnte. (Ich habe schon mal LR verpasst, ehe ich mitbekam, dass die nicht unten bei den anderen LR stattfinden...)

wandagreen kommentierte am 27. März 2020 um 17:48

Lies es AbCSabine! Ich liebe es auch sehr. Guter Tipp, Florinda!

florinda kommentierte am 27. März 2020 um 20:47

Danke, das hätte ich jetzt nicht erwartet. Erinnere ich mich doch dunkel, mal von dir gelesen zu haben, dass du meine positive Bewertung fürdas Buch "Rückwärtswalzer" von Vea Kaiser sozusagen als letzte Bestätigung  dafür ansahst, es auf gar keinen Fall lesen zu wollen (dies ist bitte nicht als "schnippisch", "zickig", provokant oder gar "eingeschnappt" zu interpretieren, ich bin ehrlich verwundert)....

wandagreen kommentierte am 28. März 2020 um 08:55

Ich habs dann trotzdem gelesen und ich mochte es nicht besonders - aber man konnte es lesen. Es gibt sicher immer wieder Überschneidungen und dann kommts auch noch drauf an, was man zu diesem Buch (oder jenem) schreibt. Meines Vaters Pferde gehört zu meinen Lieblingsbüchern. Gut, dass du mich daran erinnert hast! (oder war es ein anderes von der Vea? Jedenfalls ist Vea nicht die Autorin, die ich bevorzuge, das stimmt).

Arbutus kommentierte am 26. März 2020 um 23:31

Kein Hund oder Pferd drin, aber erhellend, aufheiternd, leicht und gleichzeitig tief: Tove Jansson, Das Sommerbuch.

Bettikind kommentierte am 27. März 2020 um 08:23

Wie wäre es mit Schafen? Glennkill von Leonie Swann. (Hütehunde kommen vor.)

_nubsi_ kommentierte am 27. März 2020 um 15:34

Oh ja Glennkill :D das hab ich damals geliebt. Der zweite Teil liegt hier noch ungelesen rum. Vielleicht sollte ich mich da mal dranmachen :)

florinda kommentierte am 27. März 2020 um 16:02

Die Schafe waren irgendwie nicht so ganz "mein Ding" (vielleicht das falsche Buch zur falschen Zeit), aber für "Gray", den Papagei aus dem anderen Roman dieser Autorin konnte ich mich stark begeistern, allein der Gedanke an ihn beim Schreiben dieser Zeilen bringen mich zum Lächeln...;-). An Vierbeinern mischt da allerdings keines mit. Trotzdem - aufheitern sollte klappen! *immer noch strahl*

wandagreen kommentierte am 27. März 2020 um 09:17

Die Tage mit Bumerang. Auch mit Schaf. Nur mit einem. Sehr süßes Buch. Nett süß.

Sabine_AC kommentierte am 27. März 2020 um 15:31

Bumerang steht jetzt auch auf meiner WuLi.

Schafe sind toll!

lesesafari kommentierte am 27. März 2020 um 21:40

Dann musst du dir auch das neue Schaf-Buch von Liane Mars besorgen. Ich versteh schon den Klappentext nicht. ;) Ich glaube, Schafe sind nichts für mich. Höchstens zwischendurch mal in echt.

Sabine_AC kommentierte am 28. März 2020 um 17:02

Das schau ich mir mal an.

westeraccum kommentierte am 27. März 2020 um 09:44

Ist zwar nicht mit großen Tieren, aber "Die Kakerlake" von Ian McEwan fand ich herrlich skurril.

Brocéliande kommentierte am 27. März 2020 um 21:29

Habt lieben Dank für eure tollen Vorschläge: Da es einige gab, die einhellig der Meinung sind, dass "Meines Vaters Pferde" das Richtige sein könnte, tendiere ich stark dazu ;)

Aber auch "Das Sommerbuch" von Tove Jansson hört sich gut an; wie einige andere der genannten Romane.

Vor einiger Zeit gab es drüben bei Lovelybooks eine Leserunde, in der der Hauptprota ein Hund war - erinnert sich evtl. jemand oder hat mitgelesen?? Leider weiß ich nicht mehr den Titel/Autor.....

Buchmaus77 kommentierte am 28. März 2020 um 17:43

Wie wäres es mit Das Geräusch einer Schnecke beim Essen, ein wunderschönes Buch :)

Brocéliande kommentierte am 28. März 2020 um 21:27

Vielen Dank für Deinen Tipp. Buchmaus 77 - hört sich gut an! (den Titel kannte ich, das Buch nicht).