FIRIEL fragte am 02.03.2019 | Fragen zur Community

Private Leserunde

Es ist mal wieder Zeit für eine private Leserunde. Gittenen und ich haben uns gerade ausgetauscht und schon mal zwei Titel als Vorschlag: "Das Glasperlenspiel" von Hermann Hesse oder "Professor Unrat" von Heinrich Mann (verfilmt unter dem Titel "Der blaue Engel").

Wer hat Interesse? An welchem Buch? Oder habt ihr einen anderen Vorschlag? Wenn wir uns auf einen Titel geeinigt haben, legen wir den Starttermin fest - und dann geht es wieder los! Ich freue mich auf interessante Diskussionen.

Kommentare

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schwadronius erwähnte am 23. Juni 2019 um 22:17

rein physiologischer sex.

liebe inklusive mehrdimensionaler sex läßt vielleicht zu viel spielraum zu, der distrahiert.

FIRIEL kommentierte am 01. April 2019 um 19:17

Ich finde es ungewöhnlich, dass Josef ein zufälliges Spiel ganz genau auseinandernimmt und dafür Jahre studiert, sogar Chinesisch. Damit prüft er das Spiel wirklich auf Herz und Nieren. Der Ältere Bruder ist ein Original; schön, dass so jemand Platz im Orden hat.

schwadronius erwähnte am 23. Juni 2019 um 22:09

unser kleiner knecht klettert. die studienjahre dienen der anbindung an den orden. die sozialen bedürfnisse wurden weitgehend manifest, aber er möchte sich eine hintertür (offen)lassen.

lesesafari kommentierte am 30. Juni 2019 um 04:46

schlaues bürschchen.

FIRIEL kommentierte am 20. März 2019 um 20:13

Zwei Orden

lesesafari kommentierte am 11. April 2019 um 19:39

Mal gucken, ob ich mit meinen Stichpunkten noch was anfangen kann:

- Josef ist wohls ehr charismatisch und seine Fähigkeit zum Führer und zur Machtausübung wird immer stärker, der junge Tegularius steht wohl tatsächlich auf ihn und er scheint hysterisch zu sein

- es gibt eine "Polizei"= die Regeln für das Verhalten im Außen, "politisch" ist wiederum das Verhalten im Inneren/Kloster

- Josef ist nun bei der Ordination und beim Klosterbesuch 34

- Josef befürchtet den Verlust seiner Unschuld/seiner Freiheit mit dem Eintritt in den Orden, er möchte lieber weiter Student bleiben, aber doch empfindet er den Eintirtt in der Orden als "Erlösung", aber warum????

- im Kloster Mariafels ist das Ordensleben anders: langsamer, es wird ein bereits wieder zur Natur gewordener Geist und Sinn gelebt

- seine Aufgabe ist gar nicht zu lehren, sondern zu lernen!, aber die Kontaktaufnahme ist sehr schwierig, schließlich kann Josef durch die Lehre des I-Ging Kontakt zum Abt aufnehmen, der sich für dieses ebenfalls sehr interessiert

- die Begegnung mit Pater Jakobus ist wohl ein Treffen eines Seelenverwandten-- ich mag ihn sehr; durch den Pater erhält Josef ein Geschichtsstudium dazu, es wird wieder über "Was ist das kulturelle Gedächtnis?" diskutiert, Historismuskritik...

- bereits um 1700 gab es den Versuch die christlichen (ich glaub das müsste Denominationen heißen) Splitterungen Katholizismus und Protestantismus wieder zu vereinen (dazu werfen meine grauen Zellen ein Infos mehr heraus, aber es kommt mir ziemlich bekannt vor)---- > das Ganze passt zu meiner Idee mit der Theosophischen Gesellschaft, vermutlich hat auch Hesse sich da eine eigene Idee aufgebaut, wer, wie vereint werden soll (christliche+ buddhistische Mystik)

 

---> Das Glasperlenspiel= Die Bibel der Geisteswissenschaften?

FIRIEL kommentierte am 19. April 2019 um 13:11

Ich finde es interessant, wie Kastalien und Mönchsorden einander gegenübergestellt werden. Wobei die Mönchsorden ja auch nicht alle gleich sind, Jesuiten sind anders als Franziskaner, und manche Orden gehen bewusst als Arbeiter "in die Welt".

Immer ist es eine Frage der Balance zwischen "innen" und "außen". Und die muss ja auch jeder von uns, die wir keinem Orden angehören, für sich finden. Oder wie seht ihr das?

lesesafari kommentierte am 19. April 2019 um 18:41

Ich meine, es sind die Franziskaner, die keinen Nachwuchs mehr haben und wo gerade Klöster aufgelöst werden. Aber genau, die wanderen sowieso alle 2 Jahre in ein anderes Kloster. Ich hatte das auch noch irgendwie im Sinn, dass die doch nicht so streng leben und draußen leben,  aber dann war es wahrscheinlich so, dass die außerhalb arbeiten dürfen.

Ja, klar. Ich finde, das Buch kann man echt gut auf das Arbeits- und Privatleben beziehen. Also ein Klassiker, immer auf die aktuelle Zeit anwendbar. Als "Außen" (Outsider) und "Innen" wird hier, denke ich, vor allem gemeint, das Außen= als das Außenstehen vor einer Glaubensgruppe und das von Außen betrachten und nie (ganz) verstehen können und das Innen= als Insider einer Glaubensgruppe sein, die Doktrin(e) kennen. Insider-Outsider-Perspektive in der Wissenschaft.

schwadronius erwähnte am 30. Juni 2019 um 21:47

ja, ein buch, das ein besseres ich entläßt.

schwadronius erwähnte am 30. Juni 2019 um 21:45

das glasperlenspiel = die bibel des wissens. mit unberechender komponente: phantasie.

schwadronius erwähnte am 30. Juni 2019 um 21:40

während kastalien recht zugänglich ist, ist es gegenüber der außenwelt "abgeschotteter". anderes wird respektiert und toleriert, aber nicht zwangsläufig akzeptiert.

mariafels ist nahezu nicht zugänglich, aber "offener" gegenüber der außenwelt. vielleicht auch mehr integrierter.

lesesafari kommentierte am 30. Juni 2019 um 21:45

genau. ich mochte mariafels auch fast am liebsten.

FIRIEL kommentierte am 20. März 2019 um 20:13

Die Mission

lesesafari kommentierte am 11. April 2019 um 19:16

Lesen wir jetzt weiter? Ich bin hier vor 10 Tagen stehen geblieben und habe dann was anderes gelesen, weil ja alle beschäftigt waren und ich dann auch noch ein LR-Buch schnell ertauscht habe. 

Gittenen Bücherfresserchen kommentierte am 11. April 2019 um 19:26

Auf mich braucht ihr nicht zu warten

lesesafari kommentierte am 11. April 2019 um 21:17

hast du schon wieder eine neue lr, gitte?

Gittenen Bücherfresserchen kommentierte am 18. April 2019 um 18:31

Ne, aber es fällt mir sehr schwer, mich zu für das Buch zu  motivieren.Es ist zwar sehr interessant, aber richtig Arbeit ,fast wie ein Selbstudium in Germanistik.

lesesafari kommentierte am 18. April 2019 um 20:31

Ja, das merkte ich schon bei der Einleitung. Es ist erstmal schwer zu lesen und dann so viel theoretischer Inhalt. Ist ein Studium der Geisteswissenschaft, der Historismus, der Religionswissenschaft, der ostasiatischen Religionen.... PUHHH!!! Aber nach ein paar Kapitel ließ es sich schnell lesen, alles notieren ging eh nicht.

Meine Ausleihfrist ist heute abgelaufen. Konnte es zum Glück noch etwas verlängern.

Gittenen Bücherfresserchen kommentierte am 18. April 2019 um 21:03

Ich kam nicht dazu mich dran zu gewöhnen, am Anfang habe ich häppchenweise gelesen und andere Bücher waren da angenehmer zu lesen, die ich parallel gelesen habe : )

schwadronius erwähnte am 01. Juli 2019 um 00:33

es wird zunehmends einfacher und bleibt doch komplex, gitte. es ständig mit anderen büchern zu unterbechen, wird wohl das "nicht dran gewöhnen" verstärken.

ich komme allgemein nicht viel zum lesen, aber lese nur das. abgelenkt werde ich nicht. ich frage mich, ob es an der uni ffm ein glasperlenspielkurs gäbe, in den ich mich einschreiben könnte ...

FIRIEL kommentierte am 11. April 2019 um 19:31

Du und ich sind noch dabei, sphere hat gerade angefangen. Wo Schwadronius steckt, weiß ich nicht. Das sind anscheinend alle.

lesesafari kommentierte am 11. April 2019 um 21:21

hase, kommst du in bälde noch dazu oder hast du das spiel a la josef verbuddelt?

ja, dann hopp hopp an sphere.

sonst lesen wir mal wieder alleine, firi. :/ ich hab jetzt schon nen (öden?) küstenkrimi angefangen. muss nicht sein.

FIRIEL kommentierte am 19. April 2019 um 13:13

Ich habe bis jetzt gewartet und ich weiß nicht wie viele Bücher in der Zwischenzeit gelesen. Jetzt lese ich weiter. Sind wir halt nur zu zweit; immer noch besser als ganz allein. Während der Feiertage habe ich viiiieeel Zeit...

lesesafari kommentierte am 19. April 2019 um 17:29

Ja, ich hoff(t)e die anderen auch. Denn eigentlich ist das wirklich ein Gitte-Buch, was da so alles Philosophisches über Musik gesagt wird.
Ich lese dann bei den Gedichten und Lebensläufen weiter. Ist ja auch lustig, wenn wir 2 versch. Lesereihenfolgen vergleichen können. :)

Gittenen Bücherfresserchen kommentierte am 19. April 2019 um 18:27

Vielleicht lese ich es irgendwann zu Ende und dann schreibe ich meinen Senf einfach unter Euch drunter .Kann aber sehr lange dauern, ihr seht es dann ; )

lesesafari kommentierte am 19. April 2019 um 18:42

aber verstanden hast du es schon, denk nur an den vogelgott, dann kommst du gut durch. ;D am 15. mai ist mein buch spätestens weg.

Gittenen Bücherfresserchen kommentierte am 19. April 2019 um 21:20

War das eine Frage ob ich es verstanden habe, oder eine Feststellung?

schwadronius erwähnte am 19. April 2019 um 18:41

ich denke nicht, daß ich vor mitte mai überhaupt irgendwie zum lesen kommen werde. seit anfang märz las ich in keinem buch ...

FIRIEL kommentierte am 19. April 2019 um 18:56

Sechs Wochen ohne Buch könnte ich nicht durchhalten. Ich bin süchtig!

schwadronius erwähnte am 19. April 2019 um 19:19

wenn du keine zeit hast, müßtest du ... ;).

FIRIEL kommentierte am 19. April 2019 um 19:51

Das kann ich mir gar nicht vorstellen. Ich habe auch nicht viel Zeit, aber ich fahre täglich mit Bus und Bahn zur Arbeit, jede Fahrt etwas über eine Stunde. Diese Zeit nutze ich fast immer zum Lesen. Und wenn ich dann abends noch etwas Zeit habe, lese ich weiter - so kommt dann doch viel zusammen. Dafür gucke ich nie Fernsehen.

schwadronius plauderte am 19. April 2019 um 19:54

ich schaue auch kein fernsehen, habe nicht mal einen fernseher. und internet zurzeit nur bei der arbeit.

schwadronius erwähnte am 01. Juli 2019 um 00:23

das buch müßte euch eigentlich lehren, alles mit einer gewissen "zeit" anzugehen ... nix hopp hopp und yala yala! ;).

schwadronius erwähnte am 01. Juli 2019 um 00:21

hier. :).

lesesafari kommentierte am 15. April 2019 um 22:16

Josef ist jetzt 37 Jahre alt.

Der alte Musikmeister warnt ihn: Die in Waldzell wollen ihn als Diplomaten einfangen. 

Trotzdem kehrt Josef beschwingt nach Waldzell zurück, freut sich auf seinen Freund Tegularius, spielt das Galsperlenspiel.... und erhält den Auftrag sich zum ständigen Repräsentanten Kastaliens im Vatikan zu machen. Dazu soll er Pater Jakobus auf seine Seite ziehen. Der wiederum meint, die Kastalier sind so weltfremd, sie müssen sich erstmal Menschenkenntnisse (oder Anthropologie) aneignen. Er merkt auch, dass Josef eine Mission aht und fragt ihndarüber aus. Er beweist Josef, dass er ein aktiver Mitgestalter der Geschichte sein kann und nicht nur eins tummer Beobachter. Dass er außerdem auch politische AUfgaben übernehmen könnte. Letztendlich wird sich herausstellen, dass Josef der Geschichtsschreibung näher steht und als Politischer nicht bestehen kann,

Bei einem Glasperlenspielwettbewerb benutzt Josef den formalen (rationalen) Aufbau des Spiels und macht daraus aber ein "pädagogisches Spiel" (urpsrünglich psychologisches, aber Josef macht eben was Eigenes daraus), das sinnlich erlebbar ist. Er gewinnt damit den ersten Preis. Tegularius überraschenderweise mit einem "formalen SPiel" den 2.

Tegularius kommt als Gast nach Mariafels, aber schon schnell hält er es dort nicht mehr aus. Es ist die Hölle für ihn. Und er ist dort auch nicht beliebt, Pater Jakobus mag ihn nicht.

Plinius schreibt nun politische Reden gegen den Klerus. Auch mit diesem wird Pater Jakobus nicht warm, aber er gefällt ihm wohl besser als Tegularius mit seiner beschränkten Sicht.

Josef stellt fest, dass er gerade eine richtige Glückssträhne hat und dass diese wohl bald überquillen wird und es nicht gut ausgeht.

FIRIEL kommentierte am 19. April 2019 um 13:59

Wenn wir Josefs Leben mit unserem vergleichen, dann sehen wir hier erste Erfolge im Arbeitsleben - aber was für welche! Sein Auftreten im Kloster übertrifft die Erwartungen und es entsteht ein Auftrag daraus. Und in seinem eigentlichen "Fachgebiet", dem Glasperlenspiel, gewinnt er höchste Anerkennung, obwohl er diesem Spielentwurf ja nicht alle seine Energie widmen konnte. (Ich habe es übrigens anders verstanden als du, lesesafari: Josef konzipiert ein formales, traditionelles Spiel und verzichtet auf kreative Neuerungen, zu denen er vermutlich durchaus in der Lage gewesen wäre.) 

Tja, nach einem solchen fulminanten Auftakt wird man bei uns befördert. Und das kommt nun auch auf Josef zu...

lesesafari kommentierte am 19. April 2019 um 18:49

Mir gefällt es auch sehr gut, wie er sich auf das Klosterleben einlässt und da Freundschaften schließt.

Wahres Talent oder? Er braucht sich gar nicht so viel Mühe geben und nicht ständig üben und das perfekte Glasperlenspiel funktioniert.

Es ist ein bisschen komplizierter, er verzichtete schon absichtlich darauf, alles zu geben, was er kann.

Aber es heißt "pädagogisches Spiel", weil er etwas Eigenes kreiiert hat. Er benutzt den formalen Aufbau zielt aber wie im "psychologischen Spiel" auf eine sinnliche Erfahrung ab/Ekstase, die gelingt aber bei dem reinen "formalen Spiel" nicht, weil die eben einfach nur dem konservativen, rationellen AUfbau folgt. ALso ohne Herz würde ich sagen. 

Ich vergleich das auch ein bisschen mit Doktorarbeit bzw. sogar Habilitation. So im Alter von 37. Und für eine Professur muss man ja irgendwie selbst was Neues schaffen.

schwadronius erwähnte am 01. Juli 2019 um 00:25

ob josef bewußt begreift, daß er viel mehr vollkommener sein wird als die ordensbehörde zusammen?

lesesafari kommentierte am 09. September 2019 um 21:35

haben wir das hier nicht gelesen??
ich denke ja, ab einem gewissen punkt.
ich weiß nur gar nicht, zu welchem kapitel du das nun schriebst.

schwadronius antwortete am 09. September 2019 um 21:39

zur mission. :).

schwadronius erwähnte am 01. Juli 2019 um 00:28

was ihm jedoch bewußt wird, daß die ordensbehörde taktische ziele verfolgt. es ist nicht alles so, wie es zu scheinen mag, in seinem kastalien.

FIRIEL kommentierte am 01. Juli 2019 um 05:34

Ja, es gibt Widersprüche. Und klar ist auch, dass Kastalien in Reinkultur nicht funktionieren kann; es ist auf "die Welt" angewiesen, auch wenn sich das nicht jeder eingesteht. Umgekehrt natürlich auch.

FIRIEL kommentierte am 20. März 2019 um 20:13

Magister Ludi

lesesafari kommentierte am 15. April 2019 um 22:25

Aus der Mission wird erstmal nichts.

Die jährlichen Festlichkeiten zur Vereinigung aller Disziplinen stehen an. Doch der Spielmeister ist krank und stirbt. Der Festakt darf nicht unterbrochen werden und es entsteht eine einsame Atmosphäre. Der Stellvertreter des Spielmeisters (Schatten) muss diesen würdig repräsentieren, denn jeder seiner Fehler führt auf den Spielmeister zurück. Ein Stellvertreter kann nie Nachfolger eines Spielmeisters werden, außerdem ist er bei der Elite nicht beliebt und wird dem Orden verwiesen. Er hat einen tragischen Unfall in den Bergen. --- Oder war es Selbstmord????????

Es findet eine Art KOnklave statt.--- Es wird genauso beschrieben, wie die Berichte damals in der Zeitung als der neue Papst gewählt worden ist. Oder wie in "Illuminati" von Dan Brown. --- Josef verfällt in tiefe Demut und tiefe Versenkung (Verschmelzung mit allen Dingen), nachdem Tegularius ihm davon berichtet, dass er, Josef Knecht, wohl der neue Glasperlenspielmeister wird. UND SO WIRD ER ES AUCH: DER JÜNGSTE GLASPERLENSPIELMEISTER ALLER ZEITEN. Zu seiner Investitur komtm auch sein alter Musikmeister.Josef muss sich beweisen. Viele Aufgaben lasten auf ihn, er muss viele Proben von der Elite überstehen, und bekommt einen eigenen Yogameister zur Seite gestellt, damit er auch alles schafft. Dabei wird Tegularius vernachlässigt, bei der Elite hat er natürlich einen schlechten Stand, da er als bester Freund Josefs bekannt ist. 

Und dann ist Josef "ausgeglüht". --- Ob dieses Wort auch im Original so steht? Das ursprüngliche Wort für "Burn-Out"?? Interessant.

FIRIEL kommentierte am 19. April 2019 um 14:42

Dass Josef Glasperlenspielmeister wird, überrascht uns Leser nicht; das war ja in der Einleitung schon deutlich. Aber es ist doch wirklich folgerichtig und überzeugend ausgeführt. 

Ganz schrecklich finde ich den Umgang mit dem ehemaligen "Schatten" Bertram. Da sieht man doch, dass auch die geistig so hoch stehende Elite menschlich ist, emotional und hier leider eher primitiv reagiert. Auch hier gibt es eine deutliche Hackordnung, gibt es Neid und Missgunst, Konkurrenz und Tratsch...

Bei der Figur des Thomas von der Trave soll Hesse übrigens an Thomas Mann gedacht haben. 

lesesafari kommentierte am 19. April 2019 um 18:55

 

 

Ich finde überhaupt die EInleitung ist eigentlich ein Expose, uns wird genau gesagt, welche Themen besprochen werden. In der Einleitung noch ganz sachlich, dann am Beispiel von Josefs (Hagio)Biographie. Der Sinn von der Hagiographie (Heiligenlegende) ist ja das Leben des Erwählten positiv und schönst darzustellen. So lässt es sich doch auch nett lesen. OBWOHL der Josef ja schon was Besonderes ist. :D

Echt, dass Bertram da direkt rausgeschmissen wird. Es hieß ja nur, er kann nicht Magister werden, wenn er der Schatten ist. Ist auch verständlich, dass er in eine tiefe Kriese gerät, er kennt ja die andere Welt vermutlich auch gar nicht und weiß nicht wohin. Ja, Hass und Neid bleibt auch in der Welt der Geistlichen nicht aus. Und natürlich wird auch das wieder verschönigt dargestellt, es war natürlich ein Unfall, keine Absicht aus Verzweiflung.

Interessante Sache. An irgendeiner Stelle musste ich auch an Thomas Mann denken, bei irgendeiner Thematik, ich weiß es aber nicht mehr. Und an Erich Kästners "Gang vor die Hunde/ Fabian", falls du es gelesen hast, wirst du es auf jeden Fall merken.

 

 

FIRIEL kommentierte am 19. April 2019 um 21:28

Meinst du die Schlussszene?

schwadronius kommentierte am 29. Juli 2019 um 00:01

"Bei der Figur des Thomas von der Trave soll Hesse übrigens an Thomas Mann gedacht haben."

einleuchtend. die trave fließt in lübeck.

schwadronius erwähnte am 28. Juli 2019 um 23:59

natürlich war es selbstmord.

wenn die person, die den schatten wirft, stirbt, "stirbt" auch ihr schatten.

schwadronius erwähnte am 28. Juli 2019 um 23:55

schock - kein entkommen! - und doch wunderschöne bestimmung.

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