Aline Kappich fragte am 05.02.2020 | Fragen zur Community

Wie man einen Bestseller verfasst

Ihr Lieben,

heute wiederentdeckt: Im SZ-Magazin ist vor einigen Jahren ein Artikel erschienen, in dem sieben Autorinnen und Autoren wie Margaret Atwood, Jonathan Franzen und Neil Gaiman verraten, wie man einen Bestseller schreibt. Schreibt ihr selbst und findet einen der Tipps hilfsreich? Und welcher Punkt leuchtet euch aus der Perspektive des Lesenden besonders ein? Wir sind gespannt! :-)

Hier findet ihr den Artikel.

Liebe Grüße

Aline

Kommentare

katzenminze kommentierte am 05. Februar 2020 um 12:29

Danke für den Link! Ich bin noch nicht ganz mit Atwood durch und lache mich schon tot! :D

katzenminze kommentierte am 05. Februar 2020 um 12:36

  • Man darf bezweifeln, dass jemand, der an seinem Arbeitsplatz Internetverbindung hat, gute Romane schreibt.
  • Stellen Sie sich nicht den »idealen Leser« vor – es gibt ihn vielleicht, aber er liest andere Autoren.
  • Streich die Hälfte aller spontan kommenden Adjektive,  nenne Cognac niemals eine „scharfe, bernsteinfarbene Flüssigkeit“.

Witzig! :D Und doch auch hilfreich...!!

stefanb kommentierte am 05. Februar 2020 um 13:21

Ich finde die Tipps eher lustig. Wobei die Autoren mit "Sport machen" schon recht haben dürften. Den Tipp finde ich hilfreich. (Rücken-)Schmerzen lenken von allem anderen ab ;) Aber ich bin ja auch nur ein kleiner Leser .. .

wandagreen kommentierte am 06. Februar 2020 um 09:41

Natürlich lustig! In erster Linie lustig. Ich könnt mich wegwerfen! Tolle Parodie.

5. Streich die Hälfte aller spontan kommenden Adjektive,  nenne Cognac niemals eine „scharfe, bernsteinfarbene Flüssigkeit“.

Das mit den Adjektiven sollte sich jeder hinter die Ohren schreiben oder sonstwohin.
 

Gittenen Bücherfresserchen kommentierte am 07. Februar 2020 um 20:08

Das finde ich auch lustig

Aber wie immer ein Fünktchen Wahrheit . Manche verzettelt sich mit vielen Adjektiven. Nur um des anspruchsvollen Schreibens wegen und im Endeffekt wirkt es gekünstelt und sehr gewollt.

Schokoloko28 kommentierte am 05. Februar 2020 um 13:25

Die Ratschläge von Margaret Atwood finde ich sehr sarkastisch und humorvoll. Andere wiederum finde ich sehr hilfreich, für Leute, die schreiben wollen. Einen Bestseller schreiben hat ja auch mit Glück, eher weniger mit Können zu tun (siehe Jojo Moyes).

hapedah kommentierte am 05. Februar 2020 um 13:31

Seien Sie heiter und hoffnungsfroh. Aber rechnen Sie mit dem Schlimmsten.

Auch mich haben die Ratschläge eher erheitert - allerdings schreibe ich (noch?) keine Romane. ;-)

Buchdoktor kommentierte am 05. Februar 2020 um 14:00

Margaret Atwoods Punkt 9 finde ich genial. Sollten wir das im übertragenen Sinn nicht alle schon als Kind lernen?

(Mein damals noch kleines) Kind hat in Kanada an einem Wald-Tag teilgenommen, bei dem man zuerst lernte: was tust du, wenn du dich im Wald verläufst/von deinen Eltern getrennt wirst. Sehr passend in einer Gegend, in der der nächste Ort 50 Meilen entfernt ist.

Arbutus kommentierte am 05. Februar 2020 um 23:53

Und, was lernte Dein Kind da? 

Buchdoktor kommentierte am 06. Februar 2020 um 05:54

Hug a Tree

ab 5 Jahre,

dazu gibt es eine gelbe Trillerpfeife, die später weiter daran erinnert: Sag deinen Eltern wohin du gehst. Helfer müssen dich finden können.

e-möbe kommentierte am 05. Februar 2020 um 14:16

Der Franzen ist ja mal selten unsympathisch. 

Und wenn Tanja Irgendwas wirklich "Gebe" und "Lese" geschrieben hat, werde und will ich niiemals ein Buch oder einen Text von ihr lesen. Wer nicht mal den Imperativ beherrscht, beherrscht auch sonst nicht viel. 

LESERIN kommentierte am 05. Februar 2020 um 20:10

Ha! Gut gebrüllt,  Löwe. Das habe ich auch gedacht! 

Galladan kommentierte am 06. Februar 2020 um 12:07

Warum ist der Franzen dir so unsympathisch?

e-möbe kommentierte am 06. Februar 2020 um 12:08

Von seiner ganzen Art her, wie er seine Punkte verfasst. Stößt mich ab. Bürstet meine Haare gegen den Strich. Verleitet mich zu unkontrolliertem Widerspruch.

Petzi_Super_Maus kommentierte am 06. Februar 2020 um 21:01

naja, er hat es halt sehr fachlich verfasst, sag ich mal. Aber ich finde es nicht unsympathisch.
Hab von ihm übrigens noch ein Buch auf dem SUB (schon seit eewig): Die Korrekturen. Eigentlich haben mich seine Tipps jetzt total neugierig auf sein Buch gemacht... ;)

e-möbe kommentierte am 07. Februar 2020 um 10:40

Gut für Franzen. 

Und was haltet ihr alle von einer Autorin, die scheinbar nicht mal die einfachsten Regeln beherrscht?

Petzi_Super_Maus kommentierte am 07. Februar 2020 um 12:36

Solange jemand in ihren Büchern korrektur gelesen hat und diese Dinge ausbessert...

e-möbe kommentierte am 07. Februar 2020 um 19:35

"Die Korrekturen" kann ja dann der Franzen bei ihr vornehmen. ^^

Petzi_Super_Maus kommentierte am 07. Februar 2020 um 21:47

haha möbe Pruuuust

Gittenen Bücherfresserchen kommentierte am 07. Februar 2020 um 20:17

Von Jonathan Franzen habe ich auch schon ein paar Bücher gelesen .Er ist sehr gut und auch anspruchsvoll ( Nein Petzi, jetzt nicht flüchten, hiergeblieben).Ja aber, immer wenn ich ein neues Buch von ihm habe, merke ich dass ich eigentlich ein neues Buch von Jonathan Safran Foer lesen wollte/ Lust drauf hatte, der viel einfacher und lockerer zu lesen ist .: D  Ich weiß auch nich was ihr bei den beiden immer habe, am Vornamen alleine kann es nicht liegen, oder doch?

Petzi_Super_Maus kommentierte am 07. Februar 2020 um 21:49

Gitte, es ist ja schon mal gut, dass ich dieses Buch seit vielen Jahren nicht aussortiert habe. Hatte es mir schon öfter überlegt, aber dann doch nicht. So Familiengeschichten finde ich total interessant

Litir bemerkte am 05. Februar 2020 um 16:45

Ich schreibe und veröffentliche zwar auch (Blog und Krimis), aber als Bestseller-Anvisierenden würde ich mich nie sehen.

Und so humoristisch und informativ man die Angaben auch sehen/lesen mag, sie haben im Kern (so sehe ich das) doch alle die gleiche Aussage: "So kann und würde ich es machen. Ob du es auch so schaffst, dafür gibt es aber keine Gewähr."

Steliyana kommentierte am 05. Februar 2020 um 18:12

Ich habe früher humorvolle Gedichte geschrieben. Ich habe mich einfach hingesetzt und an das Thema gedacht. Und es ist am Ende was geworden. Bestsellerautorin bin ich aber noch nicht geworden. :D

wandagreen kommentierte am 05. Februar 2020 um 18:53

Was nicht ist, kann ja noch werden.

 

Steliyana kommentierte am 05. Februar 2020 um 20:17

Wenn ich in vier Jahren meinen Doktortitel habe, widme ich mich dem Schreiben. 

wandagreen kommentierte am 05. Februar 2020 um 23:52

Eine Frau - ein Wort!
 

wandagreen kommentierte am 05. Februar 2020 um 18:52

Köstlich. Danke, Aline.

Konstanze S. kommentierte am 05. Februar 2020 um 19:15

Danke, toller Artikel! :-D

Selbst gestandene Autor*innen wie Margaret Atwood scheinen ein Synonymwörterbuch zu verwenden. Wie mich das entlastet!

Und diesen Tipp vom Roger werde ich mir über den Schreibtisch hängen:
"Wo Du unsicher wirst: Ein Satz pro Gedanke."

Lrvtcb kommentierte am 06. Februar 2020 um 13:52

Das finde ich auch interessant. :-) Beziehungsweise es ist auch bemerkenswert, dass so erfolgreiche Autoren doch auch immer wieder unsicher sind. Da würde ich meinen, dass mit jedem Bestseller mehr Sicherheit dazu kommt.

Zum Teil merkt man bei den Tipps natürlich auch das Alter der Autoren. Dass man zwei Bleistifte mitnehmen soll, falls einer abbricht, ist wohl nicht mehr so aktuell. Die meisten Autoren nutzen dafür ja mittlerweile Laptops und Tablets.

Petzi_Super_Maus kommentierte am 06. Februar 2020 um 20:59

Und Feilen zum Anspitzen der Bleistifte im Flugzeug geht heutzutage ja auch nicht mehr...

Konstanze S. kommentierte am 08. Februar 2020 um 07:02

Hab ich beim lesen auch gedacht :-D

Gittenen Bücherfresserchen kommentierte am 08. Februar 2020 um 12:34

Dachte mir dabei, kennen die Amerikaner keine Spitzer : )?

Petzi_Super_Maus kommentierte am 10. Februar 2020 um 11:20

Nicht SO alte Amerikaner ;)

foxydevil kommentierte am 05. Februar 2020 um 19:39

Einige lesen sich ja richtig amüsant...

Mir gefällt :
Stellen Sie sich nicht den »idealen Leser« vor – es gibt ihn vielleicht, aber er liest andere Autoren.
Immer schön die Bordenhaftung im Auge haben :o)

Und es ist wie in jedem künstlerischen Genre....wie viele gute Talente schlummern unentdeckt....

 

Sursulapitschi kommentierte am 06. Februar 2020 um 11:55

Hahahahaha, bildhübsch! 
"Interessante Verben sind selten sonderlich interessant." ... da hatte ich gerade was...

"Stellen Sie sich nicht den »idealen Leser« vor – es gibt ihn vielleicht, aber er liest andere Autoren." ... stellen sich Autoren Leser vor?

"Streich die Hälfte aller spontan kommenden Adjektive,  nenne Cognac niemals eine „scharfe, bernsteinfarbene Flüssigkeit“." ... :DDDDD

Emswashed kommentierte am 06. Februar 2020 um 15:13

Nach meinem Schokoladenkonsum zu urteilen, bin ich schon eine Bestsellerautorin!

Konstanze S. kommentierte am 08. Februar 2020 um 07:04

:-D

fuechslein kommentierte am 07. Februar 2020 um 11:34

Die Tipps sind teilweise witzig (auf dem eigenen Arm schreiben), aber auch dicht an der Realität. Natürlich benötige ich das internet zur Recherche. Aber es lenkt uch unheimlich ab. Für überflüssige Füllwörter gibt es mittlerweile gute Tools, die einem den ganzen Schrott markieren, den man meist ersatzlos streichen kann. 
Das größte Probelem sehe ich gar nicht mal im Schreiben eines Bestsellers - vor allem, wenn man sich überlegt, was sich heutzutage alles Bestseller nennt. Mir erscheint es mindestens ebenso schwierig, als unbekannter Autor einen Verlag zu finden, der das Buch zu vernünftigen Bedingungen herausbringt. Siehe auch https://www.n-tv.de/leben/Die-geheimnisvolle-Frau-am-Fenster-article2154...