SusanK fragte am 01.05.2019 | Lesegewohnheiten

Was meint ihr zur Statistik?

Durchschnittlich 10 Bücher im Jahr liest jeder Deutsche -
Frauen dabei (wesentlich) mehr als Männer.
Laut dieser Statistik bin ich also eine Großfamilie....

Ich kann mir das gut vorstellen; ohne uns Leseratten sähe das Bild ja noch viel düsterer aus.

Was meint ihr dazu?

Kommentare

Buchdoktor kommentierte am 01. Mai 2019 um 18:13

Das Umrechnen in Bücher fand ich schon immer schief. Manche Leute lesen mehrere Tageszeitungen und verfolgen regelmäßig Fachzeitschriften online; das ist pro Woche vermutlich mehr als ein dünner Roman. ^^

Leseratz_8 kommentierte am 01. Mai 2019 um 18:27

Du sprichst mir aus der Seele, mein Mann liest vielleicht 5-8 Bücher im Jahr, also unter Durchschnitt. Aber er liest täglich Tageszeitungen aus diversen Ländern via readly, effektiv also sicher viel mehr als ich. Ich komme in diesem Jahr wahrscheinlich wieder auf durchschnittlich ein Buch pro Woche. Aber ich lese nur im Urlaub mal einen “Spiegel“ oder “Stern“ und nie Tageszeitungen.

Wie aussagekräftig ist damit die Statistik?

SusanK kommentierte am 01. Mai 2019 um 20:00

Ich finde, du vergleichst hier Äpfel mit Birnen:
Das Lesen von Tageszeitungen und Fachliteratur ist in meinen Augen etwas ganz anderes als das Lesen von Büchern allgemein. LESEN ist natürlich beides, aber der Zweck und daher auch die Motivation ist doch etwas ganz anderes!

wandagreen kommentierte am 01. Mai 2019 um 18:54

Susans Statistik betrachtet aber nun einmal das Lesen von Büchern. Das ist doch ok. Wenn ich Ampeln statistikere, rufen doch die Stopschilder auch nicht: "Mann, ich zähle auch irgendwie". Statistiken statistiken, was sie wollen. Man darf Statistiken nur nicht mit Werturteilen verwechseln.

 

SusanK kommentierte am 01. Mai 2019 um 19:57

Guter Einwand!!!

e-möbe kommentierte am 01. Mai 2019 um 19:19

Das ist so eine typisch sinnlose Statistik, mit der niemand was anfangen kann. Entweder hat sich jemand die aus welchen Gründen aus den Fingern gesogen oder es wurden wirklich auf Kosten der Steuerzahler Untersuchungen durchgeführt - so oder so: Was bringt uns diese Erkenntnis? Da hätte ich mehr davon, wenn ich wüsste, ob in China beim kleinen Reislädchen ein Rad umgefallen ist.

Petzi_Super_Maus kommentierte am 01. Mai 2019 um 19:34

Da muss ich dir sogar Recht geben, Möbe! So eine Statistik hat doch Null Sinn!

Klar, es ist schon interessant zu wissen, wie so der Durchschnitt ist, und wo man sich selbst einreihen kann. Aber was bringt so eine Studie?

PS: 10 Bücher im JAHR?? tatsächlich? das hab ich in eineinhalb Monaten (und manche in 2 Wochen ;)

SusanK kommentierte am 01. Mai 2019 um 19:56

Für UNS hat so eine Statistik sicher keinen WERT - das ist ja auch überhaupt keine Frage. Und auch nicht, wer die bezahlt - warum sollte "der Steuerzahler" das tun?
Ich denke, für Verlage o.ä. ist es aber schon wichtig, oder?

Mich hat dieses unnütze Wissen heute zum Nachdenken angeregt:
* WARUM lesen Menschen? Dabei ist das Lesen von Zeitungen und Zeitschriften oder gar Fachliteratur m.M. nach auch ein ganz anderes Thema, denn bei dem einen geht es um Wissen, bei dem anderen um ein Hobby, zumindest mal im weitesten Sinne.
* Welchen Stellenwert haben Bücher insgesamt? Es gibt - meiner Erfahrung nach und doch unterstützt durch diese Statstik - sehr viele Menschen, die KEINE Bücher lesen. Was könnte das aussagen?
* Was ist der UNTERSCHIED zwischen Männern und Frauen, der dadurch angezeigt wird? Hat es etwas mit der Genetik zu tun, die ja aussagt, dass Frauen für die Kommunikation, also das Wort "zuständig" sind und Männer nicht?

 

e-möbe kommentierte am 01. Mai 2019 um 20:07

Ja, und alle diese Überlegungen führen wohin? Für mich ist das unnützes Wissen und damit auch unnütze Überlegungen. (Nicht gegen dich gemünzt, rein subjektiv.)

wandagreen kommentierte am 01. Mai 2019 um 20:09

Lies einfach einen anderen Thread, Möwi und wir holen gemeinsam tief Luft.

Paperboat kommentierte am 01. Mai 2019 um 21:30

Die Umsatzzahlen im Buchhandel unterliegen aber in den letzten Jahren kaum wirklich Schwankungen, soweit ich weiß. Es gibt weniger Menschen, die Bücher kaufen, aber jene, die es tun, kaufen mehr. Für die Verlage wäre es natürlich wünschenswert, wenn mehr Menschen ihre Erzeugnisse kaufen, am besten für sich selbst und auch welche zum Weiterverschenken. Ist aber aktuell nicht so. Darum ist Leseförderung ja auch wichtig, damit die kommende Generation nachhaltig Spaß an Büchern hat und unsere mannigfaltige Buchlandschaft erhält.

Galladan kommentierte am 01. Mai 2019 um 22:07

Es ist wichtig und wird immer wichtiger gut lesen zu können. Es sollte aber nicht wichtig sein welches Medium man liest. Ich habe ab und zu das Gefühl, dass einige von den Lesern Bücher als Droge nutzen. Wir machen uns die Welt Widdewidde wie sie uns gefällt .... Statt die Welt zu leben, verbessern und zu erleben, wird abgetaucht in die Welt der Bücher. Second Hand Leben halt. Ist da das Leben der Nichtleser aus erster Hand nicht vielleicht erstrebenswerter?

Petzi_Super_Maus kommentierte am 01. Mai 2019 um 21:57

Wieso ist so eine Statistik für Verlage wichtig, das verstehe ich nicht?
die Verlage merken ja sowieso, wieviele Bücher gekauft werden, und aus welchen Genres. Und ob das nun mehr Frauen oder MÄnner sind, ist doch egal. Und es ist ja sowieso allgemein bekannt, das die Mehrheit der Leser Frauen sind (man gucke nur mal hier die User an ;)

Galladan kommentierte am 01. Mai 2019 um 22:20

ich sehe nur, dass Frauen forentechnisch die Nase vorne haben und sich hier meist über Belangloses was nicht im entferntesten mit Büchern zu tun hat  austauschen. Das da die Männer abtauchen bedeutet nicht, dass sie nicht lesen. Ich kenne mehrere Männer die durchaus ihre Abende mit Büchern verbringen, sich aber niemals in einem Forum wie WLD rumtreiben würden. 

Als ich Teenager gewesen bin, bin ich auf SF und Fantasy gestossen. Eindeutig von Männern für Männer geschrieben. Frauen hatten Arztromane und Krimis, Männer die Spiegel Bestsellerliste. Frauen mögen mehr Bücher kaufen und lesen, die Frage ist nur WAS da gekauft und gelesen wird. 

Das was in LR für New Adult angeboten wird ist meist für Mädchen ausgelegt die lesen statt am Leben teil zu haben. Lesen sollte eine Freizeitbeschäftigung sein für Mußestunden und nicht statt eines Lebens stattfinden. 

Galladan kommentierte am 01. Mai 2019 um 20:32

Ich frage mich wie diese Statistik erhoben wird und ob wir da überhaupt mitzählen oder sogar zum Bild beitragen. Ich habe mir heute mein erstes neues Buch für dieses Jahr gekauft. Vermutlich wird es sobald es geliefert wird auf dem SuB landen. Zählt es trotzdem in einer Statistik als gelesen? 

Ich denke viele Leute lesen im Urlaub. Urlaubslektüre kennt jeder. Mein Mann sagt mir, dass viele auf ihren Handys im Flugzeug lesen. Würde ich selbst nicht machen, aber ist verständlich.

Ich denke, dass es schon Einfluss hat was geschrieben wird und vor allem was angeboten wird ob mehr Männer oder Frauen lesen. Im Supermarktregal steht jedenfalls viel Krimi und Gedöns. Liegt vermutlich daran, dass man noch immer mehr Frauen als Männer beim Einkauf antrifft. 

Zählen Hörbücher da eigentlich auch mit rein? Mein Mann liest nur ausgesprochen selten Bücher, aber eigentlich hört er fast täglich welche.

wandagreen kommentierte am 01. Mai 2019 um 20:45

Ja sicher. Ob hören oder lesen, es geht darum, den Buchinhalt aufzunehmen.

Petzi_Super_Maus kommentierte am 01. Mai 2019 um 22:00

Eigentlich nicht. Es hieß ja, im Durchschnitt werden 10 Bücher im Jahr gelesen. Nicht gehört. (!!) 
Das ist sehr wohl ein Unterschied.

Buchdoktor kommentierte am 01. Mai 2019 um 20:45

JIM-Studie 2018

Erfassende Lesekompetenz rückläufig

Buchhandel verliert jüngere Kunden

 

 

Adlerauge kommentierte am 01. Mai 2019 um 21:11

Liebe Susan

Statistik hin oder her !

Jeder hat seinen eigenen Rythmus im Lesen - manche brauchen für ein durchschnittliches Buch (ca. 400 Seiten ) eine Woche - aber die starken Leser vielleicht in einen Monat ca. 5-8 Bücher  lesen ! ! !

 

Konstanze S. kommentierte am 02. Mai 2019 um 09:03

So isses.
Mit Baby habe ich dieses Jahr auch erst 4 Bücher geschafft - und zwar Hörbücher während der langen Fahrten zu den Großeltern.

Michael H. kommentierte am 02. Mai 2019 um 17:12

Wo ist denn die Quelle??? Ohne den Hintergrund, wie diese Statistik erhoben wird, ist die Aussage völlig sinnlos. Und zu jeder Deutsche zählen auch Kleinkinder und die blinde 95jährige Oma im Altenheim.

Galladan kommentierte am 02. Mai 2019 um 17:29

Wobei ich immer wieder sehe, dass die Leute die ganzen neuen Hörbücher für die blinde Stammkundschaft zurücklegen. Mir ist das aufgefallen weil ich eine Neuerscheinung haben wollte sie jedoch nicht fand. Die lag dann mit einem Duzend anderer Bücher zur Abholung bereit für eine blinde alte Dame. 

Ausserdem solltest du wissen, dass gerade Kleinkinder oft sehr viele Bücher haben bzw. vorgelesen bekommen.

Buchdoktors dritter Link nennt zwar keine konkreten Zahlen dazu wieviele Bücher pro Nase gekauft werden, ist aber recht aufschlussreich.