Ole R. Börgdahl fragte am 13.01.2018 | Lesegewohnheiten

Welche Erzähl-Perspektive bevorzugt Ihr?

Den allwissenden Erzähler? 

Den Ich-Erzähler?

Was gibt es noch für Erzähl-Perspektiven?

Kommentare

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TehKah kommentierte am 14. Januar 2018 um 00:20

Ich mag die Erzählweise der 3. Person, die Ich-Form eigentlich am wenigsten, da die Geschichten, die ich lese, zu phantastisch sind, als daß ich mich damit identifizieren könnte. Trotzdem ist die Ich-Form aber kein Ko-Kriterium, eine Geschichte zu lesen oder nicht.

Ole R. Börgdahl kommentierte am 14. Januar 2018 um 10:38

Das könnte ich mir auch vorstellen. Eigentlich würde der allwissende Erzähler auch nicht zu Literatur passen, die in der Realität spielen. Ein allwissender Erzähler ist doch für sich schon phantastisch... Ist doch auch ein Argument, oder?

TehKah kommentierte am 15. Januar 2018 um 01:40

In jedem Fall ist das ein wichtiges Argument! Der allwissenden Erzähler, das vermittelt mit so etwas Lehrerhaftes, moralvermittelndes, ich weiß nicht, ob ich Geschichten, bei denen nach jeder zweiten Seite der erhobene Zeigefinger steht, lesen könnte.

Ole R. Börgdahl kommentierte am 15. Januar 2018 um 21:41

Ganz so wird es nicht sein, denn ich denke, wir merken gar nicht, dass wir einen allwissenden Erzähler vor uns haben. Die Geschichte wird einfach nicht mit den Worten eines der Protagonisten erzählt.

Ira kommentierte am 14. Januar 2018 um 00:39

Ich mag den allwissenden Erzähler oder auf jeden Fall den in der dritten Person. Manche Bücher lese ich und stelle dann erstaunt irgendwann fest, dass sie ja in der ersten Person geschrieben sind, aber generell finde ich, dass Ich-Erzähler oft etwas gestelzt und unnatürlich wirken. Irgendwie komme ich damit nicht so zurecht. Gilt halt nicht für alle Bücher, aber für die meisten in der Ich-Perspektive.

Ole R. Börgdahl kommentierte am 14. Januar 2018 um 10:42

Wenn man als Autor den Ich-Erzähler verwendet, muss man schreiben wie ein Schauspieler agiert. Man muss sich verstellen. Naiv sein, wenn die Geschichte es erfordert, überlegen, ängstlich, arrogant etc. Man spricht ja nicht für ich.

Allerdings, ich bin eigentlich humorvoll und das habe ich in der Tillman-Halls-Reihe ein wenig eingebracht. Bei den Tagebüchern habe ich dann versucht ganz ander zu "klingen". Die Tagebücher wurden von Frauen in den Jahren 1890 bis 1961 geschrieben.

naibenak kommentierte am 14. Januar 2018 um 19:13

Ich mag alles und wähle ein Buch auch nie nach diesem Gesichtspunkt aus. Hauptsache ist, der Autor/die Autorin packt mich ;) Ich kann aber sagen, dass mich die Ich-Perspektive ganz oft extrem gefangen nimmt und ich den Eindruck eines intensiveren Leseerlebnisses habe...beinahe würde ich dahin tendieren, diese zu bevorzugen *lach*...

Ole R. Börgdahl kommentierte am 14. Januar 2018 um 19:25

In der Ich-Perspektive ist man dem Protagonisten vielleicht noch ein Stück näher, was bei mancher Geschichte wichtig ist.

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