poesine fragte am 30.03.2018 | Selber schreiben / Selfpublishing

Bücher selber schreiben

Hallo Bücherwürmer,

ich möchte gerne selber ein Buch schreiben und veröffentlichen lassen? Hat jemand Tipps an welche Verlage ich mein Manuskript schicken kann und wie der genaue Ablauf ist? Hat jemand schon mal sein eigenes Buch erfolgreich bei einem Verlag veröffentlicht? Wie ist das mit den Rechten? Tritt man die komplett an den Verlag ab? Hab da überhaupt keine Ahnung wie das auch rechtlich geregelt ist. Bin über jede Erfahrung von Euch dankbar.

Kommentare

Leia Walsh kommentierte am 30. März 2018 um 10:43

Der beste Tipp, den man Dir da geben kann:

Suche Dir einen Agenten. Der hat ganz andere Möglichkeiten, Dich in einen Verlag zu bringen. Verlage bekommen ständig unangeforderte Manuskripte und da ist dann zumeist das Porto rausgeschmissenes Geld.

Darf ich mal blind raten? Du bist noch sehr jung.

Schreib Dein Buch, hab Spaß daran, lass es Freunde und Familie lesen und EHRLICH bewerten. Dann ist noch immer Zeit, den Rest anzuleiern.

Die Rechte am Buch behältst Du immer. Du bekommst, einfach ausgedrückt, eine Provision. Je erfolgreicher Du bist, desto mehr "verdienst" Du mit dem Schreiben. Aber das braucht ja erst mal Zeit. Die genauen Vertragsbedingungen werden immer neu und individuell ausgehandelt.

poesine kommentierte am 30. März 2018 um 12:40

Ich bin schon 42 Jahre alt. Das ich die Rechte behalte ist schon mal gut. Bisher ist ein eigenes Buch eine Idee mit der ich mich schon seit Jahren beschäftige. Manche Verlage veranstalten auch immer Wettbewerbe für Neulinge. Meine Freundin hatte dabei mal ihr Manuskript eingereicht. Ist aber auch nichts weiter draus geworden. Deine Tipps haben mir schon mal weitergeholfen. Vielen Dank

Letannas Bücherblog kommentierte am 30. März 2018 um 12:47

Oder du versuchst es bei einem kleineren Verlag, da hast du als Neuling vielelicht bessere Chancen. 

wandagreen kommentierte am 30. März 2018 um 14:11

Nur, wenn man s e h r gut ist, denn kleine Verlage sind auf hohe Verkaufszahlen angewiesen bei dem, was sie machen.

Letannas Bücherblog kommentierte am 30. März 2018 um 14:33

Das ist aber sehr verallgemeinernd. Ich bezweifelt, dass Kleinverlage nur Bestseller veröffentlichen. Zufällig ist eine Freundin von mir Verlägerin eines Kleinverlages und ich weiß ungefährt wie das dort abläuft, weil sie mir sehr viel erzählt. 

Und was heißt sehr gut? Bücher sind immer noch geschmacksache ;) Lektorat und Korrekturat sind im Verlagswesen da sehr hilfreich :D 

Ich hätte den Vorschlag nicht gemacht, wenn ich keine Hintergrundinformationen hätte. 

Leia Walsh kommentierte am 30. März 2018 um 14:36

Tut mir leid, die Vorlage kann ich einfach nicht unkommentiert verstreichen lassen ... Verlägerin? Was ist das denn? Ich kenne nur Verlegerinnen. Kommt von "verlegen", nicht von "Verlag".

Es gibt noch die Möglichkeit - auch über die Mayersche - das Buch ohne Verlag herauszubringen. Ist für alle machbar, kostet im Fall vom eBook null, bei Print nach Ausstattung (bitte selber schlaumachen). Nachteil: keine Werbung, nur gegen Bezahlung Aufnahme im VLB.

Letannas Bücherblog kommentierte am 30. März 2018 um 15:17

Muss man hier echt so auf Tippfehler rumhacken? Absolut unangebracht. Aber das passt hier zum herrschenden Umgangston. 

wandagreen kommentierte am 30. März 2018 um 15:24

Wenn man sich so sehr beklagt, sollte man selber ein Vorbild an Höflichkeit und Zuvorkommenheit sein.

Leia Walsh kommentierte am 30. März 2018 um 16:18

@Letannas Bücherblog: Schatzilein, ich hab das doch ausdrücklich vorher entschuldigt und weder bös gemeint, noch giftig gesagt. Sei doch so gut und geh mal zwei oder drei Schritte zurück und beruhige Dich. Alles gut.

poesine kommentierte am 01. April 2018 um 11:00

Klugscheisssen gibt es hier gratis. Ich danke jedenfalls für all die konstruktiven und sachlichen Tipps. Da mir jedes Hintergrundwissen was Buchveröffentlichungen angeht fehlt. Und eigentlich sind solche Plattformen für den Meinungsaustausch und für Hilfestellungen gemacht worden. Leider können manche nicht einfach weiterscrollen. Frohe Ostertagen allen Lesebegeisterten :-)

Leia Walsh kommentierte am 01. April 2018 um 12:36

Meine Liebe, Du bist ganz schön giftig. Das ist unsympathisch. Gerade, weil ich gerne und viel lese und so rein zufällig das Glück habe, gelegentlich mit ein paar Autoren zusammenzuarbeiten, fallen mir Fehler auf. Ich korrigiere nämlich Manuskripte. Zudem liegt es in der Natur der Sache, dass man bei Fragen nicht nur die Antworten bekommt, die man sich wünscht. Mit ein wenig Humor gewürzt ist das doch alles noch viel besser und schöner. Natürlich setzt das voraus, dass man Humor hat.

Vielleicht überlegst Du Dir mal, was es Dir bringt, andere zu beißen, wenn  Du sie gar nicht kennst und sie Dir noch dazu überhaupt nichts getan, sondern geholfen haben.

Frohe Ostern!

Lerchie kommentierte am 09. August 2018 um 11:11

Ich finde, man sollte schon darauf achten, richtig zu schreiben. Ich bin bestimmt nicht diejenige, die sich nie verschreibt, aber aus Verlegerinnen Verlägerinnen machen, das passiert mir bestimmt nicht, weil diese Buchstaben doch weit auseinander liegen. Und Du scheinst mir doch ziemlich empfindlich zu sein, wenn Du so reagierst, wenn Dich jemand auf Fehler aufmerksam macht. Wenn Du auf Deinem Blog auch solche Fehler machst, na dann prost Mahlzeit. Wenn ich solche Fehler sehe, dann habe ich das Gefühl mir dreht sich der Magen um. Leia hat Dich nur darauf aufmerksam gemacht, damit Dir dieser Fehler nicht noch mal passiert, dafür sollte man eigentlich eher dankbar sein. Und für den Umgangston bist im Moment Du verantwortlich.

Michael H. kommentierte am 30. März 2018 um 14:58

Nur weil Bücher Geschmacksache sind, heißt das ja nicht, dass es ein wirtschaftliches Risiko darstellt, jeden Mist auf den Markt zu bringen.

Ich hätte mal Lust auf ne Herz-OP, gebt mir ein Skalpell!

Irgendwie meint jeder Schreiben zu können, weil er mehr als drei Buchstaben aneinanderreihen kann und die Komma-Taste findet. Und Manchmal nicht einmal das. Als Hobby ist das sicher auch ganz nett, aber wieso sollte das irgendjemand kaufen wollen? Kauft Ihr einfach so ein Buch von einem Nobody? Ganz ohne Werbung?, ohne Buchbesprechung in einer Zeitung?, dass in keiner Buchhandlung im Regal steht? Statt einem Werk eines gelernten Autoren mit jahrelanger Erfahrung und mehreren Veröffentlichungen?

Manchen Träumen tut ein Realitätsabgleich ganz gut.

e-möbe kommentierte am 30. März 2018 um 15:04

Lass doch den Leuten Träume und Hobbys, Michi. Wenn sie schreiben wollen, sollen sie. Wird doch keiner glauben, dass sie auf Anhieb einen Bestseller packen, und falls doch: schön für sie.

Es gibt übrigens keine "gelernten" Autoren. Hat jeder mal irgendwie angefangen, Buchstaben aneinander zu kleben und zu hoffen, dass es Sinn ergibt und ankommt.

 

Diana Pegasus kommentierte am 30. März 2018 um 15:14

In großen Teilen stimme ich dir zu, aber auch die erfolgreichen Autoren haben mal klein angefangen und es gab auch sicher SPler dabei. Bücher sind Geschmackssache und warum soll ein Neuling nicht auch was können, nur weil derjenige es nicht gelernt hat? Ich kenne einige Autoren im Selbstverlag, natürlich sind nicht alle gut und ein Lektorat ist da schon wichtig, aber es gibt eben doch wenige Perlen. Und es kommt ja auch darauf an, was man vom Buch erwartet.

Ich wünsche allen schöne Ostern.

Steve Kaminski kommentierte am 30. März 2018 um 15:06

@Wanda: Ich kenne die Praxis eines Kleinverlags, wo es nicht primär um Verkaufszahlen geht; und in das Programm rutscht man wohl eher rein. Allerdings arbeitet der Verleger noch nebenbei in einem normalen Job - sonst ginge es nicht.

wandagreen kommentierte am 30. März 2018 um 15:26

Ich habe gar nicht von Bestsellern reden wollen, sondern davon, dass sich ein kleiner Verlag dadurch hervortun muss, dass er Qualität liefert, um verkaufen zu können.

Steve Kaminski kommentierte am 30. März 2018 um 16:49

Das leuchtet ein - aber ich glaube, de facto ist es oft nicht so, sondern es finden auch weniger gute Bücher Unterschlupf.

wandagreen kommentierte am 30. März 2018 um 18:03

Na gut.

Steve Kaminski kommentierte am 30. März 2018 um 15:02

Also, der Autor /die Autorin überträgt dem Verlag das ausschließliche Recht zur Vervielfältigung und Verbreitung und bekommt dafür ein vertraglich festgelegtes Honorar nach verkauften Exemplaren. Zudem überträgt er dem Verlag die Nebenrechte (Abdrucke in anderen Publikationen, Verfilmung etc. etc.); der Verlag genehmigt dann den Gebrauch der Nebenrechte durch andere, und den Gewinn daraus teilt er sich mit dem Autor / der Autorin nach einem vertraglich festgelegten Schlüssel.

Der Autor kann z.B. NICHT jemandem genehmigen, seinen Text in anderer Form zu veröffentlichen, das Recht hat er an den Verlag abgetreten. Und er kann nicht hingehn und seinen Text irgendwoanders noch mal veröffentlichen - das Copyright ("Alle Rechte vorbehalten") hat der Verlag.

In diesem Sinne hat der Autor / die Autorin nicht die Rechte an seinem / ihrem Text.

Leia Walsh kommentierte am 30. März 2018 um 15:21

Nope! Der Autor überträgt sozusagen ein (zeitlich begrenztes, wird vertraglich festgelegt) "Nutzungsrecht". Das Urheberrecht am Werk hat er auf Lebenszeit und darüber hinaus. Der Verlag kann nicht automatisch mit dem Text machen, was er will!

Steve Kaminski kommentierte am 30. März 2018 um 16:51

Die Formulierung, die ich gebraucht habe, ist aus einem Vertrag. Und das mit den Nebenrechten auch. Ich habe schon mal Verträge mit AutorInnen fertiggemacht.

Leia Walsh kommentierte am 30. März 2018 um 17:09

Aha. Du behauptest somit also, dass der Autor sein URHEBERRECHT veräußert?

Michael H. kommentierte am 30. März 2018 um 17:16

Ich kenne mich in der Verlagsbranche nicht aus, aber da in Deutschland Vertragsfreiheit herrscht, wird wohl alles möglich sein, hängt vermutlich auch von der Stärke und vom Verhandlungsgeschick der jeweiligen Partei ab. Von daher finde ich Aussagen a la soundso ist das oder ist das auf keinen Fall eher schwierig.

Klaus Doldinger bekommt auch Kohle für jeden ausgestrahlten Tatort, während es für den weltbekannten Nike-Schriftzug nur einmalig ein paar Dollar gab.

Leia Walsh kommentierte am 30. März 2018 um 17:19

Das stimmt und stimmt nicht. Du kannst natürlich in einen Vertrag aufnehmen, was Du willst. Aber wenn das gegen gültiges Gesetz verstößt, war es das. Und das Urheberrecht ist nun mal gesetzlich geregelt. Jeder Autor behält sein Urheberrecht, auch wenn er einen Vertrag mit einem Verlag hat. Der hat immer nur das (möglicherweise alleinige) Nutzungsrecht. Aber niemals das Urheberrecht.

Lerchie kommentierte am 09. August 2018 um 11:18

Genau dieser Meinung bin ich auch.

Lerchie kommentierte am 09. August 2018 um 11:22

Soweit ich weiß, sind solche Rechte zeitlich begrenzt. Ich habe mal von einer Autorin gelesen, dass das Recht des Verlages an einem Buch abgelaufen sei, und ein anderer Verlag es jetzt herausbringen wird. Du magst vielleicht recht haben mit den Rechten des Verlages, aber die sind begrenzt. Oder der Autor war so dumm, einen Vertrag zu unterschreiben, der dem Verlag ein immerwährendes Recht einräumt. Man sollte vorher lesen, was man unterschreibt, so was würde ich nie unterschreiben.Und ich kann mir eigentlich auch vorstellen, dass sowas nicht zulässig ist.

Letannas Bücherblog kommentierte am 30. März 2018 um 15:15

Mein Gott, was herrscht hier wieder für ein Umgangston. Alles klar, ihr wisst alles besser :D 

wandagreen kommentierte am 30. März 2018 um 15:28

Würdest du deinen Auftritt hier, liebste Letanna, als zuvorkommend, freundlich und höflich beschreiben?

Lerchie kommentierte am 09. August 2018 um 11:23

Also ich finde iden Umgangston bisher freundlich und vor allem höflich!

e-möbe kommentierte am 09. August 2018 um 20:42

Gibt's einen Grund,  warum du einen uralten Thread wieder auskramst? 

Lerchie kommentierte am 10. August 2018 um 10:23

Nas ja, als uralt sehe ich das jetzt nicht an. Aber ich habe erst hinterher gesehen, das dieser Thread schon älter ist. Was sollls!

 

Außerdem bin ich darauf aufmerksam geworden, weil meine Tochter auch Schreibambitionen hat, sich nur nicht so richtig traut und den Stick mit ihrer Geschichte verlegt hat. Das war der Hauptgrund, weswegen ich auf diesen Thread angesprungen bin. Auf das Darum habe ich da nicht geachtet.

lesesafari kommentierte am 30. März 2018 um 15:52

die frage ist doch, was soll mit dem buch passieren. soll es als ebook oder print erscheinen, soll es einfach nur verbreitet werden oder geld bringen, will man damit berühmt werden und zu mediengrossereignissen eingeladen werden...

danach können wir uns um lektoren, korrektoren, verlage, rechte und lizenzen kümmern.

und zuallerst vllt überlegen, ob es überhaupt eine konkrete idee für ein buch gibt oder erstmal nur den wunsch, etwas zu verfassen. dann gäbe es nämlich an jeder ecke seminare zum kreativen schreiben, wo man schreibstrategien erlernen und themen entwickeln kann.

lesesafari kommentierte am 30. März 2018 um 15:55

bei fantasy-literatur klappt es wohl sehr gut sich erstmal als self-publisher einen namen zu machen. networking ist da gaaaaanz wichtig.
eine handvoll freundinnen haben sich so einen namen gemacht und veröffentlichen mittlerweile in versch. verlagen.

frage: habt ihr schon mal von self-publishern gehört, die sich in einem anderen genre einen namen gemacht haben?

e-möbe kommentierte am 30. März 2018 um 18:09

Ja, Krimis.

lesesafari kommentierte am 30. März 2018 um 18:24

fallen dir gute ein? um beispiele wird gewünscht.

e-möbe kommentierte am 30. März 2018 um 18:34

Über "gut" lässt sich trefflich streiten. Aber berühmtestes Beispiel ist Nele Neuhaus. Nika Lubitsch. Elke Bergsma. Sind mittlerweile alle in Verlagen, aber haben als Selfpublisher angefangen und sich einen Namen gemacht.

lesesafari kommentierte am 30. März 2018 um 19:41

interessant. vllt gibts da ja noch ebooks abzustauben, seien es ebook-selfpublisher gewesen.

schwadronius erwähnte am 30. März 2018 um 18:45

torsten könnte dir bestimmt auch einiges beantworten.

Frank1 kommentierte am 30. März 2018 um 22:17

Als Neuling einen Verlag zu finden, ist sehr schwer. Sieh die doch lieber mal das Thema Selfpublishing an. Wenn du da gute Verkaufszahlen erziehlst, ist die Chance, das nächste Buch bei einem Verlag unterzubringen, schon erheblich besser - falls du das dann überhaupt noch willst.

forti kommentierte am 31. März 2018 um 08:22

Bitte fall nicht auf einen Zuschussverlag rein! Die wollen nur dein Geld.

 

wandagreen kommentierte am 31. März 2018 um 12:57

Ich auch.