FIRIEL fragte am 01.12.2018 | Sonstiges

Leserunde "Der kleine Lord"

Wer gern in Weihnachtsstimmung kommen möchte, kann dies mit dem alten Kinderbuchklassiker "Der kleine Lord".

Beginn der Leserunde am 1. Advent.

Ich hoffe auf Mitleser!

Kommentare

Seiten

FIRIEL kommentierte am 01. Dezember 2018 um 14:05

Wer liest mit?

FIRIEL kommentierte am 01. Dezember 2018 um 14:09

Firiel

Cassandra kommentierte am 01. Dezember 2018 um 14:13

Bin dabei!

Sarahklein kommentierte am 01. Dezember 2018 um 14:36

Der kleine Lord ist ausgeliehen :) bin dabei

heike_e kommentierte am 01. Dezember 2018 um 14:41

Ich mache mit und lese auf meinem e-reader.

Gittenen kommentierte am 01. Dezember 2018 um 15:20

Ich mache mit

buechermauschen kommentierte am 01. Dezember 2018 um 15:51

Mache mit meiner uralt Ausgabe mit ^_^

FIRIEL kommentierte am 01. Dezember 2018 um 14:06

Kapitel 1

FIRIEL kommentierte am 02. Dezember 2018 um 11:49

Die Hauptperson wird vorgestellt: Cedric Errol, ein siebenjähriger Junge. Sein Vater ist vor einiger Zeit gestorben, er lebt mit seiner Mutter und einer älteren Hausangestellten in New York. Er ist das ideale Kind: Fröhlich, freundlich, einfühlsam, ausnehmend hübsch und klug. Selbst der mürrische Kaufmann an der Ecke erliegt seinem Charme, und von ihm wird Cedrics Weltanschauung geprägt: Stolz auf Amerikas Unabhängigkeit und Verachtung der englischen (ehemaligen) Unterdrücker, insbesondere der Aristokratie. Tja, wenn Cedric nur wüsste... Seine Familiengeschichte, die der Leser erfährt, ist ihm nicht bekannt. Und so endet das erste Kapitel mit einem Knalleffekt: Ein Besucher begrüßt Cedric als den kleinen Lord Fauntleroy.

Wie wird Cedric darauf reagieren? Für ihn verkörpert das ja alles, was er ablehnt. Es muss seine Identität sehr erschüttern. Ich finde, die Autorin hat da eine psychologisch sehr interessante Situation entworfen. Gut so, denn sonst wäre es einfach nur Kitsch. Cedric ist so ideal gezeichnet, dass es den Leser schon schütteln kann. Auch die Armut, in der die Familie lebt, ist sehr relativ: Der Vater musste zwar (ungewohnt für ihn) arbeiten gehen, aber sie konnten sich ein Haus und ein Kindermädchen leisten, und nach seinem Tod bleibt immerhin noch eine Angestellte übrig. Cedric hat offensichtlich auch mehrere Anzüge und wird in einen weißen Flanellanzug mit roter Schärpe gesteckt - das kann ich nicht als arm empfinden. 

Wie empfindet ihr den Einstieg in diese Geschichte?

Gittenen kommentierte am 02. Dezember 2018 um 16:29

Also ich glaube Cedric kann mit der Situation ganz gut umgehen, besser als die meisten Erwachsenen.Seine Sichtweise wird meiner Meinung nach schon angedeutet  in dem Satz " " Vielleicht sind sie nur Grafen, weil sie es eben nicht besser wissen".

Zu deiner Kitsch Ausage : Ich sehe die Geschichte eher von der Sprache, Inhalt und Aufbau wie ein typisches Märchen  Reicher Mann hat drei Söhne.Die ältesten obwohl priviligiert sind " Nichtsnutze". Der jüngste der eigentlich stellungsmäßig und was das Erbe anbelangt nichts zu erwarten hat, hat das Herz auf dem rechten Fleck. Und so hat er trotz Armut eine glückliche Familie die weiß was wirklich wichtig im Leben ist.

Wie der kleine Junge beschrieben ist, erinnert mich auch sehr an die Sprache wie sie in Märchen verwendet wird: " ..Dann hatte er so ein liebes, reines Gemüt und war so ein herziger kleiner Mensch, dass jedermann Freude an ihm haben mußte, und zu dem war er so schön,daß man ihn immer fort anstaunen mußte wie ein wunderbares Bild.

Sieht man es so , kann es auch wunderschön sein.

FIRIEL kommentierte am 02. Dezember 2018 um 16:56

Das stimmt schon, es ist wie ein Märchen. Darum wird es ja wohl auch zur Weihnachtszeit assoziiert.

buechermauschen kommentierte am 02. Dezember 2018 um 17:22

In meinem Kopf Vergleich ich ständig Buch und Film ... Die Sprache gefällt mir eigentlich ganz gut , aber an bestimmte Begriffe (herzlieb im Buch , liebste im Film) muss ich mich erst gewöhnen ... Cedric ist für sein Alter schon erstaunlich reif , er überdenkt Dinge die manche erwachsenen nicht sehen... 

Gittenen kommentierte am 02. Dezember 2018 um 20:30

"Herzlieb" das Wort finde ich sehr schön als Kosewort.

buechermauschen kommentierte am 04. Dezember 2018 um 17:34

Ich auch , aber ich höre die Stimme aus dem Film im ohr die "liebste" sagt :-( aber je öfter ich es lese desto besser find ich "herzlieb" 

heike_e kommentierte am 02. Dezember 2018 um 17:46

Mich erinnert die Geschichte auch sehr an ein Märchen. Einen strahlenden, schönen, unschuldigen von von Herzen Guten Prinzen - ok, nur ein Lord- hat sie schon mal.  Das Ganze erinnert mich sehr an Heidi, von Johanna Spyri, aber wahrscheinlich, weil mir diese Geschichte viel präsenter ist, da ich mit Heidi aufgewachsen bin (Buch und Film und TV-Serie und Malbücher...) und das Ganze mit meinen Kindern wiederholt habe. 

 

Cassandra kommentierte am 02. Dezember 2018 um 23:09

Ich vergleiche auch den Film mit dem Buch. Mir ist immer der kleine blonde Junge vor Augen und auch Hobbs ist so wie im Film.
Ein Buch nach einem Film zu lesen ist schwierig, weil man schon ein Bild vor Augen hat.
Witzig, wie die einen Vorurteile gegen die anderen haben und umgekehrt.
Der Schreibstil ist antiquiert und gestelzt, war eben eine andere Zeit.
Aber im großen und ganzen war es bisher gut zu lesen.

Gittenen kommentierte am 04. Dezember 2018 um 13:56

Ach ja, lustig ist Errol reimt sich auf Carol.

Und zusätzlich hat es noch Ähnlichkeit mit Earl.

FIRIEL kommentierte am 01. Dezember 2018 um 14:07

Kapitel 2 bis 4

FIRIEL kommentierte am 03. Dezember 2018 um 21:23

Die Geschichte nimmt Fahrt auf. Wir lernen Cedric besser kennen, sein Verhalten, seine Freunde, seine Wünsche. Und er gewinnt das Herz des Lesers im Sturmstreich. 

Ein wichtiges Thema des Buches sind Vorurteile: Engländer gegenüber Amerikanern und umgekehrt, Adelige/Reiche gegenüber Armen oder einfachen Leuten und ebenso umgekehrt. Cedric ist die Ausnahme; er begegnet allen Menschen zugewandt, freundlich und herzlich. Er möchte, dass es allen gut geht - sehr ansprechend finde ich die Szene, in der er seinen Konkurrenten beim Wettlauf tröstet. Mit dem Geld, das ihm nun zur Verfügung steht, wirft er nicht um sich, sondern setzt es sehr gezielt ein, als Hilfe zur Selbsthilfe. Die Apfelfrau, Dick und Michael werden in die Lage versetzt, leichter zu arbeiten und selbst genügend Geld zu verdienen. Das sind ungewöhnlich reife Ideen.

Nun steht das Treffen zwischen Cedric und seinem Großvater bevor. Dafür ist schon allerhand Spannung aufgebaut. Aber natürlich erwarten wir, dass Cedric auch das Herz des Griesgrams gewinnt. (Und da ich das Buch schon kenne, weiß ich, wie es ausgeht...)

Cassandra kommentierte am 04. Dezember 2018 um 13:03

Der arme Junge. Da wieder einfach so mir nichts, quasi über Nacht von seiner Mutter weggerissen und muss zu einem alten griesgrämigen englischen Grafen.
Ich stelle mir grad das kleine blonde Kerlchen vor, wie er das so tapfer wegsteckt. So gesehen hat dass Ganze etwas von "Jane Ayre".
Aber er ist ein Fach zum Knuddeln, denkt immer nur daran, wie es andere besser gehen könnte.
Die Szene mit dem Laufwettbewerb möchte ich auch.
Für sein Alter wird Cedric ziemlich weit entwickelt dargestellt.
So, jetzt bin ich gespannt, oder Großvater Ähnlichkeit mit dem Schauspieler hat.

Gittenen kommentierte am 04. Dezember 2018 um 13:58

Und was von Dickens

buechermauschen kommentierte am 04. Dezember 2018 um 17:47

Ich denke auch das es und Sache der Erziehung ist , Cedrics Mutter hat nie ein schlechtes Wort verlauten lassen . Viele Menschen lassen sich dazu verleiten über etwas / jemanden schlecht zu reden und Kinder nehmen viel an ... Cedric ist ein blitzgescheiter kleiner Kerl , man verfolgt seine Taten gern .

FIRIEL kommentierte am 03. Dezember 2018 um 21:22

Mit der neuen Situation und der Umkehrung seiner bisherigen Anschauungen kommt Cedric gut zurecht. Gleich am Anfang nimmt er sich vor, ein guter Graf zu werden und zwischen England und Amerika zu vermitteln. Als er erkennt, wie viel Gutes er mit seinen neuen Reichtümern tun kann, bezeichnet er sich als "beinah sehr froh", dass er ein Graf wird. Und er möchte seinen Großvater gern haben, da er sein Verwandter ist und so viel für ihn getan hat.

Diese Zugewandtheit zu anderen Menschen erklärt Burnett sehr schön damit, dass Cedric bisher nur Liebe kennengelernt hat. Die Kinderpsychologie würde das als uneingeschränktes Urvertrauen bezeichnen. 

heike_e kommentierte am 04. Dezember 2018 um 12:21

Cedrics Freunde finde ich sehr symphatisch und nett beschrieben. Und Cedrics Art mit den komischen und unverständlichen Beziehungen und Dingen der Erwachsenen umzugehen auch. Was meint ihr, wie alt ist Dick? Ich glaube, es wird nicht erwähnt, oder?

buechermauschen kommentierte am 04. Dezember 2018 um 17:37

Ich glaube nicht daß es im Buch erwähnt wird wie alt dick ist , im Film von 1980 schätze ich ihn in den 30ern , im Film aus 1936 ist es ein Junge um die 13/14...

heike_e kommentierte am 06. Dezember 2018 um 15:21

Ich glaube so 13/14 Jahre ist wahrscheinlicher, aber ich hatte beim Lesen das Bild von dem neueren Film im Kopf, das hat mich irritiert.

buechermauschen kommentierte am 08. Dezember 2018 um 17:51

Ging mir auch so 

Gittenen kommentierte am 04. Dezember 2018 um 14:06

Der Autor zeigt auch den Unterschied vom erworbenen und verdienten Stand , im Unterschied zum verliehenen/ ererbten stand auf und macht sich etwas lustig  drüber: " Graf Dorincourt...empfing den Titel des Grafen vor vierhundert Jahren" " ... müssen wir ihr das gleich sage; sie hört gern Kuriositäten"

Ach, der kleine warmherzige Kerl rührt mich.

FIRIEL kommentierte am 01. Dezember 2018 um 14:07

Kapitel 5 und 6

Cassandra kommentierte am 05. Dezember 2018 um 13:38

Diese zwei Kapitel befassen sich hauptsächlich mit dem Verhältnis Großvater und Enkel.
Oder Schwarz und Weiß. Ich finde das Wesen des Großvaters kommt besser rüber als im Film.
Er ist wirklich ein harter Mensch, wie sein Verhalten gegenüber seinem jüngsten Sohn vermuten ließ.
Schön zu sehen, wie der kleine Junge sein Herz langsam erobert.

FIRIEL kommentierte am 05. Dezember 2018 um 22:14

Der Großvater ist verbittert. Er ist vermutlich schon oft in seinem Leben enttäuscht worden, nicht nur von seinen beiden ältesten Söhnen. Er begegnet allen Menschen mit Skepsis und wohl oft auch sehr abweisend. Aufgrund seiner Stellung kann er sich das leisten; wäre er arm, würde er wohl häufig eine Retourkutsche empfangen. Aber Reichtum und Macht sorgen dafür, dass er keine Folgen erfährt.

Wie anders verhält sich Cedric! Mit dem Kutscher und dem Lakai plaudert er ganz ohne Hemmungen, er möchte mit den Pförtnerskindern spielen. Und er hat nicht vergessen, dass die Haushälterin ihnen eine Katze geschickt hat - er weiß zu schätzen, was man für ihn tut.

Die Begegnung zwischen Cedric und seinem Großvater verläuft erwartungsgemäß: Cedric verzaubert den alten Herrn. Dabei macht der es ihm wirklich nicht leicht. Ich finde es sehr erheiternd, ihre Unterhaltung zu lesen. Einerseits ist Cedric so ernsthaft, wenn er darauf besteht, ein Amerikaner zu sein - er ist loyal. Andererseits hat er echt kindliche Vorstellungen davon, wie ein Earl aussieht; er erwartet eine Krone. Mit seinem Heimweh und der Sehnsucht nach seiner Mutter geht er tapfer um. Am Vormittag spielt er voller Begeisterung mit seinem neuen Spielzeug; dann gemeinsam mit seinem Großvater. Als der Pfarrer kommt, zeigt er wieder seine Hilfsbereitschaft, und der Großvater lässt sich überraschend darauf ein. Und besonders gut gefällt mir, dass Cedric trotz all seiner Vorfreude auf das Pony lieber seine Mutter besuchen möchte. 

Der alte Graf kommt sehr ins Grübeln....

Gittenen kommentierte am 05. Dezember 2018 um 22:27

Ja, der Graf hat nie gelernt offen gegenüber anderen zu sein. Jeder hatte Angst vor der all zu großen Macht. Und Angst führt zu Misstrauen auf beiden Seiten. So hat er nie Gelegenheit  und das Bedürfnis gehabt die Leute kennen zu lernen und so Verständniss für ihre Lebensumstände zu entwickeln . Auch wenn er ein hartherziger Tyran geworden ist, konnte er einem Leid tunen. Wie gut dass Ceddie offen und ohne Vorurteile auf Menschen zu gehen kann.

Cassandra kommentierte am 06. Dezember 2018 um 08:15

Das ist eigentlich das Schöne in der Geschichte: Die Verwandlung des Großvaters durch die "Reinheit" der kleinen Kinderseele hin zum Besseren. Auch wenn man darüber diskutieren kann, ob das wirklich so realistisch gewesen wäre. Es ist eben ein schönes Märchen und manchmal stimmen sie ja auch.
Btw. die Figur des Großvaters mochte ich schon im Film am liebsten.

buechermauschen kommentierte am 08. Dezember 2018 um 18:24

Es bleibt einem gar nicht viel zu sagen , ihr habt schon alles aufgeschrieben was mir durch den Kopf gegangen ist ... Wie im Laufe der Geschichte der Kalte und gefühllos Großvater durch die liebe seines Enkels einen Schritt nach dem anderen aus seinem "Käfig" heraus macht und sich ändert ...

Gittenen kommentierte am 05. Dezember 2018 um 22:35

Mir hat am besten das Kennenlernen der Beiden gefallen: " Vertraulich und ruhig legte er sein Händchen an des Ungeheuere Halsband und dann schritten sie einträchtig miteinander auf den Grafen zu...Wie ein plötzlicher Jubelruf und ein frohlockendes Triumphieren zog's dem harten alten Manne durchs Herz. "

Und diesen Satz finde ich genial ausgedrückt: " Dougal war ein würdevoller, feierlicher Hund, viel zu Ernst und zu groß, um das Lebenleicht zu nehmen.

heike_e kommentierte am 06. Dezember 2018 um 15:25

Die Kennenlernszene hat  mir auch sehr gut gefallen. Da Cedric selbst nichts Böses oder Gemeines in sich hat geht er furchtlos auf den großen Hund - das Ungeheuer - zu. Kein Wunder, dass der Leser und sogar der harte alte Mann berührt sind.

FIRIEL kommentierte am 01. Dezember 2018 um 14:08

Kapitel 7 bis 10

FIRIEL kommentierte am 06. Dezember 2018 um 22:32

Das Leben auf dem Schloss spielt sich ein. Cedric erobert alle Herzen im Sturm. Seine Mutter findet sich im Stillen in ihre Ruhe und tut im Hintergrund Gutes. Und der alte Graf wird weich.

Ein paar Kleinigkeiten wundern mich beim Alltag. Es gibt offensichtlich eine  Dorfschule; demnach wird schon erwartet, dass Kinder, selbst einfache, lernen müssen. Da hätte ich dann doch erwartet, dass für Cedric ein Hauslehrer eingestellt wird. Aber davon ist nicht die Rede. Dass die baufälligen Häuser abgerissen werden sollen, ist ja gut - aber wenn man sie erst abreißt und dann neue baut, wo wohnen dann in der Zwischenzeit die Familien? Und: Wenn Dick bisher kein Dach über dem Kopf hatte, wie kann Cedric ihm ohne Adresse schreiben?

Aber obwohl einige Kleinigkeiten nicht ausgereift sind, verzaubert das Buch. Und dieser Abschnitt endet wieder mit einer Überraschung: Vielleicht ist Cedric gar nicht Lord Fauntleroy, sondern ein anderer Junge hat einen größeren Anspruch??

Cassandra kommentierte am 08. Dezember 2018 um 17:18

Wenn man den Film schon so oft gesehen hat, ist es schwierig, weil man ja schon weiß, wie es ausgeht.
Da ist die Spannung, die der Schluss dieses Abschnitts hätte schon weg.

buechermauschen kommentierte am 08. Dezember 2018 um 18:30

Man wundert sich schon über das ein oder andere , aber ich glaube das diese "Nebensächlichkeiten" die uns hier auffallen dem Autor nicht wichtig waren . Man merkt immer wieder das es ihm um das zwischenmenschliche bei Großvater und Enkel geht , um die Veränderungen eines festgefahrenen alten Mannes durch die liebe dieses kleinen Jungen .

Ich glaub im Film schickt ceddie den Brief an dick zu Mr hobbs...

Gittenen kommentierte am 09. Dezember 2018 um 13:00

Der Gedanke,wohin mit den Bewohnern der Häuser in der Zwischenzeit,kam mir auch direkt.

heike_e kommentierte am 07. Dezember 2018 um 10:17

Mir gefällt die Entwicklung der Mutter von Cedric. Am Anfang wird sie sehr hilflos und schwach dargestellt (sie musste durch die Heirat von der bösen Chefin gerettet werden und nach dem Tod tritt sie auch nicht viel in Erscheinung). Aber jetzt tritt sie dem Lord zwar ruhig aber doch stark und selbstbewusst entgegen. Und sie stellt Cedric und seine Bedürfnisse über den Wunsch nach Rache. Ihr wird ja Unrecht getan und es wäre ihr sehr gut möglich über Cedric dem Lord das Leben schwer zu machen.

Gittenen kommentierte am 09. Dezember 2018 um 12:23

Der Earl entwickelt sich auf Umwegen weiter zum Guten : " Was auf den alten Herrn den stärksten, unwiderstehlichesten Einfluß übte, war seines Enkels felsenfesten unerschütterliches Verttrauen in seine Großmut und Güte. Er könnte es nicht übers Herz bringen, den Jungen darüber aufzuklären, saß Selbstssucht und Eigenwillen die Grundzüge seines Handelns und Lebens gewesen wären. " ( eine gute  psychologische Studie des Autors ).                                    Tja, nun ist der Earl soweit und dann kommt  Ironie des Schicksals, oder Strafe  eine ungebildete daher gelaufene Frau und möchte  den Zweien alles versauen.

"... Ich habe die- die andre Frau die Mutter dieses Kindes, von mir gewiesen. Ich habe mich geweigert, sie anzuerkennen."

Mir hat der  " gebrochene" Earl da leid getan als ihm die aufging.

Gittenen kommentierte am 09. Dezember 2018 um 13:16

Er muss durch die harte Schule.

FIRIEL kommentierte am 01. Dezember 2018 um 14:08

Kapitel 11 bis 14

FIRIEL kommentierte am 09. Dezember 2018 um 20:41

Nun ist Cedrics Anspruch angezweifelt. Das macht dem Großvater sehr zu schaffen! Für Cedric ist es längst nicht so schlimm: Seine erste Sorge richtet sich darauf, ob seine Mutter weiterhin gut versorgt ist, seine zweite, ob sein Großvater ihn weiterhin liebhaben wird. Und ansonsten macht er sich Gedanken, wie er in Zukunft als Erwachsener seinen Lebensunterhalt verdienen wird. Reitknecht wäre da eine neue Option. Und er erhält zwei weitere Angebote; Kompagnon von Dick als Schuhputzer und Teilhaber von Mr. Hobbs in seinem Geschäft. Das bringt mich zum Schmunzeln. Wir können sicher sein: Auch wenn er nicht mehr Lord Fauntleroy wäre und nicht Earl of Dorincourt würde, würde er doch ein respektables Einkommen erhalten. (Das hätte sein Vater ja auch, wenn er nicht enterbt worden wäre.)

Aber nun, der Zufall ist ein Eichhörnchen. Dass der Anwärter ausgerechnet Dicks Neffe ist, ist ja nun höchst verwunderlich. Aber so passt alles zusammen. 

 

Gittenen kommentierte am 09. Dezember 2018 um 21:01

Das der Zufall Schicksal spielt finde ich auc sehr passend . Es hebt den Märchen Charakter wieder vor.

Cassandra kommentierte am 12. Dezember 2018 um 16:38

Der Großvater ist wieder gutgeschrieben. Da hat er doch endlich doch noch einen standesgemäßen Erben gefunden.Dann erscheint die ungebildete Glücksritter in und will ihm ein "Kuckuckserben" unterjubeln.
Warum er dem Jungen nicht die kleinste Chance gibt,verstehe ich zwar nicht, ist aber typisch für ihn. Für ihn zählt eben nur er selbst. Seine Menschlichkeit ist nur Show.
Ehrlich gesagt hat mir Minna sogar leid getan.
So ein Pech aber auch. Ausgerechnet Dick muss Cedrics Freund sein.

FIRIEL kommentierte am 01. Dezember 2018 um 14:08

Kapitel 15

Gittenen kommentierte am 09. Dezember 2018 um 21:32

Im letzten Kapitel, das bei mir das 14. Kapitel ist, habe ich mich sehr über die Autorin amüsiert. Sie hat mit viel Ironie und Selbstironie geschrieben.

Z.b als sich Dick über Miß Herbert äußert:" Die- die ist  akkurat wie ein Bild- so' was, hab' ich gedacht,kommt nur in Geschichten vor." oder über das Schicksal des kleinen Ceddies " ...ihn plötzlich wie im Märchen in ein Schloß zu versetzen und ihn zum Erben all der Herrlichkeit zu machen."                            

Und wenn man es vorher  nicht weiß welche Nationalität die Autorin hat amerikanisch oder englisch , spätestens dann ; ) : " Könnt' s nicht aushalten dort drüben ( Amerika)...Und das Land drüben-solange man jung ist und sich rühren mag, ist's ja schon gut, aber- es hat keine Traditionen- ja,ja,keine Traditionen. "

 

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