wandagreen fragte am 08.10.2019 | Sonstiges

Schriftsteller aus anderen Ländern

Würdet ihr auch gerne mehr Romane aus anderen Ländern lesen, von ausländischen Schriftstellern? Mir fällt auf, dass deutsche Autoren mit "ausländischen Namen" eigentlich sehr gut gehen, da sollten doch Übersetzungen aus Frankreich, Italien, Polen, Tschechien oder wo auch immer, sonstwoher, auch gehen. Aus dem europäischen Osten hat man fast gar keine Übersetzungen. Einzig alleine Übersetzungen aus dem Englischen haben wir zuhauf. Steckt da eine Verlagspolitik dahinter, VERSCHWÖRUNG, oder was????

Wie seht ihr das? Was habt ihr dazu zu sagen?

Welches war euer letzter ausländischer Schriftsteller? (Darf auch aus dem englischsprachigen Raum sein, aber die sind natürlich keine Exoten).

Kommentare

Schokoloko28 kommentierte am 08. Oktober 2019 um 19:06

Es stimmt schon. Ich habe eine Affinität zu amerikanischen Autoren. Natürlich wird aus dem amerikanischen Englisch viel übersetzt. Wen ich in diesem Jahr neu entdeckt habe und ich wirklich begeistert bin ist die Koreanerin Han Kang (die auch die Vegetarierin geschrieben hat) und Delphine de Vigan.

Ansonsten mag ich gerne Murakami (der ist sehr speziell) und viele israelische Autoren wie Ayelet Gundar Goshen.

La Tina kommentierte am 08. Oktober 2019 um 19:32

Autoren aus Fernost sind manchmal ganz interessant. Und alte SF aus den östlichen Ländern.

e-möbe kommentierte am 08. Oktober 2019 um 19:41

Es sollte viel mehr deutsche Autoren auf dem deutschen Markt geben. Ausländische gibt's schon genügend, auch wenn die wirklich zum größten Teil aus dem englischsprachigen Raum kommen. 

Sursulapitschi kommentierte am 08. Oktober 2019 um 20:28

Ich achte gar nicht vorrangig darauf, woher ein Autor kommt, mich muss ein Buch locken. Und ich mag gerne Geschichten aus aller Welt, da landet man schon öfter mal bei Autoren von sonstwo, auch wenn die englischen überwiegen. Mein letzter exotischer Autor war Dror Mishani, hat mir gefallen. 

evaczyk kommentierte am 08. Oktober 2019 um 22:58

spätestens in unseren Zeiten des world wide web ist es ja kein Problem mehr, "international" zu lesen, falls die hiesigen Verlage nicht nachkommen.... die englischsprachigen Autoren lese ich dann eh am liebsten in der Originalversion. Ingesamt sind die deutschen Verlage aber wirklich nicht schlecht aufgestellt. Ich habe in den letzten Monaten eine Menge türkische Autoren für mich entdeckt und bin gerade ganz begeistert von Elif Shahak. Dann habe ich generell ein starkes Interesse an afrikanischer Literatur (da sind die englisch- oder französischsprachigen Verlage sicher reichhaltiger vertreten, aber es gibt auch auf dem deutschen Büchermarkt das eine oder andere.Und viele Ost/Ostmitteleuropäer bekamen ohnehin erst durch die deutsche Übersetzungen einen Fuß in den "westlichen" Buchmarkt - von Szczypiorski über Chwin und Stasiuk. So habe ich in diesem Jahr auch Katarzyna Bonda für mich entdeckt, die ich vorher gar nicht auf dem Radar hatte. Und noch ein polnischer Autor der jüngeren Generation, den ich für total empfehlenswert halte: Szczepan Twardoch ("Der Boxer" war zwar teilweise echt grenzwertig mit seinen Gewaltexzessen, aber der Mann schreibt genial)

demArbütliseinNotaccount kommentierte am 09. Oktober 2019 um 00:26

Mein letzter ausländischer Autor war Neil Gaiman (England). Auweia, das Internet behauptete jetzt gerade, der wäre ziemlich übel in Scientology verwickelt... 

Davor las ich Michael Crichton (USA), aber das weiß die Wanda ja schon.

Und noch ein bisschen davor Renée Ahdieh (Südkorea, USA, Nahost...)

Aber der Kaminer ist doch bestimmt inzwischen Deutscher, oder? Dann gilt er nicht. Außerdem schreibt er auf deutsch.

Und Ende letzten Jahres las ich immerhin Kveta Legátová (Tschechien).

wandagreen kommentierte am 09. Oktober 2019 um 10:00

BItte verwandle dich zurück! Bitte!

demArbütliseinNotaccount kommentierte am 09. Oktober 2019 um 10:10

Schaumermal. So bald es geht, gerne.

Arbutus kommentierte am 09. Oktober 2019 um 10:15

Ist gebongt. Da bin ich wieder : )

wandagreen kommentierte am 09. Oktober 2019 um 11:34

Schön!

lesesafari kommentierte am 10. Oktober 2019 um 18:42

haha, mir fiel grad auch gar nicht auf, wer da schrieb. "aber das weißt du ja" lies mich aufblicken.

Miss-Daisy kommentierte am 09. Oktober 2019 um 04:47

Mir gefallen seit geraumer Zeit ganz besonders Romane aus Lateinamerika und solche, die aus romanischen Sprachen (Portugisisch, Spanisch, Italienisch und Französisch - aber auch jene, die aus dem Skandinavischen) übersetzt worden sind. Das mag an der Kunst des Übersetzens liegen, der einen großen Einfluß auf den Schreibstil hat. Nicht jeder Übersetzer befasst sich mit der selben Intensität und Leidenschaft mit einem Text. Zum Beispiel habe ich mal die Übersetzerin Anja Mehrmann ("Der Postbote von Girifalco") angeschrieben und sie gelobt, daraufhin hat sie mir tatsächlich geantwortet und erklärt, wie schwierig es war, diesen Roman zu übersetzen, weil er im Original in einem veralteten Dialekt verfasst wurde, der nur in Süditalien gesprochen wird/wurde. Das hat man in Deutschland ja so gar nicht mitbekommen, aber in Italien war der Roman deswegen ein Beststeller. Auf die Namen der Autoren achte ich selbstverständlich auch, aber inzwischen weniger, sondern viel mehr auf die Verlage und auf die Übersetzer. Angefangen hat es bei mir vor ca. zehn Jahren mit Luis Ruby, der bereits mehrfach für seine Arbeit auf diesem Gebiet ausgezeichnet worden ist. Wenn man das beim Buchkauf berücksichtigt, liest man einen Roman völlig anders und neue Welten eröffnen sich. Nicht umsonst gibt es Den internationalen Tag des Übersetzens (30. September):

"Der Tag des Übersetzens wurde 1991 von der International Federation of Translators (FIT) ins Leben gerufen. Als Datum wählte man den Namens- bzw. Todestag von Hieronymus, einer der begabtesten Sprachgelehrten der alten Kirche. Er übertrug beispielsweise das Alte Testament aus dem Hebräischen ins gesprochene Latein und gilt als Schutzheiliger der Übersetzer. Er starb am 30. September 420 in Betlehem." [Quelle: kleiner-kalender.de]

 

Emswashed kommentierte am 09. Oktober 2019 um 07:44

Ganz aktuell habe ich hier Pratchett, aber aus dem Englischen rauszukommen, fallen mir spontan Umberto Eco, oder Stanislaw Lem ein. Orhan Pamuk las ich auch und dann waren da noch Per Olov Enquist, Apostolos Doxidiadis, Svante Pääbo....

Klar ist meine kleine Bibliothek sehr englisch-deutsch lastig, aber die anderen Länder behaupten sich auch ganz gut. Mit den Asiaten komme ich nicht ganz so gut klar, da muss ich noch an meiner Einstellung arbeiten. ;-)

Else kommentierte am 09. Oktober 2019 um 08:26

Ich glaube, es liegt an den kulturellen Unterschieden, das muss man mögen. Vermutlich verkaufen sich "Exoten" nicht so gut.
Anfang des Jahres habe ich drei Bücher von Endo Shusaku gelesen: Schweigen, Samurai und Sünde. (War keine ganz freiwillige Leistung, aber dennoch eine interessante Erfahrung ;p ). Japanische Literatur ist schon gewöhnungsbedürftig, geht bestimmt nicht so gut für den Verlag und die haben ja immer die Zahlen im Blick. 

Zur Zeit habe ich mir den Kurkow "Picknick auf dem Eis" vom Sub gezogen.

Eigentlich achte ich nicht so auf den Schriftsteller, eher ob mir die Geschichte zusagt.

 

 

 

wandagreen kommentierte am 09. Oktober 2019 um 09:57

Es werden nicht sehr viele Bücher aus anderssprachigen Ländern übersetzt: Aus Portugal kenne ich nur den unsäglichen Paulo Coelho, der ja sehr schlecht schreibt, meiner Meinung nach - aber die müssten doch noch mehr übersetzungswerte Autoren haben.

Spanien ist es ein klein bisschen besser, aber nicht sehr.

(Zeitgenössische) Griechen kenn ich gar nicht.

 

sphere kommentierte am 09. Oktober 2019 um 13:18

Ups, da hat sich bestimmt der Fehlerteufel mit der automatischen Worterkennung eingeschlichen. Bestimmt wolltest du schreiben, der auf portugiesisch schreibende brasilianische unsägliche Paulo... :)

wandagreen kommentierte am 09. Oktober 2019 um 18:59

Iss er aus Brasilien? Na, das machts nicht besser.

Miss.mesmerized kommentierte am 09. Oktober 2019 um 19:01

Da wmpfehle ich Petros Markaris, läuft unter Krimi, ist aber sehr gesellschaftskritisch.

lesesafari kommentierte am 10. Oktober 2019 um 18:45

wer schrieb gleich den nachtzug nach lissabon?

wandagreen kommentierte am 10. Oktober 2019 um 19:47

Pascal Mercier? Ich dachte, das wäre wer Berühmteres gewesen, but no.

Buchdoktor kommentierte am 09. Oktober 2019 um 11:17

Wer sich einmal durch das Programm des Unionsverlags liest, ist gut bedient mit den verschiedensten Ländern.

wandagreen kommentierte am 09. Oktober 2019 um 18:59

Toller Hinweis, danke.

sphere kommentierte am 09. Oktober 2019 um 13:17

Dieses Jahr habe ich überdurchschnittlich viele deutschsprachige Autoren gelesen. Ausländisches war zuletzt Remigiusz Mróz aus Polen, Guillaume Musso aus FR und Cixin Liu aus China (der dritte Teil wartet schon als nächstes). Sonst aus den USA und GB.

Und das entspricht auch dem Großteil in den gängigen Büchereien, das stimmt schon...dabei gibt es bestimmt so viele tolle Autoren aus anderen Ländern. zB. Guillermo Martinez aus Argentinien (der schreibt aber nichts mehr...), oder Sergio Bambaren aus Peru. 

Buchdoktor kommentierte am 11. Oktober 2019 um 08:04

Und das entspricht auch dem Großteil in den gängigen Büchereien, das stimmt schon...

Büchereien werden nur die Autoren anschaffen, von denen sie sicher sind, dass sie auch gelesen werden. Die Mittel für öffentliche Büchereien sind knapp und werden knapper.

Steve Kaminski kommentierte am 09. Oktober 2019 um 14:02

Also, bestimmte Verlage haben bestimmte Schwerpunkte, auch an ausländischer Belletristik: So hatte (oder hat) Wagenbach viele Italiener ("Melandri, Alle, außer mir" von Wagenbach dürfte mein letztes übersetztes Belletristikbuch sein. Von Krimis abgesehn). Es gab früher mal den Dvorah-Verlag (oder so), ein Imprint des Alibaba-Verlags, und die hatten v.a. israelische Literatur (oder sogar ausschließlich); leider gibt es Dvorah nicht mehr. Nagel & Kimche bringen auch Titel aus dem Bereich Judentum/Israel, jetzt z.B. einen neuen Roman von Abraham B. Jehoschua. Suhrkamp hat alles Mögliche an ausländischer Belletristik. Manche Verlage haben sich auf afrikanische AutorInnen spezialisiert. - Also, es lohnt sich, in verschiedenen Verlagsprogrammen zu suchen.

Konstanze S. kommentierte am 09. Oktober 2019 um 14:46

Türkischer Glücksfund: https://wasliestdu.de/rezension/preisgekroente-anspruchsvolle-erzaehlung

wandagreen kommentierte am 09. Oktober 2019 um 19:01

Auch ein schöner Hinweis!

sunshine-500 kommentierte am 09. Oktober 2019 um 16:16

Ich habe zuletzt ein Hörbuch von Remigiusz Mróz "Die kalten Sekunden" gehört.

Brocéliande kommentierte am 09. Oktober 2019 um 22:42

Ich lese auch gerne ausländische Autoren (zugegebenermaßen BESONDERS gerne Engländer, Schotten und Iren ;), aber auch Franzosen und Französinnen, die ins Deutsche übersetzt werden/wurden (davon gibt es eigentlich auch ziemlich viele mittlerweile) und mag viele lieber als (manche) deutsche Autoren. Mag am Humor liegen, an der Erzählweise - an der Mentalität....

Ein Lieblingsbuch von mir wurde von Carlo A. Martigli - 999 Der Wächter stammt aus dem Italienischen. Ich kenne auch einige andere italienische AutorInnen, die irgendwie "aus dem Herzen heraus" schreiben und die ich ebenfalls sehr mag.

Von daher kann ich nicht unterschreiben, dass es hauptsächlich englischsprachige AutorInnen sind, die ins Deutsche hauptsächlich übersetzt werden. Lateinamerikanische AutorInnen liegen mir (bisher) eher nicht.

Zuweilen wüsste ich auch gerne, welche Verlagsmenschen tatsächlich entscheiden, welches Buch in Übersetzung auf dem deutschen Buchmarkt landen (mit Sicherheit jedoch nur die, bei denen man sich gute Verkaufszahlen errechnet - bzw. auf diese hofft). Weiß das jemand von euch? - Denn ich ärgere mich manchmal, dass einige AutorInnen eben NICHT übersetzt werden!

wandagreen kommentierte am 10. Oktober 2019 um 08:59

Das ist aber so, Broceliande, das kann man zahlenmässig unterlegen. Vllt kann Aline uns mal mit ein paar Zahlen aushelfen! Aline - hast du Zahlen für uns? Tu was für dein Geld;-) [Natürlich hätte ich dein Gehalt inzwischen schon zweimal aufgestockt, wie du weißt].

Arbutus kommentierte am 09. Oktober 2019 um 23:27

Außer dem oben schon Erwähnten las ich in den letzten Jahren::

Shin Kyung-Sook (Südkorea), Elena Ferrante (Italien), Julie Cantrell (USA), Brian Sewell (England), David Williams (USA), Ulla-Lena Lundberg (Finnland/Schweden), Nicolas Barreau (Frankreich). Eoin Colfer (Irland), Grégoire Delacourt (Frankreich), Penelope Fitzgerald (England), Odafe Atogun (Nigeria),  Kim Wright (USA), Guillaume Musso (Frankreich), 

Ich gebe zu, dass das Ganze etwas England/Frankreich/USA-lastig ist. 

wandagreen kommentierte am 10. Oktober 2019 um 09:03

Dafür kannst du nichts. Dafür dass das Angebot so schmal ist, tut ihr alle euer Bestes. Ich denke auch, das Bedürfnis wäre da - Literatur aus Russland habe ich auch schon ewig nicht mehr gesehen! Die Verlage haben entweder die Befürchtung, sie kriegen die Bücher nicht an die Frau oder es gibt nicht genug Übersetzer oder die Lizensen sind zu teuer.

Ich lese mometan "Schotter" von Florjan Lipus, das auf der Longlist des österreichischen Buchpreises steht - und seltsamerweise aus dem Slowenischen übersetzt ist - vllt kann uns da Petzi weiterhelfen. Petzi, wieso habt ihr übersetzte Bücher auf eurer Longlist?

Petzi_Super_Maus kommentierte am 10. Oktober 2019 um 11:08

Weil der Autor Österreicher ist. Lebt aber in einem Teil Kärtnens, der zweisprachig ist. Warum der nur auf slowenisch veröffentlicht, kann ich dir aber auch nicht sagen...

wandagreen kommentierte am 10. Oktober 2019 um 11:09

Danke! Gut, dass du da bist! Wusste ich gar nicht, dass Kärnten zweisprachig ist. Dann darf er das. Man kann es ja übersetzen. Wie geschehen! Ein grässliches Buch, bis jetzt.

Petzi_Super_Maus kommentierte am 10. Oktober 2019 um 12:10

Nicht das ganze Kärnten, aber die Bereiche in Grenznähe.Da steht auf den Ortstafeln der Name auch in Slowenisch.
Genauso wie im Burgenland. Da gibts auch Regionen, die zweisprachig (kroatisch) sind.

Naja, der Autor geht ja auch schon gefühlt auf die 100 zu, was hast du erwartet *ggg*

wandagreen kommentierte am 10. Oktober 2019 um 14:27

Alles, nur nicht einen ellenlangen Monolog, der sich als Prophetie darstellt. /Wie klug du bist, Petzi. Der Gstrein ist auch kein junger Hüpfer, ein "alter Meister", der hat das bisher von mir gelesen einzigstes Buch geschrieben, das man lesen kann und das gut ist. Bestimmt nominiert ihr die Edelbauer. um anzugeben.

Petzi_Super_Maus kommentierte am 10. Oktober 2019 um 15:33

ha, das wär genau das richtige für mich. ein schnarch-buch *gg*

ich bin nicht klug. Ich kannte buch und autor nicht und hab auf die HP vom österr. buchpreis geschaut, und da war ein foto von ihm dabei *hihi
außerdem musste ich ja gucken, von wo er ist - weil er ja auf slowenisch schreibt aber beim Ö preis nominiert ist. und da stand kärnten ;)

klar, die ist auf der shortlist:
Raphaela Edelbauer: Das flüssige Land (Klett-Cotta)
Karl-Markus Gauß: Abenteuerliche Reise durch mein Zimmer (Zsolnay)
Norbert Gstrein: Als ich jung war (Carl Hanser)
Sophie Reyer: Mutter brennt (edition keiper)
Clemens J. Setz: Der Trost runder Dinge (Suhrkamp)

wandagreen kommentierte am 10. Oktober 2019 um 18:11

Ach, Setz: den könnt ich noch lesen. Bello fand den ganz gut.

lesesafari kommentierte am 10. Oktober 2019 um 18:47

oder an zu viel zensur, dass man nicht veröffentlichen mag?

wandagreen kommentierte am 10. Oktober 2019 um 19:48

Bei China könnt ich mir das vorstellen, Russland evtl auch. Alle arabischen Staaten, ja.

Kinderbuchliebe kommentierte am 10. Oktober 2019 um 11:26

Hallo!

Das ist ja auch ein interessantes Thema! :) Die genannten Bücher hab ich mir mal gemerkt.

Neben dem schon genannten Unionsverlag, finden sich auch ungewöhnliche Bücher, vor allem aus Afrika und Lateinamerika, im Peter-Hammer-Verlag

Auch das Bilder-, Kinder- und Jugendbuchprogramm finde ich dort bemerkenswert, gibt es doch viele Bände zu Toleranz, Flucht, "Anderssein", aus anderen Ländern und Perspektiven, die sich auch sehr gut als Geschenk eignen. Heute ja ganz wichtige Themen schon für die Kleinen.

Ich finde aber auch Ungewöhnliches aus "fernen Ländern" bei Übersetzungen aus dem Englischen, z.B. die Vish Puri Krimis von Tarquin Hall. Leider sind (bisher?) nur wenige auf Deutsch erschienen. Ein ungewöhnlicher indischer Ermittler mit skurilem Team und eigener Homepage ;) In den Büchern lernt man auch viel über die rasanten Veränderungen in der indischen Gesellschaft und Umwelt. Oder auch die Dr. Siri Krimis von Colin Cotterill, die im kommunistischen Laos der 70er spielen. Beides weit gereiste Autoren, die hauptsächlich in Asien leben.

Ebenfalls sehr ungewöhnlich aus Neuseeland Unter dem Tagmond von Keri Hulme. Das muss ich unbedingt nochmal lesen.

Aus Belgien und den Niederlanden finde ich auch gute Jugendbuchautoren, da kann ich mir nur die Namen nicht merken ;)

Auch "Anthologien" finde ich prima, um Neues kennenzulernen. Dabei ist die Sprache ja eigentlich egal. 20 Nationen, teils in Original und Übersetzung parallel, umfasst z.B. All over Heimat. Da war ich bei einer sehr schönen Lesung.

Ich muss aber zugeben, dass ich auch vor allem aus dem Englischen übersetztes bzw. in England, Irland, USA spielendes, lese und denke es wäre sinnvoll sich auch mal wieder mehr bei kleinen Verlagen umzuschauen oder beim modernen Antiquariat, denn in meiner Erinnerung zumindest ging es in der Literatur der  90er z.B.  durchaus internationaler zu. Da hab ich z.B. Marina Zwetajewa gelesen, bei Suhrkamp erschienen, wenn ich das richtig im Kopf habe.

Liebe Grüsse!

Diamondgirl kommentierte am 10. Oktober 2019 um 15:21

Ich muss gestehen, dass mich wenig interessiert, wo ein Autor herkommt. Aber ich bin mir durchaus bewusst, dass ich eine latente Schwäche für skandinavische oder niederländische Autoren habe wie Fredrik Backman, Herman Koch, Lars Mytting um nur einige Beispiele zu nennen. 

In den letzten Monaten habe ich u. a. Bücher von Jess Kidd, Esi Edugyan, Colson Whitehead, Vea Kaiser, Tatiana de Rosnay und Fred Vargas gelesen. Das sind zumindest die, die mir spontan einfallen. 

Es ist aber nicht so, dass ich insgesamt irgendwas vermisse auf dem Buchmarkt. Die komplette asiatische Literatur ist nichts für mich und auch mit afrikanischer tue ich mich nicht gerade leicht, weil deren Themen einfach an mir vorbei gehen. Mich reizte bisher auch kaum mal deutschsprachige Literatur, deren Handlung in Asien oder Afrika (es sei denn historisch) spielte. 

Ich vermute, dass auch deutschsprachige Literatur nicht immer in verschiedenste Sprachen übersetzt wird. Auch das wird nur ein überschaubarer prozentualer Anteil sein. Schließlich hat jedes Land eigene Autoren und darüber hinaus Staaten, die ihnen deutlich näher liegen.

Petzi_Super_Maus kommentierte am 10. Oktober 2019 um 15:34

Vea Kaiser ist aber Österreicherin, also eher weniger exotisch ;)

Diamondgirl kommentierte am 10. Oktober 2019 um 16:43

War aber doch eigentlich nach ausländischen Autoren gefragt. Da zählte ich Deutschland und die Schweiz auch dazu  ;-)

Petzi_Super_Maus kommentierte am 10. Oktober 2019 um 16:56

Naja, eigentlich wurde nach Büchern gefragt, die übersetzt wurden.
und österr. Schriftsteller sind ja sogar beim Deutschen Buchpreis nominiert - also würde ich die jetzt nicht sooo zu 'ausländisch' zählen ;)

wandagreen kommentierte am 10. Oktober 2019 um 18:13

Na ja, dass es im Prinzip nicht interessiert, welche Nationalität ein Autor hat - ist nachvollziehbar. Die Nationalität wird dann wichtig, wenn sein/ihr Land kaum/gar nicht übersetzt wird und wir insoweit gar keine Auswahl haben.

florinda kommentierte am 10. Oktober 2019 um 17:04

Welches war euer letzter ausländischer Schriftsteller? (Darf auch aus dem englischsprachigen Raum sein, aber die sind natürlich keine Exoten).
Jojo Moyes, Maja  Lunde

Ich lese in erster Linie deutsch(sprachig)e, aber auch britische und amerikanisache Autoren, auch französische, da aber eher Klassiker, selten israelische, polnische etc. meist in Zusammenhang mit der Nazi-Zeit. Bei längerem Überlegen fallen mir sehr wenige australische und asiatische Exoten ein. Russen nur begrenzt, ich komme mit den Namen schwer klar.

Verschwörung? Keine Ahnung...

 

lesesafari kommentierte am 10. Oktober 2019 um 18:40

guckt mal, in diesen thread wollte ich so viel schreiben, als der login nicht ging.
borges= Gott, eco= Jesus.
Unveröffentliches neu entdecktes von Proust wird nun veröffentlicht.
Hmhmhm... Der letzte ausländische Autor, von dem ich las, neben den Buchpreis-Personen, müsste Dan Brown gewesen sein.
Nicht englisch-sprachiger müsste ich mal suchen.

wandagreen kommentierte am 10. Oktober 2019 um 19:50

Such mal. Wolltest du oben sagen, "ich bin Gott und Jesus"???