pmg fragte am 22.04.2020 | Sonstiges

Wie steht ihr zu signierten Büchern?

Etliche Buchhandlungen aber z. T. auch Verlage verkaufen signierte Bücher von Autoren.

Wie haltet ihr es mit signierten Exemplaren? Bestellt oder sammelt ihr diese speziell? Oder betrachtet ihr das nur als ein Marketing-Gag, der euch kalt lässt?

Besteht für euch ein Unterschied zwischen einer Signatur, und einer Widmung?

Ich würde mich über eure Ansichten freuen.

Kommentare

lesesafari kommentierte am 22. April 2020 um 20:21

Ohne persönliche Begegnung lässt mich das komplett kalt.
Ich habe mal auf einem Bücherflohmarkt ein Buch von Nina George mit persönlicher Widmung erworben. So wie es da stand, kannte sie den Beschenkten. Ich hab dann auch nachgeschaut, wer das ist. Niemand bisher Bekanntes. Hab das Buch eben so günstig verkauft. Kurz danach!!! ist sie dann mega bekannt geworden, mit einem anderen Genre.

Ich gab auch mal ein Buch mit Signatur geschenkt bekommen, das auch bei einer Lesung unterschrieben wurde. Ich war nicht dabei, mochte das Buch auch nicht. Kam auch weg.

Bei einer Wohnzimmerlesung, den Bekannte von mir auf der FBM gewonnen haben, haben wir Petra Hülsmann persönlicher kennengelernt. Das war am Anfang ihrer Karriere. Es war ein sehr gemütlicher, witziger Abend und am Ende hat jeder ein Buch mit Mini-Widmung erhalten. Das war für mich was sehr Besonderes, das Buch halte ich in Ehren. ;)

Gerade hatte ich ein Buch mit digitaler Signatur, das juckt mich gar nicht. Ob das überhaupt eine Marketingstrategie ist?

katzenminze kommentierte am 23. April 2020 um 08:23

Was ist denn eine digitale Signatur? O.o

Litir antwortete am 23. April 2020 um 08:43

Das ist eine digitale Version der eigenen Unterschrift. Wenn ich mich nicht irre, kann man das z.B. in Word erstellen. Quasi ein Copy&Paste-Verfahren für Signaturen.

lesesafari kommentierte am 23. April 2020 um 11:49

eingescannte unterschrift, ganz simpel.
bei verlagen machen sie das bestimmt origineller.

wandagreen kommentierte am 22. April 2020 um 20:21

Also, ich oute mich da mal.

Ich mags nicht. Weder das eine noch das andere. Autoren sind halt "bloß" Autoren. Aber selbst von unserer Angie hätte ein Autogramm/Widmung/Signatur keinen besonderen Wert für mich. Ich kenn die Leuts doch gar nicht. Ausserdem störts beim Tauschen. Und zwar mächtig.

maraAngel2107 kommentierte am 22. April 2020 um 20:24

@wandagreen: genau das meine ich auch, wie Du meinem Kommentar entnehmen kannst, wenn ich den Autoren/die Autorin kenne sind die Bücher für mich schon sehr besonders....ansonsten auch nicht wirklich:-)

wandagreen kommentierte am 22. April 2020 um 20:30

jajajaja, man muss(te) eine Affäre mit ihnen haben, dann hats Bedeutung (eventuell) ;-))).

maraAngel2107 kommentierte am 22. April 2020 um 20:41

naja...sooooo schlimm is dan auch wieder nich:-)*grins*, nee im Ernst, z.B. Brina Stein, die Kreuzbuchautorin, so sympathisch, einfach herrlich ehrlich und total nett, da habe ich schon gerne ein Buch mit Widmung im Regal:-) 

katzenminze kommentierte am 23. April 2020 um 08:28

Also... bei aller Liebe, aber wer sich an dem Autogramm des Autors in einem Buch tatsächlich stört, der hat doch irgendwie das falsche Hobby?! Lehnt wirklich jemand ein Tauschbuch ab, weil der Autor es signiert hat? Das ist doch verkehrte Welt.

e-möbe kommentierte am 23. April 2020 um 08:38

Wenn ein Autogramm vom Autor drin ist, stört's mich nicht. Aber ich nehme keine Tauschbücher bzw. kaufe ich keine gebraucht, wenn es eine Widmung des Autors an jemanden ist. Da bin ich eigen. Erstens finde ich es blöd von dem Bücherbesitzer, sich zuerst eine Widmung zu holen und dann das Buch weiterzuverkaufen, zweitens möchte ich kein Buch, in dem steht: Liebe Gertrude, viel Spaß beim Lesen. ;) 

 

Warum antworten hier eigentlich alle auf Ole? :D

maraAngel2107 kommentierte am 22. April 2020 um 20:23

Ich finde es toll einen Autoren kennen lernen zu dürfen, ob bei einer Lesung oder auf eine andere Art und dann habe ich gerne ein Buch von demselbigen in meinem Regal stehen:-) Aber es sollte schon auf der persönlichen Ebene auch sein, ein Buch mit Signatur zu kaufen ist vielleicht besonderer Art, doch solange ich den Autoren oder die Autorin nicht kennen gelernt habe, bedeuten mir diese ehrlich gesagt dann nicht so sehr viel! 

Wenn ich dann auch noch eine Widmung bekomme, weil man sich evtl. näher kennen gelernt hat, dann ist das schon etwas sehr besonderes, auch wenn man die Bücher evtl. sogar Test-lesen durfte oder sogar lektorieren. Ich habe all das schon erleben dürfen und bin sehr dankbar dafür und somit sind Widmungen und Signaturen von diesen Autoren/-innen sehr besonders für mich und haben einen besonderen Platz in meinem Regal! 

 

Samantha Roke kommentierte am 22. April 2020 um 20:43

Mich interessieren Widmungen und Signierungen nur, wenn ich dem betreffenden Autor auch tatsächlich begegnet bin und ihn selbst darum gebeten habe. So habe ich eine Widmung von Ursula Poznanski, die sie mir auf einer Buchmesse in eins ihrer Bücher geschrieben hat und bin sehr stolz darauf. Aber eben nur, weil ich sie auf der Buchmesse selbst darum bitten konnte. Ein signiertes Buch bei einem Verlag oder in einer Buchhandlung zu kaufen finde ich nicht sehr reizvoll, weil eben das Erlebnis, dem Autor direkt gegenüber zu stehen für mich einfach dazugehört.

Galladan kommentierte am 22. April 2020 um 21:18

Ich wollte mal protestieren als der Mensch, der mir auf den Spielertagen gerade das Geld für ein Buch abgenommen hatte, plötzlich ins Buch kritzelte. Ok, Gehirn eingeschaltet und dann war klar: der Verkäufer war Ciruelo Cabral höchstselbst. 

Wenn ich nach einer LR eines eBooks die signierte und personalisierte Printausgabe vom Autor zugeschickt bekomme ist sowas ein Schätzchen. Auch freut man sich, wenn man den Autor schon länger kennt und das neueste Buch kommt persönlich signiert an. 

Signierung ohne Bezug zum Autor ist für mich überflüssig. 

Gittenen Bücherfresserchen kommentierte am 22. April 2020 um 21:24

: D. :D  : D

wandagreen kommentierte am 22. April 2020 um 22:10

Ciruello wer? Nie gehört. (Sehr lustig, Galli). Aber gut: ich würde vllt bei Paul Auster eine Ausnahme machen - aber nur, wenn er mir persönlich ein wenig vorgelesen hätte, er ist nämlich ein toller Hörbucheinleser!

pmg kommentierte am 23. April 2020 um 19:36

Tja, bei Spielertagen oder bei Lesungen gibt es nur Signiertes... ;-)

foxydevil kommentierte am 22. April 2020 um 21:19

Ich behalte Bücher auch nur wenn sie mir gefallen haben und ich den Autor kennenlernen konnte.
Andere Bücher gebe ich gern weiter.

 

Gittenen Bücherfresserchen kommentierte am 22. April 2020 um 21:28

Bei einer Lesung lasse ich signieren,aus mehreren Gründen, es gehört irgendwie dazu, ist eine nette Erinnerung an den Abend und auch irgendwie für den Autor schön. So eine Art Respekt zollen.

Ansonsten lassen mich Signaturen kalt.

Läuferbiene kommentierte am 22. April 2020 um 21:30

Interessiert mich nicht die Bohne.

wandagreen kommentierte am 22. April 2020 um 22:07

Kurz und knackig.

Läuferbiene kommentierte am 23. April 2020 um 19:40

Genau, warum viele Worte machen.

Steve Kaminski kommentierte am 22. April 2020 um 21:45

Für mich eine ganz nette Beigabe, ohne wichtig zu sein. Wenn ich einen Vortrag eines Autors oder eine Lesung höre und das Ganze gut fand, finde ich ein signiertes Buch ganz nett, als Erinnerung. Aber sonst muss es nicht sein.

Brocéliande kommentierte am 23. April 2020 um 00:05

Ich schließe mich kurz und bündig @Galladen an:

"Signierung ohne Bezug zum Autor ist für mich überflüssig".

Meine erste Leserunde war auf der "Histo-Couch" (die gab es dort in der früheren und viel netteren HC-Version vor der Umstellung). Es war und bleibt die lustigste und tollste von allen, die ich bisher mitgemacht habe. Das Buch von Lothar Englert halte ich auch in Ehren, es ist signiert. 

 

Flotte-Motte kommentierte am 23. April 2020 um 00:29

Hallo, ich begrüße Deine Frage!

Signaturen nützen mir gar nichts, eine persönliche Widmung dagegen spricht mich an. Da ich aber meine gelesenen Bücher im Internet verkaufe, nützen mir weder Signaturen noch Widmungen - solche Bücher lassen sich nicht wiederverkaufen (außer vielleicht auf dem Trödelmarkt), sind also wertlos. Und die meisten Autoren kennt sowieso niemand. Aber Bücher, die ich verschenke, dürfen ruhig eine Widmung haben :D

Ich habe eine kleine Büchersammlung mit persönlicher Widmung - wichtig dabei ist, dass der/die Autor/in mich mit Vorname anspricht, mir alles (erdenklich) Gute ;-) wünscht, unterschreibt und das Datum sowie Ort nicht vergißt

wandagreen kommentierte am 23. April 2020 um 01:05

Is gut, ole.

lesesafari kommentierte am 23. April 2020 um 11:52

da haben die autor*innen viel zu tun, bei den vielen namen.

sunshine-500 kommentierte am 23. April 2020 um 07:49

....nicht notwendig!

Susi kommentierte am 23. April 2020 um 08:34

das ist mir eigventlich egal. Die meisten Bücher kaufe ich auf dem Flohmarkt. Ein Autogramm lässt sich aber immer noch besser tauschen oder verkaufen, als wenn der Vorbesitzer seinen Namen reingeschrieben hat. Oder eine Widmung drin ist wie "Alles Gute zum Geburtstag von Oma und Opa". Dann doch lieber was vom Autor. Würde ein Autor mir etwas in ein Buch reinschreiben, wäre es sicher etwas anderes. Habe hier mal eine Leserunde gewonnen, wo der Autor eine persönliche Widmung (also mit meinem Namen) reingeschrieben hatte. Das fand ich schon ganz nett, war dann aber froh, dass ich es trotzdem tauschen konnte und es die Andere nicht gestört hat. 

wandagreen kommentierte am 23. April 2020 um 08:43

So toll kann das Buch also nicht gewesen sein, wenn du es weitergetauscht hast.

Susi kommentierte am 23. April 2020 um 20:59

war ganz nett, hätte ich auch gerne behalten, aber ich mußte Platz für neue Bücher schaffen

Maulwurf kommentierte am 23. April 2020 um 09:10

Mir egal. Ich stelle meine gelesenen Bücher in den öff.Bücherschrank. Ob mit oder ohne Signatur des Autors...

wanderer.of.words kommentierte am 23. April 2020 um 10:12

Ich seh das locker. Will ich ein jungfräuliches Buch, dann hole ich es mir in der Buchhandlung. Bei gebrauchten Büchern bekommt man eben auch manchmal eine "Vorgeschichte" in Form einer Signatur oder Widmung, am Wert ändert das für mich nichts.

Durch Gewinnspiele oder Leserunden habe ich ein paar signierte Bücher erhalten und mich immer sehr darüber gefreut, ich finde es eine schöne Geste.

Dimity74 kommentierte am 23. April 2020 um 14:10

Ich würde mir kein Buch meines Lieblingsautors mit Signatur einfach so kaufen, hätte ich die Möglichkeit ihn zu treffen und unterschreiben zu lassen, dann wäre das etwas vollkommen anderes. Ich habe allerdings einige Bücher mit Widmung von Autoren, bei denen ich schon mehrfach an Leserunden teilgenommen habe, oder bei denen ich vorablesen durfte. Da kennt man sich halt durch den Austausch auch etwas. Durch den Ausfall der LBM hab ich es leider nicht geschafft einige dieser Autoren auch endlich mal persönlich zu treffen.

Ich kaufe viele gebrauchte Bücher, ist eine Signatur drin, müsste der Autor schon mega sein, damit es mich interessiert.

Litir meinte am 23. April 2020 um 15:23

Da mein Lieblingsautor nicht mehr lebt und ich daher für mich selber keine persönliche Widmung oder Signatur erlangen kann, sind derlei Verewigungen für mich im Moment leider kein Thema. Ausgenommen natürlich der Fall, dass ich selber eine geben darf, was hier aber nicht hingehört. ^^

leseliebelei kommentierte am 23. April 2020 um 17:36

Ich habe vor einiger Zeit Nigel Slaters Autobiographie gebraucht online gekauft und als es hier ankam und ich es aufschlug, hab ich gesehen, dass es signiert ist. Das hat mich gefreut, denn ich mag ihn gerne und finde es irgendwie daher was besonderes.

Außerdem habe ich einen Gedichtband von Rudolf Grimm, den ich antiquarisch gekauft habe und in dem ich dann eine handschriftliche Widmung und Signatur fand. Das ist für mich als Germanist und Grimmforscher dann natürlich ein Glücksfall.

Außerdem mag ich, im Gegensatz zu einigen von Euch, grundsätzlich Widmungen in Büchern, also nicht (unbedingt) vom Autor sondern z. B. vom Schenker. Ich habe mehrere Bücher, die irgendwann mal irgendwer mit irgendwelchen Worten von irgendwem geschenkt bekommen hat und finde das interessant. Ein Kochbuch hat z. B. eine Widmung, die deutlich macht, dass es mal ein Hochzeitsgeschenk hat und ich frage mich, was wohl die Geschichte dahinter ist. Einfach nur ein unliebsames Geschenk? Getrennt? Freundschaft zu Schenkern zerbrochen? Zum Veganismus konvertiert?

pmg kommentierte am 23. April 2020 um 19:33

Wow, herzichen Dank für eure vielen Meldungen.

Ich habe bisher nicht speziell auf Signaturen geachtet. Für mich zählt der Inhalt der Bücher. Anders natürlich eine persönliche Widmung eine Schenkers, oder eine persönlich bekannten Autors. Da geht es dann aber um die persönliche Bekanntschaft, und die persönlichen Worte.

Allerdings ist mir aufgefallen, dass ich Bücher mit Widmung weniger gern weggebe, auch wenn sie z. B. als Sachbücher mittlerweile veraltet sind. Hier habe ich noch etwas "loslassen" zu lernen :-)

Schön ist, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, so dass alle ihre Präferenz zufriedenstellen können.

yesterday kommentierte am 23. April 2020 um 22:25

Solange das Buch im Laden durch die Signatur (neutral natürlich, ohne persönliche Widmung) nicht teurer ist als eins ohne, solls mir recht sein.

Ich mag das mit der Widmung auch überhaupt nicht! Bei den Autoren, wo ich mir persönlich in mein Exemplar ein Autogramm hole, sage ich das auch immer. Ich weiß wie ich heiße, ich muss meinen Namen im Buch nicht lesen!

Brocéliande kommentierte am 23. April 2020 um 22:58

@Leseliebelei:

Auch eine schöne Betrachtungsweise von Signaturen: Bei älteren gebrauchten Büchern stört mich das auch überhaupt nicht - im Gegenteil: Persönliche Einträge "bereichern" hier eher und geben dem Buch noch mehr "Seele" ;)