JA2085 fragte am 05.06.2019 | Ich suche

Kinderbücher zum Thema Tod

Hallo ihr alle.

Meine Tochter ist gerade 3 Jahre alt geworden und beschäftigt sich momentan ziemlich stark mit dem Thema Tod. Fragt bei fast allem nach, ob es tot ist oder sterben kann, was dann passiert, etc. Ich möchte das Thema keinesfalls auslassen. Es fällt mir jedoch ungemein schwer, es kleinkindgerecht zu erklären. Ist eben etwas sensibler und mit mehr Angst verbunden, als Interesse am Bagger.

Habt ihr Empfehlungen für schöne Bücher, die das Thema sanft und ehrlich aufgreifen, einfach erklärt für die Kleinen und die Angst vor dem Unbekannten nehmen?

Vielen lieben Dank schon mal.

Kommentare

Doreen H. kommentierte am 05. Juni 2019 um 21:02

Schau mal, vielleicht wäre das etwas.

https://www.hugendubel.de/de/buch/michaelene_mundy_r_w_alley-was_geschie...

oder das https://www.hugendubel.de/de/buch/uwe_saegner-papa_wo_bist_du-5360909-pr...

rike kommentierte am 05. Juni 2019 um 21:26

Ente, Tod und Tulpe kann ich nur empfehlen. sehr tolles Buch

Nele33 kommentierte am 06. Juni 2019 um 10:11

Das ist wirklich ein wunderschönes Buch zu diesem Thema, es hat meinem Enkel sehr geholfen als die Ur-Oma gestorben ist.

Gibt es auch einen kurzen Film zu.

Gwendolyn22 kommentierte am 06. Juni 2019 um 17:24

Das hab ich mal als Theaterstück gesehen, sehr passend!

 

Birte kommentierte am 05. Juni 2019 um 21:35

Ente, Tod und Tulpe wollte ich auch nennen (Wolf Erlbruch),

aber da gibt es noch einige schöne Bilderbücher:

  • Roberto Piumini: Matti und der Großvater
  • Jutta Bauer: Opas Engel
  • Kai Lüftner: Für immer
  • Helme Heine: Das Elefanteneinmaleins, Der Club
  • Kitty Crowther: Der Besuch vom kleinen Tod
  • Ulf Nilsson: Die besten Beerdigungen der Welt

Paperboat kommentierte am 05. Juni 2019 um 21:43

Von "Papa, wo bist du" würde ich vorerst abraten. Dass alles lebt, sterben kann und dann tot ist, muss noch nicht zwingend auf die eigenen Eltern angewandt werden. Mit drei Jahren ist das Kind mit seinem Interesse für den Tod relativ früh dran - aber wo die Neugier eben hinführt... Ich würde da eher mit (vermenschlichten) Tieren anfangen. Irgendwann wird das Kind den Gedanken schon verknüpfen, dass es eben auch geliebte Menschen mal dahinrafft, ich finde jedoch, den Gedanken kann es allerdings auch selbst entwickeln ohne ihn zu forcieren und damit eine Angst zu schüren, die möglicherweise geringer ausfällt, wenn man sich grundlegend mit dem Konzept Tod auseinandergesetzt hat ohne damit in Verbindung vor Augen geführt zu bekommen, dass es Ma und Pa auch erwischen kann. Das kommt dann schon noch.

Klassisch und nach wie vor gerne empfohlen sind da z.B. Der Baum der Erinnerung (Ars Edition), Leb wohl, lieber Dachs (Annette Betz). Der alte Bär muss Abschied nehmen (NordSüd Verlag) passt auch gut, die Geschichte ist von Udo Weigelt, der manchen vielleicht bekannt von der Heule Eule ist.
Ich persönlich finde Ente, Tod und Tulpe (Kunstmann Antje) ganz schön, weil es den Tod als einen langjährigen Begleiter darstellt, vor dem man keine Angst haben muss, weil er immer gegenwärtig aber unbedrohlich ist. Das Leben und ich, Eine Geschichte über den Tod (Gestalten Verlag) ist ähnlich, erzählt aber aus der Sicht vom Tod selbst.
Ausgezeichnet mit dem schwedischen Kinderbuchpreis, wäre Adieu Herr Muffin (Moritz Verlag) vielleicht noch etwas, sowie Was ist Tod? (Abentheuer Verlag).

JA2085 kommentierte am 20. Juni 2019 um 22:09

Vielen Dank, das liest sich gut. Ich werde mal stöbern.
Und bin ganz bei dir. Es geht mir um eine kindgerechte Erklärung, dass der Tod normal ist und dazu gehört. So wie du es mit "Ente,..." beschreibst. Dass wir Eltern sterben können (werden), kann sie sich dann selbst zusammen reimen. Das muss ich ihr nicht unter die Nase reiben. Und wenn sie eine vernünftige Erklärung bekommt, wird es wohl eh erstmal kein Thema mehr sein und irgendwann später wiederkehren.

Büchi kommentierte am 06. Juni 2019 um 00:24

" Leb wohl, lieber Dachs" von Susan Varly ist ein sensibel, aber auch positives, dem Leben wieder zugewandtes Bilderbuch für Kinder ab  etwa 4 Jahren. Der Dachs hat Spuren im Leben anderer Menschen gelegt, hat dem Frosch Schlittschuhlaufen oder dem Fuchs das Krawattenbinden beigebracht. Nun ist er tot, doch nach einer Zeit der Trauer erkennen die Tiere, dass Erinnerungen immer bleiben.

Für ältere Kinder ab etwa 5 Jahren ist " Abschied von Rune" von Kaldhol und Oyen ein ganz wunderbares Buch. Saras bester Freund Rune ertrinkt beim Spielen und Sara fällt dadurch aus ihrer heilen Kinderwelt. Die Zeichnungen sind sehr sensibel, zum einen zart farbig und in der Trauer schwarz-grau, wie das Gefühl. 

Buchdoktor kommentierte am 06. Juni 2019 um 06:51

Leb wohl lieber Dachs empfehle ich unbedingt, Ente, Tod und Tulpe weniger

Nie mehr Wolkengucken mit Opa

Hat Opa einen Anzug an

Abschied von Opa Elefant

Für immer

Nie mehr Oma Lina Tag?

Die besten Beerdigungen der Welt

Hanna lüftet Friedhofsgeheimnisse

 

(Ich hätte gern alle Links zu WLD gesetzt, bekam dabei fast nur Fehlermeldungen)

wandagreen kommentierte am 06. Juni 2019 um 08:42

(Vorläufig) verschlimmbessert.

Petzi_Super_Maus kommentierte am 06. Juni 2019 um 09:11

Wie du es vorausgesagt hattest, Wanda... ;)

Adlerauge kommentierte am 11. Juni 2019 um 23:01

Ich finde in einen solchen Alter von "drei Jahren " ist das noch kein Thema -spätestens ab 6 Jahren kann man mit solchen Themen verständlich herüber bringen - denn eine Kinderseele ist sehr empfindlich (übrigens habe selber Kinder und spreche aus "Erfahrung ! ! !

JA2085 kommentierte am 20. Juni 2019 um 21:59

Na ja, wenn mein Kind mich danach fragt kann ich schlecht antworten, dass sie sich noch einige Jahre gedulden soll bis ich ihr das adäquat erklären werde. Deswegen frag ich hier nach guten Tipps von Leuten, die damit schon Erfahrung haben.

Büchi kommentierte am 11. Juni 2019 um 23:45

Sicher sollte man nicht von sich aus das Thema ansprechen, aber wenn Kinder fragen, sollte man ihnen schon adäquate Antworten geben. Unser Sohn war auch erst 3, als er das erste Mal darüber sprach und Antworten wollte.

Petzi_Super_Maus kommentierte am 12. Juni 2019 um 14:09

Da stimme ich dir zu. Meine Tochter war auch ungefähr in diesem Alter, als sie sich dafür interessierte - wahrscheinlich auch, weil unsere Katze da gestorben ist. Da MUSS man ja dann drüber sprechen!

JA2085 kommentierte am 20. Juni 2019 um 22:03

Das stimmt. Und es ist ja auch nichts schlimmes, es gehört dazu und ich mag es nicht tabuisieren. Geplant habe ich es nicht, zumal hier auch keiner gestorben ist. Keine Ahnung, wie sie dazu gekommen ist.

Petzi_Super_Maus kommentierte am 20. Juni 2019 um 22:16

Vielleicht ist im Kindergarten mal die Sprache drauf gekommen.. Oder sie sah wo einen toten Käfer liegen oder so...

JA2085 kommentierte am 20. Juni 2019 um 22:00

Vielen lieben Dank für die ganzen Tipps. Ich werde sie mir alle mal in Ruhe ansehen und dann entscheiden.