Yulanie fragte am 10.01.2015 | Ich suche

Romane zum Thema Homosexualität

Hallo zusammen,

wer kennt denn wirkliche gute Romana zum Thema Homosexualität? Also keine Schundheftchen oder reine Erotikbücher...

Sehr interessant fand ich auch "Middlesex" von Jeffrey Eugenides. Wer kennt es?

Freu mich auf eure Vorschläge! :-)

 

Kommentare

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Naoki kommentierte am 10. Januar 2015 um 15:13

Ich kenne es nicht. Was ich aber sehr schön fand, war das Jugendbuch Die Mitte der Welt oder, wenn es etwas erwachsener sein soll Marion Zimmer Bradleys Trapez, das aber nur noch antiquarisch zu erhalten ist. Die fand ich beide sehr gut. Besonders Trapez habe ich mehrmals gelesen.

Yulanie kommentierte am 10. Januar 2015 um 15:22

Stimmt: "Die Mitte der Welt" ist sehr gut. Das andere Buch - also "Trapez" - steht schon auf meiner Liste. :-)

digra kommentierte am 11. Januar 2015 um 21:28

Ich habe die Mitt der Welt auch gelesen, und es ging dort überhaupt nicht vordergründig um Homosexualität.

Ich weiß gar nicht ob ich das überhaupt gecheckt habe. Hängen geblieben ist es mir zumindest nicht. :-)

Es könnte also nach deinem Geschmack sein, da das Buch sehr feinsinnig ist.

Sophie Wittlinger kommentierte am 11. Januar 2015 um 10:46

"Trapez" ist so toll - ich freu mich immer wenn ich sehe, dass das Leute gelesen haben (gerade weil es OOP ist ist das ja leider eher selten). 

Naoki kommentierte am 12. Januar 2015 um 08:30

Ja, ich hatte früher eine Phase, in der ich sowohl total auf Shonen-ai (d. s. Manga über Homosexualität bzw. die Fanfictions dazu) als auch Marion Zimmer Bradley stand. Ich habe Trapez dann in irgendeinem Forum entdeckt und eine Woche später oder so auch promt auf einem Flohmarkt.

Im Nachhinein finde ich das Zirkusleben sowie das Zusammenleben und -halten der Familie sehr interessant. Abgeshen davon ist es vom Stil her eines der besten Bücher von Bradley.

schwadronius antwortete am 10. Januar 2015 um 15:21

ich las "der stammbaum" von paul senftenberg (verlag). die umsetzung der thematik war gut; sprachlich jedoch ausbaufähig.

mimimaus kommentierte am 10. Januar 2015 um 15:25

Den habe ich auch glesen - war ja eher wie eine novelle ausstafiert.

schwadronius ergänzte am 10. Januar 2015 um 15:32

es war auch eine novelle. gut, sie fragte zwar nach "gute romana"; eine kurze erzählung kann sie bestimmt dazwischenschieben, wenn sie lust drauf hat ... :).

Yulanie kommentierte am 10. Januar 2015 um 15:46

Fesselt mich nun nicht so, aber vielen Dank für die Meldung...

Novembertochter kommentierte am 10. Januar 2015 um 16:05

"Aristotle and Dante Discover the Secrets of the Universe" fand ich sehr gut :)

Anna.2311 kommentierte am 10. Januar 2015 um 16:16

Also ich weiß von einigen, habe aber noch nicht alle persönlich gelesen. Trotzdem kommt hier eine kleine Liste:

-Vielleicht lieber morgen bzw. Das also ist mein Leben von Stephen Chbosky (es gibt auch eine Verfilmung mit Emma Watson und Logan Lerman) 

. - Will & Will von John Green und David Levithan 

-Two boys kissing von David Levithan (gibt es allerdings so weit ich weiß bis jetzt nur auf englisch)

- Noahs Kuss und plötzlich ist alles anders von David Levithan 

- Leztendlich sind wir dem Universum egal von David Levithan (Das ist etwas schwer zu erklären, aber in dem Buch geht es um eine Person namens A, weder männlich noch weiblich, die jeden Tag im Körper eines anderen aufwacht. A kann sowohl eigene Erinnerungen haben, als auch die Erinnerungen der Person, die er gerade ist abrufen. Eines Tages verliebt sich A in die Freundin des Jungen, in dessen Körper er gerade steckt. Normalerweise hält er zu niemandem Kontakt, da keiner sein Geheimnis erfahren soll, aber mit Rihannon (hoffe ich hab das richtig geschrieben) trifft er sich öfters. Ihr fällt es allerdings schwer zu akzeptieren, dass A manchmal ein Mädchen und manchmal ein Junge ist und jeden Tga anders aussieht. Es gehört also nicht so unbedingt zu Homosexualität, ich denke aber schon, dass man den Roman bei LGBTQ+ Büchern einordnen könnte.)

-Eigentlich alles von David Levithan. In so ziemlich jedem Buch von ihm kommen homosexuelle Charaktere vor (wenn auch nur als Nebenrollen. Ich habe im Dezember Dash und Lilys Winterwunder von David Levithan und Rachel Cohn gelesen und dort waren die Hauptcharaktere (Dash und Lily) offensichtlich hetero, aber Lilys Bruder hatte einen Freund) Also: David Levithan (der übrigens selbst schwul ist) schreibt oft über homosexuelle Charaktere.

-Ask the Passengers von A.S. King (liegt schon bei mir zuhause und wartet darauf gelesen zu werden, gibt es bis jetzt aber ebenfalls nur in Englisch)

-Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums von Benjamin Alire Saenz 

-Openly straight von Bill Konigsberg (gibts glaub ich bis jetzt auch nur auf Englisch)

 

 

 

Anna.2311 kommentierte am 10. Januar 2015 um 16:22

Oh und

Annie on my mind von Nancy Garden 

Rainbow Boys von Alex Sanchez 

und

Proxy von Alex London

milkshake kommentierte am 10. Januar 2015 um 16:47

"Will & Will" fand ich sehr gut! Homosexualität wird zwar nicht ausschließlich thematisiert, spielt aber eine tragende Rolle. "The perks of being a wallflower" schneidet das Thema auch an, ein absolut empfehlenswertes Buch!

Anna.2311 kommentierte am 10. Januar 2015 um 16:51

Will & Will mochte ich auch sehr. Perks of being a Wallflower möchte ich schon sehr lange lesen, bin aber irgendwie immer noch nicht dazu gekommen...

jasimaus123 kommentierte am 11. Januar 2015 um 06:47

'Will & Will' fand ich richtig gut! Genauso wie 'Letztendlich sind wir dem Universum egal' :)

LadySamira091062 kommentierte am 10. Januar 2015 um 16:27

ich hätte da anzubieten  

Gefährliche Liebe unter dem Hakenkreuz von  Andrea Conrad 

oder  

Alexander Ziegler: Die Konsequenz von  Alexander Ziegler  weiss abe rnicht  ob das  gefällt 

Janine2610 kommentierte am 10. Januar 2015 um 18:17

Das späte Geständnis des Tristan Sadler von John Boyne fällt mir noch ein.

Cthulhu kommentierte am 10. Januar 2015 um 20:58

Thomas Mann - Der Tod in Venedig

Patricia Highsmith - Der talentierte Mr. Ripley

Naoki kommentierte am 10. Januar 2015 um 22:22

Nja, Highsmith ist Interpretationssache. Da würde ich auch noch Theodor Fontane - Die Poggenpuhls zufügen.

Brocéliande kommentierte am 10. Januar 2015 um 22:26

Mir fallen in der Bibliothek (ich weiß ja nicht, ob Du Nutzerin einer solchen bist) immer Bücher auf, die für Lesben oder Schwule sind (am Buchrücken) - was ich klasse finde, da die Leute dann eben "ihre" Bücher mit speziellen Themen dazu gut finden können - und dies für mich - als Hetero - ein Zeichen ist, dass "anders sein" in der Gesellschaft/in der Bibliothek "gut angekommen" ist. Da würdest Du wohl einiges finden....

KnolleMurphy kommentierte am 11. Januar 2015 um 07:03

Nun kommt meine berufliche Neugier durch. Wie sind denn bei dir in der Bücherei die Bücher gekennzeichnet, dass du das am Buchrücken erkennst? 

 

Yulanie kommentierte am 11. Januar 2015 um 16:45

Das interessiert mich auch...

Sonja Fleischer kommentierte am 12. Januar 2015 um 21:27

@ KnolleMurphy: Ganz großer Fan von Deinem Nick. Wie kommt man auf so etwas?

Red-Sydney kommentierte am 11. Januar 2015 um 02:42

Ich kenne da noch Der Langstreckenläufer und Harlans Endspurt, beide von Patricia Nell Warren und zum Thema Homosexualität im Sport.

Li kommentierte am 11. Januar 2015 um 07:27

Noch nicht genannt:

Middlesex steht schon ewig ungelesen bei mir im Schrank, sollte mich wohl irgendwann mal dran begeben ... Die Mitte der Welt ist seit langem mein Lieblingsbuch in dem Bereich und Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums hat mir auch verdammt gut gefallen! Wenn du eher nach Jugendbüchern suchst und auch auf Englisch liest, erscheint im April auch Simon vs. the Homo Sapiens Agenda, der Debutroman von Becky Albertalli, den ich prompt mal vorbestellt habe, nachdem ich im Vorfeld so viel Positives darüber gehört habe.

Sonja Fleischer kommentierte am 11. Januar 2015 um 21:06

Ganz viele Bücher, die hier genannt sind, fand ich auch super (Vielleicht lieber morgen, Fun Home, Die Mitte der Welt, Adrian Mayfield). Aber mit "Brideshead" hatte ich meine Probleme. Ganze Passagen fand ich sprachlich schön, aber ich war doch ein wenig enttäuscht vom Buch. Mir wurde der Roman mal als " einer der schönsten Lieberomane" beschrieben. @ bibliophilic geek: Hast Du Brideshead gelesen? Wenn ja, wie gefiel es Dir? Welche Übersetzung hast Du gelesen. (Das meine Übersetzung alt war, wusste ich; leider musste ich später feststellen, dass sie wohl noch nicht mal vollständig war.)

helene kommentierte am 11. Januar 2015 um 09:03

"Lethargie" von Wojciech Kuczok, polnische Gegenwartsliteratur. Sehr gut geschrieben, viel Nachdenkliches, aber auch Humorvolles.

Sophie Wittlinger kommentierte am 11. Januar 2015 um 10:45

Die Adrian Mayfield Romane von Floortje Zwigtman spielen zur Zeit von Oscar Wilde und sind wirklich toll. Auch "Eine Welt dazwischen" von Aline Sax ist ein historischer Roman wo es um einen schwulen Jungen geht. Da hat mir aber nur der erste Band gefallen. Dann noch "Das Lied des Achilles" von Madeleine Miller, wo die Geschichte von Achilles und Patroklus nacherzählt wird (auch sprachlich toll). Interessant ist auch "The Charoteer" von Mary Renault (die auch viele historische Romane die in der Antike angesiedelt sind geschrieben hat). 

Das "Trapez" von Marion Zimmer Bradley war damals der erste Roman zu dem Thema, den ich gelesen hatte und ich finde den immer noch sehr gut. Die Empfehlung von Sarah Waters unterstütze ich auch, vor allem "Fingersmith" und "Tipping the velvet". "A Single Man" ist auch wirklich toll. 

"Die Mitte der Welt" ist ein wundervolles Jugendbuch zum Thema.

"Ruf mich bei deinem Namen" von Andre Aciman fand ich auch sehr gut. Das ist wirklich was für Erwachsene.

Wer es düster mag (und wieder historisch, mir ist gar nicht aufgefallen, wie viel ich davon habe), dann kann ich "As Meat loves Salt" von Maria McCann empfehlen. 

Und ein toller Fantasy/Sci-Fi/Dystopienroman ist "A Strong and Sudden Thaw" von R.W.Day. 

Sonja Fleischer kommentierte am 04. Mai 2018 um 19:13

"Ruf mich bei deinem Namen" - "Call me by your name" habe ich jetzt gerade erst gelesen. Und es hat mich umgehauen. Großartig!

westeraccum kommentierte am 11. Januar 2015 um 10:46

"Wie Max es sah" von Louis Begley.

Offene Bücherzelle kommentierte am 11. Januar 2015 um 11:35

Hallo!

Middlesex fand ich leider sehr langatmig und langweilig.

Ich habe mehrere Romane von Stephan Niederwieser gelesen.

Und ich kenne eine GayWestern-Roman-Schriftstellerin persönlich, die gerade nach einem Verlag sucht.

Welpemax kommentierte am 11. Januar 2015 um 11:53

Ich habe auch noch einige Bücher, die wirklich schön sind, wenn auch sehr kurz:

  1. Paul, mein großer Bruder (Håkan Lindquist) tolles Buch.
  2. Dawning Sun (Sandra Gernt)

Trapez habe ich auf meinem SUB und Maurice habe ich gelesen, das war aber irgendwie nicht so meins, ich weiß auch nicht, ansonsten habe ich noch ein paar Anregungen mitgenommen :D

Meist finde ich es auch gar nicht so gut, wenn es speziell um Homosexualität geht, sondern nur unterschwellig (wie zum Beispiel auch in der Erzählung "Tschick" (Wolfgang Herrndorf).

Ich empfehle beide Bücher, wobei ich das erst genannte richtig gut finde. <3

Maenade kommentierte am 11. Januar 2015 um 14:41

Captain Swing von Larry Duplechan fand ich ziemlich gut. Die anderen Bücher von ihm würden mich interessieren, die habe ich aber noch nicht in die Finger bekommen.

kleinbrina kommentierte am 11. Januar 2015 um 19:58

"Über ein Mädchen" von Joanne Horniman

kommentierte am 11. Januar 2015 um 21:18

Mir würde da noch "Die Gilde der Schwarzen Magier" einfallen. Zwar spielt Homosexualität da keine Hauptrolle (dazu eher die Fortsetzungsreihe "Sonea" lesen, dort sind die Protagonisten von zwei von drei Handlungssträngen homosexuell), aber es wird definitiv in unterschiedlichen Facetten angeschnitten.

Naoki kommentierte am 12. Januar 2015 um 08:32

Das stimmt. Fand ich auch schön.

LESERIN kommentierte am 11. Januar 2015 um 23:21

"Barrakuda" von C. Tsiolkas. Super Buch.

Sonst auch die bücher von D. Sedaris.

Der Tod in Venedig von Mann.

Brocéliande kommentierte am 12. Januar 2015 um 00:12

@Knolle Murphy:

Ich bin seit meiner Rückkehr in meine Heimatstadt 2006 in der Stadtbücherei "Klientin" ;-) - wie das in Darmstadt war, weiß ich gar nicht mehr (dort habe ich ebenfalls viele Jahre gewohnt und die neue Bibliothek dort war mein PARADIES - 5 Minuten zu Fuß...

Hier sind ALLE entleihbaren Bücher nach GENREN (an der Buchseite, unten, schmales Band) definiert - also z.B. "Zeitgeschichte", "Frauen", Männer, Historisches, Mittelalter, Altertum etc. pp - und eben auch "Lesben" und "Schwule" - keine Ahnung, wie andere Bibliotheken das handhaben - ich finde es oft recht praktisch, denn man hat eine Übersicht, ohne alle Bücher aus dem Regal ziehen zu müssen....

Alle sind eingebunden, die TB auch "genäht" und - die Schwerpunktthemen eben zwischen Buchdeckel und Buchrücken leicht erkennbar.

Viele Grüße - hoffe, Euer Informationsbedürfnis damit gestillt haben zu können ;-)

Wie ist das denn bei Euch in der Biblio ?!?

Naoki kommentierte am 12. Januar 2015 um 08:54

Bei uns gibt es meist mehrere Schlagworte. Da würde ein Liebesroman mit homosexueller Thematik vermutlich unter "Liebe" stehen, darunter aber als Schlagwort "Homosexualität" und keine Ahnung... "Abenteuer", wenn das paar dabei noch irgendwelche Abenteuer erlebt.

Als Genre, muss ich sagen, finde ich "Lesben", "Schwule" oder auch "Frauen" nicht so ideal...

Sonja Fleischer kommentierte am 04. Mai 2018 um 19:17

Oh ja, über das "Frauen-Genre" habe ich schon so oft diskutiert. Die Parallelen zum sog. "Lesben- und Schwulen-Genre" liegen auf der Hand.

Naoki kommentierte am 12. Januar 2015 um 08:38

Mir ist noch etwas eingefallen:

Diana Gabaldon: Das Meer der Lügen und die Sünde der Brüder.

Es sind historische Romane, die abseits der "Feuer und Stein" Reihe spielen. man muss auch die Hauptreihe nicht gelesen haben. Es ist schon etwas her, dass ich die Bücher gelesen habe. Soweit ich mich erinnere, sind relativ viele Krimi-Elemente drin. Es geht um Lord John Grey, der homosexueller Offizier ist und versucht, damit ehrenvoll zu leben ohne diese Seite komplett zu unterdrücken.

Naoki kommentierte am 12. Januar 2015 um 08:50

Spielt Mitte des 18. Jahrhunderts.

Yulanie kommentierte am 12. Januar 2015 um 10:41

Vielen Dank für die vielen Vorschläge, meine Wunschliste ist wieder gewachsen...

Schade finde ich, dass es mehr "schwule Thematiken" zu geben scheint. Ich werde in der Stadtbib AC nochmals schauen, was die so anbieten...

Viel Lesegenuss an alle!

Naoki kommentierte am 12. Januar 2015 um 13:22

Vermutlich, weil männliche Homosexualität lange "ernster" genommen wurde. Frauen halten ja eh Händchen und kuscheln ;)

Ernsthaft, ich habe mich mal in einer Seminararbeit damit auseinandergesetzt: Bei Frauen war das lange Zeit nur eine "Grille", bei Männern Sünde oder Straftat...

Naoki kommentierte am 12. Januar 2015 um 13:24

Wenn du aus Aachen bist, würde ich auch mal beim Schwulenreferat schauen. Die haben mir für eine Seminararbeit einiges gegeben (u. A. auch Klaus Mann, der weibliche und männliche Homosexualität in seinen Romanen hat). Man muss dann nur seinen Namen hinterlegen und ihnen sympathisch sein :)

kingofmusic kommentierte am 12. Januar 2015 um 15:25

"Die Poeten der Nacht" von Barry McCrea.

Gruß

lesemaus11 kommentierte am 12. Januar 2015 um 16:30

Nashville - ein Linedancekrimi. Über einen schwulen Countrysänger. Mal eine ganz andere Richtung.

kleinbrina kommentierte am 12. Januar 2015 um 19:07

In Deutschland gibt es auch den Quer-Verlag, dort wird in sämtlichen Büchern das Thema Homosexualität angesprochen: http://www.querverlag.de/

Brocéliande kommentierte am 12. Januar 2015 um 21:01

Den Vorschlag der Seite von kleinbrina find ich absolut klasse *daumenhoch*

Naoki: Ich finde das sehr in Ordnung - es sind auch eher Schwerpunkte als Genren gemeint - was soll daran nicht gut sein, wenn ich schwul oder lesbisch bin, die geeignete Literatur, die mich interessiert, auch außen auf dem Buch zu sehen ?? (beim Verbuchen merkt's eh keiner ;-)

 

Ich halte es da eher wie Rüdiger Hoffmann (heißt der hervorragende Sänger, den ich mal live in Gießen erleben durfte:

"und wenn ein Mann einen Mann liebt - soll er ihn lieben, wenn er ihn liebt:

und wenn eine Frau eine Frau liebt - soll sie sie lieben, wenn sie sie liebt!"

(denn ich will, ja ich will, dass es DAS alles gibt, was es gibt)

Viele Grüße!

Naoki kommentierte am 12. Januar 2015 um 21:35

Ich empfinde das als eine Art Branding. Mich interessiert keine "Frauenliteratur", obwohl ich Frau bin. "Schwule" oder "Lesben" als Genrebegriff ist für mich zudem nicht aussagekräftig über den Inhalt des Romans. Und ich glaube, dass auch nicht alle Homosexuelle sich besonders für diese Thematik interessieren. Natürlich ist es Orientierung, aber ich finde es in der "Verschlagwortung" (ob online oder auf dem Buchrücken) besser aufgehoben als in Form eines Genres oder als Oberbegriff für eine Abteilung. Warscheinlich hast du es auch so beschrieben und ich es falsch verstanden.

Aber ich habe auch einmal eine feministische Literaturdatenbank gewartet und weiß, dass sowohl Zuordnung in Genres als auch Verschlagwortung echt schwierig ist.

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