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Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki - Haruki Murakami

Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

von Haruki Murakami

Der junge Tsukuru Tazaki ist Teil einer Clique von fünf Freunden, deren Mitglieder alle eine Farbe im Namen tragen. Nur Tsukuru fällt aus dem Rahmen und empfindet sich - auch im übertragenen Sinne - als farblos, denn anders als seine Freunde hat er keine besonderen Eigenheiten oder Vorlieben, ausgenommen vielleicht ein vages Interesse für Bahnhöfe. Als er nach der Oberschule die gemeinsame Heimatstadt Nagoya verlässt, um in Tokio zu studieren, tut dies der Freundschaft keinen Abbruch. Zumindest nicht bis zu jenem Sommertag, an dem Tsukuru voller Vorfreude auf die Ferien nach Nagoya zurückkehrt - und herausfindet, dass seine Freunde ihn plötzlich und unerklärlicherweise schneiden. Erfolglos versucht er wieder und wieder, sie zu erreichen, bis er schließlich einen Anruf erhält: Tsukuru solle sich in Zukunft von ihnen fernhalten, lautet die Botschaft, er wisse schon, warum. Verzweifelt kehrt Tsukuru nach Tokio zurück, wo er ein halbes Jahr am Rande des Selbstmords verbringt.

Viele Jahre später offenbart sich der inzwischen 36-jährige Tsukuru seiner neuen Freundin Sara, die nicht glauben kann, dass er nie versucht hat, der Geschichte auf den Grund zu gehen. Von ihr ermutigt, macht Tsukuru sich auf, um sich den Dämonen seiner Vergangenheit zu stellen.

Rezensionen zu diesem Buch

Weil ich nichts bin.

Haruki Murakami erzählt die leise Geschichte eines Mannes, der sich selber in nur einer Hinsicht für außergewöhnlich hält: außergewöhnlich belanglos.

Tazaki Tsukuro hat vier enge Freunde, die ihm alles bedeuteten. Alle tragen eine Farbe im Namen: Akamatsu (Rotkiefer), Oumi (blaues Meer), Kurono (schwarzes Feld) und Shirane (weiße Wurzel). Nur sein eigener Name ist so farblos, wie er sich auch als Mensch empfindet.

Zitat:
“Weil ich nichts bin. Ich habe keine Persönlichkeit...

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Pflichtlektüre für Murakami-Fans

„Vom Juli seines zweiten Jahres an der Universität bis zum Januar des folgenden Jahres dachte Tsukuru Tazaki an nichts anderes als den Tod.“

Schon dieser erste Satz bringt den Leser in die melancholische Grundstimmung, die den gesamten Roman durchzieht.

Die Hauptperson des Romans erinnert sich an seine Schulzeit, in dem er und vier seiner Freunde unzertrennlich waren. Die fünf Jugendlichen, drei Jungen und zwei Mädchen unternehmen alles gemeinsam. Sie lernen, führen...

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sehr schön

"Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki" von Haruki Murakami hat mir wieder ein wunderbares Lesevergnügen beschert.
Langsam komme ich in den Verdacht, dass ich diesem Autor hilflos ausgeliefert bin, ich ahne fast, dass ich auch begeistert ein Telefonbuch aus seiner Feder lesen würde. 
Murakamis Schreibstil lässt mich so völlig versinken. Er lädt mich in sein Buch, und ich lebe in Japan für die Zeit des Lesens. Dazu kommt ein vermeintlich lockerer Stil, und entgegen aller...

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Philosophisch, andersartig und besonders! Ein Roman, den man auf sich wirken lassen muss!

"*In diesem Moment erkannte Tsukuru Tazaki es. Er begriff endlich in den Tiefen seiner Seele, dass es nicht nur die Harmonie war, die die Herzen der Menschen verband. Viel tiefer war die Verbindung von Wunde zu Wunde. Von Schmerz zu Schmerz. Von Schwäche zu Schwäche. Es gab keine Stille ohne den Schrei des Leides, keine Vergebung, ohne dass Blut floss, und keine Überwindung ohne schmerzhaften Verlust. Sie bildeten das Fundament der wahren Harmonie.*" Zitat Seite 266

In diesen Roman...

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Murakami selbst etwas farblos mit diesem Roman

Ich habe ein ganzes Jahr immer wieder nach diesem Buch gegiert, mir aber aufgrund des Preises nicht erlaubt es zu kaufen. An Weihnachten lag es nun unter dem Baum und ich habe es direkt gelesen. Leider konnten das Buch  meine Erwartungen nicht ganz erfüllen. Murakamis Erzählung wirkt etwas farblos und nicht so phantastisch wie seine älteren Werke:

Tsukuru scheint in seinem Leben angekommen. Der Mittdreißiger hat einen Job bei einer Eisenbahngesellschaft und ist für die Instandhaltung...

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Aufarbeitung der Vergangenheit

Tsukuru Tazaki ist sechsunddreißig Jahre alt und lebt in Tokio, wo er als Ingenieur Bahnhöfe umbaut. Vor kurzem hat er Sara kennengelernt, mit der er gerne eine Beziehung beginnen würde. Doch Sara ist der Überzeugung, dass Tskuru etwas belastet und möchte nicht mit ihm zusammen sein, bis er dies aufgearbeitet hat. Daher erzählt Tskuru ihr von dem einschneidenden Erlebnis in seinem zweiten Studienjahr, als seine vier besten Freunde den Kontakt zu ihm abbrachen. Sara ermutigt Tskuru, jetzt,...

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Manchmal reicht eine gute Rezension nicht aus, um einem Buch gerecht zu werden...

Es gibt Bücher, die einen faszinieren und nicht wieder loslassen wollen. Es gibt Bücher, für die auch eine gute Rezension nicht ausreicht, um zu beschreiben, was man beim Lesen empfunden hat und dies ist eines dieser besagten Bücher. Dank dem lieben Jonas von Stillefeder, bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden und bin darüber mehr als dankbar!

Worum gehts?
Tsukuru Tazaki ist jahrelang sehr traurig, er denkt sogar an den Tod, denn ihn belastet etwas, was seit vielen Jahren...

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Ein Quell an Meditation und Ruhe, große, leise Kunst!

Haruki Murakami - "Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki"
Dumont-Verlag
Fünf Freunde waren es einmal, vier davon wenden sich eines Tages ohne weitere Erklärung von dem Fünften ab, er soll sich nicht mehr blicken lassen, seine Anwesenheit wäre nicht mehr erwünscht, bei Versuchen der Wahrheit auf den Grund zu kommen, schlägt man ihm buchstäblich die Tür vor der Nase zu, Tsukuru hat nicht die gerinste Ahnung, warum ihn seine jahrelangen Freunde zur "Persona non Grata" machen....

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Wundervoller, bewegender Roman über Freundschaft

Tsukuru Tazaki ist 36 Jahre alt und lebt in Tokio. Er ist Ingenieur, plant Bahnhöfe und baut diese um. Beruflich ist er recht erfolgreich, privat ist er hingegen sehr einsam. Als er nach der Schule ein Studium in Tokio beginnt, bleibt die Freundschaft zu seinen in der Heimat Nagoya verbleibenden Schulfreunden zunächst bestehen. Mit 20 Jahren, im zweiten Studienjahr, wird er jedoch ohne Angabe von Gründen von seiner Clique verstoßen. Dieses Erlebnis hat er nie verarbeitet. Nun, 16 Jahre...

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Ein Mann ohne Eigenschaften

In der Clique mit seinen vier Freunden fühlt sich Tsukuru Tazaki glücklich. Alle vier sind besondere Persönlichkeiten, und im Vergleich mit ihnen kommt er sich unscheinbar und unbedeutend vor - so wie sein Name als Einziger keine Farbe enthält. Über Jahre halten die Jugendfreunde zusammen, sogar als Tsukuru zum Studium in eine andere Stadt zieht. Bis sie ihm eines Tages zu verstehen geben, dass sie nichts mehr mit ihm zu tun haben wollen und er nie wieder Kontakt zu ihnen aufnehmen soll. Er...

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Großartig

In einer Gruppe von fünf Freunden fühlte sich Tsukuru Tazaki schon immer als einer der farblosesten unter ihnen. Jeder seiner Freunde hatte in seinem Namen und durch seinen Charakter etwas Farbenfohes, ja etwas Lebendiges. Tsukuru selbst fand weder sich noch seinen Charakter als besonders erzählenswert. Er lebt für seine Freunde bis zu dem Tag, als sie ihn fast wortlos und ohne Grund aus ihrer Gemeinschaft stoßen.
Tsukuru bewegt sich ein halbes Jahr am Grunde des Selbstmords bis er...

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Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki , 5 von 5

Meine Meinung
 

Es hat ein paar Seiten gebraucht, bis ich mich auf den Schreibstil von Haruki Murakami einlassen konnte. Es ist anderes als die üblichen Bücher, die ich sonst lese. Mmh.. wie beschreibe ich es am besten? Es ist eine gewaltige Explosion von Bildgewanter und poetischer Sprache. Die in jeder Seite des Buches die japanische Mentalität durch Scheinen lässt. Es ist ruhig und bewusst geschrieben. Am besten lässt es sich so beschreiben: Wenn ich esse, dann esse ich, und...

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interpretation auf japanisch

Die Geschichte beginnt mit einem Handlungsstrang, der im Laufe des Buches verschiedene Zeitebenen einnimmt. Dies wird durch weitere Erzählungen von Nebendarstellern, die außerhalb des eigentlichen Strangs liegen, ergänzt. Fünf Freunde, von denen vier Farben in ihren Namen tragen, bilden eine Clique, die irgendwann zerreißt. Der Protagonist, Herr Tazaki, der keine Farbe in seinem Namen trägt, wird der von der Gruppe Verstoßene und begibt sich 16 Jahre später auf eine Aufklärungsmission da ihm...

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Jeder Mensch hat seine eigene Farbe

Zum Inhalt: Am Anfang gliedert sich Murakamis Roman "Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki" in zwei Erzählstränge: in der Gegenwart lebt der 36-jährige Tsukuru Takari in Tokio und hat seine seit Kindertagen bestehende Faszination für Bahnhöfe zum Beruf gemacht. Er arbeitet bei einer Eisenbahngesellschaft und ist für die Planung von Bahnhöfen verantwortlich. Sein Leben ist relativ emotions- und leidenschaftsarm. Mit seinem Beruf ist er "nicht gerade zufrieden, aber auch nicht unzufrieden...

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Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

Tsukuru Tazaki fühlt sich zu Sara hingezogen und möchte mit dieser eine feste Beziehung eingehen, aber ein tiefsitzende Wunde, erschwert dies. Tazaki erzählt Sara von einer Freundschaft aus der Highschool-Zeit, die ihm sehr wichtig war, da Geborgenheit und Zugehörigkeit in dieser fand bis es zu einem jähen Ende kam. Seine vier Freunden wenden sich von ihm ab und er weiß nicht warum. Sara ermutigt ihn, dass zu hinterfragen, denn er litt sehr unter diesen Bruch. Warum kam es zum Bruch?

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Eine sensible Geschichte über die Werte einer wahren Freundschaft, über Einsamkeit und Leid, aber auch über die Hoffnung der Liebe.

Ein kleiner Einblick in den Klappentext:
Der junge Tsukuru Tazaki ist Teil einer Clique von fünf Freunden, deren Mitglieder alle eine Farbe im Namen tragen. Nur Tsukuru fällt aus dem Rahmen und empfindet sich – auch im übertragenen Sinne – als farblos, denn anders als seine Freunde hat er keine besonderen Eigenheiten oder Vorlieben, ausgenommen vielleicht ein vages Interesse für Bahnhöfe. Als er nach der Oberschule die gemeinsame Heimatstadt Nagoya verlässt, um in Tokio zu studieren,...

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Schlicht und schön

Die Geschichte: Tsukuru Tazaki ist 36 Jahre alt, als er erstmals beginnt, sich wirklich zu verlieben. Gleichzeitig merkt er, dass er nicht in der Lage ist, sich auf diese Liebe zu Sara mit der gebotenen Hingabe einzulassen. Die Suche nach den Ursachen führt ihn in die Vergangenheit - und zu dem Entschluss, sich ihnen in der Gegenwart zu stellen. Die Reise beginnt...

Das Werk Murakamis ist vielfältig. Einige Bücher sind extrem und bizarr ("Wilde Schafsjagd"), andere wiederum zart und...

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erfrischend aber angepasst

Worum es geht?

Als Teenager waren Ao ( Blau ) , Aka ( Rot ), Kuro ( Schwarz ) , Shiro ( Weiss ) und Tazaki beste Freunde. Alles taten sie gemeinsam.
Der 39 Jährige Tazaki wird bei einem Date an seine Vergangenheit erinnert und muss schmerzlichst zugeben dass er nach der Trennung von seinen Freunden niemehr das gefühl der Zugehörigkeit erlebt hat. Sara weigert sich sich weiterhin mit Tazaki zu treffen wenn dieser nicht bereit ist seine Wunden von Damals zu heilen und seine...

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Wunderbar!

Immer schon wollte ich ein Buch von Murakami lesen, aber ich bin nie dazu gekommen. Aber jetzt!

Der Titel "Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki" war für mich zuerst eher abschreckend als anregend. Aber je länger ich las, umso mehr wurde ich in die Geschichte hineingezogen.

Tsukuru Tazaki lebt ein unauffälliges Leben als Ingenieuer für Bahnhofsbau in Tokio, ein Mann, der in der großen Menschenmasse der Stadt verschwindet. Als er Sara kennenlernt, brechen alte Wunden in ihm...

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Interessant

Tsukuru Tazaki ist 36 und einsam. Er hält sich selbst für langweilig, uninteressant, unatraktiv einfach farblos.
Als Jugendlicher war ein Teil einer Clique von 3 Jungs und zwei Mädchen, die ein harmonisches Ganzes bildeten. Bis er eines Tages ohne Erklärung ausgeschlossen wurde.
Plötzlich warer anz allein und verbrachte ein halbes Jahr am Rande des Todes. In dieser Zeit machte er auch eine körperliche Metamorphose durch.
Danach schliesst er eine neue Frendschaft, aber diese...

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Ruhig und meditativ - meiner Meinung nach der schwächste Murakami

Held des neuen Romans von Murakami ist der 36-jährige Tsukuru Tazaki. Seine Jugendzeit verbrachte er in einer Clique von fünf Freunden. Sie durchlebten die Zeit der Pubertät zusammen, gaben sich dabei gegenseitig Halt. Es war, wie Tazaki rückblickend meint, die „perfekte Harmonie“. Als Tazaki nach Tokyo zum Studium zieht, kündigen ihm die anderen scheinbar grundlos die Freundschaft, er wird aus dem Kreis verstoßen. Ohne seine Freunde verliert Tazaki den Halt im Leben. Ein halbes Jahr lang...

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Murakami zum Abgewöhnen

Um eine Sache vorneweg zu sagen: ich wollte dieses Buch mögen. Nachdem ich die Beschreibung in der Verlagsvorschau gelesen hatte, habe ich mir sofort das japanische Original bestellt. Und der Anfang - die ersten zwanzig Seiten etwa - war auch wirklich gut: 

Tsukuru Tazaki ist in seiner High-School-Zeit in Nagoya Teil einer Clique von fünf Freunden, und obwohl er nach dem Abschluss seine Heimatstadt verlässt, bleibt die Freundschaft vorerst bestehen. Doch dann sagt ihm einer der...

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Weitere Infos

Art:
Hardcover
Genre:
Romane und Erzählungen
Sprache:
jpn
Umfang:
318 Seiten
ISBN:
9783832197483
Erschienen:
Januar 2014
Verlag:
DuMont Buchverlag GmbH
Übersetzer:
Ursula Gräfe
8.14583
Eigene Bewertung: Keine
Durchschnitt: 4.1 (48 Bewertungen)

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