Leserunde

Bonus-Leserunde zu Bad Girls (E. Lockhart)

Bad Girls
von E. Lockhart

Bewerbungsphase: 25.10. - 08.11.

Beginn der Leserunde: 15.11. (Ende: 06.12.)

Im Rahmen dieser Bonus-Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des Ravensburger Verlags – 20 Freiexemplare von Bad Girls (E. Lockhart) zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch. Darüber hinaus erhaltet ihr zum Abschluss der Leserunde einen Link zu einem Online-Formular, das in Kurzform weiteres Feedback zum Roman abfragt. Für die Teilnahme daran, mit der ihr euch durch eure Bewerbung einverstanden erklärt, erhaltet ihr 1.000 Community-Punkte gutgeschrieben.

ÜBER DAS BUCH:

Imogen ist die Erbin eines Vermögens und eine gewissenlose Manipulatorin. Jules ist ein Niemand und ein gesellschaftliches Chamäleon. Eine obsessive Freundschaft. Eine verhängnisvolle Liebe. Ein Mord - oder vielleicht auch zwei.

Jule Williams ist nicht, wer sie zu sein scheint. Alles an ihr ist falsch: Ihr Akzent, ihre Haare, die Namen, die auf ihrer Kreditkarte stehen. Sie ist ein menschliches Chamäleon, eine begnadete Lügnerin, deren messerscharfer Verstand ihr Ticket ins Leben der Schönen und Reichen wird. Doch wie oft kann sich ein Mensch neu erfinden?

ÜBER DIE AUTORIN:

Emily Lockhart studierte Schreiben und Literatur an der Vassar und an der Columbia University und steht im ständigen Austausch mit ihren Fans.

08.12.2018

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 107 bis 212

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 107 bis 212
PrinzessinButterblume kommentierte am 17. November 2018 um 10:45

In diesem Abschnitt ging es ja ordentlich zur Sache - jetzt haben wir schon zwei Leichen. Ich muss allerdings sagen, dass ich die Schilderung der beiden Morde ein bisschen zu brutal fand, gerade bei Imogen, das hätte meiner Meinung nach nicht sein müssen (das hervorquellende Auge fand ich schon ziemlich ekelig).

Erstaunlicherweise konnte ich den Mord an Brooke besser verstehen als den an Immie. Bei Brooke war die Angst da, dass alles auffliegt, Jule war da auch sehr viel berechnender als bei Immie. Irgendwie hatte ich geglaubt, dass sie den Mord an ihr geplant hätte, aber wie es aussieht, ist es wohl doch im Affekt passiert. Für mich ging das etwas zu schnell. Natürlich kann ich verstehen, dass Jule durch Immies Worte verletzt war, aber ihre Handlung war schon ziemlich drastisch. Irgendwie bin ich auch mit Immies Anschuldigungen nicht ganz warm geworden. Klar, es macht vermutlich schon Sinn, aber es kam so plötzlich.

Ich kann mir gut vorstellen, dass das an der Art des Erzählens liegt. Wenn die Geschichte vorwärts erzählt werden würde, kämen ihre Anschuldigungen wahrscheinlich nicht so plötzlich und wären besser nachvollziehbar. Bis zu dem Mord an Immie hat das rückwärts Erzählen für mich erstaunlich gut funktioniert, aber hier bin ich mir nicht sicher, ob nicht doch vorwärts besser gewesen wäre. Was mich auch ein bisschen an diesem Stil stört ist, dass ich beim Lesen das Gefühl habe, Handlungen mit Personen wie Pablo oder Forrest nicht in der richtigen Reihenfolge, sondern irgendwie durcheinander im Kopf habe. Ich sage mir zwar immer, das ist danach passiert, aber es fällt mir schwer, mir das vorzustellen.

Was ich wirklich gerne mochte, ist die Kulisse. Ich mag die vielen Ortswechsel und die Hotels und Wohnungen, dass es mal nach London geht und dann wieder auf diese tropische Insel. Das gefällt mir sehr gut.

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Mia kommentierte am 17. November 2018 um 15:47

Deine Anmerkungen zu dem Mord an Immie kann ich nur zustimmen. Bisher handelte Jule nie emotional, sondern immer berechnend und rational. Dass sie plötzlich austickt und einfach auf Imogen einschlägt, ist eigentlich nicht ihre Art. Aber es ist eben auch durchaus möglich, dass sie erst durch diese Affekthandlung zu einem rationaleren Menschen wurde, weil sie eben nun was zu verbergen hat. Aber irgendwas haben die beiden ja auch zusammen erlebt oder getan, weil Imogen ja nicht wollte, dass Jule etwas ausplauderte. Aber ich gebe dir Recht - die Anschuldigungen und der Mord kamen sehr plötzlich, aber ich glaube es wird klarer, wenn wir verstehen, was die beiden eigentlich zusammen erlebt haben und wie sie eigentlich Freundinnen geworden sind. Daher mag ich das Rückwärtserzählen eben schon sehr gerne, weil man erst nach und nach diese zwischenmenschlichen Aspekte kennen lernt und dann später weiß wie es zu der Tat gekommen ist. 

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CaddyMcCartney kommentierte am 21. November 2018 um 12:14

ich glaube, der mord an brook war ohne weniger scheu, als der an immie. "the first cut is the deepest" - tja, und wer einmal tötet, tötet auch zwei- oder dreimal. schade um brook, eigentlich kam sie als normales mädchen rüber und ihr verhalten gegenüber immie war nachzuvollziehen. ich wäre auch skeptisch gewesen, wenn meine freundin sich als eine andere gemeinsame freundin ausgibt.

 

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MadameMim kommentierte am 22. November 2018 um 08:17

Vielleicht ist Imogen ja gar nicht das erste Opfer gewesen? Imogen hat gemerkt, dass Jule Details an ihren Geschichten bei jedem erzählen ändert/neu erfindet. Wir wissen immer noch nichts über ihre Vergangenheit - und wie ist Noa, die vermeintliche Polizistin, auf sie aufmerksam geworden?

Denn nach Imogens Mord checkt sie als Imogen für beide aus - sodass wenn überhaupt Jule vermisst werden würde. Sie lebt weiterhin als Imogen, ausser zuhause - wo sie Imogens "Abschiedsbrief findet". Imogens Leiche wurde nie gefunden, trotzdem gehen zuhause alle davon aus dass sie tot ist. Jule lebt also zuhause als Jule weiter - mit Imogens Geld und verschiedenen Identitäten.

Ich hoffe, das war nicht zu wirr ^^

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CaddyMcCartney kommentierte am 22. November 2018 um 12:49

ich finde auch, dass es schade ist, dass man von noa so wenig erfährt - zack, sie ist einfach da. aus der versenkung aufgetaucht.
jule hat eine große persönlichkeitsstörung / gespaltene persönlichkeit, die sich ein psychologo mal anschauen müsste. mich würde interessieren, ob es so verhalten (ohne mord), wirklich gibt und ob diese krankheit einen namen hat?

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Sommernixe kommentierte am 22. November 2018 um 12:55

Oh ja, das würde mich auch interessieren. Jule hat auf jeden Fall eine Identitätsstörung. Doch gibt es das in der Form oder so ähnlich wirklich?

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Sandra8811 kommentierte am 22. November 2018 um 19:34

Ich gehe eigentlich schwer davon aus, dass Noa nochmal vorkommt... Wir müssen ja erfahren, wie es für Jule weitergeht. Ich denke die Erzählrichtung wechselt kurz vor Schluss wieder.

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lese-esel kommentierte am 23. November 2018 um 14:58

Nein, absolut nicht. Das ist perfekt dargelegt. Sie Story ist halt sehr verworren. Jule kann sich halt als Imogen ausgeben und als sich selbst, also: Jule als Jule.

Der Selbstmord ohne Leiche ist perfekt und ausgeklügelt. Manche Leichen werden halt nie gefunden. Da Jule die perfekte Imitatorin ist, kann sie Schriften und Unterschriften täuschend echt nachmachen. Dies Fähigkeit nutzt ihr ungemein. Und dadurch, dass Jule und Imogen die ähnliche Körpergröße haben (Statur auch nicht arg abweichend), kann sie sich in fremden sozialen Umfedern als Imogen ausweisen. Sie hat ja alles von ihr.

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Sommernixe kommentierte am 22. November 2018 um 13:12

Ich weiß was du meinst mit dem Mord an Immie. Das mit dem Affekt leuchtet mir da nur bedingt ein. Der erste Schlag mit dem Paddel mag ja noch eine Kurzschluss-Handlung gewesen sein, aber die Schläge danach doch wohl schon eher nicht mehr...

Ich komme mit der Erzählweise echt gut zurecht. Bei mir bewirkt dieses Rückwärts-Erzählen eher, dass ich die ganze Zeit erfahren will, wie es zu den verschiedenen Situationen gekommen ist und wie Jule zum Beispiel Pablo kennen gelernt hat usw.

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lese-esel kommentierte am 23. November 2018 um 15:04

Jule schlägt im Affekt zu. Dann ist Jule über sich selbst entsetzt und hat Angst, Imogen könnte ihr nun ganz den Rücken kehren und sie anzeigen. Damit wäre das Leben bei Imogen in Saus und braus aus und vorbei. Das unbesorgte Leben und die Faszination für Imogen und ihr Leben will sie aber nicht aufgeben und verieren. Wenn diese Handgreiflichkeit rauskommt, dann wird Jule bestraft. Um dieser Konsequenz zu entgehen, schlägt sie weiter zu. Beim ständigen Zuschlagen ist ihr Ziel zunächst: Imogen aus dem Weg räumen und womöglich erstmal alles wie ein Unfall aussehen zu lassen. Erst der Portier, der sie als Imogen anspricht bringt Jule auf (wieder / endgültig) auf die Idee, ihr Leben als Imogen fortzusetzen.

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Sandra8811 kommentierte am 22. November 2018 um 19:31

Also ich fand die bildlichen Beschreibungen beim Mord gut, ein Mord ist nie was zum Kuscheln und Wohlfühlen, sondern brutal und beängstigend. Ich finde es verleiht den Gedanken von Jule nochmal Authentizität, da sie es selbst als schrecklich wahrnimmt und ihre Tat (zumindest kurzzeitig) berreut.

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nellsche kommentierte am 02. Dezember 2018 um 15:56

Genau so sehe ich das auch. Ich finde die Beschreibungen passend.

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Mia kommentierte am 17. November 2018 um 15:44

Ich muss sagen, dass mich die Geschichte doch überrascht. Ich hatte nicht erwartet, dass die Geschehnisse doch so skrupellos und berechnend sein würden. Das ist echt krass. 

Inzwischen interessiert mich natürlich wie sich Imogen und Jule eigentlich kennen gelernt haben und vorallem was Jule als Kind wirklich erlebt hat und warum sie so geworden ist, wie sie nun ist. Irgendetwas muss ja vorgefallen sein, dass sie eigentlich so ein großes Problem mit sich selbst hat und vorallem so wenig Selbstwertgefühl. Sie hat sich ja im Endeffekt völlig von Imogen abhängig gemacht. Ich bin gespannt wie es weiter geht. 

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Lesefieber-Buchpost Kati kommentierte am 18. November 2018 um 22:27

Der zweite Abschnitt hat es in sich. So langsam habe ich mich an die Rückwärts Erzählweise gewöhnt. Julie hat definitiv ein Psychisches Problem. Sie versucht krankhaft Imogens Aufmerksamkeit zu bekommen und möchte sie für sich alleine haben. Doch Imogen fühlt sich bei Jule nicht mehr wohl. Diese Abfuhr kann Jule nicht ertragen. Ob das der Auslöser für ihr Leben als andere Person war? Aber warum klammert sie sich so stark an Imogen? Kann der Neid auf das Leben eines anderen so starke Auswirkungen haben das man über Leichen geht? Also das Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven. Die Beschreibung der Morde ist nicht ohne. Jule scheint in diesen Momenten einfach abzuschalten. Ich bin gespannt was vorher alles passiert ist und was Jule dazu brachte auch so stark an eine Person zu klammern.

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lesemama1972 kommentierte am 28. November 2018 um 07:48

Anfangs dachte ich Imogen wäre die Böse. Aber spätestens mit dem zweiten Abschnitt wurde mir klar, dass ich mich geirrt habe.

Jule ist total kaltblütig und wie du sagst scheint sie beim morden total abzuschalten udn gar nicht mehr nach zu denken.

Aber wieso wäre sie so gerne wie Imogen, das habe ich bis jetzt noch nicht verstanden.

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lese-esel kommentierte am 19. November 2018 um 16:45

Wow, heftig, im zweiten Abschnitt geht es richtig zur Sachen. Hier kommt die dunkle und grausame Seite von Jule richtig zur Geltung. An den Rückwärtsgang muss man sich aber echt gewöhnen. Dies hat aber eine eigene Spannungskomponente. Man weiß bei bestimmten Sachen, wie sie ausgegangen sind, dann tastet man sich langsam und Schritt für Schritt an den Ausgang voran, man will ja wissen, wie und warum es dazu gekommen ist. Der Erzählstil mit teils kurzen und prägnanten Sätzen unterstützt die Spannung.

Die Charakter sind sehr polarisiert. Irgendwie sind die Jungs alle sehr lieb, brav und gutmütig. Die Mädels sind eher knallhart, egoistisch und fast schon kaltherzig und nur auf ihren Vorteil aus.

Jule ist für mich fast schon gefühllos. Das was sie tut ist stets durchdacht und gut geplant. Ihr Gefühl bzw. ihr Verhältnis zu Imogen ist zudem richtig besitzergreifend. Und vielleicht ist ja nur Imogen die einzige Person, für die Jule nach langer Zeit richtige Gefühle entwickeln konnte. Für sie ist Imogen fast eine Heilige; Jule möchte so sein wie sie, möchte sogar sie sein. Für mich sieht es so aus, als ob Jule mit Imogen zu einem ICH verschmelzen möchte. Weil Imogen kann dieses absolute Nähe und Vereinnahmung nicht ertragen, es macht ihr Angst. „Du tust mir leid, wirklich. Ich mag dich – aber du bist irgendwie immer mehr zu einer Kopie von mir geworden. (…) Du bist mir total suspekt.“ (S.205) Jule verkraftet diese direkte Kritik nicht und fühlt sich zutiefst verletzt und ausgestoßen. Außerdem wirft Imogen Jule vor, sie habe sie nur ausgenutzt.

Schockierend finde ich, zu was Jule geradezu fähig ist.

Sie tötet zwei Menschen, die ihr besonders Nahe sind, zu denen ein richtiges Vertrauensverhältnis besteht, wo es eine freundschaftliche Verbundenheit gibt.

Während der Mord oder hier vielleicht auch Todschlag an Imogen aus der Situation entspringt und wohl eher eine Kurzschlusshandlung darstellt, da sie sich missverstanden und abgewiesen fühlt, ist die Tötung von Brooke eher geplant und gezielt vorgenommen worden.

Brooke hätte Jule wahrscheinlich gefährlich werden können, da Brooke auch ein gutes Verhältnis zu Imogen hatte. Somit musste Brooke aus dem Weg geräumt werden.

Die Beschreibung, wie Jule die beiden Mädels getötet hat, ist sehr brutal und grausam geschildert worden. Wenn man sich das so bildlich vorstellt, dann kann es einem schon den Magen verdrehen.

(Im Film sollte man dieser Beschreibung nicht unbedingt folgen und sollte der Fantasie des Zuschauers seine Freiheiten lassen.)

Aus der Person Jule werde ich nach wie vor nicht schlau. Ist sie eine Person, die auf sich selbst gestellt durch die Weltgeschichte reist, sich kurzweiligen Bekanntschaften anschließt? Arbeitet sie? Wenn ja für wen?

Sie muss ja eine knallharte agentenähnliche Ausbildung genossen haben, sie ist geistig, körperlich und mental absolut fit und stark. Aber wenn sie so nervenstark ist, dann hätte sie sich eigentlich bei Imogen besser im Griff haben müssen. Naja, eigentlich – unfehlbar ist sie auch nicht. Somit muss Imogen für Jule eine Ausnahmeperson gewesen sein!

Aber bestimmte Ereignisse sind auch immer Vorkommnisse, aus denen Jule dazulernt und neue Selbsterkenntnisse erhält.

Die Sache mit Paolo ist ein weiteres interessantes Kapitel in diesem Trug- und Lug-Spiel. Paolo hält, Jule für Imogen.

Und Paolo muss für Jule auch eine besondere Person sein. Lässt Jule sonst niemanden an sich ran - außer vorher Imogen -, so ist Paolo ein Mensch, deren Berührung sie zulässt wenn nicht sogar angenehm findet. Vor Paolo möchte sie sich nicht verstecken, Paolo möchte sie nichts vormachen. „Bei ihm wollte sie sie selbst sein“ (S. 116) und Jule „mochte sich selbst, wenn sie bei ihm war“ (S.127). Jule merkt aber, dass das nicht geht, da Paolo in ihr Imogen sieht. Sie möchte Paolo mit der Lüge nicht verletzen und weist ihn ab.

Sehr zu denken hat mir folgender Ausspruch gegeben: „Es war so viel vom Imogen in Jule und so viel von Jule in Imogen“ (S.127).

Es scheint keine Grenzen und Unterschiede zwischen den Personen zu geben. Das ist irgendwie fast schon gruselig.....

Ich bin gespannt, was sich nun ganz am Anfang der Beziehungsgeschichte zwischen den Hauptprotagonisten zugetragen hat...

Mir gefällt der Kapitelaufbau und die stichpunktartige Darstellung / Skizzierung: Kalenderblatt mit Datum, kleine Weltkugel mit Ortsangabe. Das hat was wie bei einer Polizeiakte (oder so).

Und: Hat jemand eine Ahnung, warum in der Erzählung mal von Immie und dann vom Imogen die Rede ist. Gibt es da eine Regel, vielleicht mit wem sie gerade agiert oder so?

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 107 bis 212
Lesefieber-Buchpost Kati kommentierte am 19. November 2018 um 19:45

Das mit dem Mal Immie und dann wieder Imogen habe ich mich auch schon gefragt. Ob es was zu sagen hat? Abwarten

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CaddyMcCartney kommentierte am 21. November 2018 um 12:18

für mich war "immie" bis eben einfach nur ein sympathischer "spitzname". Es klingt melodischer als imogen.

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Sandra8811 kommentierte am 22. November 2018 um 19:39

Ja das war auch meine Wahrnehmung, aber jetzt wo ihrs sagt, kann es natürlich wirklich sein, dass Jule vielleicht unter einer Schizophrenie leidet und sich selbst Immie nennt oder so?!

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MadameMim kommentierte am 22. November 2018 um 08:12

~~Sehr zu denken hat mir folgender Ausspruch gegeben: „Es war so viel vom Imogen in Jule und so viel von Jule in Imogen“ (S.127).

Es scheint keine Grenzen und Unterschiede zwischen den Personen zu geben. Das ist irgendwie fast schon gruselig.....

Das hat mir auch zu denken gegeben. Dass es sich um zwei verschiedene Personen handelt, scheint ja jetzt festzustehen. Was hat Jule dazu bewogen, Imogen zu kopieren? Oder ist das einfach "passiert", aus der Bewunderung heraus? War es von Anfang an ein Plan, wegen Imogens Geld?

Imogen erscheint mir allerdings genauso berechnend zu sein, nach Brookes Schilderungen. Allerdings auch clever genug um zu merken, dass an Jules Geschichten irgendwas nicht stimmen kann - ständig verändern sich Details - was mich zu der Frage bringt, wer Jule nunnwirklich ist und was es mit ihrer Vergangenheit auf sich hat.

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Sommernixe kommentierte am 22. November 2018 um 12:58

Ich habe das Immie einfach nur als Spitznamen wahrgenommen, aber deinen Ansatz finde ich interessant. 

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LinaLisa kommentierte am 19. November 2018 um 18:10

Auch der Zweite Abschnitt, hat sich wunderbar weg lesen lassen. Ich weiß garnicht was ich dazu sagen soll bzw. meine Gedanken dazu sortieren soll.

Jules zeigt uns hier eine ganz andere Seite von sich. Die für mich einst sympathische Jules entpuppt sich als ein extrem kaltes, emotionsloses Mädchen mit (in meinen Augen) physischem Proplem.

Mittlerweile hat sie Brooke und Imogen umgebracht. Das Jules von beiden enttäuscht ist/war ist teilweise nachvollziehbar aber daraufhin gleich einen Menschen umzubringen, zeigt uns doch, daß sie ein Problem hat!

Mir stellt sich die Frage, warum bzw. was dazu geführt hat, daß Jules so geworden ist und warum sie so krampfhaft Imogens Freundschaft und ihre Aufmerksamkeit erzwingen will!? In meinen Augen ist sie richtig bessesen von ihr! Ich bin gespannt was mich noch erwartet!

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Sommernixe kommentierte am 22. November 2018 um 13:00

Echt? Die war Jule mal sympathisch? Mir war sie ehrlich gesagt von Anfang an nicht ganz geheuer ...

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LinaLisa kommentierte am 22. November 2018 um 13:57

Doch doch.. Ich mochte sie am Anfang, allerdings hatte sich das dann auch schnell wieder in Luft aufgelöst! :/

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nellsche kommentierte am 02. Dezember 2018 um 15:55

Ich fand sie von Anfang an viel zu undurchsichtig, als dass sie mir hätte sympathisch sein können ... Hat sich nun ja auch bestätigt. ;-))

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CaddyMcCartney kommentierte am 21. November 2018 um 12:10

wow das war mal eine rasantes kapitel, viel passiert und auch der vermutete mord an brook hat einen einen kleinen schauer über den rücken gejagt.

jule ist eiskalt und unberechenbar. meiner meinung nach ist sie nicht berechnend, da sie sich nach außen hin eine gute "hülle" zulegt, die nicht zu durchschauen ist.

je weiter man in der geschiche zurück kommt, desto mehr wird alles verständlich und erklärt sich. die kapitel sind weiterhin kurz gestaltet, ebenso wie die sätze.

 

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MadameMim kommentierte am 22. November 2018 um 08:05

Bis auf die beiden Morde fand ich den zweiten Abschnitt eher langweilig. Dass Jule Brooke umgebracht hat, kam überraschend. Aber sie  hatte wahrscheinlich einfach Angst, dass alles auffliegt, vor allem nachdem Brooke bemerkt hat, dass Jule sich als Imogen ausgibt und Jule generell komisch findet.

 Bei Imogen bin ich schon davon ausgegangen, dass Jule sie getötet hat, allerdings finde ich die Ursache bis jetzt fragwürdig. Jule erzählt, Immie ist ihre beste Freundin - Imogen fragt: Nach einer Woche in meiner Hütte? Habe ich das jetzt falsch verstanden, sie kennen sich doch schon seit der Uni (Jule sagte ja, sie hat mit Imogen zusammen gewohnt?).

Davon ab bin ich mal gespannt, ob Jule sich tatsächlich immer mehr in Imogen verwandelt hat.

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nellsche kommentierte am 02. Dezember 2018 um 15:59

"Bis auf die beiden Morde fand ich den zweiten Abschnitt eher langweilig."

Langweilig nicht unbedingt, er war für mich spannender als der erste Abschnitt. Aber so richtig fesselnde Spannung kommt auch bei mir nicht richtig auf. Eher Neugier. 

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Sommernixe kommentierte am 22. November 2018 um 13:08

Puh, Jule hat also wirklich Imogen umgebracht. Das hatte ich schon vermutet. Ich hatte auch dei Vermutung, dass sie Brooke auf dem Gewissen hat, da sie so erpischt darauf war zu erfahren, ob man wirklich nur die Unfall-Theorie verfolgt bei dem Fall. Der Mord an Brooke war unheimlich berechnend und hier habe ich mich gefragt, ob sich Jule so sehr in ihre Geschichte mit der Ausbildung bei ihrer Tante und den Agenten-Eltern hinein gesteigert hat. Denn ich bin immer weniger der Überzeugzung, dass diese Story über ihre Vergangenheit stimmt...

Der Mord an Imogen erfolgte im Affekt, auch wenn ich Jules Motive vollkommen überzogen finde. Wieso hat sie sich so bedrängt gefühlt? Und warum hat sie sich so abhängig von Imogen gemacht? Für mich ist Jule eine extrem gestörte Psychopathin, die vollkommen den Bezug zur Realität verloren hat. Ich frage mich nur, wie es dazu gekommen ist...

Ich finde durch die kurzen Kapitel kommt man wirklich schnell voran mit dem Lesen und ich mag auch noch immer, dass rückwärts erzählt wird. Es passt gut zur Geschichte und man will die ganze Zeit erfahren, wie es denn zu den verschiedenen Gegebenheiten gekommen ist.

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lielo99 kommentierte am 22. November 2018 um 18:59

Der

Puh, das ist ja echt harter Tobak. Zunächst der Mord an Brooke. Das musst Jule wohl tun, weil sie Angst hatte, dass Brooke sie verrät. Denn die wiederum ist schon eine Weil misstrauische. Aber das Jule dermaßen kaltblütig ist, das hätte ich nicht gedacht. Dann geht es weiter und die Autorin beschreibt das Verhältnis zwischen Immi und Jule. Jule fühlt sich oft wie das fünfte Rad am Wagen. Zum Beispiel im Hotel, wo Immis sich am Pool mit den grünen Jüngelchen amüsiert. Ich wäre auch sauer geworden. Ja und dann die Härte. Der Ausflug zur Insel. Immi schlecht drauf und alleine ihre Miene zeigt, dass Jule angeblich Mist gebaut hat. Imogen ist ein manupulativers Girl, welches mit ihren Mitmenschen umgeht als seien sie Marionetten. Dass Jule sich darüber ärgert, ist normal. Aber dass sie deswegen auch Immi umbringt? Obwohl, das, was die ihr an den Kopf geworfenhat, das war echt harter Tobak. Ich musste mich erst mit dem eigenartigen Stil des Rückwärtserzählen erst mal anfreunden. Mittlerweile ist es okay. 

 

 

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nellsche kommentierte am 02. Dezember 2018 um 15:53

Ich finde sowohl Jule als auch Imogen sehr unsympathisch. Sehr passend für die Rollen. ;-)

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Sandra8811 kommentierte am 22. November 2018 um 19:28

Krass, es ist wirklich so gekommen wie ich anfangs erwartet hatte... Irgendwie hat mich das aber jetzt trotzdem erschüttert... Ich hatte aufgrund des Titels gedacht, dass es mindestens zwei Bad Girls gibt, aber vielleicht kommt das ja noch. Das nenn ich mal Psychothriller! Obwohl die Geschichte rückwärts erzählt wird, bin ich trotzdem total mitgerissen und gespannt, wie sich am Schluss alles auflöst. Den Schreibstil und vor allem die Beschreibungen der wirren Gedanken von Jule finde ich echt super! Ich kanns gar nicht abwarten weiterzulesen, das werde ich nun auch noch tun ;-)

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lielo99 kommentierte am 23. November 2018 um 11:37

Du bringst es auf den Punkt. Das ist auch das, was ich denke.

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Angellika kommentierte am 24. November 2018 um 12:46

Der Anfang des Abschnitts konnte mich nicht für sich einnehmen. Erst zum Ende wurde es interessanter, aber sehr hervorsehbar.
Zwar konnte ich mich an den Schreibstil gewöhnen, gefallen tut er mir dennoch nicht.
Die Szene im Wasser hat mich zusätzlich stutzig gemacht. Eine Leiche sinkt schnell ab und treibt nicht oben. Als Immie ins Wasser fiel und aufhörte zu zucken, hätte sie ziemlich schnell untergehen müssen. Da wäre doch keine Zeit ins Boot zu klettern und irgendwann nach der Leiche zu fischen...

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Caro01 kommentierte am 28. November 2018 um 17:10

Teil 2 hat mich noch mehr in Bann gezogen. Auch wenn ich die stetigen Orts und Zeitwechsel anstrengend finde, machen sie das Buch so außergewöhnlich. Die Persönlichkeit von Jule, ihre Wandelbarkeit , ihre Agressivität und ihre Mordlust werden perfekt geschildert. Zudem geht sie trotz aller Emotionen sehr strukturiert und planmäßig vor. Wow! Ich liebe Krimis, Thriller und jegliche Spannung. Ich kann es kaum erwarten, wie es weitergeht. 2 Morde hat sie ja schon begangen.

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 107 bis 212
nellsche kommentierte am 02. Dezember 2018 um 15:39

In diesem Abschnitt hat die Spannung auf jeden Fall deutlich zugelegt. Und die Schilderung von Jule finde ich auch sehr gelungen. Sie ist ja total kalt.... :-o

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 107 bis 212
nellsche kommentierte am 02. Dezember 2018 um 15:36

Dieser Abschnitt gefiel mir besser, als der erste. Was sicherlich auch daran liegt, dass ich mich an den Erzählstil gewöhnt habe....

Die Beschreibungen der Morde waren schon ganz schön heftig. Aber mich stört das nicht, es zeigt aber, was Jule für ein Typ ist. Ziemlich abgebrüht und berechnend.

Ich bin jetzt sehr gespannt, wie Jule und Immogen sich kennengelernt hatten und was da zwischen ihnen noch vorgefallen war.

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 107 bis 212
Christina88888 kommentierte am 06. Dezember 2018 um 12:50

Was ist mit Jule los?

Sie geht mit Brooke in den Nationalpark und bringt sie dort um. Bringt Jule bringtBrooke um, nur weil sie die Freundin von  Immi ist? Ich habe das Gefühl sie will Immi für sich haben, besser noch sie will sie selber sein. Dann macht sie per Mail mit Immi´s Freund Schluss. Lässt das komplette Guthaben auf sie überschreiben.

Dann sagt Immi sie  will nicht mehr mit ihr zusammen sein und auch sie bringt sie um. Was ist mit Jule passiert, das sie so geworden ist? Sie bringt alle Menschen um, die ihr nicht passen.