Leserunde

Bonus-Leserunde zu "NSA - Nationales Sicherheits-Amt" (Andreas Eschbach)

NSA - Nationales Sicherheits-Amt - Andreas Eschbach

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
von Andreas Eschbach

Bewerbungsphase: 11.10. - 25.10.

Beginn der Leserunde: 01.11. (Ende: 22.11.)

Im Rahmen dieser Bonus-Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des Bastei Lübbe Verlags – 20 Freiexemplare von "NSA - Nationales Sicherheits-Amt" (Andreas Eschbach) zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch. Darüber hinaus erhaltet ihr zum Abschluss der Leserunde einen Link zu einem Online-Formular, das in Kurzform weiteres Feedback zum Roman abfragt. Für die Teilnahme daran, mit der ihr euch durch eure Bewerbung einverstanden erklärt, erhaltet ihr 1.000 Community-Punkte gutgeschrieben.

ÜBER DAS BUCH:

Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im Nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger des Reichs überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, regen sich Zweifel in ihr. Mit ihren Versuchen, ihm zu helfen, gerät sie nicht nur in Konflikt mit dem Regime, sondern wird auch in die Machtspiele ihres Vorgesetzten Lettke verwickelt, der die perfekte Überwachungstechnik des Staates für ganz eigene Zwecke benutzt und dabei zunehmend jede Grenze überschreitet ...
Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien - und deren totale Überwachung? 
 

ÜBER DEN AUTOR:

Andreas Eschbach, geboren am 15.09.1959 in Ulm, ist verheiratet, hat einen Sohn und schreibt seit seinem 12. Lebensjahr. 

Er studierte in Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitete zunächst als Softwareentwickler. Von 1993 bis 1996 war er geschäftsführender Gesellschafter einer EDV-Beratungsfirma. 

Als Stipendiat der Arno-Schmidt-Stiftung "für schriftstellerisch hoch begabten Nachwuchs" schrieb er seinen ersten Roman "Die Haarteppichknüpfer", der 1995 erschien und für den er 1996 den "Literaturpreis des Science-Fiction-Clubs Deutschland" erhielt. Bekannt wurde er vor allem durch den Thriller "Das Jesus-Video" (1998), der im Jahr 1999 drei literarische Preise gewann und zum Taschenbuchbestseller wurde. ProSieben verfilmte den Roman, der erstmals im Dezember 2002 ausgestrahlt wurde und Rekordeinschaltquoten bescherte. Mit "Eine Billion Dollar", "Der Nobelpreis" und zuletzt "Ausgebrannt" stieg er endgültig in die Riege der deutschen Top-Thriller-Autoren auf. 

Nach über 25 Jahren in Stuttgart lebt Andreas Eschbach mit seiner Familie jetzt seit 2003 als freier Schriftsteller in der Bretagne.
 

24.11.2018

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 259

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Emswashed kommentierte am 06. November 2018 um 16:42

Ich stecke schon seit geraumer Zeit im ersten Abschnitt und muss hier mal loswerden, dass der Eugen Lettke schon ein ganz besonderes Bürschchen ist! Ich glaube in dem steckt ganz viel Zündstoff.

Gleich im ersten Kapitel hat mich Eschbach allerdings etwas abgeturnt, weil er unbedingt mit dem Zaunpfahl wedeln musste.

Spätestens als das NSA die Prinsengracht in Amsterdam überprüft und den Besitzer der Firma Opekta erfährt, wusste ich zumindest, wen sie da finden würden, aber dann kamen noch tausend Hinweise und das Tagebuch wurde extra erwähnt.... a little bit too much.

Außerdem habe ich erst spät gemerkt, dass Eschbach in der Zeit springt. Ich wollte mich nämlich schon darüber beklagen, dass das Bargeld doch schon abgeschafft wurde und nicht mehr als Diebesbeute lockt.... ich glaube, ich muss mein Lesetempo drosseln, sonst übersehe ich wieder die Details.

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newra kommentierte am 06. November 2018 um 20:11

Spannend wie du deine Lese Erfahrung schilderst mit dieser ersten Szene. Mir ging es nämlich ganz anders als dir. Bei mir hat die Verbindung zu den Franks eher Gänsehautmomente pur ausgelöst. So einen hoch brisanten Einstieg hatte ich nicht erwartet. Es hilft mir auch das Setting etwas besser einzuordnen, da die Kernidee, der Bestand von Computern und Datennetzen zur Nazi-Zeit, in meinem Kopf überall aneckt. Man kennt die Fakten eben ganz anders und das geschilderte Ereignis hat mir direkt geholfen, mich in die Geschichte einzufinden.

Ich bin noch nicht weit und lese jetzt auch direkt weiter :)

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Emswashed kommentierte am 07. November 2018 um 07:47

Spannend fand ich das auch, aber über die Seiten dann etwas zu "ausgewaltzt" - dem Leser bleibt keine Chance, selber Rückschlüsse zu ziehen.

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mohawk kommentierte am 07. November 2018 um 08:28

Mir hat es auch gut gefallen, dass Anne Frank hier eingeflochten war. Sie steht ja nur als Sinnbild dafür, wie die Komputer und die Technik dahinter den Nazis geholfen hätten. Ich fand es nicht aufgesetzt und auch nicht zu viel. Klar, er hätte es auch bei einer Andeutung belassen können. Er hätte auch eine andere Familie nehmen können. Dass er nicht auf die Beschreibung der Ausführung verzichtet, soll sicher nochmal vor Augen führen, dass das Morden und HInhaftieren auch in dieser Geschichte nicht fehlt.

Mir gefällt sehr gut, dass Eschbach auch zwei so unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Und dass Eugen sich ja zu einem Fiesling entwickelt, vor dem mir graust.

Sehr lustig finde ich manche Ideen, wie die, dass Frauen fürs Programmieren wie geschaffen sind und Männer eben nicht. Impliziert natürlich, dass die Frauen schuld dran sein werden, dass die Nazis die Komputer so erfolgreich werden nutzen können.

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santina kommentierte am 20. November 2018 um 17:06

Mir geht es da ähnlich wie Dir, schon alleine die Idee, Anne Frank einzubinden hat mir gut gefallen.

Weil Du schreibst "sehr lustig", es sind einige Passagen, die mich begeistern konnten, weil sie Verflechtungen herstellen und hin und wieder musste ich auch schmunzeln, aber nun kommt wieder der gleiche Gedanke wie bei "Er ist wieder da", darf man sich bei diesem Thema unterhalten fühlen? Ich für mich habe entschieden "ja", aber ich kann überhaupt nicht einschätzen, wie es auf andere wirkt, dass ich mich unterhalten fühle. 

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wandagreen kommentierte am 07. November 2018 um 07:44

Ich habe auch nicht so schnell geschaltet. Die Verbindungen von damals zum neuen Dritten Reich sind ganz gut gemacht im Prinzip. Aber:

Die Figuren sind flach und so oder ähnlich in tausenden echten Aufarbeitungsbüchern geschildert worden, da muss noch ordentlich was kommen, um zu einem 5 Sterne Buch aufzusteigen.

Findet ihr es eigentlich nicht bedenklich, wie der Autor die Juden darstellt, bzw. aus der Sicht ihrer Feinde? Klar, das ist eine Persiflage, aber es wird genug Deppen geben, die das ernst nehmen. Soll man so was machen, heute, wo wieder so viele Menschen gegen die Juden zu Felde ziehen? (Obwohl ich es gar nicht begreifen kann).

Kap. 7: war eigentlich nur peinlich. Abgeschmackt und reisserisch.

 

 

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Emswashed kommentierte am 07. November 2018 um 07:52

Kap. 7 hat aber sehr gut verdeutlicht, wie Lettke tickt. Er denkt über mehrere Ecken und hat "Geduld" mit seinen Plänen. Er "vergisst" nichts, das macht ihn so gefährlich und ich erwarte von ihm noch "große Dinge".

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wandagreen kommentierte am 07. November 2018 um 08:08

Das stimmt.

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mohawk kommentierte am 07. November 2018 um 08:30

Sehe ich auch so. Ich finde die Charakter gar nicht flach. Ganz im Gegenteil. Vor allem die beiden Hauptdarsteller entwickeln sich von Seite zu Seite. Aus jungen Menschen, die noch wie weiße Blätter sind, werden Stück für Stück die Menschen der "Gegenwart".

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jenvo82 kommentierte am 15. November 2018 um 10:02

Nein, flach sind die nicht, eher im Gegenteil. Ich habe das Gefühl, andauernd von dem einen oder anderen private Dinge zu erfahren, die mich so nicht wirklich interessieren. Der Autor hat ganz klar das Augenmerk auf die Entwicklung der beiden Protagonisten gelegt, meines Erachtens widmet er sich dieser Thematik viel zu intensiv und ausschweifend, zumal sowohl Helene als auch Eugen, ganz klare Rollenbilder definieren. Mit der NS- Zeit hat das nur wenig zu tun, vielleicht den Aspekt, was diese Zeit mit ihnen gemacht hat, trotz der Tatsache, dass sie beide nicht sonderlich politisch motiviert sind. Aber sonst, findet man diese "Prototypen" in vielen Büchern ...

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santina kommentierte am 20. November 2018 um 17:09

Da schließe ich mich Deiner Meinung an. Auch ich habe das als "ausschweifend" bezeichnet. Und es gab reichtlich Passagen, die ich dann nur quer gelesen habe, weil mich das nicht an das Buch fesseln konnte. 

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KerstinT kommentierte am 07. November 2018 um 17:35

So sehe ich das auch, da wird noch einiges von seiner Seite her kommen.

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Leseliebelei kommentierte am 09. November 2018 um 21:57

Ja, das macht ihn wahnsinnig gefährlich. Der Außenseiter mit dem "Das-Darfst-Du-Dir-Nicht-Gefallen-Lassen"-Leitsatz, der immer wieder abgewiesen und bloßgestellt wurde und sich an allen rächt.Ein abstoßendes Kapitel, aber es zeigt ihn ganz deutlich, vor allen Dingen, wie sehr ihn diese "Macht" antreibt, die er fühlt.

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santina kommentierte am 20. November 2018 um 17:21

Ich habe eben nochmal in Kapitel 7 gesehen und entdeckt, dass ich mir einen Satz markiert hatte: 

"Trotzdem faszinierten ihn die Braunen irgendwie..."

Es gibt ja einige Stellen im Buch, bei denen ich so für mich dachte, dass genau das auch in der heutigen Zeit spielen könnte. Der Satz, nur für sich gesehen, war eine davon.

Allerdings ist mir dann beim Fortgang des Abschnitts schlecht geworden. "in ihrer Gesamtheit strahlte die Bewegung etwas von dem aus, das er empfunden hatte, als er das Mädchen dazu gezwungen hatte, ihm zu Willen zu sein." Erst dachte ich, er hätte Macht empfunden, als er das Mädchen genötigt hatte, aber es geht ihm scheinbar darum, jemandem seinen Willen aufzuzwingen, zu zeigen, wer der Stärkere ist. Da kam der Gedanke, dass dieser Mensch zu allem fähig ist.

Nur, diese "Ausstrahlung", von der er da spricht, die bringe ich für mich selbst nicht mit der NSDAP im Jahre 1930 in Verbindung.  

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Sursulapitschi kommentierte am 07. November 2018 um 09:29

Eigentlich wurden doch noch gar keine Juden dargestellt. Es tauchen ein paar auf, dann sind sie weg. Ohne "Juden raus"- Parolen kannst du wohl kein Buch über die Nazizeit schreiben. 

Ich habe eher die Hoffnung, dass dies ein Buch ist, das eine breite Masse liest und dass nochmal deutlich vor Augen führt, wie übel die Nazis waren. Das darüber hinaus sogar Parallelen zur heutigen Zeit aufzeigt. Wir sind noch ganz am Anfang, aber das könnte, gerade jetzt, richtig genial gemacht sein. 

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jenvo82 kommentierte am 15. November 2018 um 10:13

Ich habe die Befürchtung, das sich dieses Buch nicht so richtig in die Nazizeit einarbeitet. Gerade ein Eugen Lettke, hat sich seine historische Epoche nur soweit unter den Nagel gerissen, wie er sie für seine persönlichen Zwecke nutzen kann. Und von den Nazis selbst erfährt man eigentlich gar nichts, klar sie verfolgen die Juden, ein Nebensatz erwähnt die Konzentrationslager und Adolf Hitler spricht vor begeisterten Massen. Alles sehr oberflächlich gemacht, der Autor hat mehr das "große Ganze" im Blick und vielleicht noch seine zwei Protagonisten. Für mich ist das derzeit eindeutig zu wenig in Bezug auf eine gewisse Aussagekraft.

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KerstinT kommentierte am 07. November 2018 um 17:34

Die Darstellung der Juden fand ich auch etwas gewagt und dachte mir ebenfalls, wenn da jemand eh schon nicht so abgeneigt ist springt er gleich mit auf.

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Blintschik kommentierte am 07. November 2018 um 23:18

Ich glaube, wenn man die Juden anders darstellen würde, würde es nicht zu dem Buch passen. Es soll ja ein realistisches Bild gezeigt werden wie schrecklich es damals war und die Deutschen damals haben so über Juden gedacht. Aber mit Helene als Charakter hat man ja schon jemanden der anders anfängt zu denkrn und mit dem Gesamtkonzept nicht ganz zufrieden ist. Daher finde ich es schon passend.
Dass manchr Leute damitnauf dumme Gedanken kommen, kann man nie verhindern. Da bringt es auch nichts im Buch drumherum zu schreiben.

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Sursulapitschi kommentierte am 08. November 2018 um 00:39

Ganz meine Meinung. Man kann auch nicht zeigen, wie furchtbar Nazis waren, ohne sie gegen Juden wettern zu lassen. 

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E-möbe kommentierte am 08. November 2018 um 17:10

Wie hätte er denn die Juden beschreiben sollen, wenn es sich hier im ganzen Buch eher aus Nazisicht handelt? Die Idioten, die jetzt wieder den Nazis hinterherlaufen, sind a) eh zu blöd zum Lesen, jedenfalls wenn es sich um seinen Wälzer handelt wie hier, b) selbst wenn sie es lesen würden und es wäre anders dargestellt, würden sie es als Fake "entlarven" und c) darf man auch von Lesern ein wenig Mitdenken und Intelligenz erwarten.

Kapitel 7 verdeutlicht Lettkes Charakter, da hätte nicht viel mehr abgeschwächt werden können, ohne ihn zu einem Walt-Disney-Antagonisten zu machen.

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KerstinT kommentierte am 07. November 2018 um 17:32

Ich fand es auch too much, dass Familie Frank hier mit eingebaut wurde.

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E-möbe kommentierte am 08. November 2018 um 17:06

Gerade den ersten Teil mit dem Aufspüren der Familie Frank fand ich richtig gut. Danach kam es ein wenig in mehr beschreibende als bildhafte Geschichte rein.

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Sun27 kommentierte am 09. November 2018 um 14:02

Ich hatte zu beginn auch Probleme damit die Zeit des Nationalsozialismus mit der heutigen Technik in Verbindung zu bringen. Die genaue Erklärung zur Familie Frank hat mir geholfen einzuordnen wie und was alles möglich gewesen wäre. Ein sehr erschreckender und unheimlicher Gedanke, das heute leider extrem real ist.

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Sabine_AC kommentierte am 10. November 2018 um 13:29

So ging es mir auch. Durch dieses "Beispiel" konnte ich mich aber sehr schnell eindenken.

Und ebenso finde ich es sehr erschreckend und unheimlich, wenn man bedenkt, dass solche Szenarien aus heutiger Sicht gar nicht mal abstrus sind.

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Sabine_AC kommentierte am 10. November 2018 um 13:31

Sorry, Doppel-Posting.

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santina kommentierte am 20. November 2018 um 17:23

Das stimmt. Das war verstörend, hatte aber einen "Aha"-Effekt. Und Du denkst nicht eine Sekunde "wie unrealistisch", sondern weißt genau, das kann heute genau so passieren. 

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BücherwurmNZ kommentierte am 15. November 2018 um 23:04

Genau das gefällt mir sehr gut, dass Eschbach Details und wahre Gegebenheiten in das Buch einbaut und ggf. ändert, da die Geschichte durch das Internet ja anders verläuft. Dadurch wird die Situation viel realer und erschreckender.

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wandagreen kommentierte am 06. November 2018 um 19:25

Ich bin da, Ems. Hab gerade angefangen.

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KerstinT kommentierte am 06. November 2018 um 22:05

Abschnitt 1.1: Seite 1 bis 130, Kapitel 1 bis einschließlich 10

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wandagreen kommentierte am 06. November 2018 um 23:08

So ein Schuft, der "kleine" Eugen. Ah, eine meiner männlichen Puppen hat Eugen geheißen. Ach hätte ich doch Eugen noch ...

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Sursulapitschi kommentierte am 07. November 2018 um 00:04

Es liest sich gut und wirklich flott weg. (Ja, Wanda, trivialer Stil, aber es hat bislang nur einmal jemand tief Luft geholt.)
Zuerst fand ich es ein wenig lahm, wie die kleine Helene verletzte Tierchen rettet, aber allmählich lebt man sich doch ein in diese schräge alternative Naziwelt. Ob wohl Hitler den Krieg gewinnt?
Eugen ist schon sehr speziell, immerhin hat er eine Berufung. Das NSA ist wie für ihn gemacht.

Sehr hübsch und spaßig fand ich den Begriff „Programmstrickerin“. Und eine Kraft durch Freude Reise habe ich auch erst für einen Witz gehalten. Die gab es wohl tatsächlich. Unglaublich.

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wandagreen kommentierte am 07. November 2018 um 07:46

Die Sprache ist einfach, ob sie trivial ist, entscheidet sich noch. Es sind mehr die Figuren, die mich stören .. so plakativ und simpel. Aber dass es Komputer statt Computer heisst und die Entwicklung derselben, dieser Technowelt, das ist witzig.

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sphere kommentierte am 07. November 2018 um 21:17

Oder auch Telephon :)

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E-möbe kommentierte am 08. November 2018 um 17:12

Nicht zu vergessen das Votel. Ich warte nur noch auf Apps wie Payback = Bekommzurück-Punkte oder ähnliches. :D

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KerstinT kommentierte am 10. November 2018 um 11:07

:D Stimmt, das fehlt noch.

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mohawk kommentierte am 07. November 2018 um 08:33

Mir gefällt, wie Eschbach das Ganze ein bisschen in die damalige Zeit verpackt. Also dadurch, dass es kaum Anglizismen gibt, wir alles eingedeutsch. Das klingt ein bisschen albern aber auch passend.

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Blintschik kommentierte am 07. November 2018 um 23:20

Ja, das finde ich auch. Und dadurch,dass die Deutschen sich so verherrlichen wirkt es authentischer, wenn alles deutsch gehalten wird.

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Blintschik kommentierte am 07. November 2018 um 23:20

Ja, das finde ich auch. Und dadurch,dass die Deutschen sich so verherrlichen wirkt es authentischer, wenn alles deutsch gehalten wird.

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Emswashed kommentierte am 07. November 2018 um 07:54

Na, viel Rafinesse erwarte ich auch nicht, das hat mir schon das erste Kapitel bewiesen. Aber interessante, vielfältige Gedankengänge, die da Herr Eschbach zu Papier bringt.

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mohawk kommentierte am 07. November 2018 um 08:35

Ich finde die Idee an sich ja schon raffiniert und ungewöhnlich. Die Umsetzung muss solide und plausibel sein. Und ein bisschen kann man das Ganze herunterbrechen auf die heutige Zeit und was Rechtsradikale (aber natürlich auch die Polizei) theoretisch/praktisch mit der Technik heutzutage tatsächlich machen können.

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KerstinT kommentierte am 07. November 2018 um 17:30

Ich bin ja recht zwiegespalten. Einerseits ist es unterhaltsam, andererseits auch langweilig. Erschreckend alle mal. :D Es ist schon sehr gut, dass es damals nicht schon Internet gab. 

Sehr lustig finde ich ja die deutschen Begriffe. :D Programmstrickerin :D

Was nun Familie Frank hier zu suchen hatte weiß ich nicht. Allerdings war die Methode, wie sie sie gefundne haben sehr interessant.

Eugen Lettke finde ich komisch. Bei ihm habe ich das Gefühl er wird noch ein Obernazi.

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wandagreen kommentierte am 07. November 2018 um 19:50

Was ist langweilig? Der Herr Eschbach walzt seine Geschichte schon sehr aus, bis ins letzte Detail, darum ist wohl sein Buch so dick. Meinst du das mit "langweilig?"

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KerstinT kommentierte am 07. November 2018 um 19:54

Ja, das meine ich. Ich frage mich ja, was auf den weiteren knapp 700 Seiten noch kommt. Ob es so weitergeht? Ich bin echt mal gespannt. Bisher waren ja doch mehr Leute begeistert, als enttäuscht von diesem Buch.

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wandagreen kommentierte am 07. November 2018 um 19:59

Genau das habe ich mich auch gefragt ;-).

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Emswashed kommentierte am 08. November 2018 um 07:48

Solange ihr noch so neugierig seid und euch das "fragt", kann die Spannung ja nicht gleich Null sein! ;-)

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jenvo82 kommentierte am 15. November 2018 um 10:18

Mich langweilt diese Auswälzung auch und das sogar schon während des ersten Teils. Trotzdem bemühe ich mich, dranzubleiben. Ich vermute aber, der Kern der Erzählung (den ich noch suche) hätte sich auch auf 400 Seiten erzählen lassen. Nun ja, das ist aber sicherlich Geschmackssache.

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mohawk kommentierte am 12. November 2018 um 07:31

Langweilig finde ich es gar nicht. Das liegt an den zwei Protas, die mich sehr interessieren.

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sphere kommentierte am 13. November 2018 um 12:47

Bin jetzt bei der Hälfte des Buches, und bisher hatte ich zu keinem Zeitpunkt Langeweile...ich finde die Geschichte stringent aufgebaut, mit wachsender Spannung.

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Rosarosi kommentierte am 13. November 2018 um 20:00

Langeweile hatte ich bisher keine. Im Gegenteil. Die Geschichte baut sich halt nach und nach auf, was aber anhand der Seitenzahl eigentlich nicht überraschen sollte. Da ist genug Platz für die ein oder andere detaillierte Beschreibung.

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BücherwurmNZ kommentierte am 15. November 2018 um 23:14

Langweilig finde ich es nicht. Ich war überrascht, dass wir nach dem ersten Kapitel so weit in die Vergangenheit zurückgehen. Eschbach nimmt sich Zeit mit dem Erzählen, aber nach und nach erfährt man mehr, das ist sehr interessant, wie sich manche Dinge entwickeln. Und man bekommt die charakterliche Entwicklung der Protagonisten mit, was ich toll finde.

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newra kommentierte am 07. November 2018 um 20:15

Ich bin froh, dass sich die Geschichte jetzt zügig aufbaut. Bin nicht immer ein Fan von diesen langen Rückblicken und hätte gerne erfahren, um wen Helene Angst hat und inwieweit sie hinter der NSA bzw ihrer Arbeit steht. Ich würde gerne wissen, wie sie ihre Arbeit vor dem Besuch Himmlers rechtfertigt hat. Denn dieser Missbrauch der Daten hat sie ja völlig aus der Fassung gebracht. Ich hoffe, die Geschichte steigt bald wieder an dieser Stelle ein.

Die Charaktere sind noch nicht ganz meins. Wie ihr auch schon sagt, Eugen ist einfach zu böse und durchtrieben, während Helene sehr naiv scheint. Ein bisschen zu sehr schwarz und weiß, aber da kann ja noch mit dem Alter etwas mehr Tiefgang entstehen :) Ich bin jedenfalls gespannt, ob die Freundschaft zu Marie und die Rückkehr ihres Onkels die Entwicklung von Helene vorantreibt.

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Blintschik kommentierte am 07. November 2018 um 23:24

Es ist wirklich alles ziemlich detailliert. Für meinen Geschmack auch etwas zu viel und icj freue mich auch wenn es endlich weitergeht.
Was die Charaktere betrifft, denke ich mal dass es Absicht ist, damit man so krasse Beispiele gegenüberstehen hat. Aber hier hoffe ich ebenfalls, dass sie noch mehr an Tiefe gewinnen werden.

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AnnBee kommentierte am 13. November 2018 um 15:07

Das hoffe ich auch; es ist schon arg schwarz-weiss bisher. Die Eugen-Kapitel mag ich schon gar nicht mehr lesen, so widerwärtg finde ich den...

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E-möbe kommentierte am 14. November 2018 um 10:42

Eugen ist wenigstens interessant, den lese ich lieber als Helene.

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kysha81 kommentierte am 17. November 2018 um 18:33

Ich hoffe sehr, dass die Erlebnisse des Onkels ein Thema in den nächsten Kapiteln werden. Bis jetzt fand ich es total erschreckend, dass sich die Familie eigentlich nicht dafür interessiert, wie es ihm ergangen ist. Ein paar Monate Dachau und er ist dünn geworden....das ist mir angesichts des Raumes, den Eugen bisher bekommen hat, zu wenig.

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sphere kommentierte am 07. November 2018 um 21:22

Bin seit eben auch dabei, nur mal so also Info :)

Ich frage mich gerade etwas anderes: auf der allerersten Seite des Buches werden 18 Titel des Autors genannt, als weitere Bücher. Bei Lübbe auf der Homepage sind 19 gelistet. Wieso ist denn gerade das letzte Buch Teufelsgold (was ich auch eher schwach fand) nicht dabei? Hm...

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wandagreen kommentierte am 07. November 2018 um 22:39

Frage dich nicht sinnloses Zeug, die NSA hat diesen datensatz einfach gelöscht.

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Blintschik kommentierte am 07. November 2018 um 23:12

Das Buch ist leicht und angenehm zu lesen und mit gefällt es, dass die Technik nicht komplett so übernommen wurde wie wir es heute kennen, sondern angepasst wurde. Dass der Computer mit K geschrieben wird macht in dieser "Welt" total Sinn, dadurch wirkt alles realistischer. Ich habe auch das Gefühl, dass der Autor die heutige Technik etwas kritisiert, besonders das bargeldlose Zahlen und dass ständig alle ihre Handys dabei haben.
Bis hierhin hat man die zwei Hauptpersonen nur kennengelernt, wobeo ich es interessant finde, dass Beide so große Gegensätze sind. Während Helene total sympathisch, lieb und nett ist und an allem zweifelt, geht Eugen in allem auf und ist der typische machthungrige Nazi ( bis auf, dass er nicht in den Krieg will).
Ich bin gespannt wann die Zwei aufeinandertreffen und wie das passieren wird.

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E-möbe kommentierte am 08. November 2018 um 17:19

Interessant.

Ich habe Helene bis jetzt als langweilig und manchmal nervig empfunden, obwohl sie zweifellos der Sympathieträger sein soll.

Hingegen empfinde ich Eugen als gar nicht typisch machthungrig. Er ist sicher ein Opportunist und zwar so stark, dass er jede Gelegenheit nutzt, andere zu manipulieren, soweit geht, Frauen zu missbrauchen. Aber mit den Nazis und deren Ideologie hat er so gar nichts im Sinn, um ihre Parolen und den ganzen Quatsch zu schlucken, ist er einfach zu clever. Für mich ist Eugen eindeutig der stärkere Protagonist in dieser Geschichte. Verabscheuenswert, ja. Aber interessanter als Helene allemal.

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Sun27 kommentierte am 09. November 2018 um 13:56

Ich bin bisher auch noch nicht wirklich mit Helene warm geworden. Irgendwie kommt sie mir langweilig und naiv vor. Mich nervt es eher das sie extrem gut ist und bisher so überhaupt keine Ecken und Kanten entwickelt hat.

Eugen hingegen,der ja das absolut böse repräsentieren soll finde ich vom Charakter viel spannender. Er scheint mir absolut intelligent zu sein, da er sehr genau weiß wo seine stärken und schwächen liegen. Er will nicht in den Krieg ziehen und findet eine Lösung die zu ihm passt und in der er sein "Hobby", also Leute aufspüren und quälen, zum Beruf machen kann.

Ich bin sehr gespannt wie sich die Figuren und vor allem Helene weiter entwickeln.

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mohawk kommentierte am 12. November 2018 um 07:33

Helene ist für mich nicht langweilig sondern normal. Ein Durchschnittsmädchen welches in diesem System seinen Weg sucht. Das gefällt mir. Zur Heldin kann sie ja noch werden. Erst ist sie mal eher unauffällig.

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Leseliebelei kommentierte am 09. November 2018 um 22:06

Ich finde nicht, dass Eugen der typische Nazi ist. Ihm geht es ja gar nicht um die ganzen Nazi-Grundsätze sondern nur um sich selbst und seine Macht-Auslebung:

"Die Größe Deutschlands war Eugen Lettke herzlich egal, und gegen Juden hatte er auch nichts [...]. Der Antisemitismus, dem die Braunen anhingen, kam ihm vor wie der Neid der Minderbemittelten, denn seiner Beobachtung nach waren die Juden einfach im Durchschnitt intelligenter als andere [...]. Trotzdem faszinierten ihn die Braunen irgendwie, denn in ihrer Gesamtheit strahlte diese Bewegung etwas von dem aus, das er empfunden hatte, als er das Mädchen dazu gezwungen hatte, ihm zu Willen zu sein. Die Idee, dass der Wille das Wichtigste war, gefiehl ihm." S. 105.

Das macht ihn halt zu einem widerlichen Psychopathen, aber nicht zum Standard-Nazi, finde ich.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 259
wandagreen kommentierte am 09. November 2018 um 22:43

In allen Überwachungsstaaten, wo staatliche Gewalt schrankenlos ausgeübt wird, findet man solche Menschen, die dieses System ausnützen für ihre eigenen Machenschaften. Im NS-Staat war das auch so: es gab eine Menge Menschen (hauptsächlich Männer), die vorher nix zu sagen hatten und sich nachher aufspulten, von Blockwarts bis zu denen, die die Juden in den KZs quälten.

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sphere kommentierte am 13. November 2018 um 12:49

siehe: Das Experiment (die dt. Fassung!)

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Minijane kommentierte am 10. November 2018 um 23:51

Ich stimme Dir zu. Ich denke auch Eugen ist kein typischer Nazi. Er nutzt das System zu seinem Vorteil. Er merkt schnell, dass Informationen Macht bedeuten.Und diese Macht nutzt er für seine Erpressungen. Der Ideologie der Nazis folgt er nicht, im Gegenteil er durchschaut sie, hat eine genaue Vorstellung was Hitler wirklich will. Er hat sogar „Mein Kampf“ komplett gelesen und will den Krieg der kommen wird möglichst unbeschadet überstehen. Ein widerlicher, gefährlicher Narzist.

 

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mohawk kommentierte am 12. November 2018 um 07:37

Was ist wohl ein typischer Nazi. Vielleicht waren solche Kerle wie Eugen ja typisch. Also ich meine solche, die aus irgendwelchen persönlichen Gründen mit dem Regime mitgelaufen sind. Ich denke sogar, dass das sehr Viele, vielleicht sogar die Mehrheit waren. Ich mache dies mal am typischen AFD-Wähler fest. Der ist durchaus nicht rechtsradikal, ja oft nicht mal besonders rechts orientiert. Sondern er ist entweder Protestwähler oder pickt sich einen Punkt im Progrmam raus, welcher ihn anspricht. Den Rest verdrängt er.

Eugen ist schlau. Er merkt schnell, das er Macht bekommt, wenn er ein erfolgreicher Nazi wird. Und er muss nicht in den Krieg, wenn er es schlau anstellt. Reiner Eigennutz also.

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BücherwurmNZ kommentierte am 15. November 2018 um 23:23

Die deutschen Begriffe für die Technik finde ich super, dadurch wirkt alles realer. Eschbach kritisiert eindeutig, wie ich finde. Es hat halt nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile. Beispielsweise führt er aus, dass z.B. der Schwarzhandel nicht durch abgeschafftes Bargeld unterbunden wird, was total einleuchtet. 

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sphere kommentierte am 08. November 2018 um 10:16

Die ersten 70 Seiten sind mit einem Rutsch durch, und es gefällt mir bisher sehr gut. Ich mag ja generell die Bücher von Eschbach, ich muss aufpassen, objektiv zu bleiben. Jedenfalls gefällt mir sein Schreibstil wieder ausgesprochen gut.

Interessant finde ich einige Namen: so heißt der Mathe-Professor Kaspersky, heute eines der erfolgreichsten Antivirus-Programme. Und ob das Kätzchen Tschip nicht in Zukunft der Namensgeber für die Datenspeicher wird?

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E-möbe kommentierte am 08. November 2018 um 17:20

Da gibt's einige solcher Namen, bei denen ich ähnlich empfunden habe.

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BücherwurmNZ kommentierte am 11. November 2018 um 18:37

Die ersten Seiten sind richtig spannend. Dann springen wir in der Vergangenheit leider weit zurück, hätte gerne in der "Gegenwart" weitergelesen. Aber durch den Zeitsprung erfährt man viel über Eugen und Helene, was auch toll ist. Ich mag es, wenn Charaktere länger vorgestellt werden und man sie gut kennen lernt. Helene ist mir sehr sympathisch, im Gegensatz zu Eugen. Was ich über ihn zu sagen hätte, wäre nicht nett. 

Nach diesen ersten Seiten bin ich froh, dass es damals noch kein Internet gab. Bis jetzt sind es aber sehr interessante und passende Überlegungen, die der Autor hier angestellt hat. In Zeiten des Internets führt man ganz anders Krieg und hat noch mehr Möglichkeiten. Überrascht bin ich, dass ich so schnell in dem Buch vorankomme. Aufgrund des Schreibstils ist es sehr flüssig zu lesen.

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franzi303 kommentierte am 13. November 2018 um 07:09

Ich komme leider ziemlich schleppend voran, aber bisher finde ich die Thematik sehr interessant.
Man erfährt, was Helenes Job ist, was sie mit der Technik, dem Komputer, kann. Ich finde die ganzen anderen, einfallsreichen Wörter für bestimmte, uns bekannte Dinge toll: Komputer, Telephon, Bürgernummer, Parole... mega, echt, alles so ... deutsch irgendwie. Eingedeutscht. Ich war total erstaunt über diese Idee.
Und noch erstaunter war ich, als Anne Franks Familie und Freunde durch Helene und Eugen entdeckt wurden Diese Verbindung zur Realität fand ich echt wow! Nun heißt es weiterlesen und vorankommen.

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KerstinT kommentierte am 06. November 2018 um 22:05

Abschnitt 1.2: Seite 131 bis 259, Kapitel 11 bis einschließlich 24

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wandagreen kommentierte am 07. November 2018 um 19:41

Eugen ist gar nicht so unschlau. Liest "Mein Kampf" und ist vorbereitet. Er sucht sich eine Nische. Und Cäcilia. Dabei trifft er Alice. Ein Kollateralschaden sozusagen. Hoffentlich nimmt er eines Tages ein schlimmes Ende. Vllt ein Todesstoß von Helene. Die ist die Gute.

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Blintschik kommentierte am 08. November 2018 um 19:44

Ja, wenn man Eugen und z.B. Helenes Familie vergleicht sind die etwas blind, während Eugen sofort weiß worum es geht. Nämlich nicht um Frieden. Aber es scheint ihm ja ganz gut zu gefallen. Schla ist er aber allemal, was man auch daran sieht, wie gut er seinen Job macht.

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Rosarosi kommentierte am 13. November 2018 um 20:10

Das hoffe ich doch, dass diesem unguten Eugen ein schmerzhaftes Ende bereitet wird. Ich habe da ein paar nette Ideen. Allerdings sind manche Widerlinge einfach nicht kaputt zu kriegen. Schlau und widerlich, eine miese Kombi.

Allerdings hätten damals mehr Leute dieses langweilige, zähe Buch lesen sollen.

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wandagreen kommentierte am 07. November 2018 um 19:49

Mathematik ist weiblich. Und rosa. Wussten wir es doch.

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Sursulapitschi kommentierte am 08. November 2018 um 00:43

Ich bin sehr beeindruckt von der Idee des Buches, auch wenn ich mich frage, ob es denn nun was am Verlauf des Krieges ändert, wenn man Telephone und Komputer hat. Jetzt ist er mittendrin, aber der Verlauf ist derselbe, oder irre ich mich?
Sehr spaßig finde ich das Tagebuch-Programm, bei dem man lustige Bildchen einfügen kann.

Schön ist auch, wie belegt wird, dass Programmieren Frauensache ist und das rosa geblümte Lehrbuch.

Erst dachte ich, Helenes Eltern wären grauenhaft naiv, aber wenn ihr Vater den Arier-Test entwickelt hat, dann sind sie wohl restlos überzeugte Nazis. Ein Wunder, dass Helene so skeptisch bleibt.

Ich habe nicht verstanden, was der Mann aus Berlin an Helenes Leitung gebastelt hat. Kann mir das jemand erklären?
Zwischendrin habe ich mich gefragt, ob wir wohl schon den Prolog eingeholt haben, aber da sind wir wohl noch nicht.

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Emswashed kommentierte am 08. November 2018 um 07:57

Wenn der Prolog mal als solcher gekennzeichnet gewesen wäre, dann hätte ich das mit den Zeitsprüngen auch schneller gemerkt. So aber bin ich immer erst mehrere Kapitel später schlauer als zuvor und krieg was auf die Reihe.

Helenes umgebaute Leitung ist schätzungsweise auch so ein "Cliffhänger", der einen zwingt, schnell weiterzulesen.

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Sursulapitschi kommentierte am 08. November 2018 um 09:40

Ich kann Prologe generell nicht leiden. Aber stimmt, es ist hilfreich, wenn es wenigstens dran steht.

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wandagreen kommentierte am 08. November 2018 um 16:14

Es gibt gute Prologe. Beim Der Vogelgott war der Prolog das Beste am Buch.

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Leseliebelei kommentierte am 09. November 2018 um 22:10

Oh, ich liebe Rückblicke. Ich fand das sehr gut gemacht mit dem Einstieg. Für mich war der Übergang zum langen Rückblick auch sehr gut gelöst und eindeutig genug. Die ganzen Hintergründe zu Helene und Eugen zu erfahren, finde ich bisher sehr gelungen und gut.

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sphere kommentierte am 13. November 2018 um 15:04

Gefühlt würde ich sagen, dass in 70% der Bücher (die ich gelesen habe), Rückblicke über die Hauptcharaktere stattfinden. Ich fand das hier gar nicht mal so ungewöhnlich (von der Art her)...

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Sabine_AC kommentierte am 11. November 2018 um 16:17

Ob sich am Verlauf der Geschichte durch die Technik was ändert, bin ich auch gespannt.

Aufgefallen ist mir, dass mehrfach der (erste) Weltkrieg erwähnt wurde, mit der Zeiangabe 1914 - 1917. Da Frage ich mich auch, ob dazu noch irgendwann eine Begründung kommt. Oder habe ich verpasst, warum dieser Krieg um ein Jahr gekürzt wurde?

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Sursulapitschi kommentierte am 11. November 2018 um 16:39

Oh, das habe ich übersehen. Spannend!

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Blintschik kommentierte am 08. November 2018 um 19:42

Kommt es nur mir so vor, dass Eugens Leben ein bisschen wie Hitlers Leben ist? Die enge Bindung, dass er gemobbt wurde und keinen Anschluss findet, seinen Job aber gut macht und von diesem Machtgehabe begeistert ist. Erinnert mich an die Geschichten von Hitler, die man so in der Schule lernt. Naja, besonders sympathisch ist mir Eugen nicht und es wird immer schlimmer. Helene dagegen finde ich such nicht ganz so klasse, auch wenn sie eigentlich eine gute Einstellung hat. Die Diskussion von ihr und dem Studenten fand ich richtig interessant. Reden die genau über das, was in unserer Welt passiert ist. Als ob es in einer wirklichen Parallelwelt so wäre. Das hat der Autor richtig gut eingebaut.
Ansonsten fängt der Krieg endlich an, aber Spannung kommt nur minimal auf. Auch Arlins Tod hat mich irgendwie kaltgelassen.

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KerstinT kommentierte am 10. November 2018 um 12:25

Auf Seite 204 hatte ich das Gefühl/die Befürchtung wir bekommen es mit einem twitternden Hitler á la Trump zu tun :D

Eugen macht auf mich auch nicht den Eindruck eines Nazis. Ein Psychophat ja.

Haha Helene hat ja einen super Start in die Berufwelt hingelegt. Kaum das Zeugnis in der Hand, schon ein Arbeitsstellenangebot. Sie scheint ja wirklich eine

Koryphäe zu sein.

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Blintschik kommentierte am 10. November 2018 um 12:32

An Trump musste ich da auch denken :D

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BücherwurmNZ kommentierte am 15. November 2018 um 23:30

Ich habe das Gefühl, die bei der NSA wussten ganz genau, wann sie ihr Zeugnis bekommt. Das Stellenangebot war perfekt getimed.

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E-möbe kommentierte am 08. November 2018 um 17:04

So, jetzt bin ich mit dem ersten Abschnitt durch. Der Beginn war richtig intensiv, wo sie da im Amt sitzen und versuchen, sich Himmler als unentbehrlich zu zeigen, und als sie dann die Familie Frank erwischen, ist es mir schon kalt den Rücken runtergelaufen, das gebe ich zu. Interessant fand ich auch so Begriffe wie Programmstrickerin.

Aber dann, als es quasi von vorn losgeht und bis zum Ende des Leseabschnitts, hatte ich das Gefühl, dass das alles ein ewig langer Prolog ist. Es war nicht unspannend oder so, aber ich hätte jetzt nicht unbedingt so eine lange Einleitung in die Personen Helene und Eugen gebraucht.

Anfangs hatte ich sogar noch ein wenig Sympathie für Eugen empfunden, muss ich ehrlich zugeben. Er ist zu clever, um auf die dämlichen Parolen reinzufallen und will sich nicht in einem Krieg töten lassen, von dem er nichts hält. Aber wie er natürlich seine Position ausnutzt und Frauen missbraucht - das zog sich ja schon in seiner Jugend durch seine Biografie - ist krass. Eine richtig üble Type.

Trotz der vielen Worte zu Helene kann ich sie immer noch nicht fassen. Sie ist einfach die graue Maus, mit viel Verstand, aber trotzdem wenig Ecken.

Ich finde die Idee noch immer richtig gut, der Schreibstil ist auch nicht verkehrt, aber von mir aus hätte das Ganze um einiges kürzer sein dürfen. Trotz der vielen Worte habe ich noch nicht viel Tiefe gefunden.

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newra kommentierte am 10. November 2018 um 16:10

Dein letzter Absatz ist ein gutes Resumee, dem ich bisher voll und ganz zustimme! Die Spannung ist unterwegs etwas flöten gegangen bzw. werden viele Köder ausgeworfen (Doktor Danzer im NSA, Helenes Vater als Rassenforscher der den Arier-Test entwickelt hat,...), die aber nicht wieder aufgegriffen werden. Da bleibt nur weiterlesen

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kysha81 kommentierte am 19. November 2018 um 22:46

Mir geht es ähnlich. Immer wenn ich mir ein paar mehr Details gewünscht hätte, wie zb mit dem Ariertest oder die Zeit des Onkels in Dachau kommt nichts. Trotz der vielen Seiten empfinde ich das Buch mittlerweile als ein wenig zu oberflächlich. Vielleicht habe ich aber auch einfach angesichts des hochaktuellen Themas zu hohe Erwartungen gehabt. Mal sehen, wie es sich weiter entwickelt.

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Leseliebelei kommentierte am 09. November 2018 um 21:53

Puh. Nun habe ich den ersten Abschnitt beendet und schreibe erst einmal meine Gedanken auf, bevor ich den Rest der Diskussion lese.

Eine harte Lektüre, finde ich. Gut geschrieben und gut zu lesen, aber diese Auswegslosigkeit! Das neue Szenario der absoluten Überwachung in dem bekannten NS-Geschehen. Man weiß einfach, dass nichts davon gut ausgehen kann. Das macht wenig Mut, finde ich.

Die Geschehnisse zu Beginn, 1942, die Festnahme der Franks, puh, da ist man direkt mittendrin. Die Charaktere werden nur angerissen. Interessant finde ich dort bereits Helenes Gedankengänge: Sie sorgt sich um ihren Geliebten. Dass sie hingegen gerade die Leben mehrerer unschuldiger Juden gefährdet hat, scheint keine allzugroße Rolle zu spielen. Und dann folgt der lange Rückblick.

Eugen. So ein widerliches, ekelhaftes Scheusal. Die ganzen Vergewaltigungsszenen fand ich hart zu lesen, die hätte es für mich nicht gebraucht um zu zeigen, wie widerlich und pervers er ist. Aber es zeigt natürlich sehr anschaulich, wieso jemand eine derartige Überwachung befürwortet und ausnutzt und welche Macht er hat.

Helenes Geschichte ist spannend. Ihre Eltern Befürworter Hitlers und der NS (trotz des Onkels, der ja eigentlich ganz vernünftig wirkte), der Vater sogar noch tiefer verstrickt. Der Bruder als gefallener Soldat, am Anfang bereits sehr unsympathisch, zwischendurch menschlich und zwischenmenschlich erträglich. Die Schulgeschichten und alles aus dem Blick eines zunächst kleinen Mädchens, sehr interessant.

Marie und Otto und deren Familie, erst einmal ganz liebenswert und sympathisch. Arthur ist sicher auch ein Lichtblick, aber vermutlich wird das noch tragisch.

Derzeit sehe ich keine Hoffnung, dass es 'besser' wird. Es liest sich gut und spannend, keine Frage. Es wirkt wie ein großer dystopischer Roman, den man lieber nach dem Lesen weglegen will und sagen will: Puh, zum Glück nur ein Roman. Und das geht nicht, weil der Kern wahr ist. Das ist noch viel bedrückender.

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E-möbe kommentierte am 11. November 2018 um 12:29

Ja, diese Ausweglosigkeit ist erschreckend. Nicht einmal auf so vielen Seiten, die noch folgen, kann ich mir vorstellen, dass es da ein happy oder auch nur ein versöhnliches Ende geben wird.

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Sabine_AC kommentierte am 10. November 2018 um 15:31

Den ersten Abschnitt habe ich beendet. Lesen lässt sich das Buch wirklich flüssig und rasch, dabei ist es - wie ich finde - spannend, so dass ich immer zügig weiterlesen will.

Mit gefallen die Protagonisten bislang gut. Wirklich sympathisch ist mir zwar auch Helene nicht, aber sowohl sie als auch Eugen empfinde ich als stimmig dargestellt in Charakter, Entwicklung und Handeln. Der ausführlich Rückblick hat mir in dem Zusammenhang gut gefallen, außerdem klärten sich so einige Details zur Datenspeicherung und Überwachung.

Insgesamt finde ich die Geschichte sehr beklemmend... Ich bin ein absoluter Bargrldmensch, und schon direkt der Einstieg, als die Abschaffung des Bargeldes und die Konsequenzen daraus geschildert wurden, hat mich Schaudern lassen. Gruselig auch - vor allem, da nicht komplett aus der Luft gegriffen - die Ausführungen zur Meinungsmanipulation in "Gemeinschaftmedien".

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Sarahklein kommentierte am 10. November 2018 um 23:14

Während des ganzen Umzugsstress (nicht mein Umzug
sondern von meinem Bruderherz ) habe ich zwar gelesen aber hier noch nicht geschrieben. Ich bin irgendwo um die Seite 140 jetzt angelangt.

Die Rollen sind sehr schnell und klar verteilt. Die kleine brave Helene mit intelligenten aber einfältigen Eltern und dem rebellischen Onkel. Und der verzogene Eugen der eine sehr geringe Reizschwelle hat was Kränkungen angeht.

Im Moment finde ich auch Eugen noch interessanter und vielschichtiger. Eins muss man ihm lassen: Er halt Geduld und vergisst niemanden. Die Nazis helfen ihm also tritt er bei und nutzt deren Macht für sich. Die Ideale sind ihm egal und dadurch wird er gefährlich.

Helene ist schlau aber auch sehr ruhig und lässt sich viel einreden und nimmt es hin. Laut Klappentext sollte dann das große Erwachen aber kommen. Ob sie dann aufgeweckter und interessanter wird?

Zur Entdeckung der Familie Frank:Ich habe die Hinweise nicht gleich alle deuten können aber irgendwann war es natürlich auch für mich Doofie nicht mehr unmöglich zu erraten wie es ausgeht. Da hat Herr Eschenbach alle Register gezogen damit man es auch wirklich versteht.

Erschreckend sind die Möglichkeiten der heutigen Technik allemal und gepaart mit einer brisanten Umgebung wie dem Dritten Reich ist der Erfolg für das Buch eigentlich kaum zu verfehlen.

Mir gefällt es auch gut bisher wobei ich dann doch noch "ein bisschen mehr" erwarte. Ich lasse mich überraschen ob die Geschichte in Gang kommt sobald die beiden Hauptcharaktere genügend beleuchtet und erklärt wurden.

Die Entwicklung der Technik ist mir etwas schnell. Eben noch ist der Komputer eine riesige Maschine und plötzlich gibt es schon tragbare Telefone. Klar musste es schnell gehen damit die Handlung funktioniert aber es stört mich trotzdem.

Soviel dazu morgen ist die Baustelle geschlossen und ich will weiter lesen.

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E-möbe kommentierte am 11. November 2018 um 12:30

Das ist ganz normal aus dem Leben gegriffen, diese Entwicklung der Computer. Zumal die ersten auch hier schon im Jahrhundert davor entwickelt worden waren.

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Sarahklein kommentierte am 11. November 2018 um 20:52

Okay liegt vielleicht auch an meinem Alter.

In der Grundschule (1998-2002) waren zwar Computer noch etwas besonderes aber wir hatten schon "IT-Unterricht".

Als Teenie hatte ich mir mein Taschengeld zusammengespart und meinen ersten eigenen Computer gekauft (im Aldi natürlich).

Gefühlt sind die für mich nur kleiner und schneller geworden. Dabei ist viel mehr passiert.

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Minijane kommentierte am 11. November 2018 um 10:01

Eugen bezeichnet sich auch immer noch als „Ehrenmann“,nachdem er gerade ein Frau vergewaltigt hat. Schließlich löscht er nach seiner Tat ihren Eintrag im Weltnetz, mit dem er sie vorher erpresst hat.Interessanter Charakterzug!

Ich finde Eschbach entwirft wirklich spannende Persönlichkeiten. Auch bei den Eltern von Helene beschreibt der Autor plausibel, warum sie zu Hitleranhängern werden, obwohl sie intelligente, gebildete Leute sind. 

 

 

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BücherwurmNZ kommentierte am 15. November 2018 um 23:39

Mich hat überrascht, dass er zu seinem Wort steht und die Einträge im Deutschen Forum wirklich gelöscht hat. Das hätte ich überhaupt nicht von ihm gedacht. Passt so gar nicht zu seiner Persönlichkeit.

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E-möbe kommentierte am 11. November 2018 um 12:35

Mir ist übrigens was Interessantes eingefallen, gerade, weil es hier doch auch Studenten gibt, die erforschen, was wäre wenn.

Ich habe mal eine Theorie gelesen, nachdem Hitler, falls er 1938 gestorben wäre, der beliebteste Staatsmann auf deutschem Boden gewesen wäre.

Es ging da darum, dass die meisten Leute entweder nichts davon wussten, wie Juden bereits seit Anfang der 30iger behandelt wurden oder es sie nicht groß gestört hat/hätte. Dafür hatten sie schließlich Volksempfänger, bezahlbare Reisen, die Infrastruktur war/wurde ausgebaut (klar, ging gen Osten, für Panzer und so, aber wen aus der Bevölkerung hatte das gestört?) und was weiß ich.

Ich habe niemals genauer nachgegraben, ob das wirklich stimmt, aber wenn ich mir so ansehe, was heute in der Welt passiert, kann ich es mir gut vorstellen. Jeder ist sich selbst der Nächste, geht's uns gut, interessiert uns wenig, ob jemand neben uns leidet.

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E-möbe kommentierte am 11. November 2018 um 23:08

Und noch was habe ich heute zufällig rausgebekommen, obwohl gar nicht danach gesucht. Den Typen mit der Rechenmaschine (1832) gab's wirklich, auch die Ada, die als erste Strickerin erwähnt wird. Echt cool!

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santina kommentierte am 20. November 2018 um 17:25

Ab der Familie Frank habe ich jeden Namen, den ich nicht kannte, gegooglet, um zu sehen, ob sich dahinter eine Geschichte versteckt, die ich noch nicht kenne ;)

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AnnBee kommentierte am 13. November 2018 um 15:18

Den ersten Teil hab ich jetzt ziemlich schnell weggelesen - es ist vielleicht nicht mega raffiniert geschrieben, aber spannend und als "Gedankenexperiment" wirklich erschreckend. Gut gefallen hat mir die Anbindung an reale Gegebenheiten, zB die Erfindung des Programmierens durch Ada Lovelace und die ursprüngliche Einschätzung des Programmierens als Fleißarbeit für Frauen. Das war in den Anfängen tatsächlich so - mittlerweile wird so ein Bohei darum gemacht, als müsste man wer weiß wie intelligent zum Programmieren sein, das ist totaler Quatsch. Vor allem braucht man viel Geduld und Sorgfalt... Ein bisschen too much fand ich die erste Unterhaltung zwischen Arthur und Helene, in der Arthur erklärt, dass er seine Abschlussarbeit als alternative Geschichte schreibt - die genau mit Eschbachs Kernidee übereinstimmt.

 

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Tefelz kommentierte am 14. November 2018 um 20:58

Da ist jetzt der 15. Eschbach und ich bin immer wieder erstaunt, wo der seine Ideen hernimmt. Von Anfang an bin ich gefesselt von seinem Schreibstil, seinen Recherchen und auch die Namen die er wählt und die Protagonisten heraus arbeitet. Das Buch ist gut aufgebaut und die Darsteller sind sehr sympathisch wie Helene oder natürlich schrecklich wie Himmler. Die Hintergrundgeschichten faszinieren und beleben alles. Leider schaffe ich Abends nicht so viele Seiten wie ich gerne möchte aber ich bin begeistert und es kann gerne so weiter gehen.

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jenvo82 kommentierte am 15. November 2018 um 09:57

Den ersten Abschnitt habe ich jetzt auch endlich geschafft. Ganz klar muss ich hier zwei Dinge sagen, zum einen finde ich die Geschichte sehr ausführlich, unheimlich detailliert und dadurch irgendwo langatmig erzählt. Für den ersten Abschnitt habe ich ungewöhnlich lange gebraucht, was wohl daran liegt, das die für mich eigentlich interessante Geschichte unter Schichten persönlicher Dinge verborgen liegt und das langweilt mich ehrlich gesagt. Deshalb lese ich immer nur ein kleines Stück, in der Hoffnung endlich mal zum Kern zu kommen.

Und zum zweiten erschließt sich mir nicht die eigentliche Intention. Bisher haben wir zwei starke Hauptprotagonisten, deren Vergangenheit, vor uns ausgebreitet liegt und die nun im NSA tätig sind, einmal der "Bösewicht" Eugen Lettke, und dann "die Gute" Helene Bodenkamp. Vom NSA selbst erfährt man viel zu wenig, genauso wie zum Bezug zur NS-Zeit. Ich hoffe sehr auf mehr historische Einbindung, selbst wenn die Fiction diesen Part natürlich erschwert. Kurzum, meine Erwartungen an den Roman waren eigentlich ganz andere, so dass ich irgendwie enttäuscht bin.

Aber ich hoffe nun auf einen ansprechenderen zweiten Teil, mit der Bitte, das Privatleben von Eugen und Helene doch etwas weniger zu beleuchten und sich dafür mehr der Tätigkeit des NSA zu widmen, denn dieser Part ist es, der mein eigentliches Interesse an der Lektüre geweckt hat.

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jenvo82 kommentierte am 15. November 2018 um 10:07

Positiv beurteilen möchte ich die Schreibweise und auch die Reihenfolge der Erzählung. Als Leser kann man gut folgen, wird nicht verwirrt und liest sich schnell ein. Die einzelnen Szenen wirken lebensecht und sehr bildlich, deshalb habe ich als Leser das Gefühl einem Film beizuwohnen, tatsächlich würde dieser mich in einer komprimierten Form vielleicht sogar mehr ansprechen. Momentan fühle ich mich dem Roman gegenüber etwas hilflos, denn ich habe das Gefühl auf ganz andere Dinge Wert zu legen, als der Autor und das mindert meine Begeisterung um Einiges.

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Sarahklein kommentierte am 18. November 2018 um 12:00

Zum Ende wird der erste Abschnitt jetzt spannender. Helene wird für mich als Charakter jetzt auch greifbarer. Sie wirkt ziemlich verloren und alleine, von ihren Eltern erhält sie auch nicht wirklich Unterstützung. Doch in ihrer Arbeit ist sie gut und programmiert gerne. Was am Ende durch ihre Arbeit herauskommem wird scheint sie wenig zu hinterfragen.

Ich verstehe sie auch: Lieber arbeiten wie einen der Kerle heiraten, die ihre Eltern anschleppen.

Der Krieg macht ihr Angst und dem Thema scheint sie lieber aus dem Weg zu gehen. Nach dem Tod ihres Bruders erst recht.

Ich bin gespannt auf den zweiten Teil und hoffe es steigert sich weiter.

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Leselulu kommentierte am 19. November 2018 um 22:36

Puh was ein Wälzer! Aber ich muss sagen, ich bin ziemlich begeistert! Mich langweilen weder die Figuren, noch stört mich der lange Rückblick, ganz im Gegenteil, ich finde es spannend, die beiden Hauptcharaktere so intensiv kennenzulernen!
Helene ist lieb und unscheinbar, ja, aber auch sehr intelligent und ich bin gespannt wie sie reagiert, nachdem ihr direkt zu Beginn der Geschichte das Ausmaß der NSA-Arbeit bewusst wird. Und ich habe mich gefreut, dass zum Ende des ersten Abschnitts Arthur wieder auf der Bildfläche erschienen ist, ich war mir schon bei ihrem Kennenlernen sicher, dass das "die Liebe ihres Lebens" vom Klappentext ist.
Eugen Lettke ist mindestens genauso intelligent, absolut widerwärtig und sehr interessant. Ich bin gespannt, wie seine Geschichte sich weiterentwickelt und vor allem endet.

Die "Verdeutschung" unserer heutigen Anglizismen in Bezug auf Technik passt sehr gut in sie damalige Zeit, schön dass Eschbach das bedacht hat!

Was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, ist dass so viele sich an dem Familie-Frank-Aspekt stören und finden, dass Eschbach dem Leser hier nicht zutraut eigene Rückschlüsse zu ziehen. So wie ich das sehe, geht es Eschbach doch darum, direkt zu Beginn zu verdeutlichen, wie viel beschleunigter alles vonstatten gegangen wäre, wenn man damals schon dieselben technischen Möglichkeiten gehabt hätte wie heute. Daher wird die Familie Frank schon 2 Jahre früher gefunden, nämlich 1942 statt 1944. Das ist doch der Rückschluss, den der Leser selbstständig ziehen soll. Und natürlich muss er sich dafür eines berühmten Beispiels bedienen.

Dass die Historik bereits an dieser Stelle schon so verändert wird, führt mich außerdem zu der Frage, ob der Krieg und all die anderen Geschehnisse im Verlauf vielleicht ganz anders sein werden, als es in der Realität der Fall war. Vielleicht gewinnt Deutschland ja sogar den Krieg...

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kysha81 kommentierte am 19. November 2018 um 22:54

Eine spannende Frage. Bisher habe ich noch gar nicht darüber nachgedacht, dass es nicht endet wie in der Realität. Aber du hast Recht, da bisher einige historische Ereignisse anders abgelaufen sind, insbesondere die Dauer 1. Weltkrieg, ist ja eigentlich alles möglich...Jetzt bin ich doch sehr gespannt auf die nächsten Kapitel!

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franzi303 kommentierte am 24. November 2018 um 12:40

Auch wenn ich zu spät bin, möchte ich meinen Beitrag zum Abschnitt dazu geben. Ich finde es toll, wie Andreas Eschbach die Welt aufgebaut hat. Komputer, Bureaus, Parole und Bürgernummer. Die beiden Charaktere, Helene und Eugen, sind sehr interessant und ich finde es toll, dass man erfährt, wie sie zu ihrer Position gekommen sind. Das sich Eugen z.B. an den Frauen rächen möchte die ihn damals so gedemütigt haben. Dass er fast über Leichen geht, um seinen Willen zu kriegen. Faszinierende Figuren mit einem besonderen Antrieb. Am Ende der ersten Lektüre trifft Helene ja auf Arthur und ich bin sehr gespannt wie es jetzt weitergehen wird.
Schade fand ich es, dass Armin, Helenes Bruder, im Krieg gefallen ist, aber es muss natürlich auch Opfer bei den Hauptfiguren geben. Mein Fazit zum ersten Teil der Lektüre : sehr gut beschrieben, ich kann mir die Welt sehr gut vor meinem inneren Auge vorstellen. Und es wird langsam auf die Ausgrenzung der Juden hingewiesen... ich finde das so gut gemacht, ehrlich. Es ist natürlich ein sehr krasses/sensibles Thema, das aber meines Erachtens bisher sehr gut umgesetzt wurde.

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