Leserunde

Leserunde "Das Geheimnis" (Ellen Sandberg)

Das Geheimnis
von Ellen Sandberg

Bewerbungsphase: 15.10. - 28.10.

Beginn der Leserunde: 04.11. (Ende: 25.11.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des Penguin Verlags – 20 Freiexemplare von "Das Geheimnis" (Ellen Sandberg) zur Verfügung. Eine Leseprobe zum Buch findet ihr hier

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch.

ÜBER DAS BUCH:

Die Zeit heilt alle Wunden. Doch das Gewissen heilt sie nicht.

München, 2020. Ulla ist eine starke Frau, obwohl sie es nie leicht hatte. Ihre Mutter Helga verließ sie als Neunjährige. Warum? Das weiß sie bis heute nicht. Helga ist der dunkle Fleck auf Ullas innerer Landkarte. Erst als das Leben sie auf den Moarhof am Chiemsee zurückführt, entdeckt sie, dass dort Antworten auf sie warten – auf Fragen, die sie jahrelang verdrängt hat.

Moosleitn am Chiemsee, 1975. Helga lebt in einer Kommune auf einem idyllisch gelegenen Bauernhof. Als Künstlerin ist sie für ihre düsteren Werke bekannt, deren wahre Bedeutung sich niemandem erschließen. Denn nur sie weiß, welche Erinnerungen sie quälen. Und dass sie als junge Frau eine Entscheidung treffen musste, die sie sich bis heute nicht vergeben kann. 

ÜBER DIE AUTORIN:

Ellen Sandberg arbeitete zunächst in der Werbebranche, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete – mit riesigem Erfolg: Ihre psychologischen Spannungs- und Familienromane, die immer monatelang in den Top Ten der SPIEGEL-Bestsellerliste stehen, bewegen und begeistern zahllose Leserinnen und Leser – wie zuletzt »Das Erbe« und »Die Schweigende«. Auch unter ihrem bürgerlichen Namen Inge Löhnig veröffentlicht sie erfolgreiche Krimis.

27.11.2021

Thema: Lektüre, Teil l; Seite 1 bis 155

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Büchi kommentierte am 07. November 2021 um 02:06

Schon die ersten Seiten ziehen mich gespannt in die Handlung hinein. Auch wenn auf den ersten Seiten das Personal noch ein wenig unübersichtlich ist - man weiss noch nicht bei allen Personen, wie sie zueinander in Verbindung stehen - ist doch der Inhalt neugierig machend. Die Geschichte wird, durchzogen mit Andeutungen, gleich spannend erzählt. Kurz vor Ende des ersten Teils gefällt es mir bisher sehr gut, unter anderem auch, da die genannten Songs und Stimmungsbilder der 70er Jahre meine Jugend begleiteten ;-)

Viele Handlungsstränge werden angerissen und wie so oft in Sandbergs Büchern ist wohl manches nicht so, wie es auf den ersten Blick erscheint. Bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

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carola1475 kommentierte am 07. November 2021 um 11:49

Zitat: "... gefällt es mir bisher sehr gut, unter anderem auch, da die genannten Songs und Stimmungsbilder der 70er Jahre meine Jugend begleiteten ;-)"

Ja, das geht mir genau so :-) !

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buchwurm05 kommentierte am 08. November 2021 um 23:48

Mir geht es eher umgekehrt. Ich finde die Spannung baut sich sehr langsam auf.

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E-möbe kommentierte am 11. November 2021 um 17:14

Ich kann bei den Songs und der Stimmung der 70iger nicht mitreden, aber mir ist es allgemein zu wenig, was man so über die Vergangenheit erfährt. Ich hätte da gern mehr gehabt, intensiveres Eintauchen. 

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miamina kommentierte am 21. November 2021 um 21:11

Ich habe da jetzt kein tiefes Eintauchen in die Vergangenheit erwartet. Sie setzt sich Steinchen für Steinchen zusammen. Das ist ja gerade das spannende. Helga erzählt auf der Kassette ja mündlich. Da holt man nicht weit aus und erzählt das ganze drumherum mit historischem Hintergrund. Sie wollte einfach die Geschichte loswerden, ihrer Tochter eine Erklärung liefern. So hatte ich das nach der Leseprobe erwartet.

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siko71 kommentierte am 07. November 2021 um 11:13

Ich bin auch schon gut in die Story reingekommen. Ist schon krass, wenn eine Mutter ihre Tochter nicht bei sich haben möchte. Aber auch, dass eine Tochter ihre Mutter nicht um sich haben will. Na, vielleicht wird das Verhältnis besser, wenn Ulla alles von Helga erfahren hat. In einer Kommune sind ja alle eine Familie. Aber keine hat sich anscheind so richtig mit den Problemen der anderen befasst. Sonst wäre es sicher nicht zu Helgas Selbstmord gekommen. Ich habe erst gedacht, dass Helge nicht ganz richtig ist. Aber da habe ich mich getäuscht. Der Stachel sitzt in ihrer Vergangenheit.

Mit Spannung geht es weiter.

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carola1475 kommentierte am 07. November 2021 um 11:50

Zitat: "... In einer Kommune sind ja alle eine Familie. Aber keine hat sich anscheind so richtig mit den Problemen der anderen befasst. Sonst wäre es sicher nicht zu Helgas Selbstmord gekommen."

Helga hat ihre Probleme unter dicken (Farb-)Schichten versteckt und als Luise mal eine Frage in dem Zusammenhang stellt, wird sie zornig und abweisend.

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Tara kommentierte am 07. November 2021 um 21:44

Die "dicken (Farb-) Schichten" sind ein treffendes Bild.

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Büchi kommentierte am 07. November 2021 um 22:16

Das finde ich auch.

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E-möbe kommentierte am 11. November 2021 um 17:16

Luise ist aber auch irgendwie anstrengend, finde ich. Die macht so vieles richtig, nach außen hin wirkt sie bestimmt megasympathisch. Aber ihre Gedanken gefallen mir nicht richtig. 

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miamina kommentierte am 21. November 2021 um 21:17

Nein, Luise war immer unzufrieden mit ihrem Leben, nachdem sie ihr Zuhause im Osten aufgegeben und flüchten mussten. Und ihr Paps hat ihr immer wieder eingeflüstert, dass sie seine Prinzessin sei. Nun hockt sie mit 80 mit kleiner Rente in ihrer Wohnung, Luxus wie Lachs klaut sie von den Tafel-Sachen und träumt vom teuren Altersruhesitz. Verdächtig finde ich, dass sie die Videos von Helga hat (vielleicht eine Finte). Und Helga erzählt ihr, dass ihr dafür eine sechsstellige Summe geboten wurde. Mal sehen, was Luise jetzt macht. Kannte sie Helga vielleicht auch schon zur Zeit der Flucht?

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buchwurm05 kommentierte am 08. November 2021 um 22:43

Helga hat ihre Gründe, dass sie ihre Tochter nicht sehen möchte. Ein Teil wurde ja schon angedeutet. Aber die ganze Wahrheit wird man wohl erst zum Schluss erfahren.

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carola1475 kommentierte am 07. November 2021 um 11:36

Ich finde den Roman auch von Anfang an spannend und konnte das Buch nicht aus der Hand legen, bis ich den ersten Abschnitt gelesen hatte.

Am meisten fühle ich (bisher) mit Ulla, sie hat praktisch ihr Leben lang darunter gelitten, dass Helga keinen Kontakt mehr zugelassen hat, seit sie 9 Jahre alt war. 

Am neugierigsten bin ich auf Luise, was mag da noch erzählt werden?

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buchwurm05 kommentierte am 08. November 2021 um 23:52

Ich denke auch, dass Ulla sehr unter ihrer Kindheit gelitten hat. Aber ich frage mich, ob das Verhältnis zu ihrer Tochter tatsächlich nur dadurch gestört ist, dass Ulla alles durch eine rosarote Brille sieht. Das sollte aufgrund ihrer Kindheit doch eher anders sein.

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PeWie kommentierte am 09. November 2021 um 21:37

Am neugierigsten bin ich auf Luise, was mag da noch erzählt werden

Ich empfinde sie als aufdringlich, grenzwertig.

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Tara kommentierte am 09. November 2021 um 22:06

Am meisten fühle ich (bisher) mit Ulla, sie hat praktisch ihr Leben lang darunter gelitten, dass Helga keinen Kontakt mehr zugelassen hat, seit sie 9 Jahre alt war. 

Ja, für Ulla muss das schrecklich sein und ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie sich das für ein 9-jähriges Kind anfühlen muss.

 

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carola1475 kommentierte am 07. November 2021 um 14:26

Ellen Sandberg geht besonders geschick vor, indem Ulla Helgas Kassetten nicht chronologisch hört, sondern wie sie sie gerade greift, da sie ja nicht datiert oder nummeriert sind. So ist das Erzählte wie Puzzleteile, die erst am Schluss ein vollständiges Bild ergeben. Bis dahin rätselt der Leser und macht sich seine eigenen Gedanken.

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buchwurm05 kommentierte am 08. November 2021 um 23:54

Dass man den Inhalt der Kassetten nicht chronologisch verfolgt, finde ich auch gut und erhöht dadurch die Spannung.

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Büchi kommentierte am 09. November 2021 um 19:54

Das habe ich auch so gedacht. Die Kassetten in der richtigen Reihenfolge abgehört, hätten zwar Helgas Geschichte chronologisch, und sicher auch erhellend, erzählt; durch die Sprunghaftigkeit erhöht es aber auch die Spannung für Ulla, aber auch für die Lesenden. Vielleicht ist es aber auch so, dass Ulla "zufällig" immer die Kassette abhört, die es ihr erlaubt, das jeweilige Gehörte zu verstehen und zu verarbeiten. Also quasi step by step und in bekömmlichen Dosen die Lebensgeschichte von Helga nachzuvollziehen. Was sicher natürlich keine Verletzung einfach so verschwinden zu lassen.   
 

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yesterday kommentierte am 18. November 2021 um 02:17

Andererseits hätte man sowieso immer einen Sprung drinnen, wenn die Perspektive zwischen den Personen wechselt (also die Kapitel), daher hätte mans auch chronologisch angehen können.

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miamina kommentierte am 21. November 2021 um 21:22

Ich finde es durcheinander spannender. Allerdings hätte ich, wenn ich Ulla gewesen wäre, alle Kassetten nach dem ersten Schockverdauen sofort durchgehört. Ich war schon etwas verwundert, dass es bei ihr immer ein zwei Tage bis zur nächsten dauert.

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E-möbe kommentierte am 11. November 2021 um 17:17

Das gefällt mir auch gut. Zumal man als Leser durch die Rückblicke doch ein ganz kleines bisschen mehr weiß als Ulla. 

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Xanaka kommentierte am 11. November 2021 um 17:51

Das gefällt mir auch richtig gut. Beim Lesen grübelt man ja dann selbst, was gewesen sein könnte.

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Pepina kommentierte am 07. November 2021 um 16:53

Ganz schnell hat mich der Roman in seinen Bann gezogen. Ich mag ihn nicht mehr aus der Hand legen. Und die ganzen Musiktitel der siebziger. da hab ich mich herrlich jung gefühlt. Von der Mutter verstoßen zu werden welch eine Bürde

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Tara kommentierte am 07. November 2021 um 21:46

Die Musik lässt einen gut in die Zeit der 70er eintauchen, das gefällt mir auch sehr gut.

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buchwurm05 kommentierte am 08. November 2021 um 23:56

Die Musik spiegelt tatsächlich gut die 70er Jahre wider. Das lässt einen besser in das Jahrzehnt abtauchen.

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Tara kommentierte am 07. November 2021 um 21:42

Ich finde es sehr gut, dass jede Kapitelüberschrift aus Namen und Zeitangabe besteht, das hilft mir enorm, den Überblick zu behalten. Durch die Perspektivwechsel wird Spannung aufgebaut und es entsteht ein richtiger Sog, der dafür sorgt, dass ich weiterlesen möchte, das hat Ellen Sandberg sehr geschickt gemacht.

Bisher kann ich Helgas Verhalten noch nicht ganz nachvollziehen, da muss einiges vorgefallen sein, sonst wäre das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter nicht so gestört. Ulla leidet dementsprechend.

Nach dem ersten Abschnitt habe ich nun lauter Fragezeichen im Kopf, es ist ein wenig so, als ob ich lauter Puzzleteile in der Hand halte und mir die Verbindungsstücke noch fehlen.

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buchwurm05 kommentierte am 08. November 2021 um 23:58

Das mit den Kapitelüberschriften gefällt mir auch sehr gut.

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PeWie kommentierte am 07. November 2021 um 21:54

Ich habe den ersten Abschnitt noch nicht durch, daher fehlt mir der Zusammenhang zwischen Louise und den anderen. 

Ulla tut mir leid, als Kind hat sie den Kontakt zu ihrer Mutter verloren und sieht zwangsläufig die Schuld bei sich. 

Noch eine Frage ist für mich offen, was meint Sandra, dass Ulla eine ebenso schlechte Mutter wie Helga war?

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carola1475 kommentierte am 08. November 2021 um 09:20

"Noch eine Frage ist für mich offen, was meint Sandra, dass Ulla eine ebenso schlechte Mutter wie Helga war?"

Fragst Du Dich oder in die Runde PeWie?

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PeWie kommentierte am 08. November 2021 um 11:33

Beides, ich habe mittlerweile weiter gelesen und für mich die Frage beantwortet. Nach dem Telefongespräch mit ihrem Exmann kann ich erkennen was gemeint sein könnte.

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Waterlilly kommentierte am 08. November 2021 um 08:33

Was mir an den Ellen Sandberg Büchern so gut gefällt ist, dass die Autorin die Gabe hat, mich wahnsinnig schnell in den Bann zu ziehen. Bei „Das Geheimnis“ war es auch wieder so, dass ich quasi ab der ersten Seite in die Geschichte eintauchen konnte. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich kürzlich selbst am Chiemsee war und mir die Gegend deswegen sehr gut vorstellen kann.

Man spürt schnell, dass das schwierige Verhältnis zwischen Ulla und ihrer Mutter wesentlich vielschichtiger ist als „Sie war eben Künstlerin und als Mutter ungeeignet“. Ich bin sehr neugierig darauf, mehr über Helga zu erfahren.

Was mir auffällt ist, dass ziemlich viele Wörter aus dem Dialekt verwendet werden. Ich bin selbst aus Bayern (wenn auch aus einer anderen Ecke) und komme zurecht, ich frage mich allerdings, ob Leser aus z. B. Hamburg alles so gut verstehen. Was meint ihr?

Ellen Sandberg möchte ihren Roman sehr aktuell halten. Persönlich ist es mir allerdings lieber, wenn in Serien und Büchern die Corona Pandemie keine Rolle spielt. Wir sind immer noch mittendrin und tagesaktuelle Themen in Romanen stören mich irgendwie beim Abschalten. Bei der Perspektive von Louise fand ich etwas nervig, dass so oft wiederholt wurde, dass ihre Rente klein ist. Ich hatte es schon beim ersten, spätestens zweiten Mal verstanden.

Sandras Verhalten wirkt im Moment sehr schräg. Ulla macht auf mich einen sehr sympathischen Eindruck und es tut mir leid, dass ihre Tochter so abweisend zu ihr ist.

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carola1475 kommentierte am 08. November 2021 um 09:17

Zitat: "...ich frage mich allerdings, ob Leser aus z. B. Hamburg alles so gut verstehen. Was meint ihr?"

Ich denke schon. Ich bin ja aus NRW und hatte überhaupt keine Probleme.

Zitat: "Persönlich ist es mir allerdings lieber, wenn in Serien und Büchern die Corona Pandemie keine Rolle spielt. "

Da die einzelnen Kapitel mit Jahreszahlen versehen sind, ist es eigentlich folgerichtig, dass Corona-Maßnahmen in den Abschnitten, die 2020 spielen, ab und zu erwähnt werden.

Zitat: "... fand ich etwas nervig, dass so oft wiederholt wurde, dass ihre Rente klein ist."

Mich hat das nicht gestört. Es zeigt, dass Luise Besitz und "sich etwas leisten zu können" wichtig sind. Das wird etwas später noch sehr deutlich ;-)

 

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PeWie kommentierte am 08. November 2021 um 11:37

Da bin ich deiner Meinung, wir haben Corona dann muss das Thema auch in aktuellen Romanen erscheinen.

Auch ich habe keine Probleme mit den Ausdrücken, ich bin aus Niedersachsen.

Es ist sehr wichtig für Luise Besitz und alles was dazu gehört, sie denkt ja auch jetzt immer noch an das Heim ihrer Kindheit, das war anscheinend ein größeres Haus mit kostspieligen Extras.

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Tara kommentierte am 08. November 2021 um 21:06

Da die einzelnen Kapitel mit Jahreszahlen versehen sind, ist es eigentlich folgerichtig, dass Corona-Maßnahmen in den Abschnitten, die 2020 spielen, ab und zu erwähnt werden.

Das sehe ich auch so, mich irritiert es eher, wenn Bücher in der Gegenwart spielen und Corona gar keine Rolle spielt, aber ich kann durchaus nachvollziehen, wenn jemand das nicht mag. Ich bin gespannt, wie sich diese Bücher in 10 oder 20 Jahren lesen. 

 

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PeWie kommentierte am 08. November 2021 um 23:09

Ähnlich wie Texte die über die Spanische Grippe 1918 berichten oder die Cholera Epedimie in Hamburg 1892, mit einem Schaudern und Dankbarkeit das man es überstanden hat. Vielleicht auch mit einem Hauch Unwirklichkeit wenn man als Leser es nicht mit erlebt hat.

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Xanaka kommentierte am 11. November 2021 um 17:55

Das ist eine interessante Frage, die wir wohl aussitzen müssen. Ich denke Corona wird uns noch sehr viele Jahre begleiten. Möglicherweise werden wir als Vorsorge jedes Jahr geimpft werden müssen, denn bis der Virus ausstirbt, das wird dauern! Also ist es dann auch in der Literatur etwas das zu der Generation dazu gehört. Ähnlich war es ja mit der spanischen Grippe in den 20er Jahren. Davon weiß man heute auch noch.

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yesterday kommentierte am 18. November 2021 um 02:19

Um das zu umgehen, so kommt mir vor, erscheinen aktuell auch viele Bücher, die entweder noch 2018 zB spielen oder gleich 2024 :-D

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buchwurm05 kommentierte am 09. November 2021 um 00:05

Ich habe überhaupt keine Verständnisprobleme und komme aus Hessen.
Und ja. Ich mag auch nichts von Corona in Büchern lesen. Da hier aber eine Jahreszahl angeben ist, ist es nur folgerichtig es zu erwähnen. Ellen Sandberg macht das ganz gut, indem sie es nicht zu sehr thematisiert.
Beim Verhältnis zwischen Sandra und Ulla bin ich auch mal gespannt, ob da nicht etwas ganz anderes die Ursache ist.

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miamina kommentierte am 21. November 2021 um 21:32

Tja, niemand hört gern was von Corona, aber es gehört nun mal zu der Zeit dazu und es einfach wegzulassen, würde auch etwas Authentizität wegnehmen.

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miamina kommentierte am 21. November 2021 um 21:28

"Was mir auffällt ist, dass ziemlich viele Wörter aus dem Dialekt verwendet werden. Ich bin selbst aus Bayern (wenn auch aus einer anderen Ecke) und komme zurecht, ich frage mich allerdings, ob Leser aus z. B. Hamburg alles so gut verstehen. Was meint ihr?"

Bin auch aus Bayern/Franken und finde, dass da gar nicht viel Dialekt drin ist. 4 oder 5 Wörter vielleicht und das war nichts, was man sich nicht erschließen könnte als Nicht-Bayer. Man liest zum Beispiel auch den Eberhofer überall, obwohl der ja eher Mundart ist ;-)

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Schnuck55 kommentierte am 08. November 2021 um 13:17

Der Anfang des Buches hat mich zuerst überhaupt nicht gefesselt, ich musste es erstmal beiseite legen. Mittlerweile konnte ich die Protagonisten und die Zusammenhänge besser kennenlernen. Warum sich die zwischenmenschlichen Beziehungen von Helga zu Ulla, bzw. von Ulla zu Sandra so schwierig gestalten, wird sich hoffentlich im Laufe der Geschichte klären.Wie es sich herauskristallisiert, hatte Helga nicht nur ein Geheimnis; auf ihr lastet mehr.

Dass die Story nicht chronologisch aufgebaut ist, steigert die Spannung etwas. Obwohl ich nur wenige Jahre älter bin als Ulla, sagen mir die angegebenen Liedstellen gar nichts. Da hatte ich wohl andere Prioritäten. 

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buchwurm05 kommentierte am 09. November 2021 um 00:09

Mir ging es ähnlich. Im Gegensatz zu den anderen Ellen Sandberg Büchern baut sich hier die Spannung nur sehr langsam auf. Irgendwie habe ich das Gefühl es werden zu viele Details über die Kommune etc. beschrieben. Aber vielleicht ist das ja noch wichtig. Aber so richtig gefesselt bin ich immer noch nicht.

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PeWie kommentierte am 08. November 2021 um 20:51

So allmählich ahne ich um was es geht. Im Gegensatz zu den vorherigen Büchern ist dieses etwas verschwommerner, ungenauher. Mein Lieblingsbuch der Autorin ist "Der Verrat". Hier hat es wirklich gedauert bis ich den Einstieg gefunden habe.

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buchwurm05 kommentierte am 09. November 2021 um 00:19

Jetzt habe ich auch den ersten Teil beendet. Im Gegensatz zu den anderen Büchern der Autorin, bin ich noch nicht wirklich von der Geschichte gefesselt. Es ist sehr detailreich erzählt. Zwar wird versucht Spannung aufzubauen, indem viele Dinge nur angedeutet werden, aber ich habe das Gefühl es gibt kein Vorwärtskommen. Es ist alles relativ ruhig. Viel passiert ist noch nicht. Ein Teil von Helgas Geheimnis hat man jetzt erfahren. Den Abschnitt fand ich tatsächlich spannend. Den Rest noch nicht so wirklich.
Die Frage, die mich zusätzlich zu Helgas "Schuld" interessiert ist, warum das Verhältnis von Sandra und Ulla tatsächlich so schlecht ist.
Nun bin ich gespannt, ob mich der Roman doch noch in seinen Bann ziehen kann.

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PeWie kommentierte am 09. November 2021 um 10:59

Geht mir genauso. Ich glaube das schlechte Verhältnis zwischen den beiden beruht vielleicht darauf. Das Ulla eine Supermutter sein wollte. Sie hat nichts verboten  bis auf diesen Badeanzug, sie hatte für alles Verständnis, sie war immer und überall da. 

Grenzen in jeder Form sind für Kinder sehr wichtig, auch das die Mutter mal keine Zeit hat, kein Verständnis für irgendwelche Ausbrüche, nicht alles kauft oder erlaubt. Spätestens als Erwachsene hat Sandra das erkannt und hat daher nicht viel Vertrauen in Ulla.

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Büchi kommentierte am 09. November 2021 um 19:59

Ich glaube, dass Ulla als Mutter in Bezug auf Sandra einen Gegenentwurf zu ihrer eigenen Mutter Helga lebt. Das ist ja ganz oft so, dass Kinder, die einen Mangel in ihrer Kindheit erlebt und gespürt haben , alles - und machmal zu viel zu - tun, um ihren eigenen Kindern dieses " Mangelgefühl" nicht zu vermitteln.

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miamina kommentierte am 21. November 2021 um 21:36

Ja, das glaube ich auch. Ulla wollte auf keinen Fall so sein wie ihre Mutter, sondern für ihre Tochter da sein und ihr eine positive Kindheit bescheren. Eventuell hat sie sie dadurch eingeengt und ihre negativen Gefühle gar nicht ernst genommen.

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Celi_love_books kommentierte am 09. November 2021 um 16:18

Ich habe dieses Buch direkt angefangen zu lesen, direkt als es ankam.

Bis jetzt gefällt mir dieses Buch sehr gut. 

Ich bin gespannt, was noch so alles rauskommt um Helga und Ulla... Wird Helga ihre Tochter sehen? Hoffentlich erfahren wir dies noch.

 

Ich mag auch die Charaktere so sehr. Helga ist mir direkt ans Herz gewachsen, obwohl sie gewöhnungsdürftige Ansichten hat.

Ulla mag ich sowieso mega. Und Luise ebenso.

 

Ich bin gespannt, was dieses Buch noch so für Überraschungen bringt. :)

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PeWie kommentierte am 09. November 2021 um 21:40

Mir sind alle zu sehr mit sich selber beschäftigt. Keine schaut über den Tellerrand. Außerdem obwohl sie mir "nichts getan hat" ist mir Luise unsympathisch.

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carola1475 kommentierte am 09. November 2021 um 16:38

Mir ist ein Fehler aufgefallen: Helgas Herkunftsstadt heißt ja Grünberg. Auf Seite 138 wird der Name einmalig zu "Grünstadt". 

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Büchi kommentierte am 09. November 2021 um 20:04

Mir gefällt, wie sich die Spannung , die ich von der ersten Seite an empfand, langsam aufbaut; wie sich das " Grauen" hinter der vermeintlichen Idylle der Hippiekommune am ländlichen Chiemsee Zug um Zug entblättert. Die Kapitelüberschriften mit den Zeitangaben finde ich auch sehr hilfreich. Ebenso finde ich gelungen, wie differenziert die Autorin den jeweiligen Zeitgeist der unterschiedlichen Jahre beschreibt. Und da darf halt im Jahre 2020 Corona nicht fehlen.

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E-möbe kommentierte am 11. November 2021 um 17:12

Also, ich muss zugeben, dass ich den Anfang als recht zäh empfinde. Ich kenne ja die Bücher von Inge Löhnig, wobei das hier mein erstes unter diesem Pseudonym Ellen Sandberg ist. Und ich habe irgendwie mehr erwartet. Nicht wirklich einen Krimi oder Thriller, aber mehr Spannung. 

So wird uns zwar eine Geschichte präsentiert, aber - wie ich finde - auf die falschen Details geachtet. Mich hätte viel mehr das Leben in der Kommune interessiert, beilspielsweise. Stattdessen werden uns alte Frauen präsentiert, deren Leben irgendwie so dahinplätschert und ich muss mich wirklich manchmal zwingen, weiterzulesen. 

Dann kommen wieder die wirklich interessanten Stellen - die Rückblenden in den Krieg, in die 60iger, solche Sachen. Die gefallen mir wirklich gut. Beim Rest finde ich, wäre in etwas mehr Kürze mehr Spannung gewesen. 

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buchwurm05 kommentierte am 16. November 2021 um 22:09

Die anderen Ellen Sandberg Bücher haben mir tatsächlich besser gefallen.

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yesterday kommentierte am 18. November 2021 um 02:23

Ich denke, dass ein leicht anderer Zugang (die Tapes chronologisch einzubinden) eine bessere Dynamik erzeugen könnte. Man "spoilert" damit nicht zwischendurch rein, womit man zwar Spannung erzeugt, die aber dann erst wieder schnell verblassen muss, geht ja nicht anders. Der Bogen wäre anders gespannt und man wüsste, worauf man "zuliest".

Das könnte dann auch die Details etwas abflachen. Aber wir werdens nie erfahren.

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E-möbe kommentierte am 18. November 2021 um 18:15

Dass die Tapes nicht chronologisch sind, ist eigentlich etwas, das mir gut gefällt. Nur dieses Dahinplätschern mit den alten Frauen stört mich irgendwie. 

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schaetzelein83 kommentierte am 20. November 2021 um 11:40

Dem kann ich nur zustimmen, die ersten hundert Seiten waren ziemlich zäh, ich hoffe, dass das wirklich noch Fahrt aufnimmt. Dieses atmosphärische "Geschreibsel" wie hoch die Ligusterhecke ist oder wie viele Farbkleckser auf dem Boden sind, brauch ich persönlich nicht wirklich, das wirkt für mich nur platzfüllend (aber das liegt nicht an dem Buch, ich mag das generell nicht, wenn man mir zig Seiten von der Landschaft und der Umgebung erzählt ohne dass es wirklich relevant wird).

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E-möbe kommentierte am 21. November 2021 um 12:33

Ja, genau. Oder die ewigen Beschreibungen, wie welche Klamotten aussehen oder was der und der gerade trägt. Da muss ich mich echt zusammenreißen, um nicht mit Überfliegen anzufangen. 

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miamina kommentierte am 21. November 2021 um 21:46

Hm, ein paar Infos brauch ich schon, damit ich mir das alles etwas vorstellen kann. Fand es nicht zu viele Details. Habe vorher zwei literarisch anspruchsvolle Werke gelesen, dagegen geht es hier Schlag auf Schlag.

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miamina kommentierte am 21. November 2021 um 21:42

Ich glaube das Darstellen der geruhsamen Alten und ihrer Gewohnheiten täuscht etwas idyllisches vor und ich glaub das soll uns in die Irre führen. Wobei ich gar nicht finde, dass da alles so das Gelbe vom Ei ist. Vor allem bei Luise. Die weiß mehr.
Die Kommune im Detail hätte mich zum Beispiel jetzt gar nicht interessiert. Vielleicht ist das Weglassen genauerer Infos auch gewollt und am Ende wird man überrascht, dass sie doch mit dem Geschehen zu tun hat. Mir gefällt das, es ist noch alles offen und ich kombiniere und rate. Wunderbar

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Xanaka kommentierte am 11. November 2021 um 17:45

Also mir gefällt das Buch richtig gut. Ich brenne darauf weiter zu lesen. 

Spannend sind die Geschichten von Helga und Ulla. Beide verbindet nicht wirklich viel, obwohl sie Mutter und Tochter sind. Aber das gemeinsame Leben fand in den wichtigen Jahren nicht statt. Für Ulla ein schwerer Verlust, der sie in ihrer weiteren Lebensentwicklung geprägt hat. Dazu kam dann noch der Selbstmord der Mutter. Das muss doch für sie traumatisierend gewesen sein.

Aber Helga hatte auch kein leichtes Schicksal. Es war beim Lesen schon klar, dass sich alles um den Tod von Martha ranken wird, obwohl man ja noch nicht genau weiß, was damals passiert ist. Dass Martha sich dann als das Kind von Helga rausstellt ist eine wahrhafte Überraschung. Ich bin gespannt, ob wir auch erfahren, wie sich ihr Verhältnis zu Martha entwickelt hat. War sie dann doch eher die Schwester? Oder hatte sie doch mütterliche Gefühle.

Traurig finde ich auch das Verhältnis von Sandra und Ulla. Da ist doch einiges im Argen.

Und merkwürdig finde ich Luise. Sie kann ich im Moment noch gar nicht richtig einordnen. Aber da werde ich bestimmt noch mehr erfahren.

 

Thema: Lektüre, Teil l; Seite 1 bis 155
Perle26 kommentierte am 11. November 2021 um 21:14

Ich bin sehr gut in das Buch reingekommen und muss sagen, dass ich den Schreibstil genial finde. Irgendwie habe ich mich gleich ein klein wenig wie Zuhause gefühlt und geborgen. Auch ist die Handlung sehr spannend und mitreißend, was mir sehr sehr gut gefällt. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht und ob sich Mutter und Tochter am Ende wieder näher kommen. So ungewöhnlich, dass eine Mutter ihre Tochter nicht um sich haben möchte, ist es glaube ich gar nicht, hat man auch heute noch oft, gerade umgekehrt ist das anscheinend heute irgendwie ein kleiner Trend geworden, auch wenn es sehr traurig und unverständlich ist.

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Steliyana kommentierte am 17. November 2021 um 09:37

Der Anfang hat mir sehr gut gefallen. Ich habe wirklich Mitleid mit Ulla gehabt. Dass sich ein Kind so sehr wünscht bei der Mama zu sein und sich so von ihr verraten fühlt. Das bricht einem das Herz.
Helga war wohl ein eigenartiger Mensch. Blöde Kindheit, dann erst die Freiheit bei der Tante Karla erlebt. Es wundert mich nicht, warum sie so geworden ist. Sie wollte das Leben von Karla leben und das hat sie auch getan. Ich glaube aber nicht, dass sie sich selbst umgebracht hat. Wer schießt sich denn direkt mittig in den Kopf? Die Idee mit den Kassetten hat mir sehr gut gefallen. Durch die Rückblicke aus Helgas Sicht erfahren wir etwas mehr über das Gesamtbild. Schrittweise. 
ABER, findet ihr Luise nicht komisch? Sie scheint so ganz zuckersüß zu sein. Das macht mich schon sehr misstrauisch. 

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schaetzelein83 kommentierte am 20. November 2021 um 11:35

Ja so ganz, weiß ich auch noch nicht, wie Luise da ins Bild passt. In jedem Fall war sie damals schon dabei und könnte bestimmt etwas mehr zur Aufklärung beitragen (vielleicht nimmt sie auch später noch eine wichtige Rolle ein) - in jedem Fall ist es mysteriös, dass sie einen der Filme der Performances bei sich hat.

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yesterday kommentierte am 18. November 2021 um 02:15

Ohja das ist wieder klassischen Ellen Sandberg! Viele Personen, als Hauptfiguren Frauen und eine Geschichte zwischen 2-3 Generationen, mit Konnex zur Kriegszeit.

Man kennt das Gerüst und klettert jedes Mal einen etwas anderen Weg. Immer will man wissen, was genau passiert ist und wie die Figuren darüber denken.

 

Die Ulla-Stephan-Beziehung ist auch mal interessant. Es ist nicht "sie", die sich nach "ihm" sehnt, sondern umgekehrt. Und nicht der "Unschuldige" nach dem "Schuldigen", sondern umgekehrt. Ein bisschen zu nachgiebig wirkt Ulla dennoch auf mich, aber sie geht das Ganze schon richtig an.

Übrigens ist auch Klara eine tolle Figur! Die natürlich besser heute passt als damals aber ein paar solcher Frauen muss es wohl immer schon gegeben haben, was auch gut so ist.

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schaetzelein83 kommentierte am 20. November 2021 um 11:32

Ich hab den ersten Teil auch gelesen und mir drängen sich viele Eindrücke auf, die ich versuche hier aufzuschreiben.

Der Schreibstil gefällt mir schon mal sehr gut, es sind keine komplizierten, verschachtelten Sätze, die den Lesefluss stören würden.Da es mein erstes Buch von Ellen Sandberg kann ich keinen Bezug zu den anderen Büchern ziehen, aber ich würde vermuten, dass sich diese genauso gut und leicht lesen lassen.

Zur Story und den Protagonisten finde ich aktuell noch schwer Zugang, der Zeitraum der Siebziger Jahre ist mir unbekannt, da ich ihn nicht selbst erlebt habe, und auch dadurch dass die wichtigsten Protagonisten im Jahr 2020 schon mindestens 60 oder älter sind, fällt mir eine Identifikation mit ihnen schwer - ich kann weder die Zeit noch das Empfinden in diesem Alter nachfühlen (da ich weit jünger bin). Ich finde auch, dass die Story in etwa 100 Seiten braucht, bis sie etwas Fahrt aufnimmt, ein Abschnitt, den ich als etwas zu lang empfinde - wenn ich nicht so viele Empfehlungen gelesen hätte und mich hier in einer Leserunde befände, hätte es vielleicht sogar sein können, dass ich das Buch erst mal weglege und irgendwann später weiterlese, weil es mich bis dahin nicht gepackt hat.

Auch bekommt man oft nur kleine Brocken ohne zeitliche Chronologie vorgeworfen, sie es gilt selbst in die richtige Reihenfolge zu bringen (zB Jugendzeit vor einem Abschnitt zur Einschulung, dann wieder Marlenes Geburtstag usw. ..)

Aber auch wenn das jetzt erst mal alles ziemlich mäkelig und negativ anhört, die letzten 50 Seiten des Abschnitts haben vieles zutage gefördert, was mein Interesse geweckt hat und ich freue mich auf den zweiten Abschnitt.

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Book-addicted kommentierte am 21. November 2021 um 13:07

Ich verstehe Dein Problem, da ich auch erst 32 bin und diese Zeit nicht miterlebt habe... dennoch habe ich zum Glück kein Problem damit, mich irgendwie mit den Protagonisten zu identifizieren. Das liegt aber auch vermutlich daran, dass ich mich privat wie beruflich mit Menschen in den verschiedensten Altersgruppen gut verstehe - vermutlich erleichtert mir das den Zugang etwas :)

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miamina kommentierte am 21. November 2021 um 21:52

Man will ja auch nicht immer nur Bücher lesen, in denen es um die eigene Altersgruppe geht. Das wäre mir zu langweilig, denn da erleb ich schon selbst alles. Zudem gucke ich gern mal über den Telkerrand hinaus. Wenn man die Menschen verstehen will, muss man sich mit ihrer Biographie auseinandersetzen, denn die beeinflusst die Menschen immer. So auch Helgas Erlebnisse, die noch Auswirkungen auf die Tochter ihrer Tochter haben.

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Alex13 kommentierte am 20. November 2021 um 17:41

Mir ist es im Moment noch zu oberflächlich. Finde die Rückblicke zwar ganz spannend, aber der Rest packt mich nicht so wirklich. Hoffe da passiert im nächsten Abschnitt mehr.

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E-möbe kommentierte am 21. November 2021 um 12:35

Ja, der erste Abschnitt ist leider zu langatmig. 

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miamina kommentierte am 21. November 2021 um 21:07

Finde ihn grad richtig so. Nur die Sache mit der schwangeren Tochter ist etwas seltsam.

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Book-addicted kommentierte am 21. November 2021 um 13:05

Auf Grund der Arbeit kam ich jetzt erst dazu, mit dem Buch zu beginnen... aber das macht nichts, denn bereits den ersten Leseabschnitt habe ich fast in einem Rutsch gelesen. Die Autorin schafft es mal wieder, mich von Anfang an zu begeistern und Spannung aufzubauen! Es gibt viele Personen, die man erst einmal auseinanderhalten muss, nach und nach ist das allerdings kein Problem mehr und man blickt auch Generationsübergreifend noch irgendwie durch.

Ich finde es super spannend, wie Helga ihr Leben bestritten hat und frage mich wirklich, ob ihr Tod nur ein "Unfall" durch eine ihrer "merkwürdigen Phasen" war, oder ob da mehr dahintersteckt.

Kommen Stephan und Ulla doch wieder zusammen? Ich glaube ja nicht daran, auch wenn die letzten Zeilen des Abschnittes doch auf ein "gutes Verstehen" schließen lassen - ich persönlich wäre jedoch eher für Oliver. 

Die verschiedenen Abschnitte finde ich total interessant und ich frage mich noch immer, was Luise für eine Rolle spielt, dass sie selbst "zu Wort" kommen darf und wir den Roman auch aus ihrer Perspektive lesen...

Ich hab noch so viele offene Fragen und Ideen, wie manche Dinge zusammenhängen könnten, dass ich jetzt ganz schnell weiterlesen muss :)

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miamina kommentierte am 21. November 2021 um 21:54

Keine Panik, ich habe es auch erst heute geschafft und gleich den ersten Abschnitt verschlungen. Hatte so ziemlich denselben Eindruck wie du :-)

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miamina kommentierte am 21. November 2021 um 21:05

Bisher ist das Buch genauso fesselnd, wie ich es mir nach der Leseprobe erhofft hatte. An die wechselnden Perspektiven und Zeitebenen musste ich mich erstmal wieder gewöhnen, im Prinzip wird der Wechsel meist durch die Kapitelüberschrift angezeigt. Nur beim Abspielen der Kassetten muss man etwas aufpassen.
Ansonsten bin ich von der Handlung recht begeistert. Ich finde es sehr spannend wie sich Puzzleteil für Puzzleteil zusammensetzt. Bisher hat vor allem aber die Vergangenheit von Helga noch größere Lücken und ich bin sehr gespannt und rätsel mit Ulla mit. Warum hat ihr die Mutter die Kassetten nie gegeben? Was passierte auf der Flucht wirklich mit Martha und Tante Karla? Wie hängt das damit zusammen, dass Helga, Ulla weggeschickt hat? War sie in Gefahr? Hat Helga doch nicht Selbstmord begangen? Was hat Luise damit zu tun? Sie hat Helgas Filme und ist ebenfalls damals geflohen... Fragen über Fragen... Daher muss ich jetzt auch gleich weiterlesen.