Leserunde

Leserunde "Das Geheimnis" (Ellen Sandberg)

Das Geheimnis
von Ellen Sandberg

Bewerbungsphase: 15.10. - 28.10.

Beginn der Leserunde: 04.11. (Ende: 25.11.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des Penguin Verlags – 20 Freiexemplare von "Das Geheimnis" (Ellen Sandberg) zur Verfügung. Eine Leseprobe zum Buch findet ihr hier

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch.

ÜBER DAS BUCH:

Die Zeit heilt alle Wunden. Doch das Gewissen heilt sie nicht.

München, 2020. Ulla ist eine starke Frau, obwohl sie es nie leicht hatte. Ihre Mutter Helga verließ sie als Neunjährige. Warum? Das weiß sie bis heute nicht. Helga ist der dunkle Fleck auf Ullas innerer Landkarte. Erst als das Leben sie auf den Moarhof am Chiemsee zurückführt, entdeckt sie, dass dort Antworten auf sie warten – auf Fragen, die sie jahrelang verdrängt hat.

Moosleitn am Chiemsee, 1975. Helga lebt in einer Kommune auf einem idyllisch gelegenen Bauernhof. Als Künstlerin ist sie für ihre düsteren Werke bekannt, deren wahre Bedeutung sich niemandem erschließen. Denn nur sie weiß, welche Erinnerungen sie quälen. Und dass sie als junge Frau eine Entscheidung treffen musste, die sie sich bis heute nicht vergeben kann. 

ÜBER DIE AUTORIN:

Ellen Sandberg arbeitete zunächst in der Werbebranche, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete – mit riesigem Erfolg: Ihre psychologischen Spannungs- und Familienromane, die immer monatelang in den Top Ten der SPIEGEL-Bestsellerliste stehen, bewegen und begeistern zahllose Leserinnen und Leser – wie zuletzt »Das Erbe« und »Die Schweigende«. Auch unter ihrem bürgerlichen Namen Inge Löhnig veröffentlicht sie erfolgreiche Krimis.

27.11.2021

Thema: Lektüre, Teil ll; Seite 156 bis 288

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siko71 kommentierte am 07. November 2021 um 20:21

Ich bin nun auch mit dem Abschnitt durch und es wird immer spannender und das Geheimnis wird immer luftiger.
Ich muss bissl schneller lesen, da ich morgen eine OP habe und dann erstmal nicht so kann.
Helga hat eine große Schuld auf sich geladen und ich denke mal, das hat Ulla geprägt. Die Filme, denke ich mal, sind auch noch was, wodurch Ulla Helga noch besser kennen lernen würde. Sie hat alles in ihren Bildern verarbeitet. Nun wird einiges klar.
Spannend geht es weiter.

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carola1475 kommentierte am 08. November 2021 um 09:03

Alles Gute für die OP siko, ich hoffe, Du kannst Dich bald wieder melden!

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Tara kommentierte am 09. November 2021 um 22:36

Ich hoffe, Du hast Deine OP gut überstanden und wünsche Dir alles Gute.

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Büchi kommentierte am 11. November 2021 um 00:47

Auch von mir alles Gute, siko !

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E-möbe kommentierte am 16. November 2021 um 11:49

Hast du die OP gut überstanden? 

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carola1475 kommentierte am 09. November 2021 um 12:19

In diesem zweiten Teil geht es, so empfinde ich es, hauptsächlich um Helga.

Ulla erfährt immer mehr von Helgas Vergangenheit und kommt iher Mutter dadurch näher.

Mit Sandras Zurückweisung setzt sie sich vorerst nicht wirklich auseinander. Ich denke, Noras "Küchenpsychologie" trifft es auf den Punkt.

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Celi_love_books kommentierte am 09. November 2021 um 16:21

Helga, hat ein Geheimnis und dies verdunkelt sich immer mehr, es wird immer spannender und düsterer.

Ich kann einfach nicht mehr aufhören zu lesen. Es wird immer spannender.

Bisher mag ich immer noch alle.

Diesen Abschnitt geht es eher um Helga, kommt mir so vor.

Ich bin gespannt, wann sich das Geheimnis um Helga lüften wird.

 

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buchwurm05 kommentierte am 16. November 2021 um 21:48

Theoretisch hat sich das Geheimnis gelüftet. Zumindest wenn man den Kassetten glauben darf. Es war ihre Schuld, dass Martha gestorben ist, weil sie selbst nicht sterben wollte. Ich schreibe theoretisch, da ich denke es kommt noch was.

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carola1475 kommentierte am 17. November 2021 um 08:26

Ich denke nicht, dass der "Bauernjunge" Martha verschont hätte, wenn Helga sich hätte erschießen lassen.

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miamina kommentierte am 22. November 2021 um 15:09

Ich hab eine ganz andere Vermutung zu dem Schuss.

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yesterday kommentierte am 24. November 2021 um 22:15

Ja die "klassische" Reaktion die gerne in Literatur/Filmen verwendet wird in solchen Situationen ist ja das "nimm mich statt ihr". 

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Tara kommentierte am 09. November 2021 um 22:35

An Spannung mangelt es in diesem Buch nicht.

Nach und nach erfährt Ulla immer mehr über Helgas Vergangenheit und lernt so ihre Mutter immer besser kennen.

Mir ist noch nicht ganz klar, worauf das hier hinausläuft, aber das schlechte Mutter-Tochter-Verhältnis scheint sich hier vererbt zu haben. Die Beziehung zwischen Sandra und Ulla ist auch alles andere als optimal.

Ich mag die Bücher von Ellen Sandberg sehr, allerdings stehen ihre Protagonistinnen gesellschaftlich immer sehr gut da, das ist mir langsam ein wenig zu häufig, eine zu perfekte Welt in der sich ein düsteres Stück Vergangenheit versteckt.

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carola1475 kommentierte am 10. November 2021 um 09:30

Zitat: "Ich mag die Bücher von Ellen Sandberg sehr, allerdings stehen ihre Protagonistinnen gesellschaftlich immer sehr gut da, das ist mir langsam ein wenig zu häufig, eine zu perfekte Welt in der sich ein düsteres Stück Vergangenheit versteckt."

Da stimme ich Dir zu! Diese Protagonistinnen aus gehobeneren Kreisen, ohne jegliche finanzielle Sorgen, sind ziemlich unrealistisch.

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Xanaka kommentierte am 12. November 2021 um 22:59

Ich denke, ein schlechtes Mutter Tochter Verhältnis kann man nicht vererben. Es rührt eher daher, dass die Kinder es nicht anders kannten. Wie sollten sie dann ein normales Verhältnis lernen. Und so gibt es sich einfach im Verhalten weiter. Und Ulla wollte es dann einfach viel, viel besser machen und hat dabei wahrscheinlich die größten Fehler gemacht. Ich hoffe für sie, dass es sich mit einer ordentlichen Aussprache doch noch richtet.

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Tara kommentierte am 13. November 2021 um 16:40

Also auf die Idee das das schlechte Mutter-Tochter-Verhältnis genetisch vererbt wurde, bin ich in diesem Zusammenhang gar nicht gekommen, ich meine vererben durch Prägung / Vorleben / abschauen. Demnächst werde ich meine Gedanken genauer ausführen.

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E-möbe kommentierte am 16. November 2021 um 11:50

Wahrscheinlich kennt es Inge Löhnig/Ella Sandberg nicht anders. Wenn du aus bestimmten Kreisen stammst, kannst du dir vielleicht gar nicht vorstellen, wie es anderen Leuten geht. 

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Book-addicted kommentierte am 24. November 2021 um 20:31

Nicht nur das, Du kannst es eben auch nicht authentisch wiedergeben. 

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Perle26 kommentierte am 28. November 2021 um 22:31

Ich denke auch, dass das so ist. 

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buchwurm05 kommentierte am 16. November 2021 um 21:44

Zumindest Luise verkehrt nicht in gehobenen Kreisen. Sie wird bestimmt auch noch eine größere Rolle spielen.

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miamina kommentierte am 22. November 2021 um 15:12

Naja, von Luise kann man jetzt nicht behaupten, dass sie gut betucht ist. Und auch Helga, war es nicht. Klar, Ulla braucht sich keine Gedanken zu machen, ist aber nicht die einzige Protagonistin. Leider kenne ich die anderen Bücher der Autorin (noch) nicht.

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yesterday kommentierte am 24. November 2021 um 22:16

Sandra kann ich noch viel zu wenig einschätzen. Aber sie spielt ja auch eigentlich keine so große Rolle.

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PeWie kommentierte am 10. November 2021 um 21:01

Allmählich komme ich hinter Helgas Geheimnisse und die Gründe für ihr Verhalten. Kein Wunder das sie glaubt eine schlechte Mutter  und eine Gefahr für ihre Tochter zu sein.

Aber das kann man niemanden erklären. Das sie in Behandlung war hatte ja auch keine Wirkung. Da hätte sie vielleicht eine Chance gehabt wenn jemand von ihrer Vergangenheit gewusst hätte.

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yesterday kommentierte am 24. November 2021 um 22:17

Also ich hatte das so verstanden, dass sie eben keine wirklich Behandlung bekommen hat / annehmen konnte?

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Büchi kommentierte am 25. November 2021 um 23:34

Ich glaube auch nicht, dass sie eine Therapie gemacht. Wobei eine Therapiebehandlung in den 70er Jahren nicht so selbstverständlich war wie sie es heute ist. Es gab kaum Therapieplätze und psychische Probleme wurden negativ beäugt und bewertet, wenn nicht gar verdrängt. Psychische Probleme wurden mit psychischen Schäden gleichgesetzt. Was ganz und gar ungut war, denn der Krieg hatte auch eine psychische Schneise geschlagen.

Ich fand vielmehr, dass Helga ihre "Therapie" in ihrer Kunst versuchte auszuleben, was natürlich nur mässig bis kaum gelang.

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Perle26 kommentierte am 28. November 2021 um 22:37

Ja heute ist eine Therapie schon das normalste der Welt, aber früher wurde das ja eher verpöhnt. Zumindest nach meinem Kenntnisstand.

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PeWie kommentierte am 10. November 2021 um 22:36

Ich glaube ich weiß wer Luise ist bzw. war. 

Der erste Abschnitt zog sich in die Länge. In diesem zweiten Abschnitt wurde es spannender. Vor allem weil Helga mehr aus ihrer Vergangenheit erzählt.

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buchwurm05 kommentierte am 16. November 2021 um 21:51

Vielleicht denken wir ja das gleiche bezüglich Luise.
Mir ging es wie dir. Den 2. Abschnitt fand ich etwas spannender. Aber so ganz haut mich die Geschichte immer noch nicht um.

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miamina kommentierte am 22. November 2021 um 15:15

"Ich glaube ich weiß wer Luise ist bzw. war."
Ich auch, das ist schon ziemlich offensichtlich, aber trotzdem geschickt gemacht.

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Büchi kommentierte am 11. November 2021 um 00:49

Puh, die letzten Seiten dieses Abschnitts muss ich erst einmal " verdauen". Harte Kost.

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Schnuck55 kommentierte am 11. November 2021 um 04:49

Der zweite Leseabschnitt ist wesentlich spannender und auch flüssiger geschrieben.

Durch die Kassetten erfährt Ulla sehr viel mehr über ihre Mutter Helga und die damaligen Umstände. Sie hat in den Kriegswirren ein grosses Trauma erlitten und ihr Leben lang versucht, dieses zu verarbeiten. Sie fühlte sich nicht wert, nochmal ein Kind zu haben. Die Aussage von Helga, dass sie Ulla trotz allem sehr geliebt habe, bedeutet Ulla sehr viel. Ich glaube nicht daran, dass Helga Suizid begangen hat, die Schmauchspuren stammen noch vom Übungsschießen. 

Meines Erachtens wollte es Ulla besser machen als ihre Mutter und hat Sandra durch ihre überbordende Liebe und Fürsorge erdrückt. Sandra blieb keine Luft zum Atmen. Kein Wunder, dass sie Abstand sucht.

Die Rolle von Luise durchschaue ich noch nicht ganz. Als sie zur Kommune kam, machte sie sich durch ihre hauswirtschaftlichen Tätigkeiten schnell unentbehrlich. Sie suchte Anschluss und Anerkennung. Meiner Meinung nach birgt auch sie noch ein Geheimnis. Warum hat sie die Filme von Helga in Verwahrung?

Ich bin sehr gespannt, wie die Geschichte endet!                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                              

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                                                           

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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carola1475 kommentierte am 11. November 2021 um 08:17

Deine Gedanken gefallen mir sehr Schnuck, ich stimme Dir in allen Punkten zu!

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Tara kommentierte am 11. November 2021 um 21:23

Meines Erachtens wollte es Ulla besser machen als ihre Mutter

Das denke ich auch und finde das auch nachvollziehbar, aber leider geht sie es falsch an.

Die Rolle von Luise durchschaue ich noch nicht ganz.

Ich auch nicht und denke / hoffe, dass der nächste Abshcnitt mehr Klarheit bringt.

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yesterday kommentierte am 24. November 2021 um 22:19

Ich denke nicht dass sie es so falsch angeht, dazu gehören schon immer zwei. Sandra hat auch ihren Anteil.

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buchwurm05 kommentierte am 16. November 2021 um 21:54

Luise birgt bestimmt noch ein Geheimnis. Ich könnte mir vorstellen, sie spielt noch eine große Rolle und ist für eine Überraschung gut.

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Waterlilly kommentierte am 11. November 2021 um 22:17

Puh, der zweite Leseabschnitt begann verhältnismäßig ruhig und schaukelt sich dann zu einem absoluten Drama hoch.
Helgas Bericht über die Situation mit den russischen Soldaten hat mich furchtbar schockiert und ging mir sehr unter die Haut.
Nun hoffe ich, dass Martha doch noch irgendwie lebt.

Auch die Beschreibungen von ihren Performances fand ich unglaublich verstörend.
Diese Aktionen müssen absolut heftig gewesen sein.

Helgas Geschichte finde ich wahnsinnig interessant und finde es fast schade, dass immer wieder unterbrochen wird.

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E-möbe kommentierte am 16. November 2021 um 11:56

Vielleicht weit hergeholt, aber ich glaube, dass Martha noch lebt und ganz in der Nähe ist. 

Geht mir mit den Unterbrechungen genauso. :) 

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buchwurm05 kommentierte am 16. November 2021 um 21:55

Der Gedanke ist mir auch gekommen.

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yesterday kommentierte am 24. November 2021 um 22:20

Haha, sie hat seine Pistole genommen und peng? :-D

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Büchi kommentierte am 12. November 2021 um 00:03

In diesem zweiten Abschnitt wird deutlich, worum es in diesem Buch geht, um traumatische Erlebnisse und Traumata, die, unverarbeitet, ein ganzes Leben beeinflussen können und die, nicht selten, an nachfolgende Generationen weitergegeben werden. Die, als " Geheimnis" ( so auch der Buchtitel) tief in einem Menschen vergraben sind und für nahestehende Menschen  wie ein "weißer/dunkler Fleck" sind. Warum hat sie/er das so gemacht ? Warum wurde ich von xy so verletzt ?

Helga hat Grauenvolles erlebt. Wurde vom Kriegsflüchtling zur Künstlerin und Performerin in den freien und wilden Zeiten Ende 60er/ Anfang 70er Jahren, doch konnte diese Freiheit nie wirklich leben, so gekettet war sie an ihre Vergangenheit. Eine zerstörte und sich zerstörende Frau, die verstörte Menschen zurücklässt .

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Xanaka kommentierte am 12. November 2021 um 22:54

Der Abschnitt ist zu Ende und ich bin erschüttert. Kann ich Helga verstehen? Wie würde man selbst in so einer Situation handeln? Im Grunde denke ich, da scheiden sich die Geister. Ich selbst hätte das Kind nie weg gegeben. Aber sie Helga fühlte sich ja niemals direkt als Mutter von Martha und wurde auch nie so behandelt. Möglicherweise hätte sie sich dann auch viel schneller in der Situation in Sicherheit gebracht. Ich frage mich auch, ob Martha wirklich tot ist? Sie hat ja die Leiche tatsächlich nie gesehen, sondern nur den Schuss gehört. 

Ich denke durch die erzählten Erlebnisse von Helga ändert sich auch das Verständnis von Ulla für ihre Mutter. Die Erlebnisse haben definitiv viel in ihr verändert, sie wurde ja dadurch auch geprägt.

Aber Luise ist mir nach wie vor suspekt. Ich bin gespannt, was sie vorhat. 

 

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E-möbe kommentierte am 16. November 2021 um 11:52

Dieser Abschnitt hat mir weitaus mehr gefallen als der erste. Endlich ging es mal hauptsächlich um Helga und man versteht so halbwegs, was ihre Gründe waren, den Kontakt zu ihrer Tochter abbrechen zu wollen. 

Luise ... ich habe da eine Ahnung. Mal sehen. 

Kann sich eigentlich ein schlechtes Mutter-Tochter-Verhältnis vererben? Eigentlich nicht, oder? 

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PeWie kommentierte am 16. November 2021 um 12:00

Ich denke die Erfahrungen beeinflussen das eigene Verhalten. Beispiel: ich habe in Allem das genaue Gegenteil von meiner Mutter gemacht. Die meisten machen das  was gut war auch und versuchen sich anders zu verhalten bei Dingen die sie im nach hinein nicht akzeptieren können. 

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E-möbe kommentierte am 18. November 2021 um 18:21

Ja, das verstehe ich. Aber irgendwo habe ich mal gelesen, dass sich zum Beispiel traumatische Ereignisse auf nachkommende Generationen vererben kann. Ich habe das nicht mehr gut im Kopf, aber da ging es wohl darum, dass eine Frau immer total in Panik ausgebrochen ist, wenn sie Sirenen gehört hat und angeblich lag das daran, dass ihre Mutter im Krieg halt die Sirenen hörte als Kind und ... ach, keine Ahnung. War verworren, und ich hatte das auch nicht wirklich verstanden bzw. auch nicht wirklich durchdacht, weil es mich damals nicht interessiert hat. 

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Tara kommentierte am 18. November 2021 um 19:46

Da ging es dann vermutlich um epigenetischen Veränderungen durch traumatische Ereignisse und wie diese genau vererbt werden ist - nach meinem Kenntnisstand, kann sich inzwischen geändert haben - unbekannt.

Das schlechte Mutter-Tochter-Verhältnis mag für ein Kind prägend sein, aber ich würde es nicht pauschal als Trauma einstufen, wobei das was passiert natürlich schon traumatisch sein kann.

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E-möbe kommentierte am 21. November 2021 um 12:37

Das klingt bei dir total professionell. Bist du Psychologin? 

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Tara kommentierte am 21. November 2021 um 16:18

Nein, ich saß nur lange genug auf der anderen Seite. ;)

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carola1475 kommentierte am 16. November 2021 um 12:21

Zitat:: "Kann sich eigentlich ein schlechtes Mutter-Tochter-Verhältnis vererben? Eigentlich nicht, oder? "

Genetisch nicht. Tara hat das weiter oben schon präzisiert:

Zitat: "Also auf die Idee das das schlechte Mutter-Tochter-Verhältnis genetisch vererbt wurde, bin ich in diesem Zusammenhang gar nicht gekommen, ich meine vererben durch Prägung / Vorleben / abschauen..."

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E-möbe kommentierte am 18. November 2021 um 18:22

Okay, das erscheint mir auch sinniger. 

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Steliyana kommentierte am 18. November 2021 um 11:44

Ich denke auch nicht, dass man es vererben kann. Dadurch dass Ulla es von ihrer Mutter nicht kennt, wie eine gute Mutter sich verhält, möchte sie es bei Sandra viel besser machen. Das, was man als gut sieht, muss aber der andere nicht ebenfalls als gut empfinden. Ich hoffe sehr, dass sich beide Frauen treffen und über ihre Beziehung sprechen werden. 

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E-möbe kommentierte am 18. November 2021 um 18:23

Stimmt. Und ich kann mir vorstellen, dass Ulla als Mutter megaanstrengend war. 

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yesterday kommentierte am 24. November 2021 um 22:21

Ob man das so sagen kann?  Dazu bräuchte es doch einen direkten Vergleich, oder? Also quasi zwei Mütter parallel.

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buchwurm05 kommentierte am 16. November 2021 um 22:08

Manchmal gibt es Leserunden, da denke ich, alle anderen lesen ein anderes Buch als ich. Hier geht es mir in Teilen so. Wirklich spannend finde ich den Roman nicht. Ich kann nicht unbedingt greifen wieso. Denn wie das mit den Kassetten gehandhabt wird und dass Helgas Geheimnis nicht chronologisch gelüftet wird, ist eigentlich genau mein Stil. Trotzdem hänge ich nicht gebannt an den Seiten. Das liegt wahrscheinlich daran, dass auch so viele Nebensächlichkeiten erzählt werden. Zumindest auf den ersten Blick. Vielleicht hat das aber alles auch noch eine Bedeutung. Jedenfalls hat mir der 2. Leseabschnitt wesentlich besser gefallen als der erste.

Das Geheimnis von Helga ist dramatisch. Kein Wunder, dass sie sich die Schuld an Marthas Tod gibt. Obwohl ich dazu noch eine ganz spezielle Vermutung habe und glaube, Luise ist noch für eine große Überraschung gut.

Das und der Selbstmord von Helga, auch hier habe ich eine Vermutung, sind für mich gerade die spannendsten Fragen.

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E-möbe kommentierte am 18. November 2021 um 18:24

Nicht unbedingt. Mir geht es auch zu zäh voran. Und den 2. Abschnitt fand ich viel besser als den ersten, was das Buch aber noch lange nicht wirklich gut macht in meinen Augen. 

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Steliyana kommentierte am 18. November 2021 um 11:41

Ich fand den zweiten Abschnitt mega spannend! Es gefällt mir, mehr über Helga zu erfahren. Dass die Kassetten nicht chronologisch sortiert sind, passt ja zu ihrer chaotischen Persönlichkeit. Jetzt verstehe ich auch, was diese komischen Wörter darstellen sollen, die sie bei ihren Performances schreit. Das hat der Soldat gesagt und das, was damals geschehen ist, hat ihr Leben, ihre Kunst geprägt. Kein Wunder, dass sie Angst davor hatte, Ulla bei sich zu haben. Da ist die Angst vor dem Versagen groß; dass das zweite Kind auch von einem entrissen wird. Sich selbst vor dem eigenen Kind zu bevorzugen. Ich weiß nicht, wie ich mich entscheiden würde. Aber ob Martha wirklich erschossen wurde, hat sie nicht gesehen. Sie hat nur einen Schuss gehört. Ist Luise vielleicht Martha? 

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Book-addicted kommentierte am 24. November 2021 um 20:29

Interessanter Gedanke... das würde ihre eigenen Kapitel tatsächlich erklären! Da bin ich noch nicht drauf gekommen...

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Alex13 kommentierte am 21. November 2021 um 11:59

Jetzt ist das Buch spannender, aber ich finde manche Passagen leider immer noch langwierig und bin gespannt ob sich am Schluss alles logisch erklärt.
Mal sehen wie der letzte Abschnitt wird.

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miamina kommentierte am 22. November 2021 um 15:07

Finde die Geschichte weiterhin sehr spannend und habe schon eine Vermutung, worauf es hinauslaufen könnte. Gut, dass Ulla doch nicht locker gelassen hat und ihrer Mutter eine Chance gibt. Die Sache mit Stephan, der sich plötzlich verändern will, hätte, es jetzt nicht unbedingt gebraucht. Auch die Sache mit Sandra... Da bin ich mir nicgt sicher, was die Tochter eigentlich möchte. Es ist schon ziemlich krass, die eigene Mutter in der Schwangerschaft so auszugrenzen.
Viel interessanter aber sind die anderen Entwicklungen. Das Zerwürfnis zwischen Luise und ihrer Mutter, warum sie sich so gegen das Körperliche sträubt...
Die Schmauchspuren an Helgas Händen, die vermutlich gar nicht vom Selbstmord/Unfall herrühren, sondern von den Schießübungen im Schützenhaus.
Und natürlich die schreckliche Fluchtgeschichte. Kein Wunder, dass Helga Angst hat, ihre Tochter bei sich zu haben.
Wie ich es mir gedacht habe, denkt Luise über den Verkauf der Videos nach. Wie kommt sie zu diesen. Falls sich mein Verdacht bestätigt, ist es fast ein bisschen durchsichtig, wobei mir trotzdem noch Details fehlen.
Ich finde die Autorin trifft egal ob 1945, 1975 oder 2020 immer den richtigen Ton und macht das Ganze zu einer fesselnden Spurensuche. Ich will unbedingt gleich weiterlesen.

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schaetzelein83 kommentierte am 22. November 2021 um 21:16

Dieser Abschnitt war deutlich spannender, auch wenn es immer noch ein paar Personen oder Handlungsstränge gibt die ich nicht so interessant finde.

Dass die Schmauchspuren vom Schießstand kommen und ihr Ex so austickt, rückt die ganze Geschichte in ein anderes Licht und ich bin gespannt wie es weitergeht und auch wie Luise an die Filme gekommen ist (vielleicht hat sie sie auch nur bei einer Aufräumaktion gefunden?)

Die Schuld, die Helga auf sich geladen hat ist enorm und ich verstehe, dass einen das auffrisst. Dennoch hätte ich als Mama tatsächlich nicht so entschieden, und ich glaube da bin ich nicht alleine oder?

 

 

 

Thema: Lektüre, Teil ll; Seite 156 bis 288
Book-addicted kommentierte am 24. November 2021 um 20:27

Wow, was für ein zweiter Abschnitt! Mir hatte der erste ja schon echt gut gefallen, das hat sich allerdings nochmal gesteigert! Gerade der Bericht von Helga, was mit Martha passiert ist, war unglaublich spannend, aber mindestens genauso grausam. So muss Krieg gewesen sein... schrecklich. Allerdings stellt sich mit die Frage: ist Martha wirklich tot? Oder wollte der Soldat, dass sie sich auf ewig Vorwürfe macht und hat das Mädchen vielleicht doch am Leben gelassen?
 

Und was ist das mit Stephan, dass er wieder so reges Interesse an Ulla zeigt...? Das begeistert mich ehrlich gesagt ja nicht so...

Ich muss jetzt aber schnell noch den letzten Leseabschnitt inhalieren, bevor es morgen zum Ende geht :)

 

 

Thema: Lektüre, Teil ll; Seite 156 bis 288
yesterday kommentierte am 24. November 2021 um 22:14

Okay nun ist erstmal die Katze aus dem Sack.

Ein bisschen unübersichtlich ist es leider schon mit den nicht-Chronologie der Bänder. Und kommt es euch auch so vor, als hätten Helga und Luise ähnliche Biografien?

Luise scheint jetzt auch weniger "unsympathisch" als zum Start vermute ich mal.

Thema: Lektüre, Teil ll; Seite 156 bis 288
Perle26 kommentierte am 28. November 2021 um 22:50

Im zweiten Teil kommt etwas Fahrt auf und man erfährt einiges über die Hintergründe von damals. Keine einfach Zeit nach dem Krieg und viele Erlebnisse, die es zu verarbeiten gibt. Kein Wunder, dass die Mutter zeitweise eigenartige Züge hatte.