Leserunde

Leserunde "Nico - Die Sängerin der Nacht" (Mari Roth)

Nico - Die Sängerin der Nacht -

Nico - Die Sängerin der Nacht
von Mari Roth

Bewerbungsphase: 15.10. - 28.10.

Beginn der Leserunde: 04.11. (Ende: 25.11.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des Aufbau Verlags – 20 Freiexemplare von "Nico - Die Sängerin der Nacht" (Mari Roth) zur Verfügung. Eine Leseprobe zum Buch findet ihr hier

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch.

ÜBER DAS BUCH:

Nico – Andy Warhols Muse, charismatische Sängerin, Ikone der Sechziger  

Die junge Christa Päffgen ist anders – groß, still und schön wird sie das erste Supermodel Deutschlands. Doch das genügt ihr bald nicht mehr, sie geht nach Paris und nennt sich „Nico“. In New York schließlich findet Andy Warhol in ihr seine Muse, und als düstere Chanteuse von Velvet Underground wird Nico zur Ikone ihrer Zeit. Stets bleibt sie jedoch auf der Suche nach der Essenz hinter ihrer Schönheit, nach ihrer Stimme als Musikerin – bis sie Jim Morrison trifft, den Sänger von The Doors. Eine Begegnung, die alles verändert …  

Ein spannender Roman über eine musikalische Vorreiterin und ihre Suche nach sich selbst in den wilden Sechzigern – mit Leonard Cohen, Bob Dylan, Lou Reed und vielen anderen Größen der Musikgeschichte.

ÜBER DIE AUTORIN:

Mari Roth, geboren 1969, arbeitet als Journalistin und Übersetzerin und lebt und schreibt in Berlin. Schon als Teenager war sie ein Fan von Nicos Stimme auf dem legendären Velvet-Underground-Album mit Warhols Bananencover. Durch den Film Nico 1988 erwachte ihr Interesse an der Ikone der Popkultur von Neuem, sie begann zu recherchieren und stieß auf die Geschichte einer Frau, die eigenwillig ihren Weg gesucht hat, wie man es sonst nur von Männern kennt – und den ersten wirklich coolen weiblichen Popstar. „Nico – Die Sängerin der Nacht“ ist ihr erster Roman.

27.11.2021

Thema: Lektüre, Teil l; Seite 1 bis 109

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MeinNameistMensch kommentierte am 04. November 2021 um 16:59

Der Start in die Geschichte ist mir richtig gut gelungen und ich konnte mich gut mit "Nico" verbinden. Der Kontrast zwischen ihren beiden Leben - hier das zerstörte konsevative Deutschland, dort das lebendige, aber auch homophobe Paris - ist auf jeden Fall deutlich zu tage getreten. Sehr berührt haben mich bisher drei Szenen; Der Transport mit den KZ Häftlingen, die Vergewaltigung durch den schwarzen GI und die Beschimpfung als Bastard in Köln. Solche Erfahrungen prägen definitiv.

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Langeweile kommentierte am 06. November 2021 um 13:05

Irgendwie finde ich es erstaunlich, wie sie sowohl die Vergewaltigung, als auch die Demütigung in Köln weggesteckt hat. Ob das noch mal zum Thema gemacht wird? Ich bin gespannt.

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foxydevil kommentierte am 09. November 2021 um 22:19

dem schließe ich mich an....

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Durga108 kommentierte am 22. November 2021 um 16:20

Die Menschen sind vom Krieg noch so traumatisiert sind, Vergewaltigungen kamen en masse vor, der Tod ist bzw. war allgegenwärtig. In solchen Zeiten gehen Einzelschicksale oft unter und Emotionen sind Luxus, weil es vielleicht nur ums nackte Überleben geht. Deshalb ist es natürlich nicht weniger schlimm und hat sie definitiv traumatisiert. Soweit ich weiß, hatte Christa Pfäffgen aka Niko immer sehr komplizierte Beziehungen zu Männer.

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GudrunMaria kommentierte am 09. November 2021 um 12:44

Oh ja, da bin ich auch voll bei Dir. Sehr eindrücklich geschildert und wirkt bei mir noch nach.

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Muschelschubser kommentierte am 05. November 2021 um 17:12

Mein Buch kam gestern an und ich habe gleich los gelesen . der Prolog geht schon gut los. Wir lernen Nico aus der Perspektive eines Unbekannten kennen. Das ist ganz unerwartet. Ich hatte eher damit gerechnet, dass es in 3. Person, aber aus ihrer Sicht 

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GudrunMaria kommentierte am 09. November 2021 um 12:45

Wir lernen Nico aus der Perspektive eines Unbekannten kennen. Das ist ganz unerwartet. 

 

So habe ich das auch erlebt. interessant und ungewöhnlich.

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MeinNameistMensch kommentierte am 14. November 2021 um 11:06

Die Idee mit Reno fand ich auch richtig interessant.

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Muschelschubser kommentierte am 05. November 2021 um 18:03

Der Unbekannte heißt also Reno, kommt aus Deutschland und ist Schriftsteller. Nico heuert ihn an, um ein Buch über ihr Leben zu schreiben, dass sie David Bowie geben will, damit er ein Album mit ihr macht.

Nico wirkt etwas exzentrisch und launisch. 

Findet Ihr, dass sie sympathisch dargestellt wird?

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Muschelschubser kommentierte am 05. November 2021 um 18:03

Der Unbekannte heißt also Reno, kommt aus Deutschland und ist Schriftsteller. Nico heuert ihn an, um ein Buch über ihr Leben zu schreiben, dass sie David Bowie geben will, damit er ein Album mit ihr macht.

Nico wirkt etwas exzentrisch und launisch. 

Findet Ihr, dass sie sympathisch dargestellt wird?

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Elchi130 kommentierte am 05. November 2021 um 21:53

Im Prolog fand ich sie eher unsympathisch. Aber wer weiß, wie wir uns verhalten würden, wenn wir ihr Leben gelebt hätten. Schauen wir mal, wie wir am Ende des Buches den Prolog beurteilen.

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GudrunMaria kommentierte am 09. November 2021 um 12:46

Findet Ihr, dass sie sympathisch dargestellt wird?

 

Also, ich finde sie nicht sympathisch....denke mal, dass die Exzentrik eher ihr Markenzeichen ist.....aber, vielleicht kommt da ja auch was...

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foxydevil kommentierte am 09. November 2021 um 22:20

ich empfinde sie als speziell...und eher beeindruckend dargestellt...

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MeinNameistMensch kommentierte am 14. November 2021 um 11:07

Ich mochte sie in ihrer unkonventionellen Art sofort total gerne.

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Buchstabensucht kommentierte am 14. November 2021 um 14:18

Ich mag sie auch sehr, bin aber auch großer Velvet Underground Fan und somit positiv voreingenommen.

In dem Buch gefällt mir gut, dass sie an sich glaubt und ihre Chancen ergreift. Und dass sie über ihren Tellerrand hinaus blicken will und es dann auch schafft. Als junges Mädchen alleine in der Zeit einen Job in Paris zu bekommen, ist schon etwas ganz besonderes. 

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florinda kommentierte am 05. November 2021 um 18:15

Mein Exemplar traf heute ein. Vielen Dank! Ich werde am Wochenende mit der Lektüre beginnen...

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Elchi130 kommentierte am 05. November 2021 um 21:49

Im Prolog fand ich Nico sehr unsympathisch. Sie wächst zu einer schwierigen Zeit auf. Die ersten 7 Lebensjahre verbringt sie in Deutschland, während die Nazis regieren. Und die Jahre im Anschluss waren auch hart für die Bevölkerung. Nach dem Krieg scheinen sich alle Frauen mit ihrer Nähmaschine und dem Nähen für andere über Wasser gehalten zu haben. Schade, dass das nicht als Tradition bis heute geblieben ist.

Als sie dann entdeckt wird, empfinde ich sie als sehr naiv und ungebildet. Aber sie ist auch noch sehr jung. Offensichtlich hatte sie einen Schutzengel, dass ihr die Begegnung vor dem KaDeWe Glück gebracht hat. Und Bildung war zur damaligen Zeit auch noch nicht so üblich, denke ich.

Ich habe mir Nico auf den Bildern im Internet angeguckt. Aus meiner heutigen Sicht finde ich sie nicht überirdisch schön. Aber Geschmäcker ändern sich.

Ebenso finde ich es eigenartig, dass Christas Mutter will, dass sie nach Berlin zurückkommt und heiratet. Schließlich ist Nico wer, wenn sie in so vielen Zeitschriften erscheint und für Dior über den Laufsteg läuft. Aber da kann man sehen, wie sich das Bild von uns Frauen gewandelt hat. Für die Mutter stand eine gute Ehe mit einem reichen Mann über dem, was der Job als Mannequin bietet.

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GudrunMaria kommentierte am 09. November 2021 um 12:49

Ich habe mir Nico auf den Bildern im Internet angeguckt. Aus meiner heutigen Sicht finde ich sie nicht überirdisch schön. Aber Geschmäcker ändern sich.

 

Bin da schon bei Dir. Habe da eher das Gefühl, dass es irgendwie die Unnahbarkeit ist, die sie interessant macht.

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foxydevil kommentierte am 09. November 2021 um 22:22

ich habe auch geschaut ;o) und das finde ich auch ....wirklich...im Auge das Betrachters....

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Buchstabensucht kommentierte am 12. November 2021 um 00:42

Hm, naja, ich bin ganz froh, dass ich mich nicht mit Nähen über Wasser halten muss. :D Aber grundsätzlich gebe ich dir recht, man sieht in dem Buch ganz gut, wie sich das Frauenbild über die Jahre geändert hat. 

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Elchi130 kommentierte am 12. November 2021 um 15:38

So herum habe ich auch gar nicht gedacht. Ich dachte eher, ich kann andere für mich nähen lassen...

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Borkum kommentierte am 24. November 2021 um 16:37

Wenn ich mit nähen Geld verdienen müsste, würde ich am Hungertuch nagen ;-)

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MeinNameistMensch kommentierte am 14. November 2021 um 11:09

Ich fands spannend, mir Bilder von ihr anzuschauen. Vor dem Lesen des Buches war mir ihr Name noch nicht unter gekommen.

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Cat83 kommentierte am 06. November 2021 um 11:50

Ich habe gestern angefangen zu lesen und war zügig mit dem ersten Abschnitt fertig. 
Zwischendurch habe ich dann erstmal gegoogelt, um zu sehen, wie Nico aussah. Gesehen hatte ich sie vorher auf jeden Fall schon, ich weiß allerdings nicht mehr, in welchem Zusammenhang.

Die Art, wie sie charakterlich beschrieben wird, passt ziemlich gut zu den Fotos, die ich gesehen habe. Distanziert, eher kühl und rational. 
Ich bin gespannt, wie es weitergeht! 

 

 

 

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Elchi130 kommentierte am 06. November 2021 um 22:32

Ich google ständig beim Lesen, nach ihr und allen Personen, die in ihrem Leben eine Rolle spielen.

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MeinNameistMensch kommentierte am 14. November 2021 um 11:11

Die Übereinstimmung von Fotos und Beschreibung fand ich auch richtig gut gelungen. Da hat sie die Autorin gut getroffen.

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Langeweile kommentierte am 06. November 2021 um 13:03

Im Prolog fand ich Nico sehr unsympathisch, ihre ziemlich arrogante Art stieß mich ab. Dann der Sprung zurück in die Vergangenheit und man bekommt langsam ein anderes Bild von ihr. Ihre Kindheit, im zerstörten Berlin, war sicher nicht einfach. Wie sie die Vergewaltigung weggesteckt hat, da war ich ziemlich sprachlos, so etwas geht doch nicht spurlos vorüber.

Ohne Vater aufzuwachsen, war damals keine Seltenheit, weil viele Männer im Krieg gefallen waren. Die Anfänge mit ihrer Mutter, die sich mehr schlecht als recht über Wasser hielt,waren nicht einfach. Dann erlebt sie sozusagen einen kometenhaften Aufstieg. Hier kommt wieder ihre Mutter ins Spiel, die sich Sorgen um ihre Zukunft macht. Ich bin gespannt, wie es mit Nico weitergeht.

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Elchi130 kommentierte am 06. November 2021 um 22:33

Im und nach dem Krieg wurden leider sehr viele Frauen vergewaltigt. Allerdings war das ein noch größeres Tabuthema als heute.

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Muschelschubser kommentierte am 07. November 2021 um 12:12

Ja, das st leider sehr wahr. Ich war trotzdem überrascht, dass sie ihre Mutter so gar nichts sagt und diese auch nichts merkt an dem Abend. Wie sehr kann man sich als zwölfjähriges Mädchen "zusammenreißen". Das fand ich wirklich sehr schlimm und traurig, also sowohl ihr schreckliches Erlebnis, als auch, dass sie darüber schweigt. 

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Elchi130 kommentierte am 08. November 2021 um 11:31

Ich weiß nicht. Wenn sie etwas gesagt hätte, wäre die Reaktion bestimmt noch traumatisierender. Die Mutter hätte ihr kokettes Verhalten unterstellt, ihr gesagt, dass sie jetzt als Frau nichts mehr wert ist oder etwas anderes wenig hilfreiches. Früher stand da bestimmt eher die Schande, die sie macht im Vordergrund. Klar, wir wissen nicht, wie die Mutter reagiert hätte...

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GudrunMaria kommentierte am 09. November 2021 um 12:51

 Allerdings war das ein noch größeres Tabuthema als heute.

 

Glaube sogar, dass es nicht mal "nur" ein Tabuthema war, sondern eben halt so "dazugehört" hat....hoffe, ich habe das jetzt richtig rüberbringen können?!

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Elchi130 kommentierte am 09. November 2021 um 16:36

Im und nach dem Krieg war es wohl nicht unüblich und ich glaube auch nicht, dass der Umgang mit Vergewaltigungen empathisch gehandhabt wurde.

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MeinNameistMensch kommentierte am 14. November 2021 um 11:12

Auch ich fand das Vergewaltigungsthema richtig schlimm. Schade, dass dieser Verbrecher nicht zur Rechenschaft gezogen wurde.

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brijo kommentierte am 06. November 2021 um 16:30

Ein kleines Mädchen namens Christa, die nicht versteht, warum aus einem geschlossenen Zug ein Händchen schaut und der Großvater es verbietet, so einen Zug anzufassen. Sie wird älter und ist für die Männer eine Schönheit, wird prompt vergewaltigt und dann beginnt sie ein Leben, von dem viele junge Frauen geträumt haben in dieser Zeit. 

Ich weiß noch nicht, ob ich Christa/Nico mag, sie kommt sehr kühl rüber. Gefreut habe ich mich über Bekanntschaften wie Ernest Hemingway und. Oestergaard. Das pralle Leben stürmt auf sie ein und nach dem ersten selbstverdienten Geld kümmert sie sich sogar um ihre Mutter, die sia nach Ibiza holt. 

Das Buch lässt sich wunderbar lesen, toller Schreibstil und die Geschichte ist wirklich interessant.  Allerdings geht mir alles zu schnell. Ehe man sich versieht ist aus dem kleinen Mädchen eine junge Frau geworden. Die Jahre fliegen an einem vorbei. 

Was mir fehlt ist etwas Herzenswärme, die es weder in der Familie noch mit ihren Bekannten gibt, aber das Buch ist ja noch nicht am Ende. Ich bin gespannt, ob es sich ändert.

 

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MeinNameistMensch kommentierte am 14. November 2021 um 11:13

Stimmt. Richtige Herzenswärme hat sie wohl nur selten erlebt.

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brijo kommentierte am 06. November 2021 um 16:33

 

 

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brijo kommentierte am 06. November 2021 um 16:31

Ein kleines Mädchen namens Christa, die nicht versteht, warum aus einem geschlossenen Zug ein Händchen schaut und der Großvater es verbietet, so einen Zug anzufassen. Sie wird älter und ist für die Männer eine Schönheit, wird prompt vergewaltigt und dann beginnt sie ein Leben, von dem viele junge Frauen geträumt haben in dieser Zeit. 

Ich weiß noch nicht, ob ich Christa/Nico mag, sie kommt sehr kühl rüber. Gefreut habe ich mich über Bekanntschaften wie Ernest Hemingway und. Oestergaard. Das pralle Leben stürmt auf sie ein und nach dem ersten selbstverdienten Geld kümmert sie sich sogar um ihre Mutter, die sia nach Ibiza holt. 

Das Buch lässt sich wunderbar lesen, toller Schreibstil und die Geschichte ist wirklich interessant.  Allerdings geht mir alles zu schnell. Ehe man sich versieht ist aus dem kleinen Mädchen eine junge Frau geworden. Die Jahre fliegen an einem vorbei. 

Was mir fehlt ist etwas Herzenswärme, die es weder in der Familie noch mit ihren Bekannten gibt, aber das Buch ist ja noch nicht am Ende. Ich bin gespannt, ob es sich ändert.

 

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florinda kommentierte am 06. November 2021 um 16:33

Habe den 1. Buchteil, aber noch nicht den kompletten Leseabschnitt beendet und werde deshalb eure  Kommentare erst vor meinem nächsten Kommentar lesen.

Von der Prozagonistin hatte ich noch nie etwas gehört. Der Schreibstil ist angenehm lesbar und auch der Inhalt gefällt mir. Die Vergewaltigungsszene war - obwohl nicht reißerisch beschrieben . natürlich schlimm. Und auch die Reaktion der Frau aus dem Päffken-Haus. Mit den zuletzt gelesenen Zeilen erfuhr ich, wie Nico zu ihrem Namen kam. - Jetzt bin ich gespannt, wie es weiter geht...

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Elchi130 kommentierte am 06. November 2021 um 22:38

Ich hatte auch noch nie von ihr gehört. Mein Mann hat sie Mitte der 80er Jahre mal live gesehen und war erstaunt, dass sie mir nichts sagt.

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florinda kommentierte am 06. November 2021 um 22:38

So, nun habe ich alles gelesen.Ja, im Prolog kommt Christa-Nico nicht unbedingt einnehmend rüber, aber noch wissen wir ja nicht, was sie bis dahin alles erlebt hat.

Insgesamt kam ich gut in die Geschichte hinein, das erzählte Geschehen erscheint mir sowohl aus zeitlicher als auch aus geografischer Sicht glaubwürdig. Ich mag die Protagonistin, auch, wenn die freizügige Liebe - mal eben am Strand - aus Aids- und Corona-Sicht und auch, was eine mögliche Schwangerschaft angeht, aus heutiger Sicht ungewöhnlich erscheinen mag.

Etliche berühmte Namen von Zarah Leander und Hildegard(e) (K)Nef(f) über A(lain Delon), Ernest Hemingway, div. Modemenschen  etc. werden unaufdringlich eingeflochten und verleihen dem Roman eine gewisse Authentizität.

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Langeweile kommentierte am 07. November 2021 um 09:24

Die Einbindung vieler prominenter Persönlichkeiten gefiel mir auch gut.

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Muschelschubser kommentierte am 09. November 2021 um 16:48

ja, mir auch. zB wie zuerst niemand glaubt, dass sie hemmingway getroffen hat und als sie dann eine Annekdote erzählt, glaubt man ihr... gut gelöst

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TochterAlice kommentierte am 08. November 2021 um 01:12

Ich kenne sie hauptsächlich über Velvet Underground, die ich seit vielen Jahren immer wieder mal höre.

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MeinNameistMensch kommentierte am 14. November 2021 um 11:14

Auch ich fand diese Szene in Köln richtig grausam,

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Elchi130 kommentierte am 20. November 2021 um 13:41

Sehr kaltherzig. Aber sie konnte auf den Zweig ihrer Familie pfeiffen, nachdem sie berühmt war. Da passt das Sprichwort: Hochmut kommt vor dem Fall.

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Borkum kommentierte am 24. November 2021 um 16:40

Ich kannte sie vor dem Buch auch noch nicht.

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Muschelschubser kommentierte am 07. November 2021 um 12:21

Ich finde auch, dass es sich wirklich schnell und leicht liest.

Sie hatte keinen leichten Start ins Leben und ich bin gespannt, wie sie sich entwickeln wird. 
 

Das mit der fehlenden Herzenswärme empfinde ich ähnlich. Vielleicht ist das aber auch der Zeit und dem Krieg geschuldet. Das jeder sich in sich zurückzieht, zum Schutz.

Ich finde, sie ist schon sehr gut aussehend. Aber was als gutaussehend gesehen wird, ist auch stark zeitabhängig. Sie wird ja mit Hildegard Knef verglichen von dem GI, der sie vergewaltigt, auch die findet heute nicht jeder als schön.

Schönheit, finde ich, hat auch was mit dem Charakter zu tun. Hübsch ist eher nur die Fassade. Schönheit ist auch sehr viel Charisma / Ausstrahlung 

 

 

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Elchi130 kommentierte am 08. November 2021 um 11:34

Ausstrahlung oder Charisma sieht man natürlich auf Fotos nicht. Ich denke, so etwas muss dazu gekommen sein.

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MeinNameistMensch kommentierte am 14. November 2021 um 11:16

"Hübsch ist eher nur die Fassade. Schönheit ist auch sehr viel Charisma / Ausstrahlung"

 

Da kann ich dir voll zustimmen.

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TochterAlice kommentierte am 08. November 2021 um 01:09

Irgendwie ist das - so glaube ich - für die Zeit nicht unüblich, dass man als Frau aus einer Vergewaltigung, gerade auch durch einen Besatzer, keine große Sache machte. Womöglich gab man sich ja selber die Schuld.

1,73 ist doch gar nicht so wahnsinnig groß, auch nicht für die Zeit, ich kenne so manche Frau aus Nicos Generation, die deutlich größer ist.

Das Verhältnis zu ihrer Mutter ist sehr interessant, finde ich: sie macht sich schon Gedanken um sie und kümmert sich, hält den Kontakt, aber es ist auch ganz schön distanziert.

Ihren Besuch in Köln im Päffgen finde ich heftig  - ich war da schon öfter, eines der ansprechendsten Brauhäuser in der Stadt - aber offenbar damals nicht von warmherzigen Menschen bewirtschaftet. Was da wohl hintersteckte?

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Elchi130 kommentierte am 08. November 2021 um 11:37

Im Buch stand, dass die Mutter von Christa aus einer niedrigeren sozialen Schicht stammte als die Dynastie Päffgen. So etwas hatte und hat auch heute teilweise noch Gewicht. Der Sohn kann doch keine Erbschleicherin, die zudem nicht so gebildet ist wie man selbst, heiraten.

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Lesezeichen13 kommentierte am 08. November 2021 um 16:12

Du hast vollkommen recht, dass Verhältnis zwischen Nico und ihrer Mutter ist sehr distanziert, aber irgendwie kann ich es auch verstehen. Nico ist das einzige Kind und die Mutter will sie gut behüten und stets das Beste für sie. Diese Nähe und Kontrolle macht Nico Angst und deshalb versucht sie aus dieser Welt auszubrechen. Sie möchte leben und frei sein und an der Hand ihrer Mutter kann sie es nicht. Selbst auf Ibiza will die Mutter Nicos Schritte kontrollieren.

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MeinNameistMensch kommentierte am 14. November 2021 um 11:17

Ich glaube so was whie in Köln ist damals oft passiert. Da war oft jede_r sich selbst der_die nächste.

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Lesezeichen13 kommentierte am 08. November 2021 um 16:06

Dank dem guten Schreibstil bin ich auch schnell in die Geschichte gekommen.

Ich weiß noch nicht so recht, was ich von dieser Christa bzw. Nico halten soll. Einerseits kann ich sie verstehen, dass sie aus Berlin weg will. Ihre ersten Lebensjahre wurden ja durch den Krieg geprägt und sie will was anderes sehen als nur die Trümmer und den Wiederaufbau. Sie möchte auch das Bild des Judentransportes vergessen wollen. Was mich etwas stutzig macht, dass sie die Vergewaltigung einfach so hinnahm, als ob es so sein müsste. Auch jetzt in Paris lebt sie ihr Leben mit all seinen Freiheiten und dort trifft sie immer wieder auf Männer, die sie einfach nur "benutzen".

Hm...irgendwie war es ja klar, dass die Mutter jetzt mit Hochzeit ankam. Ich glaube sie vermisst ihre Tochter und möchte sie gut behütet um sich herum wissen. Ich denke auch, dass die Mutter ahnt, dass die Tochter ein ausschweifendes Leben führen wird und das ist was, was die Mutter nicht kennt. Nicht das es noch ein Bruch zwischen Mutter und Tochter geben wird.

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MeinNameistMensch kommentierte am 14. November 2021 um 11:19

Der Bruch ist glaub ich nicht zu vermeiden. Die Diskrepanzen sind einfach zu groß.

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Birte kommentierte am 08. November 2021 um 23:10

Auch ich habe jetzt den ersten Teil beendet - ich gebe zu, ich komme gerade nicht gut in die Geschichte hinein. Was andere hier auch schon geschrieben haben, wirkt der Text auf mich sehr distanziert. Vielleicht hatte ich in Teilen eine romanhaftere Ausgestaltung erwartet, aber bislang habe ich das Gefühl, sehr auf der Oberfläche zu bleiben. Und häufig genug hatte ich den Gedanken "Mädchen, das kann nicht gut gehen". Ging es bislang dann ja aber doch fast immer.

Mal sehen, wie es weitergeht.

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Elchi130 kommentierte am 09. November 2021 um 17:18

"Mädchen, das kann nicht gut gehen".

Das habe ich vor allem gedacht, als sie einfach so vor dem KaDeWe zu einem wildfremden Mann ins Auto steigt. Wie kommt man auf so eine Idee?

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foxydevil kommentierte am 09. November 2021 um 22:26

"Vielleicht hatte ich in Teilen eine romanhaftere Ausgestaltung erwartet, aber bislang habe ich das Gefühl, sehr auf der Oberfläche zu bleiben. "

Ja das stimmt...man kratzt nur oberflächlich....

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MeinNameistMensch kommentierte am 14. November 2021 um 11:20

Ja, ich mache mir beim lesen auch Sorgen um sie.

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Borkum kommentierte am 24. November 2021 um 16:44

Da bin ich aber froh, dass nicht nur ich die Geschichte bisher als distanziert empfinde.

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GudrunMaria kommentierte am 09. November 2021 um 12:43

Puh, das Buch geht mit viel Schmackes los. Die Perspektive ist ungewöhnlich aber super interessant. Da passieren so viele Dinge, die mich oft innehalten lassen, weil sie sehr extrem sind.

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MeinNameistMensch kommentierte am 14. November 2021 um 11:20

Stimmt, es geschieht viel extremes.

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Muschelschubser kommentierte am 09. November 2021 um 16:58

So, ich bin mit dem ersten Teil fertig.

Bisher fällt ihr ja alles zu: Karl-Heinz, der sie einfach mitnimmt... das hätte ja sonst wer sein können... hat sie nicht gelernt, man steigt nicht zu fremden Männern in Autos? und dann Tobias, der sie mach Paris zu Wilhelm Marywald schickt, dann Ibiza und sie holt einfach ihre Mutter (interessant wie die reagiert - sie ist so gar nicht begeistert oder stolz, was ihre Tochter geschafft hat. Gleubt Ihr sie ist etwas neidisch?)

Obwohl natürlich der Krieg und die Vergewaltigung sicher Spuren hinterlassen haben und vielleicht auch zu dieser inneren Distanz geführt haben, finde ich es krass, wie leicht sie sich den Männern, nur weil sie irgendwie gut aussehen, hingibt. Sex scheint kein Problem zu sein. Sie nimmt es wie es kommt.

Die Szene in der Brauerei Päffgen war heftig, da tat sie mir leid, aber dann versteht man, warum ihre Mutter mit denen nichts zu haben wollte... weil sie von ihnen so abgelehnt wurde. Aber auch das scheint Christa / Nico doch gut wegzustecken.

Ich werde nicht recht warm mit ihr... wisst Ihr was ich meine.

Aber das Buch liest sich leicht und schnell, obwohl ich unsere Protagonistin nicht sympathisch finde.

 

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Elchi130 kommentierte am 09. November 2021 um 17:22

Karl-Heinz, der sie einfach mitnimmt... das hätte ja sonst wer sein können... hat sie nicht gelernt, man steigt nicht zu fremden Männern in Autos? 

Genau das habe ich mich auch gefragt.

sie holt einfach ihre Mutter (interessant wie die reagiert - sie ist so gar nicht begeistert oder stolz, was ihre Tochter geschafft hat. Gleubt Ihr sie ist etwas neidisch?)

Ich denke eher, dass ihre Mutter, die Welt, in der Nico lebt, nicht versteht. Mädchen werden erwachsen, heiraten, kriegen Kinder. Aber sie erobern nicht alleine die Welt.

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MeinNameistMensch kommentierte am 14. November 2021 um 11:22

Sie hatte auf jeden Fall unmengen Schutzengel, das ist klar.

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foxydevil kommentierte am 09. November 2021 um 22:25

Also ich bin auch schnell durch den ersten Abschnitt gekommen.
Dieser hat sich auch gut lesen lassen.
Allerdings bin ich mit Nico nicht so warm.
Auch ihre Art zu handeln und ihre Art ist schon gewöhnungsbedürftig für mich.
Mal schauen was die Entwicklung in den kommenden Abschnitten so macht....
 

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MeinNameistMensch kommentierte am 14. November 2021 um 11:22

Stimmt, sie ist ein sehr exzentrischer Charakter.

Thema: Lektüre, Teil l; Seite 1 bis 109
MariePraun kommentierte am 18. November 2021 um 21:20

Ich bin in die Leserunde gestartet ohne jegliche Vorkenntnis über Nico. Besonders gut fand ich direkt den Einstieg  aus der Sicht eines unbekannten. Durch diese Sichtweise bekommt man auch einen Einblick dahingehend, wie andere sie wahrgenommen haben. Das hat man doch nicht immer und hat unglaublich gut zu den folgenden Kapiteln gepasst. Interessant fand ich auch die Kontraste die dargestellt werden. Das konservative Deutschland vs. das auflebende Paris, welches aber auch einige Schwierigkeiten mit sich bringt. Ich bin gespannt auf den Rest des Buches!

Thema: Lektüre, Teil l; Seite 1 bis 109
Gaenseblume kommentierte am 21. November 2021 um 23:39

Besser spät als nie kommt jetzt auch mein Eindruck zum ersten Teil des Buches. 

Besonders berührt hat mich die Stelle mit dem Zug und der kleinen Hand. Das ist bei mir ziemlich stark hängen geblieben.

Ich bin ziemlich begeistert davon, wie oft das Szenario im ersten Drittel wechselt. Ich kenne keinen Ort in diesem Buch in Realität, aber die Beschreibungen lassen mich die Orte darin fühlen.

Besonders gefällt mir die Geschichte in der Geschichte nach dem Prolog und die verschiedenen Protagonist:innen, die alle mit vielen interessanten Attributen ausgestattet wurden. Dabei hat sich die Autorin sehr viel Mühe gegegeben keine "flachen" Nebencharaktere zu hinterlassen.

Was mich gewundert hat ist, dass die Vergewaltigung bei Nico keine bleibenden Schäden hinterlassen hat und sie mit sehr vielen Männern Sex hat. 

Außerdem interessiert mich sehr, wie ihre Beziehung zu ihrer Mutter sich noch entwickelt, da iher Lebenswelten sehr unterschiedlich sind und sie ihrem alten Leben eher entfliehen möchte.

 

Thema: Lektüre, Teil l; Seite 1 bis 109
Borkum kommentierte am 24. November 2021 um 16:35

Endlich bin ich auch dazu gekommen, mit dem Buch anzufangen.

Im Prolog fand ich Nico ziemlich unsympathisch, aber auch bei dem Rücksprung in ihre Kindheit komme ich ihr nicht näher. Auch durch den Schreibstil bleibt alles für mich sehr distanziert.

In den Kriegs- und Nachkriegszeiten hatten es gerade die Kinder nicht leicht. Sie haben oft schlimmes erlebt. Ich glaube sie mussten damals schneller erwachsen werden als heutzutage. Aber wie kann man als Kind eine Vergewaltigung so einfach wegstecken? Oder ist das Selbstschutz? Wenn ich es verdränge, ist es nicht passiert?

Ich habe mich gewundert mit welcher Coolness Christa ihre Entdeckung und Verwandlung in Nico meistert. Sie ist doch noch ein Teenager.

Thema: Lektüre, Teil l; Seite 1 bis 109
Kakadu kommentierte am 25. November 2021 um 12:14

Der erste Teil liest sich sehr gut. Guter Schreibstil! Der Leser erhält sehr viele Informationen, die das Leben von Nico beeinflussen sollten. Sehr interessant, aber auch sehr extrem. Ich freue mich auf den zweiten Teil!