Leserunde

Leserunde "Nico - Die Sängerin der Nacht" (Mari Roth)

Nico - Die Sängerin der Nacht -

Nico - Die Sängerin der Nacht
von Mari Roth

Bewerbungsphase: 15.10. - 28.10.

Beginn der Leserunde: 04.11. (Ende: 25.11.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des Aufbau Verlags – 20 Freiexemplare von "Nico - Die Sängerin der Nacht" (Mari Roth) zur Verfügung. Eine Leseprobe zum Buch findet ihr hier

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch.

ÜBER DAS BUCH:

Nico – Andy Warhols Muse, charismatische Sängerin, Ikone der Sechziger  

Die junge Christa Päffgen ist anders – groß, still und schön wird sie das erste Supermodel Deutschlands. Doch das genügt ihr bald nicht mehr, sie geht nach Paris und nennt sich „Nico“. In New York schließlich findet Andy Warhol in ihr seine Muse, und als düstere Chanteuse von Velvet Underground wird Nico zur Ikone ihrer Zeit. Stets bleibt sie jedoch auf der Suche nach der Essenz hinter ihrer Schönheit, nach ihrer Stimme als Musikerin – bis sie Jim Morrison trifft, den Sänger von The Doors. Eine Begegnung, die alles verändert …  

Ein spannender Roman über eine musikalische Vorreiterin und ihre Suche nach sich selbst in den wilden Sechzigern – mit Leonard Cohen, Bob Dylan, Lou Reed und vielen anderen Größen der Musikgeschichte.

ÜBER DIE AUTORIN:

Mari Roth, geboren 1969, arbeitet als Journalistin und Übersetzerin und lebt und schreibt in Berlin. Schon als Teenager war sie ein Fan von Nicos Stimme auf dem legendären Velvet-Underground-Album mit Warhols Bananencover. Durch den Film Nico 1988 erwachte ihr Interesse an der Ikone der Popkultur von Neuem, sie begann zu recherchieren und stieß auf die Geschichte einer Frau, die eigenwillig ihren Weg gesucht hat, wie man es sonst nur von Männern kennt – und den ersten wirklich coolen weiblichen Popstar. „Nico – Die Sängerin der Nacht“ ist ihr erster Roman.

27.11.2021

Thema: Lektüre, Teil ll; Seite 110 bis 218

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Langeweile kommentierte am 06. November 2021 um 16:37

Nico führt ein Leben auf der Überholspur. Immer neue Männer an ihrer Seite und vor allen Dingen auch im Bett, ich verliere teilweise den Überblick,Alkohol und Drogen bestimmen zunehmend ihr Leben. Für eine kurze Zeit dachte ich, nach der Geburt ihres Sohnes ändert sie ihr Leben,aber das war nicht so. Sein Vater will überhaupt nichts von ihm wissen, dafür kümmert sich die Großmutter Edith liebevoll um den kleinen Jungen. Ihre Mutter ist krank und vegetiert auf Ibiza vor sich hin, ich kann Nico immer weniger verstehen. Zum Schluss dieses Abschnitts zieht sie nach New York und nimmt ihren Sohn mit, die Großmutter ist sehr enttäuscht und traurig.

Ich muss gestehen, dass mir das Buch immer weniger gefällt.

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Elchi130 kommentierte am 06. November 2021 um 22:27

Warum sollte der Vater sich auch kümmern. Er war zweimal mit ihr im Bett. Dann kommt sie mit dem Sohn und denkt, dass er nun deshalb zu ihr geht. Ziemlich naiv. Er hatte ihr ja auch gesagt, dass sie sich nie wieder sehen.

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GudrunMaria kommentierte am 12. November 2021 um 13:38

Ich kann Deine Meinung über das Buch nachvollziehen, auch wenn es mir damit komplett anders ergeht.

Interessant wieder einmal für mich, wie unterschiedlich Leser*innen doch Gelesenes wahrnehmen.

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MeinNameistMensch kommentierte am 14. November 2021 um 13:24

Ihr Leben ist auf jeden Fall sehr unkonventionell.

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Borkum kommentierte am 25. November 2021 um 14:24

Mir gefällt es leider auch nicht besonders.

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Cat83 kommentierte am 06. November 2021 um 20:47

Ich fand auch diesen Abschnitt super interessant. Man taucht wirklich in die damalige Zeit ein und fragt sich immer mal wieder: mit wem hat Nico eigentlich nicht geschlafen!? Aber es war damals in gewissen Kreisen halt einfach so. 
Über das Innenleben von Nico erfährt man nach wie vor leider kaum etwas, weshalb sie auf mich immer noch ziemlich abgestumpft und kühl rüberkommt.

 

 

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Elchi130 kommentierte am 06. November 2021 um 22:30

Nico wirkt wie eine völlig empathielose Person. Und wichtig ist nur, wer sie weiter bringen kann. Aber ich finde es interessant, über eine Person zu lesen, die mir vollkommen unbekannt war.

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GudrunMaria kommentierte am 12. November 2021 um 14:02

Über das Innenleben von Nico erfährt man nach wie vor leider kaum etwas, weshalb sie auf mich immer noch ziemlich abgestumpft und kühl rüberkommt.

Das kommt bei mir etwas anders an...echt interessant, wie wir das so unterschiedlich sehen

ich empfinde das mit dem abgestumpft auch so, aber eher, weil sie sich durch die ganzen Erfahrungen schützt und deshalb komplett verletzlich ist

 

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MeinNameistMensch kommentierte am 14. November 2021 um 13:25

Stimmt, damals schien es gang und gebe gewesen zu sein einfach so mit den unterschiedlichsten Leuten im Bett zu landen.

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Buchstabensucht kommentierte am 14. November 2021 um 15:09

Das waren halt die 60er. Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment...

Wobei das bestimmt nicht alle so gemacht haben, aber sexuelle Revolution war ja neben LSD das Ding zu der Zeit.

Ich glaube, das hat sich dann erst mit dem Aufkommen von Aids wieder geändert, danach war Promiskuität nicht mehr so "cool".

Interessant finde ich, dass Nico völlig unpolitisch ist, und das, obwohl sie z. B. mit Dylan unterwegs war. 

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foxydevil kommentierte am 17. November 2021 um 21:23

"Man taucht wirklich in die damalige Zeit ein und fragt sich immer mal wieder: mit wem hat Nico eigentlich nicht geschlafen!?"

 

Allerdingss....das ist schon krass...

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Elchi130 kommentierte am 06. November 2021 um 22:25

In diesem Abschnitt wirkt Nico auf mich oft uninspiriert, als würde sie sich vom Leben treiben lassen und warte darauf, dass jemand anderes für ihre Karriere für sie macht. Gutt, dass sie Andy Warhol getroofen hat, der genau das für sie getan hat.

Wie sie mit ihrem Kind umgeht, ist für mich unfassbar. Sie scheint nie erwachsen geworden zu sein. Wenn sie etwas will, dann hat es so zu geschehen. Wenn sie den Sohn nicht will, sollen sich halt die Omas kümmern. Aber wenn sie ihn dann will, dann gehört er ihr und hat bei ihr zu sein. Das Wohl des Kindes spielt keine Rolle.

Ihr merkt wahrscheinlich, dass mir Nico nicht sonderlich sympathisch ist. Lou Reed, Brian Jones, Bob Dylon und A. allerdings auch nicht. Ein Haufen Egomanen und jeder kreist nur um sich und hält sich für die Achse der Welt.

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Langeweile kommentierte am 06. November 2021 um 23:23

Das hast du sehr gut zusammengefasst.

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Elchi130 kommentierte am 07. November 2021 um 09:44

Entschuldigt die vielen Rechtschreibfehler.

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Muschelschubser kommentierte am 12. November 2021 um 13:47

Ja, genau. Es ist total egoistisch, wie sie mit ihrem Sohn umgeht. Als würde sie einen Teddybären abholen, jetzt will sie das er bei ihr ist, während vorher die Oma gut genug war. Und ob ihr Umgang die richtige Umgebung für ein Kind ist, sie mal dahin gestellt.

Sie nimmt Drogen und wechslet die Partner wie andere Leute ihre T-Shirts.... verantwortungsbewusst ist was anderes. 

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Elchi130 kommentierte am 12. November 2021 um 15:42

Sie nimmt Drogen und wechslet die Partner wie andere Leute ihre T-Shirts.... verantwortungsbewusst ist was anderes. 

Wobei ich das für die 60er Jahre sogar durchaus passend finde. Nur das Kind passt halt überhaupt nicht in ihr Leben. Und ist deshalb ja auch im Grunde nie da, sondern bei den Großeltern...

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GudrunMaria kommentierte am 12. November 2021 um 14:12

In diesem Abschnitt wirkt Nico auf mich oft uninspiriert, als würde sie sich vom Leben treiben lassen und warte darauf, dass jemand anderes für ihre Karriere für sie macht. 

 

Habe das Gefühl, dass Nico so eine dicke Schutzschicht um sich geschaffen hat, dass sie irgendwie da nicht so recht durchblickt.

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MeinNameistMensch kommentierte am 14. November 2021 um 13:26

Vielleicht muss mensch in diesem Haifischbecken Egoman_in sein um zu überleben?

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Borkum kommentierte am 25. November 2021 um 14:27

Mir ist sie auch unsympathisch und ich kann dir nur beipflichten

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MeinNameistMensch kommentierte am 07. November 2021 um 10:05

Auch diesen Abschnitt fand ich richtig interessant. Nicos Lebensweg ist extrem unkonventionell, aber er passt in die Show - Branche und den dortigen Umgang miteinander. Nico sucht ihren Weg und muss dabei einiges in Kauf nehmen. Ob der klassische Weg als Mutter etwas für sie gewesen wäre? Ich habe da eher Fragezeichen.

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Elchi130 kommentierte am 08. November 2021 um 11:40

Ich denke nicht, dass der klassische Weg - heiraten, Kinder, Küche - etwas für sie wäre. Vielmehr frage ich mich, warum sie überhaupt ein Kind hat. Sie ist dafür nicht ausreichend verantwortungsvoll.

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Lesezeichen13 kommentierte am 10. November 2021 um 18:47

Nico und Heiraten, Kind und Heim und Hof.....never ever!! Das wollte Nicos Mutter ja schon, aber da hat Nico ja schon die Schotten dicht gemacht. Sie sucht die Anerkennung von aussen. Egal, ob es jetzt ihre zahlreichen Männerbekanntschaften sind oder in Form von Karriere. Eigentlich passt das Kind absolut nicht in das Konzept rein, aber sie sieht es als Teil von Alain, denn sie nie haben konnte.

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Elchi130 kommentierte am 11. November 2021 um 16:57

Was A. angeht, war sie schon ein wenig ungesund fixiert. Die beiden hatten zweimal Sex. Da dann ein Kind von ihm zu bekommen, ist für mich daneben. Und zu denken, dass A. Interesse an dem Kind hat, ist schon mehr als naiv. Überhaupt, der Umgang mit Sex, ohne Verhütung von beiden Seiten - erwachsen ist anders.

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GudrunMaria kommentierte am 12. November 2021 um 14:13

Ob der klassische Weg als Mutter etwas für sie gewesen wäre? Ich habe da eher Fragezeichen.

 

Das denke ich auch nicht, dass sie das klassische Rollenbild ausfüllen hätte können.

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foxydevil kommentierte am 17. November 2021 um 21:24

Dem schließe ich mich an, das denke ich, wäre nicht ihr Weg....

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florinda kommentierte am 07. November 2021 um 12:25

Wieder bin ich noch nicht ganz durch, aber ich muss 2 Dinge loswerden:

1. So um S. 130 herum kam Marilyn Monroe in einer Szene bei US-Schauspiellehrer Lee Strasberg vor. Eine recht ähnliche las ich kürzlich in einem interessanten Roman "Blond" über MM, den ich baldmöglichst hier rezensieren werde.

2. Auch mir gefällt das geschilderte Geschehen zunehmend weniger, vor allem das unstete Leben und das arme Kind, das ohne seine väterliche Großmutter wohl ziemlich unschön aufwüchse. Aber "die Zeiten" waren danals wohl so, damals war es Sex, drugs & Rock'n roll, heute sind es Shitstorms, Rechtsradikale und Umweltzerstörung. Jede Zeit hat ihre Probleme, wobei damals die Drogensüchtigen in erster Linie sich selbst zerstörten, während Antisemitismus und klimabedingtes Artensterben wesentlich massivere Eingriffe in unsere Welt darstellen...

PS. Auch ich bitte darum, mir b.a.w. übersehene Schreibfehler zu verzeihen, es ist nicht absehbar, wann meine momentan besonders starken Augen- und PC-Probleme behoben werden können.

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TochterAlice kommentierte am 09. November 2021 um 19:49

Ich verzeihe Dir und allen anderen gerne die Rechtschreibfehler, aber nur, wenn Ihr mir auch die meinigen verzeiht!

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Muschelschubser kommentierte am 12. November 2021 um 13:48

Na klar!! Wir machen alle Tippfehler. Ich finde, wir brauchen eine Rechtschreibung-Funktion LOL ... Ob Aline da mal was anregen kann?

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GudrunMaria kommentierte am 12. November 2021 um 14:15

Auch ich bitte darum, mir b.a.w. übersehene Schreibfehler zu verzeihen, 

 

aber logo....die machen wir doch alle im Eifer....passt doch so

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MeinNameistMensch kommentierte am 14. November 2021 um 13:28

Genau, Nico ist ein Kind ihrer Zeit.

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brijo kommentierte am 09. November 2021 um 08:53

Da kann man mal sehen, wie es in der Welt der "Schönen und Reichen" zugeht. Von der Sängerin Nico habe ich noch nie etwas gehört, aber die kannte ja wohl alle Größen des Showlebens. Von den Rolling Stones bis zu Bob Dylan und mit vielen ist sie im Bett gelandet. Also ich muss sagen, um so ein Leben beneide ich niemanden. 

Und ihr Privatleben mit ihrem kleinen Sohn bleibt für mich auf der Strecke. Wenn er nicht in ihren Alltag passt, ist er bei der Großmutter Edith, die sich liebevoll um ihn kümmert und nun, am Ende des zweiten Leseteiles will sie ihn zu sich nehmen. Aber ob ihr Kind bei der Oma glücklich ist, wird garnicht hinterfragt ??? 

Für mich ist Nico sehr, sehr oberflächlich und sehr auf sich fixiert, alles andere ist zweitrangig. Ein zweites Kind passt ihr nicht und dann wird es auch nicht ausgetragen.  Ich bin gespannt auf den letzten Teil und auf das Ende.

Zu Mari Roth kann ich sagen, das sie einen tollen Schreibstil hat und man das Buch wirklich zügig lesen kann. Was mich etwas stört, ist der schnelle Lauf der Zeit in diesem Buch, aber das Leben von Nico war ja auch sehr schnelllebig.

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Elchi130 kommentierte am 09. November 2021 um 17:26

Für mich ist Nico sehr, sehr oberflächlich und sehr auf sich fixiert

Genau so sehe ich Nico auch. Es zählt nur der schöne Schein.

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Lesezeichen13 kommentierte am 10. November 2021 um 18:39

Dem kann ich nur zustimmen.

Ab und an denkt sie auch mal an ihren Sohn und ihrer Mutter,aber das war es auch schon.

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MeinNameistMensch kommentierte am 14. November 2021 um 13:29

Ich beneide sie um ihr Leben definitiv auch nicht.

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Buchstabensucht kommentierte am 14. November 2021 um 16:24

Was ist mit Alain Delon, dem Vater? Der hätte ja auch mal anrufen können oder so. 

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Elchi130 kommentierte am 20. November 2021 um 15:35

Der wollte weder etwas mit Nico noch mit dem Kind zu tun haben. Er hat immer geleugnet, dass das Kind von ihm ist. Nico hat sogar einen Gerichtsprozess gegen ihn verloren, als sie feststellen lassen wollte, dass ihr Sohn von ihm ist. Weshalb hätte er sich also melden sollen? Ihm war das Kind egal. Er hat doch den Kontakt zu seiner eigenen Mutter abgebrochen, weil sie sich um Nicos Kind gekümmert hat.

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Buchstabensucht kommentierte am 22. November 2021 um 21:53

Hm, ja, was ich sagen will : Warum muss sich die Mutter um das Kind kümmern, aber der Vater nicht?

Der ist doch genauso Schuld an der Situation? 

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Elchi130 kommentierte am 23. November 2021 um 08:48

Das ist eher das Denken der heutigen Zeit. In den 60er Jahren gehörte das Kind zur Mutter. Im Buch war doch das schöne Beispiel von dem Typen der Rolling Stones, mit dem Nico zusammen war. Der hatte bereits 4! Kinder mit unterschiedlichen Frauen, um die er sich nicht gekümmert hat.

Und wie geschrieben, war A. der Ansicht, dass Nico ihm den Sohn unterschieben wollte und hat sogar einen Prozeß gegen sie gewonnen, weil sie bei der Geburt "Vater unbekannt" angegeben hatte.

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Buchstabensucht kommentierte am 23. November 2021 um 15:15

Ja, da sind wir uns einig, das Frauenbild hat sich seit den 60ern verändert. Aber aus heutiger Sicht finde ich halt das Handeln des Vaters mindestens genauso schlimm wie ihres.

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TochterAlice kommentierte am 09. November 2021 um 19:47

Ich ärgere mich auch: aber nicht über Nico als Person, sondern darüber, wie sie hier dargestellt wird. So richtig wird meines Erachtens nicht ihr Wesen dargestellt, die Affären bzw. Sexabenteuer folgen wie Perlen aufeinander.

Es tut mir Leid, aber mir scheint es, als ob sich hier nicht die Mühe gemacht wurde, sich mit dem Menschen Nico  auseinanderzusetzen, ihm Leben einzuhauchen und das finde ich total ungerecht. In einem Roman kann man auch selbst was schaffen, man muss sich nicht an die reine Wahrheit halten.

Mir war Nico ein Begriff, schon lange, ich kannte ihre Musik und ein bisschen was über ihr Leben. Mit der Betonung auf ein bisschen was. So einiges von dem, was hier geschildert wird.

Habt Ihr denn den Eindruck Nico als Menschen kennenzulernen. Eigentlich schläft sie nur mit Männern und modelt, als sie das nicht mehr mag, versucht sie eine Karriere als Sängerin. Aber warum? Gab es da mal irgendein Ereignis, das sie darauf brachte? Oder hat ihre Mutter viel gesungen?.

Es war ja auch nicht so, dass sie eine bestimmte Musik mochte oder für etwas stand. Also, vielleicht war es schon so, aber aus dem Buch erfährt man da gar nichts drüber.

Mich nervt auch diese Masche, dass jeder Typ zunächst aus der (extrem oberflächlichen) Wahrnehmung Nicos dargestellt wird und dann, als Aha-Effekt sozusagen, verrät die Autorin dessen Namen. Name-Dropping sozusagen.

Mein liebster Roman aus dieser Reihe war der über Gabriele Münter (einer der Ersten, glaube ich) und literarisch liegen da Welten zwischen. Auch die anderen empfand ich als deutllich besser. Und das hat wenig damit zu tun, ob ich die Protagonistin mag oder nicht, sondern wie sie geschildert wird.

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Elchi130 kommentierte am 11. November 2021 um 17:00

Ich habe mich beim Lesen auch gefragt, ob Nico so ein oberflächlicher, hohler Mensch war, für den nur der äußere Schein zählte oder ob die Autorin es nicht schafft, diese Tiefe zu vermitteln.

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Muschelschubser kommentierte am 12. November 2021 um 13:56

Ich habe noch nie etwas von Mari Roth gelesen. Das ist wirklich eine gute Frage. Das ganze Buch wirkt sehr distanziert. Eher wie eine Schilderung von Nicos Leben aus der Ferne. Zu ihr selbst dringt man nicht vor. Auf der anderen Seite ist der Stil sehr leicht zu lesen. 

Das mit dem "Name Dropping" finde ich sehr gut beschrieben, genauso läuft es ab. Wer die Leute kennt, weiß anhand von Nicos "Beschreibung", wer gemeint ist und für alle anderen kommt dann der Aha-Effekt (wie Du es so schön sagst). Auf der anderen Seite ist es ja an sich eine gute Methode, den Lesern die Menschen aus Nicos Sicht zu präsentieren. Im Ansatz gut, es bleibt nur leider alles etwas an der Oberfläche. 

Vielleicht ist es Mari Roth so vorgekommen, als wäre Nico genauso oberflächlich und ohne Tiefe, wie sie sie darstellt?  

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Elchi130 kommentierte am 12. November 2021 um 15:47

Ich habe noch nie etwas von Mari Roth gelesen.

Oben unter Autorin steht, dass Nico ihr erster Roman ist.

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MeinNameistMensch kommentierte am 14. November 2021 um 13:31

Ich nehme hinter der Oberfläche viel mehr von Nico wahr, amls du es beschreibst. Aber da ist das Erleben natürlich unterschiedlich.

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Durga108 kommentierte am 22. November 2021 um 16:42

Ich gebe dir recht, denn es ist zu einfach Nico auf häufige Männerbeziehungen und ihre schlechte Mutterrolle zu reduzieren. Beides stimmt irgendwie, aber dahinter ist doch so viel mehr. Ihr Sohn hatte oder hat ebenfalls ein enormes Drogenproblem und es gibt Stimmen, die behaupten, dass Nico Ari angefixt habe. Zudem war sie wunderschön, wurde aufgrund dessen ja auch von den Velvet Underground "benutzt" und bestimmt auch von vielen Männern als eine Art Trophäe gesehen. Nicht umsonst macht sie sich irgendwann absichtlich hässlich. Für mich war Nico viel zu sehr mit sich, ihren Problemen, ihrer Persönlichkeitsentwicklung und Platz im Leben beschäftigt, um sich um irgendjemand anderen zu kümmern. 

Grundsätzlich geht es mir mit der Buchreihe an sich ähnlich wie dir. Ich habe großartige Ausgaben gelesen, aber auch einige, die sehr schwach sind. Der größte Reiz dabei ist doch, dass sich Fiktion und Fakten mischen. Jedes Mal recherchiere ich selbst auch über die jeweilige Protagonistin und lerne, ganz unabhängig, ob ich sie anfangs kannte oder nicht, sondern weil mich die Autorin dazu motiviert. Wenn die Person allerdings zu fiktiv und blass ist, reizt sie mich nicht mehr,

 

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Buchstabensucht kommentierte am 23. November 2021 um 15:18

Ja,was in Nico vorgeht,bleibt irgendwie im Dunkeln. Vielleicht wirkt sie in dem Roman deshalb auch so unsympathisch auf viele.

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Buchstabensucht kommentierte am 23. November 2021 um 15:18

Ja,was in Nico vorgeht,bleibt irgendwie im Dunkeln. Vielleicht wirkt sie in dem Roman deshalb auch so unsympathisch auf viele.

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Lesezeichen13 kommentierte am 10. November 2021 um 18:37

Nicos Leben ist geprägt von Rast- und Ruhelosigkeit. Nach Paris zieht es sie nach New York, aber ohne ihren Sohn. Ich hätte den kleinen Kerl nicht so einfach bei der Oma gelassen, obwohl es ihm ja gut geht. Dennoch braucht er auch seine Mutter, aber die denkt nur noch an ihre Karriere als Sängerin. In meinen Augen ist dieses Verhalten sehr egoistisch.

In diesem Abschnitt lernen wird auch noch die Anfänge von Velvet Underground kennen, aber dieser Lou ist mir mehr als unsympathisch. Ich kann auch nicht verstehen, warum Nico mit jedem Mann sofort eine intime Beziehung suchen muss. In meinen Augen ist Nico immer auf der Suche nach Anerkennung, Erfolg. Liebe und Geborgenheit.

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Elchi130 kommentierte am 11. November 2021 um 17:02

Die Männer sind fast alle sehr unsympathisch. Die wenigsten fand ich nett und wenn, waren es fast nie ihre Sexualpartner.

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MeinNameistMensch kommentierte am 14. November 2021 um 13:32

Ja, Lou kann ich auch nicht ausstehen.

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Muschelschubser kommentierte am 11. November 2021 um 19:32

Ich bin in diesem Teil noch nicht ganz soweit, aber wie ich so vor mich hinlese, denke ich bei mir: hm... ganz schön viele Männergeschichten, komisch, dass sie noch nicht schwanger ist.. und rumms... blätter ich um und tadaaa schwanger!!!

Aus Euren Posts sehe ich schon, wie es wohl weitergeht... 

Ich finde, sie auch sehr kühl und distanziert. So ... abgeklärt..

trotzdem liest sich das Buch nach wie vor gut und flott

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MeinNameistMensch kommentierte am 14. November 2021 um 13:33

Tja, wen wundert ihre Schwangerschaft xD.

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GudrunMaria kommentierte am 12. November 2021 um 13:36

Also, ich habe ja schon im ersten Abschnitt vermutet, dass Nico´s  Anziehungskraft auf Charisma besteht....mittlerweile bin ich auch total geflasht von ihr.

Dazu google ich immer mehr und mehr....ist wie ein Sog bei dem Buch....eyeyey

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Elchi130 kommentierte am 12. November 2021 um 15:49

Komisch, wie unterschiedlich das ist. Ich habe überhaupt kein Charisma entdecken können. Weder in dem Buch noch beim Googlen. Allerdings ging es mir bei den anderen Berühmtheiten in diesem Buch genauso.

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MeinNameistMensch kommentierte am 14. November 2021 um 13:33

Auch ich erlebe ein starkes Charisma bei ihr.

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Birte kommentierte am 12. November 2021 um 22:42

Ich bin etwas hinterher - was wohl auch daran liegt, dass Nico mir, wie vielen von euch, in diesem Abschnitt nicht sehr sympathisch ist. Gleichzeitig mag ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass sie so narzistisch ist, wie hier dargestellt - es geht ja immer nur um sie, und um ihren nächsten Karriereschritt. Nur deshalb bleibt sie ja wohl auch mit Brian Jones zusammen. Andy Warhol scheint ihr dagegen wohlgesonnen zu sein (vielleicht blickt er ja hinter die Fassade) und ihr gut zu tun. Doch der Konflikt mit Lou bei Velvet Underground war ja vorherzusehen.

Ich merke, dass ich beim Lesen auf Distanz bleibe - der Roman schafft es bislang nicht, mich in seinen Bann zu ziehen. Schade eigentlich - denn im Netz gibt es Seiten, die sich mit Nico beschäftigen und die es schaffen, mein Interesse zu wecken.

Mal sehen, ob der dritte Teil dann vielleicht doch noch etwas "Innenleben" liefert, ein wenig schimmerte nach meinem Eindruck in den Szenen mit Andy Warhol ja schon durch.

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MeinNameistMensch kommentierte am 14. November 2021 um 13:34

Auf das Innenleben von ihr bin ich definitiv auch gespannt.

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foxydevil kommentierte am 17. November 2021 um 21:26

"Ich merke, dass ich beim Lesen auf Distanz bleibe - der Roman schafft es bislang nicht, mich in seinen Bann zu ziehen. Schade eigentlich - denn im Netz gibt es Seiten, die sich mit Nico beschäftigen und die es schaffen, mein Interesse zu wecken."

Dem kann ich zum Teil folgen, denn ich denke auch das was man im Netz findet ist interessanter und hier empfinde ich auch eine Distanz....

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MariePraun kommentierte am 18. November 2021 um 21:24

Nicos Leben war für die damalige Zeit auf jeden Fall sehr unkonventionell, aber es passt zu der Person, die man durch die Seiten kennenlernt. Obwohl dieses "kennenlernen" eher oberflächlich abläuft. Man ist wie ein Beobachter aus der Vogelperspektive - ganz zu ihr durch dringt man nicht.

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Kakadu kommentierte am 25. November 2021 um 12:19

Nico und das Leben auf der Überholspur ist aus der Musikszene bekannt. Der Zeitgeist der 60er und im Leben alles mitnehmen, was geht. Zu lesen, sehr plastisch, aber aus der Distanz sehr unterhaltsam. Im Grunde ist das alles oberflächlich, aber für den Moment war das wohl egal.

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Borkum kommentierte am 25. November 2021 um 14:24

Das Buch fesselt mich nur noch an einigen wenigen Stellen. Nico in ihrer Welt aus Sex, Drogen und Alkohol finde ich furchtbar. Teilweise ist es eine Aufzählung von Orten, an denen sie sich gerade befindet und welche Menschen sie dort trifft. Manchmal denke ich,  dass sie ein einsamer Mensch ist, der auf der Suche ist, nicht weiß wohin er gehört oder was ihn glücklich macht.

Ich finde es auch seltsam wie wenig sie sich um ihr Wunschkind kümmert. Jetzt holt sie ihn nach New York und setzt den Kleinen diesem Krach in der Factory aus.

Ehrlich gesagt bin ich von dem Buch enttäuscht.