Leserunde

Leserunde zu "Achtsam morden" (Karsten Dusse)

Achtsam morden - Karsten Dusse

Achtsam morden
von Karsten Dusse

Bewerbungsphase: 15.08. - 29.08.

Beginn der Leserunde: 05.09. (Ende: 26.09.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir 20 Freiexemplare von "Achtsam morden" (Karsten Dusse) zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch. 

ÜBER DAS BUCH:

Björn Diemel wird von seiner Frau gezwungen, ein Achtsamkeits-Seminar zu besuchen, um seine Ehe ins Reine zu bringen, sich als guter Vater zu beweisen und die etwas aus den Fugen geratene Work-Life-Balance wieder herzustellen. Denn Björn ist ein erfolgreicher Anwalt und hat dementsprechend sehr wenig Zeit für seine Familie. Der Kurs trägt tatsächlich Früchte und Björn kann das Gelernte sogar in seinen Job integrieren, allerdings nicht ganz auf die erwartete Weise. Denn als sein Mandant, ein brutaler und mehr als schuldiger Großkrimineller, beginnt, ihm ernstliche Probleme zu bereiten, bringt er ihn einfach um — und zwar nach allen Regeln der Achtsamkeit.

Achtsam morden ist die Geschichte eines bewussten und entschleunigten Mordes, der längst überfällige Schulterschluss zwischen Achtsamkeitsratgeber und Krimi, vor allem aber ein origineller Unterhaltungsroman.

ÜBER DEN AUTOR: 

Karsten Dusse ist Rechtsanwalt und seit Jahren als Autor für Fernsehformate tätig. Seine Arbeit wurde mit dem Deutschen Fernsehpreis und mehrfach mit dem Deutschen Comedypreis ausgezeichnet sowie für den Grimmepreis nominiert. Achtsam morden ist sein erster Roman.

30.09.2019

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 261 bis Ende

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wandagreen kommentierte am 09. September 2019 um 20:31

Rabiat am Ende.

 

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Elisabeth Bulitta kommentierte am 10. September 2019 um 08:39

Ich muss gestehen, dass mir der letzte LA nicht so gut gefallen hat. Irgendwie hat sich der Humor abgenutzt. Aber das ist etwas, was ich von vielen vermeintlich lustigen Büchern kenne. Jedenfalls geht es mir in meiner Wahrnehmung oft so. Einige Dinge fand ich dennoch lustig, z.B. die Schilderung des kinderfreundlichen Café. Auch hier ist wieder m.E. eine feine Wahrnehmung unserer Gesellschaft zu erkennen.

Diese Schlägerszenen z.B. bei der Übernahme des KiGas oder die Folterszene (Malte) - darüber konnte ich nicht lachen. Die sind m.E. dann doch übertrieben, ich habe das Gefühl, hier wollte der Dusse zwanghaft komisch sein.

"Achtsamkeit ist das Anerkennen von Teilerfolgen. Wer nach 100 Prozent strebt, wird selbst beim Erreichen von 90 Prozent dieses Ergebnisses zu 100 Prozent an seinen Ansprüchen scheitern. Wer nur nach 80 Prozent strebt, wird beim Erreichen von 90 Prozent zu 100 Prozent Erfolg haben." (S. 324) Die Formulierung hier gefällt mir, das Spiel mit den Zahlen … aber mitgehen kann ich mit dieser Aussage ganz und gar nicht. Sie ist typisch für unsere Gesellschaft, nur ist die Krux bei der Sache: Wenn ich nur 80 Prozent anstrebe, werde ich mehr nicht erreichen. Ich muss bei dieser und ähnlichen Aussagen immer an einen Chirurgen denken: „Ich entferne den Tumor mal so Pi mal Daumen.“ – Für den Patienten das Todesurteil.

Der Gedanke, dass ein Verbrechersyndikat den KiGa übernimmt, finde ich witzig. Auch dass der Anwalt, der ja eigentlich für Recht und Ordnung einstehen sollte, dieses nun leitet, hat irgendwie was. Toll, wenngleich nicht super originell, sind auch wiederum das Wortspiel „untertauchen“ und das letzte Versprechen „Gleich siehst du Dragan.“.

Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten und es war angenehm zu lesen, allerdings wird es ab der Hälfte eindeutig schwächer. Es ist halt schwer, guten Humor über längere Zeit aufrechtzuerhalten.

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gaby2707 kommentierte am 14. September 2019 um 13:58

Diese Schlägerszenen z.B. bei der Übernahme des KiGas oder die Folterszene (Malte) - darüber konnte ich nicht lachen. Die sind m.E. dann doch übertrieben, ich habe das Gefühl, hier wollte der Dusse zwanghaft komisch sein.

Genau so ist das bei mir auch angekommen. Aber Witz lässt sich nun mal nicht erzwingen.

 

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lesekatha65 kommentierte am 18. September 2019 um 07:45

 

 

Ich muss bei dieser und ähnlichen Aussagen immer an einen Chirurgen denken: „Ich entferne den Tumor mal so Pi mal Daumen.“ – Für den Patienten das Todesurteil.​

Ein guter Vergleich! Da stimme ich dir zu.

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buecherwurm1310 kommentierte am 20. September 2019 um 16:25

Stimmt, am Ende nutze sich der Humor ab. Doch das geht mir oft so bei solchen Büchern: Anfang amüsiere ich mich, am Ende nervt es fast schon.

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Sursulapitschi kommentierte am 10. September 2019 um 13:17

Ich weiß nicht genau, was ich erwartet habe, aber auf jeden Fall ein raffinierteres Ende. Wir bringen hier achtsam alle Drathzieher um und das war's? Dass Dragan tot ist, merkt keiner? Boris kommt damit durch? Hm...

Lustig fand ich die Quizduelleinwürfe während der Folter, die Kindergartengründung und vier Schweigefüchse für Toni. Allerdings werden die Betrachtungen zur Achtsamkeit langsam langweilig. 
Möller nach Polen zu fahren, nur um ihn zu überfahren, fand ich eher albern als originell. Auch dass der abgebrühte Boris brav in den Kofferraum steigt, um Dragan zu treffen, ist ein lahmer Gag und unglaubwürdig. 
Schade, die Idee war gut, aber zum Ende hin macht das Buch ein bisschen schlapp. 

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BookHook kommentierte am 11. September 2019 um 10:06

"Ich weiß nicht genau, was ich erwartet habe, aber auf jeden Fall ein raffinierteres Ende. Wir bringen hier achtsam alle Drathzieher um und das war's? Dass Dragan tot ist, merkt keiner? Boris kommt damit durch? Hm..."

 

Ich denke mal, dass das nicht das eigentliche Ende sein kann, nur das Ende dieser Erzählung. Denn letztendlich hat Björn zu diesem Zeitpunkt alle seine "Probleme" gelöst, allerdings dürfte er ja nun die gleichen Probleme mit Boris´ Organisation bekommen...

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gaby2707 kommentierte am 14. September 2019 um 14:10

Dass Dragan tot ist, merkt keiner?

Dass das von den Dumpfbacken ausser Sascha niemand merkt oder auch nur infrage stellt, kann ich mir auch nicht vorstellen.

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Elchi130 kommentierte am 14. September 2019 um 15:11

Vielleicht sind sie ja einfach froh über den neuen entspannten Führungsstil und hinterfragen das Ganze daher lieber nicht. Sie können ihre Positionen behalten, ihr cholerischer, durchgeknallter Chef ist weg und das Leben ist viel entspannter. Außerdem hat ihr Chef gesagt, sie sollen auf das hören, was Björn sagt. Also, warum sich das Leben unnötig schwer machen?!? Ist doch alles gut. Dabei ist ihnen irgendwo schon klar, dass etwas nicht stimnt. Aber was man nicht weiß, muss einen nicht kümmern...

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evaczyk kommentierte am 14. September 2019 um 22:44

das habe ich mir auch so vorgestellt, denn die Andeutungen über die vorangegangenen Officer meeting klangen ja ganz so, als seien sie angesichts des unberechennbaren psychopatischen Obermafioso doch ziemlich stressig gewesen. Da konnten sich die officer woihl nicht wirklich sicher sein, ob das nicht alles ganz aprupt und brutal zu Ende sein könnte mit der Gangsterkarriere. der achtsam delegierende Björn dagegen....Fischstäbschen und Kindergartenplätze für alle!

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Elisabeth Bulitta kommentierte am 15. September 2019 um 07:46

Ich denke auch, dass ihnen der neue Stil gefällt. Das merkt man auch an der Szene, wo sie sich im KiGa versammeln.

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gaby2707 kommentierte am 16. September 2019 um 11:13

Mir haben die Namensschildchen für die schwerer Jungs so gut gefallen.

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lesebrille kommentierte am 16. September 2019 um 21:36

Genau so ist es. Und auch viel entspannter  für alle. 

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lesekatha65 kommentierte am 18. September 2019 um 07:53

Ich glaube auch, dass sie einfach froh sind, das Dragan jetzt weg ist und den genauen Grund deshalb gar nicht genauer hinterfragen wollen.

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buecherwurm1310 kommentierte am 20. September 2019 um 16:27

Das Ende hatte ich so auch nicht erwartet. Dragan taucht nicht wieder auf, was niemanden belastet und keiner vermisst ihn. Vielleicht sind sie sogar froh, dass er weg ist.

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wandagreen kommentierte am 10. September 2019 um 17:24

Jau, so im Großen und Ganzen hat es mir eigentlich gut gefallen. Man könnte bemängeln, dass der Autor sich nicht mehr hat einfallen lassen, aber mir wäre da auch nix mehr eingefallen.

Wäre das Ende pfiffiger gewesen, gäbe es keine Lehre daraus zu ziehen: wenn man sich in schmutzige Geschäfte einläßt und so, wie der Herr Anwalt das getan hat, wird man genau so wie sie. Das fand ich folgerichtig.

Ansonsten finde ich einfach nichts zum Disktutieren.

Ich könnte auf Fragen antworten, aber ansonsten ... bis zum nächsten Krimi.

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Jamboo kommentierte am 10. September 2019 um 18:56

"Der Gedanke, dass ein Verbrechersyndikat den KiGa übernimmt, finde ich witzig. Auch dass der Anwalt, der ja eigentlich für Recht und Ordnung einstehen sollte, dieses nun leitet, hat irgendwie was. Toll, wenngleich nicht super originell, sind auch wiederum das Wortspiel „untertauchen“ und das letzte Versprechen „Gleich siehst du Dragan.“.

Find ich auch. Putzige Wortspiele gibt es öfter mal. Mir hat das Buch gefallen, unterhaltsam und flüssig geschrieben. Aber ich gebe euch recht, bei dieser Art Humor ist es schwierig, den Level zu halten, irgendwann verblasst der Reiz des Neuen. Von daher ist es gut, dass der Autor immer wieder diese spitzzüngigen Seitenhiebe auf bestimmte gesellschaftliche Gruppen ausgeteilt hat, die sorgten stets für Abwechslung.

Sascha hat sich auch am Ende als vielseitiger Typ hervorgetan - dieser Trojaner, der auf den Computern der "Hipster" die Nazi-Propaganda verteilt hat, ging ja auch auf sein Konto. Dass dann auch noch allen die Nasen gebrochen wurden - na ja...

S. 282 "ich hatte diesen Jungs vergeben" - puh, das ist ja an Ironie kaum zu überbieten, ich kann mir nicht vorstellen, dass Joschka Breitner sich die Auslegung so vorgestellt hat *gg*.

Überhaupt hatte ich mit der Zeit den Eindruck, dass Auslegung und Umsetzung der Achtsamkeit immer absurder wurden.

Das Ende fand ich garnicht so übel, irgendwie gut durchkonstruiert in seiner Schrägheit ;).

 

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BookHook kommentierte am 11. September 2019 um 10:24

"Überhaupt hatte ich mit der Zeit den Eindruck, dass Auslegung und Umsetzung der Achtsamkeit immer absurder wurden."

 

sehr gut passt dazu m.E. dieses Zitat:

 

„Achtsamkeit kann Menschen töten und Nasen brechen. Und Eisberge zum Schmelzen bringen.“

 

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Mocbeth kommentierte am 13. September 2019 um 11:36

ich glaub mit dem Eisberg meinte er seine Frau ;)

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BookHook kommentierte am 16. September 2019 um 10:28

"ich glaub mit dem Eisberg meinte er seine Frau ;)"

 

Ja, das denke ich auch  *g*

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gaby2707 kommentierte am 14. September 2019 um 14:12

Überhaupt hatte ich mit der Zeit den Eindruck, dass Auslegung und Umsetzung der Achtsamkeit immer absurder wurden.

Das ging mir auch so.

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Elisabeth Bulitta kommentierte am 15. September 2019 um 07:48

Mir ebenfalls. Am Anfang die Szenen, zum Beispiel als Björn mit seiner Tochter die Zeitinsel nutzt, das war lustig. Aber am Ende ... Da sind dem Autor wohl die Ideen ausgegangen, was ich echt schade finde.

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Elchi130 kommentierte am 11. September 2019 um 08:58

Gut gefallen hat mir das recht offene Ende. Den dritten Leseabschnitt fand ich auch wieder nicht so witzig. Mir hat der Mittelteil am besten gefallen. Ein netter, unterhaltsamer Krimi, bei dem ich auch mal lachen konnte.

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gaby2707 kommentierte am 14. September 2019 um 14:13

Gut gefallen hat mir das recht offene Ende.

Mir auch. Vieleicht lesen wir ja irgendwann, wie es mit Björn und Boris weiter geht.

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BookHook kommentierte am 11. September 2019 um 10:02

Das war ja nochmal ein ereignisreicher letzter Leseabschnitt. Am Ende ist Björn (bis dato) tatsächlich mit allem durchgekommen, konnte alle seine „Probleme“ lösen. Selbst den Nachplappervogel, der (wie von mir erwartet) zum unpassendsten Moment wieder aufgetaucht ist, hat Egmann mal geflissentlich ignoriert. KiTa-Plätze als Elterndroge… das scheint ja tatsächlich bestens zu funktionieren…  ;-)

 

Ansonsten ging es ja auch noch mal sehr gewaltsam zu. Dass sie den Maulwurf Möller so mir nichts, dir nichts über den Haufen fahren, fand ich schon ganz schön fies. Wollte er ihn nicht eigentlich umdrehen? Die Lösung des „Boris-Problems“ war hingegen ein passendes Ende, so schließt sich der Kreis und die Methode hatte sich für Björn ja schon mal bewährt.  *g*

 

Der Humor hat mir auch in diesem Leseabschnitt gut gefallen, obgleich er an manchen Stellen schon sehr überspitzt war (z.B. das Officer-Treffen in der KiTa und mit Fisch-Namenskärtchen). Sehr gefallen haben mir dabei auch immer die verbalen Spitzen („Der Dritte hatte ein BWL- und dann ein Jura-Studium abgebrochen und hielt sich deshalb für kreativ.“ - S. 270).

 

Alles in allem ist dies ein Roman, der mich wirklich sehr gut unterhalten hat!

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Elisabeth Bulitta kommentierte am 11. September 2019 um 19:15

"(z.B. das Officer-Treffen in der KiTa und mit Fisch-Namenskärtchen)"

Das hat mich an diverse Forbildungen erinnert, wo Grundschullehrer*innen dann Spiele für Grundschulkinder spielen müssen. Finde ich immer schrecklich. Aber zu lesen war's lustig.

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COW kommentierte am 12. September 2019 um 20:42

So, Björn hats geschafft alle Probleme erst mal zu lösen. wenn er allerdings so weiter macht mit seiner Achtsamkeit könnte das ein Endlosspiel werden. Den letzten Abschnitt fand ich nicht mehr ganz so witzig. O.k. die Szene im Kindergarten ist gut gelungen und auch, dass Eltern viel für einen Kigaplatz tun....aber zum Ende hin fand ich das Buch etwas leiser...

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gaby2707 kommentierte am 14. September 2019 um 14:15

aber zum Ende hin fand ich das Buch etwas leiser...

... und noch grausamer.

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Elisabeth Bulitta kommentierte am 15. September 2019 um 07:52

"... und noch grausamer."

Als grausamer würde ich es jetzt nicht bezeichnen. Jemanden im Kofferraum schmoren lassen, zerstückeln und im See verstreuen ... ist auch sehr grausam. Aber es wurde irgendwie "platter", weniger fantasie- und geistreich. Das hat mich gestört.

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Else kommentierte am 17. September 2019 um 07:37

Ja, so ging es mir auch. Gegen Ende hattest es sich etwas „abgenutzt“.

Ich befürchte das offene Ende ist ein Tor zur Fortsetzung, weiß nicht, ob ich das noch brauche. 

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Elchi130 kommentierte am 17. September 2019 um 09:33

Ich habe in meine Rezension aufgenommen, dass ich keine Fortsetzung brauche. Ein zweites Buch geht evtl. noch. Danach ist die Idee jedoch mehr als durch. Wobei ich wahrscheinlich schon einen zweiten Teil nicht mehr lesen würde. Das Buch hat mir gefallen, weil es etwas Anderes war. Aber damit ist es dann auch gut.

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Hennie kommentierte am 12. September 2019 um 23:12

Im letzten Abschnitt ging es richtig zur Sache, um die Bösewichte und Störenfriede auszuschalten.

Der Kindergarten befindet sich dank des „Verhandlungsgeschicks" von Björn nun in der Hand des Verbrechersyndikats. Sascha ist Officer der Geschäftssparte Kinderbetreuung, sehr ungewöhnlich.

Durch strikte Befolgung der Achtsamkeitsregeln gelang es Björn alle Probleme zu lösen. Und er hat sich die Finger selbst nicht schmutzig gemacht. Die Morde erledigten andere. Doch mit Boris geht es wieder von vorne los? Er steigt in den Kofferraum und...ENDE oder neuer Anfang. Einmal Bäh-anwalt, immer Bäh-anwalt?

Ich fühlte mich mit dem Buch gut unterhalten. Wie es eingangs heißt „ein entschleunigter Kriminalroman“. Das war er wirklich für mich.

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lesebrille kommentierte am 13. September 2019 um 10:04

Da ist Björn ja gut mit weggekommen mit seinem achtsamen Morden. Vom erfolglosen Anwalt zum geheimen Mafiaboss. Und die Geschichte fängt mit Boris wieder von vorne an.  Dazu ein Kindergartenplatz und das Familienleben läuft auch besser. 

Die Wortspielereien gefallen mir, auch die Kritik an der  Gesellschaft,was die Eltern alles für einen Kindergartenplatz tun,bzw. ignorieren. 

Für meinen Geschmack etwas zuviel Gewaltbeschreibungen,aber manche mögen das ja. Mir fehlen wirklich die Rückblenden mit dem Therapeuten,das wären bestimmt interessante Gespräche geworden.  Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten und mehr sollte es ja auch nicht.

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Mocbeth kommentierte am 13. September 2019 um 11:54

tjoar... also ich finde das Buch lässt immer weiter nach.

und wird auch immer unrealistischer. Also alle 4 Schwerverbrecher lassen sich beim Meeting mit Essen beruhigen und glauben anstandslos, dass das auf Zuruf Dragans passiert ist?

Überhaupt, alle Nachrichten von Björn passen ja überhaupt nicht zum Jargon und Behavior von Dragan... das Sascha scheinbar der Einzige ist der das rafft, weil er eben davon profitiert, ist noch das Logischte für mich.

Auch die Szene mit Boris auf dem Parkplatz. Anstatt eine Falle zu wittern springt der Gangsterboss völlig naiv in den Kofferraum? Weil er mitten in er Nacht abtauchen muss? also sorry... gemessen am Rest des Buches ist es einfach völlig unrealistisch.

Ich hatte tatsächlich mehr Hoffnung in das Buch. Läuft bei mir unter Gelesen, nicht Gelacht, Gelöscht

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wandagreen kommentierte am 14. September 2019 um 09:58

Zum Punkt unrealistisch: Natürlich ist es unrealistisch. Das war es von der ersten Zeile an! hihi.

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Mocbeth kommentierte am 14. September 2019 um 13:06

das ist mir schon klar, ich erwarte ja auch kein RealCrime

aber eben gemessen an dem wie Dragan ist/war und wie er sich verhalten/geäußert hat finde ich dass doch schon ZU unrealistisch dass die anderen so sang- und klanglos drauf anspringen

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Summerdance kommentierte am 14. September 2019 um 11:47

Auch der letzte Leseabschnitt hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte hatte auch hier keine Längen und der Humor war weiterhin vorhanden. Das Buch hat meine Erwartungen voll erfüllt, ich wurde gut ungehalten, musste oft lachen und die Story war durchdacht. Natürlich war im Buch manche Szene dabei, die im wirklichen Leben nie so passieren würde, aber das Buch soll in erster Linie ja unterhalten und kein Krimi sein.

Das Ende fand ich sehr stimmig und an der Stelle auch sehr passend gewählt. Jede Seite danach wäre zu viel gewesen. Natürlich geht es für Björn nun noch weiter, er muss sich jetzt auch mit Boris Leuten herumschlagen, neue Ausreden finden und Fragen beantworten. Vielleicht gibt es ja irgendwann einen Folgeband, der diese Geschichte dann erzählt.

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gaby2707 kommentierte am 14. September 2019 um 13:56

Der letzte Abschnitt hat sich etwas gezogen. Björn hat sich durch die Achtsamkeitsregeln alle, die ihm schaden könnten eliminiert.

Ich fand auch die Schreibweise bzw. die Erzählung nicht mehr so witzig wie bisher. Die sehr grobe Umgangsweise mit dem Gefolterten, die Schlägerei bei der Übernahme des Kindergartens, das Brechen von drei Nasen und die Fahrt von Möller nach Polen haben mich nicht vom Hocker gerissen. Das fand ich alles stark konstruiert. Einfach etwas drüber.

Witzig finde ich den Gedanken, dass ein Verbrechersyndikat den Kindergarten übernimmt. Der Nachplappervogel ist auch wieder aufgetaucht. Auch der Einblick in dieses kinderfreundliche Cafe mit den stillenden Mamas hat mir gefallen. Mir wäre vor vielen Jahren, als ich meine Kinder gestillt habe, nie in den Sinn gekommen, dies in der Öffentlichkeit zu tun.

Insgesamt hat mir das Buch, bis auf die kleinen schwächen zum Schluss, gut gefallen und mich gut unterhalten. Ein Dauergrinsen ist ja auf Dauer auch nicht das wahre.
 

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anna1965 kommentierte am 15. September 2019 um 16:14

Ich habe mich zum 2. LA nicht geäußert, weil ich einfach durchgelesen habe. An manchen Stellen habe ich Lachen müssen, aber an manchen auch nicht. Die Idee mit der Übernahme des Kindergartens ist echt gut, allerdings fand ich es skurril, wie da, ohne mit der Wimper zu zucken, mal eben so Nasen gebrochen wurden. Überhaupt ist Björn für mich durch seinen Besuch des Achtsamkeitsseminars kein besserer Mensch geworden. Eher ganz im Gegenteil, aber er war vorher ja auch schon ein ziemlich zwielichtiger Typ. Alles in allem hat mich das Buch gut unterhalten, mehr aber auch nicht.

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Elisabeth Bulitta kommentierte am 16. September 2019 um 06:06

"Überhaupt ist Björn für mich durch seinen Besuch des Achtsamkeitsseminars kein besserer Mensch geworden."

Das war ja, denke ich mal, auch nicht Sinn des Buches. Denn Mord ist nie etwas, was ein "guter Mensch" tut. Aber ich stimme dir zu, dass es irgendwie eher platt und niveaulos war, was zwischendurch lief.

 

 

 

 

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wampy kommentierte am 16. September 2019 um 09:07

Es ist wie bei vielen Büchern, die dauernd auf den selben Effekt zielen - er nutzt sich ab. So ist es auch hier mit dem Humor um die Achtsamkeitsregeln. Igre Anwendung durch Björn wird vorhersehbar und verliert somit an Reiz. Dies schmälert das Lesevergnügen, aber es gibt noch Überraschungen, so wie beim Besuch des Stillcafes. Andere Menschen gehen in ein Cafe, weil es dort angenehme Gäste gibt, aber Björns Frau besucht das Stillcafe, weil sie den Gästetyp hasst. Auch die Schwere der Bestrafung für Toni isoliert im Konferenzraum hat etwas. Sascha scheint Björn durchschaut zu haben, unterstützt ihn aber. Ein kleiner Exkurs in Gruppendynamik lockert die nächsten Morde auf und die Schlusspointe im Stil von "Täglich grüßt das Murmeltier" passt zur Groteske. 

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 261 bis Ende
Hennie kommentierte am 18. September 2019 um 11:55

@wampy

"...und die Schlusspointe im Stil von "Täglich grüßt das Murmeltier" passt zur Groteske"

Oh, deine Interpretation, dein Vergleich zum Ende, die Ausdrucksweise gefällt mir sehr! Einfach treffend. Toll!

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lesekatha65 kommentierte am 18. September 2019 um 07:47

Das Buch ist sehr überspitzt und hat einen eignene Humor, der an manchen Stellen ziemlich "hart" ist. Trotzdem hat es mir sehr gut gefallen und ich habe mich gut unterhalten gefühlt.

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Corpus kommentierte am 26. September 2019 um 19:37

Der dritte und letzte Leseabschnitt ging genauso spannend wieder weiter.
Was mir sehr gut gefallen hat, war, dass der Krimi nicht nur spannend war, sondern auch mit lockeren Sprüchen von Björn sehr unterhaltsam war.
Wie von manchen hier erwartet, hat der Nachsprech-Papagei den Mord erwähnt, aber Björn konnte sich herausreden.
Mich hat es nicht überrascht, dass Björn mit dem Mord davongekommen ist. Ich hatte mir schon gedacht, dass er es irgendwie schaffen wird, das von sich abzuwenden.
Das Achtsamkeitsbuch war ihm dabei wirklich eine sehr große Hilfe.

Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen.

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Susi kommentierte am 05. Oktober 2019 um 11:35

bei dem Nachplappervogel hatte ich mehr befürchtet.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 261 bis Ende
Susi kommentierte am 27. September 2019 um 09:42

Herrliches Buch. Habe so viel gelacht. Die Kindergartenübernahme ist auch schön. Natürlich nicht, wenn es real life wäre. Aber wer wünscht sich nicht auch manchmal so viel Macht ? 

Was für ein Glück für Björn, dass alle entscheidenden Leute einen Kindergartenplatz brauchen. Schade, dass das Buch schon zu Ende ist. Dass Boris das gleiche Ende findet wie Dragan gefällt mir. Aber was ist mit Boris´Leuten ? So ganz ist er noch nicht aus der Nummer raus. 

Mir hat das Buch  gut gefallen und ich habe mich sehr amüsiert.

Rezi folgt. 

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 261 bis Ende
Malte-Malheur kommentierte am 27. Oktober 2019 um 01:40

Was für ein herrlicher Quatsch. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass die Geschichte so verlaufen wird, aber das ist ja der Überraschungsmoment. Sicherlich gibt es hier und da mal die ein oder andere Stelle, wo ich auch unzufrieden war, aber insgesamt fand ich das Buch fesselnd.

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