Leserunde

Leserunde zu „Adria Mortale" (Margherita Giovanni)

Adria mortale - Bittersüßer Tod -

Adria mortale - Bittersüßer Tod
von Margherita Giovanni

Bewerbungsphase: 13.05. - 27.05.
Beginn der Leserunde: 03.06. (Ende: 24.06.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des Bastei Lübbe Verlags – 20 Freiexemplare von „Adria Mortale" (Margherita Giovanni) zur Verfügung. 

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch. 

ÜBER DAS BUCH:

Türkisblaues Meer. Zartduftende Aprikosenhaine. Sanfte Strände. Doch die Idylle trügt …
Sommer 1958. Für die deutschen Touristinnen Sonja und Elke ist es das große Abenteuer: Mit ihrem Roller fahren die jungen Frauen nach Italien in den Urlaub. In einem kleinen Dorf an der Adriaküste steigen sie in der Pension von Federica Pellegrini ab. Ein paar Tage später wird der Lehrer des Ortes tot aufgefunden, mit dem Elke zuvor geflirtet hat. Die beiden fürchten, unter Mordverdacht zu geraten. Zum Glück nimmt Federica sich des Falles an und ermittelt auf eigene Faust. Sehr zum Missfallen von Commissario Garibaldi, der anreist, um herauszufinden, wer den Mann aus dem Weg räumen wollte. Und Garibaldi ist nicht der Einzige, dem Federica auf die Füße tritt ...

ÜBER DIE AUTORIN:

Margherita Giovanni ist ein Pseudonym der Autorin Brigitte Pons. Sie lebt in der Nähe von Frankfurt/Main, schreibt Romane und Kurzgeschichten und ist dabei immer auf der Suche nach dem perfekten Text. Neben dem Schreiben liebt sie das Reisen und ganz besonders Barcelona. Als Isabella Esteban schreibt sie eine Krimireihe über ihre liebste Stadt Europas, im E-Book erscheint unter dem Namen Brigitte Pons außerdem ihre Odenwald-Krimireihe um Ermittler Frank Liebknecht.

 

26.06.2021

Thema: Lektüre, Teil ll

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lielo99 kommentierte am 07. Juni 2021 um 16:54

Es zieht sich jetzt aber sehr. Es gibt zu viele Verdächtige und ich habe das Gefühl, die Autorin führt bewusst in die Irre. Ja, das ist normal, hier aber für meinen Geschmack zu viel. Was geschah beim Treffen von Mimo und Sonja? Auf die Lösung bin ich gespannt. Und der Briatore ist unverschämt. Die Ohrfeige war berechtigt. So richtig fesseln kann mich das Buch bisher nicht. Es geht mir zu oft hin und her. Aber okay, vielleicht wird das ja noch. 

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Thoronris kommentierte am 07. Juni 2021 um 18:34

Bis wohin hast du gelesen? Ich bin unsicher, wie weit ich schon lesen soll für diesen Abschnitt...

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lielo99 kommentierte am 07. Juni 2021 um 18:37

Hallo Thoronris, ich las bis Seite 252. Das sind dann etwa zwei Drittel. 

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Thoronris kommentierte am 07. Juni 2021 um 19:14

Danke!

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Hermione kommentierte am 07. Juni 2021 um 19:03

Ich hoffe auch, dass die Handlung im letzten Teil mehr auf Spur kommt und nicht die ganze Zeit zwischen vielen Personen und möglichen Spuren hin- und herspringt.

Thema: Lektüre, Teil ll
PeWie kommentierte am 07. Juni 2021 um 21:07

Ich bin deiner Meinung, es erscheint wie ein Ratekrimi. Aber wenig Anhaltspunkte. Der Unsympath ist tot, höchstwahrscheinlich ermordet durch Gift.

Wer und Warum? Anscheinend haben alle ein Motiv und eine Gelegenheit. Jeder sieht einen Anhaltspunkt bei jemand anderen. Für mich zuwenig detaillierte Informationen.

Thema: Lektüre, Teil ll
Hermione kommentierte am 08. Juni 2021 um 09:59

Das mit Sonja und Mimo würde mich auch mal interessieren... Was ist da wohl passiert? Und warum hat Sonja geweint?

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Elchi130 kommentierte am 08. Juni 2021 um 23:31

Das einzige, was mir zu viel ist, sind die ausführlichen Beschreibungen der Nahrungsmittel und sonstige "Nebensächlichkeiten". Mir gefällt es ausgesprochen gut, dass wir so viele Verdächtige und so viele Spuren haben.

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cybergirl kommentierte am 09. Juni 2021 um 09:45

ich finde das Buch auch stellenweiße etwas langatmig. Kann für mich auch noch keine klare Linie finden, zuviele die als Täter in Frage kommen.

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Hermione kommentierte am 07. Juni 2021 um 19:02

Ich habe mir das zweite Drittel (bis zum Kapitelende) auch bis Seite 252 eingeteilt.

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Thoronris kommentierte am 07. Juni 2021 um 22:37

Ich gebe zu, der Schreibstil irritiert mich immer noch, aber der Plot selbst ist spannend genug, dass ich inzwischen drüber hinwegsehen kann.

Es ist interessant, wie Paolo anscheinen alle dazu gebracht hat, zu lügen und zu schweigen, indem er ihnen vorgaukelt, das wäre, um Mimo zu schützen - nur Mimo versteht nicht, warum alle lügen. Das würde dafür sprechen, dass er unschuldig ist. Seine Gedanken lesen sich recht kindlich, er ist vermutlich wirklich nicht sonderlich intelligent, aber seine Kindlichkeit führt auch dazu, dass er den richtigen Riecher hat und erkennt, dass etwas nicht stimmt. Er versteht Lügen nicht.

Immerhin haben wir jetzt auch den ersten Teil des Tathergangs - die Platzwunde stammt von vor dem Tod, er hat sie sich in der Bäckerei zugezogen, vielleicht sogar von der Hand von Carmela. Vielleicht ist er zu aufdringlich geworden? Vielleicht ist Enzo ihnen hinterher und hat Rossi dann umgebracht, weil er Carmelas Ehre beschützen wollte? So wird es derzeit präsentiert und genau deswegen glaube ich nicht wirklich, dass das die Wahrheit ist.

Das beste am ganzen Plot ist aber bisher die Beziehung von Lorenzo und Federica. Sie fühlt sich von ihm die ganze Zeit nur verdächtigt und misstraut, obwohl er sich wirklich sicher ist, dass sie keine Verdächtige ist. Aber er hat dennoch Grund, enttäuscht zu sein, denn sie sagt ihm offensichtlich nicht alles - und das wiederum kann man verstehen. Sie ist immer noch irgendwie fremd im Dorf, versucht ihre eigene Vergangenheit zu vergessen und will eigentlich nicht anecken. Sie will das Dorf nicht gegen sich aufbringen und sie will sicher nicht jene, die sie als Nachbarn schätzt, ernsthaft verdächtigen. Aber ihr Verstand sagt ihr, dass sie das muss. Konflikte wie diese lassen sich aber mit Verstand alleine nicht lösen - dennoch hoffe ich, dass sie zunehmend zu Lorenzo hält und ihm gegenüber wirklich offener wird!

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PeWie kommentierte am 07. Juni 2021 um 23:39

Die Frage ist warum will Paolo diese Geschichte ist er der Mörder? Wenn ja warum, nur wegen dem Campingplatz?

Ganz am Anfang wird erwähnt das Mimo einen Badeunfall hatte.

Und Carmela will Enzo schützen weil sie seinen Kamm bei Rossi gefunden hat.

Diese Entwicklung wird die spannendeste. 

 

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Hermione kommentierte am 08. Juni 2021 um 09:54

Mir gefällt es auch sehr, wie sich die Schlagabtausche zwischen Federica und dem Commissario entfalten. Sie sind beide wirklich pfiffig, aber leider arbeiten sie nicht so wirklich zusammen...

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cybergirl kommentierte am 09. Juni 2021 um 09:47

Es ist interessant, wie Paolo anscheinen alle dazu gebracht hat, zu lügen und zu schweigen, indem er ihnen vorgaukelt, das wäre, um Mimo zu schützen - nur Mimo versteht nicht, warum alle lügen

Ja das frage ich mich auch

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Leseskorpion kommentierte am 08. Juni 2021 um 10:01

Was für ein WirrWarr! Jeder der Dorfbewohner und Pensionsgäste scheint ein Motiv zu haben. Ich versuche mal zusammenzufassen: Enzo ist eifersüchtig wegen Carmela, Davide und sein Vater wollen vom wachsenden Tourismus profitieren, dem Rossi im Weg stand. Genauso der Bürgermeister und Paolo Zaccardo, die beide ebenso wie unser cholerischer Herr Schneider auch aus Eifersucht gehandelt haben könnten. Und Carmela hatte offensichtlich kurz vor seinem Tod einen Streit mit Rossi, den Enzo beobachtet hat. Mit Mimo ist Rossi sehr unfreundlich umgesprungen, auch er könnte sich zur Wehr gesetzt haben. Den Verdacht, den der Commissario gegen Elke zu haben scheint, kann ich nicht ganz nachvollziehen, denn ich sehe bei ihr kein Motiv. Allerdings lügen sie und Sonja nicht weniger als alle anderen. Hab ich jemanden vergessen?

Insgesamt gefällt mir auch der zweite Abschnitt sehr gut, es ist weiterhin spannend, auch wenn ich manchmal ob der zahlreichen Verdächtigen ein bisschen den Überblick verliere.  Am besten gefällt es mir, dass die Autorin manchmal mit einem Augenzwinkern die Charaktere völlig überzeichnet und damit kleine humorige Einlagen schafft. Köstlich fand ich die Szene, in der Inspektor Briatore im Schuppen unter den Regalen herumkriecht und ein Glas mit einem ominösen Pulver hervorzaubert. Ich bin sehr gespannt, als was für eine harmlose Substanz sich dieses Pulver entpuppt. 

Auch die Darstellung des Konflikts, in dem Federica sich befindet, finde ich sehr gelungen. Sie muss sich entscheiden, ob sie Lorenzo alles sagt, was sie herausgefunden hat, oder ob sie schweigt, weil sie ihre Nachbarn nicht in Verdacht bringen will. Sie glaubt ja selbst nicht, dass es Mimo oder Carmela waren, auf die viele Indizien hinweisen.

Immer noch nicht geklärt ist, warum Rossi sich daheim in Bozen nicht blicken lassen darf. Ich hoffe, dass wir das im 3. Abschnitt noch erfahren. Vielleicht hat das ja was mit seinem Tod zu tun?

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Hermione kommentierte am 08. Juni 2021 um 09:57

Tja, also in diesem Abschnitt ging es mir wie vielen von euch... Ich finde es auch recht unübersichtlich mit den ganzen Personen und den verschiedenen Handlungssträngen.

Interessant finde ich die Schlagabtausche zwischen Federica und dem Commissario. Aber so richtig kommen sie mit den Ermittlungen nicht von der Stelle.

Jetzt steht offenbar fest, dass Gift im Spiel war, aber das klärt ja noch gar nichts. Es haben so viele Leute ein Motiv, so viele Dorfbewohner lügen (aus welchen Gründen auch immer...), so viele wollen irgendwo mitmischen...

Und den dicksten Klopps fand ich ja noch, dass Kilian Rossi in Bozen eine Frau hat, die seine Leiche dorthin überstellen lassen will. Puh.

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PeWie kommentierte am 08. Juni 2021 um 10:55

Damit habe ich gerechnet, weil an einer Stelle ist von ihrem Dickkopf die Rede.

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sunrise kommentierte am 08. Juni 2021 um 14:04

Es sind zwar viele Verdächtige, aber das hin und her wer es denn nun sein könnte gefällt mir gut. Es hat ja echt fast jeder hier ein mögliches Motiv. Und wie es in einem kleinen Ort meistens ist, weiß ja auch jeder alles über seine Mitmenschen - einfach schön erzählt. Die kleinen Kabbeleien zwischen Frederica und Garibaldi gefallen mir auch gut.

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PeWie kommentierte am 08. Juni 2021 um 23:17

Auffällig ist der leise Bezug zu den gelesenen Krimis. Die eine hat dadurch Erfahrung und weiß wie man sich beim Auffinden von Toten verhalten muss. Die andere benutzt die Eigenarten von Sherlok Holmes um kleine Spitzen auszuteilen. Für mich ist dieser feine Humor ein Highlight in diesem Roman.

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Elchi130 kommentierte am 08. Juni 2021 um 23:27

Ich finde den Krimi richtig gut. Viele Verdächtige, jeder lügt, jeder hat Dreck am Stecken. Mittlerweile habe ich eine Vermutung, aber keine Ahnung, ob sie stimmt. Es passiert mir nicht oft, dass ich mich noch so ahnungslos fühle, nachdem ich 2/3 des Buches gelesen habe. Es gefällt mir, dass das Buch ganz bewusst zum Mitraten angelegt ist.

Und ich hatte tatsächlich recht. Unser Opfer war verheiratet und hatte Kinder. Ob er wegen Untreue Bozen verlassen musste. Vielkeicht hat er sich mit einer Schülerin oder Kollegin eingelassen?

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PeWie kommentierte am 09. Juni 2021 um 00:47

Das würde .ich auch gern wissen. So wie er sich im Ort aufgeführt hat liegt dieser Verdacht nahe.

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cybergirl kommentierte am 09. Juni 2021 um 09:44

Ich habe mal bis einschließlich Kapitel 15 gelesen und denke das kommt ungefähr hin.
Irgendwie bin ich zwiegespalten. Zum einen ist der Plot spannend aber die Erzählung für mich oft langatmig.
Geht es euch auch so?

Es gibt viele Fragen und viele Verdächtige. Ich kann für mich keine klare Linie finden.

Paolo hat alle dazu veranlasst zu Lügen. Ich frage mich nur warum? Vor was soll Momo beschützt werde, ihm ist es offenbar auch nicht so klar.
Auf jeden Fall war es ein Giftmord. Warum und wer das getan hat wird sichja im letzten Abschnitt herausstellen. Ich bin gespannt.
 

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sunrise kommentierte am 09. Juni 2021 um 12:46

Irgendwie bin ich zwiegespalten. Zum einen ist der Plot spannend aber die Erzählung für mich oft langatmig.
Geht es euch auch so?

Ja, es fühlt sich so gleichförmig erzählt an, so gerade weg ohne eine echte Spannungsspitze - ich hoffe du verstehst was ich meine. Die Handlung selbst ist ja durchaus so, dass man mitraten kann wer der/die Täter sein könnten.

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LESERIN kommentierte am 10. Juni 2021 um 11:55

Eben, der Begriff "Ratekrimi" ist ja schon oft gefallen. Mir ist klar, dass die Autorin nicht gleich ihr ganzes Pulver verschießen konnte, trotzdem hätte ich diesen Abschnitt ein wenig gestrafft an dieser Stelle. Zwar fand ich die Entwicklungen nicht unspannend, ich hätte aber trotzdem stellenweise gern vorgeblättert, damit es schneller geht...

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Sigrid kommentierte am 12. Juni 2021 um 16:02

Ich finde die Reaktionen der Dorfbewohner echt interessant. Es ist wirklich ein ziemliches Durcheinander - es wird gelogen und irgendwie könnte jeder ein Motiv haben. Es macht aber sehr viel Spaß Lorenzo und Federica zu beobachten. Ihre Nachforschungen sind gut und sie kennt die Leute ja auch. Obwohl sie ja auch noch zu den "Zugezogenen" gehört. Aber es zeigt sich auch immer wieder, wer wem zugetan ist oder nicht - danach richtigen sich oft die Aussagen. Bin echt mal gespannt, wer letztendlich der Mörder ist. Ich finde, es wird sehr authenisch erzählt - denn es zeigt die Leute in ihrem Lebensumfeld und da geht es manchmal eben nur über Umwege. Der Alltag geht weiter und wird in die Erzählung eingebunden - das macht es dann was langatmiger. Ich finde es allerdings sehr interessant. Man lernt mal wieder viel über die Menschen und ihre Verhaltensweisen und die dazugehörige Motivation dahinter.