Leserunde

Leserunde zu "Agathe" (Anne Cathrine Bomann)

Agathe
von Anne Cathrine Bomann

Bewerbungsphase: 31.01. - 14.02.

Beginn der Leserunde: 21.02. (Ende: 14.03.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir 20 Freiexemplare von "Agathe" (Anne Cathrine Bomann) zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch. 

ÜBER DAS BUCH:

Wer dieses Buch liest, möchte es sofort weiterempfehlen – Anne Cathrine Bomanns Roman zeigt, wie neue Freundschaften ein Leben verändern. 
Ein alternder Psychiater zählt die Tage bis zu seinem Ruhestand. Bald wird er die Türen seiner Praxis für immer hinter sich schließen.. Doch eine letzte Patientin lässt sich nicht abwimmeln. Und die Gespräche mit Agathe verändern alles: Neue Freundschaften scheinen plötzlich möglich, neue Wege, neue Zuversicht. Eine universelle Geschichte über Nähe und Freundschaft, Liebe und Verbindlichkeit – elegant und zeitlos, voll meditativer Zärtlichkeit und subtilem Humor.

ÜBER DIE AUTORIN:

Anne Cathrine Bomann, geboren 1983, arbeitet als Psychologin. Sie lebt in Kopenhagen mit ihrem Freund, einem Philosophen, und dem Hund Camus. Eine Saison lang spielte sie Tischtennis in Fontenay-sous-Bois, einem Vorort von Paris. Dort lebte sie in der 9, rue des rosettes, genau wie die Hauptfigur aus Agathe.

14.03.2019

Thema: Lieblingsstellen

Thema: Lieblingsstellen
Leia Walsh kommentierte am 25. Februar 2019 um 13:35

Ich habe mir ganz viele Stellen markiert.

Beispiele:

Seite 63: "Vielleicht. Ich bemühe mich ja auch, aber das Leben entzieht sich mir die ganze Zeit. Es ist direkt vor mir, so dicht, dass ich es riechen kann."

Seite 80: "Aber Madame", setzte ich erneut an und wollte eigentlich sagen, dass ich nichtt die leiseste Ahnung hatte, wie ich außerhalb der vier Wände meiner Praxis mit einem Menschen umgehen sollte. Mein letztes normales Gespräch lag inzwischen so weit zurück, dass es schmerzte, daran zu denken. In der echten Welt war ich hilflos, und es erschien mir lächerlich, dass sie sich in einer Situation wie dieser an mich wandte. Dennoch bestand kein Zweifel darüber, wa von mir erwartet wurde.

dazu gehört dann auch Seite 81:

Ein Mensch, der mir auf meine eigene, verquere Art wichtig war, hatte mich um Hilfe gebeten. Wenn ich es nicht einmal versuchte, was war ich dann noch wert?

Bewegt hat mich ganz besonders diese Stelle auf Seite 95:

"Ich weiß, ehrlich gesagt, nicht richtig, wie ich Ihnen helfen soll, Thomas", sagte ich. "Ich habe noch nie jemanden geliebt."

Eine Frage, die ich selbst mir auch schon gestellt habe (Seite 111):

Der Tod, so fühlte es sich jedenfalls an, hatte uns gezwungen, eine ganze Reihe von Schritten zu überspringen und direkt zum Wesentlichen überzugehen, aber ließ sich dieser Zustand nicht auch ohne ihn als Mittelsmann erreichen?

Und dann schließlich und endlich Seite 153:

"Papperlapapp", sagte sie und drehte sich um. "Sie haben doch wohl nicht immer noch vor, in den Ruhestand zu gehen?"

Dieses "Papperlapapp" ist so einfach und so wirkungsvoll und so WAHR.

Thema: Lieblingsstellen
nachtfledermäuschen kommentierte am 27. Februar 2019 um 00:21

bis jetzt S. 61:

"Es ist eine einsame Sache, nicht zu leben. Wie wenn man anderen beim Spielen zusieht, während man selbst das Bein gebrochen hat."

So ähnlich erscheint mir der Psychiater zu Beginn des Buchs.. das habe ich mit dem Fernseher gemeint..

Thema: Lieblingsstellen
Mrs Plant kommentierte am 27. Februar 2019 um 08:29

S.61, als der Arzt Agathe fragt ob sie auch alleine ist,und sie antwortet:

“Gewissemaßen. Es ist eine einsame Sache, nicht zu leben. Wie wenn man anderen beim Spielen zusieht, während man selbst das Bein gebrochen hat.”

Das fasst für mich gut die Depression und die Einsamkeit der beiden zusammen.

Thema: Lieblingsstellen
Cheekysassi kommentierte am 27. Februar 2019 um 13:35

S. 95

"Ich habe noch nie jemanden geliebt." Ich war von meinen eigenen Worten überrascht, doch Thomas entgegnete nur: "Nein, nicht allen wird dieses Glück zuteil. Vielleicht fällt Ihnen das Sterben ja leichter." "Vielleicht", gab ich zu, "das Leben aber nicht." 

S. 124 

"Aber Doktor, wie können Sie es zu Ihrer Lebensaufgabe machen, das Leiden anderer zu heilen, wenn Sie nicht einmal ein Gespür für Ihr eigenes haben?" (...) " Wie können Sie behaupten, andere zu verstehen, wenn Sie nicht einmal wissen, wie es Ihnen selbst geht?

Thema: Lieblingsstellen
cosmea kommentierte am 28. Februar 2019 um 19:23

Eine meiner Lieblingsstellen befindet sich gleich auf dne ersten Seiten, weil sie den Leser in die Thematik des Romans und den Charakter des Psychiaters einfuhrt. Der Psychiater sieht vom Fenster aus, wie sich ein spielendes Mädchen verletzt. Nach einiger Zeit verlässt er seinen Beobachtungsposten, weil er genau weiß, wie es auf andere wirkt, wenn sie einen Arzt sehen, der zuschaut, aber nicht hilft. (S. 12). Er hat Hemmungen, das Mädchen anzusprechen: "Ich hatte das letzte Mal mit einem Kind gesprochen, als ich selbst eines gewesen war." (S. 12)

Thema: Lieblingsstellen
cosmea kommentierte am 28. Februar 2019 um 19:23

Eine meiner Lieblingsstellen befindet sich gleich auf dne ersten Seiten, weil sie den Leser in die Thematik des Romans und den Charakter des Psychiaters einfuhrt. Der Psychiater sieht vom Fenster aus, wie sich ein spielendes Mädchen verletzt. Nach einiger Zeit verlässt er seinen Beobachtungsposten, weil er genau weiß, wie es auf andere wirkt, wenn sie einen Arzt sehen, der zuschaut, aber nicht hilft. (S. 12). Er hat Hemmungen, das Mädchen anzusprechen: "Ich hatte das letzte Mal mit einem Kind gesprochen, als ich selbst eines gewesen war." (S. 12)

Thema: Lieblingsstellen
Menette kommentierte am 28. Februar 2019 um 21:02

Zum Beispiel folgende Stellen:

S. 95 13-15

S. 135 Z.13-14

S. 149 Z. 1-3

 

Thema: Lieblingsstellen
Mara S. kommentierte am 03. März 2019 um 18:53

Ich mag die Stelle, als sich der Ich-Erzähler quasi frei schwimmt. Für den Leser eine angespannte Situation, da nicht sofort klar ist, warum er ins Wasser geht.

Und ich mag auch die Szene, in der er seinem Nachbarn einen Apfelkuchen backt und vorbei bringt inklusive der Einkaufszene im Lebensmittelladen.  Es sind diese kleinen, für viele von uns so alltäglichen Szenen, die für den Ich-Erzähler so ein Ausbruch aus seinem Alltag bedeuten. Das stimmt auch sehr nachdenklich. 

Thema: Lieblingsstellen
pegchen80 kommentierte am 04. März 2019 um 17:20

 

Seite 95:

"Ich habe noch nie jemanden geliebt" ... "ein Leben ohne Liebe ist nicht viel Wert."

Seite 143: 

"Es bedeutet, dass Sie lernen müssen, sich zu sehen, Agathe"

Seite 153:

"Ich war so froh, sie zu sehen, dass ich meine Sekretärin zum ersten Mal in meinem Leben in einer Art ungelenkter Umarmung umfasste." 

 

Thema: Lieblingsstellen
Lillymaus kommentierte am 04. März 2019 um 23:56

S. 112: Es war 18 Uhr....., doch ich war nicht müde. Ganz im Gegenteil, ich hatte Lust zu tanzen, meine alten Knochen herauszureißen und eine zweite Chance als junger, aktiver Mann zu bekommen. Und auch wenn es sicher fürchterlich banal klingt, ich wollte so gern etwas bedeuten.

Diese Stelle beschreibt den Beginn des Wandels, solche Gedanken hätte er zuvor nicht gehabt.

Thema: Lieblingsstellen
nachtfledermäuschen kommentierte am 05. März 2019 um 22:03

noch ein Lieblingszitat:

Seite 135:
Die Schrift war identisch, der Mann ein anderer geworden, während ich weggesehen hatte.

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