Leserunde

Leserunde zu "All das zu verlieren" (Leïla Slimani)

All das zu verlieren - Leïla Slimani

All das zu verlieren
von Leila Slimani

Bewerbungsphase: 09.05. - 23.05.

Beginn der Leserunde: 30.05. (Ende: 20.06.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des Luchterhand Verlags – 20 Freiexemplare von "All das zu verlieren" (Leïla Slimani) zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch. 

ÜBER DAS BUCH:

»Die neue Stimme der französischen Literatur.« ZEITmagazin

Kann man sich zu seinem Glück zwingen? Prix Goncourt-Preisträgerin Leïla Slimani erzählt von der Zerrissenheit einer Frau und schafft eine »moderne Madame Bovary« (Libération). 

Nach außen hin führt Adèle ein Leben, dem es an nichts fehlt. Sie arbeitet für eine Pariser Tageszeitung, ist unabhängig. Mit ihrem Ehemann, einem Chirurgen, und ihrem kleinen Sohn lebt sie in einem schicken Viertel, ganz in der Nähe von Montmartre. Sie reisen, sie fahren übers Wochenende ans Meer. Dennoch macht Adèle dieses Leben nicht glücklich. Gelangweilt eilt sie durch die grauen Straßen, trifft sich mit Männern, hat Sex mit Fremden. Sie weiß, dass ihr die Kontrolle entgleitet. Sie weiß, dass sie ihre Familie verlieren könnte. Trotzdem setzt sie alles aufs Spiel.

»Leïla Slimani wird zu Recht gefeiert, denn sie hat einen ganz eigenen Sound, der so dynamisch ist, dass einem ganz schwindelig wird.«

BARBARA (30. April 2019)

ÜBER DIE AUTORIN:

Die französisch-marokkanische Autorin Leïla Slimani gilt als eine der wichtigsten literarischen Stimmen Frankreichs. Slimani, 1981 in Rabat geboren, wuchs in Marokko auf und studierte an der Pariser Eliteuniversität Sciences Po. Ihre Bücher sind internationale Bestseller. Für den Roman »Dann schlaf auch du« wurde ihr der renommierte Prix Goncourt zuerkannt. »All das zu verlieren«, ebenfalls preisgekrönt, erscheint in 25 Ländern. In den Essaybänden »Sex und Lügen« und »Warum so viel Hass?« widmet Leïla Slimani sich dem Islam und dem Feminismus sowie dem zunehmenden Fanatismus. Seit 2017 ist Leïla Slimani offiziell Botschafterin für Frankophonie. Sie lebt mit ihrer Familie in Paris.

22.06.2019

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Gwendolyn22 kommentierte am 02. Juni 2019 um 20:12

Wow! Was für ein Buch. Und das meine ich sprachlich - wie schafft man es, in einer Übersetzung aus dem Französischen trotzdem dieses typisch "Frankophile" rüberzubringen? Dazu noch wirklich melancholich bis depressiv anmutend, so eine Schwere im Text, dass man das Unglück der Protagonistin förmlich greifen kann? Wie auch das erste Buch hat mich "All das zu verlieren" jetzt schon in den Bann gezogen. Ich finde diese psychologischen Finessen sehr schön erfasst und die Protagonistin differenziert beschrieben.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
wandagreen kommentierte am 03. Juni 2019 um 00:42

Äh, welche psychologischen Raffinessen meinst du?

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Gwendolyn22 kommentierte am 03. Juni 2019 um 13:21

Zum Beispiel die Erklärungen zur Kindheit Adéles.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
wandagreen kommentierte am 03. Juni 2019 um 23:11

Hm, gerade diese Erklärung fand ich recht dürftig. Ich warte noch mit dem Posten des Gesamteindrucks, bis ein paar mehr ihre Bücher haben. Guckst du einfach nachher noch mal, ja?

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Gwendolyn22 kommentierte am 05. Juni 2019 um 13:37

Lass doch einfach mal Leuten ihre Meinung. Und wenn bestimmte Dinge nicht unbedingt zu erklären sind - oder ich das einfach nicht möchte, dann ist es doch auch gut.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
wandagreen kommentierte am 05. Juni 2019 um 14:17

Äh ... sollten wir nicht diskutieren? Da gehört das Pro und Contra doch dazu. Das bloße Kundtun, ich seh das so, macht eine Leserunde doch nicht interessant.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
naibenak kommentierte am 07. Juni 2019 um 13:29

Gwendolyn: das sehe ich anders. Hier sind wir in einer LR. Natürlich gibt es ne Menge unterschiedlicher Meinungen, aber hier sollen diese im besten Fall ja diskutiert werden. Dafür sind wir hier ;)

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Hermione kommentierte am 03. Juni 2019 um 10:48

Melancholisch und depressiv finde ich das Buch auch. Mich hat der erste Teil beim Lesen schon total runtergezogen...

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
jenvo82 antwortete am 04. Juni 2019 um 17:52

Nein, die Melancholie wirkt auf mich gar nicht so stark, vielmehr möchte ich verstehen, was Adele zu dem Menschen gemacht hat und warum sie in keiner persönlichen Entwicklung ihr wahres Ich finden kann. Ein aufgesetztes Mienenspiel, ein Job, den man verachtet, eine Kleinstfamilie, die man meist nur erträgt und sexuelle Ausschweifungen, die keinerlei Bewandnis haben, außer die Seele zu betäuben - menschlich interessiert mich die Protagonistin sehr und weckt eher meine Neugier, als mich traurig zu stimmen.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
wandagreen kommentierte am 04. Juni 2019 um 20:12

@jenvo: Die Stärke der Autorin liegt darin, dass sie einen tollen Stil hat. Modern. Kühl. Aber plotmässig habe ich die Befürchtung, dass wir keine Antworten bekommen werden. Es ist blosse Gegenwartsbeschreibung, ein paar Andeutungen und Sex. Den sie gar nicht so schlecht rüberbringt.

Aber ist Adele wirklich gut dargestellt? Sie reflektiert nichts. Hat kein Innenleben. Es gibt nur Zipfel. Warum ist sie so borniert. Auf S. 60 sagt sie beim Empfang bei Xavier, die Frauen seien hohl. Dabei hat sie kein Wort mit ihnen gesprochen. All das ist mir zu vage. Das Buch könnte reines Blendwerk sein.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
naibenak kommentierte am 07. Juni 2019 um 13:31

Mir geht es wir dir, jenvo! Mich interessiert der Charakter Adele auch in erster Linie. Als besonders melancholisch empfinde ich den Roman bislang noch nicht. Ich hoffe, es wird Antworten zu Adele geben!

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Gerhard kommentierte am 07. Juni 2019 um 09:09

Mir gehts ähnlich. Obwohl ich Adele einen wirklich interessanten Charakter finde, hat mich die depressive Stimmung auch etwas heruntergezogen und der Leseabschnitt nicht ganz überzeugt.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
katzenminze kommentierte am 04. Juni 2019 um 15:46

Die Stimmung finde ich auch gelungen. Das hat sie bei "Dann schlauf auch du" ja auch schon toll hinbekommen. Ich hoffe allerdings auf noch mehr Erklärungen zum Hintergrund. Sie scheint eine befremdliche Kindheit gehabt zu haben aber ich will noch mehr wissen. ;)

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
wandagreen kommentierte am 04. Juni 2019 um 19:57

Bist ja jetzt da: Dann poste ich auch meinen Sermon zu Teil 1:

LA 1

Die Autorin steigt sofort in das Problemverhalten der Adèle ein. Eine Art Erklärung gibt es im Vorübergehen: als Adèle 10 Jahre alt ist, nimmt ihre Mutter sie mit nach Paris. Kümmert sich aber nicht um sie, sondern sperrt sie im Hotelzimmer ein. Ohne Essen. Tagelang.

 

Hier stutze ich: Um was handelt es sich? Kindesmisshandlung?

Das Kind ist zehn Jahre alt, es könnte „dem Fremden“ aufmachen, es halt also einen Schlüssel. Warum geht das Kind nicht in die Lobby und bittet um Hilfe, um Essen, um Trinken, sagt, dass die Mutti es allein gelassen hat?

 

Ist Adèle sexsüchtig? Ich bin mir nicht sicher.

Die Autorin beschreibt sie als Mensch ohne Antrieb. Der Leere spürt. Und sich nicht. Das sind aber normalerweise Menschen, die sich ritzen. Um Schmerz zu fühlen. Ich hab noch nie davon gehört, dass jemand sich stattdessen in Sexabenteuer stürzt. Es sei denn aus Sexsucht. Darum handelt es sich aber offensichtlich gar nicht.

 

Die Mutter-Kind-Beziehung

Ist Adèle überhaupt fähig, etwas zu empfinden? Woher kommt ihre Gefühllosigkeit. Und warum bemerkt ihr Ehemann sie nicht. Gefühllosigkeit kann man nicht lange vorspielen. Sie sagt, (durch die Autorin), sie liebt ihr Kind. Aber seine Bedürfnisse sind ihr egal. Es geht nur um sie alleine.

 

Ihr Beruf.

Adèle ist eigentlich gut in ihrem Beruf. Sie hatte am Anfang Ehrgeiz. Aber nur, um den Chef zu beeindrucken. Warum, wenn ihr alles hohl vorkommt und sie den Chefe jetzt doof und dumm findet, versucht sie nicht, woanders zu arbeiten? Etwas aus ihrem Talent zu machen. Auch wenn sie diese Tätigkeit durch Vitamin B bekommen hat und mehr oder weniger durch Zufall, hat sie doch die Fähigkeiten dazu.
 

Ich finde es unglaubwürdig, dass sie sich für gar nichts begeistern kann. Falls aber eine totale innere Leere da sein sollte, ist das ein Krankheitsbild. Mit Befreiung der Frau hat das gar nichts zu tun.

 

Der Sex

Ist gut beschreiben bisher. Genau wie die meisten gefällt mir der schnörkellose Stil. Nur inhaltlich fehlt jede Menge. Warum lässt Leila sich so demütigen? Warum sollte sie das wollen? Ist das normal? Ganz sicher nicht. Ein Fall für den Psychiater.

 

Fazit: Viele Fragen, keine Antworten. Das Buch ist bis jetzt, rein beschreibend. So ist es. Kein Warum. Kein Woher. Kein Wohin. Wenn es so bleibt, ist es Schrott.

 

 

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
katzenminze kommentierte am 06. Juni 2019 um 13:28

Wie genaus das psychische Problem das sie hat sich nennt ist mir eigentlich vollkommen egal. Ich brauche keinen Namen (Sexsucht, Depression, Borderline) wenn die Bescheibung so gut ist. Sie würde ja im Bezug auf ihr Kind gerne mehr fühlen, aber es klappt nicht. Genauso würde sie bei ihren diversen sexuellen Abenteuern gerne mehr fühlen, aber es klappt nicht. Oder nur in sehr geringem Maße. Meistens ist sie enttäuscht. Also das Warum (sollte sie dsa wollen) ist eigentlich ziemlich klar: Sie will etwas spüren. Nur warum sie nichts fühlt und diesen Weg gewählt hat ist offen.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
ulrike rabe kommentierte am 10. Juni 2019 um 19:36

Ich finde deine Einstellung gut, dass es keinen Namen dafür braucht, was mit Adele ist. Irgendeine Klassifizierung im ICD mag es ja dafür geben. Aber für mich ist Adele schlicht eine Person, die sich absolut leer fühlt, die immer extremere Reize braucht, um sich selbst zu spüren.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
StefanieFreigericht kommentierte am 12. Juni 2019 um 18:27

ja, das kann ich komplett so teilen

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
MrsFraser kommentierte am 06. Juni 2019 um 21:42

Wow. Das hört sich ja schrecklich an. Ich lese mich gerade ein bisschen in die Leserunde rein, weil ich mir das Buch eigentlich ausleihen wollte, mir meine Freundin aber jetzt davon abrät. Wenn deine Meinung sich nicht noch ändert, werd ich ihren Rat wohl annehmen... Ich les mal weiter.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Gerhard kommentierte am 07. Juni 2019 um 09:10

Mir fehlen auch die Erklärungen. Ich hoffe, dass das noch kommt. Vielleicht erklärt sich ihr VErhalten ja in ihren Kindheitserlebnissen?

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
marsupij kommentierte am 11. Juni 2019 um 19:09

Ich finde auch, dass dieses "Frankophile" sehr stark auch in der deutschen Übersetzung "rüberkommt".

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Lillymaus kommentierte am 03. Juni 2019 um 09:22

Ich habe den ersten Teil fast in einem Rutsch durchgelesen, weil ich einfach nicht aufhören konnte. Der Schreibstil ist so fließend, und der Inhalt sehr ergreifend. Wie schon im Vorgängerband treffen wir auch hier auf eine Frau, die ihr Leben nicht im Griff hat. Nach außen hin wirkt alles wunderbar, ein regelrechtes Vorzeigeleben, aber Adèles Persönlichkeit ist von einer großen inneren Leere gekennzeichnet. Woher kommt das? Ich tippe, dass sie in ihrer Kindheit Schlimmes erlebt hat, was sich ja am Ende von Teil 1 schon andeutet, als sie mit ihrer Mutter und deren Lover in Paris ist....Adèle ist ständig auf der Suche nach Erfüllung und einem Sinn, aber wenn sie meint, es ist soweit, ist doch wieder alles hinfällig....grausam!

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Hermione kommentierte am 03. Juni 2019 um 10:49

Adèle tut mir irgendwie richtig leid. Nach außen hin hat sie ein schönes, fast "perfektes" Leben, aber in Wirklich ist sie immer auf der Suche, leer, hungrig, unzufrieden...

Eine sehr interessante Protagonistin. Aber mich zieht die Erzählung auch total runter...

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
katzenminze kommentierte am 04. Juni 2019 um 15:48

Ich finde Adele super beschreiben: Auf der einen Seite tut sie mir leid - wie du schon sagst - aber auf der anderen Seite ist sie ein Arsch. Ich mag die Mischung irgenwie. :)

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
marsupij kommentierte am 10. Juni 2019 um 18:04

Treffend formuliert. So sehe ich sie auch.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Dajobama kommentierte am 05. Juni 2019 um 21:10

Irgendwo stand etwas von Einsamkeit. Eine nach außen hin perfekte Familie, ein interessanter Job,  wie kann die Frau einsam sein? Ja, eine innere Leere, sie sagt ganz klar, dass sie ihren Mann wegen dem Geld geheiratet hat. Kein Wunder,  wenn Sie dann nicht glücklich ist. Aber was hat sie denn erwartet. 

Sie definiert sich über Sex,  sie will begehrt werden. Eine Aneinanderreihung von (für mich durchaus abstoßenden) Sex-Abenteuern, distanziert beschrieben. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich damit warm werde. Es ist ja noch nicht viel passiert. Bin gespannt,  wohin das führen soll. Sie unternimmt nichts, um irgendetwas an ihrer Situation zu ändern. 

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wandagreen kommentierte am 06. Juni 2019 um 15:09

Meine Gedanken!

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katzenminze kommentierte am 06. Juni 2019 um 16:48

Oh, gut, dass du die "abstoßenden Sexpraktiken" erwähnst! Ich finde die Praktiken an sich auch nicht sehr schön, vor allem weil so viel Gewalt darin vorkommt. Aber ich muss sagen, Slimani hat es so beschrieben, dass es lesbar bleibt ohne Fremdschämen und absoluten Ekel. Sie beschreibt nicht jedes Detail, lässt Dinge aus, die man sich denken kann. Es rutscht nicht in einen Porno ab. Ich bin allerdings gerade auch traumatisiert von "Die Lotosblüte", was für mich ein absolutes Negativbeispiel darstellt wenn es um Sex geht... Von daher empfinde ich es vielleicht als angenehmer beschrieben als ihr. ;)

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
wandagreen kommentierte am 06. Juni 2019 um 19:09

Nein, du hast absolut recht, Minzi: Slimani beschreibt alles sehr gut. In diese Richtung geht meine Kritik nicht. Sie ist dem gewachsen, was sie erzählt.

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ulrike rabe kommentierte am 10. Juni 2019 um 19:38

Oje, die Lotosblüte habe ich noch auf meinem SUB :)
Aber was dieses Buch betrifft bin ich ganz bei dir.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
ulrike rabe kommentierte am 10. Juni 2019 um 19:51

Ich kann mit Adele nicht wirklich mitfühlen, dazu ist mir ihr Wesen zu fern. Sie tut mir nicht leid, ich verstehe sie nicht. Aber das muss ich auch nicht. Adele schinet ja ein Vorgeschichte aus der Kindheit zu haben. Die Episode von ihr als 10-jähriger, alleine in dem Hotel, sich selbst überlassen. Adeles Mutter wird nur beim Vornamen genannt. Sex und Einsamkeit, das zieht sich ja dann in Adeles Erwachsenenleben weiter. Sie befidnet sich in einer Missbracuhsspirale. Sie missbrauchtr den Ehemann, der ihr das gutbürgerliche Leben bietet. Sie missbraucht die Männer, die sich vielleicht mehr von ihr erwarten als einmaligen schnellen Sex. Andereseits lässt sie sich selbst missbrauchen, hat ungeschützen Sex mit Fremden. Eigentlich bewegt sie sich immer am Rande des Abgrundes. Eigentlcihg kann ich mir nicht vorstellen, dass ihr Mann ahnungslos ist. Wahrscheinlich bracuht er sie genauso als Fassade wie umgekehrt.

Das Kind ist Adele eine Bürde. Sie kommt mit der Mutterschaft nicht zurecht. Ein Kind als Ausweg aus dem was sie angetrieben hat, das ist ja nahezu vorherbestimmt, dass das nicht gut gehen kann.

Ich bin schon gespannt, wie sich die Geschichte weiter entwickelt.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Mitternachtblau kommentierte am 03. Juni 2019 um 09:24

Ich habe angefangen zu lesen,  und muss sagen die Sprache des Buches ist toll.  Präzise,  schnörkellos, sachlich. Aus der Erzähler Perspektive wird uns Adele vorgestellt,  einsam,  zerrissenen nach einem halt suchend. Es scheint mir so als ob auch ihr mann halt sucht. Bin sehr gespannt auf die weitere Erzählung 

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Hermione kommentierte am 03. Juni 2019 um 10:50

Den Mann kann ich nicht so ganz einordnen... Woraus hast du geschlossen, dass er Halt sucht?

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Mitternachtblau kommentierte am 03. Juni 2019 um 13:21

Es wurde erwähnt das er Adele keine Zärtlichkeit geben kann,  scheinbar Leben die beiden nur so nebeneinander her ohne sich wirklich  zu kennen. Ausserdem möchte er ein Haus kaufen welches seine Mutter bereits besichtigt hat und für gut befunden hat.  Er möchte nach Hause zurück.  Vermutlich sucht er halt in der Heimat,  in Paris scheint er sich nicht wohl zu fühlen 

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Lillymaus kommentierte am 03. Juni 2019 um 15:16

Ich habe das so verstanden, dass er sie in Ruhe lässt, weil er gemerkt hat, dass sie die Nähe fürchtet und er sich ihr nicht aufdrängen möchte. Aber ich glaube schon, dass er sie liebt....Ich frage mich allerdings, ob er ihr blindlings vertraut, wenn sie mal wieder 'auf Tour' geht, oder ob er Bescheid weiß....oder ist es ihm egal?

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Hermione kommentierte am 03. Juni 2019 um 18:56

Ja, das kann ich durchaus nachvollziehen. Paris war für ihn immer nur eine Übergangsstation... so notgedrungen...., ohne dass er sich dort je richtig wohlgefühlt hätte. Auch scheint er nicht wirklich an einer innigen Beziehung zu Adèle interessiert zu sein.

Da hast Du Recht.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Dajobama kommentierte am 05. Juni 2019 um 21:14

Adele wirkt sehr emotionslos, was den Alltag mit ihrem Mann angeht. Es ist für ihn sicher nicht leicht, an sie heranzukommen. Er scheint beruflich sehr eingespannt und vielleicht weiß er auch, dass sie ihn nicht aus Liebe geheiratet hat.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
wandagreen kommentierte am 04. Juni 2019 um 10:44

Dass die Mutter es besichtigt hat, etc. steht nicht im ersten LA. Bitte aufpassen! (oder habe ich es überlesen).

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Mrs Plant kommentierte am 06. Juni 2019 um 10:08

Doch, bei seinem Monolog im Restaurant sagt er es [29].

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
wandagreen kommentierte am 06. Juni 2019 um 19:10

Ach guck, danke! Das ist natürlich das, was jede Frau hören will !

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Mrs Plant kommentierte am 03. Juni 2019 um 10:25

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, das Buch lässt sich wirklich sehr flüssig lesen.

Ich denke, Adele ist wieder so eine Figur, in  die ich mich so gar nicht versetzen kann, deswegen bin ich gespannt wie (oder ob) sie sich weiter entwickelt, bzw was ihre Gründe sind.

Adele als 10jährige mit ihrer Mutter in Paris fand ich schon etwas befremdlich. Dort empfand sich das erste mal "eine Mischung aus Angst, Lust, Abscheu und sexueller Erregung"? (S.68) Nun ja, irgendeinen Grund muss es für ihr Verhalten wohl geben. Mal wieder die Kindheit?

Etwas habe ich absolut nicht verstanden: bei dem Essen bei ihren Schwiegereltern steht Adele vom Tisch auf, und legt dabei eine Hand auf Laurents Schulter. (S.72)

Soll das derselbe Laurent aus dem Büro sein? Heisst da noch jemand Laurent? Ihre Freundin heisst Lauren … ich hoffe mit den Vornamen nicht durcheinander zu kommen, habe hier schon eine Liste.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Hermione kommentierte am 03. Juni 2019 um 10:52

Ich stimme dir zu. Auch mir fällt es extrem schwer, mich in die Protagonistin hineinzuversetzen... Bisher kann ich ihre Motive noch nicht wirklich nachvollziehen.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Mrs Plant kommentierte am 03. Juni 2019 um 16:01

Ich wollte noch ergänzen, dass die Tatsache, daß ich mich in die Protagonistin nicht hineinversetzen kann für mich nichts negatives ist. Mich reizen solche Geschichten, eben weil die Frauen darin ganz anders sind als ich, somit erhoffe ich mir meist eine spannende Geschichte, einen anderen Blickwinkel auf das Leben einer Frau in der heutigen Zeit.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Hermione kommentierte am 03. Juni 2019 um 18:59

Ja, klar, ich muss auch nicht immer die Protagonisten total sympathisch finden oder mich in sie hineinversetzen können, um ein Buch gut zu finden. Die Protagonistin hier zieht mich aber ein bisschen runter... ;-(

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
jenvo82 kommentierte am 04. Juni 2019 um 17:56

Interessant, wie du das siehst. Ich mag normalerweise Bücher nicht, in denen ich die Protagonisten nicht verstehe, bezüglich ihrer Handlungen. Hier stört mich dieser Fakt nicht und ich hoffe ebenso wie du auf eine spannende Geschichte und einen anderen Blickwinkel. Bisher gelingt es der Autorin sehr gut, die richtige Mischung zwischen Akzeptanz und Fremdheit hervorzurufen.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Dajobama kommentierte am 05. Juni 2019 um 21:19

Das ist sicherlich auch so beabsichtigt. Adele ist keine Figur, mit der man sich identifizieren kann oder soll. Dafür sorgt auch der recht distanzierte Schreibstil,  mit dem ich noch etwas hadere.

Für mich wäre es nach diesem Abschnitt an der Zeit für irgendeine Entwicklung.  Die Aneinanderreihung von destruktiven Sexkontakten reicht für mich bereits.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
wandagreen kommentierte am 06. Juni 2019 um 19:12

:D Meine Gedanken. (ich muss mich wiederholen. Machst du so weiter?).

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Lillymaus kommentierte am 03. Juni 2019 um 15:23

Zuerst habe ich gedacht, das sei ihr Schwiegervater, aber der heißt ja Henri. Vielleicht ist es ihr Schwager, der Mann von Richards Schwester Clémence. Erwähnt wird es aber nicht....

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Pocci kommentierte am 03. Juni 2019 um 21:34

Über die Stelle mit Laurent habe ich mich auch gewundert. Mir ist auch nicht klar, wer da eigentlich gemeint ist, oder ob es hier vielleicht beim Schreiben / in der Übersetzung eine Verwechselung der Namen gab.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
wandagreen kommentierte am 04. Juni 2019 um 20:16

Laurant   ist der der Mann von Clémance? Also ihr Schwager?

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Mrs Plant kommentierte am 05. Juni 2019 um 14:50

Ja, das wurde dann direkt am Anfang des 2. LA geklärt.

Da war ich wohl auf dem Holzweg und vermutete eine ganz andere Geschichte. So was wie:  Protagonistin kann die Männer nicht mehr auseinander halten.

Laurent, ein gängiger Name ;)

 

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stefanb kommentierte am 03. Juni 2019 um 10:43

Vieles in dem Roman „All das zu verlieren“ von Leïla Slimani erinnert mich an Madame Bovary von Gustave Flaubert. Es gibt viele Parallelen zu dem berühmten Vorgänger. Seht ihr das genauso? Mich würde eure Meinung interessieren, ob sie das gut umgesetzt hat, oder ist dies nur ein zeitgemäßer Abklatsch?

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
franzi303 kommentierte am 03. Juni 2019 um 18:09

Ich kenne"Madame Bovary" zwar nicht, aber oben im Bereich 'Über das Buch' steht auch 

Kann man sich zu seinem Glück zwingen? Prix Goncourt-Preisträgerin Leïla Slimani erzählt von der Zerrissenheit einer Frau und schafft eine »moderne Madame Bovary« (Libération).

 

:)

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wandagreen kommentierte am 04. Juni 2019 um 10:45

Komm, wir googeln mal. Ich kenne Mme Bovary nämlich auch nicht. Aber Google kennt es.

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marsupij kommentierte am 11. Juni 2019 um 19:12

Bildungslücke, die du schließen solltest ;-)

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
wandagreen kommentierte am 04. Juni 2019 um 10:58

Zum Inhalt Mme Bovary hier:

Habs bei Wiki nachgelesen. Tut das doch bitte auch, sofern ihr das Buch nicht kennt.

Mme Bovary: was ist das für ein Quatsch. Jedenfalls das Ende. Gut, dass ich das Buch nie gelesen habe. Aber es gibt schon Ähnlichkeiten.

Richard Arzt. Charles Arzt. Lucien, Kind, wird als Last empfunden, Berthe, Kind, wird als Last empfunden.

Luxussucht bei Emma. Und Depressionen. Sexsucht bei Adèle und Depressionen.

 

 

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katzenminze kommentierte am 04. Juni 2019 um 15:55

Haha, klingt recht dramatisch. :D Ähnlichkeiten sind auf jeden Fall da, vielleicht kommen ja noch mehr.

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stefanb kommentierte am 05. Juni 2019 um 13:23

Ja, da kommen noch einige... etwas später im Buch.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
stefanb kommentierte am 05. Juni 2019 um 13:34

Naja, Madame Bovary ist halt Literatur Quatsch - auch schon ein bisschen älter. Ich hatte mir das sogar freiwillig angetan. Und für dieses Buch sollte man es schon kennen.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
wandagreen kommentierte am 05. Juni 2019 um 14:19

Für die damalige Zeit war es wahrscheinlich sehr neu - eine Frau, die anders ist. Aber der Plot ist schon sehr dramalastig. Der Arzt Charles ist genau so unglaubwürdig wie der Arzt Richard.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
marsupij kommentierte am 11. Juni 2019 um 19:15

Im 19. Jahrhundert war das Buch von Flaubert und vor allem die Beschreibung der Emma sehr progressiv und etwas Neues. Bei mir ist es hängengeblieben, obwohl es schon ewig her ist, dass ich es gelesen habe. Und es war total depressiv.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
marsupij kommentierte am 10. Juni 2019 um 18:08

Ich sehe schon - bewusste - Parallelen zu Emma, aber sehe es nicht als modernen Abklatsch.
Und Emma ist nun wirklich auch keine Sympathieträgerin

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Hermione kommentierte am 03. Juni 2019 um 10:55

Puh, was für ein drepimierendes Buch. Ich habe den ersten Abschnitt mit den kurzen Kapiteln gestern in einem Haps durchgelesen und fühlte mich danach richtig traurig und bedröppelt. Die Protagonistin macht mich echt drepressiv...

Ich finde auch, dass das Besondere französicher Literatur gut rüber kommt. Ein bisschen erinnert mich die Erzählung auch an Nina George, wobei die Autorin mich nie so melancholisch und depressiv gestimmt hat.

Ich hoffe, wir erfahren noch mehr über Adèles Motive... Bisher kann ich mich noch so gar nicht in sie hineinversetzen.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Hennie kommentierte am 03. Juni 2019 um 12:53

"Die Protagonistin macht mich echt drepressiv..." Da muss ich dir schon nach dem ersten Abschnitt zustimmen. Ich habe das Buch erst einmal weggelegt und widme mich anderen Aufgaben. Irgendwie bin ich gerade nicht in der richtigen Stimmung hier weiter zu lesen...

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Hermione kommentierte am 03. Juni 2019 um 18:58

Ja, das ging mir gestern auch so. Ich wollte auch nicht weiter schlechte Laune bekommen... ;-)

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
marsupij kommentierte am 11. Juni 2019 um 19:12

Ich denke, die Protagonistin ist eben gerade so angelegt, dass wir uns so fühlen. Emma Bovary hat mich allerdings auch ziemlich runtergezogen.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
franzi303 kommentierte am 03. Juni 2019 um 18:03

Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, weil es so krass ist, und möchte mich jetzt auch dazu äußern. 

Adėle ist eine sehr unzufriedene Frau, die eigentlich ein erfülltes Leben haben sollte:einen gutaussehenden, vermögenden Mann und einen gesunden Sohn, den sie also Last amsieht :( Doch sie geht fremd, versucht sich irgendwie ... zu finden? Ich finde die Stimmung auch sehr depressiv und deprimierend. Ihr Job ekelt sie an, sie hat einen Hang zur Bequemlichkeit. Sie kompensiert das mMn mit Sex, der sie aber auch nicht zu erfüllen scheint. Adèle hat auch einem gewissen Gesellschaftsdruck standzuhalten, denn ihr Mann und ihre Familie will noch ein 2. Kind...

Ich find3 den Schreibstil sehr gut, er ist sachlich und ohne umschweife schonungslos. Er ist flüssig zu lesen, auch wenn der Inhalt schockiert. So, wie Adėle ist, stelle ich mir die typischr Frau vor, die fremdgeht:: ein heimliches zweites Handy, eine Freundin als Alibi... das ist echt krass und schockierend. 

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Pocci kommentierte am 03. Juni 2019 um 21:32

Auch mir gefällt der Schreibstil sehr gut und ich finde das Buch sehr flüssig zu lesen. Den ersten Teil hatte ich im Null-Komma-Nichts durchgelesen. Mir fällt es allerdings auch ein bisschen schwer den Überblick über Adèles Männergeschichten zu behalten. Die sammeln sich ja sehr schnell und sind häufig auch noch namenlos.

Adèle wirkt auf mich wirklich verloren und unglücklich. Als Leser würde man aufgrund ihrer Lebensumstände zunächst davon ausgehen, dass sie gar keinen Grund hat, unglücklich und unzufrieden zu sein - ein bisschen erinnert sich mich dadurch an die Protagonistin aus "Untreue" von Paulo Coelho - doch ich kann mir nach den ersten Informationsschnibseln zu ihrer Kindheit auch vorstellen, dass es noch eine tieferliegende Ursache bei ihr gibt.

Ich bin jedenfalls gespannt, wie es weitergeht und ob ihr Mann früher oder später doch herausfindet, dass sie ihn regelmäßig betrügt.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
katzenminze kommentierte am 04. Juni 2019 um 15:58

Die Männer habe ich gar nicht versucht großartig im Kopf zu behalten. ;) Es sind halt einfach Ventile von denen sie sich Erleichterung erhofft. Ich glaube nicht, dass sie Adele selbst besonders wichtig sind.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Lillymaus kommentierte am 04. Juni 2019 um 18:14

Ich glaube auch, dass die Namen der Männer unwichtig sind, denn mit keinem von ihnen kommt sie wirklich gut aus. Am liebsten möchte sie alle nicht wiedersehen, keiner gibt ihr das, was sie wirklich braucht. Sie gehört in therapeutische Behandlung, denn nur so kann ihr geholfen werden. Ihre Psychose ist so gravierend, dass sie da alleine nicht rauskommt.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
katzenminze kommentierte am 04. Juni 2019 um 16:06

Wie alle anderen finde ich auch, dass es sich super fix lesen lässt. Und ich mag ebenfalls die etwas düstere Stimmung.

Adele finde ich sehr gelungen! Einerseits tut sie mir leid, andererseits ist sie ein Arsch. Sie enttäuscht ihren Mann, ihre Freundin, ihre Verwandten. Und auch ihr Zwang, mit anderen Männern intim zu werden ist großartig beschrieben. Ich habe nicht den Eindruck, dass sie ein - böse gesagt - notgeiles Miststück ist, sondern dass sie das alles aus einer tiefen Verzweiflung heraus macht. Sie muss. Sie will sich besser fühlen. Und dann wirkt diese Droge noch nicht einmal verlässlich und hinterher geht es ihr noch schlechter.

Ich kann Adele zum Teil auch verstehen. Mutter sein muss keine Erfüllung sein. Umso deprimierender, wenn man sich das von Kinderkriegen erhofft hat. Aber auf eine verquere Art liebt sie ihren Mann und ihren Sohn ja trotzdem.

Ich hoffe, wir erfahren noch mehr aus Adeles Vergangeheit und warum sie sich generell so isoliert.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Hennie kommentierte am 04. Juni 2019 um 19:32

katzenminze: "Ich habe nicht den Eindruck, dass sie ein - böse gesagt - notgeiles Miststück ist, sondern dass sie das alles aus einer tiefen Verzweiflung heraus macht. Sie muss. Sie will sich besser fühlen."

Ich bin sehr gespannt, ob du recht hast mit deiner Vermutung!

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Gwendolyn22 kommentierte am 05. Juni 2019 um 13:39

Deinen Eindruck teile ich, liebe katzenminze.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
naibenak kommentierte am 12. Juni 2019 um 09:00

@Minzi... das kann ich direkt so unterschreiben. Sehe (und hoffe!) ich genauso :)

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
jenvo82 kommentierte am 04. Juni 2019 um 17:48

Vom Schreibstil des Buches bin ich ganz begeistert, gerade die Erzählperspektive in der 3. Person Singular finde ich absolut passend. Denn dadurch wahrt man zur Protagonistin Adele eine gewisse Distanz und bekommt dennoch Zugang zu ihren Gedanken.

Gerade der psychologische Knackpunkt wird hier deutlich hervorgehoben und regt mich zum Nachdenken an. Innere Zerrissenheit, der Wunsch die Normalität zu bewahren und sie gleichermaßen abzustreifen, die Sehnsüchte, die kein Mann erfüllen kann, allerhöchstens für eine Nacht und nur um eine Blindstelle zu hinterlassen und auch die Einsicht, dass sie mit ihrem Verhalten, die Familie zerstören könnte und dennoch nicht davon loskommt, selbst wenn sie sich immer wieder vornimmt, ihre sexuellen Ausschweifungen sein zu lassen.

All das zieht mich in der Gesamtwirkung sehr an, weil es sich auf die Innerlichkeit dieser Person konzentriert und die Gedanken kreisen lässt. Ich glaube, mich stimmt diese Erzählung nicht sonderlich depressiv, einfach weil ich mich mit Adele in keinster Weise verbunden fühle. Und während aus ihr die Verzweiflung schreit, die sie hinter einer aufgesetzten Maske zu verbergen versucht, interessiere ich mich eher wie der Psychologe in der Therapie für ihre Entwicklung und mögliche Ursachen.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Lillymaus kommentierte am 04. Juni 2019 um 18:49

Da geht es mir genau wie dir, ich fühle mich durch Adèles deprimierende Versuche, ihrem Elend zu entkommen, nicht runtergezogen, denn ich lese ja nur über sie und sammle dadurch Fakten und Eindrücke über ihr Leben. Das heißt aber nicht, dass ich mich mit ihr identifiziere. Ich habe den ersten Teil draußen im Sonnenschein gelesen und meine gute Laune behalten...Ich bin gespannt, wie sich diese Psychose weiter entwickelt. Mir gefällt das Buch wirklich gut.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
naibenak kommentierte am 12. Juni 2019 um 09:04

"All das zieht mich in der Gesamtwirkung sehr an, weil es sich auf die Innerlichkeit dieser Person konzentriert und die Gedanken kreisen lässt. Ich glaube, mich stimmt diese Erzählung nicht sonderlich depressiv, einfach weil ich mich mit Adele in keinster Weise verbunden fühle. Und während aus ihr die Verzweiflung schreit, die sie hinter einer aufgesetzten Maske zu verbergen versucht, interessiere ich mich eher wie der Psychologe in der Therapie für ihre Entwicklung und mögliche Ursachen."

----ja!!! Absolut! Genauso geht es mir auch, jenvo :) Mich zieht das Buch überhaupt nicht runter, dennoch ist die Atmosphäre natürlich recht düster. Auch bei mir bleibt die Distanz und das Interesse an der Person Adele im Vordergrund!

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Hennie kommentierte am 04. Juni 2019 um 19:27

Der Schreibstil Leila Slimanis und die kurzen Kapitel machen mir das Lesen leicht, weniger die Verhaltensweisen der Protagonistin. Adèle ist rast- und ruhelos. Warum? Das werde ich im Laufe dieser Geschichte hoffentlich noch herausfinden. Im Moment habe ich nur Fragezeichen im Kopf. Was will diese Frau eigentlich? Was stimmt mit ihr nicht? Sie scheint für nichts im Leben einen triftigen Grund zu haben -  nicht für die Heirat mit Richard, nicht für das Kind, nicht für ihre sexuellen Abenteuer... Ihr ist es lediglich wichtig „dazuzugehören“. Ich lese aus den Zeilen Überdruss für fast alles, keine Linderung für ihr sexuelles Verlangen, eine große Teilnahmslosigkeit. Zu ihrem Mann empfindet sie keine körperliche Nähe, kein Bedürfnis ihn zärtlich zu berühren. Trotzdem liebt sie ihn? Er möchte noch ein Kind. Und was will sie? Für sie ist der Sex mit ihrem Mann Routine, ohne Finesse, keine Empfindungen von ihrer Seite...Nicht nur die Freundin Lauren fragt sich, warum sie geheiratet hat. S. 51 – Ich fragte mich das auch und noch einiges mehr.

 

Bin nun im weiteren gespannt, wie Adèle aus dieser Zwickmühle herauskommen will. Meiner Meinung nach kann ihr Verhalten nur in die Katastrophe führen.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
wandagreen kommentierte am 04. Juni 2019 um 21:35

Sucht führt immer in die Katastrophe: früher oder später.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Dajobama kommentierte am 05. Juni 2019 um 21:21

Ist das nun eine Sucht? So klar wurde das glaube ich,  noch nicht ausgesprochen, oder? Der innere Zwang ist da, auch das schlechte Gewissen...

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
katzenminze kommentierte am 06. Juni 2019 um 13:45

Das ist doch das Schöne: Die Beschreibung ist so gut, dass man es nicht explizit benennen muss. Allein wie sie versucht aufzuhören und nicht kann. Ich finds ziemlich klar.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
naibenak kommentierte am 12. Juni 2019 um 09:07

Für mich ist es klar rübergekommen, dass es sich um eine Sucht handeln muss. Sie WILL ja aufhören. Sie WEIß, was sie anstellt und auf's Spiel setzt, KANN aber NICHT aufhören. Das ist für mich SUCHT.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Gerhard kommentierte am 07. Juni 2019 um 09:08

Hm, nahc dem ersten Teil bin ich nicht wirklich begeistert. Ich hatte nicht erwartet, dass der Text und die Stimmung so melancholisch udn eher depressiv ist. Ich würde gerne mehr zu Adeles Vergangenheit erfahren udn den Grund wissen, weshalb sie so ist, wie sie eben ist. Adele finde ich im Großen udn Ganzen eine wirklich interessante Protagonistin und ich bin gespannt mehr über sie zu erfahren. Trotz des Interesses bin ich auch etwas genervt von Adeles Verhalten. Sie schient ja z.B. sehr unglücklich mit ihrer Arbeit zu sein, wieso rafft sie sich nicht auf und sucht sich was Neues? Zudem stelle ich mir die Frage, ob sie sexsüchtig ist. ICh denke, dass sich ihr Verhalten mit den Kindheitserlebnissen erklären lässt und bin gespannt mehr dazu zu erfahren. Das Erlebnis in Paris beispielsweise schient ja traumatisch gewesen zu sein und ist m.M. nach Kindesvernachlässigung.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
naibenak kommentierte am 07. Juni 2019 um 13:17

Dienstag kam das Buch, heute konnte ich aber erst mit Lesen beginnen. Habe die ersten 43 Seiten hinter mir und muss sagen, es liest sich super flüssig weg. Schöne Schreibe, definitiv. Inhaltlich erst einmal okay, aber ich bin gespannt, was mich auch den eigentlich wenigen Seiten noch erwartet. "Passiert" noch was? Oder plätschert es in dieser Weise so weiter vor sich hin? Ich werde es sehen *lach* ;)

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
wandagreen kommentierte am 07. Juni 2019 um 15:59

Ja, es liest sich wirklich leicht!!! Schön, dass du dabei bist.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
naibenak kommentierte am 07. Juni 2019 um 13:27

Adele mag ich bisher nicht wirklich. Ob sie nun psychisch krank ist? Möglich. Aber es heißt ja auch, sie will schon immer im Mittelpunkt stehen, Aufmerksamkeit haben. Gut, das ist das eine. Aber sie will was darstellen, ihr ist nichts genug: ob es nun ihre Ehe ist mit zu wenig Protz oder der Job oder der Fremdsex... Und ihr Mann ist eigentlich kaum besser. Geht in der Arbeit auf, will noch ein Kind und ein Haus auf dem Land. Ergießt sich in Monologen und interessiert sich eigentlich nicht ernsthaft für ihre Meinung. So mein erster Eindruck. Habe den Abschnitt aber noch nicht durch. Mal sehen, ob da noch einiges erklärt wird...

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
naibenak kommentierte am 12. Juni 2019 um 09:13

Inzwischen habe ich den Abschnitt und noch etwas mehr durch und denke: JA, Adele ist definitiv krank/süchtig. Sie quält sich mit dieser Sucht durch ihr Leben. Und es scheint die Ursache wie eigentlich fast immer bei solchen Erkrankungen in ihrer Kindheit/im Elternhaus (Mutter) zu liegen. Mich interessiert nun sehr, ob sie einen Weg heraus finden wird -egal wie (auch eine Katastrophe kann den Beginn der Heilung nach sich ziehen). Und mich interessiert auch das WARUM? Wie kam es dazu, zu dieser durchtbaren Depression und Sucht? Ich hoffe, das erfahre ich noch in den nächsten Abschnitten.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
marsupij kommentierte am 12. Juni 2019 um 19:21

Für mich ist es auch eindeutig, dass Adèle süchtig ist - aber auch deppressiv. Und da ist auch wieder die Parallele zu Emma Bovary.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
marsupij kommentierte am 10. Juni 2019 um 17:58

Ich stoße nun auch endlich dazu. Bin aber noch nicht ganz fertig. Den Schreibstil und auch die Geschichte finde ich "très français".

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
marsupij kommentierte am 10. Juni 2019 um 17:58

Ich stoße nun auch endlich dazu. Bin aber noch nicht ganz fertig. Den Schreibstil und auch die Geschichte finde ich "très français".

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Minijane kommentierte am 10. Juni 2019 um 22:37

So, jetzt komme ich auch dazu. Ich finde den Schreibstil der Autorin auch gut lesbar. Die Protagonistin finde ich sehr emotionslos. Ich kann sie bisher nur ganz schwer einschätzen. Ihr Äußeres scheint ihr wichtig zu sein und sie möchte Aufmerksamkeit und das Gefühl haben begehrt zu sein. Von ihrem Mann bekommt sie dieses Gefühl nicht. Sie hat ihn wegen seines Geldes geheiratet nicht weil sie ihn liebt. Ich bin mir auch gar nicht sicher, ob sie ein Gefühl wie Liebe überhaupt fähig ist zu empfinden. Auch die Beziehung zu ihrem Sohn ist seltsam. Sie meint ihn zu lieben, findet ihn größtenteils aber nur anstrengend. Adele geht ständig fremd, findet aber auch in diesen flüchtigen Begegnungen keinerlei Erfüllung. Ich frage mich was in ihrem Leben schiefgelaufen ist und bekomme bisher aber nur einen Anhaltspunkt, einen Rückblick in ihre Kindheit, wo ihre Mutter sie tagelang im Hotel zurückgelassen hat.Bin gespannt wie sich die Geschichte weiterentwickelt. Im Moment finde ich Adeles Leben sehr deprimierend und verstehe diese Frau einfach nicht.

 

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
StefanieFreigericht kommentierte am 12. Juni 2019 um 19:41

Ich finde, Adèle benimmt sich teils wie ein verzogenes Kind und oft ziemlich dumm. Wer ist so dusselig, bei einer Party den Gastgeber, auf dem alle Aufmerksamtkeit ruht, anzubaggern, ohne wenigstens von ihm ermutigt worden zu sein, sogar weiterzumachen, wenn der sich eindeutig entzieht? Wer macht Seitensprünge ohne Kondom? Wer lässt die Kollegen alles mitbekommen? Das ist so extrem gesundheitsgefährdend und so, als wäre ihr völlig egal, ob Richard etwas mitbekommt (was sie ja angeblich nicht will).

Dazu dieses allgemeine Genörgele, wenn sie irgendwo mit hin soll, dieses sich im Bad einschließen, zu spät kommen - das wirkt wie dreijährig und Trotzphase oder Pubertät.

Beschrieben finde ich das aber gut. Ich muss die Hauptpersonen nicht gerne haben.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
Wurm200 kommentierte am 14. Juni 2019 um 19:06

Mich nimmt das Buch von Beginn an mit.
Es liest sich alles recht düster und depressiv und auch im Umgang der Charaktere untereinander, ist kaum Liebe spürbar (und das obwohl sie ja verheiratet sind).
Das Eheleben der Beiden scheint aber allgemein schon nicht zu stimmen. Sie haben keinen Sex und wenn dann doch, spürt sie dabei keinen Spaß und er verhält sich auch nicht wirklich einfühlsam. Den Spaß holt Adéle sich dann bei anderen Männern. Dabei ist sie anfänglich euphorisch aber am Ende fängt sie wieder an zu zweifeln und will ihr Leben eigentlich ändern.
In einer Passage gibt es dann einen Rückblick auf ihre Kindheit und da beginnt man zu verstehen, wieso Adéle sich so verhält.

Das Buch ist bis hier wirklich toll und zieht einen in den Bann. Ich kann es schon jetzt nur empfehlen.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
FIRIEL kommentierte am 14. Juni 2019 um 21:19

Ich tue mich auch schwer mit Adèle. Dass sie in ihrer Ehe nicht glücklich ist, kann ich nachvollziehen. Richard wirkt auf mich sehr selbstbezogen, möchte anerkannt werden, lässt das neue Haus von seiner Mutter begutachten - kein ansprechender Typ. Aber keiner der beiden versucht ernsthaft, sich mit dem Partner auseinanderzusetzen. Sie haben kaum Sex miteinander, kennen die Vorlieben und Wünsche des Anderen nicht. Was hält sie zusammen? Lucien? Der wirkt auf mich nur wie eine schöne Dekoration, die zum angeblich so tollen Leben gehört. 

Aber wenn diese Beziehung so wenig tragend ist, ist das noch lange kein Grund, sich so wie Adèle zu verhalten. Da steckt mehr dahinter. Auf den ersten Blick Sexsucht. Ist sie nymphoman? Aber Sex allein ist es nicht. Auch hier wird alles widersprüchlich geschildert. Adèle will gesehen, begehrt, anerkannt werden, aber wenn das dann so kommt, verachtet sie den Mann - dann will sie geschlagen, missachtet, benutzt werden.

Auf mich wirkt sie psychisch krank. Sie hat keine echte Beziehung, weder zu Richard noch zu Lucien, zu ihrer angeblichen Freundin Lauren, ihren Eltern, Kollegen oder den wechselnden Liebhabern (das ist eigentlich ein völlig falsches Wort). Bisher erfahren wir nicht, wie es dazu kam. Die Episode, als sie mit zehn Jahren von ihrer Mutter vernachlässigt, geht mir nicht nahe genug.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
wandagreen kommentierte am 15. Juni 2019 um 13:11

So ist es. Die Szenen sind nur angerissen und man kommt emotional deshalb nicht rein.

 

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
FIRIEL kommentierte am 14. Juni 2019 um 21:22

P.S.: Wie versteht ihr den Originaltitel "Dans le jardin de l´ogre"? Ich denke da an den Garten aus dem Märchen "La belle et la Bete". Aber das Ungeheuer aus dem Märchen ist in Wirklichkeit ein verzauberter Prinz; das passt hier gar nicht.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
wandagreen kommentierte am 15. Juni 2019 um 13:11

Was heißt ogre - riese?

 

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 73
FIRIEL kommentierte am 15. Juni 2019 um 15:03

Ein Oger ist ein Ungeheuer - vielleicht so ähnlich wie ein Ork. Manchmal wird es mit Riese übersetzt, manchmal mit Menschenfresser. In jedem Fall ist es gefährlich. Dass Adèle so einem Ungeheuer als Puppe ausgeliefert sein möchte, passt zu ihrem Masochismus.

(Inzwischen habe ich das Buch durch, da kann ich einen Zusammenhang finden oder vielleicht auch nur konstruieren. Erst habe ich da keinerlei Bezug gesehen.)

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