Leserunde

Leserunde zu "Allein" (Daniel Schreiber)

Allein
von Daniel Schreiber

Bewerbungsphase: 17.09. - 30.09.

Beginn der Leserunde: 14.10. (Ende: 04.11.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des Hanser Verlags – 20 Freiexemplare von "Allein" (Daniel Schreiber) zur Verfügung. Eine Leseprobe zum Buch findet ihr hier

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch.

ÜBER DAS BUCH:

"Was für ein Buch! Es rührt an unsere geheimsten Ängste. Dabei tröstet es uns, klug und zärtlich zugleich – wie ein Freund, der unsere Not erkennt." Gabriele von Arnim

Zu keiner Zeit haben so viele Menschen allein gelebt, und nie war elementarer zu spüren, wie brutal das selbstbestimmte Leben in Einsamkeit umschlagen kann. Aber kann man überhaupt glücklich sein allein? Und warum wird in einer Gesellschaft von Individualisten das Alleinleben als schambehaftetes Scheitern wahrgenommen?
Im Rückgriff auf eigene Erfahrungen, philosophische und soziologische Ideen ergründet Daniel Schreiber das Spannungsverhältnis zwischen dem Wunsch nach Rückzug und Freiheit und dem nach Nähe, Liebe und Gemeinschaft. Dabei leuchtet er aus, welche Rolle Freundschaften in diesem Lebensmodell spielen: Können sie eine Antwort auf den Sinnverlust in einer krisenhaften Welt sein? Ein zutiefst erhellendes Buch über die Frage, wie wir leben wolle

ÜBER DAS BUCH:

Daniel Schreiber, 1977 geboren, ist Autor der Susan-Sontag-Biografie Geist und Glamour (2007) sowie der hochgelobten und vielgelesenen Essays Nüchtern (2014) und Zuhause (2017). Er lebt in Berlin. Auf Instagram: @thedanielschreiber

31.10.2021

Thema: Lektüre, Teil l; Seite 1 bis 56

Thema: Lektüre, Teil l; Seite 1 bis 56
Pueppi76 kommentierte am 23. Oktober 2021 um 09:11

Der erste leseteil.

Ich habe jetzt etwas überlegt was ich schreiben soll, und bin zu dem Entschluss gekommen das ich versuche in die Rolle zu schlüpfen des Protagonisten.

kann ich mir vorstellen dem Trubel des Lebens zu entgehen, recht einsam zu verziehen und werde ich dort glücklich? Da ich eh ein eher Einzelgänger Typ bin und oft menschenansammlungen meide und ich auch gerne mal die Ruhe alleine oder zu zweit genieße würde ich das schon gedanklich so wiederspiegeln können. Aber macht mich das glücklich? Nein, manchmal fehlt mir die Nähe anderer Menschen auch, genauso groß ist der Wunsch auch familiär eingebunden zu sein. 
Ich finde bisher liest sich das Buch sehr gut, keine schwere unverständliche Lektüre die dich über dein eigenes Sein nachzudenken gibt. 
ich freue mich schon auf den 2. leseteil. 

 

Thema: Lektüre, Teil l; Seite 1 bis 56
LisaH kommentierte am 24. Oktober 2021 um 15:01

Schöne Idee, so über den Leseteil zu reflektieren! Diese Gedanken kann ich mir beim Autor / Protagonisten auch sehr gut vorstellen. 

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Bookflower173 kommentierte am 04. November 2021 um 16:39

Jeder sehnt sich nach menschlicher Nähe, da hast du recht. Ich fand es interessant, wie über die Nähe zu Freunden reflektiert wurde. Meistnes ist es ja doch so, dass Freunde das eigene Alleinsein in Vergessenheit geraten lassen, aber nachher ist die Leere manchmal doch größer als vorher.

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Jamboo kommentierte am 23. Oktober 2021 um 14:27

Mein Buch ist auch eingetroffen und der erste Teil gelesen.

Keine Lektüre, die sich einfach so wegschmökern lässt, sondern schon eine gewisse Aufmerksamkeit und Konzentration erfordert, auch, weil Daniel Schreiber sehr viel Bezug auf andere Autoren nimmt.

Es ist in der Ich-Form geschrieben und scheint mir über weite Strecken sehr persönlich zu sein, wie er über seine Situation berichtet und reflektiert wo er steht und wie er da hingekommen ist. Diese persönlichen Dinge gefallen mir besser als die wissenschaftlich-theoretisierenden Passagen.

Ich habe bislang noch nie allein gelebt, aber vermutlich wird es irgendwann so weit sein und es hat mich einfach interessiert etwas darüber zu lesen.

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labbelman kommentierte am 23. Oktober 2021 um 18:00

Ich finde auch, dass man nicht mal eben die Kapitel durchschmökert, sondern sich Zeit dafür nehmen und auch konzentriert lesen muss.

Die Erwähnungen anderer Autoren, Philosophen und Co haben mich ehrlich gesagt etwas angestrengt. Das Persönliche gefällt mir da eher.

Übrigens empfinde ich wie der Autor Gartenarbeit, Spazieren und Wandern als enorme Entspannung. Da kann ich sehr gut abschalten und fühle mich irgendwie eins mit der Natur.

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Else antwortete am 31. Oktober 2021 um 07:56

"Übrigens empfinde ich wie der Autor Gartenarbeit, Spazieren und Wandern als enorme Entspannung. Da kann ich sehr gut abschalten und fühle mich irgendwie eins mit der Natur."

So geht es mir auch. Die genannten Gartenbücher habe ich erst mal gegoogelt mich dabei festgelesen, die Wunschliste ist wieder etwas umfangreicher *seufz*
 

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frenx kommentierte am 05. November 2021 um 12:09

Ich habe mich zurückgehalten mit dem Googeln - vor allem der aufgelisteten Pflanzen, das führt bei mir sonst schnell dazu, dass ich Pflanzen kaufe, ohne dass ich den Platz dafür wüsste... 

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Tara kommentierte am 24. Oktober 2021 um 18:27

Keine Lektüre, die sich einfach so wegschmökern lässt, sondern schon eine gewisse Aufmerksamkeit und Konzentration erfordert,

Das finde ich auch, die persönlichen Erfahrungen des Autors elsen sich zwar sehr flüssig, aber auch hier schweifen meine Gedanken immer in mein Leben und das meiner Familie, Freunde und Bekannten.

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labbelman kommentierte am 27. Oktober 2021 um 13:03

Das geht mir tatsächlicvh auch so, dass ich dabei über mich nachdenke.

Und ich stelle fest, dass ich komplett anders ticke als der Autor. ;-)

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Bookflower173 kommentierte am 04. November 2021 um 16:41

Die Ich-Form ist hier wirklich sehr gut gewählt! Ich hatte daurch auch das Gefühl, dass es sehr persönlich ist und man mit einem guten Freund darüber spricht.

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buecherwurm1310 kommentierte am 23. November 2021 um 15:53

Es ist in der Ich-Form geschrieben und scheint mir über weite Strecken sehr persönlich zu sein, wie er über seine Situation berichtet und reflektiert wo er steht und wie er da hingekommen ist. Diese persönlichen Dinge gefallen mir besser als die wissenschaftlich-theoretisierenden Passagen.

Ich finde das persönlich auch interessanter als das theoretische, da ich es besser nachvollziehen kann.

 

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Jamboo kommentierte am 23. Oktober 2021 um 14:34

Das Buch bietet sicher allerhand Diskussionsstoff – vielleicht aber auch nicht, weil die Eindrücke und Erkenntnisse letztlich doch persönlich sind und trotz aller Versuche Freundschaft und Liebe irgendwie zu definieren, individuell ganz verschieden sind.

Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt auf eure Meinungen dazu.
 

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labbelman kommentierte am 23. Oktober 2021 um 17:57

Hm mir fällt es nicht so leicht etwas zu schreiben, da ich hier bisher etwas anderes geboten bekam als ich eigentlich erwartet hatte.

Mir gefallen die Erzählungen aus seinem Privatleben, damit kann man sich auch identifizieren. Mit den vielen Fußnoten und Erwähnungen von Philosophen und Co tue ich mich etwas schwer. Für mich stört das den Lesefluss.

Ansonsten denke ich eher, dass man das Fehlen einer Beziehung als Scheitern empfindet, weil einem die Gesellschaft das weismachen will. Man wird dann mitleidig angeschaut oder bekommt Kommentare: Irgendwann findest du auch noch wen als sei man nur komplett, wenn man in einer Partnerschaft ist, was ich noch nie so empfunden habe.

Empfindet ihr Freundlichkeit als Schwäche wie im Buch beschrieben? Ist das so eine gesellschaftliche Sache? Bei mir ist das etwas Natürliches, ich denke da nicht drüber nach. Wenn ich alte Menschen sehe, dann mache ich denen die Tür auf, stehe auf und biete einen Sitzplatz in den Öffis an und ähnliches. Oft sind die Menschen dann erstaunt, was mich enorm traurig macht. Ich empfinde es so gar nicht als Schwäche anderen zu helfen und freundlich zu sein.

Ansonsten ist meine Freunde sehr unterschiedlich, auch oft anders als ich und das empfinde ich als Bereicherung. Und nach diversen fehlgeschlagenen Beziehungen setze ich auch eher auf meinen Freundeskreis als nun noch unbedingt eine Partnerschaft eingehen zu müssen. Ich weiß nicht ob das Resignation ist, aber ich habe gemerkt, dass ich alleine einfach besser klar komme.

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Tara kommentierte am 24. Oktober 2021 um 18:30

Empfindet ihr Freundlichkeit als Schwäche wie im Buch beschrieben?

Da muss ich ganz klar sagen: Nein, Freundlichkeit hat nichts mit Schwäche zu tun, es sei denn sie entsteht aus Angst heraus und ist nicht ehrlich gemeint, dann könnte man es als Schwäche auslegen.

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Else kommentierte am 04. November 2021 um 08:15

Empfindet ihr Freundlichkeit als Schwäche wie im Buch beschrieben?

Nein, auf keinen Fall. Für mich hat es etwas mit Lebenseinstellung und Charakter zu tun. Ich denke auch, man kommt mit Freundlichkeit weiter, es ist ja nicht so, dass man sich dabei verbiegen oder ausnutzen lassen muss. 

Thema: Lektüre, Teil l; Seite 1 bis 56
Bookflower173 kommentierte am 04. November 2021 um 16:42

Ich finde auch nicht, dass Freundlichkeit etwas mit Schwäche zu tun hat. Ich sehe es eher als eine starke Eigenschaft. Freundlichkeit impliziert, dass die Person auch an seine Mitmenschen denkt und respektvoll mit ihnen umgeht.

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buecherwurm1310 kommentierte am 23. November 2021 um 15:56

Ansonsten denke ich eher, dass man das Fehlen einer Beziehung als Scheitern empfindet, weil einem die Gesellschaft das weismachen will. Man wird dann mitleidig angeschaut oder bekommt Kommentare: Irgendwann findest du auch noch wen als sei man nur komplett, wenn man in einer Partnerschaft ist, was ich noch nie so empfunden habe.

Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass einem aber auch wirklich etwas fehlt. Es ist ja manchmal schön, keine Rücksichten nehmen zu müssen, aber es ist auch sehr schön, wenn man heimkommt und da ist jemand.

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lillywunder kommentierte am 23. Oktober 2021 um 21:20

Ich habe den ersten Leseabschnitt beendet und bin noch etwas unschlüssig. Am meisten Zugang habe ich zu den persönlichen Erfahrungen und Gedanken von Daniel Schreiber, auch die wissenschaftlichen Ergebnisse finde ich spannend, bei den philosophischen Ausführungen musste ich mich allerdings das ein oder andere Mal bewusst konzentrieren und Abschnitte mehrfach lesen, um interessiert am Ball zu bleiben.

Das Thema an sich finde ich nach wie vor spannend und finde auch, dass hier ein anderer Blick auf das Alleinsein geworfen wird, der die Perspektive erweitert. Ich finde es berührend, wie offen der Autor ist und auch Gefühle wie Scham, Angst und Einsamkeit thematisiert und gegen diese anschreibt. Ich empfinde, dass er weder das Alleinsein idealisieren noch das Zusammensein romantisieren möchte, teilweise ist die Lektüre allerdings für mich von einer gewissen Schwere, beinahe Trostlosigkeit geprägt. Ich bin gespannt, welche Gedanken er in den nächsten Kapiteln noch entwickelt und welche Themen neben der Freundschaft noch herausgearbeitet werden. 

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LisaH kommentierte am 24. Oktober 2021 um 15:05

Die Schwere habe ich auch gespürt. An manchen Stellen wird meiner Meinung nach positiv über Freundschaft berichtet, aber trotzdem ist der Ton eher bedrückt und schwer. 

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labbelman kommentierte am 27. Oktober 2021 um 13:04

Ja ich finde auch, dass das Geschriebene irgendwie nicht so lebensbejahend ist, sondern eher emotional runterzieht.

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Bookflower173 kommentierte am 04. November 2021 um 16:43

Da hast du recht. Ich habe auch durchgehend eine Melancholie und Schwere gespürt. 

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frenx kommentierte am 05. November 2021 um 12:21

Ich finde, es hat beide Seiten: das Trostlose, Düstere, wo es um Krankheit, Einsamkeit usw. geht wie auch die Beschreibung von schönen, glücklichen Momenten. Aber am Ende bleibt eher das Melancholische, da stimme ich euch zu. Das liegt wohl vor allem daran, weil die positiven Momente eher als Ausnahmen bzw. als nichts Dauerhaftes beschrieben werden, wie am Schluss des Leseabschnitts, wo er zum ersten Mal nicht mehr in dieser Zeit einsam/allein war. 

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LisaH kommentierte am 24. Oktober 2021 um 15:08

Im ersten Teil beschreibt Daniel Schreiber das Alleinsein und geht auf das Konzept der Freundschaft ein. Besonders gefallen haben mir die persönlichen Stellen, zum Beispiel, als er über das Gärtnern spricht oder seine zwei Freunde, denen er den Garten machen möchte. Diese Stellen waren vor allem am Anfang häufig, sind dann aber immer mehr von der Theorie verdrängt worden. Ich hoffe, dass er in den nächsten Teilen zu seinen persönlichen Erfahrungen zurückkommt. 
An sich fand ich es auch interessant, die Meinungen anderer Autor*innen zu lesen, jedoch sind mir an manchen Stellen die Aufzählungen mit der ganzen Literatur, die zu dem Thema geschrieben wurde, zu viel. 

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Tara kommentierte am 24. Oktober 2021 um 18:32

 Ich hoffe, dass er in den nächsten Teilen zu seinen persönlichen Erfahrungen zurückkommt.

Das hoffe ich auch.

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Tara kommentierte am 24. Oktober 2021 um 18:24

Das Buch ist recht dünn, aber ich habe schon nach den wenigen Seiten des ersten Abschnitts das Gefühl, dass hier eine Menge drinsteckt.

Der Autor schreibt sehr offen über seine persönlichen Erfahrungen und Gefühle, bleibt dicht am Zeitgeschehen und lässt aktuelle Themen mit einfließen. Gleichzeitig nimmt er immer wieder Bezug auf andere Autoren und Philosophen, das finde ich ausgesprochen interessant, ebenso die wissenschaftlichen Aspekte, beides lässt sich aber nicht ganz so leicht lesen wie seine persönlichen Erfahrungen.

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Bookflower173 kommentierte am 04. November 2021 um 16:44

Ich habe auch direkt das Gefühl gehabt, dass das Buch sehr viele Botschaften enthält, und das auf so wenigen Seiten. Das finde ich sehr gut!

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maike_march kommentierte am 25. Oktober 2021 um 17:34

In den ersten Leseabschnitt habe ich sehr gut hinein gefunden. Ich bin überrascht wie persönlich das Buch an manchen Stellen ist. Die bedrückende Stimmung, die hier schon mehrfach genannt wurde, kann ich auch bestätigen. Natürlich ist das kein leichtes Thema. Sich über das Alleinsein Gedanken zu machen ist schon unangenehm und das jetzt auch noch in schriftliche Worte zu fassen.. meinen Respekt. Die vielen philosophischen und psychosozialen Fragen und Verweise zu anderen Autor*innen und Wissenschaftler*innen fand ich dann teilweise doch etwas zu viel. Also klar, es ist sehr gut, hat dann aber etwas meinen Lesefluss gestört. Viele Aussagen kann ich genau so unterstreichen, bei anderen gehe ich jedoch nicht d'accord.

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Jamboo kommentierte am 26. Oktober 2021 um 16:02

Wir scheinen ja hier weitgehend ähnlich zu empfinden, was die Erzählweise und Atmosphäre in diesem Buch angeht, so dass es eher keine kontroverse Diskussion geben wird ;).

Aber es beruhigt mich auch ein bisschen, damit nicht allein zu stehen. Ich lese mit einem gewissen Interessen mehr aber auch nicht, allzu viel schreiben kann ich zu meinen Eindrücken von daher leider auch nicht.

 

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labbelman kommentierte am 27. Oktober 2021 um 13:05

Da bin ich dir sehr nah. So richtig fesseln und begeistern tut mich das Geschriebene leider auch nicht. Irgendwie hatte ich da eine komplett andere Erwartungshaltung.

 

Also ich bin nicht traurig, dass es sich hier nicht um einen 500 Seiten Wälzer handelt.

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maike_march kommentierte am 27. Oktober 2021 um 16:23

"Also ich bin nicht traurig, dass es sich hier nicht um einen 500 Seiten Walzer handelt."

Da stimme ich zu. Der Autor schafft es allerdings auch, dass er sehr viel Inhalt auf so wenige Seiten bringt.

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verbuechert kommentierte am 27. Oktober 2021 um 14:15

Gerade habe ich den ersten Leseabschnitt beendet und bisher gefällt mir das Buch wirklich sehr gut. Wie hier schon ein paar mal angemerkt wurde, muss man sich bei dem Buch etwas mehr Zeit lassen, denn das Thema der Einsamkeit und des Alleinseins ist nicht einfach. Die Stimmung ist ein wenig bedrückend, vor allem weil der Autor viele persönliche Erlebnisse einbringt. Aber genau das gefällt mir so sehr an dem Buch. Ich finde es beeindruckend, wie offen und persönlich Daniel Schreiber von seinen Erfahrungen berichtet und ich finde, dadurch wird einem noch mal vor Augen geführt, dass jeder Mensch dieses Gefühl der Einsamkeit erfährt und dass man damit nicht allein ist. Dieser Gedanke hat für mich persönlich etwas Tröstendes an sich. Auch das Bild von Freundschaft, welches der Autor beschreibt, hat mir sehr gut gefallen. Jeder Mensch entwickelt sich weiter und genau das macht eine Freundschaft aus. Ich freue mich auf jeden Fall auf den nächsten Leseabschnitt und auf die Gedanken die Daniel Schreiber mit uns teilen wird.

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lillywunder kommentierte am 01. November 2021 um 07:56

Ich finde es auch ganz beeindruckend, wie nah Daniel Schreiber uns auch an Gefühle wie Einsamkeit, Scham und so weiter heranlässt, wirklich sehr persönlich und mutig...

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verbuechert kommentierte am 27. Oktober 2021 um 14:15

Gerade habe ich den ersten Leseabschnitt beendet und bisher gefällt mir das Buch wirklich sehr gut. Wie hier schon ein paar mal angemerkt wurde, muss man sich bei dem Buch etwas mehr Zeit lassen, denn das Thema der Einsamkeit und des Alleinseins ist nicht einfach. Die Stimmung ist ein wenig bedrückend, vor allem weil der Autor viele persönliche Erlebnisse einbringt. Aber genau das gefällt mir so sehr an dem Buch. Ich finde es beeindruckend, wie offen und persönlich Daniel Schreiber von seinen Erfahrungen berichtet und ich finde, dadurch wird einem noch mal vor Augen geführt, dass jeder Mensch dieses Gefühl der Einsamkeit erfährt und dass man damit nicht allein ist. Dieser Gedanke hat für mich persönlich etwas Tröstendes an sich. Auch das Bild von Freundschaft, welches der Autor beschreibt, hat mir sehr gut gefallen. Jeder Mensch entwickelt sich weiter und genau das macht eine Freundschaft aus. Ich freue mich auf jeden Fall auf den nächsten Leseabschnitt und auf die Gedanken die Daniel Schreiber mit uns teilen wird.

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Samara42 kommentierte am 27. Oktober 2021 um 18:03

Die von den Vorlesern geschilderte Trostlosigkeit spüre ich auch, doch ich lese öfter Bücher, die diese Emotion aufbringen, von daher reiht es sich gut ein.
Durch den Titel des Buches ist man ja bereits vorgewarnt.

Ich mag seinen Schreibstil und möchte gerne wissen wie sich das Buch und die Emotion weiterentwickeln.
Ich sehe Freundlichkeit nicht als Schwäche, musste aber schmerzhaft erleben dass es viele Personen in meinem Umkreis, die nicht meine Freunde sind, so halten. Sie wollen nicht angegriffen werden, doch das mache ich so nicht mit.

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buecherwurm1310 kommentierte am 28. Oktober 2021 um 17:08

Es ist keine ganz einfache Lektüre, da der Autor immer wieder auf andere Autoren Bezug nimmt. Ich verliere mich dann manchmal bei Recherchieren, weil ich mehr erfahren will.
Ich spüre auf jeden Fall die persönlichen Befindlichkeiten des Autors sehr genau, da er in der Ich-Form erzählt. Diese Teile gefallen mir dann auch besser als die theoretischen Abhandlungen, da ich mich dann einfühlen kann.
Ich habe Familie und daher bin ich fast nie alleine. Ich genieße dann die Zeiten, die ich nur für mich habe. Trotzdem hat mir der Kontakt zu anderen in der Corona-Zeit gefehlt. Vieles von dem, was meine Zeit strukturiert hat, war nicht mehr möglich. Kontakte gab es fast nur noch per Telefon. Mir war oft, als hätte man mir ein Stück Leben gestohlen. Oft habe ich überlegt, ob ich wohl genau so gefühlt hätte, wenn ich noch jung wäre und das ganze Leben vor mir liegt.
Ich kenne Menschen, die alleine leben und viele, die in einer Beziehung sind. Ich glaube, dass man sich manchmal nach dem sehnt, was man gerade nicht hat, etwas eine Beziehung. Andererseits möchte man manchmal Unabhängigkeit, wenn man in einer Beziehung lebt.

 

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gusaca kommentierte am 29. Oktober 2021 um 17:07

Ich tue mich etwas schwer mit dem Buch. Ich bin selber im Moment in einer schweren Lebensphase, so dass mich die düsteren Töne des Buches sofort anspringen . Die persönlichen Gedankengänge des Autoren kann ich gut nachvollziehen. Die Vielzahl von wissenschaflichen und philosophischen Einschüben sind dagegen teilweise schwer nachzuvollziehen. Einige Vokabeln muss ich nachschlagen oder überlesen, weil sie einfach nicht so geläufig sind. Ich finde es gut, das der Autor auf aktuelle Begebenheiten wie z.b. Corona eingeht, weil die erzwungene Isolation bzw. Distanz durch Corona das Verhalten vieler Leute geändert hat. Die Kernfamilie erhält mehr Bedeutung, während der reale Freundeskreis zumindest zeitweise schrumpft.

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Mara S. kommentierte am 30. Oktober 2021 um 23:28

Ich kann Daniel Schreibers Gedanken sehr gut nachvollziehen und finde es sehr mutig, dass er diese persönlichen Empfindungen mit seinem Leser teilt. Allein zu sein, allein zu leben ist in unserer Gesellschaft immer noch mit einem Makel versehen und das nervt. Denn ich habe es auch schon erlebt, dass ich mich in einer Beziehung mitunter einsamer gefühlt habe, als in Zeiten, in denen ich wirklich allein war. Das Reflektieren über den Einfluß von außen auf das Innerste ist eine gute Methode, um herauszufinden, wo man gerade selbst steht.

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lizlemon kommentierte am 31. Oktober 2021 um 20:47

Ich fand den Einstieg in das Buch sehr gelungen: Daniel Schreiber stellt direkt einen persönlichen Bezug zum Thema her und erklärt, warum er darüber schreibt. Er lebt als Single in Berlin, obwohl er nach einer Beziehung sucht. Keine seiner vergangenen Liebschaften hat gehalten. Doch "Allein" ist keine Autobiografie, sondern ein Sachbuch mit autobiografischen Elementen. Daniel Schreiber vermischt seine persönlichen Anekdoten mit Zitaten, kommt vom Persönlichen immer wieder ins Übergeordnete.

Besonder gut hat mir im ersten Drittel gefallen, wie er das Thema Freundschaften reflektiert. Die klassische Paarbeziehung mit romantischer Liebe gilt als unser höchstes Ideal. Gleichzeitig führen viele Menschen jahre- und jahzehntelange Freundschaften, die zwar nicht körperlich, aber voller Vertrauen, Glück, gemeinsamer Erlebnisse, aber auch Konflikten sind. Wie der Autor schreibt, haben viele seiner Freundschaften selbst seine längsten Beziehungen überdauert. Für viele Menschen sind Freundschaften daher ein wichtiger Anker im Leben, egal, ob sie in einer Beziehung sind oder nicht. Darin habe ich mich auf jeden Fall wiedergefunden.

Auch die Unterscheidung zwischen Allein sein und Einsam sein finde ich wichtig. Besonders der Beobachtung, dass sich Alleinstehende häufig im Winter in der Dunkelheit und rund um klassische "Familienfeste" wie Weihanchten einsam fühlen, kann ich nachvollziehen. Die beschriebene Hyperaktivität in dieser Zeit kenne ich auch von mir selbst.

 

(Sorry, aus Versehen zuerst im falschen Thema gepostet X-) )

Thema: Lektüre, Teil l; Seite 1 bis 56
san1 kommentierte am 03. November 2021 um 22:58

Ich war mir zum Lesebeginn unsicher was ich erwarten sollte und bin definitiv positiv überrascht worden. Obwohl man sehr wohl aufmerksam und fokussiert lesen muss/sollte, mag ich dieses leichtgängige Vermischen von persönlichen Erzählungen und sachbuchähnlichen Informationen.

Die Gedankengänge kommen mir sehr menschlich und nachvollziehbar vor. Bedenken, ob das Leben so nun ausreicht.

Mir hat es besonders gut gefallen, dass der Einstieg in diesem Ausmaß persönlich ausfiel.

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Else kommentierte am 04. November 2021 um 08:23

Ich habe den ersten Teil schon eine Weile durch und musste erst mal sacken lassen. Tatsächlich weiß  ich noch immer nicht so richtig wie ich es finde. Irgendwie hatte ich etwas anderes erwartet. Der Text ist doch etwas schwermütig. Vieles habe ich parallel nachgeschlagen und kam daher in keinen richtigen Lesefluss, und dass bei der Kürze des Abschnitts. 
Vielleicht kann ich da auch nicht richtig mitreden. Ich habe immer Trubel und Menschen um mich herum. Die persönlichen Erfahrungen des Autors finde ich aber interessant, auch seine Betrachtungen, wie die Gesellschaft das Alleinsein wahrnimmt konnte ich gut nachvollziehen.

Thema: Lektüre, Teil l; Seite 1 bis 56
Bookflower173 kommentierte am 04. November 2021 um 14:08

Das Buch gibt unglaublich viele Denkanstöße. Es stimmt, dass man sich immer ein Leben vorgestellt hat, in dem man nicht alleine ist. Das Erwachsenenleben hat man sich als Jugendlicher ganz anders vorgestellt. Das Gefühl, in diesen Zustand des Alleinseins geworfen zu werden, ohne dass man es merkt, wurde schön eingefangen.

Toll finde ich auch, dass hier die Bedeutung der Freundschaft diskutiert wird. Man spricht immer über die Liebe und dem Alleinsein, wenn man keinen Partner hat. Aber Freundschaften führen auch dazu, dass man nicht allein ist. 

Das Buch strahlt eine Ruhe und ein wneig Melancholie aus. 

Thema: Lektüre, Teil l; Seite 1 bis 56
frenx kommentierte am 05. November 2021 um 12:17

Ich bin sehr gespalten, was den ersten Teil des Buches angeht. 

Auf der einen Seite fand ich es sehr spannend, dass Schreiber das Thema des Alleinseins als bewusste Entscheidung darstellt, wobei ich hier bisher noch keinen roten Faden sehe, eher gedankliche Bewegungen - vor allem beim umfangreichen Thema der Freundschaft, war mir der Zusammenhang zum eigentlichen Thema nicht immer klar, ich hatte streckenweise den Eindruck, dass es eher eine Fleissarbeit war, bei der seminarmäßig die Geschichte der Freundschaft, Formen der Freundschaft usw. abgehandelt wurden.