Leserunde

Leserunde zu "Aus schwarzem Wasser" (Anne Freytag)

Aus schwarzem Wasser
von Anne Freytag

Bewerbungsphase: 13.08. - 27.08.

Beginn der Leserunde: 03.09. (Ende: 24.09.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir 20 Freiexemplare von "Aus schwarzem Wasser" (Anne Freytag) zur Verfügung. Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch.

ÜBER DAS BUCH:

Das Meer ist der Ursprung allen Lebens und verbirgt eine tödliche Bedrohung

Ohne zu bremsen, rast die Innenministerin Dr. Patricia Kohlbeck mit ihrem Dienstwagen in die Spree. Mit dabei: ihre Tochter Maja. »Du kannst niemandem trauen, sie stecken alle mit drin«, ist das Letzte, was sie zu ihrer Tochter sagt, bevor sie ertrinkt. Auch Maja stirbt – wacht jedoch wenige Stunden später unversehrt in einem Leichensack im Krankhaus wieder auf. Wie ist das möglich?

Während Maja versucht, Antworten zu finden, ereignet sich eine verheerende Naturkatastrophe nach der anderen. Und gegen ihren Willen gerät sie in einen Konflikt aus Lügen, Intrigen und Machtkämpfen, dessen Folgen fatale Ausmaße annehmen.

ÜBER DIE AUTORIN:

Anne Freytag hat International Management studiert und als Grafikdesignerin gearbeitet, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Für ihre Romane wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet - unter anderem mit dem Bayerischen Kunstförderpreis in der Sparte Literatur.

Mit »Aus schwarzem Wasser« legt sie ihren ersten Thriller vor.

Die Autorin lebt mit ihrem Mann in München.

26.09.2020

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 389 bis Ende

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florinda kommentierte am 09. September 2020 um 23:00

So. Patricia wollte also keinen Einsatz des Massenmarinvernichtungsmittels, sie informierte die Französin und die Journalistin und es war Robert, der Fensterputzer, der sie deshalb wegputzen ließ

Sollten Majas toter Zwillingsbruder oder Nina doch noch über ihre erstmalige Erwähnung hinaus gehende Rollen gespielt haben, erschloss sich mir dies nicht.

Die Marinidee fand ich mit einigen Abstrichen gut erdacht, die Schilderung der Sitzungen im Rahmen der Möglichkeiten realitätsnah, vor allem die Kanzlerin, bei der Präsidentin hatte ich eine Mischung zwischen AKK und UvdL vor Augen. Ami, Briten & Franzosen waren auch recht klischeebehaftet. 

 

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Hermione kommentierte am 11. September 2020 um 23:18

Nina war wohl wirklich nur eines der Opfer der Marin, sie hatte wohl keine nähere Bedeutung. Und Majas totgeborener Zwilling war meines Erachtens lediglich ein Hinweis auf eine künstliche Befruchtung mit Übertragung von zwei Embryonen, weiter nichts.

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Glüxklaus kommentierte am 13. September 2020 um 10:05

Robert, der Fensterputzer :-). Sehr schön! 

Die Präsidentin war für mich eher UvdL, weniger AKK. 

 

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florinda kommentierte am 13. September 2020 um 11:57

Natürlich. Auftreten, Äusseres und Eloquenz von Uschi, Ungeschicklich- und Fingerspitzengefühllosigkeit  von Gretchen...

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Leia Walsh kommentierte am 30. September 2020 um 11:33

Ich bin ein wenig verwirrt. 

Für mich war das die Präsidentin der Marin.

Insofern hat sie weder mit UvdL noch mit AKK was zu tun.

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Leia Walsh kommentierte am 30. September 2020 um 11:13

Ein toter Zwillingsbruder kann ja auch nicht wirklich eine Rolle spielen - zumal der ja nie lebte.

Dennoch - ich hab das Gefühl, da kommt mindestens noch ein Band nach ...

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Michelly kommentierte am 10. September 2020 um 08:57

Ich habe das Buch gestern beendet, in einem Rutsch. Sprachlich ist es wirklich top, mir gefällt der Schreibstil und die vielen Metaphern, die an das Wasserthema des Buches angelehnt sind. Etwa die "Tinte, die im Wasser verläuft".

Robert scheint sich die ganze Zeit auf Patricias Lorbeeren ausgeruht zu haben, mir scheint aber, dass sie sich gegenseitig benutzt haben, jeder zu seinem Vorteil. Patricia hat wohl das Virus entwickelt, wollte es aber nicht einsetzen. Sie scheint aber sehr viel schlauer gewesen zu sein, als alle anderen, denn meiner Meinung nach, hat sie Maja nur deshalb zeugen lassen, damit sie ein Antiserum herstellen kann.

Die Szenen, die nach Ablauf des Ultimatum passieren, haben mir sehr gut gefallen. Ich hatte die schwarzen Wassermassen, die sich langsam und zunächst unbemerkt durch die Städte schieben, direkt vor Augen. Ebenso der sich bildende Tsunami. Hier hätte die Autorin gerne auch ausführlicher werden dürfen.

Wie es scheint, gab es auf beiden Seiten Querdenker und Rebellen oder wie habe ich das Verhalten von Saul zu verstehen? Er hat sich doch auch gegen seine eigene Präsidentin gewendet und sie getötet. Sehe ich das richtig? Mit wem stehr er denn oben auf dem Dach und trinkt Champagner? "Vier Frauen und vier Männer". Ist das der Rat, von dem Saul spricht?

 

 

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florinda kommentierte am 10. September 2020 um 09:28

Das war mir ebenfalls ein zu großes Durcheinander. Ich gab es schließlich auf und nahm es einfach so hin.

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Chuckipop kommentierte am 21. September 2020 um 09:03

Da habe ich dann auch angefangen, das nicht mehr zu überdenken...

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Hermione kommentierte am 11. September 2020 um 23:19

Ja, ich glaube, die vier Männer und vier Frauen waren der sog. "Rat", denn sie waren ja daran interessiert, die Bevölkerung auf die Hälfte zu reduzieren (Dan Browns "Inferno" lässt grüßen).

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leseliebelei kommentierte am 13. September 2020 um 15:51

"Dan Browns "Inferno" lässt grüßen."

Hach, das mochte ich.

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Glüxklaus kommentierte am 13. September 2020 um 10:13

Die Frage, wer mit wem und gegen wen, habe ich auch nicht ganz durchdrungen..Da habe ich öfter meine Schwierigkeiten, wenn es um Geheimdienste, Organisationen, Spionen, Malwürfe usw. geht....Ist aber vermutlich nicht mehr so wichtig, die meisten Beteiligten sind ja eh tot....

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Mara S. kommentierte am 17. September 2020 um 22:47

Wie es scheint, gab es auf beiden Seiten Querdenker und Rebellen oder wie habe ich das Verhalten von Saul zu verstehen? Er hat sich doch auch gegen seine eigene Präsidentin gewendet und sie getötet. Sehe ich das richtig? Mit wem stehr er denn oben auf dem Dach und trinkt Champagner? "Vier Frauen und vier Männer". Ist das der Rat, von dem Saul spricht?

Saul war ein klassischer Doppel-Doppel-Agent, kennt man doch von James Bond Filmen ;-)  Offensichtlich gab es eine Schattenregierung hinter den Regierungen und die nahm die Auslöschung der Menschheitshälfte gern in Kauf, Saul hat allerdings auf eigene Rechnung gearbeitet - in allen Bereichen. Nachdem das Serum gesichert war, konnte er sich von allen Regierungsvertretern verabschieden, seine eigene eingeschlossen. Eigentlich ein versöhnliches Ende, weil es den Fortgang der Marin und der Menschen offen lässt. Vielleicht gibt es in der FIktion ein friedliches Zusammenleben.

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Leia Walsh kommentierte am 30. September 2020 um 11:17

"Eigentlich ein versöhnliches Ende, weil es den Fortgang der Marin und der Menschen offen lässt."

 

Und für mich ist das Gegenteil der Fall - die erholen sich jetzt auf beiden Seiten ein wenig, lecken ihre Wunden, sammeln neue Kräfte und dann fängt der ganze Mist von vorne an. Es gab keine Versöhnung. 

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topper2015 kommentierte am 23. September 2020 um 18:03

"Ich habe das Buch gestern beendet, in einem Rutsch. Sprachlich ist es wirklich top, mir gefällt der Schreibstil und die vielen Metaphern, die an das Wasserthema des Buches angelehnt sind. Etwa die "Tinte, die im Wasser verläuft"."

Da stimme ich dir voll und ganz zu. Anne Freytags Ausdrucksweise ist große Klasse!

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Susi kommentierte am 11. September 2020 um 00:21

Okaaaay. Der Schluß war ja wirklich überraschend und überraschend und dann nochmal überraschend und dann wieder überraschend. So toll wie das Buch auch finde, das Ende hat mir nicht gefallen. Von den vielen Dingen, von denen ich gerne mehr gelesen hätte (Wirkung der Creme - falls es sie überhaupt gab und nicht nur als Erklärung für das private Labor zuhause diente, wieso wuchsen Sophie und Maja zusammen auf, wenn Robert sich doch nicht von seiner Frau getrennt hat, das Leben der Marin, die Rache der Marin usw) und die mir fehlten, mal abgesehen, fand ich den Schluss einfach nicht überzeugend. Tot, doch nicht tot, tot, doch nicht tot, dann doch wieder, dann wieder doch nicht usw. Vielleicht hätte man das auch anders hingekriegt.

Sehr rabiat fand ich, wie einer nach dem anderen ermordet wurde. Meist überlebt ja doch die ein oder andere Hauptfigur und es gibt zumindest ein gutes Ende, wenn schon nicht ein Happy End. Hier dagegen wird tabularasa gemacht. 

Ich hätte gerne gewußt, wie es weitergeht. Ob Maja nun zur Heilung beitragen kann durch ihre Antikörper und ob dies genutzt wird. Ob dies den Krieg beendet und sowiesoundüberhaupt. Das Ende kam zu abrupt, quasi noch mittendrin. Habe das Buch verschlungen, aber die Autorin hätte noch weiterschreiben müssen finde ich.

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florinda kommentierte am 11. September 2020 um 09:01

Zu dem "Ich hätte gern gewusst" im letzten Absatz: Ich habe manches "Offengelassene" als Denkanstoß interpretiert. Was Schlimmes passieren bzw., wie es abgewendet werden könnte. Und dass wir dann Parallelen zu den uns bekannten oder für möglich gehaltenen Fakten in Sachen Umweltzerstörung, Rassismus etc. ziehen.

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Susi kommentierte am 11. September 2020 um 23:45

Ja, aber ich hätte trotzdem gerne mehr davon gelesen. z.B. von der Idee, die Marin Leichen an die Oberfläche zu bringen. Haben sie das gemacht ? Hätte gerne gelesen, wie die Menschen darauf reagiert hätten

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Tavia kommentierte am 12. September 2020 um 17:01

Den Abschnitt hatte ich schon wieder ganz vergessen. Das war eine Idee, die so in den Raum geworfen wurde ohne eine wirklich Bedeutung zu haben. Ich dachte erst bei den ersten Überschwemmungen in der Themse wären die Leichen der toten Marin mitgeschwemmt wurden, aber so schien es doch nicht gewesen zu sein...

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Everly kommentierte am 27. September 2020 um 11:39

Das stimmt
Fragen sind offen geblieben
Bissl mehr Background wäre schön gewesen, vielleicht hätte man auch 1 bis 2 Ideen im Buch weggelassen und dafür andere detaillierter ausgebaut...

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Hermione kommentierte am 12. September 2020 um 09:41

Das finde ich auch wirklich gut an dem Buch, dass es zum Nachdenken über Umweltzerstörung etc. anregt.

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Hermione kommentierte am 11. September 2020 um 23:16

Ich kann dir nur Recht geben. Dieses Hin und Her mit den vielen Wendungen am Ende hat mir auch überhaupt nicht gut gefallen. Und der Schluss war mir viel zu abrupt. Da hätte die Autorin ruhig nochmal einige Seiten mehr spendieren können (und dafür die vielen Morde oder versuchten Morde vorher weglassen können).

Vorher fand ich's echt spannend und gelungen, aber am Ende wurde es sehr unglaubwürdig.

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Susi kommentierte am 11. September 2020 um 23:43

Ja, schade, ne ?

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Hermione kommentierte am 12. September 2020 um 09:42

Da hätte man definitiv am Ende mehr draus machen können... ;-(

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Gina1627 kommentierte am 20. September 2020 um 21:34

Vielleicht kommt ja noch eine Fortsetzung. Ich habe auch noch viele offene Fragen.

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Leia Walsh kommentierte am 30. September 2020 um 11:20

Ja, ich gehe (leider) starkt davon aus.

Ich mag es nicht, wenn man erst nach dem Lesen erfährt (oder ahnt), dass es kein abgeschlossenes Buch ist. 

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Chuckipop kommentierte am 21. September 2020 um 09:08

Grundsätzlich hat mir das Buch großartig gefallen und auch der Schluß hat mich nicht unzufrieden zurückgelassen.

Aber: das mit dem Hin und Her wer nun wirklich tot ist und dann doch wieder nicht, aber dann doch, fand ich auch etwas nervig.

Der Rest wurde vermutlich absichtlich ein wenig schwammig gelassen, weil es top Möglichkeiten für eine Fortsetzung gibt bzw. (das würde ich toll finden) über ein eigenes Buch hauptsächlich über die Marin.

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Chuckipop kommentierte am 21. September 2020 um 09:08

Grundsätzlich hat mir das Buch großartig gefallen und auch der Schluß hat mich nicht unzufrieden zurückgelassen.

Aber: das mit dem Hin und Her wer nun wirklich tot ist und dann doch wieder nicht, aber dann doch, fand ich auch etwas nervig.

Der Rest wurde vermutlich absichtlich ein wenig schwammig gelassen, weil es top Möglichkeiten für eine Fortsetzung gibt bzw. (das würde ich toll finden) über ein eigenes Buch hauptsächlich über die Marin.

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Gina1627 kommentierte am 22. September 2020 um 21:53

Ich würde mich auch sehr freuen, wenn es eine Fortsetzung geben würde.

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Chuckipop kommentierte am 23. September 2020 um 06:28

Ich mich auch...die Marin sind total spannend :)

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topper2015 kommentierte am 23. September 2020 um 18:13

Ein Buch über die Marin wäre wirklich eine gute Idee!

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Leia Walsh kommentierte am 30. September 2020 um 11:28

Für mich ist das mit dem tot - nicht tot - tot - nicht tot schon stimmig. 

Die Marin können sich heilen. Jedenfalls, solange das Gehirn und das Herz nicht zerstört sind.

Und solange sie nicht dem Virus ausgesetzt wurden.

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topper2015 kommentierte am 23. September 2020 um 18:11

"Sehr rabiat fand ich, wie einer nach dem anderen ermordet wurde. Meist überlebt ja doch die ein oder andere Hauptfigur und es gibt zumindest ein gutes Ende, wenn schon nicht ein Happy End. Hier dagegen wird tabularasa gemacht. "

Dass die Figuren wie die Fliegen sterben, hätte ich auch nicht erwartet und habe ganz schön gestaunt beim Lesen jedoch finde ich, dass es zu dem Buch passt. Ein Happy End habe ich nicht erwartet.

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Leia Walsh kommentierte am 30. September 2020 um 11:30

Nun ja - Maja hat ja überlebt!

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Tavia kommentierte am 11. September 2020 um 22:23

So. Ich hatte das Buch bereits gestern Abend beendet, aber ich musste mir einen Tag Zeit lassen, um das Gelesene zu verarbeiten. Ich muss leider sagen, dass ich dieses Mal wirklich enttäuscht bin von Anne Freytag. Ich hatte ehrlich gesagt mehr erwartet... die Geschichte hat für mich mit dem Lauf der Handlung einfach immer mehr an Verständlichkeit verloren.

Ich weiß auch gar nicht so genau, wie ich anfangen soll, deswegen starte ich einfach am Ende: Das Stück, dass mich am unzufriedensten zurückgelassen hat. Ich kann mit offenen Enden eigentlich gut umgehen und finde, dass sie für manche Geschichten die einzig richtige Wahl sind, aber hier blieben viel zu viele Enden lose in der Luft hängen (hehe wer versteht die Anspielung?). Saul war also jetzt gut, dann wieder nicht gut, dann gut und auch wieder nicht. Er hatte einen Plan um die Marin zu retten und die Erinnerung an sie zu tilgen, in dem er... was tut? Sich einer radikalen Gruppe anschließt, die die Hälfte der Bevölkerung der Erde auslöschen will und tatsächlich 4 Milliarden Menschen umbringt, damit der kleine Kreis an Menschen, den er tatsächlich töten wollte, nicht auffällt? Dann taucht außerdem noch plötzlich die Präsidentin der Marin auf, von der wir im ganzen Buch noch nichts gehört haben, und ist plötzlich der böse Superboss hinter dem Plan, knallt alle ab und alles ist verloren. Aber nein! Denn trotz einer Schussverletzung (die zwar glatt durchging, ihn aber zumindest schwer verwundet haben dürfte) steht Efrail wieder quicklebendig in der Tür und erledigt sie, denn wer hätte das gedacht - Saul hat natürlich auch die Möglichkeit bedacht, dass die Präsidentin, die bisher jedenfalls für uns keinerlei Rolle gespielt hat, auftaucht und alle eigenhändig erschießt, obwohl sie das noch nie gemacht hat! Aber es ist ja nun alles gut - es brauchte nur den Mord an der halben Menschheit und Hunderttausenden Marin, damit das Geheimnis gewahrt bleibt, das sowieso niemand kannte. Ein Happy End! Von den angesprochenen Umständen, die jetzt auf die Überlebenden zukommen, mal ganz zu schweigen.

Und was ist eigentlich mit Sofie passiert? Sie steht verloren auf einer Flugzeuglandebahn in wer-weiß-wo und hat gerade von ihrem Vater erfahren, dass ihre beste Freundin noch lebt, obwohl der gleiche Mann gerade noch ihren Tod in Auftrag gegeben hat (der nach seinem Wissensstand übrigens auch asgeführt wurde) - eine letzte glatte Lüge passt doch sehr gut zu Herrn Dr. Stein. Welchen Mehrwert hatte ihre Entführung eigentlich für die Geschichte? Und was ich mich auch immer noch frage: Wie konnten Theo und sie den Marin entkommen, wo sie ihnen doch angeblich körperlich und technisch so überlegen sind? 

Tja und Maja...lebt. Irgendwie. Immerhin gab es hier noch mal einen schönen Rückbezug zum Anfang, der mir ganz gut gefallen hat, aber es reicht nicht aus. Ich habe noch weitere Fragen: Zum Beispiel warum sie ganz plötzlich davon überzeugt war, in Efrail verliebt zu sein? Die beiden kannten sich doch gut zwei Tage lang und haben kaum Gelegenheit gehabt sich kennenzulernen, aber vielleicht ist das so eine Art Marin-Ding. Oder der Sex war einfach wirklich gut. Letztendlich hatte selbst Maja keinen wirklichen Mehrwert für die Geschichte - vielleicht wäre Stein die bessere Hauptperson gewesen

Letztendlich kommen leider zu viele Negativpunkte zusammen: Der kurze, abgehackte Schreibstil, der zwar zu einigen Situationen passte, aber mir die Figuren nicht näher brachte - das kenne ich von Anne Freytag so gar nicht! Dazu die unsympathischen Figuren, deren Gefühlswelt nur ein wenig angeritzt wurde und von denen einige nichts zur Handlung beitragen konnten, komische Lebewesen, von denen keiner etwas wissen soll, unnötige Sexszenen, die sehr abstrus in die Handlung eingeflochten werden, nicht ganz durchdachte Plot Twists und ein mehr als seltsames Ende. Dazu 4 Milliarden tote Menschen, Hunderttausende tote Marin, regierungslose Staaten und eine Apokalypse.

Sehr gut gefallen haben mir zumindest die kurzen Kapitel und dass ich trotzdem flüssig und schnell durchkam. Ich fürchte andernfalls hätte ich mich ein wenig durch das Buch quälen müssen. Wirklich so schade, wo mir Anne Freytags Bücher immer so gut gefallen haben. Dann bleibe ich vielleicht lieber bei ihren Jugendbüchern...

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Hermione kommentierte am 11. September 2020 um 23:22

Ich fand das Ende auch nicht so überzeugend. Als es um die Präsidentin ging, habe ich auch erstmal eine Weile gebraucht, um zu begreifen, dass es die der Marin ist...

Dass Sofie gerettet wurde, ist ja gut und schön, aber in der Tat - sie bleibt irgendwie alleine zurück...

Auch das eigentliche Ende fand ich zu kurz und knapp. Ich hätte gerne noch mehr darüber erfahren, wie es Maja erging.

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Glüxklaus kommentierte am 13. September 2020 um 10:17

Das hast Du gut ausgedrückt. Ich habe das ähnlich empfunden, kann alle Punkte so unterschreiben. 

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Leia Walsh kommentierte am 30. September 2020 um 11:38

Efrail ist Marin - Marin können sich selbst heilen. Sie sterben nicht durch solche Verletzungen, außer Herz und/oder Gehirn sind zerstört oder sie werden dem Virus ausgesetzt.

Bei Maja ist das auch so, denn sie ist halb Marin. Sie hat wohl durch die "Mischung" auch noch weitere "Möglichkeiten". Werden wir dann wohl in der Fortsetzung, von der ich echt überzeugt bin, dass sie kommt, erfahren.

Dass Maja schockverliebt ist, nun, kennt man doch von sich selbst. Passiert. Erklärung? Gibt es für Gefühle Erklärungen? 

Aber ich verstehe schon, dass die Anziehung groß ist. Endlich weiß sie, was bei ihr anders ist. Das fehlende Stück. MARIN

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Hermione kommentierte am 11. September 2020 um 23:14

Also mir waren es am Ende dann doch zu viele Wendungen und neue Wendungen und Wendungen zurück und dann nochmal Wendungen... Und das Ende war dann auch irgendwie sehr kurz und abrupt.

Die Geschichte mit den Marin und die Anklänge wegen Umweltverschmutzung und auch der künstlichen Befruchtung bzgl. Maja mit Mensch-Marin hat mir gut gefallen. Das mit dem Zwilling war wahrscheinlich nur ein Anklang daran, dass es sich um eine künstliche Befruchtung handelte und zwei Embryonen eingesetzt worden waren.

Aber dieses Hin und Her mit Saul und Efrail und der Präsidentin etc. war mir dann etwas "too much".

 

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Susi kommentierte am 11. September 2020 um 23:52

ja, der Schluß war blöd. Vielleicht wußte sie einfach nicht, wie sie die Geschichte zuende bringen soll. In ihrer Danksagung deutet sie ja an, dass sie nicht wußte, wie sie es drehen soll, bis jemand ihr das mit den Schläfenprotektoren oder Paddels oder wie die DInger hießen vorschlug.. Dass die Präsidentin sich selbst zur Mörderin macht fand ich auch unglaubwürdig. Trotzdem würde ich gerne mehr von der Autorin lesen.

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Hermione kommentierte am 12. September 2020 um 09:44

Ja, das habe ich auch ähnlich empfunden. Die Danksagung war in vielerlei Hinsicht sehr aufschlussreich, auch als es darum geht, dass verschiedene Leute unabhängig voneinander dieselbe Idee haben, vgl Schätzing oder Dan Brown.

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Susi kommentierte am 14. September 2020 um 22:38

das Ende von Schätzing fand ich übrigens auch doof-.

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Leia Walsh kommentierte am 30. September 2020 um 11:40

Ja, so empfinde ich auch - der Schluss (wenn man das so nennen kann) war eindeutig drüber, too much.

Sollte wohl sowas wie ein Show Down werden und ist übers Ziel hinausgeschossen. 

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florinda kommentierte am 12. September 2020 um 00:31

Zwar tut es mir einerseits leid, dass eure Erwartungen nicht alle erfüllt wurden, aber auf der anderen Seite fühle ich mich erleichtert, dass es nicht nur mir so erging!

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Hermione kommentierte am 12. September 2020 um 09:45

Das ist ja das Schöne an Leserunden.... man ist nicht allein! :-)

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Glüxklaus kommentierte am 13. September 2020 um 10:33

So, das Ende und dergleichen. Langweilig war's jedenfalls nicht. Irgendwie ist das alles so verquer, dass wenig im Kopf bleibt. Musste jetzt zum Beispiel gerade nochmal nachlesen, ob Efrail überlebt oder nicht. Sowas sollte doch eigentlich in Erinnerung bleiben...

Ich glaube mein Hauptproblem mit dem Roman ist, dass ich die Figuren alle nicht mag. Maja gegenüber bin ich neutral, aber das reicht irgendwie nicht aus. Ich kann nicht so richtig nachvollziehen, was die einzelnen Figuren miteinander verbindet. Die Beziehung zwischen Robert und Patricia war ja anscheinend nur reine Berechnung und guter Sex. Und die plötzliche Verliebtheit zwischen Maja und Efrail war mir auch suspekt.

Ich finde es nicht schlecht, dass der Roman wenig mit meinen Erwartungen zu tun hat. Wenn ich gewusst hätte, was mich erwartet, hätte ich das Buch vermutlich nicht gelesen. Dabei wars durchaus mal interessant, was zu lesen, was meinen sonstigen Vorlieben eher weniger entspricht. Ein Blick über den Tellerrand,,

Der Titel  "Aus schwarzem Wasser" passt sehr gut. Für mich ist das Ganze nicht klar und durchsichtig, sondern eher verschwommen und diffus. Die Rezension wird sicher noch etwas brauchen....

 

 

 

 

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leseliebelei kommentierte am 19. September 2020 um 19:40

Du hast absolut recht, langweilig war es zwar nicht, aber irgendwie auch nicht so richtig überzeugend. Mir ging es wie Dir - ich mochte niemanden.

"Für mich ist das Ganze nicht klar und durchsichtig, sondern eher verschwommen und diffus." Sehr, sehr treffend!

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Leia Walsh kommentierte am 30. September 2020 um 11:41

"Irgendwie ist das alles so verquer, dass wenig im Kopf bleibt."

Das trifft es perfekt!

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Bartie kommentierte am 14. September 2020 um 20:52

Auch ich habe das Buch zu Ende gelesen. Kurz vorm Ende habe ich noch gedacht, nein, so kann es nicht enden, aber dann ist alles doch anders verlaufen. Es und es war wirklich ein bisschen zu viel des Guten. Immer neue Wendungen, neue Personen, neue Gegner und deren Gegner, der Rat (wurde vorher darüber gesprochen?) und die Präsidentin, die zum Schluss mit dem schmutzigen Wasser aufgetaucht ist. Es war einfach too much. Aber darüber habt ihr hier schon geschrieben.

Was mich in diesem Abschnitt aufgewühlt hat, war die Szene aus Bryson Building mit Margaux Morel, Hastings und den beiden Präsidenten, wie sie dem steigenden Wasser und darin ertrinkenden Menschen zusehen (EBook Seite 389):

„Und die stehen hier oben und sehen dabei zu. Wie die Passagiere der ersten Klasse auf ihren Rettungsbooten. Sie, die es entschieden haben – es zu verantworten haben. Weit genug weg, in Sicherheit, hinter zentimeterdickem Panzerglas.“

Da musste ich schlucken.

Aber es hat mir gefallen, dass diejenigen Marin, die wie Efrail zu gefühllosen „Kampfmaschinen“ ausgebildet wurden, konnten doch Gefühle entwickeln und danach handeln.

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Leia Walsh kommentierte am 30. September 2020 um 11:44

Dies alles erinnert mich auch an die Vergangenheit. Also "unsere". Da wurden auch "Eliteeinheiten" ausgebildet und zugesehen, wie Massen an Menschen starben ... Kein Virus, aber Giftgas. 

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Buffy1999 kommentierte am 20. September 2020 um 20:14

Maja hat es jetzt also bei Efrail herausgefunden, was er ist. Aber selbst Efrail ist bei ihr nicht absolut sicher, obwohl sie andere ausschalten kann. 

Jetzt mal was von den Marins selbst zu lesen, war sehr interessant. Der Spannungsaufbau beim Ultimatum war echt klasse. Auch wie es die Menschen beim Film mitbekommen haben. In der Spannung von „Die Vögel“ kommen die Leichen aus dem Wasser. 

Ich glaube, Efrail ist jetzt auch ein bisschen von seiner eigenen Gattung enttäuscht, weil sie Sex untersagt haben. 

Majas Mutter war echt ein Genie. Nur ihren eigenen Tod konnte sie nicht überlisten. Am Ende ist so viel auf einmal passiert. Das ging ja Schlag auf Schlag. 

Mir gefiel die Geschichte richtig gut.

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Gina1627 kommentierte am 20. September 2020 um 21:40

Wow, was war das noch für ein irrer und spannender letzter Leseabschnitt!

Ich fand den Thriller durchweg fesselnd und bin richtig begeistert von ihm.

Leider muss man sagen, dass es nicht nur machtbesessene und manipulative Menschen gibt, sondern auch solche bei den Marin. Zuerst habe ich sie in der Rolle der Opfer gesehen, die sich gegen die Umweltverschmutzung und Verseuchung ihres Lebensraumes wehren wollen, doch jetzt im letzten Drittel hat sich durch Saul und seinen Mitstreitern ein ganz anderes Bild von ihnen bei mir aufgetan.

Ob es nach dem offenen Ende noch eine Fortsetzung geben wird? Was passiert jetzt nach all dem Leid mit den Menschen und Marin? Maja hat das Gegenmittel für den Erreger in sich. Ob sie jetzt einen Impfstoff herstellen werden? Wird aus  Maja und Efrail ein Paar? Ob Maja und Sofie sich wiedersehen werden? Wer ist eigentlich Janus, den Saul als Gegenleistung haben wollte?

Majas und Efrails Flucht nach Paris fand ich spannend geschrieben, genauso wie die Suche nach Patricias Unterlagen und der Offenbarung, was dahinter steckt. Efrails Entsetzen über das Doppelleben von Saul und das er noch lebt konnte ich voll spüren. Er hinterfragt alles, was er bisher in seinem Leben gemacht hat. Kein Wunder, dass da Wut aufkommt. 

Das Maja und er Gefühle füreinander entdecken war für mich eigentlich schon klar. 

Endlich erfährt man auch, wie Maja entstanden ist. Bei all dem, was Patricia gemacht hat, kann ich nur den Kopf schütteln. Sie ist so eine kaltblütige und berechnende Frau, die jeden hintergangen hat. Irgendwie habe ich aber nicht damit gerechnet, dass Robert derjenige ist, der hinter ihrer Ermordung steckt. 

Zum Abschluss kann ich nur sagen, dass das Buch für mich eine große Sogwirkung beim Lesen hatte!

 

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Chuckipop kommentierte am 21. September 2020 um 09:12

Tja, letztendlich wurde Robert von der guten alten verletzten Eitelkeit getrieben, Patricia zu ermorden - obwohl mich das auch überrascht hat!

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florinda kommentierte am 21. September 2020 um 20:30

Ich hatte es eigentlich eher so verstanden, dass Robert mitbekam, dass Patricia es NICHT zum Krieg mit den Marins kommen lassen wollte - es war ja auch ein ziemliches Hinundher auf verschiedenen Ebenen am Ende! - und dass dies an erster Stelle der Entscheidung, dass sie sterben müsse, stand, und dass ihre Beziehungsprobleme nur das I-Tüpfelchen waren...

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 389 bis Ende
Chuckipop kommentierte am 22. September 2020 um 08:45

Ja schon, aber ich glaube er hätte es verhindert und einen anderen Weg gesucht, wenn nicht sein immer wieder verletzter Stolz gewesen wäre...

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 389 bis Ende
Chuckipop kommentierte am 21. September 2020 um 09:26

Ich habe den dritten Leseabschnitt am Samstag beendet und musste erst mal kurz alles sacken lassen...Nach wie vor fand ich die Lektüre spannend und flüssig und ich wollte zu jedem Zeitpunkt dringend wissen, wie es weitergeht.

Was mich zum Ende hin etwas genervt hat waren die vielen Irrungen und Wirrungen, tot, nicht tot, ach jetzt doch tot, oder nicht?!
Von den politischen Verwicklungen habe ich ehrlich gesagt schon einiges wieder vergessen, auf jeden Fall war es schon krass, wie die Marin den Menschen erstmal gezeigt haben, was sie für Möglichkeiten haben, einen Krieg zu führen...

Einige Fragen blieben offen, und ich hoffe auf eine Fortsetzung, in dem wir mehr über die Marin als solche und ihre Lebensweise erfahren, außerdem, ob der Impstoff "aus Maja" gewonnen werden kann und wie es mit Sophie weitergeht - werden sich die beiden Fast-Schwestern bald wiedersehen? Und wie geht es mit Maja und Efrail weiter? Eine Marin- untypische Liebesgeschichte?

Die Protagonisten waren alle gut durchdacht und sehr prägnant, aber Sympathie entstand nicht so sehr...Maja mochte ich und fand sie spannend wegen ihrer "Andersartigkeit", Robert war an sich auch ein guter Kerl, wurde nur schließlich von seinen verletzten Gefühlen getrieben - Patricia hat definitiv den Bogen überspannt!!

Über Sophie hätte ich gern noch mehr erfahren, und auch Efrail fand ich ganz cool, er hat sich doch nicht als der Böse entpuppt, für den ich ihn die ganze Zeit gehalten hatte.

Menschen wie Patricia, die über Leichen gehen für ihre eigenen Interessen, gibt es leider immer und überall. Die Kombination Macht, Geld und Korruption wird wohl niemals aussterben...aber dass sie sogar an sich selbst experimentiert hat, ist schon sehr sehr abgebrüht...

 

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florinda kommentierte am 21. September 2020 um 20:32

"Die Kombination Macht, Geld und Korruption wird wohl niemals aussterben"
Das befürchte ich auch!
 

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Chuckipop kommentierte am 22. September 2020 um 00:12

...dann doch lieber Sex, Drugs and Rock 'n Roll ;)

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topper2015 kommentierte am 24. September 2020 um 08:16

Ich stimme deiner Meinung und deinen Einschätzungen zu. Ich mochte an dem Buch vor allem, dass es nicht vorhersehbar war. Zumindest für mich nicht :D Über den Punkt mit den Sympathien gegenüber den Figuren musste ich eine Weile nachdenken, denn du hast Recht. Ich denke aber auch, dass das Buch nicht dazu geschrieben wurde eine "Bindung" mit den Figuren aufzubauen, sondern man muss sich nicht immer mit einer Figur identifizieren können, um etwas aus einem Buch mitzunehmen. Ich nehme für mich aus dem Buch mit, dass ich NICHT so sein oder werde möchte, wie die Figuren aus dem Buch. :D Trotzdem war es für mich ein Lesevergnügen. :)

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Chuckipop kommentierte am 24. September 2020 um 17:25

Du hast völlig recht, man muss nicht immer Sympathien für die Protagonisten entwickeln. Aber meist tut man es, und hier war es eben anders. Darum hatte ich das erwähnt, aber das sollte keineswegs einen negativen Touch haben.

Ich finde das Buch absolut großartig! :o)

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topper2015 kommentierte am 25. September 2020 um 17:08

Ich hab es auch nicht negativ wahrgenommen. :)

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topper2015 kommentierte am 23. September 2020 um 18:01

Woah, ich habe soeben den letzten Teil gelesen und das Buch beendet und ich muss sagen, DAMIT habe ich nicht gerechnet.

Erstmal muss ich sagen, dass ich es super finde, dass fast alle Fragen, die bei mir noch offen waren, beatwortet wurden, z.B. wie Maja entstanden ist, was es mit dem Schlafwandeln auf sich hat oder wer Patricias Tod in Auftrag gegeben hat. Lediglich eine Frage ist noch ungeklärt geblieben, nämlich was es mit Majas verstorbenen Zwillingsbruder auf sich hat. Ich weiß, dass es noch im Mutterleib verstorben ist und nie geboren wurde, aber warum war dieses Detail wichtig, wenn es nicht noch mal aufgegriffen wird? Oder habe ich da einfach was verpasst? Ach und mir fällt noch ein, dass nicht weiter auf Sofies Ankunft eingegangen wurde. Haben sie und Theo überlebt? Sind sie quasi die letzten überlebenden Menschen?

Dass die Marin ihre Drohung, die Menschheit auszulöschen, wahr machen, hätte ich nicht gedacht. Das war echt noch ein spannendes und vor allem unerwartetes Ende!

Sprachlich gesehen war ich hin und weg von dem letzten Kapitel. Die Art und Weise, wie Anne Freytag den Aufwachprozess von Maja beschreibt ist abolut gelungen und ein wahrer Augenschmaus. :D Mich würde noch interessieren, ob es eine Fortsetzung gibt, denn durch das Ende wurden neue Fragen aufgeworfen: Hat Efrail oder Saul überlebt, wie geht es auf der Erde und mit den Marin weiter, usw. Ich bin gespannt, ob da noch eine Fortsetzung kommt oder nicht

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Chuckipop kommentierte am 24. September 2020 um 06:57

Das mit dem Zwillingsbruder war vermutlich lediflich ein Indiz für eine künstliche Befruchtung, damit der Leser schön rätseln und spekulieren konnte...

Und da sich das ja dann als wahr herausgestellt hat und wir wissen, dass er tot ist, war seine Rolle erfüllt.

Habe ich zumindest so aufgefasst.

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topper2015 kommentierte am 24. September 2020 um 08:11

Das kann gut sein. Klingt auf jeden Fall plausibel :D

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Worttaenzerin kommentierte am 24. September 2020 um 13:38

Mist, ich hatte meinen Beitrag in der falschen Kategorie gepostet. Zweiter Versuch. 

 

Der letzte Abschnitt hat die Spannung noch mal gehoben. Es war sehr actionreich und gerade am Ende gab es unzählige Wendungen. Stellenweise war es mir dann auch etwas zu viel des Guten. Sauls Rolle fand ich aber sehr gelungen. Ich hätte mit der Wendung, dass er doch auf der "Guten" Seite ist nicht mehr gerechnet. Aber mit der Präsidentin etc. war es schon sehr verwoben. Und auch wer denn jetzt wen mit was beauftragt hat. Wer hat denn jetzt z.B. Stein umgebracht? Der Rat? Da fand ich es sehr schade, dass er am Ende nur einmal nebenbei erwähnt wird. 

Patricia ist mir irgendwie etwas symphatischer geworden, dadurch das sie sich doch so sehr dafür eingesetzt hat, dass Maja das Gegenmittel findet. Das mit dem Blut war ziemlich schlau. Auch wenn das viele Fehler die sie zuvor gemacht hat und die Skrupelosigkeit nicht besser macht.

Ziemlich unnötig fand ich die ganze Geschichte rund um Theo und Sofie. Wofür gab es die Charaktere überhaupt? Sie haben nicht zur Handlung beigetragen und meiner Ansicht nach auch nicht zu irgendeiner Charakterentwicklung. Das sie entführt wurde hat Robert ja jetzt auch nicht sonderlich aus dem Konzept gebracht.

Insgesamt hat mir der Roman und auch vor allem die Message dahinter gefallen. Es ist ein aktuelles und wichtiges Thema und regt auch nochmal zum Nachdenken an. Außerdem ist es mal etwas Neues und eine andere Art von Thriller. 
Trotzdem ist er in meinen Augen noch ausbaufähig, da ich z.B. Sofies Storyline nicht gebraucht habe und auch die vielen Szenen zwischen Robert und Patricia nicht. Stattdessen hätte ich mich gefreut, mehr über Maja oder auch Efrail zu erfahren. 

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Chuckipop kommentierte am 25. September 2020 um 09:56

Ich denke, Sofie sollte anfangs für etwas mehr Verwirrung sorgen wegen der Familienverhältnisse von Patricia und Maja.

Und desweiteren sollte ihr Fehlen vermutlich zeigen, dass Maja durchaus enge Bindungen und Gefühle hat. Zumal anfangs ja auch noch nicht klar war, wer oder was Maja tatsächlich ist, durch Sofie wurde evtl länger vermutet, dass Maja ein "normaler Mensch" ist...

Und Theo ist halt ihr Mann, sie sollte wohl nicht allein verreisen ;)

Zumindest habe ich das so aufgefasst und irgendwie auch immer mitgebangt, was mit Sofie Sache ist.

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Martinchen kommentierte am 28. September 2020 um 21:44

Am Schluss gibt es noch einiges, was für mich nicht ganz eindeutig ist und einige Fragen offen ließ. Möglicherweise habe ich aber auch das eine oder andere nicht ganz durchdrungen oder zu schnell gelesen.

Hier erinnere ich mich an Patricias letzte Worte: "Du kannst niemandem trauen, sie stecken alle mit drin." Jeder spielt offensichtlich ein eigenes Spiel, viele ein doppeltes.

Insgesamt hat mir die Story gut gefallen,

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Leia Walsh kommentierte am 30. September 2020 um 11:07

Mit diesem Abschnitt habe ich mich schwer getan. Darum hat sich das so lang gezogen. Ich konnte irgendwie nicht dranbleiben. Die Story hat mich immer wieder verloren.

Ja, gut, es gab einige gute Wendungen, aber ein paar Dinge waren mir auch zu weit hergeholt. Gerade die Wandlung von Robert - nee, so echt ist das nicht.

Mir kam im letzten Abschnitt auch zu wenig Maja vor. Klar, das gehört zum Stilmittel, aber ... na ja, ist halt nicht so gut bei mir angekommen.

Jetzt muss ich das alles noch ein bisschen verarbeiten, dann folgt die Rezension. Schlecht war die Idee ja gar nicht und die Umsetzung bis zu einem gewissen Punkt auch richtig gut. Vielleicht gefällt mir auch nur nicht, dass es am Ende außer Hass auf beiden Seiten nix gibt. 

Wenn man weiterdenkt, ist nur Waffenstillstand, beide Seiten werden sich erholen und dann geht es von vorne los. Frieden ist ja eindeutig nicht. Ich befürchte sogar, dass ein Folgeband kommen wird. Maja ist ja nach wie vor das Bindeglied.

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