Leserunde

Leserunde zu „Das Damengambit" (Walter Tevis)

Das Damengambit -

Das Damengambit
von Walter Tevis

Bewerbungsphase: 13.05. - 27.05.

Beginn der Leserunde: 03.06. (Ende: 24.06.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des Diogenes Verlags – 20 Leseexemplare von „Das Damengambit" (Walter Tevis) zur Verfügung. Eine Leseprobe zum Buch findet ihr hier.

Wenn ihr eines der Leseexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch. 

ÜBER DAS BUCH:

Mit acht entdeckt Beth Harmon im Waisenhaus zwei Möglichkeiten, der harten Realität zu entfliehen: die grünen Beruhigungspillen, die den Kindern täglich verabreicht werden. Und Schach. Das Mädchen ist ein Ausnahmetalent und gewinnt Turnier um Turnier, mit 16 spielt sie gegen lauter erwachsene Männer um die US-Meisterschaft. Ihr Weg führt steil nach oben, doch bei jedem Schritt droht der Abgrund von Sucht und Selbstzerstörung. Denn für Beth steht viel mehr auf dem Spiel als Sieg und Niederlage.

ÜBER DEN AUTOR:

Walter Tevis (1928–1984) studierte nach seinem Militärdienst im Zweiten Weltkrieg Literatur an der University of Kentucky und arbeitete lange Jahre als Lehrer und Universitätsdozent, ehe er freier Schriftsteller wurde. Er ist der Autor von sechs Romanen, von denen mehrere hochkarätig verfilmt wurden (›Die Haie der Großstadt‹ mit Paul Newman, ›Die Farbe des Geldes‹ mit Tom Cruise, ›Der Mann, der vom Himmel fiel‹ mit David Bowie). Nach dem weltweiten Erfolg der Netflix-Serie ›Das Damengambit‹ mit Anya Taylor-Joy wird sein Werk wiederentdeckt.

26.06.2021

Thema: Lektüre, Teil ll; Seite 145 bis 290

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Dorothea Esser kommentierte am 11. Juni 2021 um 09:44

Ich finde es so spannend zu verfolgen, was Beth für eine Entwicklung hinlegt!

Die Befürchtung, dass in dem Adoptivelternhaus etwas nicht stimmt hat sich bestätigt, der Ehemann ist abghauen. Und obwohl Mrs. Wheatley sicher keine optimale Mutter für Beth ist, kommen sie doch miteinander zu recht. Nachdem Mrs. Wheatley erkennt, was Beths Schachtalent einbringen kann, beginnt sie sogar sie aktiv zu unterstützen. Letztendlich kommt es natürlich mehr einem Ausnutzen gleich, doch da Schachspielen letztendlich das Einzige ist was Beth interessiert, kommt sie damit klar. Doch selbst Beth denk ja z.B., dass man sie wahrheitsgemäß in der Schule entschuldigen sollte statt Krankheiten zu erfinden, da ist sie Mrs. Wheatley von ihrer Einstellung her schon voraus.

Sie sammelt jetzt echte Turniererfahrungen und muss natürlich auch ab und zu mit Drucksituationen und Niederlagen klarkommen. Das fällt ihr immernoch sehr schwer. Leider hat sie immernoch leichten Zugang zu den Beruhigungspillen und dann entdeckt sie auch noch Alkohol für sich. Es gibt da eine Stelle nach einer Party, sie wacht alleine in der Wohnung auf und darf sich ruhig dort noch etwas aufhalten. Sie macht sauber und fängt dann mit "ernsthaftem trinken" an. Da habe ich wieder Sorge gehabt, dass sie denkt den Alkohol wirklich zu brauchen. Zum Glück merkt sie aber sowohl bei den Pillen, wie auch beim Alkohol, dass sie danach nicht mehr klar denken kann, so dass sie genau weiß, dass sie das vor oder während Turnieren nicht tun sollte.  

Ihre Entwicklungen im Schachspiel haben mir am Besten gefallen. Sie tut sich einmal mit Beltik für einige Zeit zusammen und später mit Watts. Beides Spieler, die sie übertrumpfen konnten, doch sie lernt so intensiv mit ihnen und von ihnen, dass sie sie bald im Schlaf schlagen kann. Diese Verbesserung ihrer Leistungen finde ich enorm und ich bin so gespannt darauf wie sie sich jetzt international und natürlich besonders gegen die Russen behaupten können wird.

Jetzt gehts ins Finale und danach werde ich mir wohl auch die Serie ansehen. :)

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Magnolia-sieben kommentierte am 13. Juni 2021 um 21:31

"Und obwohl Mrs. Wheatley sicher keine optimale Mutter für Beth ist, kommen sie doch miteinander zu recht."

Das hat mich echt gewundert, dass sie sich beide akzeptieren. Ursprünglich hatte ich befürchtet, dass Beth lieber ins Heim zurückgeht, als bei Mrs. Wheatley zu bleiben. Aber so ist es mir natürlich lieber, die zwei kommen sich näher. Gut so.

"Leider hat sie immernoch leichten Zugang zu den Beruhigungspillen und dann entdeckt sie auch noch Alkohol für sich."

Und hier ist ihre Mutter, wie Beth Mrs. Wheatley jetzt manchmal nennt, verantwortlich. Die Pillen liegen so rum und ihr erstes Bier bekommt Beth von ihr - verantwortungslos. Aber die Wheatley ist wohl öfters im Delirium. 

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medsidestories kommentierte am 17. Juni 2021 um 16:22

Ich glaube nicht, dass Mrs. Wheatley dazu in der Lage ist für Beth oder für irgendjemanden eine klassiche Mutterrolle zu übernehmen. Dazu ist sie selbst zu sehr nervlich angeschlagen. Trotzdem gefällt mir das Verhältnis der beiden unglaublich gut. Ich finde es so interessant zu lesen, wie sich zwei so angeschlagene Frauen gegenseitig Halt geben. Ich würde sagen Mrs. Wheatley ist eine sehr unkonventionelle Form von Mutter, aber eben doch eine Mutter für Beth. 

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lillywunder kommentierte am 17. Juni 2021 um 22:37

Ich habe beim Lesen keine Serienfigur von Mrs. Wheatley vor Augen, aber beim Lesen kommt es mir so vor als wären es nicht nur Alkohol und Drogen, sondern als würde der Autor hier einen ganz gegensätzlichen Charakter zeichnen, beziehungsweise ein anderes Frauenbild... Mrs. Wheatley wirkt sehr kindlich, naiv, gutmütig, arglos, während Beth zielstrebig, genial, logisch ist... Und dennoch ist Mrs. Wheatley ja auch wieder anders als die Mädchen als dem Apple Pi Club, mit denen Beth nichts anfangen kann, vielleicht hat es auch etwas mit Verletzlichkeit und Aufrichtigkeit zu tun, die Beth bei Mrs. Wheatley findet... Das hat sie ja auch bei den Schachspielern sehr zu schätzen gewusst, wenn die mal für einen Moment ihre Coolness vergessen haben und ehrlich über Fehler oder Sorgen geredet haben...

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dj79 kommentierte am 16. Juni 2021 um 21:14

Jetzt gehts ins Finale und danach werde ich mir wohl auch die Serie ansehen. :)

Ich glaube, das werde ich auch machen. Man hört und liest (hier) ja nur Gutes darüber. Der Roman ist dermaßen interessant, dass ich mich zusammenreißen muss, nicht sofort die Serie zu schauen.

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gagamaus kommentierte am 19. Juni 2021 um 16:54

Ich habe nach dem Ende mit der Serie angefangen. Ist zumindest am Anfang sehr nah am Buch dran.

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MariePraun kommentierte am 13. Juni 2021 um 19:48

Bis jetzt habe ich es auf jeden Fall noch nicht bereut zuerst die Serie gesehen zu haben und nun erst das Buch zu lesen. Die Serie orientiert sich wirklich sehr nahe an der Story des Buches und ich finde Ann Taylor-Joy ist die perfekte Beth! Ich kann es nur jedem ans Herz legen einen Blick in die Serie zu werfen, da es eine wirklich meisterhafte Adaption ist.

Aber jetzt kurz zum zweiten Teil des Buches: Das der Leser hier wirklich lebhaft mitbekommt, wie Beth ihren Weg vom Weisenhaus bis zu den Adoptiveltern geht und immer erwachsener wird finde ich klasse. Auch die Schachspiele (obwohl ich keine Ahnung von Schach habe) sind immer so mitreisend beschrieben, dass man gar nicht anders kann als mitzufiebern. Interessant finde ich auch, dass hier die zwei Themenfelder Drogen & Alkohol durch die Geschichte hinweg sehr präsent sind und damit ja irgendwie auch die schlimmsten Befürchtungen, die man mit dem Sozialsystem hat, bestätigt werden. Der Ehemann möchte eigentlich kein Kind, aber tut es der Frau, die stark Alkohol abhängig ist, zu liebe. Und Mrs. Wheatley fängt an Beth auszunutzen, sobald sie ihr Talent im Schach sieht. Dennoch sieht man an ihr Züge die wirken, als würde sie Beth ernsthaft mögen. Mir gefällt es auch sehr gut, dass Beth zwar eine immer bessere Spielerin wird, aber dennoch nicht immer gewinnt und aus ihren Niederlagen lernt.

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Magnolia-sieben kommentierte am 13. Juni 2021 um 21:35

"Interessant finde ich auch, dass hier die zwei Themenfelder Drogen & Alkohol durch die Geschichte hinweg sehr präsent sind "

Liegt es daran, dass die Erstausgabe 1983 war und die Gesellschaft mir Drogen und Alkohol lockerer umgegangen ist? 

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PeWie kommentierte am 14. Juni 2021 um 22:37

Ich hatte eher den Eindruck das der Ehemann schon länger weg wollte weil die Ehe keine mehr war. An der Adoption hat er sich beteiligt damit seine Frau nicht allein ist und er kein schlechtes Gewissen haben muss. Er scheint kein unangenehmer Mensch zu sein sondern eher überfordert.

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dj79 kommentierte am 16. Juni 2021 um 21:27

Bezüglich der Überforderung stimme ich voll zu. Vermutlich wäre ich mit einem Partner, der ständig Beruhigungsmittel schluckt und dann auch noch Mengen an Alkohol konsumiert ebenfalls überfordert. Damit könnte ich nicht umgehen. Deshalb verstehe ich es gut, dass er seine Ehefrau und das Ganze drumherum hinter sich lassen will.

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lillywunder kommentierte am 17. Juni 2021 um 22:41

Also wie Mr Wheatley mit Beth am Telefon gesprochen hat, fand ich höchst unangenehm, überhaupt keine Empathie, scheinbar keine Gefühle. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob im Buch gesagt wird, seit wann Mrs. Wheatley die Pillen und Alkohol konsumiert, ich hatte es eher mit der gescheiterten Ehe in Zusammenhang gebracht...

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dj79 kommentierte am 16. Juni 2021 um 21:21

Mrs. Wheatley fängt an Beth auszunutzen, sobald sie ihr Talent im Schach sieht. Dennoch sieht man an ihr Züge die wirken, als würde sie Beth ernsthaft mögen.

Ich glaube wir haben hier eine Win-Win-Situation. Nach meiner Wahrnehmung hat Mrs. Wheatley finanzielle Probleme, was mich bei dem Alkoholkonsum nicht wundert. Beth möchte unbedingt Schachtourniere spielen. So kommt Alma Wheatley Mal raus, kann auswärts Essen mit dem Flieger anreisen, Dinge, die sie sich ansonsten nicht leisten könnte. Beth bekommt ihre Tourniere und in Sachen Erziehung eine lange Leine. Ich finde auch, dass die beiden eher eine freundschaftliche Beziehung haben, als eine Mutter-Tochter-Beziehung. 

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medsidestories kommentierte am 17. Juni 2021 um 16:27

"Und Mrs. Wheatley fängt an Beth auszunutzen, sobald sie ihr Talent im Schach sieht. Dennoch sieht man an ihr Züge die wirken, als würde sie Beth ernsthaft mögen."

Das habe ich ganz anders gelesen. Ich glaube nicht, dass Mrs. Wheatley Beth im klassichen Sinne ausnutzt. Sie hat keine schlechten Absichten, sie ich bloß in Geldnot. Schließlich spielt die Geschichte in den Sechzigern und Mrs. Wheatley ist eine alkholkranke Hausfrau. Sie muss einen Haushalt führen und hat quasi keine Einnahmequelle. Beth will nichts mehr als Schachzuspielen und Mrs. Wheatley braucht Geld. Das ist eine Win Win Situation. Außerdem ist der Anteil, der Siegprämien, um den sie sie bittet überhaupt nicht hoch. In der Serie ist diese Szene übrignes noch etwas anders und damit deutlicher dargestellt worden. Da sagt Mrs. Wheatley sinngemäß zu Beth "Ob du mir 10% abgeben könntest?" und Beth erwidert "Wie wäre es mit 15%."

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lillywunder kommentierte am 17. Juni 2021 um 22:42

Als Ausnutzen habe ich es auch nicht empfunden... Sie freut sich ehrlich für Beth, ist stolz und ich denke, sie freut sich auch, dass sie Geld verdient...

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Magnolia-sieben kommentierte am 13. Juni 2021 um 22:05

Nicht zu glauben, "Das Damengambit" liest sich weg wie nix. Ich blicke zwar durch diese beschriebenen Züge in keinster Weise durch und trotzdem lese ich es gerne. Nie habe ich das Gefühl, mich hier zu langweilen oder das total falsche Buch zu lesen. Hut ab vor dem Autor.

Zunächst mit Pillen, dann mit Bier und nem Joint fühlt sich Beth allmählich wohler. Schon erschreckend, wie sie bereits als 8jährige damit angefangen hat. Es ist wohl ihrer Intelligenz geschuldet, dass sie sich zunächst die Pillen aufgespart und dann als erste Droge sozusagen geziehlt eingesetzt hat. Jetzt, 17jährig, gibt sie sich ab und zu ganz schön die Kante. Kann aber doch bei wichtigen Turnieren widerstehen - meistens zumindest. Wohin das noch führen mag? Da bin ich sehr gespannt. 

Mrs. Wheatley und Beth werden immer mehr ein Team, was das reisen angeht. Sie lassen es sich von den Preisgeldern gut gehen, was durchaus legitim ist. 

"Alles, was in ihrem Leben von Bedeutung war, hatte sie allein gelernt." (S. 195) Das Wichtigste davon war das Schachspiel an sich. Sobald sie damit in Berühung kam, war sie infiziert und es gab für Beth kein Zurück mehr. Wenn man bei den Besten dabei sein will, braucht es neben Fleiß und Intelligenz auch das nötige Talent dazu. Und all das bringt Beth mit, sie brennt nur für diese eine Sache. Als sie nach der Studentenparty alleine in der Wohnung war, war sie um einige Erfahrungen reicher. Sex, Bier, Wein, Lippenstift, Musik hören - all das war vorher nicht oder wenig da und jetzt kam alles geballt auf sie zu. 

Paris steht an und ich denke, dass sie auch nach Russland fliegen wird (mit Benny?). 

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dj79 kommentierte am 16. Juni 2021 um 21:35

Dass zum Schachspielen auch Disziplin, Ausdauer und Strategie gehören, musste Beth erste lernen. Mit Benny hat sie den perfekten Lehrer. Er ist ziemlich penetrant mit seiner Vorgehensweise, pausiert wird erst, wenn auch ordentlich geschufftet wurde. So entwickelt sich auch für Beth Schach vom reinen Spaß zur ermattenden Arbeit. Nachdem sie gemerkt hat, was ihr das Lernen, Üben, Hinterfragen bringt, ist die Einsicht der Notwendigkeit da.

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medsidestories kommentierte am 17. Juni 2021 um 16:29

Glaube auch, dass Benny Beth nochmal auf ein ganz neues Niveau gehoben hat! Beth war vorher mehr eine rauschhafte Spielerin, jetzt ist sie auch Strategin und damit doppelt gefährlich!

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gagamaus kommentierte am 19. Juni 2021 um 16:56

Mich berührt, wie allein das Mädel ist. Und dass sie keine Familie und keine wirklichen Freunde hat. Liebesbeziehungen, aber die sind auch nicht so richtig gut für sie. Eigentlich sind es Schachbeziehungen mit Sex. Keiner kommt ihr richtig nahe außer es geht über das Schach. Und ihr Umgang mit Suchtmitteln wird immer beängstigender.

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Morgenschnecke kommentierte am 14. Juni 2021 um 22:16

Beth gilt nun nicht mehr als ein Wunderkind, diese Entwicklung finde ich ganz interessant. Sie muss nun einsehen, dass es durchaus harte Gegner gibt und sie nicht jeden mühelos wegfegen kann. Aber sie lernt schnell und hat, trotz Alkohol und Pillen den Ehrgeiz besser zu werden.

Den extremen Bierkonsum finde ich wirklich befremdlich, ich verstehe einfach nicht was es ihr bringt. Bis auf die Szene im Haus, in der sie einsieht, daß sie jetzt ganz alleine ist, sich einsam fühlt und komplett ab- oder ausschalten will. Der Wechsel zurück zum Schachgenie geschieht mühelos, eine wirklich extreme Persönlichkeit.

Sie saugt das Schachwissen auf und wenn jemand ihr nichts mehr beibringen kann, zieht sie weiter und sucht nach der nächsten Wissensquelle.

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lillywunder kommentierte am 17. Juni 2021 um 22:44

Interessant fand ich auch die Szene, in der sie selbst gegen ein solches Wunderkind spielt und plötzlich merkt, wie sich das anfühlt..

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siwu04 kommentierte am 15. Juni 2021 um 14:51

Die Entwicklung im Schach ist wirklich sehr gut beschrieben! Ich finde es interessant, wie sie sich damit auseinandersetzt und sich auch teilweise von den Pillen und dem Alkohol fernhält.

Die Beziehung zwischen ihr und Mrs. Wheatley kann ich nicht einschätzen. Von außen her habe ich das Gefühl, dass sie eigentlich nicht sehr gut ust, aber wie Beth von ihr redet, haben sie wohl doch ein engeres Verhältnis.

Jetzt gehts ins Finale und danach sehe ich mir die Serie an!

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Lenchen2707 kommentierte am 17. Juni 2021 um 01:39

Ich finde es auch gut, dass ihre Sucht ebenfalls ihre Höhen und Tiefen hat, ich kenne mich damit nicht wirklich aus, aber wie auch im Leben, halte ich es für realistisch. 

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siwu04 kommentierte am 17. Juni 2021 um 07:28

Da stimme ich dir zu, es ist sehr nachvollziehbar und das macht es so gut.

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labbelman kommentierte am 17. Juni 2021 um 09:35

Ich glaube auch, dass das Suchtverhalten sehr real beschrieben ist. Beth verhält sich in dem Punkt auch deutlich erwachsener und kontrollierter als ihre Adoptivmutter. Und mal ehrlich: wenn man unter solchem Leistungsdruck steht wie sie, dann kann ich das sogar nachvollziehen, dass man Hilfe in solchen Mitteln sucht...

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Lenchen2707 kommentierte am 17. Juni 2021 um 20:22

Das stimmt in bestimmten Sport/Freizeit Bereichen ist das heute ja ebenfalls noch oft der Fall. 

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gagamaus kommentierte am 19. Juni 2021 um 16:57

Es gibt ja das Krankheitsbild "Quartalssäufer". Daran erinnert sie mich. Sie kann lange ohne Leben aber dann kommt es wieder zu Exzessen.

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Lenchen2707 kommentierte am 19. Juni 2021 um 18:07

Ja das stimmt mich hat es ein wenig an Frustfressen erinnert.

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Morgenschnecke kommentierte am 20. Juni 2021 um 11:46

Ja, ich musste auch an die sog. funktionierenden Alkoholiker denken.
Nach außen scheint alles in Ordnung, deswegen fällt die Sucht auch nicht auf. 

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lillywunder kommentierte am 20. Juni 2021 um 16:20

Ich finde es irgendwie krass, wie Beth ihre Pilleneinnahme reguliert, also wie sie da je nach Situation mal 2 und mal 5 Pillen einnimmt und sich dann wieder zwingt, es ohne Pille durch die Nacht zu schaffen, quasi als Expertin ihrer eigenen Sucht und ihres Körpers...

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milkshake kommentierte am 16. Juni 2021 um 14:14

Mir ist im zweiten Abschnitt besonders aufgefallen (und das wurde später nochmal explizit gesagt), dass die Rollen von Beth und Alma vertauscht sind. Beth ist die Erwachsene, die sich kümmert und das scheint ihr auch sehr zu gefallen und tatsächlich beobachtet man so ein Muster recht häufig bei Kindern/Jugendlichen, die früh erwachsen werden mussten. Ich finde das aber insofern nicht bedenklich, als dass sowohl Beth und Alma etwas davon haben, denn die Beziehung basiert eher auf Geben und Nehmen und einer oberflächlichen Sympathie, nicht aber auf persönlicher Wertschätzung. Aber dennoch profitieren beide davon, sind weniger einsam. Im ersten Moment ist es natürlich unfassbar, wie sehr Mrs. Wheatley Beth ausnutzt, aber da Beth sich gern dazu bereit erklärt hat, ihr "Provsision" (!) zu zahlen und somit auch  wieder über diesen Teil ihres Lebens die Kontrolle hat, nimmt das dem Ganzen ein wenig das Absurde. 

Da wir Leser Beth nie so gänzlich nah kamen, fand ich es sehr schön zu lesen, dass ihr die Beziehung zu Mr. Shaibel anscheinend wirklich etwa bedeutet hat. Denn als sie den Zeitungsartikel über sich liest und ihren ersten Schachtrainer mit keinem Wort erwähnt sieht, ist sie damit überhaupt nicht einverstanden. Das ist nur eine winzige Information, die man leicht überlesen kann, war für mich aber dennoch bedeutsam. 

Was mir außerdem positiv aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass dem Autor sehr wichtig war darauf zu beharren, dass es keine Rolle spielen sollte, dass Beth weiblich ist. Gerade zur heutigen Zeit, in der der Feminismus eine riesen Trendwelle ausgelöst hat (und sich manchmal selber aus den Augen verliert), ist es doch einfach schön zu lesen, dass das auch damals Vorausdenkende gab. Das gleiche fiel mir in Bezug auf Jolene auf. Jolene ist hier kein Mittel zum Zweck, um über Rassismus aufzuklären, im Gegenteil. Ihre Hautfarbe spielt überhaupt keine Rolle und sie wird nicht als typisches Opfer inszeniert, sondern verkörpert für Beth das Ideal einer emanzipierten und schönen jungen Frau. Hut ab dafür!

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Magnolia-sieben kommentierte am 16. Juni 2021 um 21:44

"sehr schön zu lesen, dass ihr die Beziehung zu Mr. Shaibel anscheinend wirklich etwa bedeutet hat. Denn als sie den Zeitungsartikel über sich liest und ihren ersten Schachtrainer mit keinem Wort erwähnt sieht, ist sie damit überhaupt nicht einverstanden. Das ist nur eine winzige Information, die man leicht überlesen kann, war für mich aber dennoch bedeutsam."

Den gleichen Gedanken hatte ich auch beim Lesen, da war mir Beth sehr sympathisch. Ich mag sie sowieso und das, was sie aus sich gemacht hat. Sie ist sehr intelligent und bis aufs Äußerste zielstrebig.

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Lenchen2707 kommentierte am 17. Juni 2021 um 01:38

Ja, in der Serie ist ihre Beziehung zu Mr Shaibel noch ein wenig mehr ausgeführt. Aber ich bin mir sicher, dass da noch eine Szene kommt, wo auch das Buch noch Punkten kann.

Ihre formelle Art gefällt mir irgendwie auch gut. Es erinnert mich schon ein wenig an Alma was das strategisch denken angeht und so weiter. 

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Morgenschnecke kommentierte am 17. Juni 2021 um 08:59

Was mir außerdem positiv aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass dem Autor sehr wichtig war darauf zu beharren, dass es keine Rolle spielen sollte, dass Beth weiblich ist.

Für die Schachspieler spielt es keine große Rolle, eher für die aussen Stehenden. Die Reporterin wollte unbedingt darauf ihren Artikel aufbauen. Das ist ja sogar Beth selbst aufgefallen. Ich fand es gut, daß der Autor das noch so betont hat. Beth findet es nicht wichtig, ihre Gegner auch nicht, aber andere wollen daraus eine Geschichte machen.

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labbelman kommentierte am 17. Juni 2021 um 09:32

Ich glaube die Journalistin wollte Beth da wieder in typische Klischeerollen stecken. Das passt nicht zu einer jungen Frau und wenn sie es dann doch macht, dann kann es nur daran liegen, dass sie an den jungen Männern interessiert ist.

Ich finde es wirklich richtig gut wie der Autor das verpackt hat. Ich nehme teilweise gar nicht wahr, was Beth für ein Geschlecht hat, auch bei den anderen Spielern nicht. Da kommt es eher auf die Leistung an.

Alles sehr modern, wo der Autor ja bereits seit Jahren tot ist.

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gagamaus kommentierte am 19. Juni 2021 um 16:58

Es kommt gut durch, wie die Zeit damals war, was die Gesellschaft für Probleme mit intelligenten Frauen hatte. Da hat sich ja Gott sei Dank etwas getan seitdem.

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lillywunder kommentierte am 17. Juni 2021 um 22:49

Das stimmt, dieser Gedanke "ihr bewundert mich nur, weil ich ein Mädchen bin und das kann" ist mir auch positiv aufgefallen, mit Jolene hast du auch recht...

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xx_yy kommentierte am 16. Juni 2021 um 21:00

Mir gefällt das Buch wirklich immer besser. Beth's Fortschritte sind weiterhin faszinierend. Man merkt richtig, dass sie jetzt viel ernster und seriöser an alles rangeht, was mir in ihrer Entwicklung sehr gut gefallen hat.

Mrs. Wheatley's Tod kam für mich ehrlich gesagt etwas unerwartet. Ich habe zwar bemerkt, dass es ihr offensichtlich schlechter geht, jedoch hätte ich nicht direkt damit gerechnet, dass sie stirbt. Jedoch gibt das Beth so natürlich noch mehr Freiheiten auch in Bezug auf ihre Schach-Karriere. Was ich an der Sache am traurigsten fand, war vermutlich Mr. Wheatley's kühle Reaktion. Es war ja schon klar, dass die Ehe der beiden nicht wirklich das war, was wir eine Ehe bezeichnen würden, dennoch wsr ich über das wenige Mitgefühl ein bisschen enttäuscht.

Die Beziehung zwischen Beth und Benny finde ich bis jetzt noch nicht ganz klar. Auf der einen Seite sind sie so distanziert und dann wiederum sind sie doch so eng miteinander. Ich weiß nicht genau, was seine Absichten sind bzw. welche Vorteile er sich durch die Freundschaft mit Beth und seine Hilfe beim Trainieren erhofft.

Nichtsdestotrotz bin ich sehr gespannt darauf, wie das nächste Aufeinandertreffen von Beth und Borgov enden wird.

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dj79 kommentierte am 16. Juni 2021 um 21:45

Ich empfinde sowohl Benny als auch Bethh als Nerds. Beide sind eigentlich Einzelgänger, können sich nicht so richtig binden und echtes Vertrauen fassen. Wenn Beth auf eine Stellung blickt, kommt es mir so vor, als würde sie einen halbwegs bekannten Weg abschreiten, den sie als Ganzes nur so ungefähr kennt, aber wo sie viele markante Punkte kennt, von denen sie zum nächsten Punkt kommt. Es ist, als würde Beth in eine andere Welt abtauchen und die reale Welt würde von ihr ausgeblendet werden.

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Lenchen2707 kommentierte am 17. Juni 2021 um 01:35

Ich glaube das Beth und Benny selber nicht so recht wissen, was sie da tun. Neben all der Kontrolle die sie im Schach haben ist das doch eine der wenigen Sachen die sie eben nicht so wirklich kontrollieren und durchplanen können. Es fehlt ihnen schwer nur auf die Gefühle zu hören und dennoch glaube ich, dass es ihnen teilweise ebenfalls den Kick gibt, wie auch Schach es tut. Aber da ist eben doch noch diese bestehende Bindungsangst bei ihnen beiden, die man ja auch schon durch ihre kühle Art vermuten konnte.. 

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dj79 kommentierte am 16. Juni 2021 um 21:59

Es geht auf gleichem Niveau weiter wie im ersten Leseabschnitt, Respekt, nach diesem Wahnsinnsstart hatte ich schon fast mit einem leichten Hänger erwartet.

Beth Umgang mit Pillen, Alkohol, Joints und mit Sex wirkt noch sehr experimentierfreudig, wenig erwachsen. Sie wirkt hier irgendwie sorglos, sämtliche Gefahren ignorierend. Erwachsener empfinde ich Beth beim Schach. Im Verlauf sieht sie ein, dass sie nicht in jeder Liga mit ihrem Drauf-los-Spielen gewinnen kann. Erstaunlich, dass sie sich von Benny helfen lässt.

Genau den gleichen Erkenntnisgewinn wie Beth hatte ich (natürlich aus einer niedrigeren Ausgangsbasis heraus) hinsichtlich der Vorbereitung auf Tourniere. Auch bei einem Mega-Talent kommt das Gewinnen nicht von allein. Es braucht Vorbereitung und Übung, und dabei ein effizientes Vorgehen. Schließlich muss das geübt werden, was noch nicht beherrscht wird. Blauäugig war ich nicht von so viel "Arbeit" ausgegangen.

Nun bin ich gespannt wie es ausgeht. Wird sie gegen die Russen gewinnen? Wie verkraftet sie eine eventuelle Niederlage? Es wäre mir übrigens durchaus recht, wenn Beth von den Pillen und vom Alkohol loskommt.

 

 

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Lenchen2707 kommentierte am 17. Juni 2021 um 01:32

Das stimmt, es kommt einem vor als würde sie im restlichen Leben eher noch im Teenager Alter sein und sorglos drauf los leben. Im Schach jedoch merkt man, dass sie sich weiternetwickelt. Ich denke weil ihre Konzentration so sehr auf dem Spiel liegt, ist es ihr bei diesem Tunnelblick fast gar nicht möglich etwas anderes noch vollends wahrzunehmen, vor allem da sie ja fast nur beim Schachspielen wirklich nüchtern und nicht von Pillen oder Alkohol vernebelt ist.

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Lenchen2707 kommentierte am 17. Juni 2021 um 01:30

Auch der zweite Abschnitt liest sich einfach schnell und spannend. Bei jedem Turnier war ich aufs Neue voll mit dabei und habe mir nur zu gerne die Beschreibungen durchgelesen, obwohl ich nur selten etwas verstanden habe. 

Am Anfang wird schon klar, dass Alma das Schach spielen eigentlich nur des Gewinnes halber schätzt, aber man muss eben auch sagen, dass sie das Geld eben braucht und sie ist eigentlich genau so verloren wie Beth. Für die Zeit in der das Buch spielt ist sie dennoch eine sehr kluge und strategisch denkende Persönlichkeit, die wirklich abgesehen von ihrem Alkoholkonsum, als ein gutes Vorbild denken kan. Als sie krank wurde, merkte man auch, dass es zwar keine wirklich starke Mutter-Tochter Liebe gibt, aber dennoch herrscht eine gewisse Verbindung zwischen Beth und ihr. 

In diesem Abschnitt geriet auch das "Liebes" drama voll in Fahrt. Ich bin gespannt, ich fand es gut, dass die Szene in Townes Hotelzimmer hier leich abgeändert war, denn sonst entspricht die Serie ja schon verblüffend dem Buch. Über Beltik habe ich mich ebenfalls gefreut, er ist eben ein freundlicher Mensch, der aber am Schluss eben doch Probleme damit hatte, dasss Beth ihn nur so abzog. Perfekt für Beth ist eben wirklich ein Mann wie Benny.. Er hat sein Leben ebenfalls dem Schach verschrieben und er bringt auf jeden Fall überraschend viele Emotionen in ihr zum überlaufen. Wo sie sonst eher gefühlskalt und nüchtern handelt, empfindet sie hier wirkliche Wut und vielleicht auch ein bisschen mehr ;). Ich bin gespannt, wie ihre Beziehung sich im Buch entwickelt, denn Bennys direkte Art was den Alkohol betrifft, ist das was Beth braucht. Sie möchte es vielleicht nicht aber sie hat es nötig. 

Ihre Sucht wurde auch wirklich authentisch geschrieben. Der eigentliche Wechsel von Pillen auf Alkohol dann kamen eben aber doch die Pillen wieder zurück und so weiter und so fort. Ich denke, dass bald die Konfrontation kommen wird, denn es wird noch richtig ausarten. Dieses Suchtverhalten passt aber allgemein extrem zu ihr auch beim Blitzschach gegen Benny fällt ihre krank ehrgeizige und süchtige Art auf. 

Ich kann auch verstehen, dass es sie stört das ihr Geschlecht mehr im Vordergrund steht, als ihre Schapartien, ich denke aber, dass das auch mehr über die Seriösität über die Zeitung aussagt, als über die Ihre. Ich denke, dass die Zeitschriften, die wirklich von Schachspielern gelesen werden da hoffentlich auch sachlicher vorgehen, wie zum Beispeil Townes, auf den wir sciherlich noch einmal treffen werden.

Ich bin schon gespannt auf das Borgov Spiel und wie es mit Benny weitergeht. 

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labbelman kommentierte am 17. Juni 2021 um 09:27

Ich bin einfach hin und weg von diesem Buch, anders kann ich es nicht ausdrücken.

Also mir gefällt richtig gut wie Adoptivmutter und Beth zusammenfinden, sie sind ein richtig gutes Team. Die Turniere lesen sich immer spannender.

Obwohl Beth noch nicht volljährig ist, fühlt sich ihr Verhalten so erwachsen an. Sie ist eigentlich bald reifer als ihre Adoptivmutter.

Der Alkohol- und Pillenkonsum gibt mir weiterhin zu denken. Das kann nicht gut ausgehen.

Ihre Wertungszahl im Schach ist echt heftig. Sie hat alles schneller erreicht als man es ihr prophezeit hat.

Die Liebelei zwischen dem Mexikaner und Mrs Wheatley hat sie etwas abgelenkt, aber mir war von Anfang an klar, dass das nur von kurzer Dauer sein wird.

Thema: Lektüre, Teil ll; Seite 145 bis 290
medsidestories kommentierte am 17. Juni 2021 um 16:36

Ich bin nach wie vor so verliebt in diese Geschichte und in Beth als Protagonistin! Ich hatte bereits die Serie gesehen und trotzdem wird es in dem Buch nie langweilig. Ich bin fasziniert davon, wie es der Autor schafft die Schachspiele so spannend zu beschreiben. Als würde es sich um eine Mischung aus Kriegsschlacht und Tanz  handeln. Wahnsinnig besonders ist das. 
Mein Highlight der Geschichte ist die Mutter-Tochter-Beziehung von Beth und Mrs. Wheatley, die ich auf so vielen Ebenen außergewöhnlich finde. Es werden zwei Frauen gezeigt, die so angeschlagen sind, in einer so frauenfeindlichen Zeit und die sich trotzdem irgendwie gemeinsam durchkämpfen. Das finde ich unglaublich schön zu lesen. Dabei ist ihre Zuneigung zueinander immer unter der Oberfläche, aber eben doch in einzelnen Gesten und Worten greifbar. Auf absurde Weise glaube ich, dass die eine tatsächlich das ist, was die andere gebraucht hat. Mrs. Wheatley hätte kein weniger unabhängiges Kind als Beth betreuen können. Und Beth hätte niemanden ausgehalten, der versucht hätte, sie anders zu formen oder einzuschränken. Dass Beth durch die Verhaltensweisen von Mrs. Wheatley tiefer in die Sucht rutscht, ist natürlich die tragische Seite davon.

Ich bin - wie schon betont - ganz und gar begeistert und mit Haut und Haaren Team Beth!

Thema: Lektüre, Teil ll; Seite 145 bis 290
lillywunder kommentierte am 20. Juni 2021 um 16:48

Ich bin fasziniert davon, wie es der Autor schafft die Schachspiele so spannend zu beschreiben. Als würde es sich um eine Mischung aus Kriegsschlacht und Tanz  handeln. Wahnsinnig besonders ist das. 

Oh ja, das stimmt! Auf der einen Seite die Macht, die Kraftlinien der Figuren und tödliche Züge, auf der anderen Seite diese Ästhetik des Spiels...

Thema: Lektüre, Teil ll; Seite 145 bis 290
lillywunder kommentierte am 20. Juni 2021 um 17:13

Auch nach dem zweiten Leseabschnitt war ich immer noch voll dabei. Beth als Charakter ist beeindruckend, sowohl aufgrund ihrer Genialität als auch aufgrund ihrer Willensstärke. Diese Macht, die sie während des Schachspiels spürt und wie sie dessen Schönheit und Unendlichkeit bewundern kann, das holt mich auch als Nicht-Unbedingt-Schachspielerin ab. Dem Autor gelingt eine total starke Beschreibung der Faszination des Schachspiels, ohne 

Zwischen Beth und ihren Mitmenschen scheint eine Isolierschicht zu sein und dennoch habe ich das Gefühl, dass sie Empathie gerade für diejenigen Menschen hat, die sich verletzlich zeigen. Mrs. Wheatley wird in vielen Belangen als Gegenteil von Beth dargestellt und trotzdem finden die beiden etwas aneinander und ich emfinde es so, dass sie sich gegenseitig wertschätzen und sich Gutes füreinander wünschen und mitfühlend sind.

Interessant finde ich, wie Beth über Murphy denkt, der Nächte mit Alkohol durchgemacht hat, nach einem Damengambit hemmungslos opfert und dann auf den Gegner losgeht - allerdings ein Spieler mit einem tragischen Ende. Ich bin gespannt, ob sie sich weiterhin so von diesem Charakter angezogen fühlt.