Leserunde

Leserunde zu "Das geheime Glück" (Julie Cohen)

Das geheime Glück
von Julie Cohen

Bewerbungsphase: 06.12. - 20.12.

Beginn der Leserunde: 03.01. (Ende: 24.01.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des DIANA Verlags – 20 Freiexemplare von  "Das geheime Glück" (Julie Cohen) zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch. 

ÜBER DAS BUCH:

Es ist ein Morgen wie jeder andere, als Robbie neben seiner schlafenden Frau Emily erwacht. Wie immer steht er vor ihr auf und kocht Kaffee. Doch an diesem Morgen schreibt er einen Brief und tut damit etwas, was Emily das Herz brechen wird. Robbie weiß: Er muss diesen Preis bezahlen, um ihre Liebe zu schützen. Denn niemand darf erfahren, welches Geheimnis Emily und er seit fünf Jahrzehnten hüten …

»Ein glänzend geschriebener Roman über zwei Leben und eine große Liebe.« The Independent

ÜBER DIE AUTORIN:

Julie Cohen wurde in Maine, USA, geboren. Sie verbrachte ihre Kindheit zwischen Büchern in der Bibliothek, studierte Literatur an der Brown und der Cambridge University, und wenn sie nicht gerade an ihren Romanen arbeitet, leitet sie Schreibworkshops. Sie lebt mit ihrer Familie und ihrem Hund in Berkshire, England.

26.01.2019

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 60

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 60
Leapunch kommentierte am 04. Januar 2019 um 03:56

Ich weiß nicht ob es an dem Buch liegt oder nicht aber ich kann nicht schlafen und deswegen gebe ich hier schon mal meinen Senf ab ;-) Ich musste sofort anfangen als ich das Buch gestern bekommen habe und die ersten 60 Seiten sind nur so geflogen. Ich war sofort in der Geschichte drin denn die Autorin schreibt mit Liebe zum Detail und hält die Spannung schon im ersten Kapitel sehr gut. Allleine das erste Kapitel sagt schon so viel über das Buch aus. Und mich hat alleine die Frage weiter getrieben: „Warum hat Robbie sich zum Selbstmord entschieden?“ Und mit jedem Kapitel kommt man dem Grund näher und schlussendlich ist da zwar Verständnis für sein handeln aber ich war und bin trotzdem schockiert. Die Autorin hat den Selbstmord richtig poetisch beschrieben wodurch es weniger brutal wirkt aber am Ende ist er eben „einfach“ ertrunken und das stelle ich mir schrecklich vor.

Ich mag Robbie und seine Frau Emily auf Anhieb, sie sind realistisch beschrieben und ihre Liebe ist stark. Sie stehen füreinander ein auch wenn Emily sieht wie Robbie sich verändert ist sie bereit ihr Leben für ihn zu geben und sich um ihn zu kümmern aber er ist eben auch sehr stolz.

Abgesehen von den Charakteren wird auch die Landschaft sehr detailliert beschrieben dadurch kann man sie sich wunderbar vorstellen und ich würde wohl sofort dort hinziehen!

 

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 60
Vanilla_Nani kommentierte am 05. Januar 2019 um 18:12

Ich empfinde die Landschaft tatsächlich gar nicht so detailiert beschrieben.. Aber gut, dass sowas immer Geschmack und persönliches Empfinden ist.

Die Charaktere sind aber wirklich sehr schön geschrieben. Grade Emily kann ich wunderbar verstehen mit Ihrer inneren Kraft um der Krankheit ihres Mannes trotzdem stolz entgegenzugucken. Auch wenn wahrscheinlich viele Facetten der Charaktere auf dem kleinen Geheimnis aufbauen von dem wir zumindest schonmal wissen, dass es existiert.

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Petzi_Maus kommentierte am 23. Februar 2019 um 12:16

Für mich ist die Landschaft detailliert genug beschrieben - ich habe alles genau vor Augen, und mir gefällt es dort! 

Alzheimer ist eine furchtbare Krankheit, und ich habe vor Kurzem erst ein Buch gelesen, worin diese Krankheit ebenfalls vorkam, und musste diese beiden Bücher natürlich gleich vergleichen - hier finde ich, wird die Krankheit viel authentischer und richtiger beschrieben, was ich gut finde.

Ich hoffe auch immer noch ein kleines bisschen, dass Robbie überlebt - aber ich denke nicht, dass es so sein wird. Wie auch.. ihn verlassen dann ja schon die Kräfte und es ist eher wahrscheinlich, dass er ertrinken wird...

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Fay1279 kommentierte am 10. Januar 2019 um 22:00

Ich kann dir was die Charaktere angeht nur zustimmen. 

Ich finde auch, dass die Autorin es mit ihrer ja fast poetischen Sprache schafft, dem Thema "Vergessen" etwas den Schrecken zu nehmen. 

Sie beschreibt sicher auch gut den tollen Sonnenuntergang oder wie Emily und Robbie sich im Bett gegenseitig festhalten aber detaillierte Landschaftsbeschreibungen finde ich kaum.

Ich hoffe ja, dass es Robbie nicht geschafft hat sich das Leben zu nehmen und Emily noch rechtzeitig kommt. Erfahren werde ich es wohl erst morgen wenn ich weiterlesen kann. 

 

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siko71 kommentierte am 04. Januar 2019 um 07:49

Schon der erste Leseabschitt hat mich tief berührt. Alzheimer ist eine schleichende Krankheit und die Menschen die das betrifft können einem leid tun. Aber auch für die Angebhörigen, wie Emily und Adam ist dies nicht einfach. Aber Robbie war der Meinung er musssie schützen und vor allem was noch kommt bewahren und wählt für sich den einfachen Weg, aber für seine Familie wird es ein schwerer Kampf.

Der Schreibstil und auch die Geschichte ist sehr bewegend. Aber es kommt auch die Liede von Emily und Robbie sehr gut rübr. Aber was ist ihr Geheimnis, welches Emily nun alleine bewahren muss?

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Leapunch kommentierte am 04. Januar 2019 um 09:39

Ja Alzheimer ist wirklich schrecklich, ich habe jeden Tag damit zu tun ich arbeite in der Pflege deswegen kann ich die Situation so gut verstehen. Ich bin auch wahnsinnig neugierig was es mit dem mysteriösen Geheimnis auf sich hat.

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Vanilla_Nani kommentierte am 05. Januar 2019 um 18:13

Ich habe (Klopf auf Holz) zum Glück noch mit Alzheimer zu tun gehabt. Als es meiner Oma schließlich schwer fiel ihre eigene Tochter, also meine Mutter, zu erkennen war ich noch zu klein um das alles zu begreifen.

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Else kommentierte am 05. Januar 2019 um 00:14

Ich glaube, es hat nur den Anschein, dass Robbie den einfachen Weg gewählt hat. Einfach war bestimmt weder die Entscheidung, noch die Durchführung, auch wenn es im Buch so friedlich beschrieben wurde. Wie groß muss Verzweiflung sein, wenn man sich zu diesem drastischen Weg entschließt? Wie sehr glaubt man andere zu belasten, wenn man denkt, sie sind ohne einen besser dran?...Für die Zurückbleibenden ist die Qual bestimmt auch groß und eben noch andauernd, ich möchte das nicht kleinreden. Aber es lässt sich eben nicht gegeneinander aufwiegen. 

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Leapunch kommentierte am 05. Januar 2019 um 10:23

Da kann ich dir nur zustimmen, vorallem sich dazu zu entschließen es dann auch wirklich zu tun, da gehört jede Menge zu. Ich kann mir das nicht mal ansatzweise vorstellen wie groß die Verzweiflung sein muss um das zu machen. Ich finde es einfach grausam für alle Beteiligten.

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misery3103 kommentierte am 07. Januar 2019 um 08:23

Ich glaube nicht, dass Robbie sich selbst umbringt, um seine Familie vor seinem geistigen Verfall zu schützen, sondern um das große Geheimnis zu wahren, das es in seinem (oder dem von beiden?) gibt. Ich bin sehr gespannt, was das sein wird.

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Karschtl kommentierte am 07. Januar 2019 um 16:59

Ja, ganz genau so sehe ich das auch.

Anfangs dachte ich auch, er will seiner Emily nur den Pflegefall ersparen. Aber später wird deutlich, dass er Angst hat zu denken es wäre 1962 und dass er dann was ausplaudern würde. Nur was ist damals geschehen? Ich kann noch nicht mal irgendwelche richtigen Vermutungen anstellen...
Auf jeden Fall haben sie sich in der 'offiziellen' Version erst 1972 kennen gelernt, so glauben es ihr Sohn Adam und seine Frau. 

 

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Readaholic kommentierte am 08. Januar 2019 um 14:03

Danke für den Hinweis mit dem Jahr 1972. Das war mir beim Lesen gar nicht aufgefallen!

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 60
Petzi_Maus kommentierte am 23. Februar 2019 um 13:09

Auf jeden Fall haben sie sich in der 'offiziellen' Version erst 1972 kennen gelernt, so glauben es ihr Sohn Adam und seine Frau. 

Das hab ich ja total überlesen! 
​Ich bin schon wirklich gespannt, was dieses schreckliche Geheimnis wohl sein mag, welches Robbie und Emily auf jeden Fall bewahren wollen...

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anooo kommentierte am 13. Januar 2019 um 18:32

Ich glaube, er hat es gemacht um Emily vor seiner Krankheit zu bewahren.

Soweit ich mich erinnere wollte Robbie doch das Geheimnis preisgeben, aber Emily wollte es nicht.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 60
anooo kommentierte am 13. Januar 2019 um 18:33

Jede Krankheit ist schlimm, aber Alzheimer finde Ich auch besonders schlimm und traurig.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 60
Petzi_Maus kommentierte am 23. Februar 2019 um 13:06

Aber was ist ihr Geheimnis, welches Emily nun alleine bewahren muss?

Das würde ich auch gerne wissen, und es macht mich narrisch nicht zu wissen, worum es geht. NIcht mal einen klitzekleinen Hinweis bekommt man. 
​Aber was mich noch mehr stört, ist, dass Emily und Robbie überhaupt nicht darüber reden. WAS kann so schlimm gewsesen sein??

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Minijane kommentierte am 04. Januar 2019 um 17:36

Ich habe die ersten 60 Seiten jetzt auch gelesen und bin ganz angetan von dem Buch. Es fängt natürlich sehr traurig an, da das Ende an den Anfang gesetzt wurde. Robbie beendet sein Leben, ich denke um seine Lieben nicht weiter zu belasten und für sich selbst, um seinen eigenen Verfall nicht zu erleben. Es gibt viele prominente Beispiele wo sich Alzheimer Patienten ebenfalls für den Freitod entschieden haben, und ich kann das in gewisser Weise nachvollziehen.

Dann gibt es einen Zeitsprung zurück und man lernt als Leser die Familie, die liebende Ehefrau Emily erst mal kennen. Es wird noch auf ein Geheimnis hingewiesen, dass nach dem Tod eines Christophers jetzt nur noch Robbie und Emily teilen. Was kann das sein? Da bin ich sehr gespannt.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 60
Else kommentierte am 05. Januar 2019 um 07:59

IDen ersten Teil habe ich nun auch abgeschlossen. Es beginnt mit Robbies Selbstmord und endet damit, das Emily diesen entdeckt. Der erste Teil schließt sich wie ein Kreis, darin eingebettet Informationen über Robbie und Emily, die Kinder und Freunde, die Beziehung und ein Geheimnis, dass unbedingt gewahrt bleiben soll.

Der Erzählstil der Autorin ist sehr angenehm und leicht zu lesen. Man wird sehr schnell von der Geschichte gefangen genommen. Der Spannungsbogen ist gut gesetzt. Man erfährt relativ schnell, dass Robbie Alzheimer hat und sehr unter der Krankheit leidet. Er versucht dagegen anzugehen und muss doch seine Machtlosigkeit hinnehmen. Die Liebe des Paares ist sehr tief und das Geheimnis aus der Vergangenheit scheint allgegenwärtig, ich bin sehr gespannt, um was es sich handelt. 

 

 

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Leapunch kommentierte am 05. Januar 2019 um 10:25

Das hast du toll formuliert, besonders das es sich um einen Kreis handelt, so habe ich das garnicht wahrgenommen aber du hast recht!

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Vanilla_Nani kommentierte am 05. Januar 2019 um 18:14

Der bildliche Vergleich mit einem Kreis ist wirklich toll gewählt!

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Myrna kommentierte am 05. Januar 2019 um 20:00

Da stimme ich zu, diese ersten 60 Seiten haben irgendwie etwas rundes, geschlossenes.

Ich bin sehr berührt von der Geschichte.

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Minijane kommentierte am 05. Januar 2019 um 11:34

Ich glaube typisch für die Krankheit ist auch, dass der Partner zunächst versucht die Krankheit vor der Außenwelt zu decken, so wie Emily das macht, als sie das Portemonnaie im Kühlschrank entdeckt. Man leidet richtig mit, wenn man das liest.

 

Sorry mein1. Beitrag ist leider in der Kategorie „Bewerbung „gelandet. Da habe ich leider nicht aufgepasst

 

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 60
Myrna kommentierte am 05. Januar 2019 um 19:52

Wow! Gleich von Anfang an zieht die Geschichte mich in ihren Bann.

Bei dem Eintrag vorn über die Goldberg-Variationen kam mir sofort das Buchcover im Blick: "...sanft ruht auf des ungebundenen Windes Schwingen" - da hat man ja die wunderschönen Vöglein auf dem Cover gleich vor dem inneren Auge.

Schon auf diesen ersten 60 Seiten wirkt dieser Roman sehr warm und liebevoll auf mich. Das muss eine unglaublich starke Liebe zwischen den Beiden sein...

Unter die Haut ging mir auch die Schilderung, wie den Beiden klar wird, was Alzheimer bedeutet. Sehr treffend fand ich den Vergleich mit dem Küstennebel, den Robbie zieht.

Auch die Schilderungen, die Küstenkleinstadt und das Leben dort betreffend sowie das Familienleben mit Sohn und Enkelkindern geben einen tiefen Einblick; man meint, hautnah dabei zu sein.

Warum aber der Sohn William daran erinnert werden muss, die Eltern an ihrem Hochzeitstag anzurufen, begreife ich noch nicht. Was da wohl mal vorgefallen ist?

Ich ahne auch, warum Robbie geht: Er möchte nicht durch irgendeine aufgrund der Alzheimer unbedachte Äußerung das Geheimnis enthüllen und damit womöglich Emily und den Kindern schaden. Was das wohl sein mag?

Ich bin gespannt.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 60
Else kommentierte am 05. Januar 2019 um 20:31

Das William erinnert werden muss, klärt sich wenn man weiterliest 

;-)

*abwarten*  und weiterlesen.

Den Vergleich von Alzheimer mit dem Küstennebel fand ich auch sehr passend. „…Gerade konnte man noch klar sehen, im nächsten Moment war man blind - mehr als blind, denn man wusste nicht einmal mehr, wie es war, sehen zu können.“ (S. 15) 

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Fay1279 kommentierte am 10. Januar 2019 um 22:05

Ja die Stelle fand ich auch sehr gut. Ich hatte mal im Pflegeheim eine Patientin, die es so ähnlich ausgedrückt hatte. Ich bekomme es leider nicht mehr genau zusammen.

Ich bin gespannt was es mit William noch auf sich hat. Du machst mich neugierig.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 60
Büchi kommentierte am 05. Januar 2019 um 23:11

Robbie und Emily, ein altes Ehepaar, das sich wortwörtlich bis zum " bis das der Tod Euch scheidet" herzinnigst liebt. Doch Robbies Gehirn beschliesst, eigene Wege zu gehen und deshalb beschliesst Robbie, solange er es noch kann, von dieser Welt zu gehen.

Im ersten Teil wird das Jahr erzählt, in dem Robbies Erkrankung deutlich wird, die Monate vor seiner letzten Entscheidung und wir lernen die Familie kennen. Bei der Beschreibung des Eheringes musste ich an das, voran gestellte, Zitat von Glenn Gould denken: ".......Musik, die weder Anfang noch Ende achtet......". Immerwährend weiter gehend.

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misery3103 kommentierte am 07. Januar 2019 um 08:21

Der Einstieg ins Buch war schon mal krass. Dass Robbie sich zu diesem Schritt entscheidet, tat mir sehr leid. Vor allem, da er und seine Frau eine so innige Beziehung zu haben scheinen.

Was wird wohl das große Geheimnis sein, das Robbie so verzweifelt zu wahren scheint, dass er sogar lieber Selbstmord begeht, als Gefahr zu laufen, sich irgendwann zu verplappern, weil er dement wird? Spannend!

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Karschtl kommentierte am 07. Januar 2019 um 17:06

Ich war mir nicht sicher, wie ich es finden würde ein Buch quasi 'rückwärts' zu lesen. Es ist wohl auch noch etwas zu früh, um sich darüber eine Meinung zu bilden nach den ersten 60 Seiten... Allerdings habe ich mittlerweile verstanden, wieso die Autorin diesen Stil gewählt hat. Als Metapher für Alzheimer, wo man die jünsten Erinnerungen zuerst vergisst, schreibt sie hier die jüngsten Ereignisse zuerst auf und arbeitet sich dann immer weiter vor, wie ein Alzheimer-Patient auch immer tiefer in seinen Erinnerungsschubladen kramt. 

Ich bin wirklich sehr gespannt, um welches Geheimnis sich das Buch dreht. So viel steht fest: eine Lappalie kann es wirklich nicht sein, wenn sich Robbie sogar für den Freitod entschließt. Das war herzzerreißend zu lesen. Sowohl aus seiner als auch aus ihrer Perspektive.

 

 

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Readaholic kommentierte am 08. Januar 2019 um 14:00

Die Lektüre bewegt mich sehr. Ich bin hin- und hergerissen zwischen dem Gefühl, Robbie zu verstehen - es muss schrecklich sein, wenn man zu Beginn der Krankheit noch weiß, was mit einem passiert und die Erinnerungen nicht mehr verlässlich abrufbar sind - und dem Gedanken "wie kann er das Emily nur antun". Ich finde, die Autorin beschreibt Alzheimer sehr einfühlsam und es bricht mir das Herz, wie Robbie versucht, mit bloßer Willenskraft sein Gedächtnis festzuhalten.

Was wohl 1962 passiert ist? Was ist das für ein schreckliches Geheimnis, das die beiden hüten?

Ob Emily wohl rechtzeitig gekommen ist, um ihren Ehemann aus dem Wasser zu ziehen? Ich fürchte nein.

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Jeco01 kommentierte am 08. Januar 2019 um 19:30

Ich habe auch ein ganz mieses Gefühl. Ich glaube nämlich auch nicht, dass Emily ihren Mann retten konnte.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 60
Jeco01 kommentierte am 08. Januar 2019 um 19:28

Mein Buch hat mich heute erreicht und ich musste sofort mit dem Lesen anfangen.

Der erste Leseabschnitt hat mich von auf Anhieb in seinen Bann gezogen. Mir ist es noch nie passiert, dass ich nach dem ersten Kapitel zu Tränen gerührt war.

Der Aufbau ist einfach toll. Es ist super spannend, wenn man Stück für Stück erfährt wie es zu der Tragödie am Anfang kam.

Robbie und Emily sind mir auf Anhieb sympathisch. Mich bewegt die Geschichte über die Alzheimer-Erkrankung von Robbie ungemein. Man leidet so richtig mit...

Über allem steht natürlich die Frage, welches Geheimnis die beiden hüten. Momentan habe ich da noch keine Idee.

Ich muss ganz schnell weiter lesen.

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WriteReadPassion kommentierte am 10. Januar 2019 um 13:49

Mich hat der erste Abschnitt nicht so gepackt. Der Schreibstil ist sehr gefühlvoll, aber irgendwie finde ich den Abschnitt noch was lahm. Ich denke, es kommt noch etwas Dampf rein und die Krankheit wird richtig thamtisiert.

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florinda kommentierte am 10. Januar 2019 um 15:08

Sorry, sorry, sorry!!!

Mein Buch ist angekommen und ich habe auch bereits fleißig darin gelesen. Aus irgendeinem Grunde hatte ich aber als LR-Beginn das heutige Datum "gespeichert":-(((

Ich werde schnellstmöglich meine Kommentare nachholen, sodass ich bis spätestens Sonntagabend aufgeholt haben dürfte... 

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 60
Fay1279 kommentierte am 10. Januar 2019 um 22:14

So, ich habe zwar schon einige Kommentare abgegeben aber nun möchte ich auch noch eigene Gedanken hier festhalten.

Ich finde den Schreibstil der Autorin wirklich sehr passend zu dieser doch eher bedrückenden Thematik. Sie nimmt dem ganzen etwas den Schrecken ohne es zu verharmlosen. 

Ich habe einige Jahre mit Demenzpatienten gearbeitet und nun vermuten wir sogar, dass mein Papa daran "erkrankt" ist. Naja und leider zeigt es sich bei jedem Menschen anders. Nun gut. Wie schon gesagt die Autorin scheint das Thema sehr gut einzubauen. 

Da es aber in dem Buch bestimmt nicht hauptsächlich um das Thema Alzheimer gehen wird, bin ich gespannt, welches Geheimnis Robbie durch seinen drastischen Schritt bewahren möchte.

Ich musste jedoch beim Lesen anfangs immer wieder Abschnitte nochmals lesen, da die Szenensprünge oft unverhofft, bzw. nicht klar abgegrenzt, kamen.

Ich bin trotzdem mitten in die Geschichte eingetaucht und möchte Am liebsten immer weiterlesen..........

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 60
florinda kommentierte am 11. Januar 2019 um 06:21

Die Beziehung von Emily und Robbie ist ungewöhnlich innig. Auch ich bin der Meinung, dass Robbie sich das Leben nimmt, um zu verhindern, dass Emily durch etwas von ihm in einer schlimmeren "Nebelphase" Ausgeplaudertes Schaden nehmen könnte. Mit der Krankheit geht die Autorin sehr behutsam um.Besondere Landschaftsbeschreibung blieben mir hier noch nicht in Erinnerung, aber die Atmosphäre allgemein kommt gut rüber. Was ich mir allerdings nicht so richtig vorstellen kann, ist, dass es für einen Menschen, der Schwimmen kann, leicht möglich ist, zu ertrinken...

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Schneeweißchen kommentierte am 13. Januar 2019 um 14:09

Mir gefallen die ersten sechzig Seiten sehr gut. In dem Sinne, dass ich die Schreibweise sehr gern mag und man die wunderbare, eheliche Vertrautheit der beiden spürt, was mich persönlich sehr rührt und schon ein paar Mal hat Schlucken lassen, wenn ich mir vorstelle, wie es in meiner Ehe in 30-40 Jahren vielleicht sein könnte.

Von Beginn an wird dieses Geheimnis erwähnt, von dem wir vermutlich erst ganz zum Schluß erfahren (zumindest ist es ja meist so) und ich habe bisher keine vernünftige Idee was es sein könnte.

Ich freue mich auf das Weiterlesen, wobei das Buch eher eine gedrückte Stimmung verbreitet und traurig ist (kleine Frage: warum gewinne ich eigentlich meist bei den eher traurigen Leserunden? Das Buch, das Cover und der Klappentext erschienen mir in der Grundstimmung nicht so traurig, wie das Buch bisher ist ^^).

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anooo kommentierte am 13. Januar 2019 um 18:29

So, ich konnte nun auch in die Geschichte einsteigen.

Die ersten 60 Seiten sind schon wirklich sehr traurig. Mir ist Robbie schon total ans Herz gewachsen. Ich denke, er begeht den Selbsmord um Emily zu beschützen, damit sie nicht mit ihm durch die schwere Krankheit muss. Alzheimer ist wirklich schrecklich.

Das angedeutete Geheimnis hat denke ich was mit Christopher, der verstorben ist, zu tun. Ich könnte mir vorstellen, dass eines der Kinder nicht von Robbie sondern von Christopher sind.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 60
paintedautumn kommentierte am 18. Januar 2019 um 11:28

So, ich bin wohl die letzte in der Runde, die das Buch beginnt :) Leider ist mir außerplanmäßige Arbeit dazwischen gekommen, aber nun geht es los!

Die ersten paar Seiten waren sehr intensiv und haben mich regelrecht in einen Sog gezogen. Der Nebel, der sich immer wieder über Teile von Robbies Erinnerungen legt, ist ein wirklich eindrucksvolles, aber auch erschreckendes Bild. Die Autorin tirtt an seine Erkrankung wirklich gefühlsbetont heran; der Schreibstil ist nahezu poetisch. Ich habe zuvor noch kein Buch gelesen, in dem Alzheimer auf dieser Art thematisiert wurde. "Traumschiff" von Alban Nikolai Herbst etwa nimmt eine ähnliche Thematik doch recht anders auf.
Der Aufbau ist ungewöhnlich.Die Zeitsprünge unterbrechen den Sog des Lesens regelmäßig. Persönlich finde ich es daher etwas schwierig, der Geschichte mühelos zu folgen. Man muss sich immer wieder kurzzeitig orientieren. 

Die Portagonisten teilen eine außergewöhnliche Liebe. Sie harmonisieren zusammen und zeigen für mich, dass Liebe jung hält. Bei dem Geheimnis ist meine erste Vermutung, eine Abtreibung gewesen. Ich denke, es ist jedoch noch nicht ganz schlüssig, was die Andeutungen im Text angeht. Ich bin gespannt :) 

 

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 60
Biene2004 kommentierte am 18. Januar 2019 um 22:59

So, auch ich habe gerade eben die ersten 60 Seiten beendet und ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich die ersten Kapitel nicht so flott runterlesen konnte wie eigentlich angedacht. Woran das genau liegt, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht so genau benennen, doch ich möchte halt einfach anmerken, dass ich mich beim Lesen schon ziemlich konzentrieren muss. Vielleicht liegt es an den verschiedensten Personen, die wir auf den ersten 60 Seiten kennenlernen, vielleicht aber auch an der schrecklichen Krankheit, die hier beschrieben wird und nicht zuletzt sicherlich auch an dem großen Geheimnis, um das es hier geht. 

Auch ich hoffe von ganzem Herzen, dass Robbie seinen Sprung ins Meer vielleicht doch irgendwie überlegt hat. Zwar glaube ich nicht daran, dass seine Frau Emily rechtzeitig angekommen ist, aber vielleicht wird Robbie ja von irgendjemandem aus dem Wasser gefischt... 

Die Liebe zwischen den beiden wird als unglaublich tief beschrieben. Das gefällt mir außerordentlich gut und macht deutlich, wie glücklich Emily und Robbie viele Jahrzehnte miteinander gewesen sind.

Ich bin gespannt, wie es weiter geht. Auch wenn ich ein kleines bisschen hinterher hinke, verfolge ich hier Eure Kommentare mit großem Interesse und freue mich auf den nächsten Leseabschnitt... ;-)

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 60
MiriamAnne kommentierte am 21. Januar 2019 um 19:23

Sooooo... auch ich habe nun die ersten Seiten beendet und muss auch gestehen das es sich für mich schwierig liest! Die Seiten gingen dieses mal nicht so schnell voran, was wie ich denke genau so ist wie bei manch anderen, weil so so viele verschiedene Charaktere gibt! Trotz allem gefällt mir die Geschichte in allem total. Das Thema ist natürlich ziemlich schwer aber ich will natürlich wissen was es für ein Geheimnis ist und ob Robbie sich tatsächlich umgebracht hat! 
Ich hoffe dennoch auf ein glückliches Ende <3