Leserunde

Leserunde zu "Das Glashotel" (Emily St. John Mandel)

Das Glashotel -

Das Glashotel
von Emily St. John Mandel

Bewerbungsphase: 05.08. - 19.08.

VERSCHOBEN: Beginn der Leserunde: 07.10. (Ende: 28.10.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des Ullstein Verlags – 20 Freiexemplare von "Das Glashotel" (Emily St. John Mandel) zur Verfügung. 

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch.

ÜBER DAS BUCH:

„Das Glashotel ist ein eindringliches und erfüllendes Leseerlebnis, das den Spielraum der Fantasie innerhalb der Grenzen unserer Wirklichkeit auslotet … Revolutionär.“ The Atlantic

„Ein Roman, der so vereinnahmend ist, so perfekt komponiert, dass er seine Leser mit sich fortreißt und ihren Möglichkeitssinns erweitert.“ NPR

„Elegant und verführerisch.“ The Guardian

“Das Glashotel wird dich heimsuchen.“ The Oprah Magazine, 16.04.2021

“Das Glashotel ist Pflichtlektüre, ein Roman, der einem großen Publikum gefallen wird, und zugleich ein mutiger und aufregender literarischer Text. Solche Bücher sind selten und wir sollten sie hochachten.“ The Toronto Star, 16.04.2021

Ein Luxushotel an der westlichen Küste Kanadas, jenseits der großen Fenster das Meer, Inseln, die Vegetation des Nordens. Ein Refugium für gestresste Städter, für die junge Barkeeperin Vincent aber ein Ort mit schmerzhaften Erinnerungen. Als eine alle Anwesenden erschütternde Botschaft auf eine der Scheiben der Lobby geschmiert wird, ergreift sie die Gelegenheit und geht mit dem Investor Jonathan Alkaitis nach New York. Was sie nicht weiß: Alkaitis Vermögen beruht auf Betrug, und als er untergeht, reißt er seine Anleger mit hinab in die Tiefe, und Vincents Leben wird ein weiteres Mal in unvorhergesehene Fahrwasser gelenkt.
Mit Das Glashotel hat Emily St. John Mandel einen Roman über die Odyssee des modernen Menschen geschrieben, einen Roman über Entwurzelung und Wandel, über das Ergreifen von Gelegenheiten und scheiternde Pläne und nicht zuletzt über unsere lebenslange Suche nach jenem Ort, den wir Heimat nennen können.

ÜBER DIE AUTORIN:

Emily St. John Mandel wurde in Kanada geboren und studierte Tanz in Toronto. Mit ihrem letzten Roman Das Licht der letzten Tage war sie für den National Book Award nominiert und feierte einen weltweiten Publikums- und Presseerfolg. Auch Das Glashotel wurde begeistert aufgenommen und rezensiert und stand auf der The New York Times-Bestseller-Liste. Emily St. John Mandel lebt mit Ehemann und Tochter in New York.

30.10.2021

Thema: Lektüre, Teil l; Seite 1 bis 142

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milkshake kommentierte am 10. Oktober 2021 um 10:26

Der erste Abschnitt ist beendet und es las sich erstaunlich schnell und flüssig. Ich hatte den ersten Roman der Autorin als weniger zugänglich in Erinnerung (im besten Sinne). 

Beide Geschwister sind sehr spannend, obwohl mich Pauls Seite aktuell noch mehr interessiert, da er weniger greifbar und daher mysteriöser ist. 

Aber insgesamt finde ich die Zwischentöne sehr schön, die hier mitschwingen. Und wer kann das Bedürfnis in unserer heutigen Zeit nicht nachvollziehen, eine Auszeit vom digitalen und hektischen Leben zu nehmen und ins Glashotel zu verschwinden. Emily St. John Mandel verwebt wieder gekonnt düstere Zukunftsvisionen (wenn auch subtil) mit Gegenwart/Vergangenheit und vielen kulturellen Referenzen. Alles bislang weniger forssiert wie in ihrem Erstling, aber dennoch lässt sich die Parallele nicht von der Hand weisen. 

Spannend finde ich auch Vincents Charakter. Sie ist nach außen hin und nur junges und schmuckes Beiwerk eines älteren, reichen Mannes. Und sie ist auf das Geld, die Sicherheit, aus, die ihr dieses Leben bietet. Trotzdem fällt es schwer, sie zu verurteilen. Wenn durch unsere Prominews jedoch schallt betagter Schauspieler xy hat sich wieder eine 25-jährige bildschöne Freundin geangelt, dann ist für jeden direkt klar: die ist nur aufs Geld aus. Das Urteil ist gefällt und die Dame in eine Schublade verbannt und man macht sich in aller Regel keine Gedanken um das Warum. Oder wer dieser Mensch sein könnte. St. John Mandel bricht mit diesem Klischee und setzt dieses "Beiwerk" in den Fokus, ohne aber dieses Leben zu romantisieren oder zu verdammen. Eine sehr spannende Perspektive!

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florinda kommentierte am 10. Oktober 2021 um 21:12

Als ich dieses Buch kürzlich ebenfalls lesen durfte, gingen meine Gedanken in eine ähnliche Richtung. Allerdings musste ich mich erst daran gewöhnen, dass "Vincent" dieses Mal kein männlicher Vorname ist!;-)

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Lilli33 kommentierte am 13. Oktober 2021 um 15:54

Und wer kann das Bedürfnis in unserer heutigen Zeit nicht nachvollziehen, eine Auszeit vom digitalen und hektischen Leben zu nehmen und ins Glashotel zu verschwinden.

In der Tat, das klingt doch sehr verlockend. 

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maraAngel2107 kommentierte am 17. Oktober 2021 um 21:22

Aus dieser Sicht, kann ich das auch nachvollziehen:-)

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darkola77 kommentierte am 16. Oktober 2021 um 21:41

Da schließe ich mich gerne an: Das vermeintliche Anhängsel ist Vincent tatsächlich nur für den/die unbeteiligten Beobachter*in. Tatsächlich ist sie faszinierend, tiefgründig in einer Form von facettenhaft, voller Geheimnisse und Überraschungen, und vor allem ist sie sehr selbstreflexiv mit Blick auf ihre Motive und die Rolle, die sie im Leben ihres deutlich älteren und zudem vorgeblich sehr vermögenden Lebensgefährten spielt. Ein wirklich interessanter Blickwinkel, den die Autorin dem/der Leser*in da präsentiert.

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newra kommentierte am 17. Oktober 2021 um 12:27

Für mich sind beide Geschichten "Das Licht der letzten Tage" und "Das Glashotel" überhaupt nicht miteinander vergleichbar. Ersteres hatte mich sofort auf den ersten Seiten eingesogen: Sei es durch die dystopische Geschichte, den Erzählstil oder durch die Charaktere. Das alles kann ich aktuell im Glashotel noch nicht finden. Ich bin gespannt, wie sich die nächsten Seiten lesen werden.

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maraAngel2107 kommentierte am 17. Oktober 2021 um 21:18

Ich finde gar nicht so sehr, das Vincent so sehr auf das Geld aus ist, sie möchte einfach ohne Sorgen leben und da kam ihr, so lese ich es aus den Zeilen heraus, Jonathan gerade recht. Sie konnte sich fallen lassen und lebt nun in Frieden und Freiheit, bezahlt meiner Meinung nach aber auch einen ziemlich hohen Preis dafür. Immer und zu jeder Zeit für diesen Mann bereit zu sein, stelle ich  mir persönlich nicht besonders schön vor, auch wenn sie es scheinbar annimmt. 

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maraAngel2107 kommentierte am 17. Oktober 2021 um 21:18

Ich finde gar nicht so sehr, das Vincent so sehr auf das Geld aus ist, sie möchte einfach ohne Sorgen leben und da kam ihr, so lese ich es aus den Zeilen heraus, Jonathan gerade recht. Sie konnte sich fallen lassen und lebt nun in Frieden und Freiheit, bezahlt meiner Meinung nach aber auch einen ziemlich hohen Preis dafür. Immer und zu jeder Zeit für diesen Mann bereit zu sein, stelle ich  mir persönlich nicht besonders schön vor, auch wenn sie es scheinbar annimmt. 

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CynthiaM kommentierte am 20. Oktober 2021 um 08:12

Gut, aber sie sagt ja selbst, dass sie ihn nett findet und auch nichts gegen den Sex mit ihm hat. Klar, er ist eigentlich zu alt und sie passt nciht so ganz in seine Welt. Und vermutlich ist beiden klar, dass ihr Arrangement nicht von Dauer sein kann. Wenn sie einander für eine Weile das geben, was sie brauchen, ist es doch ok. 

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CynthiaM kommentierte am 20. Oktober 2021 um 08:09

Finde das Konzept des Glashotels auch sehr ansprechend und könnte mir gut vorstellen, auch an solch einem Ort Urlaub zu machen :)

Finde es auch faszinierend zu erleben, wie Vincent ihre Tage "verlebt" und dass sie durch Routinen versucht, nicht in sinnlose Trägheit zu verfallen. Kann weder sie noch Jonathan für ihr Verhältnis verurteilen, denn abgesehen von dem Offensichtlichen (sie ist schön, er ist reich) scheinen sich beide auch wirklich sympathisch zu sein, auch wenn es vielleicht nicht die große Liebe ist. 

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darkola77 kommentierte am 10. Oktober 2021 um 16:26

Heute meine liebste Sonntagsbeschäftigung...
1. Leseabschnitt!

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Lilli33 kommentierte am 13. Oktober 2021 um 15:49

Das Buch lässt sich sehr gut lesen, der Schreibstil gefällt mir. Er wirkt irgendwie geschmeidig und elegant, aber nicht übertrieben. Allerdings fehlt mir noch der rote Faden - es zeichnet sich für mich noch nicht ab, wohin die Reise gehen wird. Bisher ist es eher eine Ansammlung einzelner Mosaiksteine, die vielleicht am Ende zusammenpassen, vielleicht aber auch nicht.

Paul mag ich mehr als Vincent. Mir tut es leid, dass er sein Leben einfach nicht auf die Reihe kriegt. Er schlittert von einer Katastrophe in die nächste, und oft ist es nicht mal seine eigene Schuld. Warum er allerdings diesen Satz in die Glasscheibe geätzt hat, kapiere ich nicht. Oder war er es gar nicht, sondern Vincent, und er will sie nur beschützen? Zu ihr würde das ja eher passen. Besonders gefiel mir, dass Paul keinen Groll gegenüber seiner kleinen Halbschwester hegt, obwohl sie es durch die Umstände so viel leichter hatte als er. 

Vincent dagegen kommt mir manchmal recht kalt vor, einfach auf ihren eigenen Vorteil bedacht. Sie kann noch so oft sagen, dass sie Jonathan Alkaitis gern mag. Ich würde alles darauf setzen, dass sie nur wegen seines Geldes mit ihm zusammenlebt, und das finde ich einfach abstoßend.

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Sommerkindt kommentierte am 19. Oktober 2021 um 17:51

Bin auch gerade mit dem ersten Abschnitt durch und kann deine Meinung beipflichten. So viele Stränge und alle an irgendeiner Stelle miteinander verbunden. Bin schon jetzt gespannt wo die Reise hingehen soll.

Mir ist der eine Satz von Vincent im Gedächtnis geblieben, der das ihre Mutter umgekommen ist, obwohl das Boot vorher in einem einwandfreien Zustand war. Im Prinzip kam es mir fast so vor als würde sie jemanden Verdächtigen ihre Mutter umgebracht zu haben. Jedenfalls schwang das so in den Zwischentönen mit. Kann nur hofen das Paul nicht auch noch diesen Blödsin gemacht hat und zum Mörder wurde, obwohl durch die Pille die er damals im Club weitergegeben hat kam ja auch ein Mensch zu Tode. Ist schon alles recht seltsam. Vor allem iritiert mich das Paul scheinbar einen Berater hat. Warum und Wofür stellt sich da doch die Frage.

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CynthiaM kommentierte am 20. Oktober 2021 um 08:13

Du beschreibst es sehr gut, ich empfinde das Buch als "geschmeidig", aber mir fehlt auch noch die inhaltliche Orientierung. 

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Schneeweißchen kommentierte am 21. Oktober 2021 um 15:39

Dem kann ich mich nur anschließen - eine passende Beschreibung!

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herr_stiller kommentierte am 14. Oktober 2021 um 13:39

Ich bin recht schwer in dieses Buch reingekommen. Die Erwartungshaltung, was kommen wird, und das was kam, passte nur bedingt übereinander. Ich mochte den Schreibstil, trotzdem war es ein bisschen holprig, so zwischen den verschiedenen Charakteren und Zeiten. Was mir sehr gut gefiel war die Landschaft, in die das Hotel eingebettet ist, die Region, in der Caiette lebt, auch wenn es für Paul und Vincent und vermutlich jedes Kind, das dort aufwächst, unfassbar langweilig sein muss, nicht wegzukommen, vor dem was war und was ist. Aber aus touristischer Sicht megaspannend. Und als ich so richtig in der Geschichte angekommen war, war der erste Teil schon rum. Verrückt.

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newra kommentierte am 17. Oktober 2021 um 12:25

Mir ging es ähnlich, was den holprig Start betrifft. Ich wollte gerade mit Paul warm werden, da gab es den Sprung zu Vincent. Letztlich sind beide nach dem ersten Abschnitt noch nicht ganz fassbar für mich. Ich frage mich auch, welche weitere Rolle Paul überhaupt spielt. Diente er nur dazu, um einen Außenblick auf Vincent zu geben?

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maraAngel2107 kommentierte am 17. Oktober 2021 um 21:11

Die Landschaft und die Umgebung rund um das Hotel herum gefielen auch mir sehr gut, doch etwas gutes bei dem restlichen für mich eher müssig zu lesenden Teil. Eine schöne Idee nur mit einem Boot dorthin zu kommen so das man tatsächlich absolut entspannen kann und weg von der Normalität ist:-)

Ansonsten noch nicht so meine Geschichte....

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stefanb kommentierte am 19. Oktober 2021 um 15:36

Holprig trifft es ganz gut. Hoffen wir mal, dass das im nächsten Abschnitt besser wird.

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Sommerkindt kommentierte am 19. Oktober 2021 um 17:54

Ich habe auch eine ganze Weile gebraucht um mit dem Schreibstil klarzukommen und dem Wechsel der Persönlichekeiten. Und jetzt wo ich mich gerade daran gewöhnt habe schwubs ist der Abschnitt auch schon vorbei. Mal sehen was der nächste Abschnitt zu bringt.

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yezz kommentierte am 16. Oktober 2021 um 10:24

Der erste Abschnitt ist beendet. Ich kam etwas schwer in das Buch, was ich aber auf das Buch schiebe, das ich zuvor gelesen habe. Die etwas kühlen, distanzierten und stolpernden Charaktere stehen da doch sehr im Kontrast. 

Tatsächlich fing es für mich vor allem an, interessant zu werden, als Vincent mehr in den Fokus rückte. Wie schon der ein oder andere zuvor geschrieben hat, ist sie nach Außen betrachtet das typische Klischee eines jungen Hüpfers, die sich von einem "alten Sack" aushalten lässt. Und doch haben wir hier den seltenen Blick hinter die Kulisse und zumindest mir fällt es schwer, ihr das anzukreiden. Auch wenn es nicht das Leben wäre, das ich führen wollte. Aber man weiß ja schon, dass dieses Leben für sie nicht von langer Dauer sein wird. Ich bin gespannt, wie sie sich dann schlägt. Generell wirkt sie für mich nach außen hin sehr distanziert und etwas kühl, doch im Inneren ist sie zart und verletzlich (z. B. Ihre Gedanken zum Tod ihrer Mutter).

Am Anfang hatte ich ein bisschen Schwierigkeiten, dass Vincent ein Mädchen ist. Mittlerweile finde ich den Namen für ein Mädchen aber auch irgendwie klasse (obwohl ich meine Tochter nicht so nennen würde).

Jonathan ist schon clever. Ich bin gespannt, ob wir erfahren, was genau da passiert ist, dass er zu Fall gekommen ist. Ob diese Ella Kaspersky damit zu tun haben wird?

Die Geschichte von Lucas und Olivia fand ich tragisch und trotzdem hatte sie eine Schönheit an sich...

Und dann kommt noch das große Fragezeichen Paul. Den ersten Abschnitt über Paul fand ich wenig fesselnd, was dann im Tod von Charlie und seiner Flucht gipfelte. Auch sein Graffiti, das offensichtlich an Jonathan gerichtet war, wirft noch Fragen auf. 

Das Hotel finde ich wahnsinnig spannend. Ich finde schon, dass es ein gewisser Reiz hat, derart dem Alltag zu entfliehen. Wobei so viel Prunk für mich nicht notwendig ist. Als Personal stelle ich mir so etwas aber schwierig vor, denn man ist völlig abgeschottet von einem normalen Leben mit Freunden, Familie und etwaigen Gefährten. 

Spannend finde ich auch, wie alles miteinander verwoben ist und das Konstrukt durch Jonathans bevorstehende Inhaftierung sicherlich mindestens ins Schwanken, wenn nicht sogar zum Einsturz kommt. Wenn ein Glied in der Kette schwächelt...

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newra kommentierte am 17. Oktober 2021 um 12:30

Diese Ella Kaspersky habe ich schon wieder vergessen! Irgendwie haben mich die letzten Seiten mit der Nebengeschichte um Olivia und Lucas abgelenkt. Ob Olivia sich noch in die Beziehung von Jonathan und Vincent einmischt? Sie scheint ja eher vom Schlag gescheiterte Persönlichkeit zu sein. Mir kommt sie etwas neidisch auf alle erfolgreichen Menschen vor. Gerade Vincent scheint ihr ja ein Dorn im Auge zu sein.

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maraAngel2107 kommentierte am 17. Oktober 2021 um 21:22

Leider kann ich diese Spannung nicht finden, schade, klar das Hotel an diesem besonderen Ort klingt schon sehr verlockend, aber irgendwie finde ich nicht so wirklich in die Geschichte hinein. 

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stefanb kommentierte am 19. Oktober 2021 um 15:23

Mir geht es hier wie Mara. Das Hotel an diesem Ort ist schon richtig gut. Aber der Start in die Geschichte ist etwas schwerfällig.

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Sommerkindt kommentierte am 19. Oktober 2021 um 17:58

"Jonathan ist schon clever. Ich bin gespannt, ob wir erfahren, was genau da passiert ist, dass er zu Fall gekommen ist. Ob diese Ella Kaspersky damit zu tun haben wird?"

Ich befürchte er hat ein riesieges Schneeballsystem aufgebaut, das er sehr lange aufrecht erhalten konnte aber dann kam kein Geld mehr nach bzw. Vincent hat es schneller ausgegeben als er neues beschaffen konnte und schon lief alles gegen die Wand. Kann aber auch anders gewesen sein.

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Sommerkindt kommentierte am 16. Oktober 2021 um 20:42

Hallo bin noch am Anfang des Abschnittes. Aber wenn die Schriftgröße eine Nummer größer gewesen wäre würde es sich noch besser lesen.

Auf jedenfall ließt es sich bis jetzt gut auch wenn ich nicht unbedingt ein Fan von ewig langen Schachtelsätzen bin.

Vor allem die Anfangsszene hat mich beeindruckt, die letzten Sekunden vor dem Tod was da jemanden nochmal so durch den Kopf geht. Ließt sich jedenfalls so.

Ansonsten ist der Einstieg von Paul in das Studium nun ja suboptimal, da seine Interessen ganz woanders liegen. Und seine Drogenvergangenheit blockiert ihn dann auch noch.
 

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darkola77 kommentierte am 16. Oktober 2021 um 21:28

Das Buch ist wahrhaft ungewöhnlich! Für mich hat es den Anschein, als würden Spuren, Fährten und Brotkrumen ausgelegt, die mich immer als Leserin immer wieder in eine andere Richtung, möglicherweise bewusst in die Irre führen. Nach den ersten Kapitel bin ich ganz selbstverständlich davon ausgegangen, dass es Paul ist, dessen Leben wir als Hauptfigur dieser Geschichte begleiten, dessen Schicksal uns als Leser*innen in den Mittelpunkt gestellt wird, auf den als Knotenpunkt die einzelnen Erzählstränge ausgerichtet sind. Der Wechsel zu Vincent als zentraler Gestalt hat mich dann doch überrascht - auch, da ich den Klappentext mal wieder bewusst nicht gelesen habe - ebenso wie die Entwicklung der Handlung: ein Grafitti, das in seiner Aussage verstörend eine Reihe von Ereignissen in Gang setzt und Vincent damit in das "Reich des Geldes" katapultiert - scheinbar an der Seite eines Betrügers und Hochstaplers. Das alles verwirrt mich gleichermaßen wie es mich fasziniert. Worauf das alles hinausläuft? Ich weiß es nicht. Und das gefällt mir gerade sehr.

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newra kommentierte am 17. Oktober 2021 um 12:31

Den Charakterwechsel fand ich auch überraschend. Ich bin gespannt, ob Paul überhaupt noch eine Rolle spielen wird, oder nur dazu diente eine Art Außenblick auf Vincent zu geben?

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newra kommentierte am 17. Oktober 2021 um 12:52

Ich bin irgendwie gar nicht so in den Flow gekommen und habe an den ersten 140 Seiten jetzt auch wirklich knapp eine Woche gelesen...

Die Gründe dafür wurden oben auch schon genannt: Charaktere sind noch etwas undeutlich und auch die Zeitsprünge waren für mich etwas verwirrend.

Ich frage mich auch, warum die Autorin sich dazu entschieden hat, das Glashotel auch titelgebend zu verwenden. Bisher hat das Glashotel noch keine Schlüsselszene gebildet, außer höchstens, dass sich Vincent und Jonathan dort kennengelernt haben. 

Was ich auch nicht verstehe, ist der Trubel um dieses Graffiti. Soll es wirklich eine Andeutung auf Selbstmord sein, wie Vincent vermutet? Oder soll es eher eine Kritik an all den reichen Gästen des Glashotels sein? Weil sie sich die Natur und Umgebung zu eigen gemacht haben, und dort einen Glasbunker errichtet haben? So ganz erschließt es sich für mich noch nicht und ich hoffe, dass hier noch mal ein Rückblick stattfindet, oder sogar das Glashotel wieder der Mittelpunkt von Vincent und Jonathans Leben wird.

Ich werde auf jeden Fall weiterlesen, da ich auch neugierig geworden bin, welche Rolle die neuen Charaktere Olivia und Mirella weitergeht.

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bookslove1511 kommentierte am 22. Oktober 2021 um 23:38

"Ich bin irgendwie gar nicht so in den Flow gekommen und habe an den ersten 140 Seiten jetzt auch wirklich knapp eine Woche gelesen..."

Glaube ich dir! Denn ich hatte dafür genau 8 Tagen gebraucht und bin immer noch nicht (S.200) in die Geschichte :(

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maraAngel2107 kommentierte am 17. Oktober 2021 um 19:21

Also...ich bin nicht ganz so leicht in das Buch und die Geschichte hineien gekommen, auch wenn es ein leichter Schreibstil ist, so fehlte mir doch ein wenig die Spannung. Die vielen unterschiedlichen Charaktere sind sehr gewöhnungsbedürftig und "hinter" Vincent hätte ich niemals eine Frau vermutet:-) Sie geht hier ein Arrangement ein, um ein leichtes Leben zu haben, sorgenfrei was das Geld anbelangt, irgendwie verständlich aufgrund ihrer Kindheit, bzw. Vergangenheit. Es scheint ja auch ganz gut zu klappen mit Jonathan, allerdings kann sie hier die Folgen und Konsequenzen nicht abschätzen, sie ist einfach zu jung, genießt aber scheinbar den Moment, was ja erst einmal auch nicht so schlecht ist. Also bisher ist es nicht so richtig meine Geschichte, ich hatte mir irgendwie etwas anderes versprochen, erwartet, wie auch immer, naja, mal abwarten, vielleicht wird es ja noch besser. 

 

 

 

 

 

 

 

 

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stefanb kommentierte am 19. Oktober 2021 um 15:34

Der Schreibstil ist leicht und eingänglich. Das Buch lässt sich auf jeden Fall gut lesen, auch wenn mir noch etwas der rote Faden, die Spannung fehlt. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie ist der Einstieg schwerfällig. Ob dies an den Charakteren liegt, dem Wechsel von Paul zu Vincent? Vielleicht war auch meine Erwartungshaltung eine andere.
Irgendwie muss das Ganze noch anziehen. Ich bin auf die weitere Entwicklung gespannt.

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Schneeweißchen kommentierte am 21. Oktober 2021 um 15:36

So ergeht es mir auch. Ich bin noch mittem im ersten Abschnitt, aber irgendwie werde ich nicht richtig warm mit den Charakteren.
Der Schreibstil ist super gut, allein dieser ellenlange zweite Satz im Buch - köstlich! Aber die Story bleibt, für mich, bislang hinter dem Können der tollen Ausdrucksweise der Autorin zurück. Mal sehen, wie es weitergeht...

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CynthiaM kommentierte am 20. Oktober 2021 um 08:05

So mein Buch ist jetzt endlich auch da und ich muss sagen, ich bin super reingekommen. Es liest sich so leicht und flüssig, dass ich den ersten Abschnitt ruckzuck durch hatte. 

Vincent und Paul scheinen ein eher gestörtes Verhältnis zueinander zu haben. Ist glaube ich auch schwieirg, wenn der eigene Vater plötzlich noch eine zweite Familie hat. Beide haben scheinbar auch unter den belastenden familiären verhältnissen zu leiden. Während Paul in die Drogensucht abrutscht und eher wie ein Taugenichts wirkt, bricht Vincent die Schule ab, schlägt sich so durch und sucht sich einen Mann mit Geld. 

Glücklich wirken beide in ihren jeweiligen leben nicht, auch den Vincent korrekt anmerkt, dass es das Leben erheblich erleichtert, wenn man nicht an Geld denken muss.

Sympathisch finde ich sie bisher tatsächlich beide nicht und bin gespannt was der Fortgang der Handlung noch bringt

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Schneeweißchen kommentierte am 21. Oktober 2021 um 15:37

Ich finde sie bislang auch nicht sympathisch, obwohl es ihrer ja leider etliche Personen gibt, so dass das Ganze doch realistisch und authentisch wirkt.

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milkysilvermoon kommentierte am 22. Oktober 2021 um 15:09

Ich habe für den ersten Abschnitt etwas länger gebraucht. Ich glaube, dieser Roman ist recht speziell.

Das erste Kapitel schon sehr dramatisch, ein Schockmoment. Dann der abrupte Wechsel von Zeit und Protagonist. Das hat mir den Einstieg nicht so leicht gemacht. Man muss sich schon richtig auf diese Geschichte einlassen. Aber ich würde nicht sagen, dass ich enttäuscht bin. Es liest sich nur nicht so schnell weg. 

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bookslove1511 kommentierte am 22. Oktober 2021 um 23:12

"Ich glaube, dieser Roman ist recht speziell"

In der Tat!

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bookslove1511 kommentierte am 22. Oktober 2021 um 23:08

Mit Ach und Krach und nach eine Woche Lesezeit, endlich bin auch mit dem ersten Teil durch. Leider muss ich gestehen, für meinen Geschmack fehlt hier nicht nur Spannung, sondern jede Menge Gefühle. Wie Paul sagt, „du hasst Vincent nicht, du hasst die Situation“. Aber von seinem Hass habe ich auch nichts gespürt, geschweige denn Geschwisterliebe.

Ich finde mich überhaupt nicht in der Story zu Recht! Viel zu viele Charaktere. Am Anfang habe ich immer wieder zurückgeblättert, doch dann habe keine andere Möglichkeit gefunden, um zu folgen und mir die Namen und die jeweiligen Verhältnisse notiert. Einige Figuren finde ich momentan überflüssig, wie der Hotelgast (sein Name fällt mir gerade nicht auf) und seine Leben. Warum lese ich 2–3 Seiten lang über ein Gast, wo Tod von Vincents Vater nur nebenbei erwähnt wird?

Dazu kommt abrupte wechseln von Zeit. Kaum folge ich Geschehnisse, zack ist gewechselt. Eigenartiger Aufbau, der nicht einfach zum Lesen ist. Mal schauen...

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Juliet17 kommentierte am 23. Oktober 2021 um 02:44

So, ich konnte nun endlich den ersten Abschnitt fertig lesen. Es war für mich bisher ein ganz ungewöhnliches Leseerlebnis. Die ersten Seiten haben mich so wahnsinnig gepackt, dass ich dachte, ich würde das Buch in einem Rutsch fertig lesen. Mit der Zeit hat mich die Geschichte aber zunehmend verwirrt.

Ich habe immer so meine Probleme, wenn es Personenwechsel in Büchern gibt. Noch schwieriger finde ich es, wenn die dann nicht aus der Ich-Perspektive erzählt werden. Am Anfang kam ich wirklich überhaupt nicht zurecht mit den vielen Namen. Auch die Geschichte hat mir keinen roten Faden an die Hand gegeben, an dem ich mich orientieren konnte. Ich bin trotzdem sehr gespannt, wie es weiter geht. Ich interessiere mich hauptsächlich für Pauls Geschichte, Diese hatte mich schon am Anfang so mitgerissen. Vincents Geschichte dagegen wurde sehr...gefühlskalt erzählt. Ob sie jetzt mit Jonathan zusammen ist wegen des Geldes oder weil sie ihn mag, war mir sogar egal, weil die Geschichte so emotionslos rüber kommt, dass sie bei mir keinerlei Emotionen hervorrufen konnte.

Den Schreibstil mag ich dagegen ganz gerne. Diese Einschübe und akuten Gedanken erinnern mich vom Stil an ein Tagebuch. Ich konnte mir das Glashotel auch ganz toll vorstellen und würde am liebsten selbst an einen Ort dieser Art. Ich bin gespannt, welche Rolle das Hotel hier noch einnimmt, wenn schon der Titel danach benannt wird. 

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NessaReads kommentierte am 23. Oktober 2021 um 14:47

Puhh...durch den Abschnitt hab ich mich etwas gekämpft! Ich finde den Schreibstil wirklich gelungen und flüssig. Leider komm ich noch nicht ganz in die Story rein und es passiert nicht sehr viel.

Ich finde es interessant die verschiedenen Perspektiven von Paul und Vincent zu lesen und auch die Zeitsprünge (auch wenn ich manchmal zurückblättern musste um mich ein wenig auszukennen). Die Story selbst ist mir noch zu dünn um richtig Spaß am weiterlesen zu haben. Aber ich hoffe, dass alles bald etwas mehr Sinn ergibt, da ich Paul und Vincent sympathisch finde und mehr über die beiden erfahren will.