Leserunde

Leserunde zu "Das Kind in mir will achtsam morden" (Karsten Dusse)

Das Kind in mir will achtsam morden - Karsten Dusse

Das Kind in mir will achtsam morden
von Karsten Dusse

Bewerbungsphase:07.05. - 21.05.

Beginn der Leserunde: 04.06. (Ende: 18.06.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir 20 Freiexemplare von "Das Kind in mir will achtsam morden" (Karsten Dusse) zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch.

ÜBER DAS BUCH:

Björn Diemel ist zurück – und mordet ganzheitlicher als je zuvor

Björn Diemel hat die Prinzipien der Achtsamkeit erlernt, und mit ihrer Hilfe sein Leben verbessert. Er hat den stressigen Job gekündigt und sich selbstständig gemacht. Er verbringt mehr Zeit mit seiner Tochter und streitet sich in der Regel liebevoller mit seiner Frau. Ach ja, und nebenbei führt er noch ganz entspannt zwei Mafia-Clans, weil er den Chef des einen ermordet und den des anderen im Keller eines Kindergartens eingekerkert hat. Warum nur kann Björn das alles nicht genießen? Warum verliert er ständig die Beherrschung? Hat er das Morden einfach satt? Ganz so einfach ist es nicht. Sein Therapeut Joschka Breitner bringt ihn endlich auf die richtige Spur: Es liegt an Björns innerem Kind!

ÜBER DEN AUTOR:

Karsten Dusse ist Rechtsanwalt und seit Jahren als Autor für Fernsehformate tätig. Seine Arbeit wurde mit dem Deutschen Fernsehpreis und mehrfach mit dem Deutschen Comedypreis ausgezeichnet sowie für den Grimme-Preis nominiert. 2019 wurde sein Debütroman Achtsam morden zum Bestseller.

20.06.2020

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 317 - 476

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parden kommentierte am 13. Juni 2020 um 22:41

So, aus die Maus. Ich bin ein wenig ernüchtert - der Spaß, den ich am ersten Band hatte, wollte sich hier einfach nicht einstellen. In Band 1 überschlugen sich die chaotischen Szenen beinahe, da gab es kaum eine Seite ohne Absurdität oder Lacher. Und hier - naja, für mich wirkte das alles irgendwie zu gewollt, zu gezwungen. Und irgendwie auch zu lässig - aber klar, Björn ist ja schon in puncto Achtsamkeit geübt. Da bringt einen so schnell nichts mehr aus der Ruhe.

Das innere Kind wurde alle paar Zeilen wieder in den Vordergrund geschubst, damit es auch ja zu seinem Recht kommt. Ach, ich weiß nicht, mir war das zu viel, dafür an Krimi zu wenig und über weite Strecken überlagert von weniger interessanten Nebenhandlungen. Ganz nett zu lesen, aber an Spritzigkeit, schwarzem Humor und Originalität weit hinter Band 1 zurückgeblieben. Und auch die Achtsamkeitsregeln fand ich in Band 1 viel treffender zur eigentlichen Handlung gewählt.

Die Lösung mit dem Einmauern habe ich auch nicht wirklich verstanden. Schon, dass es eine 'elegante' Lösung für alle Vorgaben sein sollte - aber ohne Essen, Trinken oder Frischluft sterben die beiden doch sowieso, und auch das ist Mord, und auch da hätten Björn und Sascha die beiden letztendlich umgebracht? Hm? Vielleicht kann mir das jemand erklären? Mir erscheint es nicht logisch. Und fängt es nicht irgendwann fürchterlich an zu stinken, wenn die Leichen schließlich verwesen? Kann das wirklich alles so luftdicht abgeschlossen sein?

Über die Rezension mache ich mir in den nächsten Tagen Gedanken. Ich bin gespannt, wie es den anderen Leser*innen mit diesem Buch ergeht...

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Minijane kommentierte am 14. Juni 2020 um 15:33

Das Ende mit dem Einmauern fand ich auch nicht ganz schlüssig. Dass sich das Innere Kind ständig meldet und mit dem Nachplappervogel beruhigt werden muss, fand ich auch etwas zu viel.

Ansonsten gab es viele Stellen wo ich den Autor für seine ausufernde Phantasie bewundert habe. Der schwarze Humor der durch die Zeilen tropft ist einfach unvergleichlich. Die Kompensation der elenden Fruchtquetschies fand ich z,B super. Eine Tulpe pflanzen....einfach herrlich. Überhaupt wie Dusse die ganze Scheinheiligkeit der sogenannten Weltretter enttarnt, hat mir aus der Seele gesprochen.

Ich habe mich bis zum Schluss gut unterhalten gefühlt, auch wenn ich die Fortsetzung insgesamt als etwas schwächer als Band 1 empfunden habe, was natürlich auch mit daran liegen kann, das die Grundidee jetzt nicht mehr neu war.

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kysha81 kommentierte am 16. Juni 2020 um 19:59

Mir geht es ähnlich. Ich habe den dritten Leseabschnitt in einem Rutsch gelesen und war am Ende ein wenig ernüchtert.

Mir gefällt der Schreibstil von Herrn Dusse total gut und ich mag die Einbettung der Achtsamkeitstipps und auch das Konzept des inneren Kindes. Aber irgendwie finde ich die Rahmenhandlung im Vergleich zum ersten Teil etwas dünn. Mir ist im Nachhinein auch aufgefallen, dass die Leitung von zwei Mafia-Clans, die auf dem Buchrücken noch eine Rolle spielt, in der ganzen Handlung nicht wirklich vorkommt. Das finde ich schade. Ich hätte gerne gewusst, ob die "Mitarbeiter" von Boris Björn als verlängerten Arm von Boris genauso akzeptiert haben wie Dragans Leute dies getan haben. Und ich würde gerne wissen, wie er das Problem gelöst hat, dass das ja eigentlich rivalisierende Drogenbanden sind.... Ich hätte mir gewünscht, dass auch insoweit die Handlung aus dem 1.Teil fortgeführt wird.

Insgesamt habe ich die Fortsetzung auch als etwas schwächer empfunden. Und das Ende mit dem Einmauern überzeugt mich aus den von Euch bereits genannten Gründen nicht. Durch das Einmauern stirbt Boris alias Tapsi auf jeden Fall, entweder indem Kurt ihn tötet, indem er sich selbst tötet und indem er verdurstet. Und die Grundlage für diese Geschehen hat Björn geschaffen...ich finde nicht, dass dies dem Wunsch des inneren Kindes, Boris nicht zu töten, entspricht. Andererseits wäre eine Freilassung von Boris ebenso wie ein lebenslanges Einsperren auch kaum möglich gewesen....trotzdem macht mich das Ende nicht so richtig glücklich.

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Minijane kommentierte am 16. Juni 2020 um 22:10

Ja das Ende ist wie so oft der Knackpunkt. Björn macht sich mit dem Einmauern vielleicht nicht direkt die Hände schmutzig aber indirekt natürlich schon. Wie Du so treffend zusammengefasst hast ist der Tod von Boris unvermeidlich. Und auch Deiner Kritik was die Führung der 2 rivalisierenden Mafiaclans angeht, kann ich Dir nur zustimmen. Von Führung kann nicht wirklich die Rede sein.

Trotzdem von mir nur ein Sternchen Abzug. Es war einfach zu schön!

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Cassandra kommentierte am 23. Juni 2020 um 17:52

Diesen Nachplappervogel hätte die Geschichte meiner Meinung nicht gebraucht, war mir zu viel.

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Minijane kommentierte am 24. Juni 2020 um 18:00

Ja, der war ein bisschen strange . 

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Marshall Trueblood kommentierte am 18. Juni 2020 um 23:14

Ich bin auch noch unschlüssig, wie meine Rezension ausfallen wird; es war mir alles zu gewollt und auch zu durchschaubar. Der erste Teil hat für mich auch von den Überraschungen gelebt und vom Witz auf jeder Seite. Diesmal gab es für mich nur wenige Szenen, die durch und durch witzig waren.

Vielleicht hätte ich es besser gefunden, wenn ich den ersten Teil nicht gekannt hätte; dann würde dieser Teil für sich alleine stehen und ich hätte nicht so hohe Erwartungen gehabt. Einen dritten Teil werde ich wahrscheinlich nicht lesen.

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gaby2707 kommentierte am 15. Juni 2020 um 09:19

Mir gefällt das digitale Detox, wie Björn es mit seinem Email-Postfach betreibt. Ich finde es eine sehr gute Sache, die auch ich mir angewöhnt habe. Meines wird auch nur max. 2 x am Tag geöffnet. Im Urlaub nur einmal die Woche. Und es geht mir sehr gut dabei.

Klasse finde ich, dass Katharina den Brief an sein inneres Kind, den Björn auf dem Tisch hat liegen lassen, auf sich bezieht.

Mir gefallen die Kämpfe mit dem inneren Kind weiterhin sehr gut. Vor jedem Kapitel erheitern sie mich und ich frage mich, was jetzt kommt. Es steckt vor allem sehr viel Wahrheit drin.

Dass Björn der Tod von dem Kellner Nils mal einholt, hatte ich mir schon fast gedacht.

Ich finde es klasse, wie Björn mit der Diskussionen im Kindergarten über Plastikfreiheit usw. umgeht. Wie er mit diesen Gutmenschen, die sich hier in den Vordergrund drängeln umgeht. Sein rabenschwarzer Humor – einfach Spitze.

Auch dieser 2. Tei hat mich absolut überzeugt und mich sehr gut unterhalten. Trotzdem denke ich, jetzt reicht´s aber auch.

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Winterzauber kommentierte am 20. Juni 2020 um 16:40

Ja, ich glaube, wir haben nun - zumindest ich habe - genug von Björn. Finde den Autoren aber sensationell. Vielleicht schreibt er ja mal was anderes.

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gaby2707 kommentierte am 21. Juni 2020 um 09:14

Bei einem Buch in eine andere Richtung wäre ich auch sofort wieder dabei. Der Humor jedenfalls ist Spitze

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Konstanze S. kommentierte am 23. Juni 2020 um 20:29

Ich auch! :-D

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Sontho kommentierte am 16. Juni 2020 um 19:55

Carsten Dusse hat mit dem Inneren Kind ein Thema angesprochen, dass mich sehr interessiert. Gerade auch in Zusammenhang mit dem Thema Mord. Vielleicht waren, die manchmal etwas ausufernden Erklärungen wegen der speziellen psychologischen Form notwendig.

Ich fand es faszienierend wie Björn einerseits sein Leben strukturierte und meisterte, um dann wieder seine dubnkle Seite zu zeigen. Der Humor und die Phantasie desAutors haben mir unterhaltsame Stunden geschenkt.

Wie leider häufig bei der Fortsetzung eines Bestsellers, fiel auch hier der 2, Band gegenüber dem ersten ein wenig ab. Trotzdem habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt.

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gaby2707 kommentierte am 20. Juni 2020 um 06:55

Der Humor und die Phantasie desAutors haben mir unterhaltsame Stunden geschenkt.

Da bin ich ganz bei Dir. Auch dieses Buch fand ich wieder richtig klasse. Aber mir langt es jetzt erst mal.

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mc1965 kommentierte am 17. Juni 2020 um 08:26

Nun habe ich heute Morgen das Buch beendet.

Ich musste unbedingt wissen wie es ausgeht und es hat mich ein wenig irritiert.

Hier kam mir das plötzliche Ende einfach zu plötzlich vor, nun gehe ich davon aus das noch ein dritter Band in Arbeit ist und bin gespannt wie es mit Boris und Kurt weitergeht. Sterben sie oder sterben sie nicht, das ist hier nun die Frage.....

 

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Chuckipop kommentierte am 19. Juni 2020 um 15:29

Die werden wir bestimmt nochmal wiederlesen ;)

Aber mir gefiel das mehr oder wenige offene Ende, das lässt Spielraum füra alles Mögliche...:)

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gaby2707 kommentierte am 20. Juni 2020 um 06:56

Ich mag offene Ende grundsätzlich auch. Aber bei einem dritten Teil werde ich mir noch überlegen, ob ich dn brauche. Im Moment eher nicht.

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melange kommentierte am 20. Juni 2020 um 19:31

Nicht jetzt - aber vielleicht im nächsten Jahr?

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wandagreen kommentierte am 17. Juni 2020 um 22:45

Das Rechthaben-schnick-schnack-schnuck ist einfach zum Schreien. Und dabei so WAHR!!

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Konstanze S. kommentierte am 23. Juni 2020 um 20:31

Ja, eine gekonnte Analyse unserer politisch korrekten Soziokultur xD

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wandagreen kommentierte am 17. Juni 2020 um 23:14

Der halboffene Schluss ist gar nicht schlecht.

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mc1965 kommentierte am 18. Juni 2020 um 07:50

Man kann davon ausgehen, das es noch weiter geht und ein dritter Band kommt.

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wandagreen kommentierte am 18. Juni 2020 um 10:21

Du hast wahrscheinlich recht.

Insgesamt: Kann man über diesen Roman nicht gut diskutieren. Es gibt Bücher, über gibt es nichts Diskutierwürdiges. Ich meine auch, dass man bei Krimis wenig schreiben und reden kann, was es wert wäre, außer dass man wieder die Tastatur benutzt.

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Amy kommentierte am 18. Juni 2020 um 13:30

Ich bin auch gespannt, ob es einen weiteren Teil gibt, ob Boris und Kurt noch einmal auftauchen, ob Sascha weiterhin einfach nur friedlich den Kindergarten leitet und Björn nun in allen Lebensdingen achtsam genug ist, oder ob er nicht doch noch weiter an sich arbeiten muss und dabei zufällig wieder den einen oder anderen "achtsamen" Mord begeht.

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Susi kommentierte am 18. Juni 2020 um 13:34

es gäbe da noch Familienaufstellung, Transaktionsanalyse, Recovery/Resilienz, DBT usw.

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melange kommentierte am 19. Juni 2020 um 15:36

Arbeitest Du in dem Bereich? Für mich klingt das alles seeeehr speziell....

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Susi kommentierte am 23. Juni 2020 um 12:10

Ich mache psychiatrische Pflege. Da schnappt man das ein oder andere auf, auch wenn ich auf Akutstationen bin und nicht im therapeutischen Bereich.

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gaby2707 kommentierte am 20. Juni 2020 um 06:57

@ Das sehe ich genauso.

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Susi kommentierte am 18. Juni 2020 um 10:46

Habe mich wieder köstlich amüsiert ! 

Habe im Auto gewartet, als ich die Stelle mit der Katze las. Sie ist so schön, dass ich sie hier nochmal wiedergeben möchte, vor allem nach dem riesen Aufwand, der betrieben wurde, um dieses Ohr zu beschaffen. (S.339) " Es war gerade mal Zwanzig vor Sieben. In bester HD-Qualität filmte meine Kamera, wie Sascha das kleine Zeitungspaket auf die Mauer legte. Wie eine halbe Stunde lang nichts passierte. Und wie um 7.15 Uhr eine Katze vorbei kam, das Ohr auswickelte und mitnahm. Das Thema Ohr hatte sich damit erledigt."  - Ich habe so laut gelacht, dass sich alle Passanten und Radfahrer nach mir umgedreht hatten (hatte das Autofenster auf).

Auch viele andere Stellen haben genau meinen Humor getroffen. Nicht immer inhaltlich oder wegen der Handlung, aber wegen der Art, wie es geschrieben ist. z.B. als Björn die beiden toten, an den Tisch geklebten Holgersons durch die Scheibe betrachtet. " Ich bin jetzt kein Kunsthistoriker (...) aber vielleicht kann mir einer von Euch das Gesamtarrangement erklären." S.325. Und auch Saschas Reaktion auf die Szene : "Finde ich nicht OK." und dann auf Nachfrage "Das ihr Wäschklammern aus Plastik verwendet". Genau mein Humor. Ein völliges Ignorieren der eigentlichen Situation.

Was mir allerdings nicht gafallen hat, waren die Liebesszenen mit Laura und die Geschichte, die er dem inneren Kind zeitgleich erzählt. Geschmacklos ist das Wort, das mir dazu einfällt, aber nicht wirklich das trifft, was ich meine. Na egal, darüber kann man ja weglesen.

Ein weiteres Manko finde ich den Schluß. Ich will nicht mehr morden und lasse 2 Menschen hinter einer Mauer verhungern ???? Das ist in sich unlogisch und das mag ich nicht. Hätte er sie woanders aufeinander losgehen lassen, wo der mögliche Überlebende wirklich die Chance hat zu überleben (einsame Insel mit ausreichend Nahrung weitab von jeder Schifffahrtslinie o.ä.), hätte es mir gefallen. Auch hätte ich mir etwas mehr über Nils den Kellner gewünscht. So wirklich in die Bredoullie (wie man das wohl schreibt ?) kam er deswegen ja nicht. Und der Hinweis seiner Frau, die Zeugen seien betrunken gewesen, haut ihn schon aus allen diesbezüglichen Schwierigkeiten raus. Schade. Hätte ihn gerne noch etwas schwitzen lassen. 

Ich glaube, dass die Dialoge mit dem inneren Kind etwas anders ablaufen in einer Therapie und finde es bißchen schade, wie das hier, vor allem gegen Ende,  dargestellt wird. Aber das tut dem Buch trotzdem keinen Abbruch. 

Ich habe auch den zweiten Teil genossen und viel gelacht. Danke für die Teilnahme an der Leserunde. Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung. Vielleicht meldet ja mal ein Holgerson sein Kind im Kindergarten an, oder Laura zieht ein und baut den Keller um, während Björn einen Mandanten im Ausland besucht, oder Nils ist ein Vetter 2. Grades von Laura, oder das goldene Jesuskind taucht zufällig im Kindergarten oder Keller auf (weil ein Holgerson den Kindergarten seines Sohnes für ein gutes Versteck hielt), oder Boris Leute bestehen auf ein Lebenszeichen von Boris (Foto mit aktueller Tageszeitung), oder nur Boris kennt das Passwort zu irgendetwas wichtigem und die Mauer muß nun schnell wieder eingerissen werden, in der Hoffnung, dass er noch lebt.......

 

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wandagreen kommentierte am 19. Juni 2020 um 08:24

Doch da ist nur Kurt, der Boris aufgegessen hat.

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Susi kommentierte am 19. Juni 2020 um 09:18

meinst Du wirklich, Boris hat seinem Erzfeind aufgeschlossen ? Aber vielleicht hat Kurti sich ja vorher durch die Ketten genagt. Eisenhaltige Kost soll ja sehr gesund sein.

 

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Chuckipop kommentierte am 19. Juni 2020 um 11:09

Die Stelle mit der Katze und dem Ohr finde ich auch grandios !

Ebenso lachen musste ich über die beiden Leichen der Holgersons händchenhaltend mit einem roten Band auf dem Roller - wenn auch etwas makaber ;)

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Susi kommentierte am 19. Juni 2020 um 15:22

allein schon, dass man sie auf den Tisch geklebt hat...

 

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Chuckipop kommentierte am 19. Juni 2020 um 15:30

...hihihi, jaaaa!

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melange kommentierte am 19. Juni 2020 um 15:38

Soll mal einer sagen, dass im organisierten Verbrechen die Romantik fehlt - einmal ganz abgesehen von den roten Rosen an Anastasia

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melange kommentierte am 19. Juni 2020 um 15:34

Die Übereinander-Herfall-Szenen kombiniert mit der Brandstiftung habe ich beim Friseur gelesen. Ich mag die ganze "Liebesgedöns mit Softporno" - Literatur überhaupt nicht, aber hier habe ich laut gelacht.

Göttlich auch der emissionsfreie Kindergarten mit weniger Kindern, mehr Windrad und ohne Heizung, - ich denke, dass viele wirklich erst einmal empört sind, bis sie das Opfer ihrer eigenen Empörung werden.

Tja, am Schluss war es sehr kompliziert. Ich hätte auch besser gefunden, wenn es eine andere Lösung als "einmauern" gegeben hätte und ich glaube an ein drittes Buch, in dem irgendetwas wieder richtig Not tut: Björn wird benötigt, Kurt gebraucht und die Holgerssons entdecken echten Familiensinn.

Aber im Großen und Ganzen war ich wieder begeistert und hätte das Buch noch schneller gelesen, wenn es nicht eine Leserunde gegeben hätte, bei der ich mir ein bisschen Zeit lassen wollte. Denn dabei mag ich das Diskutieren über das Gelesene genauso gerne wie das Gelesene selbst.

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gaby2707 kommentierte am 20. Juni 2020 um 07:00

Mensch Susi, Deine Ideen sind klasse. Schreib Du ein Buch und ich werde es lesen.***lach***

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Susi kommentierte am 20. Juni 2020 um 10:34

leider fehlt mir die Zeit und ich glaube auch nicht, dass ich das könnte. Aber dankeschön.

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Chuckipop kommentierte am 19. Juni 2020 um 15:39

Also, zwar hat mir Teil 1 etwas besser gefallen als dieses Buch, aber das liegt vermutlich hauptsächlich daran, dass der Humor und Schreibstil von Karsten Dusse mir bis dahin noch unbekannt waren...;)

Auch Teil 2 ist dermaßen voll von Kreativität und schwarzem Humor, dass ich gar nicht weiß, wie das alles in einen einzigen Kopf passen kann - einfach granios!

Die Stelle, an der das abgeschnittene Ohr auf der Mauer lag und dann von der Katze mitgenommen wurde, hat mich wirklich zum Lachen gebracht. Und auch die beiden toten Holgersons, händchenhaltend und mit einem roten Band um die Hüften auf einem Roller, einfach herrlich.

Als Björn und Laura Sex hatten und Björn derweil seinem inneren Kind eine Geschichte erzählt hat, damit es nicht rumnörgelt, habe ich quasi am Boden gelegen...

Jetzt bin ich äußerst gespannt, was mit Boris und Kurt passiert bzw. wie die beiden in ihrem Kellerverlies verblieben sind und warte demnach dringlich auf Teil 3... :)

Meine Rezi folgt dann Anfang der Woche, danke dass ich hier dabei sein durfte, es at mich bestens unterhalten!

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Winterzauber kommentierte am 20. Juni 2020 um 19:36

So, ich bin nun durch und finde das Buch großartig. Ich denke, dass ich das ich den ersten Teil besser fand, liegt daran, dass ich den Humor und das Thema jetzt schon kenne. Das schmälert aber nicht das Vergnügen, was ich beim Lesen hatte.

Die Zusammenkunft beim Elternbeitrat finde ich ja zum piepen.

Es sieht ganz danach aus, als würde es einen dritten Teil geben. Den würde ich sicher auch lesen, allerdings würde ich mich sehr freue, auch mal was anderen von Karsten Dusse zu lesen. Ich liebe seinen Humor einfach.

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striesener kommentierte am 20. Juni 2020 um 20:37

So, gerade bin ich mit dem letzten Abschnitt fertig geworden. Mich hat das Buch durchaus gut unterhalten. Den Vergleich mit dem ersten Band habe ich (wie schon erwähnt) noch nicht. Was die Auflösung der Geschichte angeht, finde ich das Einmauern auch nicht wirklich passend, denn auch das ist natürlich Mord. Die Stärke des Buches ist dann für mich auch nicht so sehr die Story, sondern mehr der ironische und sarkastische Schreibstil des Autors. Seine Beschreibungen haben mich mehrfach zum Lachen gebracht. Schon dafür lohnt die Lektüre. 

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Susi kommentierte am 21. Juni 2020 um 09:28

Genau ! Die Story ist ja nur die Rahmenhandlung. Aber der Humor und der sarkastische Schreibstil sind es, die mich so begeistern.l

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KimVi kommentierte am 21. Juni 2020 um 11:16

Ich habe mich beim Lesen wieder köstlich amüsiert. Ich mag den schwarzen Humor und die vielen skurrilen Situationen einfach.

Die Szenen, in denen Björn mit Sascha die Holgersons betrachtet und die, in denen Björn dem Elternbeirat seine Lösungen für einen absolut klimafreien Kindergarten präsentiert, fand ich richtig klasse. Darauf muss man erstmal kommen! Köstlich!

Die Lösung, wie Björn sich Kurt- und-Boris-Problem vom Hals schafft, ohne dabei zu morden, fand ich allerdings nicht ganz so gelungen. Aber bietet das recht offene Ende ja die Möglichkeit, eine Fortsetzung zu schreiben.

Obwohl ich das Buch total klasse fand, gestehe ich mal, dass mir der erste Teil etwas besser gefallen hat. Den fand ich irgendwie "spritziger". Aber vielleicht liegt das auch einfach daran, dass es mir da neuer erschien, die Achtsamkeitsregeln so anzuwenden. 

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Cassandra kommentierte am 23. Juni 2020 um 18:01

Mir hat das Buch und vor allem der großartige Humor sehr gefallen und bin am Überlegen, ob ich den ersten Teil noch lesen soll. Oder ich warte einfach auf den Nachfolger.
Für mich sieht es auch danach aus, damit der Schluss auch noch besser ausgearbeitet wird.

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Konstanze S. kommentierte am 23. Juni 2020 um 20:41

Auch ich habe nun fertig und mir geht es wie den meisten hier:

Der erste Teil hat mich viel mehr gepackt. Da war noch alles neu und spannend. Inhaltlich war der zweite Teil schwächer und weniger spannungsreich.

Das Ende leuchtet auch mir nicht ein: Björn mauert zu, also werden Kurt und Boris letztendlich deswegen sterben. Und zwar verdammt jämmerlich. Und das, wo Björn und Sascha doch gar nicht mehr morden wollten? Unglaubwürdig.

Björn sagt zwar noch: Tut ihr einfach gar nichts, sterbt ihr beide wegen Unterlassung des jeweils anderen ... aber moralisch (und ich denke auch strafrechtlich?) hat der Schuld, der sie im Keller gefesselt einmauert. Klein-Björn hätte Tapsi derartiges nie angetan :-D

Einen dritten Teil brauche auch ich nicht unbedingt. Aber einen neuen Roman von Karsten Dusse würde ich sehr gerne lesen.

Vielen Dank an wld und alle Teilnehmer*innen für diese LR! <3

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 317 - 476
melange kommentierte am 24. Juni 2020 um 15:51

Also ich würde auch noch einen dritten Teil lesen. Wenn ich nämlich mit diesem Buch eingestiegen wäre, hätte ich es "unvergleichlich" gut gefunden. Das ging zwar nicht mehr, weil ich den Vorgänger kannte, aber bis auf das Ende fand ich ihn nicht schlechter.