Leserunde

Leserunde zu "Das Labyrinth des Fauns" (Cornelia Funke, Guillermo del Toro)

Das Labyrinth des Fauns - Cornelia Funke, Guillermo del Toro

Das Labyrinth des Fauns
von Cornelia Funke Guillermo Del Toro

Bewerbungsphase: 20.06. - 04.07.

Beginn der Leserunde: 11.07. (Ende: 01.08.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir 20 Freiexemplare von "Das Labyrinth des Fauns" (Cornelia Funke, Guillermo del Toro) zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch. 

ÜBER DAS BUCH:

Der neue Roman von Cornelia Funke - poetisch, sprachgewaltig, monumental

Spanien, 1944: Ofelia zieht mit ihrer Mutter in die Berge, wo ihr neuer Stiefvater mit seiner Truppe stationiert ist. Der dichte Wald, der ihr neues Zuhause umgibt, wird für Ofelia zur Zufluchtsstätte vor ihrem unbarmherzigen Stiefvater: ein Königreich voller verzauberter Orte und magischer Wesen.
Ein geheimnisvoller Faun stellt dem Mädchen drei Aufgaben. Besteht sie diese, ist sie die lang gesuchte Prinzessin des Reiches. Immer tiefer wird Ofelia in eine phantastische Welt hineingezogen, die wundervoll ist und grausam zugleich. Kann Unschuld über das Böse siegen?

Inspiriert von Guillermo del Toros grandiosem oscarprämierten Meisterwerk »Pans Labyrinth« schafft Bestsellerautorin Cornelia Funke eine Welt, wie nur Literatur es kann.

ÜBER DIE AUTOREN:

Cornelia Funke zählt zu den international erfolgreichsten und bekanntesten deutschen Kinder- und Jugendbuchautoren. In ihrem Schreibzimmer hing jahrelang das Filmposter von ›Pans Labyrinth‹ des mexikanischen Regisseurs Guillermo del Toro an der Wand. Del Toro wusste, wie sehr Cornelia Funke seine Filme liebt, seit sie ihm eine spanische Ausgabe der »Tintenwelt« für seine Kinder zukommen ließ. Als er sie schließlich bat, eine Romanfassung von ›Pans Labyrinth‹ zu schreiben, hielt sie das für ein unmögliches Unterfangen: »Aber zu unmöglichen Aufgaben kann man nicht nein sagen!«, so die Autorin, »das wissen wir schließlich aus den Märchen. Die Aufgabe wurde eins meiner aufregendsten kreativen Abenteuer.« Cornelia Funke wurde für ihre Bücher mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Sie lebt in Malibu, Kalifornien.

Guillermo del Toro ist Filmregisseur, Drehbuchautor, Produzent und Romanautor und erhielt für sein Schaffen unzählige Preise. Mit Werken wie ›Pans Labyrinth‹ zählt er zu den bekanntesten und erfolgreichsten Regisseuren der Welt.

03.08.2019

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 114

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 114
MissGoWest kommentierte am 12. Juli 2019 um 11:21

Die märchenhafte Atmosphäre des Romans hat mich sofort in seinen Bann gezogen.

Carmen versucht, das Wohlergehen ihrer Tochter zu schützen und natürlich auch ihr eigenes Wohl. Daher wendet sie sich an Vidal, obwohl sie im Grunde ihres Herzens weiß, dass es nicht das Richtige ist. Sie hat aber das Gefühl, nicht anders handeln zu können.

Ihr Verhältnis zu Ofelia ist durchaus liebevoll, aber Carmen fehlt die (kindliche) Zuversicht, dass die Dinge sich positiv entwickeln können. Daher sieht sie keinen anderen Ausweg, als Vidal als ihren Ehemann zu wählen. Das geschieht meinem Gefühl nach in erster Linie, weil sie Ofelia liebt und sie schützen möchte.

Das Auge führt Ofelia zu den Ruinen der steinernen Skulpturen. Augen auf -- Gefahr! Augen zu -- einfach durch... Auge um Auge, Zahn um Zahn. Holzauge, sei wachsam. Augen können so vieles symbolisieren -- auch den Spiegel der Seele... All das spielt hier herein.

Die Fee hat etwas Verschlagenes -- ein Wechselspiel von Gut und Böse. Mercedes dagegen vertraue ich -- er liegt in erster Linie das Wohlergehen ihres Rebellenbruders und seinen Gefährten am Herzen. Wie Ofelia erkennt sie auf den ersten Blick die wahre Natur von Vidal.

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MissGoWest kommentierte am 12. Juli 2019 um 11:23

Auf Seite 48 ist die erste traumhafte Illustration des Buches. Ich könnte mich darin verlieren... Sie macht richtig Lust darauf, mal wieder einen Bleistift in die Hand zu nehmen und zu zeichnen.

Ich habe die Rauchsäule definitiv zu interpretiert, dass dort das Lager der Rebellen ist, zu denen der Bruder von Mercedes gehört. Es wird zu Mord und Totschlag kommen -- und zu viel Leid.

Die Geschichte der Unterwelt und dem Schicksal von / der Suche nach Moanna ist so geschickt in die Gegenwartsgeschichte gewebt, dass sie mir wie eine Einheit vorkommt -- die Übergänge sind fließend, alles ist möglich.

Natürlich wird Ofelia ihr Schicksal als Moanna annehmen -- und sie wird ihr Bestes geben, die Prüfungen zu bestehen. Ihr Schicksal im wirklichen Leben, ihr Schicksal als Moanna -- alles ist eins. Die Herausforderungen werden also enorm sein -- und es wird Totschlag und viel Leid geben.

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PLC kommentierte am 12. Juli 2019 um 17:15

Ich kenne den Film und habe ihn wie viele andere auch positiv in Erinnerung. Da der Plot also an sich steht, ging es für mich nun darum, wie Cornelia Funke diesen in Romanform ungesetzt hat. Glücklicherweise war ich vom Einstieg begeistert und bin darum zuversichtlich, dass mir das Buch ingesamt sehr gefallen wird. 

Zwischendurch kommen so eine Art Märchen vor, aber das Buch ist ingesamt nicht besonders dick und es geht zügig voran. Die erste Prüfung ging beispielsweise doch sehr flott vonstatten. Da find ich den "realen" Handlungsstrang bisher fast packender, beispielsweise mit der schwangeren Mutter und wie unglücklich das Essen mit der Witwe, Vidal & Co. verlief. Natürlich freue ich mich aber auch auf weitere Begegnungen mit dem Faun und all den anderen magischen Geschöpfen. 

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Runar RavenDark kommentierte am 13. Juli 2019 um 01:35

Ich bin gleich im Film von "Pans Labyrinth". Die Atmosphäre ist unglaublich düster, märchenhaft und sehr bedrückend. Die Kriegszeit perfekt in ihrem Schrecken eingefangen. Ich hab die erste schreckliche Szene mit den Hasenjägern gleich vor Augen, die mich damals im Film bereits schockiert hat. Die Zeichnungen im Buch und das Cover sind übrigens der reinste Wahnsinn. Ich liebe es!

Der Schreibstil gefällt mir wirklich sehr gut. Alles ist total atmosphärisch. Bis jetzt absolut perfekt.

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sendorra kommentierte am 15. Juli 2019 um 23:19

Oh ja, diese Hasenjäger-Szene gehört zu meinen gefürchtetsten Filmmomenten. Ich habe den Film mindestens vier Mal geschaut, und immer wieder schockierte sie mich.

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MrsFraser kommentierte am 16. Juli 2019 um 08:38

Wegen dieser Szene habe ich den Film noch nie weiter gesehen. Das war für die Lektüre jetzt ganz gut, weil ich nicht wusste, was passiert. ;)

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Rotschopf kommentierte am 13. Juli 2019 um 15:42

Der erste Teil des Buchs hat mir richtig gut gefallen - atmosphärisch und düster. Die schwierige Zeit spiegelt sich in der Märchenwelt wieder.

Der Schreibstil liest sich sehr schnell und angenehm. Ich bin aber nicht sicher, ob das Buch auch etwas für Kinder ist: Die Märchenaspekte gehen ja in Ordnung, weil phantastisch und irreal, aber beispielweise die Hinrichtung der beiden Männer durch Vidal... Vielleicht ein Buch zum Zusammenlesen und drüber Sprechen?

Ofelia ist eine ganz tolle Hauptfigur, nicht zu wenig erwachsen für ihr Alter und nicht zu viel. Ich finde es auch gut, dass es mit Mercedes eine starke Frauenfigur gibt - Carmen lässt in der Hinsicht ja zu wünschen übrig. Vidal ist auch sehr interessant, selbst oder gerade bei Kapiteln aus seiner Perspektive ist er mir richtig unsympatisch, ein Ungeheuer.

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MissGoWest kommentierte am 14. Juli 2019 um 18:53

Ich finde auch, dass man abwägen sollte, ob ein Jugendlicher mit 14 Jahren die realen Folterszenen verkraftet. Ich hätte es mit 14 nicht gekonnt und sicherlich Alpträume gehabt.

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Rotschopf kommentierte am 14. Juli 2019 um 20:07

Ich war schon etwas überrascht, dass die Altersempfehlung ab 14 ist.

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Dark Rose kommentierte am 14. Juli 2019 um 20:10

Hier bei Was liest du steht sogar ab 11 Jahre

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Rotschopf kommentierte am 14. Juli 2019 um 20:13

Im Onlineshop der Mayerschen wird das Buch ab 14 Jahren empfohlen. Ich finde beides etwas früh, außer eben zum gemeinsamen Lesen.

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Dark Rose kommentierte am 14. Juli 2019 um 20:18

Selbst da, halte ich es zu früh. Ich würde es allerfrühstens ab 16 Jahren freigeben, aber alles davor finde ich ist viel zu früh.

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MrsFraser kommentierte am 16. Juli 2019 um 08:40

Der Film ist ab 16, dann sollte das Buch auch ab 16 sein. 

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MissGoWest kommentierte am 16. Juli 2019 um 09:35

Eine geschriebene Geschichte wirkt anders als sich bewegende Bilder. Außerdem ist man in dem Alter schon sehr mit realer Gewalt konfrontiert -- ich war in der 11. Klasse, d.h. u.a. ein KZ-Besuch.

Märchen jenseits der Disneyversion sind ja auch nicht ohne -- und ich habe als Kind viele der Grimm-Märchen gelesen/vorgelesen bekommen. Hier ein interessanter Beitrag dazu:

http://www.maerchenpaedagogik.de/geister_achtung_boese.pdf

"Achtung böse! Die zehn grausamsten Märchen der Brüder Grimm"

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Dark Rose kommentierte am 16. Juli 2019 um 14:30

Finde ich auch, vor allem, im Film kann schnell geschnitten werden oder man kann wegschauen, beim lesen kann man allerhöchstens überlesen aber selbst da kriegt man trotzdem etwas mit.

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well_ireadaboutit kommentierte am 14. Juli 2019 um 22:26

Bei den Charakteren kann ich dir nur Recht geben. Ofelia wirkt nicht unnatürlich erwachsen und ich liebe es, wie kindlich und naiv sie in vielen Szenen rüberkommt! Allein, dass sie daran glaubt, die Prinzessin zu sein und diese Aufgaben unbedingt meistern möchte, drückt das meiner Meinung nach perfekt aus.

Und auch bei Mercedes gebe ich dir Recht, sie ist die starke Frauenfigur, die man in dieser Geschichte einfach braucht. Auch wenn die Absichten der Mutter gut sind, ist sie nunmal an den falschen Mann geraten, der ihr nicht guttut. 

Dass so viele Passagen aus Vidals Sicht geschrieben sind, hat mich da auch ein wenig überrascht und ich stimme dir zu, da wird er ncoh unsympathsicher. Ich finde nur, dass ihm ein bisschen mehr Menschlichkeit guttun würde. Bisher wirkt er ganz einfach böse, in all seinen Eigenschaften.

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SABO kommentierte am 13. Juli 2019 um 22:30

Es ist sehr lange her, dass ich "Pans Labyrinth" gesehen habe, ca DVD-ET, da es also schon so lange her ist, kann ich relativ  "unbelastet" an Funkes Werk gehen.
Danach werde ich mir die DVD besorgen und Vergleiche ziehen.

Ofelia versteht nicht, warum ihre Mutter erneut heiraten musste, sie beide hätten sich doch ohne den Schutz eines Mannes behelfen können, ihre Mutter wäre mit ihr doch nie allein gewesen, in der Stadt zu bleiben, wäre ihr eh lieber gewesen - bei all ihren Büchern.

Die Bücher - mein Gott - welche mitnehmen, welche dalassen. Ist es nicht schön zu lesen, das die Protagonistin ein Büchernarr ist? Da hat man doch gleich einen Bezug zu ihr, sie muss gar nichts tun, die Sympathie kommt postwendend.
Vidal ist ein Monster, ein Wolf..und Ofelia hat eine Ahnung, So sieht ein Wolf aus, ein Hunger nach Blut - unstillbar. Ihre Mutter scheint ihm leichte Beute zu sein und Ofelia gefällt die Veränderung ihrer Mutter gar nicht. Wo ist ihr Urteilsvermögen?
Carmen will sogar Ofelia in ein optimales Licht stellen, das macht Ofelia traurig.

Das Bedrohliche wächst Seite um Seite..und Funke ist eine Meisterin darin, sie ist keine Kuschelautorin. Ich liebe das Buch schon deswegen.
In "Väter und Söhne" zeigt der Franco-Nazi zum erstenmal seine Grausamkeit.
Das Märchen der "alten Welt" ist schön, traurig und fesselnd. Zuerst liefen die beiden Geschichten nebeneinander, seit dem Ofelia das Auge fand, verbanden sie sich.
Der Edelmann Ayuso fand die entflohene Prinzessin, romantisch und dramatisch bis zu ihrem Tod.

Ach ja, die Rebellen im Wald, irgendwie dumm ein Lagerfeuer zu machen, warum nicht gleich eine Fahne schwenken: Hier sind wir..
Das Essen war demütigend für Carmen, ich wundere mich, dass die Gäste so wenig Respekt vor Vidals Frau hatten, sprich seiner Wahl.

Die Kröte, die Asseln, die Finger im Schlamm, der Schleim - ganz schön anschaulich und deswegen auch gruslig und eklig.. schauder..
Aber die erste Aufgabe ist gelöst. Ich mag Pan und Ofelia.

 

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MissGoWest kommentierte am 14. Juli 2019 um 18:57

Carmen mag ja Vidals Frau sein, aber zum ersten ist sie die Witwe eines Schneiders und hat selbst nur als Schneiderin geheiratet (und am Tisch war die sogenannte feine Gesellschaft versammelt) und zum zweiten sieht man deutlich, dass Vidal seine Frau von oben herab und geringschätzig behandelt.

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Dark Rose kommentierte am 14. Juli 2019 um 19:14

Mich wundert das weniger, dass sie keinen Respekt vor Carmen haben. Sie sehen sich als Elite und Carmen hat sich gleich zweifach ins Aus geschossen: 1. war sie „nur“ mit einem Schneider verheiratet - also einem Nichts für diese Leute und 2. hat sie gearbeitet nach dessen Tod und das geht ja gar nicht! Ich finde das spiegelt das Klima richtig gut wieder in dem sie jetzt leben. Carmen wird ja auch von Vidal verachtet. Er hätte sie in Schutz nehmen können aber im Gegenteil, er demütigt sie noch weiter. Er ist nicht nur ein Monster seinen „Feinden“ gegenüber, sondern auch im privaten.

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Rotschopf kommentierte am 14. Juli 2019 um 20:09

Bei mir ist es auch schon etwas länger her, dass ich den Film gesehen habe. Ich meine mich aber zu erinnern, dass das Buch bisher sehr nah daran ist.

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MrsFraser kommentierte am 16. Juli 2019 um 08:42

Bis auf die 10 Kurzgeschichten (die Erzählungen zu Beginn der Buchabschnitte aus der alten Welt) soll das Buch (stellenweise sogar fast wortgetreu) nur den Film wiedergeben.

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Rotschopf kommentierte am 16. Juli 2019 um 17:52

Dann ist das Buch ein bisschen mehr als nur "inspiriert von Guillermo del Toros Meisterwerk" wie es im Klappentext so schön heißt.

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Dark Rose kommentierte am 14. Juli 2019 um 00:00

Vorneweg: ich kenne den Film nicht. Ich werde ihn mir auch nicht ansehen.

Bisher gefällt mir das Buch leider nicht besonders. Ich finde Ofelias Stiefvater unglaublich grausam, ich finde, das ist für ein Buch ab 11 wirklich zu extrem! Ihre Mutter hält ihn für ihren Retter, ihren Prinzen, doch Ofelia sieht, was er wirklich ist: ein Monster.

Ich finde das einflechten der Märchen-Geschichte sehr schön, ebenso, wie die Illustrationen. Doch die Handlung selbst hat mich bis jetzt nicht wirklich gepackt.

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MissGoWest kommentierte am 14. Juli 2019 um 18:54

Auf Amazon ist das Buch ab 14 Jahren empfohlen, aber auch dann kann es für manchen Jugendlichen noch zu realistisch/grausam sein Mir wäre es so gegangen...

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Dark Rose kommentierte am 14. Juli 2019 um 19:09

Hier ist es ab 11 Jahren empfohlen. Aber es stimmt, selbst ab 14 ist mir das noch deutlich zu niedrig eingestuft.

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MissGoWest kommentierte am 14. Juli 2019 um 19:22

Danke -- ich hatte Dich gerade noch unter Deiner Rezension danach gefragt! Könnte das bei Was liest du ein Tippfehler sein? Normalerweise ist ein Buch ja ab 10 oder 12 oder 14 Jahren empfohlen. Das sind aber definitiv grobe Richtlinien -- es kommt total auf das Kind/den Jugendlichen/den Erwachsenen an.

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Dark Rose kommentierte am 14. Juli 2019 um 19:33

Wäre durchaus möglich, dass es sich um einen Tippfehler handelt. Klar kommt es auf die jeweilige Person an, aber ich persönlich halte es nicht geeignet für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren.

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MissGoWest kommentierte am 14. Juli 2019 um 19:49

Ich stimme Dir zu -- ich fände es auch am besten, das Buch ab 16 Jahren zu empfehlen.

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Dark Rose kommentierte am 14. Juli 2019 um 20:04

Und selbst da müsste meiner Meinung nach eine Warnung an die Eltern dabei stehen, dass brutale und grausame Szenen enthalten sind. Es gibt Jugendliche mit 16, die damit klar kommen, aber andere, für die das vielleicht zu viel wäre. Mich als Erwachsene hat das Buch ja schon erschüttert!

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MissGoWest kommentierte am 15. Juli 2019 um 12:10

Mit 16 Jahren war ich in der 11. Klasse. Da haben wir schon viel in Politik, Geschichte und auch Literatur gelernt, das teilweise härter war. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass sich das nicht geändert hat. Daher finde ich eine Alterempfehlung von 16 Jahren in Ordnung.

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MissGoWest kommentierte am 14. Juli 2019 um 19:27

Ich verstehe, dass Du den Film nicht anschauen wirst. Falls Du dennoch einen Eindruck davon haben möchtest, kannst Du Dir den Trailer anschauen:

https://www.youtube.com/watch?v=nxDKN4wwo5k

Die einzelnen Szenen sind so schnell geschnitten, dass man keine grausamen Details sieht. Aber wenn Du den Trailer siehst, merkst Du, wie eng das Buch an den Film angelehnt ist -- und dadurch so düster geraten ist.

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well_ireadaboutit kommentierte am 14. Juli 2019 um 22:18

Hui, das ging schnell! Nachdem ich mein letztes Buch gestern beendet habe, konnte ich mit "Labyrinth des Fauns" starten und bin heute mit dem ersten Abschnitt durchgekommen. Dass es so schnell ging, spiegelt auch meine Meinung wider (na gut, und die doch recht große Schrift sowie die ein oder andere uneschriebene Seite), die ist bisher wirklich positiv ist. 

Die Story kenne ich schon wegen des Filmes, den ich vor Jahren gesehen habe, und ich war ja gespannt, wie diese Geschichte in Buchform wohl sein würde. Nach und nach fallen mir mit dem Lesen auch immer mehr Details aus dem Film ein, an die ich mich vorher nicht mehr erinnert habe. EIn klein wenig schade finde ich ja, dass die Geschichte anscheinend wirklich einfach den Film in Papierform nacherzählt. Wobei "nur" da ein so negativ behaftetes Wort ist, denn auch wenn ich das schade finde, gibt das Buch doch noch einmal mehr Einblicke in das Innenleben der Charaktere und schafft ganz allgemein neue Facetten, selbst wenn die Story gleich bleibt. Und so fliege ich durch diese Geschichte, die die Realität mit einer Art Märchen verwebt. 

Vor allem dieses märchenhafte ist es ja, was mich an "Das Labyrinth des Fauns" bisher am meisten fasziniert. Die Einschübe, in denen von König und Königin sowie deren verlorener Tochter erzählen, und wenn man dan merkt, wie das alles mit Ofelia verbunden ist, das macht neugierig auf mehr. Da trägt auch Cornelia Funkes wirklich schön beschreibender Schreibstil dazu bei. Normalerweise mag ich ja keine ausschweifenderen Beschreibungen, doch hier passt es einfach und trägt zur Atmosphäre bei. Dabei muss ich mal sagen, dass mich die Alterangabe für das Buch doch überrascht hat. Ich meine ab 11 Jahren? Ja, in Buchform ist vielleicht nicht alles direkt gruselig, aber beim Schauen des Filmes hat es mich doch öfters geschaudert, da fand ich FSK 16 sehr angebracht! Und ich kann mir bei den doch auch explizit werdenden und eher schonungslosen Beschreibungen nicht vorstellen, das einem Kind zu geben...

Bevor ich weiterlese möchte ich noch kurz etwas zur Ausstattung schreiben: Denn ist sie nicht einfach wunderwunderschön? Als das Buch bei mir ankam, habe ich erst einmal geraume Zeit damit verbracht, den Schutzumschlag zu bewundern und jedes Detail darauf zu erkunden. WIe viel einfac abgebildet ist! Und wie gut es in Gesamtkonzept aussieht! Und als ich dann noch gesehen habe, dass im Innenteil Illustrationen enthalten sind...ach du je, ich bin einfach nur begeistert von dieser Gestaltung <3

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MissGoWest kommentierte am 15. Juli 2019 um 12:08

Ich bin inzwischen sicher, dass es sich bei "ab 11 Jahren" um einen Tippfehler handelt, da alle Verkaufswebseiten das vom Hersteller empfohlene Alter mit 14 Jahren angeben....

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sendorra kommentierte am 15. Juli 2019 um 23:25

Mir gefällt das Buch - also die Ausstattung, der Schutzumschlag, die Skizzen, dwr Einband - auch ausgesprochen gut! Ich vermisse nur ein Lesebändchen. Gerade, weil der Rest so toll ist, fällt auf, dass es fehlt. :-D

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 114
sendorra kommentierte am 16. Juli 2019 um 10:30

Den ersten Abschnitt hab ich nun auch in einem Rutsch durchgelesen. Ich mag das Buch bisher, allerdings liebe ich den Film auch sehr. Und den hat Funke eins zu eins nacherzählt. Ok, sie hat die Erzählung um die Vorgeschichte erweitert. Die Geschichte der Mühle. Aber sonst?
Denn selbst die Märchensequenzen, das Labyrinth und der Faun, all das gibt es genauso im Film. Manches nicht so detailiert ausformuliert, aber in der Komposition, der Mimik der Darsteller, dem Szenenbild und der Inszenierung überhaupt, ist alles sichtbar, alles erkennbar.
Ich weiß nicht, ob ich das Mehr an Erläuterungen, den geschriebenen Blick in die Gedanken der Charaktere, gut finde. Ich mag es, mir meine eigenen Gedanken machen zu dürfen, selbst hinter das Geschehen zu blicken und eigene Schlüsse zu ziehen.

"Das Labyrinth des Faun" ist ein Buch zum Film. Ein wirklich Gutes, keine Frage. Aber es ist dennoch "nur" ein Buch zum Film. Und bisher habe ich den Eindruck, dass es nicht wirklich nötig gewesen wäre, dieses Buch zu schreiben. Aber unnötige Bücher gibt es eigentlich nicht. Also, was soll's. Ich genieße es, in den Bildern zu schwelgen, die Funke mit ihren Worten wach ruft. Und in den wunderschönen Bildern.

Was die Altersempfehlung angeht. Elf ist wahrlich was früh hierfür. Wobei ich in dem Alter das erste Mal "Herr der Ringe" las. Und mit 12 "Friedhof der Kuscheltiere"... Kommt also immer aufs Kind an. Die Altersempfehlung ab 14 Jahren finde ich sehr passend. Kinder vertragen viel mehr Grausamkeit, als wir Erwachsenen es ihnen oft zutrauen. Wir wollen sie davor bewahren, dabei sehen sie eh viel mehr. Viel mehr als wir. Und sie wissen, dass es Monster gibt. So wie Ofelia. Ich denke, Kinder bzw. Jugendliche können sich sehr gut mit ihr identifizieren

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