Leserunde

Leserunde zu "Das Labyrinth des Fauns" (Cornelia Funke, Guillermo del Toro)

Das Labyrinth des Fauns
von Cornelia Funke Guillermo Del Toro

Bewerbungsphase: 20.06. - 04.07.

Beginn der Leserunde: 11.07. (Ende: 01.08.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir 20 Freiexemplare von "Das Labyrinth des Fauns" (Cornelia Funke, Guillermo del Toro) zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch. 

ÜBER DAS BUCH:

Der neue Roman von Cornelia Funke - poetisch, sprachgewaltig, monumental

Spanien, 1944: Ofelia zieht mit ihrer Mutter in die Berge, wo ihr neuer Stiefvater mit seiner Truppe stationiert ist. Der dichte Wald, der ihr neues Zuhause umgibt, wird für Ofelia zur Zufluchtsstätte vor ihrem unbarmherzigen Stiefvater: ein Königreich voller verzauberter Orte und magischer Wesen.
Ein geheimnisvoller Faun stellt dem Mädchen drei Aufgaben. Besteht sie diese, ist sie die lang gesuchte Prinzessin des Reiches. Immer tiefer wird Ofelia in eine phantastische Welt hineingezogen, die wundervoll ist und grausam zugleich. Kann Unschuld über das Böse siegen?

Inspiriert von Guillermo del Toros grandiosem oscarprämierten Meisterwerk »Pans Labyrinth« schafft Bestsellerautorin Cornelia Funke eine Welt, wie nur Literatur es kann.

ÜBER DIE AUTOREN:

Cornelia Funke zählt zu den international erfolgreichsten und bekanntesten deutschen Kinder- und Jugendbuchautoren. In ihrem Schreibzimmer hing jahrelang das Filmposter von ›Pans Labyrinth‹ des mexikanischen Regisseurs Guillermo del Toro an der Wand. Del Toro wusste, wie sehr Cornelia Funke seine Filme liebt, seit sie ihm eine spanische Ausgabe der »Tintenwelt« für seine Kinder zukommen ließ. Als er sie schließlich bat, eine Romanfassung von ›Pans Labyrinth‹ zu schreiben, hielt sie das für ein unmögliches Unterfangen: »Aber zu unmöglichen Aufgaben kann man nicht nein sagen!«, so die Autorin, »das wissen wir schließlich aus den Märchen. Die Aufgabe wurde eins meiner aufregendsten kreativen Abenteuer.« Cornelia Funke wurde für ihre Bücher mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Sie lebt in Malibu, Kalifornien.

Guillermo del Toro ist Filmregisseur, Drehbuchautor, Produzent und Romanautor und erhielt für sein Schaffen unzählige Preise. Mit Werken wie ›Pans Labyrinth‹ zählt er zu den bekanntesten und erfolgreichsten Regisseuren der Welt.

03.08.2019

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 115 bis 206

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MissGoWest kommentierte am 12. Juli 2019 um 11:24

Um ehrlich zu sein, stelle ich mir den Faun weder gut noch böse vor. Er IST einfach -- so wie das Leben.

Ich kann mir noch nicht vorstellen, was Ofelias nächste Aufgabe sein wird. Aber es wird sicher eine Heldenaufgabe sein. Wenn Carmen überlebt, aber das Baby nicht -- dann wird Carmen wohl auch nicht mehr lange leben. Wenn das Baby ein Mädchen ist, dann werden Mutter und Babytochter wohl auch nicht mehr lange leben. Vidal geht es schließlich nur um einen männlichen Erben, den er nach seinen Wünschen formen kann.

Ich habe Sorge um Mercedes und Dr. Ferreiro. Was ist, wenn dem Arzt etwas zustößt bevor Carmen ihr Kind geboren hat?

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Gittenen Bücherfresserchen kommentierte am 31. Juli 2019 um 16:01

Vidal braucht ihn noch, also lässt er ihn vorerst Leben, denke ich

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MissGoWest kommentierte am 12. Juli 2019 um 11:26

Ofelias zweite Aufgabe in der Unterwelt beim Bleichen Mann haben mich in den Film zurückversetzt. Genau dieses Szene ist mir am lebhaftesten in Erinnerung geblieben -- vielleicht, weil sie wirklich grauenvoll ist. Ehrlich gesagt fühle ich mich hier an einen Horrorroman erinnert. Tartas Folter und Tod hat mich definitiv auch mitgenommen -- es ist nicht einfach, dieses Buch zu lesen. Da ich mich in einer emotionalen Ausnahmesituation befinde, fließen bei einigen Stellen im Buch auch die Tränen -- aber ich habe das Gefühl, dass es heilsame Tränen sind. Ich finde so viele Stellen im Buch, in denen ich mich wiederfinde -- und auch Stellen, die Hoffnung und Zuversicht geben.

Tarta wird alles versuchen, nichts zu sagen, aber er ist nur ein junger Mann. Pedro wird wohl (noch) nicht tot sein, aber ich wage fast nicht, an sein zukünftiges Schicksal zu denken.

Der Dolch könnte dazu dienen, Vidal den Todesstoß zu versetzen -- den Wolf und damit die Dunkelheit zu töten. Er könnte die Passage in eine bessere Zeit -- oder eine bessere Welt -- signalisieren. Aber ich habe das Gefühl, dass Ofelia auch diese Welt verlässt, um eine neue Seite in einer neuen Welt aufzuschlagen -- ihre neue, bessere Geschichte.

Bei der Alrauenwurzel musste ich an den jüdischen Golem denken. Ich traue dem Faun nicht über den Weg, daher zweifle ich daran, dass nur gute Absicht dahinter steckt. Den Tod der Feen -- und die Schwäche Ofelias -- wird er nicht verzeihen.

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sendorra kommentierte am 19. Juli 2019 um 11:14

"Ich finde so viele Stellen im Buch, in denen ich mich wiederfinde -- und auch Stellen, die Hoffnung und Zuversicht geben."
So schön, dass Du das schreibst. Als ich damals den Film zum ersten Mal sah, ging es mit ähnlich. Ich sah nicht nur das Üble, sondern auch die Stärke der Menschen. Unseren unzerstören Willen gegen unsägliche Widerstände Gutes zu schaffen und die Hoffnung nicht aufzugeben.
Aber ich habe mich auch sehr an mich als Kind erinnert. Ich fühlte mich Ofelia so nah. Wie sie, habe ich meine eigene Welt bevorzugt. Und wie für sie war diese Welt für mich sehr real. Ich danke dem Schicksal, dass meine Realität dann aber doch so viel heller war, als Ofelias!

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MissGoWest kommentierte am 19. Juli 2019 um 12:09

Ich finde auch, dass man das Buch auf die eine oder andere Art lesen kann -- und das ist ein wenig, wie man dem Leben begegnet. Das Geheimnis liegt einfach darin, das Augenmerk auf die positiven, lebensbejahenden Momente zu legen, auch wenn man sich des Negativen bewusst ist. Das ist nicht immer einfach, aber es lohnt sich. Man ist mehr mit sich selbst im Reinen und geht mit mehr Zuversicht an alles heran. Jetzt höre ich mich ein wenig wie ein Ratgeber zum besseren Leben an. ;) Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass vieles davon wahr ist. Für mich konkret hieß das übrigens in den letzten zwei Minuten, dass ich diesen Absatz dreimal unterbrochen habe, weil mein Kater neben mir dreimal einfordert hat, dass ich ihn unter dem Kinn streichle. Hier musste ich Prioritäten setzen. :)

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SABO kommentierte am 20. Juli 2019 um 22:46

Ja auf die eine oder andere Art..ich habe auch in all dem "Bösen", oder gerade deswegen, viel Positives entdecken können, wobei ich zugeben muss, dass sich der Hass auf Vidal, etwas zu gut transportiert hat, ich hatte Mercedes´ Messer mitgeführt und bedauerte es ebenfalls, dass die Klinge zu kurz war.

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sendorra kommentierte am 23. Juli 2019 um 09:24

<3

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Dark Rose kommentierte am 14. Juli 2019 um 00:25

Das Buch ist noch immer nicht meins. Ich finde es zwar interessant, was für Prüfungen Ofelia durchstehen muss, aber für ein Jugendbuch ab 11 ist es meiner Meinung nach noch immer viel zu brutal. Ja, es herrscht Krieg und Vidal ist ein grausames Monster aber in einem Buch für diese junge Altersgruppe, hätte ich mit einer deutlich entschärften Gewalt gerechnet.

Der Faun war bei ihrem zweiten Treffen jünger - vielleicht geht es bei ihren Prüfungen nicht darum zu beweisen, dass sie die Prinzessin ist, sondern der Faun erhält dafür etwas. Im Moment scheint er seine Jugend zurück zu bekommen, vielleicht am Ende sogar mehr als das. Möglicherweise sogar die Herrschaft über das untere Königreich?

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MrsFraser kommentierte am 16. Juli 2019 um 08:46

Meiner Meinung nach wird das Buch einfach falsch vermarktet. Alle sprechen darüber als 'Das neue Fantasy-Buch von Cornelia Funke', es ist aber halt 'Das Buch zu Guillermo del Toros Gruselfilm'. Aber als ersteres verkauft es sich deutlich besser.

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Dark Rose kommentierte am 16. Juli 2019 um 14:32

Da gebe ich dir durchaus recht. Ich finde das nicht richtig. Man könnte es ja auch vermarkten als "Cornelia Funke mal ganz anders" oder so, das würde bestimmt auch ziehen, wäre aber ein erster Hinweis, dass es kein typisches Funke-Buch ist.

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Herzensbücher kommentierte am 19. Juli 2019 um 06:57

Ja, der Meinung bin ich auch! Es heißt das Buch sei "inspiriert" durch den Film - aber es erzählt eigentlich "nur" den Film nach. Für mich ist das etwas enttäuschend, weil ich mir mehr von dem Buch versprochen habe. Beispielsweise, dass die Geschichte weitererzählt wird oder so.

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esposa1969 kommentierte am 19. Juli 2019 um 18:36

Genau dem stimme ich zu, es ist 1 zu 1 der Film nicht einmal abgewandelt. Wir hatten mal in der Schule die Lektüre "Kleider machen Leute" gelesen danach den Film geschaut und der war dann ziemlich anders aber hier ist es der Film wirklich eine Nacherzählung und ich die den Film aus dem ff kennt bn gerade etwas gelangweilt. Aber die Illustrationen sind toll, wenn auch recht wenig und sogar die sehen den Film Fguren gezeichnet ähnlich.

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La Tina kommentierte am 19. Juli 2019 um 10:53

Ich verstand es von vornherein als 'Buch zum Film'.

Sie erzählte, del Toro sei an sie herangetreten, das Buch zu schreiben. An seiner Stelle würd ich auch darauf bestehen, an der Handlung bzw. dessen Aussage nichts zu ändern. Die eingefügten  Passagen der Legende runden die Erzählung doch sehr schön ab. Mir gefällt, was sie daraus gemacht hat, ihre Wortwahl passt zur Atmosphäre des Buches.

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sendorra kommentierte am 19. Juli 2019 um 11:21

Text auf der Verlagsseite: "Inspiriert von Guillermo del Toros grandiosem oscarprämierten Meisterwerk »Pans Labyrinth« schafft Bestsellerautorin Cornelia Funke eine Welt, wie nur Literatur es kann."

Danach hätte ich auch mit mehr Eigenkreativität gerechnet. Die Worte sind toll (wobei ich an einigen Stellen tatsächlich das Gefühl habe, dass die Übersetzung nicht ganz optimal ist...), aber: "wie nur Literatur es kann"? Ernsthaft? Das setzt den Film herab. Denn der schuf und zeigte diese Welt schon ziemlich perfekt. Vielleicht nehme ich dem Marketing diese "Herabsetzung" ein wenig übel... ;-)

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La Tina kommentierte am 19. Juli 2019 um 14:40

Zitat der Verlagsseite:

"Del Toro wusste, wie sehr Cornelia Funke seine Filme liebt, seit sie ihm eine spanische Ausgabe der »Tintenwelt« für seine Kinder zukommen ließ. Als er sie schließlich bat, eine Romanfassung von ›Pans Labyrinth‹ zu schreiben, hielt sie das für ein unmögliches Unterfangen: »Aber zu unmöglichen Aufgaben kann man nicht nein sagen!«, so die Autorin, »das wissen wir schließlich aus den Märchen. Die Aufgabe wurde eins meiner aufregendsten kreativen Abenteuer.«"

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Herzensbücher kommentierte am 22. Juli 2019 um 21:23

Ich gebe dir recht, das Buch wird defintiv falsch vermarket. Ich bin auch darauf "reingefallen" - inspiriert vom Film wird immer geschrieben, dabei ist es fast wortwörtlich der Film wiedergegeben. Deshalb war auch ziemlich enttäuscht vom Buch, ich hatte gehofft, etwas von Cornelia Funke lesen zu dürfen, ein Abschrieb des Films, auch wenn es schön geschrieben ist, hätte ich wahrscheinlich nicht gelesen.

 

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sendorra kommentierte am 23. Juli 2019 um 09:26

@Herzensbücher: "ich hatte gehofft, etwas von Cornelia Funke lesen zu dürfen, ein Abschrieb des Films, auch wenn es schön geschrieben ist, hätte ich wahrscheinlich nicht gelesen"

Ja, das geht mir ganz, ganz, ganz genauso! Jetzt muss ich aufpassen, dass ich Deine Worte nicht für meine Rezension klaue. ;-D

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La Tina kommentierte am 23. Juli 2019 um 20:59

Die Legende rund um das Labyrinth ist doch von ihr. Empfinde ich als sehr schöne Ergänzung.

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Gittenen Bücherfresserchen kommentierte am 31. Juli 2019 um 16:22

Ich finde es nicht schlimm,da ich den Film nicht kenne. Mit den Illustationen ist es doch eher ein Märchenbuch geworden, auch wenn es eine Nacherzählung ist.Nichts kann schöner erzählen als ein Buch.

Grimme Märchen sind ja auch nur Nacherzählungen und trotzdem hochgeschätzt.

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La Tina kommentierte am 19. Juli 2019 um 00:55

Stimmt, der Faun wird jünger, fitter, stärker.

Stirbt man nicht endgültig, wenn der Glaube, der Gedanke an einen verlischt? Ofelias Glaube an ihn gibt ihm seine Kraft zurück. So verstehe ich es.

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MissGoWest kommentierte am 19. Juli 2019 um 12:11

Das ist eine wundervolle Interpretation -- und ich stimme Dir voll und ganz zu!

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Dark Rose kommentierte am 19. Juli 2019 um 14:13

Das ist eine tolle Idee!

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FIRIEL kommentierte am 21. Juli 2019 um 14:04

Sehr schön, darauf wäre ich nicht gekommen.

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Gittenen Bücherfresserchen kommentierte am 31. Juli 2019 um 16:18

Ich würde es nicht so negativ sehen , dass es nicht darum geht Prüfungen zu bestehen , sondern dass es eher so ist wie mein Vorgänger es beschrieben hat ( Glaube gibt Kraft)

Was du schriebst wäre Schmarotzer,  ich glaube es ist aber eher eine Symbiose.Bis jetzt mag ich den Faun und ich glaube auch dass er sich freuen würde Ofelia ins Königreich zurück zu bringen

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well_ireadaboutit kommentierte am 17. Juli 2019 um 06:43

Es geht ja wirklich spannend weiter! Auch wenn ich schon weiß, wie es ausgehen wird, ist es für mich noch interesssant zu sehen, wie alles umgesetzt wird. Vor allem diese märchenhaften Passagen zum Anfang jedes Abschnitts erzählen ja nochmal mehr Hintergrund und es ist spannend zu erfahren, wie die Personen miteinander verbunden sind, welche Vorgeschichte sie haben.

Doch auch ansonsten finde ich es wirklich interessant. Dass Ofelia hinsichtlich des Fauns die ersten Zweifel kommen. Er kommt aber auch wirklich verschlagen rüber, wie ich finde. Und die Tatsache, dass er jedes Mal jünger wirkt, wenn sie ihn trifft, ist doch auch echt seltsam. Auch wie viel man über Vidal erfährt ist super. Er wirkt auf mich zwar immer noch zu schwarz (also zu bedingungslos böse), doch schon allein, dass man seine Gedankengänge liest, ist spannend. 

Die gesamte Atmosphäre des Buches bleibt düster. Besonders das Ende dieses Leseabschnitts entführt noch einmal in die Abgründe des Menschen und das, was der Krieg mit einem anrichtet. Als Vidal einfach nur die Werkzeuge zeigt, mit denen ar Tarta foltern wird, da lief es mir kalt den Rücken hinunter. Ich brauche gar nicht zu wissen, was genau er mit der Schraube anfangen wird, meine Fantasie flüstert mir genügend brutale und ekelhafte Dinge zu. Allerdings fällt mir auf, dass das Buch im Vergleich zum Film zwar ähnlich düster, aber nicht unbedingt gruselig ist. Ich kann mich zum Beispiel sehr gut daran erinnert, dass ich jede Begegnung mit dem Faun im Film schrecklich gruselig fand, genauso wie den bleichen Mann. Doch besonders letzterer wird zwar sehr bildlich beschrieben, aber mir kam die Szene dennoch sehr kurz vor und die Gänsehaut fiel bei mir weg. 

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La Tina kommentierte am 19. Juli 2019 um 00:59

Wie gruselig eine Szene ist, kann man über die eigene Fantasie beim Lesen noch recht gut selbst steuern und ggf Grausames überlesen. Rein von der Beschreibung her fand ich den Bleichen Mann längst nicht so gruselig wie das Monster im Film.

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sendorra kommentierte am 19. Juli 2019 um 11:22

"Von der Beschreibung her fand ich den Bleichen Mann längst nicht so gruselig wie das Monster im Film."
Das ging mir ganz genauso! :-)

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Rotschopf kommentierte am 17. Juli 2019 um 13:28

Der zweite Teil hat mir auch gut gefallen, vor allem die eingestreuten Märchenpassagen und die Geschichte um den Dolch und das Rasiermesser. Die Beschreibung des bleichen Manns hat mir irgendwie nicht so zugesagt, auch wenn ich noch aus dem Film wusste, worauf es hinauslaufen sollte. Die Kampfszene im Wald und die Folterszene in der Scheune habe ich als brutaler als die Szenen im ersten Teil empfunden. Ich denke (wie wohl die meisten hier), dass das Buch eher ein Märchenbuch für Jugendliche ab 16 oder für Erwachsene ist. Insgesamt ist dieser Teil düsterer als der erste.

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La Tina kommentierte am 19. Juli 2019 um 01:02

Die Empfehlung ab 14 halte ich für gerechtfertigt und stimmig. In dem Alter wissen die Jugendlichen, was Krieg ist und daddeln bereits ihre Zombiekalypse-Spiele. Und das Buch geht nicht allzu sehr in Details wie bei Horrorromanen für Erwachsene, sondern bleibt abstrakt genug.

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sendorra kommentierte am 19. Juli 2019 um 11:24

"Die Empfehlung ab 14 halte ich für gerechtfertigt und stimmig."

Auch da bin ich voll bei Dir.

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Gittenen Bücherfresserchen kommentierte am 31. Juli 2019 um 16:25

Auch wenn einige durch daddeln Grausamkeiten gewöhnt sind, heißt das noch lange nicht , dass ich es für gut befinde. Gerade Kinder die lieber zu einem Buch greifen brauchen so was nicht zu lesen.

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Estrelas kommentierte am 21. Juli 2019 um 14:22

Die Märchen zwischendurch mit all ihren Anspielungen auf das, was folgt, gefallen mir auch sehr gut - sie wirken teilweise wie eine Vorhersage, was demjenigen passieren wird, der Böses im Sinn hat

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PLC kommentierte am 18. Juli 2019 um 08:54

Ich fand die Märchen zwischendurch bisher ganz nett. Im zweiten Abschnitt fügten sie sich nun besser zu einem Bild zusammen und haben für mich dadurch an Wert gewonnen. 

Auf das Kapitel mit dem bleichen Mann hab ich mich schon sehr gefreut. Ich weiß nicht, wie ich ihn mir beim Lesen vorgestellt hätte, hätte ich nicht bereits das einprägende Bild aus dem Film gekannt. 

Das Buch ist brutal, das finde ich auch. Ich bin aber wohl die richtige Zielgruppe. Ich kenne den Film von damals und erlebe die Geschichte nun in Romanform. 

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La Tina kommentierte am 19. Juli 2019 um 01:04

Hier war wieder deutlich die Verbindung zwischen Ofelias zweiter Aufgabe und der Realität zu erkennen:

Der Böse lockt mit Leckereien in eine tödliche Falle. So, wie bei Ofelia zwei Feen starben, mussten bei den Rebellen ca ein Dutzend Männer auf dem Hügel ihr Leben lassen, nachdem sie die Scheune geplündert hatten, Vidals Mausefalle, gefüllt mir Speck, Tabak und Medikamenten. Dass die Sachen in der Scheune waren hatte Ofelia mitbekommen, da liegt es nah, wenn sie sowas in ihrer Fantasie verarbeitet. Nur die Alraune fällt da noch etwas raus.

Ebenso die Verbindung mit den Erzählungen der früheren Legenden zu der Realität: Die damalige Hexe Rocio und die Köchin Rocio. Die Uhren, die beim Tod stehenbleiben, sowohl in der Erzählung wie auch bei Vidals Vater. Das Rasiermesser, das die bösen Erinnerungen nie verstummen lässt wie auch Vidal keinen Seelenfrieden findet.

Bei dem Bleichen Mann musste ich an Voldemort denken, nur eben mit Augäpfeln in den Händen und etwas schlafferer Haut. Oder an die Böse Hexe bei Hänsel und Gretel, die auch die Kinder mit Leckereien anlockte, um sie zu fressen.

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Gittenen Bücherfresserchen kommentierte am 31. Juli 2019 um 16:31

Es könnte aber sein , dass die Köchin Rocio die Enkelin der Hexe ist, die auch Köchin sein soll. Ich lese es immer noch als Märchen.Ich verstehe nicht warum es nur die Fantasie des Mädchen sein soll. Ist die Unendliche Geschichte den etwa  auch kein Fantasiebuch?

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Steliyana Dimitrova kommentierte am 19. Juli 2019 um 15:01

Ich fange erst mit der Kritik an: kein Blocksatz von Seite 89 bis Seite 179. 

Das Buch gefällt mir immernoch sehr gut. Ich finde, dass die Charaktere das Leben widerspiegeln. Manche sind verträumt und glauben an Magie und an das Gute, so wie Ofelia. Andere sind blind vor Liebe und sehen durch die rosarote Brille, durch die man nur das sieht, was man sehen möchte, so wie Carmen. Es gibt auch viele Menschen, die unfähig sind, Andere Liebe und Aufmerksamkeit zu schenken und sind einfach vom Bösen besessen, so wie Vidal. 

Nur der Faun bleibt noch ein Geheimnis. Er ist irgendwie... wie das Leben: manchmal gut, manchmal böse. Ich bin aber eher der Meinung, dass er Ofelia wirklich helfen möchte. Vielleicht ist er sogar ihr Vater? 

Mercedes finde ich sehr sympathisch. Ich bewundere ihren Mut. Umso schlimmer ist es, dass genau ihr Bruder Pedro gefangen und gefoltert wird. 

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La Tina kommentierte am 19. Juli 2019 um 15:11

"Ich fange erst mit der Kritik an: kein Blocksatz von Seite 89 bis Seite 179. "

Die Legenden sind ohne Blocksatz, der Rest schon.

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FIRIEL kommentierte am 21. Juli 2019 um 14:08

Es ist doch nicht Pedro, der gefangen wird! Kommt das noch im dritten Teil?

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Steliyana Dimitrova kommentierte am 21. Juli 2019 um 14:40

Herrje, es ist ja Tarta... Kurz nicht aufgepasst. Danke für den Hinweis. 

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gandalf1991 kommentierte am 19. Juli 2019 um 22:00

Auch ich stimme zu, dass das Buch sich arg an den Film anlehnt und wer den Film kennt liest hier alles 1 zu 1. Ofelias 2. Prüfung, die sie mehr oder minder besteht, dennoch aber vom Verbotenenden nascht und die Feen die sie zi warnen versuchten ihr Leben opferten. Die Rebellen schlagen zu, Ofelias Mama leidet zunehmend an der Schwangerschaft und der Filmkenner weiß ja nun, dass die nächste Prüfung ansteht....

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Estrelas kommentierte am 20. Juli 2019 um 10:48

Ich muss sagen, dass mich das Verhalten des Stiefvaters derart abstößt, dass ich bedaure, dass sein Handlungsstrang so viel Raum einnimmt. Ein bisschen mehr Magie (die Szene mit Kreide und Tafel hätte noch viel mehr Potenzial gehabt) fände ich besser, denn das sind die in meinen Augen besonderen Momente des Buchs. Die hungrige Wurzel finde ich ein wenig gruselig, aber immerhin ist sie eine Hilfe.

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La Tina kommentierte am 20. Juli 2019 um 18:36

Ich empfinde die Szenen mit Vidal schon als wichtig, um die Schrecken ausreichend darzustellen.

Wie du bereits sagtest, hätten die fantastischen Szenen aber etwas ausführlicher ausfallen können.

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SABO kommentierte am 20. Juli 2019 um 22:39

Die Alraune ist eine Mischung zwischen Aberglaube und Magie, eine tolle Erzählbrücke, zwischen Carmens Problemschwangerschaft und ihrer dramatischen Niederkunft. Auch ein bissl gruselig.

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La Tina kommentierte am 21. Juli 2019 um 19:53

Die Alraune ist vor allem auch ein Element in der Geschichte, was einen unsicher werden lässt, ob alles rund um den Faun nun nur Ofelas Fantasie entspringt oder nicht.

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Gittenen Bücherfresserchen kommentierte am 31. Juli 2019 um 16:33

Daumen hoch, endlich jemand , der es zulässt

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SABO kommentierte am 20. Juli 2019 um 22:33

Das blutige Buch:
Gruselig und traurig. Traurig, weil es die Zukunft Carmens zeigt, das viele Blut heißt einfach nichts Gutes. Traurig auch, weil es Vidal nur soviel interessiert, als das sein Sohn lebend davon kommt, für Ofelia hat er eh nichts übrig. Warum hat er sich so ein "schwaches Weib" überhaupt ausgesucht, als Brutmaschine?
Die Szene beim Abendessen: Der Captain ist peinlich berührt, als die Frauen sie ausfragen, wie eine Hyäne ist die Witwe. Mich wundert, wie wenig Respekt sie der Frau ihres Gastgebers entgegenbringen, das hätte ihn doch erzürnen sollen, doch er macht sich lustig über sie. Carmen muss wirklich sehr naiv sein und einsam, das sie auf ihn hereingefallen ist. (Dazu hat mir ein kleines Kapitel des Kennenlernens gefehlt, aber es ist nicht wirklich wichtig, ihr Mann war sein Schneider und so kam es irgendwie..)
Die Hexe:
Wie ein uraltes Märchen, grausam und ohne Happy End, aber total genial. Der Müller hat bei ihrem Mord zugesehen, auch er wird bestraft, der Frosch..das Silber.
Die Gier nach dem Silber: Die Dörfler zerstören rundum alle Natur um sich zu bereichern. Klingt wie eine Analogie auf unser "Klima-Märchen", dem schnöden Mammon zu liebe, wird das Sterben unserer Umwelt, verdrängt. (Der Gedanke kommt einem automatisch.)
Die zweite Aufgabe: Wirklich sehr anschaulich und alptraumhaft in Szene gesetzt.
Ein bleicher Mann, der ein Kinderfresser ist, boah - die gesammelten Schuhe, daran werde ich noch lange denken. Und dann kommt es wie im klassischen Märchen, die Protagonistin widesteht der Versuchung nicht und es kommt zur Katastrophe..nur zwei Trauben..Mann möchte sie schütteln, oder?
Der Faun zieht sich entäuscht zurück, aber natürlich wird er wiederkommen, nicht?

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FIRIEL kommentierte am 21. Juli 2019 um 14:11

Dieser zweite Teil ist schrecklich brutal, in beiden Welten. Der bleiche Mann, der offensichtlich Kinder frisst und hier zwei Feen - würg! Und in der Realität Vidal, der dem Gefangenen die Werkzeuge zeigt (da kann ich mir schon genügend ausmalen) und ihn dann mit dem Stottern unter Druck setzt; das ist schreckliche Psycho-Folter. Und zum Schluss einfach mit dem Hammer ins Gesicht... Ich glaube, diesen Film sehe ich mir doch besser nicht an.

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Lene108 kommentierte am 23. Juli 2019 um 10:52

An dieser Stelle bin ich vor allem so entsetzt und traurig über das Böse, das sich in der Geschichte zeigt, vor allem natürlich in der Person Vidals. Ist dieser Mann überhaupt ein Mensch? Oder einfach ein seelenloses Monster? "Wenn Sie sich entscheiden müssen, retten Sie das Kind."  Wie unfassbar grausam. Und Ofelia ahnt, dass ihrer Mutter Schlimmes bevorsteht. Was für ein Alpdruck für so ein junges Mädchen.

Gleichzeitig bangt man um die Rebellen und fürchtet, dass sie kaum eine Chance haben, was sich nur allzu bald bewahrheitet. Dazu das perfide Katz-und-Maus-Spiel, das Vidal mit dem Gefangenen, aber auch mit dem Arzt oder mit Mercedes spielt.

Ofelias zweite Prüfung hat eine unerwartete Wendung genommen, die den Faun erzürnt und ihr den Weg zurück in ihr Königreich versperrt - vorerst oder für immer?

Gerade kann man sich nicht vorstellen, dass diese Geschichte in irgendeiner Weise noch gut ausgehen kann. Und das Weiterlesen fällt mir gerade schwer.

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La Tina kommentierte am 23. Juli 2019 um 20:03

Ich denke, sein Vater hat ihn zu diesem Menschen gemacht. Sein Vater, der ihm beibrachte, dass Monster auf zwei Beinen gehen.

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Lene108 kommentierte am 23. Juli 2019 um 22:06

Wahrscheinlich. Und Vidal ist ja nicht der einzige, er ist sogar eine recht typische Kriegserscheinung - wie es bei Tartas Gefangennahme heißt: "[der] Capitán, der die Sorte Teufel in Uniform war, der Tarta nie hatte begegnen wollen." Wie kann man nur so werden wollen - oder seine Kinder dazu erziehen???

Ich frage mich gerade, ob Vidal im Buch sein Ende findet, oder man als Leser aushalten muss, dass er die Geschichte überlebt...

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Lesemaus2016 kommentierte am 29. Juli 2019 um 00:14

Es geht spannend und brutal weiter. Eigendlich wie das echte Leben. Die Märchen zwischendurch finde ich immer besser, sie verbinden die Vergangenheit mit der Gegenwart. Das der Faun nach jeder Aufgabe jünger wird finde ich ein bischen komisch. Warum nur?

Der Kampf, Vidal gegen die Rebellen wird immer brutaler. Ich hoffe, das nicht beschrieben wird, wie Tarta gefoltert wird. Das möchte ich echt nicht lesen.

Mit dem Dolch könnte Ofelia, den Wolf (Vidal) und somit das Böse töten. Ich hoffe das er dafür bestimmt ist.

Als ich das mit der Alraunenwurzel gelesen habe, musste ich sofort an das Gewächshaus in Harry Potter denken. Schnell weiter lesen.

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Gittenen Bücherfresserchen kommentierte am 30. Juli 2019 um 13:11

Die Hexe im ersten Kapitel dies Abschnitts erinnert mich an die schottische Sagen der Kelpies

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 115 bis 206
Gittenen Bücherfresserchen kommentierte am 30. Juli 2019 um 13:39

Ich ganz immer von der Annahme aus, dass ein Faun da er halb Mensch halb Ziegenbock ist,ein Pflanzenfresser wäre. Hier frießt er rohes Fleisch. Falls es seine menschliche Seite wäre, hätte er doch eher das Fleisch gebraten.

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 115 bis 206
La Tina kommentierte am 30. Juli 2019 um 19:36

Das mit dem rohen Fleisch ist wirklich etwas widersprüchlich. Aber es verdeutlicht seine eigene Rohheit.

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 115 bis 206
Gittenen Bücherfresserchen kommentierte am 31. Juli 2019 um 15:59

Sehr, sehr heftig der letzte Satz mit diesem Hammer. Diese Brutalität möchte ich keinem oder keiner 14jäh.   zumuten

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 115 bis 206
Runar RavenDark kommentierte am 02. August 2019 um 19:40

Finde auch nicht das es für 14 Jährige geeignet ist. Der Film war ab 16 und ich find das Buch total identisch. 

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 115 bis 206
Runar RavenDark kommentierte am 02. August 2019 um 19:42

Ich liiiebe den Film und das Buch ist eigentlich total identisch, aber trotzdem kommt durch den Schreibstil nicht genug Spannung auf. Ich schlepp mich momentan bisserl durch. Find ich sehr schade, denn die Illustrationen sind so wundervoll und der Film an sich hat mich so übelst berührt und war extrem tiefgehend, aber irgendwie kommt es nicht so gut im Buch rüber. Das ist das erste Buch wo ich sowas schreibe, dass der Film besser ist. 

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