Leserunde

Leserunde zu „Das Verschwinden der Erde" (Julia Phillips)

Das Verschwinden der Erde
von Julia Phillips

Bewerbungsphase: 07.01. - 21.01.

Beginn der Leserunde: 04.02. (Ende: 25.02.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des dtv Verlags – 20 Freiexemplare von „Das Verschwinden der Erde" (Julia Phillips) zur Verfügung. Eine Leseprobe zum Buch findet ihr hier.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch. Darüber hinaus erhaltet ihr zum Abschluss der Leserunde einen Link zu einem Online-Formular, das in Kurzform weiteres Feedback zum Roman abfragt. Für die Teilnahme daran, mit der ihr euch durch eure Bewerbung einverstanden erklärt, erhaltet ihr 1.000 Community-Punkte gutgeschrieben.

ÜBER DAS BUCH:

»Ein kraftvoller literarischer Thriller.« ›The L.A. Review of Books‹

An einem Sommertag an der Küste Kamtschatkas verschwinden die russischen Schwestern Sofija und Aljona. Das Verbrechen erinnert an einen Vorfall nur Monate zuvor in der indigenen Bevölkerung. Wie eine düstere Wolke hängt der ungelöste Fall fortan über Kamtschatka und beeinflusst das Leben ganz unterschiedlicher Frauen in einer gespaltenen, männerdominierten Gesellschaft. Während das Netz zwischen den Einzelschicksalen dichter wird, hält die Suche nach den Mädchen die ganze Stadt in Aufruhr.

Brillant konstruiert und einfühlsam erzählt, entführt Julia Phillips uns in eine extreme und faszinierende Welt am Rande der Welt: in die graue Stadt Petropawlowsk, die spektakulären Weiten der Tundra und die Schatten schneebedeckter Vulkane.

ÜBER DIE AUTORIN:

Julia Phillips, geboren 1988, lebt in Brooklyn, New York. ›Das Verschwinden der Erde‹ ist ihr erster Roman. Er stand auf der Shortlist des National Book Award 2019 und erscheint in 25 Ländern.

27.02.2021

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 278 bis Ende

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buechertraumzeiten kommentierte am 05. Februar 2021 um 11:42

Die letzten zwei Kapitel des Buches haben dann doch etwas mit dem Klappentext zu tun gehabt... Nun, ich weiß noch nicht so ganz, was ich genau von dem Buch halten soll. Irgendwie habe ich mir etwas ganz anderes vorgestellt. Für mich sind es mehr oder weniger zusammenhanglose Kurzgeschichten, die lediglich eine Verbindung haben, dass die verschwundenen Mädchen immer mal wieder erwähnt werden...

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buecherwurm1310 kommentierte am 19. Februar 2021 um 16:07

Auch ich konnte mich nicht so mit dem Buch anfreunden. Das Cover hat mir sehr gut gefallen und die Beschreibung machte neugierig. Doch als ich das mit "Shortlist des National Book Award 2019" gesehen hattee, hätte mich das schon xstutzig machen sollen, denn Bücher mit Vorschusslorbeer bereiten mir oft Probleme oder ich sage dann "ganz nett, aber das war's dann auch".

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Borkum kommentierte am 26. Februar 2021 um 18:49

Mir geht es ähnlich und weiß noch gar nicht wie ich das Buch bewerten soll.

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Elefant kommentierte am 07. Februar 2021 um 20:59

Am Ende schließt sich der Bogen dann doch ziemlich schnell. Allerdings habe ich nicht bei allen Teilen der Geschichte verstanden, was sie mit der Auflösung der Erzählung zu tun haben. Und ich finde es schade, dass das Buch dann so halboffen endet, wie all die Kapitel zuvor.

Das Buch hat mich auf jeden Fall mit seiner ungewöhnlichen Art überrascht, wenn auch nicht vollständig überzeugt. Trotzdem wird es mir gerade wegen dem einzigartigen Stil und dem außergewöhnlichen Handlungsort in Erinnerung bleiben.

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katzenminze kommentierte am 10. Februar 2021 um 17:28

Ich finde das Ende recht klar. Und ich fand's toll, dass es sich so in den Roman einpasst. Also, den eigentlichen Moment der Rettung verpassen wir wieder aber Alonja hat es ja recht deutlich gemacht: Jemand kommt, aber nicht der Entführer und Lilja versucht mit aller Macht auf sich aufmerksam zu machen. Für ich hört sich das nach Happy End an. So Happy man nach einem bzw vier Jahre in Gefangenschaft nunmal sein kann... XD

Mir gefiel es auch, dass wir neben einem Kriminalfall durch die unterschiedlichen Figuren auch noch einen weit gefassten EInblick in das Land bekommen haben. Ja, irgendwie waren alle verwand oder mit dem Fall verbunden aber wir haben einen Blick ins Leben von Ureinwohnern und "Hauptstädern" georfen, in ärmere und reichere Familie, in die Stadt und aufs Land.

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Magnolia-sieben kommentierte am 15. Februar 2021 um 20:03

Ich glaube, dass das Ende ganz bewusst vernebelt daherkommt. Du kannst natürlich recht haben mit deinem Fazit und genau so würde ich mir das auch für alle drei Mädchen wünschen. Dass sie gefangen gehalten wurden, ist schon klar. In zwei Zellen oder was auch immer. Und dann kann sich jeder seinen Teil mehr oder weniger denken, wünschen... So meine ich, das Ende verstanden zu haben.

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Borkum kommentierte am 26. Februar 2021 um 18:53

Für mich ist ein happy end nicht so deutlich, aber gehofft habe ich auch, dass es die Polizei ist, die da kommt.

Den Einblick in das Land und das Leben der Ureinwohner und Zugezogenen hat mir auch gut gefallen. Von dem Kriminalfall gab's ja nicht so viel zu lesen.

 

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gagamaus kommentierte am 19. Februar 2021 um 10:46

Mich lässt das Buch unzufrieden zurück. Meine Erwartungen wurden nicht erfüllt und das Ende fand ich etwas Nichtssagend. Aber bei dem Handlungsort gebe ich dir voll und ganz recht. Der war hochinteressant und ich habe über das Land und die Leute doch etwas mitnehmen und lernen können.

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tardy kommentierte am 25. Februar 2021 um 18:28

Mir gefällt das Ende auch nicht. Ich mag lieber klare Enden und nicht solche, bei denen ich selbst so viel überlegen muss.

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E-möbe kommentierte am 08. Februar 2021 um 12:44

Wie seht ihr eigentlich den Schluss? Sind die Mädchen jetzt gefunden worden oder haben sie sich das nur eingebildet (weil sie gerade im Sterben liegen oder so)? 

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katzenminze kommentierte am 10. Februar 2021 um 17:43

Ich finde, da ist nicht viel zu interpretieren: Lilja ist offenbar am Leben und nebenan. Jemand kommt, der nicht der Entführer ist und Lilja versucht mit aller Macht auf sich aufmerksam zu machen. Was soll also passieren, wenn nicht die Rettung? Wenn Lilja schon drei Jahre überlebt hat, dann die Schwestern erst recht eins. Und Liljas Namen können Sie nirgendwo anders herhaben. Vorher hatten sie ja keinerlei Berührungspunkte.

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katzenminze kommentierte am 10. Februar 2021 um 23:01

Oh, was mir gerade noch eingefallen ist: Es passt auch zeitlich perfekt. Der Roman wird chronologisch erzählt. Die Sonnenwendfeier im vorletzten Kapitel ist am letzten Tag im Juni. Das Ewenische Neujahr. Das Feuerspringen muss gegen Mitternacht passieren, ca 2 Stunden bevor die Polizei da sein will. Das letzte Kapitel spielt im Juli. Passt also.

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Lisa_V kommentierte am 12. Februar 2021 um 16:07

Den zeitlichen Twist fand ich auch klasse gelöst. Und so spielt die Handlung auch genau ein Jahr, jeder Monat stellt ein Kapitel dar.

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evaczyk kommentierte am 12. Februar 2021 um 18:24

Mir war es auch nicht ganz klar, gerade durch das vorangegangene Kapitel. Natürlich würde ich mir wünschen, dass die Mädchen unmittelbar vor der Rettung stehen und es ein Happy End gibt. Aber es könnte auch eine Traumsequenz sein oder auf einer Meta-Ebene stattfinden. Schließlich ist nach dem lokalen Glauben die Mittsommernacht die Nacht, in der die Grenze zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Toten offen ist und "die Toten unter uns wandeln", wie Alla erklärte. Daher ist das für mich ein bißchen "open end", bei dem ich nicht weiß: Wunschdenken oder Wirklichkeit im Buch?

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medsidestories kommentierte am 13. Februar 2021 um 00:08

Ah ja, guter Gedanke. Habe ich bei meinen vorigen Kommentaren noch gar nicht bedacht!

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katzenminze kommentierte am 13. Februar 2021 um 10:00

Interessanter Gedanke! Da vorher alles so hart realistisch war, bin ich nicht drauf gekommen, dass es im letzten Teil anders sein sollte. Aber so ein bisschen Zweifel hat doch was. XD

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tardy kommentierte am 25. Februar 2021 um 18:30

Klingt plausibel, aber dann gefällt mir das Ende noch weniger. Als Realistin kann ich mit so etwas sehr wenig anfangen.

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medsidestories kommentierte am 13. Februar 2021 um 00:07

Ich weiß, was du meinst! Am Anfang des letzten Kapitels habe ich auch kurz sowas gedacht. Ich glaube, das liegt an der Erzählweise. Es wirkt im ersten Moment so, als würde Aljona aus dem Jenseits reden, weil sie ihre Schwester zwar anspricht, diese aber nie antwortet. Meiner erste Assoziation war irgendwie, dass sie unter der Erde liegen und ihre Geister hören wie von oben gegraben wird. 

Ich finde aber, im Laufe des Kapitels wird dann doch ziemlich eindeutig klar, dass sie wirklich noch leben und gefangen gehalten werden. 

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buecherwurm1310 kommentierte am 19. Februar 2021 um 16:08

Ich denke, dass sie wirklich gefunden wurden.

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E-möbe kommentierte am 08. Februar 2021 um 12:52

Und noch was: Hat jemand verstanden, warum das Buch "Das Verschwinden der Erde" heißt? Und kann es mir vor allem mit einfachen Worten erklären? :D

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katzenminze kommentierte am 10. Februar 2021 um 17:40

Nein. :D Ich hab eben noch nach dem Originaltitel geschaut aber "Disappearing Earth" hilft mir verständnismäßig jetzt auch nicht. Wobei... das könnte ja sowas wie "von der Erde verschwinden" heißen oder? In Anlehnung an einmal das Verschwinden der Kids an sich und den Bruder mit seinen Aliengeschichten? Aber auf deutsch machts für mich keinen Sinn.

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E-möbe kommentierte am 12. Februar 2021 um 10:50

Nein, dann müsste es doch Disappearing off Earth heißen, glaube ich. 

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katzenminze kommentierte am 12. Februar 2021 um 11:13

Einen Versuch war's wert.

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Lisa_V kommentierte am 12. Februar 2021 um 16:09

Und noch was: Hat jemand verstanden, warum das Buch "Das Verschwinden der Erde" heißt?

Also den Titel fand ich auch nicht passend gewählt. Falls es einen Zusammenhang mit der Handlung gab, habe ich ihn wohl nicht kapiert.

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evaczyk kommentierte am 12. Februar 2021 um 18:29

Ich hatte das einerseits auf die Geschichte bezogen,die Aljona im ersten wie auch im letzten Kapitel ihrer Schwester erzählt, von der Stadt, die bei einem Tsunami im Meer verschwunden ist, also buchstäblich von der Erde weggerissen. Andererseits aber auch auf die Welt der Indigenen, die unter dem Einfluss der Moderne verschwindet und eben auch die Unsicherheit und Sehnsucht nach der alten Zeit, die einige der Figuren immer noch nach dem Zerfall der Sowjetunion spüren.

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Borkum kommentierte am 26. Februar 2021 um 18:56

Oh ja, das wäre eine Erklärung, die passen würde. Danke dafür.

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Elchi130 kommentierte am 15. Februar 2021 um 12:47

Ziemlich zu Beginn des Buches ist der Satz einmal gefallen. Aber ich mag nicht suchen, wo das war. Evtl. im ersten Kapitel...

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tardy kommentierte am 25. Februar 2021 um 18:31

Ich kann mich auch daran erinnern, weiß aber leider nicht mehr wo.

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Borkum kommentierte am 26. Februar 2021 um 18:54

Für diese Erklärung wäre ich auch dankbar.

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mesu kommentierte am 09. Februar 2021 um 13:13

Es ist eine Geschichte die man nicht so eben lesen kann. Mit einem Ende, dass mich nicht überzeugen konnte. Es waren eher Schicksale die miteinander verknüpft wurden, immer um die verschwundenen Mädchen herum. Eine Sammlung von Kurzgeschichten trifft es wirklich. Der erste Teil mit der Beschreibung von Kamschatka und der Kultur dieses fremden Landes war für mich noch das Beste.

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buechertraumzeiten kommentierte am 10. Februar 2021 um 10:14

Ich fand auch den Anfang und das Ende des Buches am besten. Den Teil dazwischen hätte man sich sparen können, oder es von vornehin klar machen können, dass es sich um eine Art Kurzgeschichten-Sammlung handelt, so wie von dir gesagt.

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katzenminze kommentierte am 10. Februar 2021 um 18:03

Kurzgeschichtensammlung triffts nicht wirklich finde ich. Ich glaube, wenn man Kurzgeschichten generell mag, hat man hier einen Vorteil. Aber zu "Heimkehren" von Yaa Gyasi würde ich auch nie im Leben Kurzgeschichtensammlung sagen obwohl es ein ähnliches Erzählprinzip verfolgt wie dieses Buch. Dafür hängen die Teile doch zu sehr zusammen und wären ohne den Bezug zu den vorangegangenen unverständlich. Nicht alle, aber die meisten.

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Elchi130 kommentierte am 15. Februar 2021 um 12:50

Selbst in der Süddeutschen stand etwas von 13 Kurzgeschichten. 

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Elchi130 kommentierte am 15. Februar 2021 um 12:52

Das Buch wäre zu kurz geraten, wenn es nur aus Anfang und Ende bestanden hätte, also musste Füllmaterial her. Am meisten ärgert mich dabei, dass die einzelnen Geschichten kein Ende hatten.

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evaczyk kommentierte am 17. Februar 2021 um 13:50

gerade das fand ich reizvoll - so bleibt uns als Lesern viel Spielraum zu überlegen, wie es weitergehen könnte und wie sich die Fäden und Figuren vielleicht anderswo wieder zusammenfügen.

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katzenminze kommentierte am 10. Februar 2021 um 17:58

Also: Mir hat es sehr sehr gut gefallen! ^.^ Ich mag ja Romane, wo ein bisschen was Krimiäßiges drinsteckt und ich wollte etwas über Kamtschatka erfahren. Meine Erwartungen wurden also voll erfüllt! Ich habe auch fast nicht mit einer Auflösung gerechnet, umso befriedigender, dass es eine gab!

Auch die einzelnen Perspektiven fand ich toll. So viele unterschiedliche Frauen über deren Leben man einen Einblick ins Land bekommt! Und dann sind alle irgendwie sinnvoll miteinander verbunden! Sogar Jegor tauchte zwischendurch (zweiter Leseabschnitt) auf! Ich liebe solche losen Verbindungen. Indirekt erfährt man wie es mit der einen oder anderen weitergeht, man hat einen recht breiten Blick übers Land und diese offenen Kapitelenden fand ich erstaunlicherweise nicht unbefriedigend, sonder spannend.

 

Speziell zum dritten Leseabschnitt: Diesen Max hätte ich umgebracht, wenn er 1. allein schon meine Wohnungstüren offen gelassen hätte und 2. meinen Hund verliert!! Als kinderlose Hundebesitzerin fand ich das fast schlimmer als die verschwundenen Kinder... *hüstel* XD Aber wie toll, dass wir ihn und Katja wiedertreffen! Das fand ich generell klasse: So viele Personen, denen wir anderswo schon begegnet sind! Tschegga, der wohl Frau und Kind wieder bei sich hat. Natascha und ihre Mutter und natürlich Marina über die immer nur aus dritter Hand berichtet wurde. Ich habe nur drauf gewartet, dass Ksjuscha mit ihrer Tanztruppe irgendwo auftaucht.

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E-möbe kommentierte am 12. Februar 2021 um 10:55

Diesen Max hätte ich auch umgebracht. Der war mir schon in dem anderen Abschnitt unsympathisch, aber wie sich so ein unfähiger Kerl auch noch rausreden will, das ging gar nicht. 

Aber: 

Ich fand alle Leute unsympathisch. Ich konnte nicht einen aus dem ganzen Buch leiden und eigentlich war mir auch egal, was mit jedem einzelnen in dem Buch passierte. 

Und dass diese Frau wieder zu Tschegga zurückkehrt - da hätte ich sie genauso schlagen mögen wie Max. 

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katzenminze kommentierte am 12. Februar 2021 um 11:12

Mal ehrlich: Wann hast du das letzte mal ein Buch mit so viel Rosa auf dem Cover gelesen, das dir gefallen hat? ;)

Naja... ich würde auch eher die überflutete Wohnung nehmen als diese Eltern und diesen Verehrer. XD Und Tschegga hat zumindest am Ende einen sympathischen Eindruck gemacht. Aber die Männer kommen hier generell nicht so gut weg.

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medsidestories kommentierte am 13. Februar 2021 um 00:25

Ja, über die Darstellung der Männer habe ich mir auch Gedanken gemacht. Möglicherweise ist mein Bild von Tschagga am Ende verklärt worden, weil er sowas wie der Held der Geschichte ist. Als ich das Kapitel seiner Frau inital gelesen habe, habe ich mir für sie gewünscht sie würde weggehen. Aber mit mehr Abstand (und nach dem Ende) hat sich das ein bisschen geändert. Ich wünsche mir zwar immer noch, dass sie gegangen wäre. Nur nicht mehr für sie, sondern für ihn. Weil doch jeder Mensch (egal ob m/w/d), verdient hat mit jemandem zusammenzusein, der wirklich bleiben WILL und nicht nur die gebotene Sicherheit ausnutzt.

In Büchern schaffe ich es oft Verständnis für alle Seiten aufzubringen, weil die Welt eben nicht schwarz und weiß ist und weil man da ja auch Inneneinsicht bekommt. Aber im normalen Leben urteile ich deutlich härter. Ob das jetzt richtig ist oder nicht sei mal dahingestellt.
Was ich eigentlich sagen will: Die Männer sind in dem Buch meist diejenigen, die irgendetwas falsch machen, die den Frauen irgendetwas nicht geben können oder wegnehmen oder einfach nicht genug sind. Aber bei aller Liebe zum Feminismus: Männer sind halt auch nur Menschen. Und diese Ungleichgewicht zwischen dem Verständnis, das der Leser für die Frauen aufbringen soll, und der Fehlerhaftigkeit der Männer finde ich doch sehr groß. 

 

 

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katzenminze kommentierte am 13. Februar 2021 um 10:11

"Die Männer sind in dem Buch meist diejenigen, die irgendetwas falsch machen, die den Frauen irgendetwas nicht geben können"

Einerseits ja,stimmt. Andererseits: Da alles aus Frauensicht erzählt ist, bringt man automatisch mehr Verständnis auf - man steckt ja im Kopf und kennt die Gedankengänge. Diese Perspektive für dir Männer fehlt. Ich glaube aber, wenn wir die hätten, hätten wir genauso viel Verständnis. Die Frauen sind ja auch nicht alle perfekt. Ksjuscha betrügt ihren Freund. Rawmiras liebevoller Mann wird immer mit einem Verstorbenen konkurrieren müssen. Nataschas Mann sieht seine Familie kaum und schuftet auf nem Uboot und muss sich vorwerfen lassen, er meldet sich zu wenig...

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gagamaus kommentierte am 19. Februar 2021 um 10:53

In Büchern schaffe ich es oft Verständnis für alle Seiten aufzubringen, weil die Welt eben nicht schwarz und weiß ist und weil man da ja auch Inneneinsicht bekommt. Aber im normalen Leben urteile ich deutlich härter. Ob das jetzt richtig ist oder nicht sei mal dahingestellt.
...Und diese Ungleichgewicht zwischen dem Verständnis, das der Leser für die Frauen aufbringen soll, und der Fehlerhaftigkeit der Männer finde ich doch sehr groß. 

Mir fällt es immer auf, dass ich in Leserunden verständnisvoller bin, als wenn ich alleine lese. Durch das miteinander Reden, werde ich nachgiebiger und aufmerksamer dafür, wie andere das sehen. Leider fand ich auch, dass hier die Frauen zu gut und die Männer zu schlecht weg kamen. Man könnte natürlich sagen, dass die Einwohner kulturell etwas rückständig waren und es deshalb auch eine rückständige Gesellschaft war, in der Männer oberflächlicher waren. Aber das ist auch ein Vorurteil, denke ich und hier  hatte ich deutlich das Empfinden, dass die Autorin aus der Sicht einer Amerikanerin schreibt, die manches nicht selbst nachgefühlt hat.

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buecherwurm1310 kommentierte am 19. Februar 2021 um 16:13

Leider fand ich auch, dass hier die Frauen zu gut und die Männer zu schlecht weg kamen.

Ich finde, dass hier niemand gut wegkam.

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Elchi130 kommentierte am 15. Februar 2021 um 12:53

Du sprichst mir aus dem Herzen!

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jutsi kommentierte am 13. Februar 2021 um 22:38

"Aber wie toll, dass wir ihn und Katja wiedertreffen! Das fand ich generell klasse: So viele Personen, denen wir anderswo schon begegnet sind!"

Genial finde ich auch, wie das ganze Kapitel zu Katja und Max (Zelt vergessen etc.) hier dann die Sichtweise auf die Geschichte komplett prägt!

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Lisa_V kommentierte am 12. Februar 2021 um 16:04

Der letzte Leseabschnitt hat es tatsächlich geschafft die Geschichte zu einem runden Abschluss zu bringen. Ich mag eigentlich keine offenen Enden (gerade bei Krimis) aber durch die letzten beiden Kapitel kann man sich ja zusammenreimen, das es die Suchmannschaft sein muss, welche die Mädchen im Keller hören. Das reicht mir persönlich als Auflösung, wobei natürlich trotzdem viele viele Fragen offen bleiben. Im Rückblick waren nicht alle Personen/Kapitel so eng mit dem Fall verknüpft wie ich dachte und haben so für reichlich Ablenkung und falsche Spuren gesorgt. Das Konzept ist und bleibt ungewöhnlich, konnte mich aber überzeugen. Ich mochte den Schreibstil der Autorin sehr, da er für mich eine große Kraft und doch auch Ruhe hatte. Auch der Handlungsort und die dortigen Gepflogenheiten wirken so authentisch (und sind es wohl auch, nach dieser ausführlichen Recherche).

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medsidestories kommentierte am 13. Februar 2021 um 00:03

So. Ich habe fertig. Den letzten Leseabschnitt konnte ich nun überhaupt nicht mehr aus den Händen legen. Ich fand es irre spannend und auf eine merkwürdige Art und Weise auch schön, wie sich die Figuren am Ende zusammengetan haben, nachdem dieses Buch ja hauptsächlich von emotionaler Einsamkeit geprägt war. 
Das Ende hat mich völlig von den Socken gehauen. Ich hätte nie damit gerechnet. Also mit Jegor als Täter auf jeden Fall (seit der Sache mit den toten Katzen sehr offensichtlich). Aber nicht damit, dass sie die Mädchen und auch Lilja finden würden. Vielleicht kommt da das Amerikanische durch. Dieser Drang zum Happy End. Ich muss zugeben, dass ich diesen Drang als Leser auch habe. Ich wäre gerne noch dabei geblieben und hätte das große Wiedersehen zwischen den Familien gelesen. Aber ich sehe ein, dass das dem Buch nicht gut getan hätte. So wie es war, wurde das Ende sehr stimmig zu den restlichen Kapiteln dargestellt. Es war vorbei, als es gerade so richitg spannend wurde. Die Geschichte hat den Leser Mitten in der größten Spannung hängen gelassen.

Alles in Allem mochte ich das Buch sehr sehr gerne. Die Figuren haben mich tatsächlich gepackt und zum Nachdenken angeregt. Wenn ich abends ein Kapitel gelesen habe, musste ich morgens beim Zähneputzen noch darüber nachdenken. Das ist immer ein gutes Zeichen!
Trotzdem kann ich es sehr gut nachvollziehen, wenn jemand das Buch nicht mag. Man bekommt als Leser überhaupt nicht das, was man erwartet und viele könnnen/ wollen sich dann nicht auf etwas komplett anderes einlassen. Außerdem finde ich es nicht unbedingt treffend, dass der Verlag mit "literarischer Thriller" wirbt. Literarisch auf jeden Fall. Aber Thriller weckt vermutlich bei vielen Leuten Erwartungen und ist mit bestimmten Vorstellungen assoziiert, die das Buch nicht hält.
Die weiblichen Charaktere sind oft sehr vielschichtig und dabei nicht sonderlich sympathsich. Obwohl ich das okay finde. Die wenigsten Menschen sind sympathisch, wenn man sie nüchtern ausleuchtet. 
Die einzelnen Kapitel/ Kurzgeschichten fand ich alle in sich spannend und interessant zu lesen. Die Autorin hat sie intelligent durchdacht und feinfühlig aufgebaut. Bei manchen fehlt mir allerdings die Daseinsberechtigung im Bezug auf die Rahmenhandlung. Zum Beispiel Oksana und der verlorene Hund. Oder Rewmiras persönliche Tragödie.

Also kurz gesagt: Ich bin hin und her gerissen. Es ist ein komisches Buch und ich fand es trotzdem großartig. Ich würde sogar behaupten, bis jetzt ist es mein Lieblingsbuch 2021. Andererseits ging mein Lesejahr bis jetzt allgemein ohne große Highlights los.
Von Between your words mal abgesehen. Aber New Adult lese ich immer mit anderen Augen als den Rest.

 

 

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 278 bis Ende
jutsi kommentierte am 13. Februar 2021 um 22:32

Ich habe auch gerade den letzten Abschnitt durch und ich muss sagen, dein Kommentar trifft meine Stimmung haargenau!

Das war irgendwie ein komisches Buch - aber großartig! Ich habe das Lesen richtig genossen und mich vor jedem Kapitel darauf gefreut eine neue Frau kennenzulernen! Die Kapitel fand ich alle für sich stehend toll, auch wenn manche mir mehr im Gedächtnis geblieben sind.

Die Bezeichnung Thriller finde ich auch nicht so passend, Kriminalgeschichte trifft es vielleicht besser? Allerdings auch nur, weil man bei Thrillern ja heutzutage irgendwie Leuchenberge und ekelige Details erwartet.

Das Ende war für mich eindeutig: die Mädchen hören die Suchmannschaft. Auch wenn sich hier der Bogen vom Anfang schließt (sogar die gleiche Geschichte wird erzählt und von den Monaten her passt es perfekt) hätte ich das Buch glaube ich sogar ohne dieses Abschluss besser gefunden. So wäre die Autorin den offenen Enden treu geblieben. Dass Lilja und die Mädchen beide leben (und Jegor damit zwei Entführungen erfolgreich über Jahre vertuscht) erschien mir etwas over the top.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 278 bis Ende
katzenminze kommentierte am 16. Februar 2021 um 11:30

Ich verstehe immer noch nicht, warum so viele glauben, es sei ein Thriller. Es ist ein Roman. Das steht doch vorne drauf. Auf Thrillern steht "Thriller". XD Ja, es wird mit dem Zitat "literarischer Thriller" beworben, aber das ist die Meinung von irgendeiner Book-review und keine Genreeinordnung. Echt blöd, dass der Verlag mit dem Zitat so viele falsche Erwartungen geschürt hat! "Literarischer Krimi" fände ich auch passender.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 278 bis Ende
Bibliothekarin kommentierte am 13. Februar 2021 um 15:41

Ich habe schon vor ein paar Tagen das Buch beendet aber ich musster das Ende erstmal sacken lassen und wusste auch noch nicht genau, was ich davon halten soll.

Eigentlich hat mir das Buch richtig gut gefallen, es war spannend und hat sich angenehm gelesen, ich finde es vor allem super wie die Spannung durch die Geschichte getragen wurde.

Die Auflösung fand ich einfach großartig! Mit dem Täter hätte ich im Laufe der Geschichte noch nicht gerechnet, das hat sich erst am Ende so richtig bemerkbar gemacht. 

 

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 278 bis Ende
Elchi130 kommentierte am 14. Februar 2021 um 02:59

So, nun habe ich das Buch beendet und ich muss sagen, dass war das schrecklichste Buch, das ich seit Jahren gelesen habe. Es macht mich geradezu wütend, weil ich es als absolute Zeitschwendung betrachte und mich von der Autorin verar... fühle. Wir haben unzählige Personen einen Moment in ihrem deprimierenden bis langweiligen Leben begleitet. Doch keine Geschichte ist zuende erzählt, sondern die Situation immer nur angerissen worden. Das erste und die beiden letzten Kapitel gehören zusammen. Da das für ein Buch zu wenig war, ist das Buch dazwischen mit Füllmaterial in unvollständigen Kurzgeschichten gefüllt worden. Was für ein Schrott!

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 278 bis Ende
givemeabook kommentierte am 14. Februar 2021 um 21:24

Ich habe den letzten Leseabschnitt fast in einem Rutsch fertig gelesen. Das Buch hat mich gepackt und ich wollte unbedingt das Schicksal von Aljona und Sofija aufgeklärt wissen. Jedes neue Kapitel mit neuen Menschen hat mich etwas gestört, weil ich nicht noch mehr Leute kennenlernen wollte. Trotzdem hat jedes Kapitel ein neues Thema aufgegriffen, das in seiner Weise sehr aufschlussreich über das Leben in Kamtschatka war. Endlich die Aufklärung, die mir gefallen hat. Ich bin mit dem Ende zufrieden, es ist stimmig und in etwa so, wie ich es mir gewünscht habe.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 278 bis Ende
isalo kommentierte am 15. Februar 2021 um 16:21

So nach einer Lesepause wegen Enkelkinderbesuch habe ich das letzte Kapitel in einem Rutsch durchgelesen und war einfach nur sprachlos.

Zunächst einmal fand ich es großartig, dass einige von euch Jegor als Täter erkannt haben.

Den Titel „das Verschwinden der Erde“ habe ich schon am Anfang Aljonas Erzählung vom Verschwinden eines Landstrichs durch einen Tsunami zugeordnet; erst verschwindet die Erde, dann verschwinden die Mädchen.

Nachdem ich jetzt den Roman zu Ende gelesen habe, kann ich auch das Cover besser einordnen. Die Pastellfarben mit den beiden Kindern, die auf die Bergwelt zugehen übersät von weißen Flocken; hier ist ganz viel Fantasie nötig. Aljona erzählt am Ende ihrer Schwester wie die Geschichte der Dorfbewohner, die von dem Tsunami ins Meer gespült worden sind, weitergeht, um sie zu trösten. Den Menschen ist nichts passiert, weil sie von Wasser umgeben sind, so konnten sie sich nicht verletzen. Sie kümmern sich umeinander. Der Ozean ist klar und sie können sogar Wale vorbeischwimmen sehen. Welch eine Fantasie dieses Mädchen hat!

Hier sehe ich auch den Bezug zum Anfang des Buchs. Die Mädchen und Lilja werden gerettet. Darauf deutete auch schon hin, dass Marina, die Mutter der Mädchen, auf dem ewenischen Neujahrsfest übers Feuer gesprungen ist. Nach der Tradition der Ureinwohner hat sie damit den Kummer des alten Jahres hinter sich gelassen.

Auch ich habe ein bisschen vermisst, dass ich nicht erfahren habe, wie Mütter und Töchter sich in den Armen lagen, Jegor überführt und Tschegga als Retter gefeiert wurden. Aber eigentlich kann sich das jeder ja denken und so habe ich noch die Gelegenheit, meine Fantasie los zu lassen.

Ein großartiges Buch, das mir sehr gefallen hat.

 

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 278 bis Ende
Magnolia-sieben kommentierte am 15. Februar 2021 um 20:22

   "Den Titel „das Verschwinden der Erde“ habe ich schon am Anfang Aljonas Erzählung vom Verschwinden eines Landstrichs durch einen Tsunami zugeordnet; erst verschwindet die Erde, dann verschwinden die Mädchen.

Ein sehr guter und absolut logischer Gedanke.

Dass sich zuletzt nicht alle in den Armen lagen, war schon gut. So ein herzzerreißende, bestimmt tränenreiche Szene hätte nicht zum Buch gepasst. 

 

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 278 bis Ende
katzenminze kommentierte am 16. Februar 2021 um 11:33

Ah! Guter Gedanke zum Titel! :)

Zitat Magnolia: "Dass sich zuletzt nicht alle in den Armen lagen, war schon gut. So ein herzzerreißende, bestimmt tränenreiche Szene hätte nicht zum Buch gepasst."

Stimme dir voll zu!

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 278 bis Ende
givemeabook kommentierte am 16. Februar 2021 um 11:37

@ magnolia-sieben

Welch eine Fantasie dieses Mädchen hat!

Aljona ist eine großartige Geschichtenerzählerin. Ich vermute, dass diese Fähigkeit viel dazu beigetragen hat, dass die beiden Mächen die Gefangenschaft überleben konnten.

Den Titel „das Verschwinden der Erde“ habe ich schon am Anfang Aljonas Erzählung vom Verschwinden eines Landstrichs durch einen Tsunami zugeordnet; erst verschwindet die Erde, dann verschwinden die Mädchen.

Das ist eine gute Erklärung. Ich habe auch mehr an das Verschwinden DER ERDE gedacht als an das Verschwinden der beiden Mädchen VON DER ERDE.

Auch ich habe ein bisschen vermisst, dass ich nicht erfahren habe, wie Mütter und Töchter sich in den Armen lagen, Jegor überführt und Tschegga als Retter gefeiert wurden. Aber eigentlich kann sich das jeder ja denken und so habe ich noch die Gelegenheit, meine Fantasie los zu lassen.

Ja, ich habe das auch vermisst. Freude und Lob am Schluss haben gefehlt. Ich hätte es mir gewünscht. Es wäre wie ein Ende des andauernden Luftanhaltens unter dem Wasser des Tsunamis gewesen und hätte alles schön abgerundet.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 278 bis Ende
Magnolia-sieben kommentierte am 15. Februar 2021 um 20:36

Mir hat das Buch gut gefallen, wenngleich ich mich erst einlesen musste. Hinter diesen ganz eigenen Erzählstil musste ich erst kommen, die Zusammenhänge der einzelnen Geschichten wurden immer besser sichtbar. 

Das Personenregister hat mir immer wieder geholfen zu erkennen, wer mit wem zu tun hat, wie sie alle miteinander in Verbindung sind. So manches verlief im Sande wie z. B. Walentina und ihre Krankheit. Da meinte ich schon, diese ist irgendwie relevant. Aber da war nichts mehr. So auch Ksjuscha und ihr Leben. Das Verschwinden gehört hier einfach dazu. 

Und plötzlich taucht Marina auf, das hätte ich nicht mehr gedacht. Hier überschlagen sich die Ereignisse geradezu, wenn man das ganze Buch betrachtet, das ja doch eher gemächlich daherkommt. Dass sie Liljas Mutter trifft, musste wohl so ein. Auch Tschegga hat die Lösung, da wird es richtiggehend thrillermäßig. 

Das Ende ist wieder so, wie das ganze Buch erzählt wird weil - es wird zwar angedeutet, aber nicht wirklich ausgesprochen. 

 

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 278 bis Ende
isalo kommentierte am 16. Februar 2021 um 16:22

Das Verschwinden gehört hier einfach dazu. 

Genau, da ist noch ein Bezug zum Titel, nicht nur die Erde und die Mädchen verschwinden, auch die Personen aus einzelnen Kapiteln.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 278 bis Ende
buecherwurm1310 kommentierte am 19. Februar 2021 um 16:00

Am Ende schließt sich der Kreis und es scheint, dass die Verschwundenen leben. Damit hatte ich eigentlich gar nicht gerechnet.

Es war ein außergewöhnlicher Roman mit seinen vielen Personen und Perspektiven, die zwar irgendwie verbunden waren, aber sehr locker. Für mich war es wie eine Aneinanderreihung von Kurzgeschichten, die aber auch nicht zu Ende erzählt sind. Auch waren mir die Personen nicht wirklich sympathisch, sie blieben mir gleichgültig. Ich verstehe die Frauen nicht, über die ich doch einiges erfahren habe, und die Männer noch weniger, denn sie blieben Randfiguren, obwohl sie dominierend waren.

Interessant fand ich, mehr über das Leben und die Kultur in Kamtschatka zu erfahren, ein Gebiet, das wohl kaum einer kennt. Aber ansonsten konnte mich der Roman nicht wirklich packen.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 278 bis Ende
tardy kommentierte am 25. Februar 2021 um 18:26

Auch wenn ich die Art des Schreibens mag und davon angezogen bin, hat mich das Ende leider auch nicht überzeugt. Wie einige andere schon berichten, finde ich auch, dass ein roter Faden fehlt und die Zusammenhänge teilweise an den Haaren herbeigezogen sind. Interessant war es dennoch, das Land und die Kultur kennenzulernen. 

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 278 bis Ende
whiterose1 kommentierte am 25. Februar 2021 um 20:07

Hallihallo,

also, auch ich bin nicht so richtig warm geworden mit dem vielversprechenden Plot inkl. besonderem Cover und guter Award-Bewertungen, schade, Alles klang sehr vielversprechend.

Aber, man ist erst danach sprich am Ende wirklich schlauer...
Meine Rezi folgt umgehend.

 

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 278 bis Ende
whiterose1 kommentierte am 25. Februar 2021 um 20:07

Hallihallo,

also, auch ich bin nicht so richtig warm geworden mit dem vielversprechenden Plot inkl. besonderem Cover und guter Award-Bewertungen, schade, Alles klang sehr vielversprechend.

Aber, man ist erst danach sprich am Ende wirklich schlauer...
Meine Rezi folgt umgehend.

 

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 278 bis Ende
mannomania kommentierte am 26. Februar 2021 um 10:20

Ups, mein 1. Post wurde ja in einer ganz anderen Rubrik (ab)gespeichert, na sowas...

Also, schlussendlich empfand ich den Roman - mit einigen Längen und aufgrund der wenigen Spannung, doch interessant zu lesen. Definitiv mal was anderes und von der Thematik her auch keine leichte Kost (vor entsprechend anderer Kulisse).

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 278 bis Ende
anooo kommentierte am 26. Februar 2021 um 16:12

Die letzten zwei Kapitel fand ich nochmal unheimlich spannend auch wenn ich mir die Schlussszene gerne etwas ausführlicher gewünscht hätte. Nichtsdestotrotz passt es so aber zum Stil des Buches. Insgesamt fand ich den ganzen Aufbau ziemlich ungewöhnlich und es war auf jeden Fall mal was Anderes. Ich denke das Buch besticht vor allem mit dem schönen Schreibstil und dem Setting sowie der vermittelten Atmosphäre. Der Plot an sich scheint eher nebensächlich zu sein. Also mir hat es Spaß gemacht es zu lesen, weiß aber nicht ob die Geschichte noch besonders lange nachklingen wird...

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 278 bis Ende
Borkum kommentierte am 26. Februar 2021 um 18:48

Also so wirklich weiß ich nicht was ich von dem Buch halten soll. Die Informationen zu Land und Leute fand ich interessant und sie haben mir gefallen. Auch die einzelnen Geschichten waren nicht uninteressant, aber es waren nur kurze Episoden und ließen mich oft mit Fragen zurück.

Am Ende ist klar, dass die drei Mädchen noch leben, aber ob sie wirklich gerettet werden, ist mir nicht so klar.

Und warum das Buch "Das Verschwinden der Erde" heißt, blieb mir auch ein Rätsel.

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