Leserunde

Leserunde zu "Der Mädchenwald" (Sam Lloyd)

Der Mädchenwald - Sam Lloyd

Der Mädchenwald
von Sam Lloyd

Bewerbungsphase: 03.12. - 17.12.
Beginn der Leserunde: 24.12. (Ende: 14.01.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des Rowohlt Verlags – 20 Freiexemplare von "Der Mädchenwald" (Sam Lloyd) zur Verfügung. Eine Leseprobe zum Buch findet ihr hier.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch. Darüber hinaus erhaltet ihr zum Abschluss der Leserunde einen Link zu einem Online-Formular, das in Kurzform weiteres Feedback zum Roman abfragt. Für die Teilnahme daran, mit der ihr euch durch eure Bewerbung einverstanden erklärt, erhaltet ihr 1.000 Community-Punkte gutgeschrieben.

"Dieses Buch entwickelt von der ersten Seite an einen Sog, es packt dich an der Kehle und lässt nicht mehr los. Ein starker, atmosphärischer und durch und durch origineller Thriller." - Shari Lapena, Autorin von «The Couple Next Door»

Auf dem Weg zum Jugendschachturnier wird die 13-jährige Elissa entführt. Als sie erwacht, liegt sie in einem dunklen Keller. Ihre Situation scheint aussichtslos - bis Elijah ihr Verlies entdeckt und sie heimlich zu besuchen beginnt.

Elijah ist ein Einzelgänger, der mit seinen Eltern in einer abgeschiedenen Hütte im Wald lebt. Er kennt keine Handys und kein Internet, aber er weiß, es ist nicht richtig, dass Elissa gefangen gehalten wird; er weiß, er sollte jemandem davon erzählen. Aber er weiß auch, dass sein Leben aus den Fugen geraten wird, wenn die Wahrheit ans Licht kommt. Denn Elissa ist nicht die erste, die in den Mädchenwald gebracht wurde.

Während draußen die Polizistin DI MacCullagh alle Hebel in Bewegung setzt, um das Mädchen zu finden, erkennt Elissa, dass ihr nur mit Elijahs Hilfe die Flucht gelingen kann. Doch der Junge ist sehr viel cleverer, als er zu sein vorgibt. Und er hat längst begonnen, das Spiel nach seinen Regeln zu spielen...

"Was für ein Buch! Einen so fesselnden Roman habe ich seit 'Raum' nicht mehr gelesen." - Emma Curtis, Autorin von «The Night You Left»

"Wunderbar gruselig und mit einem überraschenden Twist." - The Guardian

 

Sam Lloyd wuchs im englischen Hampshire auf. Schon als kleiner Junge dachte er sich Geschichten aus und baute sich Verstecke in den umliegenden Wäldern. Heute lebt er mit seiner Frau und drei kleinen Söhnen in Surrey.

16.01.2021

Thema: Lieblingsstellen

Thema: Lieblingsstellen
Katharina Schröder kommentierte am 28. Dezember 2020 um 12:50

Meine Lieblingsstelle ist wo Lena das Video von Elissa sieht und sie dann die geheimen Botschaften entdeckt. Da kam bei mir totale Freude auf, dass Elissa so klug ist und es tatsächlich funktioniert. Damit gab es auch wieder Hoffnung, dass doch noch alles gut aus geht.

Thema: Lieblingsstellen
florinda kommentierte am 28. Dezember 2020 um 23:54

Diese Stelle gefiel mir ebenfalls. Aber noch mehr mochte ich das "Nach Hause-Kommen"-Gefühl von "Hänsel und Gretel" ganz am Ende.

Thema: Lieblingsstellen
KassandrasRufe kommentierte am 29. Dezember 2020 um 14:49

der Schluss, da bin ich in Tränen ausgebrochen (leider kann ich Euch keine exakte Buchseite nennen, da ich dem Hörbuch lauschte:

Durch die gesprungene Windschutzscheibe sehe ich immer noch Steifen blauen Himmels

Komm Heim!

 

Thema: Lieblingsstellen
Morlin kommentierte am 29. Dezember 2020 um 15:38

Die Szene am Ende war wirklich sehr berührend."Kyle", sagt Mama. "Kyle, sieh mich an". Da hatte ich schon feuchte Augen.

Aber als besonders bezeichnend für dieses Buch fand ich folgende Sätze (S. 137):

"Sie ist ein Rätsel, eine Schachtel mit Puzzleteilchen, verziert mit einer Schleife. Ich komme mir vor, als hätte ich ein Eckchen eines römischen Mosaiks ausgegraben. Ich sehe die einzelnen Steinchen, aber nicht das gesamt Bild."

So viele Verdächtige (Steinchen) und wenn man sich auf einen festgelegt hat (das vermeintliche Eckchen), dann war es hinterher doch wieder ganz anders.

 

Thema: Lieblingsstellen
heike_e kommentierte am 29. Dezember 2020 um 17:18

MIr haben die Botschaften von Elissa im Brief und im Video gut gefallen, da sie Hoffnung bedeuten und zeigen, dass Elissa so einfallsreich ist.

Außerdem fand ich die Zeit im Safehouse von Kyle berührend. Es freute mich, dass er noch Schach spielen konnte und sich zumindest eine kurze Zeit als Mensch, sauber und satt, fühlen konnte.

Thema: Lieblingsstellen
Lilli33 kommentierte am 31. Dezember 2020 um 16:42

Das fand ich auch sehr schön. Und dazu noch eine Stelle vom Anfang, als die Mutter von Elissas 1. Schachgegnerin ihr die Bananenchips schenkt.  

Thema: Lieblingsstellen
Hennie kommentierte am 03. Januar 2021 um 22:29

S. 24

..."ich trage Verantwortung. Ich bin Teil des Ganzen. Was hier unten geschieht, geschieht meinetwegen."

Diese Aussage von Elijah macht mich neugierig, läßt mich stutzen. Was will er damit andeuten? Kennt er die Zusammenhänge? Eine interessante Textstelle!

Thema: Lieblingsstellen
Hennie kommentierte am 04. Januar 2021 um 13:39

S. 74

„Die Frau sieht so verzweifelt aus, Hoffnung so zerbrechlich wie Porzellan spricht aus ihrem Blick, und plötzlich scheint alle Luft aus dem Zimmer gewichen zu sein.“

Sehr schön, wie der Autor Sam Lloyd hier die Verzweiflung der Mutter von Elissa eingefangen hat.

Thema: Lieblingsstellen
Hennie kommentierte am 04. Januar 2021 um 18:45

S. 82

Elissa vertraut ihren Fähigkeiten, die sie sich durch das Schachspielen erworben hat.

„Wenn sie ihre Situation auf ein Schachspiel überträgt, findet sie vielleicht einen Ausweg.“

So sind ihre Überlegungen, die sie dann auch später durch die gedankliche Einteilung ihres Gefängnisses in Spielfelder mit Zahlen und Buchstaben in die Tat umsetzt.

Thema: Lieblingsstellen
Heidi kommentierte am 07. Januar 2021 um 11:20

Ich fand die szene schön wo kyle elijahs hand hält statt zu antworten während sie entführt werden. 
 

Ebenso die schlussszene wo kyles mama ihn nach hause ruft und er ihr ohne angst nach hause folgt. 
 

Und die eine Szene am Anfang fand ich rührend als kyle sich wünscht dass irgendein famlilienmitglied von elissa stirbt damit diese nicht allein ist im jenseits. Obwohl es etwas makaber ist verstehe ich seine Absicht hinter dem Gesagten. 
 

Es sind zwar nicht meine Lieblingsstellen aber diese drei fand ich schön. Sie sind sehr kylelastig aber er tat mir halt von anfang an Leid. 

Thema: Lieblingsstellen
KassandrasRufe kommentierte am 23. Januar 2021 um 13:00

Ich fand die szene schön wo kyle elijahs hand hält statt zu antworten während sie entführt werden. 

ich auch! direkt vor Augen hatte ich sie, und sie hallte, trotz ihrer 'einfachen Kürze', richtig nach. In dieser bedrohlich aussichtslosen Situation, in der Stille versucht er seinem kl. Bruder Kraft, Trost und Halt und Schutz zu vermitteln, Liebe pur!

Thema: Lieblingsstellen
Hennie kommentierte am 08. Januar 2021 um 13:28

S. 207

Elissa macht sich Gedanken über Elijah, machdem sie erkannt hatte, was sich hinter dem angeblich 12jährigen verbirgt. Obwohl erschöpft und verzweifelt, sondiert sie ihre Lage, entwickelt eine Strategie.

"Wenn das stimmte, würde es eine Menge ihrer Beobachtungen erklären; Elijah ist eine zutiefst gestörte Person. Sie wird später noch genauer über ihn nachdenken. Jetzt hat sie eine andere Aufgabe."

Thema: Lieblingsstellen
Hennie kommentierte am 09. Januar 2021 um 17:32

Auch eine tolle Erkenntnis von Elissa, ein Ergebnis ihrer Überlegungen. Es mahnt sie, vorsichtig zu sein im Umgang mit Elijah.

S. 233

„Zuallererst ist er ein wandelnder Widerspruch. Er tut so, als wollte er ihr helfen, aber trotz ihrer Bitten ruft er keine Hilfe.“

Thema: Lieblingsstellen
Hennie kommentierte am 11. Januar 2021 um 19:23

S. 373

Kyle in Gewahrsam - Was für eine zerissene Seele kommt in diesen Sätzen zum Ausdruck. Es scheint mir so, als würde er seine Situation sehr realistisch einschätzen.

„Die Leute in diesem Haus sind schon wie eine Familie für mich. Aber ich weiß, das wird nicht von Dauer sein. Wie die meisten guten Dinge im Leben ist es nur eine Illusion.“

Thema: Lieblingsstellen
Hennie kommentierte am 13. Januar 2021 um 18:38

S. 292

Erkenntnis von Elissa

„Ein Flüstern, ... kann die Wahrheit ebenso gut verbergen wie die Dunkelheit.“

 

S. 384 – paßt noch gut zu S. 373 – zeigt deutlich Elijahs verzwicktes Dilemma, in dem er sich befindet. Er scheint nicht in der Lage zu sein, ein normales Leben zu führen, da er das nicht kennt. Für mich ergeben sich Fragen, die im Buch nicht beantwortet werden. Wer sind seine Leute? Was verbergen Zauber-Anni und der Ghul, von denen ich annehme, dass sie Elijahs Leute sind. Gehörte da auch der Lord dazu? Und was genau hat Elijah getan? Was ließ er zu? So vieles blieb meiner Phantasie überlassen.

„Ich schaue zurück zu dem Haus, in dem ich die letzten Tage verbracht habe. Die Leute hier sind gut und ehrlich, beinahe schmerzhaft herzlich. Aber es sind nicht meine Leute. Nach allem, was ich getan und zugelassen habe, werden wir niemals etwas gemeinsam haben.“

 

S. 408

„In diesem Moment lichtet sich das Chaos in ihrem Kopf, und sie erkennt Elijah als das, was er ist – ein Opfer, das ihren Albtraum teilt, aber über Jahrzehnte hinweg.“

Thema: Lieblingsstellen
Biene2004 kommentierte am 14. Januar 2021 um 12:18

Ausnahmsweise gibt es dieses Mal keine sogenannte Lieblingsstelle, die sich mir dauerhaft und nachhaltig ins Gedächtnis eingebrannt hat...

Thema: Lieblingsstellen
Lesemaus2016 kommentierte am 15. Januar 2021 um 11:05

Richtige Lieblingsstellen hatte ich bei diesem Buch gar nicht. Ich fand die geheimen Botschaften von Elissa in dem Brief und in dem Video gut.
 

Thema: Lieblingsstellen
Chuckipop kommentierte am 18. Januar 2021 um 06:42

S. 229 oben: "Ich krümme die Zehen und frage mich, was mit meinen Schuhen passiert ist. Manchmal ist das Leben so gottverdammt merkwürdig, dass man es kaum fassen kann." - Der Zusammenhang ist eher witzig, aber Satz 2 ist sowas von wahr, der spricht mir aus der Seele...

Thema: Lieblingsstellen
Chuckipop kommentierte am 18. Januar 2021 um 06:45

S. 248 oben: "Dann erinnert sie sich an die Geschichte, die sie vor der Kamera erzählt hat, und den Preis, den sie für ihre Doppelzüngigkeit erhalten hat: ein Bett, eine Decke, ein warmes Essen. In der Welt draußen sind solche Dinge nichts Besonderes. Hier unten sind sie alles." - Das hat mich fertiggemacht, so schlicht und pragmatisch geschildert ist es doch in Wahrheit grausam und dramatisch...

Thema: Lieblingsstellen
KassandrasRufe kommentierte am 23. Januar 2021 um 13:07

ganz genau, und es verdeutlicht nur zu gut, welche Macht von Entführern ausgeht und welche Abhängigkeit zu ihnen entsteht (und wie schwer es ist, dagegen vorzugehen, wenn nicht sogar für zu viele unmöglich)

Thema: Lieblingsstellen
Chuckipop kommentierte am 18. Januar 2021 um 06:50

Seite 360 ist ein echter Meilenstein. Als die Ermittler herausfinden, dass Elijah nicht Kyle North ist, sondern Kyle Buchanan - und damit auch ein Entführungsopfer - das hat sowohl für die Handlung als auch emotional Steine ins Rollen gebracht...!

Thema: Lieblingsstellen
Hennie kommentierte am 18. Januar 2021 um 19:28

Zum Ende des Buches:

Wie ein Mantra gehen Elissa Zauber-Annis Worte durch den Kopf (gemeint ist Elijah):

„Dieser Junge. Er ist ein Kämpfer. Sein Leben ist ihm mehr wert als alles andere. Was auch immer nötig ist, um es zu behalten, er wird es tun.“

Elissa bleibt sehr vorsichtig, sie mißtraut Elijah.

S. 406 Auch eine sehr bezeichnende Aussage von Elijah:

„All das – alles, was hier passiert. Irgendwie ist es wie das erbittertste Schachspiel der Welt.“

Elissa teilt seine Meinung nicht.

Thema: Lieblingsstellen
KassandrasRufe kommentierte am 23. Januar 2021 um 12:53

Sein Leben ist ihm mehr wert als alles andere. Was auch immer nötig ist, um es zu behalten, er wird es tun.

sind die Worte Annies, der Sophistin-par-excellence!, und es ist echt schlimm, wie Elissa diese erstmal wertungsfrei nachspricht, diese im ersten Moment als die absolute Wahrheit ansieht, obwohl sie aus dem Munde einer Hexe stammen! (dieselbe behauptete ja auch erst Stock&Stein, Elijah habe das Feuer gelegt). Hier wird das Können, die EinredeKunst Zauber-Annies ganz deutlich, ihren Einfluß auf Menschen, Einflüsterungen des Teufels... (so gelang es auch einem Präsidenten tr(i)ump(h)al, Massen aufzuwiegeln um das Kapitol zu stürmen, Bilanz: 5 Tote+Verletzte)

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