Leserunde

Leserunde zu "Der Mauersegler" (Fernando Aramburu)

Die Mauersegler -

Die Mauersegler
von Fernando Aramburu

Bewerbungsphase: Bis zum 01.12.

Beginn der Leserunde: 12.12. (Ende: 02.01.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des Rowohlt Verlags – 20 Freiexemplare von "Der Mauersegler" (Fernando Aramburu) zur Verfügung. Eine Leseprobe zum Buch findet ihr hier.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch.

Wichtige Info: Um für die Verlosung berücksichtig zu werden, müsst ihr für diese Special-Leserunde neben der klassischen Bewerbung per Kommentar auch an unserer vorgelagerten Umfrage teilgenommen haben. Alle Infos dazu findet ihr hier

ÜBER DAS BUCH:

Toni ist Philosophielehrer an einem Gymnasium in Madrid, lebt alleine, mit Hund, und fasst einen Entschluss: Er will seinem Leben ein Ende setzen. In genau 365 Tagen. Am 31. Juli beginnt das letzte Jahr, und dieser Roman hat 365 Kapitel, eins für jedenTag. Die ersten Monate sind für Toni geprägt von Erinnerungen an seine Familie in der wechselhaften spanischen Geschichte, Beobachtungen seiner Landsleute und Erlebnissen, die ihn in seiner Weltsicht bestärken. Doch dann kommt es zu einer unerwarteten Begegnung mit einer Frau, deren Hund auch Toni heißt. Ein Zeichen! Und mit einem Mal gerät Tonis Plan ins Wanken. Nach dem internationalen Bestseller «Patria» legt Aramburu einen großen humanistischen Roman vor. Voller Herzenswärme, traurig, lustig, zutiefst berührend: ein meisterhaftes Werk. Die Chronik eines Countdowns, die auf fantastische Weise von der Hoffnung auf ein glückliches Leben erzählt. Für die spanische Kritik ist es schon jetzt ein Klassiker des 21. Jahrhunderts.

ÜBER DEN AUTOR:

Fernando Aramburu wurde 1959 in San Sebastián im Baskenland geboren. Seit Mitte der achtziger Jahre lebt er in Hannover. Für seine Romane wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. dem Premio Vargas Llosa, dem Premio Biblioteca Breve, dem Premio Euskadi und zuletzt, für «Patria», mit dem Premio Nacional de la Crítica, dem Premio Nacional de Narrativa und dem Premio Strega Europeo. «Patria» wurde als Serie für HBO verfilmt.. Willi Zurbrüggen, geboren 1949 in Borghorst, Westfalen. Er übersetzte u. a. Antonio Muñoz Molina, Luis Sepúlveda, Rolando Villazón und Fernando Aramburu aus dem Spanischen. Ausgezeichnet mit dem Übersetzerpreis des spanischen Kulturministeriums, dem Johann-Friedrich-von-Cotta-Literatur- und Übersetzerpreis und dem Jane Scatcherd-Preis.
 

31.12.2022

Thema: Lektüre, Teil ll; Seite 145 bis 352

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Läuferbiene kommentierte am 18. Dezember 2022 um 19:42

Die Szene fand ich sehr schön. Humpel ist depressiv und Pepa setzt sich vor ihn und schaut ihn an. Dann knuddeln die beiden und Pepa darf ihn oft besuchen.

Amalia schreibt anscheinend wirklich die Zettel. Eine seltsame Art, Toni zu zeigen, wie sehr sie auf ihn herab schaut.

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westeraccum kommentierte am 19. Dezember 2022 um 09:24

Ja, Amalia ist schon eine echte Zicke und sehr unehrlich. Aber die Familien sind ja alle irgendwie gestört. Dass der Vater sich von den Söhnen den Penis küssen lässt, das ist wirklich abartig. Und der ganze Hass! Jeder hasst jede/n. Wirklich gruselig.

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maraAngel2107 kommentierte am 24. Dezember 2022 um 10:45

@westeraccum: "Dass der Vater sich von den Söhnen den Penis küssen lässt, das ist wirklich abartig" 

so etwas hätte ich in diesem Buch auch nicht erwartet, ehrlich gesagt. Ohne Worte, da fällt einem tatsächlich nichts mehr zu ein.....

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darkola77 kommentierte am 02. Januar 2023 um 15:24

Amalia wird hier alleine durch die Augen Tonis beschrieben - schon das macht Wertungen meiner Ansicht nach schwer, wenn nicht sogar nicht möglich.

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Sursulapitschi kommentierte am 22. Dezember 2022 um 20:49

Amalia schreibt anscheinend wirklich die Zettel. Eine seltsame Art, Toni zu zeigen, wie sehr sie auf ihn herab schaut.

Das glaube ich nicht. Amalia Lässt Toni einfach links liegen. Warum sollte sie sich die Mühe machen. Es ist ihr doch ganz egal, was er denkt. 
 

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maraAngel2107 kommentierte am 24. Dezember 2022 um 15:19

Ich habe immer noch das Gefühl es gibt 2 Schreiberlinge, tatsächlich Amalia und eine weitere Person, evtl. Humpel? Nur so ein Gefühl:-)

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darkola77 kommentierte am 27. Dezember 2022 um 13:00

Ein interessanter Gedanke, den ich noch gar nicht hatte!

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schwadronius erwähnte am 31. Dezember 2022 um 21:47

Sollte es jemand sein, den Toni kennt, bezweifele ich, dass er dessen Handschrift nicht kennen könnte ...

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isalo kommentierte am 19. Dezember 2022 um 15:50

"Dass der Vater sich von den Söhnen den Penis küssen lässt, das ist wirklich abartig"

Das habe ich auch gerade gelesen und hab erst mal das Buch zugeklappt......

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Läuferbiene kommentierte am 19. Dezember 2022 um 21:41

Ekelhaft, der Vater ist widerlich. Kein Wunder, dass Toni verkorkst ist.

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marsupij kommentierte am 20. Dezember 2022 um 11:51

Das fand ich auch so abstoßend.

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KKruse kommentierte am 20. Dezember 2022 um 14:40

Fand ich auch absolut abstoßend! Da ging es mir wie dir.

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Minijane kommentierte am 24. Dezember 2022 um 15:13

Ganz furchtbar! 

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schwadronius fragte am 31. Dezember 2022 um 22:45

Fragt sich keine, warum er das gemacht hat?

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Läuferbiene kommentierte am 19. Dezember 2022 um 21:43

Dem 2. Abschnitt finde ich eine Spur besser.

Amalie ist mir durch und durch zu unsympathisch. Sie behandelt Toni total respektlos.

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maraAngel2107 kommentierte am 24. Dezember 2022 um 10:46

Toni ist jedoch auch ein komischer Zeitgenosse wie ich finde und seine Erzählungen, Erlebnisse, naja....irgendwie schon ein wenig langatmig gerade...ich hoffe es wird noch ein bissl anders werden. 

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Läuferbiene kommentierte am 25. Dezember 2022 um 08:45

Ein Durcheinander ohne roten Faden.

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schwadronius erwähnte am 31. Dezember 2022 um 21:48

Ich denke nicht, dass der Erzählstil jetzt auf einmal wechselt.

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Lilli33 kommentierte am 19. Dezember 2022 um 22:18

Ich bin grad etwas zwiegespalten. Das Buch lässt sich zwar ganz gut lesen, ist auch überwiegend interessant, aber vom Hocker reißt es mich bisher nicht.

Als seine Stärke, aber auch gleichzeitig als seine Schwäche empfinde ich, dass so viele verschiedene Themen angesprochen werden. Politik, Religion, Familie … alles bedeutsam, aber oft fehlt mir hier die Tiefe.

Dieser Abschnitt war mir auch zu sexlastig. So detailliert muss ich das nicht haben.

Am meisten interessiert mich gerade, wer die anonymen Nachrichten schreibt. Der-/Diejenige weiß ja wirklich ganz genau über Tonis Leben Bescheid, egal um welchen Bereich es geht. Jemand, der die Familie kennt, aber auch weiß, wie es beruflich läuft. Ist es wirklich Amalia, die die Zettel schreibt?

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Läuferbiene kommentierte am 20. Dezember 2022 um 07:04

Ich glaube, es ist Amalia mit den Zetteln, sie verhält sich auffällig unauffällig, wenn Toni dafür sorgt, dass sie den Zettel findet.

Die Sexszenen sind mir auch zu detailreich. Das peppt das Buch nicht auf. Ich hoffe, es kommt noch mehr Schwung rein. Aktuell ist das Buch nicht fesselnd.

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Lilli33 kommentierte am 20. Dezember 2022 um 07:41

Wenn es Amalia ist, dann finde ich es seltsam, dass sie ihm Zettel in den Briefkasten legt, auf denen ihre Untreue thematisiert wird. Und genau diese Zettel legt sie ihm dann in der Wohnung nicht hin. Die anderen, die nur ihn betreffen, dagegen schon.

Wenn sie ihn mit den Zetteln quasi hintenrum auf ihr neues Liebesleben stoßen wollte, würde sie ihm diese Zettel doch dann zusammen mit der Post auch hinlegen, sonst ergibt das ja keinen Sinn. Im Übrigen hat Amalia dieses hintenrum gar nicht nötig. Sie kommt mir vor wie eine Frau, die Klartext redet.

 

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Buecherliebling88 kommentierte am 26. Dezember 2022 um 20:48

Da stimme ich dir zu. Ich vermute auch, dass es nicht oder nicht nur Amalia ist.

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maraAngel2107 kommentierte am 24. Dezember 2022 um 15:20

Es ist für mich sehr in die Länge gezogen, ein Leben erzählt von jedem Augenblick....braucht man das?

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schwadronius erwähnte am 31. Dezember 2022 um 21:52

Im Genre Entwicklungsroman braucht man das, ja.

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FIRIEL kommentierte am 20. Dezember 2022 um 09:50

"zu sexlastig" - ja, das fand ich auch. Zumal es ja kaum erfüllenden Sex gab, sondern mehr abstoßende Situationen.

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KKruse kommentierte am 20. Dezember 2022 um 14:42

Ich muss auch sagen, dass es mich stört, dass der Roman in diesem Abschnitt so "sexlastig" ist. So etwas lese ich nicht allzu gerne. Wenn es mal kurz in einem Buch auftaucht - okay, gehört zum Leben dazu - aber hier hat es dann doch teilweise etwas Überhand genommen.

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maraAngel2107 kommentierte am 24. Dezember 2022 um 10:47

"zu sexlastig" - hier kann ich Euch nur zustimmen, hat irgendwie einen "blöden" Beigeschmack und macht die Geschichte kaputt.

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Buecherliebling88 kommentierte am 26. Dezember 2022 um 21:02

Ja, da schließe ich mich euch ebenfalls an. Das war mir in diesem Abschnitt auch zu viel - vor allem, weil die Schilderungen an sich auch nicht gerade anregend sind, sondern - jedenfalls bei mir - eher ein Ekelgefühl auslösen.

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darkola77 kommentierte am 27. Dezember 2022 um 13:06

"Zu sexlastig" habe ich die Geschichte bzw. den Leseabschnitt tatsächlich nicht empfunden. Wie erfahren so viel aus Tonis Leben, die Themen und Zeiten wechseln teilweise schlaglichtartig ab. Szenen, die Sex thematisieren oder beschreiben, gehörten für mich einfach ganz folgerichtig dazu. Und die Vorstellung, dass Tina neben ihm und Pepa auf der Couch sitzt, hat mir dann doch eher ein Lächeln entlockt - und den Gedanken, dass Pepa nicht noch ein neues Hundespielzeug in "ihr" für sich findet. :-)

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Martinchen kommentierte am 06. Januar 2023 um 13:37

Zu sexlastig fand ich diesen Abschnitt ebenfalls.

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westeraccum kommentierte am 20. Dezember 2022 um 09:43

Ich gebe zu, dass ich es abends nicht schaffe mehr als 50 bis 60 Seiten zu lesen, dann bin ich platt von den Eindrücken.

Immer diese Männerspielchen und jetzt auch noch eine Sexpuppe. Toni muss sehr einsam sein, wenn er das nötig hat. Irgendwie tut er mir leid, aber er macht auch aktiv nichts dagegen. Nun ja, wenn das Leben eh bald enden soll...

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FIRIEL kommentierte am 20. Dezember 2022 um 09:49

Ich habe immer mehr Probleme mit Toni und seiner Art. Klar, er hat lieblose Eltern gehabt, aber wenn man über 50 ist, ist das keine Entschuldigung mehr. Er ist allen gegenüber abwertend: Frau, Sohn, Bruder, Schwägerin, Kollegen, Schülern; selbst seinen einzigen Freund "Humpel" behandelt er von oben herab. Die Erkenntnis, dass er nicht allein sein möchte, führt nicht zur Reflexion.

Toni macht es allen Menschen um ihn herum schwer. Er macht es auch mir als Leserin schwer. Eigentlich habe ich gar keine Lust darauf, weiterzulesen und mehr von ihm zu erfahren.

Traurig...

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Sursulapitschi kommentierte am 22. Dezember 2022 um 20:53

Toni macht es allen Menschen um ihn herum schwer. Er macht es auch mir als Leserin schwer. Eigentlich habe ich gar keine Lust darauf, weiterzulesen und mehr von ihm zu erfahren.

Das geht mir ähnlich und das macht auch die Figuren wenig glaubwürdig. So viell Hass überall, das ist schwer vorstellbar. 

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maraAngel2107 kommentierte am 24. Dezember 2022 um 10:59

"Toni macht es allen Menschen um ihn herum schwer. Er macht es auch mir als Leserin schwer. Eigentlich habe ich gar keine Lust darauf, weiterzulesen und mehr von ihm zu erfahren.Das geht mir ähnlich und das macht auch die Figuren wenig glaubwürdig."

- Ehrlich gesagt - auch mir wird es gerade zu viel - ein bisschen weniger "Negativ" wäre gut, allerdings passt diese Negativität zu seinem "Suizid-Wunsch und Plan"! 

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schwadronius erwähnte am 31. Dezember 2022 um 21:56

Er arbeitet aber zum ersten Mal an und mit sich. Vorher nahm er alles nur hin. Jetzt hat er Gefühle, Gedanken, Emotionen, die er namentlich benennt. Das ist Reflexion ...

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marsupij kommentierte am 20. Dezember 2022 um 11:52

Hier ging es mir definitiv zu stark um Sex und besonders die Szenen mit dem Penis fand ich nur abstoßend.

Ich bin echt hin- und hergerissen, was ich von dem Buch halten soll.

Der erste Abschnitt hat mir jedenfalls besser gefallen als diese hier.

Die Buchidee mag ich, aber den Protagonisten nicht.

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westeraccum kommentierte am 21. Dezember 2022 um 09:38

Das geht mir auch so.

Inzwischen ziehe ich auch die Möglichkeit in Betracht, dass es sich bei dem Buch um eine Satire auf den spanischen Machismo-Kult handeln könnte. Die Jungs wollen ihrer Mutter verbieten eine neue Beziehung einzugehen, aber Toni vögelt sich munter durch alle Betten. Das ist schon heftig!

Ich bin mit dem 2. Leseabschnitt noch nicht ganz durch, aber ich befürchte Schlimmes.

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Sursulapitschi kommentierte am 22. Dezember 2022 um 20:56

Ok, das ist ein guter Ansatz, aber über Satire sollte man doch an irgendeiner Stelle lachen können. Hier finde ich eigentlich gar nichts witzig, nur bitter sarkastisch. 

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marsupij kommentierte am 29. Dezember 2022 um 19:00

Hm ja, das wäre möglich. Aber gefallen tut es mir dennoch nicht.

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isalo kommentierte am 21. Dezember 2022 um 16:40

Also der Oktober hat mir gar nicht gefallen. Zum Teil wegen der ausschweifenden Beschreibungen zu Tonis Sexualleben – hier sind ja wohl einige der gleichen Meinung – zum anderen wegen der teilweise langatmigen Beschreibungen z. B. zum Thema Hass. Hier lässt Toni wohl den Philosophielehrer zu Wort kommen.

Der November geht dann wieder mit Erinnerungen einher, die sich wie Puzzelstücke in Tonis Leben einfügen.

Die anonymen Nachrichten könnte auch Raul geschrieben haben. Seiner Mutter hat er ja auch hinterher spioniert.

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westeraccum kommentierte am 22. Dezember 2022 um 09:28

Das ist schon ein Wechselbad der Gefühle udn Eindrücke!

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Minijane kommentierte am 22. Dezember 2022 um 23:11

Den Oktober mochte ich auch nicht, aus den gleichen Gründen wie Du. Die ausufernden Berichte seiner Sexualpraktiken und seine Einstellung gegenüber Frauen fand ich abstoßend und auch die Thesen zum Thema Hass, die Gefühle und das Verhalten, dass er seinem Bruder entgegenbringt finde ich nicht normal, Eifersucht hin oder her.

 

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darkola77 kommentierte am 27. Dezember 2022 um 13:09

Raúl - an den habe ich noch gar nicht gedacht! Zuzutrauen wäre es ihm, insbesondere, da die beiden Brüder ein derart kühles, ablehnendes Verhältnis zueinander haben.

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Sursulapitschi kommentierte am 22. Dezember 2022 um 20:44

Ich finde die Idee, dass er ein Jahr lang täglich aufschreibt, was ihm durch den Kopf geht, sehr reizvoll. Das ergibt ein Patchwork origineller Rückblenden. Allerdings ist es viel zu weitschweifig. Man hat das Gefühl, auf der Stelle zu treten. Seine Bordellbesuche oder was er mit Tina anstellt, interessiert mich auch nicht so sehr.

Sie sind auch alle ein bisschen hysterisch, diese Figuren. Eine Frau, die ihren Mann betrügt, weil sie sich in eine andere Frau verliebt hat, könnte es ihrem Ehemann gegenüber verständnisvoller und rücksichtsvoller anbringen. Gut, ihre Beziehung war von Anfang an verkorkst, aber da ist alles ein bisschen sehr übertrieben lieblos. „Was kann ich dafür, dass ich mich verliebt habe?“ ist ein Totschlagargument.

Er hat seinen Bruder schon immer gehasst, genau wie seinen Vater und seine Mutter. Jetzt hasst er seinen Sohn, seine Frau, seine Schwiegereltern, meine Güte. Wahrscheinlich hat er es nicht anders gelernt, aber ein Philosophielehrer müsste doch intelligent genug sein, sich selbst zu analysieren und mal den Kreis zu durchbrechen. Ein bisschen Gnade an irgendeiner Stelle. Sein Sohn hatte Probleme von Anfang an, es wäre der Job der Eltern gewesen, ihm zu helfen statt ihn zu hassen.
Meine Begeisterung lässt gerade etwas nach.

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maraAngel2107 kommentierte am 24. Dezember 2022 um 11:02

Ich denke Toni ist "Hoch Depressiv" und diese Menschen "hassen" normalerweise alles um sich herum und alles ist für sie negativ! Wenn das auch den Leser sehr "demotiviert" (zumindest kann ich das für mich sagen), so passt es schon ins Gesamtbild des Buches! Ich werde definitiv länger als 3 Wochen für das Buch brauchen, da ich es doch immer wieder weg legen muss, um nicht selber in eine "negative" Stimmung zu verfallen:-) Ich hoffe das ist nicht so dramatisch! 

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Sursulapitschi kommentierte am 24. Dezember 2022 um 11:20

Ich habe auch erst einmal ein anderes Buch angefangen, um zwischendrin ein bisschen Luft zu bekommen. :-DDD

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isalo kommentierte am 24. Dezember 2022 um 12:35

"Ich werde definitiv länger als 3 Wochen für das Buch brauchen, da ich es doch immer wieder weg legen muss, um nicht selber in eine "negative" Stimmung zu verfallen:-) Ich hoffe das ist nicht so dramatisch! "

Geht mir genauso.......

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Läuferbiene kommentierte am 25. Dezember 2022 um 08:46

Negative Stimmung habe ich auch, wenn ich zu viele Seiten am Stück lese.
Ich hoffe, bis Januar schaffe ich das Buch.
Es ist anstrengend und gar nicht schön zu lesen.

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KKruse kommentierte am 28. Dezember 2022 um 15:44

Ich stimme dir voll zu! Es ist echt anstrengend, sich durch das Buch zu quälen und da für mich ein wirklich spannender, zusammenhängender Plot sowie sympathische Identifikationsfiguren fehlen, ist es umso schwerer, mit dem Roman warm zu werden.

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marsupij kommentierte am 29. Dezember 2022 um 19:01

Negative Stimmung - ja, in die gerate ich auch.

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Minijane kommentierte am 24. Dezember 2022 um 15:11

 

" Ich werde definitiv länger als 3 Wochen für das Buch brauchen, da ich es doch immer wieder weg legen muss, um nicht selber in eine "negative" Stimmung zu verfallen"

Geht mir genauso. Mich zieht das Buch auch irgendwie runter. Ich kann für Toni keine Sympathien entwickeln, ganz im Gegenteil. Eigentlich ist es mir auch egal, ob er sich umbringt oder nicht. Den Grund für seine Suizidpläne kann ich noch nicht erkennen, außer dass er  vielleicht eine Depression hat. Zu Weihnachten ist dieses Buch nicht so ganz die passende Lektüre. Da brauche ich auch mal etwas Positiveres, dass ich parallel lese.

 

 

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Buecherliebling88 kommentierte am 26. Dezember 2022 um 20:50

Ich merke tatsächlich auch, dass ich nicht zu viel am Stück lesen kann, weil die Geschichte ansonsten meine eigene Stimmung herunterzieht. Das kann man teilweise wirklich nur dosiert und in kleinen Häppchen ertragen.

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schwadronius erwähnte am 31. Dezember 2022 um 23:16

Frustrierte, ausgelöst durch Wut, Trauer, Hilflosigkeit, Enttäuschung, et cetera, Menschen hassen. Deswegen auch die erhöhte Bereitschaft zur Aggression. Die aber bei Toni "nur" gedacht wird.

Es kann zur Depression führen, aber die "sehe" ich hier noch nicht. Toni kümmert sich um Pepa. Er hat sozialen Kontakt zu seinem Freund Humpel und seiner Mutter, sowie Pflichtbesuche Nikitas. Er übt auch seinen Beruf aus.

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darkola77 kommentierte am 27. Dezember 2022 um 13:13

Dass Toni seinen Sohn hasst, kann ich zumindest in seinem Verhalten in keiner Form erkennen. Ich empfinde ihn als sich selbst sehr zurücknehmend und Nikita gegenüber zugewandt, was ich mir in manchen Szenen nur mit einem Höchstmaß an Selbstbeherrschung und ja, auch Liebe erklären kann.

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schwadronius erwähnte am 31. Dezember 2022 um 22:13

Ich empfinde auch eher, dass Toni hasst, wie die Personen agieren. Ihm und anderen gegenüber. So auch bei seinem Sohn.

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darkola77 kommentierte am 01. Januar 2023 um 10:23

Woran machst Du das für Dich fest, dass Toni Nikita nicht liebt, sondern hasst? Ich für mich kann das nicht erkennen, nur seine Fürsorge, Geduld und Verständnis, die er seinem Sohn entgegenbringt - für mich Zeichen der tiefen Zuneigung und Liebe.

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schwadronius antwortete am 01. Januar 2023 um 12:27

Toni hasst, wie sein Sohn agiert, nicht ihn als Person. Zum Beispiel, dass er seine Mutter bestiehlt. So geht es ihm auch mit allen anderen.

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Buecherliebling88 kommentierte am 26. Dezember 2022 um 21:01

Auch ich bin - wie offenbar die meisten hier - recht hin und her gerissen von dem Buch.

Einerseits lässt es sich nach wie vor durch die Sprache und die kurzen Kapitel schnell lesen, allerdings ist die Stimmung und auch so manches Thema dann doch ganz schön bedrückend und negativ. Das passt natürlich absolut ins Bild zu Toni, der eben genau die Stimmung transportiert, in der er sich selbst befindet und aus der heraus er entschieden hat, nicht mehr leben zu wollen. Andererseits ist es für mich als Leserin auch anstrengend und zieht meine eigene Laune mit nach unten. Von "Lesegenuss" kann man hier wohl wirklich nicht sprechen. ;-) Ich denke, nachdem ich das Buch beendet habe, werde ich erst beurteilen können, ob ich das negativ oder gerade gut so finde.

Toni hat fast allen Menschen gegenüber, mit denen er irgendeine Art von Beziehung hat, negativ eingestellt und scheint ausschließlich ihre schlechten Seiten zu sehen. Das finde ich sehr schade, aber da er vermutlich hochgradig depressiv ist, ist das wahrscheinlich auch nicht gerade verwunderlich.

Einzig sein Hund Pepa ist ihm wirklich wichtig und scheint ihm gut zu tun, so wie Pepa auch Humpel geholfen hat.

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schwadronius erwähnte am 31. Dezember 2022 um 22:19

Außer dem Suizidgedanken, den Depressive oft haben, zeigt Toni eigentlich keine klassischen Symptome.

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Readaholic kommentierte am 27. Dezember 2022 um 07:44

Endlich habe ich diesen Abschnitt beendet! Ich konnte, wie viele hier, nicht allzuviel am Stück lesen. Den ersten Leseabschnitt fand ich sehr amüsant, da konnte ich auch noch drüber lachen, dass Toni nach einem frustrierenden Tag an der Schule Phantasien hat, wie er seine Schüler mit der Kettensäge zerteilt. Aber inzwischen geht mir der ganze Hass auf Gott und die Welt echt auf die Nerven! (Die Kapitel, in denen Toni beschreibt, wem er alles den Tod wünscht, fand ich regelrecht abstoßend.) Ich beginne Amalia zu verstehen, mit so einem Mann möchte ich auch nicht zusammen sein! Die unappetitlichen Sexszenen hätte ich so detailliert wahrhaftig auch nicht gebraucht. Die Mutter, die den Vater auf dem Campingplatz mit dem Gürtel auspeitscht, hat mich sehr irritiert, und die Duschpraktiken des Vaters sowieso. Von Tonis Sexpartnerin Tina ganz zu schweigen! Wie krank ist das denn, die abgelegte Sexpuppe des Kumpels zu übernehmen!

Tonis einziger Freund ist Humpel, doch auch diese Freundschaft ist zwiespältig. Als Humpel eine offene Stelle entwickelt und sich deshalb Sorgen macht, bezeichnet Toni ihn als "wehleidig". Bei solchen Freunden braucht man keine Feinde! 

Auch wenn mir vieles an der Geschichte missfällt, von der Sprache und auch der Übersetzung bin ich begeistert.

 

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schwadronius erwähnte am 31. Dezember 2022 um 22:31

Die Geißelszene. Wie ist sie zu bewerten ... Der Vater geißelt sich nicht selbst. Warum nicht? Warum lässt er das seine Frau tun? Wie steht das in Beziehung zur politischen Folter? Kurz eingestreut, wirft sie tatsächlich große Fragen auf.

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darkola77 kommentierte am 27. Dezember 2022 um 11:56

Der zweite Leseabschnitt hat mich durch die Feiertage begleitet - eine entspannte und schöne Lektüre! Mit Plätzchen in der Hand und Cappuccino dampfend im Becher bin ich weiter und tiefer in Tonis Leben eingetaucht: zu Zeiten seiner Kindheit, seiner Ehe, in das Jetzt - der Zeit, in der er abschließt, sich jedoch ausschließlich von seinem materiellen Habe verabschiedet, zurückblickt, an seinem Entschluss festhält, diesen nicht einmal infrage stellt.

Den "Antihelden", wie Toni auf dem Bucheinband bezeichnet wird, kann ich hierbei allerdings für mich nicht festmachen. Vielmehr erscheint Toni mir als Mensch mit all seinen Widersprüchen, Eigenarten und Eigenschaften, die ihn für mich in seinen Denk- und Verhaltensweisen mal mehr, mal weniger sympathisch werden lassen. Ganz besonders sticht für mich hierbei seine Geduld, sein Sich-Zurück-Nehmen und ja auch seine Liebe hervor, die er seinem Sohn gegenüber immer wieder und in jeder ihrer Begegnungen an den Tag legt - auch, wenn dies nur allzu oft ein Höchstmaß an Selbstbeherrschung erfordert. Sein Kind im übertragenen Sinne nicht zurückstoßen, verletzten oder auch einfach grundweg ablehnen (zu wollen), lässt ihn für mich zu einem Menschen werden, der zum Wohle eines anderen über sich hinauswächst und sich mit seinen Überzeugungen und Ansichten hierbei ein stückweit selbst aufgibt und aufopfert.

NIcht nur unsympathisch sondern unverständlich und geradezu erschreckend erscheint mir Toni dagegen jedoch in seinem Denken und Handeln seinem Bruder gegenüber. Toni gibt freiweg zu, dass er Raúl hasst - und zwar allein und grundlegend deswegen, da Raúl sein Bruder ist und ihm damit die mütterliche Liebe nach seinem Empfinden streitig macht. Tonis Hass ihm gegenüber äußerst sich dabei nicht nur in einer Abwesenheit von Liebe sondern auch in verbaler und körperlicher Gewalt, die er ihm in seiner Kindheit zufügt.

Die einzigen Lebewesen, die Toni in "dem Jetzt" um sich ertragen und akzeptieren kann, sind sein Freund Humpel, Pepa, deren Verhalten aber auch Stellung in der inzwischen zerbrochenen Familie einen großen Raum in der Geschichte einnimmt, sowie seine Sexpuppe Tina, deren Vorzüge er gegenüber einer "fleischlichen Frau" nicht müde wird, ausgiebig zu preisen - und von denen er sich selbst möglicherweise zu überzeugen versucht. Seine Schüler*innen und seine Kolleg*innen erscheinen mir dagegen nur Teil der Ausübung seines Pflichtgefühls zu sein, Gewohnheit in seinen festen Abläufen und ein nicht immer willkommener Vertreib seiner ansonsten einsamen und langen Tage. Sinn vermögen sie seinem Leben nicht zu geben.

Mit Blick auf das Sozialgefüge Tonis überkommt mich Mitleid, jedoch keine Traurigkeit. Dass er aus eigenen Kräften heraus keine Änderung seines Lebens anzustoßen vermag oder auch nur zu sehen bereit ist, ist vermutlich gar nicht so unverständlich, doch für ihn fatal. Die Konsequenz, Selbstmord als Beendigung eines Lebens ohne Glück aber auch ohne Leid oder Qual, erklärt sich hieraus für mich jedoch weiterhin nicht.

Thema: Lektüre, Teil ll; Seite 145 bis 352
schwadronius erwähnte am 31. Dezember 2022 um 22:53

"... der Zeit, in der er abschließt, sich jedoch ausschließlich von seinem materiellen Habe verabschiedet,"

Bei meinem letzten Umzug habe ich das mit Fachzeitschriften gemacht. Ich habe sie im ganzen Viertel verteilt. Teilweise ungelesen.

"Mit Blick auf das Sozialgefüge Tonis überkommt mich Mitleid, jedoch keine Traurigkeit."

Ja, irgendwie möchte man schon wissen, wie Toni zu seinem Jetzt gekommen ist. Sein - vielleicht - einziger "Halt" erinnert sich nicht mehr an ihn ...

Thema: Lektüre, Teil ll; Seite 145 bis 352
KKruse kommentierte am 28. Dezember 2022 um 15:42

Ehrlich gesagt quäle ich mich inzwischen durch die Lektüre. Ich kann keinerlei Sympathie für Toni oder seine Geschichte entwickeln und er stößt mich zunehmend ab. Es stört mich weniger, dass die Kapitel so episodenhaft und oft unzusammenhängend sind, denn das Zusammenpuzzeln von Tonis Biographie und seiner Lebensumstände finde ich eigentlich interessant. Ich hatte gehofft, dass ich ihn so Stück für Stück besser verstehe, aber er wird eher immer befremdlicher für mich. Liegt zum großen Teil auch an der Überbetonung des Themas Sex...

Thema: Lektüre, Teil ll; Seite 145 bis 352
darkola77 kommentierte am 28. Dezember 2022 um 23:46

Dass das "Thema Sex" in dem Leseabschnitt übertont wird, kann ich für mich nicht nachempfinden. Sex gehört zum Leben dazu und nimmt für mich folgerichtig auch in der Geschichte seinen Raum ein.

Thema: Lektüre, Teil ll; Seite 145 bis 352
schwadronius erwähnte am 31. Dezember 2022 um 21:45

In dem Abschnitt geht es schon vorrangig um Sex. Toni dachte halt aktuell viel darüber nach. Beim Erzählen ist er ja auch in seiner sexuellsten Phase an.

Finde aber auch, dass es einfach dazugehört. Irgendwo integriert werden musste ...

Thema: Lektüre, Teil ll; Seite 145 bis 352
schwadronius erwähnte am 31. Dezember 2022 um 21:41

Hm, ich finde Toni zunehmend sympathischer. Im Gegensatz zu den von ihm porträtierten Personen um ihn herum.

Thema: Lektüre, Teil ll; Seite 145 bis 352
schwadronius erwähnte am 31. Dezember 2022 um 21:39

Toni denkt anscheinend zum ersten Mal richtig über sich und sein Leben nach. Zentrale Themen sind in diesem Abschnitt Sex, Hass,"Geschwisterliebe".

Der Ton-i bleibt gleich. Nach wie vor nicht bahnbrechend.

Thema: Lektüre, Teil ll; Seite 145 bis 352
Martinchen kommentierte am 06. Januar 2023 um 13:47

Inzwischen habe ich mich eingelesen, komme jedoch nicht so schnell vorwärts wie gehofft.

Mich haben die vielen Sexszenen auch gestört. Ja, Sex gehört zum Leben dazu und darf auch erwähnt werden, gerne mehrfach, vielleicht etwas dezenter und nicht auf jeder Seite. Dass Toni die Sexpuppe seines Freundes übernommen hat, finde ich schon sehr grenzwertig. Interessant dagegen fand die Szene, in der seine Mutter seinen Vater mit dem Gürtel geißelt. Sie steht in krassem Gegensatz zu allem, was Toni bisher von der Familie erzählt hat.

Mehr als die Sexszenen hat mich allerdings der Hass gegen alles und jeden verstört. Toni hasst seine Eltern, seinen Bruder, seine Exfrau, seinen Sohn, sein Leben, einfach alles. Ich kann gut verstehen, dass Toni auf seinen kleinen Bruder eifersüchtig ist, Raul wird ja offensichtlich von der Mutter bevorzugt. Trotz des Hasses kümmert sich Toni um die Familie, er braucht sie also.

Inzwischen wird eine Episode auch über mehrere Tage erzählt. Das gefällt mir besser als der schnelle Wechsel zu Beginn, wo ich schon an der einen oder anderen Stelle etwas mehr gewusst hätte.

 

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