Leserunde

Leserunde zu "Die Sammlerin der verlorenen Wörter" (Pip Williams)

Die Sammlerin der verlorenen Wörter -

Die Sammlerin der verlorenen Wörter
von Pip Williams

Bewerbungsphase: 07.04 zum 21.04.

Beginn der Leserunde: 28.04. (Ende: 19.05.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des DIANA Verlags – 20 Freiexemplare von "Die Sammlerin der verlorenen Wörter" (Pip Williams) zur Verfügung. Eine Leseprobe zum Buch findet ihr hier

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch.

ÜBER DAS BUCH:

Oxford, Ende des 19. Jahrhunderts. Esme wächst in einer Welt der Wörter auf. Unter dem Schreibtisch ihres Vaters, der als Lexikograph am ersten Oxford English Dictionary arbeitet, liest sie neugierig heruntergefallene Papiere auf. Nach und nach erkennt sie, was die männlichen Gelehrten oft achtlos verwerfen und nicht in das Wörterbuch aufnehmen: Es sind allesamt Begriffe, die Frauen betreffen. Entschlossen legt Esme ihre eigene Sammlung an, will die Wörter festhalten, die fern der Universität wirklich gesprochen werden. Sie stürzt sich ins Leben, findet Verbündete, entdeckt die Liebe und beginnt für die Rechte der Frauen zu kämpfen.

»Entzückend. Ein fesselndes, schlaues Loblied auf die Frauen, deren Beitrag zum Oxford English Dictionary weitgehend unbemerkt blieb.« ("The New York Times Book Review") 
»Das erste literarische Werk, das die Frauen hinter den Kulissen beleuchtet, ohne die sich die englische Sprache nicht so vollständig und farbenfroh entwickelt hätte.« ("Boston Magazine") 
»Ein außergewöhnlicher, charmanter Roman. Williams fängt ein ganzes, reiches Leben auf den Seiten ihres Buches ein.« ("The Times") 
»Diese feinfühlige, hoffnungsvolle Geschichte ist Balsam für die von der Pandemie zerrissenen Nerven.« ("The Guardian") 
»Nachdenklich und zartfühlend. Ein wunderbares Buch, in dem man sich verlieren kann, ein fantasievoller Liebesbrief an Wörterbücher.« ("Booklist") 
»Bezaubernd, wehmütig und wunderbar geschrieben. Ein Must-Have.« ("Library Journal") 
»Williams stellt in diesem reizvollen Debüt die Geschichte, wie wir sie kennen, auf den Kopf, indem sie die Frauen und ihre Beiträge ins Rampenlicht rückt.« ("Newsweek") 
»Wenn Sie Sprache lieben, dann ist dies der Roman, auf den Sie gewartet haben.« ("Bookreporter.com") 
»Überzeugend erweckt Williams ein faszinierendes Kapitel der Geschichte zum Leben und fragt aus einem feministischen Blickwinkel, inwiefern Worte für Männer und Frauen unterschiedliche Dinge bedeuten.« ("Sunday Times") 
»In Williams’ dichtem, akribisch recherchiertem Debüt widmet die Tochter eines Lexikografen ihr Leben einem alternativen Wörterbuch.« ("Publishers' Weekly")

ÜBER DIE AUTORIN:

Pip Williams, geboren in London, aufgewachsen in Sydney, lebt mit ihrer Familie in Südaustralien. Sie ist Sozialwissenschaftlerin und neben ihrer Forschung leidenschaftliche Autorin eines Reisememoirs, von Artikeln, Buchrezensionen, Flash Fiction und Gedichten. Ihre Faszination für Sprache und ihre Recherchen in den Archiven des Oxford English Dictionary inspirierten ihren ersten Roman »Die Sammlerin der verlorenen Wörter«, der ein Nr.-1-Sensationserfolg in Pips australischer Heimat wurde. Mehrfach preisgekrönt, stand dieser Roman auf der Shortlist für den Walter Scott Prize for Historical Fiction.. Christiane Burkhardt lebt und arbeitet in München. Sie übersetzt aus dem Italienischen, Niederländischen und Englischen und hat neben den Werken von Paolo Cognetti u. a. Romane von Fabio Geda, Domenico Starnone, Wytske Versteeg und Pieter Webeling ins Deutsche gebracht. Darüber hinaus unterrichtet sie literarisches Übersetzen.

28.05.2022

Thema: Lieblingsstellen

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nicigirl85 kommentierte am 03. Mai 2022 um 19:35

Zitat aus dem 2. Leseabschnitt S. 234 Mitte:

"Wir alle spielen Spielchen um zu überleben, nur dass die Würfel bei diesem Spiel gezinkt sind. Wenn man verliert, dann landet man im Gefängnis, auf dem Friedhof oder hier." (Hier = Engelmacherin)

Dieser Satz hat mich sehr berührt, denn es zeigt wie die Frauen das Ergebnis der Lust aufbaden müssen und nicht beide. :-(

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world-of-books kommentierte am 07. Mai 2022 um 10:05

Zitat aus dem 1. Leseabschnitt 

S. 55

"Ich putze, ich helfe beim Kochen, ich mache Feuer. Alles, was ich tue, wird wieder schmutzig gemacht, gegessen oder geht in Rauch auf – am Ende des Tages weist nichts darauf hin, dass es mich je gegeben hat. Meine Handarbeit wird bleiben. Wenn ich sie sehe, habe ich das Gefühl, ich wäre ... naja, ich weiß nicht, wie ich das ausdrücken soll. So als würde es mich für immer geben."

"Permanent. Von Dauer. Und sonst?"

"Fühle ich mich wie eine Pusteblume kurz vor einem Windstoß."

 

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frenx kommentierte am 08. Mai 2022 um 17:28

1. Leseabschnitt, S.100: Hier gefältl mri die melancholische Grundstimmung mit den widerstrebenden Gefhlen (bittersüß, säuerlich und süß...). 

Ich zog die Knie an die Brust und umschlang sie. Vater breitete seinen Mantel über mich. Pfeifentabak, bittersüß. Ich schloss die Augen und holte tief Luft. Mir war gar nicht klar gewesen, wie sehr ich diesen Duft vermissen würde. Ich zog den Mantel um mich, vergrub das Gesicht in der kratzigen Wolle. Unter der Süße verstecke sich etwas Säuerliches: der Geruch von altem Papier. Ich träumte, cih wäre unter dem Sortiertisch. Als ich aufwachte, waren wir in Oxford. 

Thema: Lieblingsstellen
world-of-books kommentierte am 18. Mai 2022 um 21:17

S.255

Es hätte ein Wort für das geben müssen, was ich in diesem Moment empfand, aber trotz all der Jahre im Sktriptorium fiel mir kein einziges ein.

S.342

Das ist ein Spiel, das sich noch lange hinziehen wird. Spiel du auf der Position, die du gut beherrschst und überlass den Rest den anderen.

S. 453

"Wie seltsam das aus Ihrem Mund klingt. Ich bin mir sicher, wir gewöhnen uns daran. So wie wir uns an alle Veränderungen gewöhnen müssen."

Thema: Lieblingsstellen
Hermione kommentierte am 20. Mai 2022 um 13:37

Ich mag die Szene, in der Esme die Schuhe und Strümpfe der Mitarbeiter beschreibt, weil das so herrlich ihre besondere Perspektive widerspiegelt und auch die Charaktere der Männer so gut beschreibt. 

Thema: Lieblingsstellen
Hermione kommentierte am 26. Mai 2022 um 20:42

Ich mag, wie Esme die Schuhe und Socken beobachtet und beschreibt. Das ist eine ganz besondere Perspektive und doch so aussagekräftig.