Leserunde

Leserunde zu "Die Spiegelreisende - Band 3"

Die Spiegelreisende - Christelle Dabos

Die Spiegelreisende
von Christelle Dabos

Bewerbungsphase: 07.11. - 21.11.

Beginn der Leserunde: 28.11. (Ende: 19.12.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir 20 Freiexemplare von "Die Spiegelreisende - Band 3" zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch.

ÜBER DAS BUCH:

Fast drei Jahre hat Ophelia Thorn nicht mehr gesehen. Nach seinem plötzlichen Verschwinden musste sie den Pol verlassen und nach Anima zurückkehren. Doch eines Tages macht sie sich heimlich auf den Weg zur Arche Babel, um mehr über Gott herauszufinden und sich auf die Suche nach Thorn zu begeben. In Babel angekommen, einer Arche mit strikten Vorschriften und argwöhnischen Bewohnern, die Robotern mehr gleichen als Menschen, muss Ophelia sich als »Lehrling« am Konservatorium der Guten Familie beweisen. Als in dem Secretarium der Arche eine Zensorin tot aufgefunden wird, die kurz vor ihrem Tod die Werke eines Kinderbuchautors verbrannt hat, erkennt Ophelia fassungslos, wie sehr sie selbst in diese tödliche Geschichte verstrickt ist.

Auf einer Arche, die aus tausend Inseln besteht, und wo Menschen mechanisch absurden Gesetzen folgen, muss sich Ophelia allein durch ein immer bedrohlicheres Geflecht an Lügen kämpfen – und kommt auf ihrer Suche nach Thorn der »letzten Wahrheit« riskant nah.

ÜBER DIE AUTORIN:

Christelle Dabos wurde 1980 an der Côte d’Azur geboren. Nach ihrem Studium zog sie nach Belgien und arbeitete als Bibliothekarin. Als sie 2007 an Krebs erkrankte, begann sie zu schreiben. Zunächst veröffentlichte sie Auszüge aus Die Spiegelreisende im Internet. Nachdem sie den Jugendbuchwettbewerb von Gallimard Jeunesse gewonnen hatte, wurde der erste Band der Serie, Die Verlobten des Winters, publiziert und entwickelte sich rasch zu einem Bestseller. Die auf das Debüt folgenden Bände der Saga, Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast und Das Gedächtnis von Babel, erscheinen 2019 auf Deutsch im Insel Verlag. Gerade hat Christelle Dabos den vierten Band der Tetralogie fertiggeschrieben

 

31.12.2019

Thema: Lieblingsstellen

Thema: Lieblingsstellen
brauneye29 kommentierte am 02. Dezember 2019 um 13:08

Richtige Lieblingsstellen hatte ich eigentlich gar nicht, obwohl die Stelle, wo Thorn Ophelia sagt, dass er sie auch liebt war schon schön

Thema: Lieblingsstellen
Samantha Roke kommentierte am 06. Dezember 2019 um 03:18

Seite 269:
Sie zwinkerte verdutzt. Jetzt zeigten die Zeiger plötzlich eine andere Uhrzeit an. Punkt Mittag.
Nein. Sie zeigten keine Uhrzeit an. Sie zeigten eine Richtung an.
Thorns Uhr spielte nicht verrückt und hatte es nie getan. Sie hatte sich lediglich in einen Kompass verwandelt. Einen Kompass, dessen drei Nadeln in diesem Moment auf den ankommenden Fahrstuhl wiesen. Hinter der Kabinentür erschienen Lady Septima und Sir Henry.
Nur dass Sir Henry kein Automat war.
Sir Henry war Thorn.

Seite 455 bis 456:
"Ihr habt die ganze Zeit ein Buch gesucht, das ich aus der Bibliothek entwendet habe. Ihr hättet allen Grund, verstimmt zu sein"
Zwei Funken in der Nacht verrieten Ophelia, dass Thorn ihr seinen Blick zugewandt hatte.
"Wenn Ihr es nicht mitgenommen hättet, dann hätte Miss Silence es zerstört und mit ihm meine einzige Überlebenschance. Das was mich an eurer Geschichte stört, ist rein mathematischer Natur."
"mathematisch?"
"Es hat mich über zwei Jahre gekostet, qualifizierte Lektüregruppen zusammen zu stellen, um sämtliche Bestände durchforsten zu können. Und das erste Buch, das Ihr versehentlich in die Hand nehmt, ist das Richtige. Eure Neigung, Statistiken mit Füßen zu treten, ist erschreckend."

Thema: Lieblingsstellen
Bluemchen kommentierte am 08. Dezember 2019 um 14:35

Die beiden gefielen mir auch sehr gut.

Thema: Lieblingsstellen
MsChili kommentierte am 15. Dezember 2019 um 22:15

Die Stelle mit dem Kompass hat mir auch sehr gefallen.

Thema: Lieblingsstellen
Samantha Roke kommentierte am 06. Dezember 2019 um 03:19

Seite 269:
Sie zwinkerte verdutzt. Jetzt zeigten die Zeiger plötzlich eine andere Uhrzeit an. Punkt Mittag.
Nein. Sie zeigten keine Uhrzeit an. Sie zeigten eine Richtung an.
Thorns Uhr spielte nicht verrückt und hatte es nie getan. Sie hatte sich lediglich in einen Kompass verwandelt. Einen Kompass, dessen drei Nadeln in diesem Moment auf den ankommenden Fahrstuhl wiesen. Hinter der Kabinentür erschienen Lady Septima und Sir Henry.
Nur dass Sir Henry kein Automat war.
Sir Henry war Thorn.

Seite 455 bis 456:
"Ihr habt die ganze Zeit ein Buch gesucht, das ich aus der Bibliothek entwendet habe. Ihr hättet allen Grund, verstimmt zu sein"
Zwei Funken in der Nacht verrieten Ophelia, dass Thorn ihr seinen Blick zugewandt hatte.
"Wenn Ihr es nicht mitgenommen hättet, dann hätte Miss Silence es zerstört und mit ihm meine einzige Überlebenschance. Das was mich an eurer Geschichte stört, ist rein mathematischer Natur."
"mathematisch?"
"Es hat mich über zwei Jahre gekostet, qualifizierte Lektüregruppen zusammen zu stellen, um sämtliche Bestände durchforsten zu können. Und das erste Buch, das Ihr versehentlich in die Hand nehmt, ist das Richtige. Eure Neigung, Statistiken mit Füßen zu treten, ist erschreckend."

Thema: Lieblingsstellen
Samantha Roke kommentierte am 06. Dezember 2019 um 03:19

Seite 269:
Sie zwinkerte verdutzt. Jetzt zeigten die Zeiger plötzlich eine andere Uhrzeit an. Punkt Mittag.
Nein. Sie zeigten keine Uhrzeit an. Sie zeigten eine Richtung an.
Thorns Uhr spielte nicht verrückt und hatte es nie getan. Sie hatte sich lediglich in einen Kompass verwandelt. Einen Kompass, dessen drei Nadeln in diesem Moment auf den ankommenden Fahrstuhl wiesen. Hinter der Kabinentür erschienen Lady Septima und Sir Henry.
Nur dass Sir Henry kein Automat war.
Sir Henry war Thorn.

Seite 455 bis 456:
"Ihr habt die ganze Zeit ein Buch gesucht, das ich aus der Bibliothek entwendet habe. Ihr hättet allen Grund, verstimmt zu sein"
Zwei Funken in der Nacht verrieten Ophelia, dass Thorn ihr seinen Blick zugewandt hatte.
"Wenn Ihr es nicht mitgenommen hättet, dann hätte Miss Silence es zerstört und mit ihm meine einzige Überlebenschance. Das was mich an eurer Geschichte stört, ist rein mathematischer Natur."
"mathematisch?"
"Es hat mich über zwei Jahre gekostet, qualifizierte Lektüregruppen zusammen zu stellen, um sämtliche Bestände durchforsten zu können. Und das erste Buch, das Ihr versehentlich in die Hand nehmt, ist das Richtige. Eure Neigung, Statistiken mit Füßen zu treten, ist erschreckend."

Thema: Lieblingsstellen
Samantha Roke kommentierte am 06. Dezember 2019 um 03:19

Seite 269:
Sie zwinkerte verdutzt. Jetzt zeigten die Zeiger plötzlich eine andere Uhrzeit an. Punkt Mittag.
Nein. Sie zeigten keine Uhrzeit an. Sie zeigten eine Richtung an.
Thorns Uhr spielte nicht verrückt und hatte es nie getan. Sie hatte sich lediglich in einen Kompass verwandelt. Einen Kompass, dessen drei Nadeln in diesem Moment auf den ankommenden Fahrstuhl wiesen. Hinter der Kabinentür erschienen Lady Septima und Sir Henry.
Nur dass Sir Henry kein Automat war.
Sir Henry war Thorn.

Seite 455 bis 456:
"Ihr habt die ganze Zeit ein Buch gesucht, das ich aus der Bibliothek entwendet habe. Ihr hättet allen Grund, verstimmt zu sein"
Zwei Funken in der Nacht verrieten Ophelia, dass Thorn ihr seinen Blick zugewandt hatte.
"Wenn Ihr es nicht mitgenommen hättet, dann hätte Miss Silence es zerstört und mit ihm meine einzige Überlebenschance. Das was mich an eurer Geschichte stört, ist rein mathematischer Natur."
"mathematisch?"
"Es hat mich über zwei Jahre gekostet, qualifizierte Lektüregruppen zusammen zu stellen, um sämtliche Bestände durchforsten zu können. Und das erste Buch, das Ihr versehentlich in die Hand nehmt, ist das Richtige. Eure Neigung, Statistiken mit Füßen zu treten, ist erschreckend."

Thema: Lieblingsstellen
Stephie2309 kommentierte am 08. Dezember 2019 um 03:30

Meine liebsten Szenen sind die zwischen Ophelia und Thorn. Zum einen, als sie ihm endlich ihre Liebe gesteht und ihn damit völlig aus der Bahn wirft. Zum anderen als sie erkennt, dass Thorn seine Krallen gar nicht absichtlich gegen sie gerichtet, sondern sie in manchen Situationen einfach nicht mehr unter Kontrolle hat, und sich dann direkt schwört, ihm nie zu sagen, dass er sie verletzt hat. Außerdem natürlich die Szene, in der Ophelia und Thorn sich zum ersten Mal körperlich näher kommen, auch wenn diese aufgrund des Genres nur angedeutet wird.

Thema: Lieblingsstellen
Bluemchen kommentierte am 08. Dezember 2019 um 14:36

Das waren auch meine liebsten Szenen. :-)

Thema: Lieblingsstellen
Bluemchen kommentierte am 08. Dezember 2019 um 15:48

Seite 290:  „Ophelia klopfte an die Tür, um sich anzukündigen, aber Thorn schien sie nicht zu hören. Sie hatte Angst, seine Konzentration zu stören. Sie hatte einfach Angst. Angst davor, was geschehen würde, wenn sie beide ihren Gefühlen endlich freien Lauf lassen könnten. Sie hatte Angst, ja, aber sie wollte nirgendwo anders sein als hier.“

 

Seite 449:  „„Gott hat gesagt, er würde ein Auge auf Euch haben“, flüsterte Thorn mit erstickter Stimme. „In meinem Beisein. Ich mag ein miserabler Ehemann sein, doch ich erlaube niemandem, und schon gar nicht ihm, meine Frau zu behelligen. Es ist mir nicht möglich, Euch von Gott fernzuhalten, aber ich kann ihn von Euch fernhalten. Und genau das werde ich jetzt gleich tun, wenn Ihr Euch endlich dazu entschließen könntet, mir diese vermaledeite Werkzeugkiste zu bringen.“

Thema: Lieblingsstellen
Samantha Roke kommentierte am 14. Dezember 2019 um 10:39

Oh ja, die sind auch gut. Aber meiner Meinung nach gibt es in diesem Buch sowieso kaum Stellen auf die das nicht zutrifft

Thema: Lieblingsstellen
MsChili kommentierte am 15. Dezember 2019 um 22:17

Mir hat aber auch der erste Tag in Babel gefallen. Ophelia, wie immer tollpatschig, die Ambrosius kennenlernt und ihm hilft.
 

Thema: Lieblingsstellen
Hilou kommentierte am 16. Dezember 2019 um 19:12

Als Ophelia fragt: Wann genau hören wir auf, Menschen zu sein, und werden zu Objekten? Antwort von Blasius: Manche Leute sind schon zu Lebzeiten Objekte, Miss Eulalia.

Thema: Lieblingsstellen
Bluemchen kommentierte am 17. Dezember 2019 um 21:29

Die fand ich auch sehr gut.

Thema: Lieblingsstellen
Bibliothekarin kommentierte am 25. Dezember 2019 um 07:48

Dem kann ich mich nur anschließen, das war auch eine meiner Lieblingstellen!

Thema: Lieblingsstellen
Goldfeder kommentierte am 17. Dezember 2019 um 14:04

Seite 478 bis 479

Es wird einmal in nicht allzu ferner Zeit die Welt endlich in Frieden leben.

In jenen Tagen wird es neue Männer geben und es wird neue Frauen geben.

Dies wird das Zeitalter der Wunder sein.

Mit einem überwältigenden Gefühl der Vertrautheit blätterte Ophelia eine Seite nach der anderen um, als hätte sie dies in der Vergangenheit schon oft getan. Sie brauchte die Geschichte nicht zu lesen, um sich daran zu erinnern. Sie wusste nun wieder, dass sie sich in zwanzig Kapitel gliederte, die allesamt von der Geburt einer neuen Familie berichteten: den Beherrschern der Dinge, den Herren über den menschlichen Geist, den Herren über die Tiere, den Beherrschern der Schwerkraft, den Herren über die Pflanzenwelt, den Meistern der Transmutation, der Verführung, der Weissagung, den Beherrschern der Blitze, den Meistern der Sinne, den Beherrschern der Erdkräfte, des Windes, der Masse, der Temperatur, der Träume, den Meistern des Gestaltwandels, der Phantomisierung, der Empathie, den Beherrschern des Raumes.

Zwanzig Familien, zwanzig Kräfte.

 

 

 

 

 

 

 

Thema: Lieblingsstellen
Endlose Seiten kommentierte am 17. Dezember 2019 um 18:35

Ich finde alle Stellen, in denen Ophelia und Thorn zusammen sind, schön. Vor allem aber die, in der Ophelia Thorn sagt, dass sie ihn ebenfalls liebt. 

Thema: Lieblingsstellen
Hilou kommentierte am 20. Dezember 2019 um 14:03

S. 497:

Ich war mein Leben lang neutral, Erziehung verpflichtet, und wenn es eines gibt, was ich daraus gelernt habe, dann, dass Neutralität nur ein hübscheres Wort für Feigheit ist. (Archi)

Thema: Lieblingsstellen
Jolly kommentierte am 24. Dezember 2019 um 13:57

„Ich liebe die Gedenkstätte, es gibt dort Tausende von Büchern! Ich bin verrückt nach Büchern! Ihr etwa nicht?“ (Seite 65) 

„Wirkliche Fehler sind nur solche, die man nicht korrigiert.“ (Seite 141)

Ophelia hatte schon einige ungewöhnliche Situationen erlebt. Im selben Zimmer mit einem Säbelzahntiger Orchestermusik zu hören war jedoch zweifellos eine der allerungewöhnlichsten. (Seite 249) 

„Sechsundfünfzig.“ (...) „Die Zahl meiner Narben.“ (...) „Zeig sie mir.“ Die Welt hörte auf, Wort zu sein, und wurde Haut. Der blasse Schatten der Moskitonetzes, das Plätschern des Regens, das entfernte Rauschen des Gartens und der Stadt, nichts davon existierte mehr für Ophelia. Das Einzige, was sie wahrnahm, waren Thron und sie, ihre Hände, die nach und nach jede Zurückhaltung, jede Angst, jede Schüchternheit abstreiften. Ophelia hatte sich die letzen drei Jahre wie ausgehöhlt gefühlt. Jetzt war sie endlich wieder vollständig. (Seite 513)

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