Leserunde

Leserunde zu "Die stummen Wächter von Lockwood Manor" (Jane Healey)

Die stummen Wächter von Lockwood Manor - Jane Healey

Die stummen Wächter von Lockwood Manor
von Jane Healey

Bewerbungsphase: 23.04. - 07.05.

Beginn der Leserunde: 21.05. (Ende: 11.06.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir 20 Freiexemplare von "Die stummen Wächter von Lockwood Manor" (Jane Healey) zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch.

ÜBER DAS BUCH:

Manche Geheimnisse sind unausgesprochen. Andere sind unaussprechlich.

1939. Hetty Cartwright muss eine Sammlung des Londoner Natural History Museum vor dem heraufziehenden Krieg in Sicherheit bringen – ins verfallene Herrenhaus Lockwood Manor. Doch das Haus wirkt auf Hetty wie verflucht: Ihre geliebten Exponate, der ausgestopfte Panther, die Kolibris und der Eisbär, verschwinden, werden zerstört und scheinen nachts umherzuwandern. Zusammen mit der Tochter des tyrannischen Hausherrn, Lucy Lockwood, versucht Hetty, die nächtlichen Geschehnisse zu ergründen, und bringt ein tragisches Geheimnis ans Licht. Eine fesselnde und betörende Geschichte über eine große Liebe und den Wahnsinn einer Familie, ihre lang vergrabenen Geheimnisse und versteckten Sehnsüchte.

ÜBER DIE AUTORIN:

Jane Healey wuchs in einem viktorianischen Bauernhaus auf, in dem es Gerüchten zufolge spukte. Sie studierte Kreatives Schreiben in New York und schrieb ihre Abschlussarbeit über übersinnliche Phänomene in Jane Eyre. Jane Healey lebt in London.

06.06.2020

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 252 - 378

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kelo24 kommentierte am 27. Mai 2020 um 15:52

Geschafft (zum Glück). Auch wenn mich das Ende ein klein wenig versöhnt hat, das Buch und ich sind keine Freunde geworden. Am besten gefällt mir immer noch das Cover und der Titel passt perfekt, denn die stummen Wächter standen definitiv immer und überall im Mittelpunkt.

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Lelu kommentierte am 10. Juni 2020 um 16:04

Stimmt, was den Titel betrifft, v.a. wenn man sich nach dem original englischen Titel richtet - da konnte ich mit dem Titel auch meinen Frieden schließen. Punktabzug gibt's aber für die deutsche Wahl. Denn bewacht wurde hier letztlich ja nun nicht viel...

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danim1703 kommentierte am 30. Mai 2020 um 11:56

Heureka... trotz aller Versuchungen, das Buch einfach in die Altpapiersammlung zu legen, habe ich es durchgelesen. Es ist wirklich eines der langweiligsten Bücher, die ich jemals in Händen hatte. Und - wie ich finde - reine Verschwendung kostbarer Lesezeit und damit einfach ärgerlich. 

Das Ende hat es zumindest geschafft, dass ich dem Buch 1 Stern gebe - weil ich das wirklich gut/gelungen fand. Ansonsten war es wirklich einfach öde und langweilig und - wie ich finde - schlecht geschrieben oder übersetzt.  

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Lese-Bienchen kommentierte am 09. Juni 2020 um 19:44

Ich bin froh nicht die einzige zu sein, die sich durch das Buch durchgequält hat. Das Cover und der Klappentext haben wirklich mehr versprochen!

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Lelu kommentierte am 10. Juni 2020 um 16:06

Selbst das Ende war mehr schlecht als recht, eigentlich hat es mich sogar noch etwas mehr geärgert, weil ich dachte: Hey, die Grundidee war eigentlich nicht schlecht, wieso nicht auf das wesentliche konzentrieren, 100 Seiten einstreichen und eine kohärente Geschichte präsentieren.

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 07. Juli 2020 um 22:50

WiE unterschiedlich doch Geschmäcker sind!
MIr hat es sehr gut gefallen, ich mochte das langsame und das unterschwellige Gruseln - und gerade der schnelle und zu einfache Schluss war jetzt nicht soo ganz nach meinem Geschmack...

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frthkrue kommentierte am 30. Mai 2020 um 13:16

Doch noch am Ende angekommen. Hetty und Lucy gehen eine Liebesbeziehung ein. Es gibt wieder ein großes Fest und dabei sollen die ausgestopften Museumstiere die Dekoration stellen. Lucys Vater hat mit dem Museum angeblich ausgemacht, einen Großteil der Tiere zu behalten. Hetty ist fassungslos. Mary, ehemalige Kindheitsfreundin von Lucy und ehemalige Geliebte von Lucys Vater, wird dem Lord gegenüber ausfallend. Hetty findet auf einem der Gänge Kolibris, denen sie folgt. Sie stösst auf Mary, Mary erzählt ihr, das Lucys Vater sie bereits als Kind missbraucht hat. Dann bricht ein Feuer aus, dass das Herrenhaus vollständig zerstört. Hetty und Lucy finden ein kleines Cottage, wo sie vielleicht bis an ihr Ende glücklich und zufrieden leben.

Das wunderschöne Cover und die durchaus ansprechende Inhaltsangabe haben mich für diesen Roman eingenommen. Leider konnte ich beim Lesen dieser Lektüre keine große Begeisterung verspüren. Es kam keine Spannung auf und irgendwie schleppte sich die ganze Handlung nur so vor sich hin. Über ein abschliessendes Urteil muss ich noch einmal nachdenken.

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Sago kommentierte am 31. Mai 2020 um 16:20

Mich hat das Buch bis zum Ende gefesselt. Einige hatten sich hier ja ein Happyend für Hetty und Lucy gewünscht. Ich hätte nicht damit gerechnet, aber es ist nun tatsächlich so gekommen. Zum Ende hin hat mich das Buch etwas an die berühmte "Glasmenagerie" erinnert. Wie Blanche dort muss sich hier Hetty dem wahren Leben zuwenden, indem sie sich von den ausgestopften Tieren löst. Das geht anscheinend nur, indem diese zerstört werden.

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La Calavera Catrina kommentierte am 06. Juni 2020 um 14:36

Auch Lucy kann endlich endlich erwaschsen werden und sich von ihrer Kinderrolle befreien, der sie sich auf Lockwood Manor nicht entziehen konnte. Auch ihr Heim und Eltern sind nun zerstört, alles ist geebnet für einen Neuanfang. Ein sehr versöhnliches Ende. Genauso wie die Auflösung der verschwundenen Exponate, des toten Hasen und der Puppe, die durchs Fenster flog. Da ich mir schon nichts Spektakuläres mehr ausgemalt hatte, finde ich das Ende und den letzten Abschnitt gut. 

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 07. Juli 2020 um 22:54

Ach ja - dass Hetty das Feuer auch braucht, um sich von den ausgestopften TIeren zu lösen, ist mir noch gar nicht gekommen.
ich dachte bis jetzt nur, dass sich Lucy von Lockwood Manor und ihrem Vater lösen musste, um einen Neuanfang machen zu können..

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Fromme Helene kommentierte am 02. Juni 2020 um 13:10

Ich habe das Buch mit gemischten Gefühlen beendet. Der letzte Teil war abwechslungsreich und spannend und der Autorin ist die Auflösung der Rätsel gut gelungen.

Das „Happyend“ aber ist den beiden Frauen in den Schoß gefallen. Die Autorin hat mit Hilfe eines Brandes die Hürden aus dem Weg geschafft – Das heißt: weder der Vater als Agressor und noch Lucys starke Bindung an das Haus mussten von ihnen überwunden werden. Die beiden Frauen haben sich gar keiner Lösung erarbeitet, sondern sich einfach dem Schicksal ergeben. Vor einem Happyend erwartet ich mir mehr Engagement und Opferbereitschaft der Protagonistinnen.

Durch Lucys Vermögen sind sie weich gelandet und selbst die gesellschaftlichen Hemmnisse konnten mit dem Erwerb eines abgelegenen Cottage relativ einfach umgangen werden. Ich war erstaunt wie schnell die geschäftsunerfahrene Lucy sich in der neuen Situation zurecht findet und Zukunfstpläne schmiedet. Den größten Verlust scheint Hatty mit ihrem beruflichen Waterloo erlitten zu haben. Das war mir angesichts Lucys Traumata aufgrund einer langjährigen Missbrauchssituation, die sicherlich nicht mit Händchenhalten verschwinden, ein zu schön gemaltes und unrealtistisches Ende.

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Greenie_Apple kommentierte am 03. Juni 2020 um 16:47

Den meisten deiner Worte schließe ich mich gerne an.

Ich habe das Buch wirklich gerne gelesen, obwohl ich mich im Nachhinein gefragt habe, was eigentlich auf den ganzen Seiten alles passiert ist. Meist ging es ja um die Träume, das Bewachen der Exponate und die Beziehung zwischen Lucy und Hetty. Dennoch warfen sich gegen Ende so viele Fragen auf, die ich für sehr komplex hielt, dann aber recht einfach in der Lösung waren. Z.B. wie Füchse ins Haus kommen konnten, was es mit den Träumen auf sich hatte, ob Mary und die Haushälterin ihre Finger im Spiel haben usw. An einigen Stellen lag ich da ja gar nicht so falsch mit meinen Vermutungen.

Das Ende war für mich eine Mischung aus Spannung und ganz leisen Tönen, aber ich gebe dir Recht, dass es eigentlich viel zu einfach war mit der Beseitigung der Probleme. Bei vielen Beschreibungen und Reaktionen fühlte ich mich eher ins 19. Jahrhundert versetzt, zumindest hatte man stark den Eindruck, die Zeit sei stehen geblieben und die Autorin habe einfach die Szenerie einer Jane Austen übernommen.

Dennoch war es für mich insgesamt eine schöne und interessante Geschichte.

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wiechmann8052 kommentierte am 03. Juni 2020 um 20:56

vor allem weil es teilweise richtige Probleme waren, Homosexualität war in Großbritanien bis in den sechziger Jahren strafbar, es wurden auch noch Urteile zu dem Thema gefällt.

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La Calavera Catrina kommentierte am 06. Juni 2020 um 14:45

Ein kritischer Einwand, der seine Berechtigung hat, wie ich finde. Denn das Ende ist zwar versöhnlich, aber Lucy kann aus dieser Entwicklung heraus gar nicht wachsen, geschweige denn, aus ihrer Opferrolle treten. Hetty stellt sich hingegen Herausforderungen im Leben, was ich viel interessanter fand. Aber Charakterentwicklung stand hier eindeutig nicht im Vordergrund. Meiner Meinung nach war das die Kulisse, die Exponate und der historische Hintergrund, gepaart mit Geheimniskrämerei und der Liebe zwischen zwei Frauen. 

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La Calavera Catrina kommentierte am 06. Juni 2020 um 14:47

...

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Buchstabensucht kommentierte am 06. Juni 2020 um 18:51

Stimmt schon, das Happy End war zu einfach. Angesichts all der Hindernisse hätte ich eigentlich nicht mit einem glücklichen Ausgang für Lucy und Hetty gerechnet, aber "schön" war's doch. 

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 08. Juli 2020 um 11:38

Ein Happy-End hatte ich mir erwartet, aber für mich war das dann doch auch ZU einfach.
Mir kam es ein bisschen vor, als wollte sich die Autorin nichts mehr überlegen. 
Trotzdem hat es mir gefallen

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Mara S. kommentierte am 07. Juni 2020 um 19:12

Ja, mir war das finale Inferno auch eine Spur zuviel. Hätte man vielleicht auch etwas weniger apokalyptisch lösen können. Ich überlege, ob Lucy von ihrem Vater missbraucht wurde und habe es eigentlich so gelesen, dass er sich da eher in ihrem Freundeskreis "bedient", sie aber nicht angerührt hat, oder? Nur ihre Mutter muss ihm auf die Spur gekommen sein, daher hat sie versucht Lucy im Haus zu "verstecken". Und auch ihre Kinderfrau muss es herausgefunden haben, sonst wäre sie nach dem geschilderten Vorfall über ihr verwirrtes Auftreten, nicht so schnell des Hauses verwiesen worden.

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Lese-Bienchen kommentierte am 09. Juni 2020 um 19:42

Ich denke auch Lucy wurde nicht von ihrem Vater missbraucht sondern durch ihre Mutter und andere geschützt. 

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 08. Juli 2020 um 11:39

Genau. Deshalb hat ihre Mutter sie ja immer in das blaue Zimmer gesperrt, damit sie ihrem Vater nicht in die Hände fällt.

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Lelu kommentierte am 10. Juni 2020 um 16:14

Danke, besser hätte ich es nicht sagen können! Mich hat die Tatsache, dass einfach alles in Rauch aufgeht und dadurch die Konflikte quasi von allein gelöst werden, SO geärgert, dass ich's glatt verdrängt und in meinem Kommentar vergessen habe. In Anbetracht der (zeitlichen) Umstände, von Macht und Einfluss des Majors wären seine Taten wahrscheinlich trotzdem ohne Folge geblieben, selbst wenn sie denn irgendwie publik gemacht worden wären, wäre er aber am Leben geblieben, hätte das Ende Lucy (und auch Hetty) die Möglichkeit geboten, für sich selbst einzustehen, Konsequenzen aus diesen Erfahrungen zu ziehen, sich zu lösen, von denen, die sie klein halten. Wenigstens das hätte die Autorin für die Figuren noch tun können und ich frage mich wirklich, wieso es so dramatisch sein musste? (Recherchebequemlichkeit?)

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lesesafari kommentierte am 11. Juni 2020 um 14:19

Das ist wie in diesen Teenie-Horrorstreifen der 0er Jahre. Am Ende ist immer alles Böse verbrannt, geschmolzen und alles hat sich zum Guten gewendet.

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Hilou kommentierte am 04. Juni 2020 um 18:14

Gott sei Dank, bin ich durch. Ich hatte Sorge, dass ich mich gar nicht mehr durchbeiße.

Das Ende ist weitestgehend zufriedenstellend. Damit hatte ich gar nicht mehr gerechnet. Ich hatte am Ende eine große Tragödie erwartet, zB dass Lucy abdankt oder Ähnliches. Dennoch muss ich sagen, die Autorin ist wie eine Hobbyköchin mit einem exquisiten Rezept und luxuriösen Zutaten, die sie einfach nicht richtig einsetzen konnte. Es war zwar alles da: das gruselige Herrenhaus, alte Geheimnisse, mysteriöse Geschehnisse, eine Liebesromanze und sogar ein schockierender Aspekt von Kindesmissbrauch. Aber das ganze war falsch dosiert und wurde deswegen stellenweise sehr langatmig. Schade, denn wie gesagt, das Buch hatte wirklich Potenzial, blieb aber weit hinter seinen Möglichkeiten.

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Buchstabensucht kommentierte am 06. Juni 2020 um 02:47

Ich bin nach wie vor begeistert von dem Buch, auch den dritten Teil fand ich toll. Ich gehe allerdings auch gern in Naturkundemuseen und msg "Der Fall des Hauses Usher" von Poe. Das Buch ist schon etwas speziell, fügt sich aber anderseits auch in den derzeitigen Trend zu Wiederverwertung viktorianischer Literatur ein.

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La Calavera Catrina kommentierte am 06. Juni 2020 um 14:51

Ich kann sehr gut nachvollziehen, warum es dir gefallen hat. Das sind nämlich auch genau die Punkte, die mir an der Geschichte gefallen haben. Ich hatte auch das Gefühl, dass die Autorin für ihre Hetty am meisten Begeisterung übrig hatte - jedenfalls war Hettys Liebe zum Museeum und ihrer Arbeit spürbar.

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Mara S. kommentierte am 07. Juni 2020 um 19:04

Also, ich war richtig drin in der Geschichte und hatte wie Hetty ein besonders ungutes Gefühl bei diesem seltsames Weihnachtsdinner. Die Inszenierung mit den Tieren war schlicht geschmacklos und die Kerzen ja wohl offensichtlich ein echtes Risiko. In welche Richtung die Auflösung um den ganzen Spuk allerdings dann ging, hab ich nicht kommen sehen. Mißbrauch hatte ich nicht im Ansatz auf dem Schirm. Warum das Anwesen schließlich abbrennen musste, kann ich aus dramaturgischer Sicht zwar verstehen. Es wäre aber auch nett gewesen, wenn die Tiersammlung und das Haus die Geschichte hätten überleben dürfen. Die können ja nix dafür. Der Major hätte ja auch einfach über den Eisbären stolpern und dem Seelöwen in die Stoßzähne fallen können. Ohne Therapie wird Lucy ihre Ängste mit oder ohne Haus nicht überwinden können. Diese vielen Sorgen und schlaflosen Nächte, die Hetty um ihre Tiere hatte und alles für die Katz. Ich hätte ihr gern eine echte Emanzipation gewünscht, ebenso wie auch Lucy. 

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 08. Juli 2020 um 11:42

Der Major hätte ja auch einfach über den Eisbären stolpern und dem Seelöwen in die Stoßzähne fallen können.

pruuust* Made my day. ;)

Beim Schluss hätte ich mir auch etwas mehr erwartet. Aber es war, so wie es ist, auch 'okay'

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Lese-Bienchen kommentierte am 09. Juni 2020 um 19:39

Hat sich dieser letzte Abschnitt gezogen. 

So etwas langweiliges habe ich schon lange nicht mehr gelesen und da die Begeisterung nicht hoch war und so gar keine Spannung mehr vorhanden, hab ich jetzt leider auch gefühlt ewig gebracht und bin richtig froh das Buch nun beendet zu haben.

Es tut mir auch richtig Leid, aber mir hat es schlichtweg nicht gefallen. Lucy hab ich zwischendrin auch mal als diejenige angesehen die hinter all dem steckt. Auf Mary wäre ich jetzt nicht gekommen. Aber Hettys Selbstvorwürfe waren dann doch irgendwann zu viel. 

50 Seiten vor Schluss dann endlich die Auflösung, auch das mit dem Unfall von Lucys Eltern hat sich geklärt. Auch wenn dies ziemlich vorhersehbar war. Das einzig interessante am Buch und der Klappentext hat so viel versprochen. 

Ich bin einfach nur enttäuscht von dem Buch und überlege mir jetzt wie ich die Rezi schreiben werde.

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Lelu kommentierte am 10. Juni 2020 um 16:00

Und sie leben alle glücklich bis ans Ende ihrer Tage - oder so ähnlich.
Was soll man nach diesem letzten Abschnitt noch groß zu dem Roman sagen? Die Alpträume und das Nachwandeln und die Angstzustände nehmen weiter zu, nur um es dann mit dem Missbrauch eines oder mehrer Mädchen und einen großen Feuer aufzulösen bzw. zu beenden. (Und ich will um Himmelswillen (Kindes-)Missbrauch nicht herunter spielen!) Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll... Dieser letzte Abschnitt hat mich fast mehr geärgert, als der ganze Roman insgesamt. Nichts hat mehr zusammen gepasst: Hetty die permanent steif und fest behauptet, nicht abgergläublisch und ängstlich zu sein und sich dann vor dem Haus (und um ihre Exponate) doch so sehr fürchtet, dass sie sich fast Hals über Kopf aus dem Staub macht bzw. machen will. Dieser an den Haaren herbeigezogene Streit zwischen Lucy und Hetty (Hettys Überempfindlichkeit wegen einer falschen Wortwahl und dann deart nachtragend zu reagieren, fand ich kleinlich und in keinster Weise überzeugend, dass Lucy gekränkt ist, dass nun auch Hetty sie für verrückt hält, das ja, aber andersherum...) Mary, die sich an Hetty rächt, weil sie sich durch sie bedroht sieht, und - obwohl sie sogar Zugang zum Haus hat - nicht schnallt, dass a) Hetty mit Lucy anbandelt, statt mit dem Major und b) nicht sieht, dass der Major mit allen möglichen Frauen ausgeht, aber ganz sicher nicht mit Hetty. Zumal ihr ja auch bewusst ist, dass die Haushälterin immer neue Mädchen einschleust. (Mal davon abgesehen, dass ich mich immer noch wundere, wie sie einem Exponat das Fell abziehen konnte; das stell ich mir eigentlich nicht so einfach vor...)
In Anbetracht der Tatsache, dass sich die Taten des Majors offenbar als dunkle Atmosphäre derart in dem Haus manifestiert haben, dass diese alle Bewohner terroriersiert, wären mir echte Geister irgendwie lieber gewesen. Vielleicht mag Lucy aufgrund kindlichen Unverständnisses Zeugin von Dingen geworden sein, die sie noch Jahre später in ihren Träumen verarbeitet, und zusätzlich zu den Dingen, die ihre Mutter getan hat und die Lucy logischerweise falsch verstehen musste, sodass für sie in den Mauern von Lookwood ein Grauen lauert, das das Rationale übersteigt, und sich in ihrem nervösen Zustand äußert - okay, soweit bin ich dabei. Aber bei allen anderen? Der ganze Roman ergibt für mich kein großes Ganzes. Da wollte SO VIEL erzählt werden und am Ende gibt es nur lose miteinander verknüpfte rote Fäden...Schade eigentlich, denn die grundsätzlich war die Idee nicht schlecht: das alte Haus, der tyrannische Major, die elfenhafte Tochter, die ausgestopften Tiere - perfekt für ein bisschen Suspense.
Leider wollte ich am Ende nur noch, dass Hetty aufhört alle Tiere auszuzählen; wie sie da um den Tisch stehen, woran die Gäste genau vorbei laufen, wann was in Flammen aufgeht...

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 252 - 378
lesesafari kommentierte am 11. Juni 2020 um 14:25

GENAUSO.
Diese Leidenschaft für getötete, ausgestopfte, uralte Tiere, von Motten zerfressen, widerte mich dann auch nur noch an. Ich würd die gar nicht anfassen wollen.
Aber gut, sie können für ihr Ende und ihren Zustand auch nichts.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 252 - 378
Kaddi kommentierte am 28. Juni 2020 um 19:50

Beim Überfliegen der Meinungen zu diesem letzten Teil des Buches habe ich viele sehr kritische Stimmen wahrgenommen - das hätte ich gar nicht erwartet! 

Ich schließe mich an, dass es ein paar Sachen gab, die mich gestört haben, insgesamt fand ich diesen letzten Teil und das Buch aber unterhaltsam und spannend. Ja, Hetty und Lucy haben manchmal mit ihren jeweils eigenen Arten von Weinerlichkeit genervt. Auch die ganze fürchterliche Geschichte über die perversen Machenschaften Lord Lockwoods hätten für mich gestrichen werden können. 

Dennoch: Ein guter Roman über zwei sehr unterschiedliche Frauen während des Zweiten Weltkriegs und eine Menge ausgestopfter Säugetiere - mit einigen Nebensträngen, die teilweise noch etwas weiter hätten ausgebaut werden können. Vielleicht hätten dem Buch 100 Seiten mehr gar nicht geschadet.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 252 - 378
Petzi_Super_Maus kommentierte am 07. Juli 2020 um 22:37

Mir hat das Buch gut gefallen, ich mochte die langsame Erzählweise. Gut fand ich, dass es eine rationale Erklärung für alle Vorkommnisse gab!
Obwohl das Happy End fast schon ZU einfach war, da hätte die Autorin sich noch bisschen mehr anstrengen können. Wie einfach, Lockwood Manor einfach abzufackeln, damit Lucy von dem Haus loskommt, und der furchtbare Lord Lockwood geht dabei drauf.. 
Und mit Lucys Geld können sich die beiden natürlich leicht ein neues Leben aufbauen.

Dass er tatsächlich pädophil ist, fand ich schrecklich!! Er hat auch seine Stellung ausgenutzt und deshalb sind immer wieder neue junge "dienstmädchen" auf Lockwood Manor gekommen.
Das war dann auch der Grund dafür, warum Lucys Mutter sie eingesperrt hat, damit ihr Vater nicht an sie rankommt.

Leider wurde der Strang mit Hettys Adoptiveltern nicht weiter ausgebaut, warum wurde das dann anfangs so oft erwähnt?
Und auch, warum Hetty und das Kindermädchen den gleichen seltsamen Traum haben, wurde nicht aufgeklärt.