Leserunde

Leserunde zu "Einer wird sterben" (Wiebke Lorenz)

Einer wird sterben - Wiebke Lorenz

Einer wird sterben
von Wiebke Lorenz

Bewerbungsphase: 14.03. - 28.03.

Beginn der Leserunde: 17.04. (Ende: 08.05.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des S. Fischer Verlags – 20 Freiexemplare von  "Einer wird sterben" (Wiebke Lorenz) zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch. 

ÜBER DAS BUCH:

Sie ist allein im Haus. Allein mit ihrer Angst.
Sie kann mit niemandem sprechen. Nicht einmal mit ihrem Mann.
Was wissen die Leute im Auto?
Und vor allem, was werden sie tun?

Eines Morgens steht es plötzlich da. Das schwarze Auto. Mitten in der ruhigen Blumenstraße in einem gehobenen Wohnviertel. Darin ein Mann und eine Frau, die reglos dasitzen.
Stundenlang, tagelang. 

Nach und nach macht diese stumme Provokation die Anwohner nervös. Allen voran Stella Johannsen, die sich immer und immer wieder die eine Frage stellt: Was wissen sie? Über die schreckliche Nacht vor sechs Jahren, als Stella und ihr Mann Paul einen schweren Unfall hatten. Einen Unfall, bei dem ein Mensch starb. 

Sind sie deswegen hier? Was werden sie tun? Und wie viel Zeit bleibt Stella noch?

»Ich habe mich völlig in dieser Geschichte verloren und wusste irgendwann nicht mehr, wo oben und unten ist. Wahnsinnig spannend. Unbedingt lesen!« Melanie Raabe

ÜBER DIE AUTORIN:

Eine kurze Pressemeldung brachte Wiebke Lorenz auf die Idee für ihren Psychothriller »Einer wird sterben«: Über eine Woche lang parkte ein Pärchen im Auto in einer ruhigen Straße, ohne auszusteigen. Und niemand verstand, weshalb. Wiebke Lorenz war davon so fasziniert, dass sie die Geschichte gleich im Kopf weiterspann. Was, wenn diese Leute etwas wüssten, was keiner wissen darf? So ergeht es ihrer Hauptfigur Stella im Roman, gemeinsam mit ihr durchlebt der Leser Tage voller Angst und weiß nie, welche doppelten Böden die Geschichte noch bereithält. Genau dafür wird Wiebke Lorenz von ihren Fans geliebt, und die Presse verglich ihre psychologischen Höllenritte mit denen Sebastian Fitzeks. Sie lebt als freie Autorin in Hamburg.

11.05.2019

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 236 bis Ende

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Novizin kommentierte am 18. April 2019 um 19:32

Leider bin ich schon am Ende angekommen, weil ich das Buch einfach nicht aus den Händen legen konnte. Das Finale hat nicht nur meine Vermutung bestätigt, es wurde von meinen Erwartungen übertroffen. Der Thriller hat mich ein wenig an "Das Paket" von Sebastian Fitzek erinnert. Die Protagonistin, die hier im Mittelpunkt steht, ist nicht zu beneiden. Die Autorin spielt mit den Ängsten, dem Gewissen und der Moral und hat eine ganz raffinierte Geschichte gestrickt. Das Ende ist sogar richtig schön gemein (gehässig?) - aber mir gefällt es. Ich habe den Eindruck, als wollte mir die Autorin etwas sagen:

Das nennt man ausgleichende Gerechtigkeit. Jeder bekommt, was er verdient hat und oft verhalten sich die Dinge nicht so wie sie scheinen.

In Zukunft überlege ich mir dreimal, ob ich wirlich mit jedem "armen Kerl" - egal ob Männlein oder Weiblein - Mitleid haben muss. Weil man kann ja nie wissen, was er in Wahrheit verbrochen hat, und ob die Strafe/das Schicksal nicht vielleicht sogar gerecht ist?

Auch der Epilog ist schön.

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MissGoWest kommentierte am 08. Mai 2019 um 12:02

Ich habe "Das Paket" vor einer Weile als Hörspiel gehört -- mir hat es damals nicht besonders gefallen. Hier finde ich die Reaktionen/Aktionen logischer, auch wenn mir die Charaktere -- besonders Stella und Paul -- von Anfang an nicht besonders sympathisch waren.

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Annette kommentierte am 18. April 2019 um 19:40

Am Ende überschlagen sich die Ereignisse etwas. Für mich kommt Stella, die nun eine Woche im dunkeln getappt ist, etwas zu schnell dahin was hier alles falsch läuft.
Was ich allerdings nicht verstehe ist, dass sie dem Psychiater immer noch blind verraut. Für mich war von Anfang an klar, dass der Dreck am Stecken hat.
Aber es kann sein wie es will. Sie merkt, dass Paul in Gefahr ist und sorgt sich sofort um ihn. Sie denkt mit keiner Sekunde daran, dass er sich vielleicht an ihr rächen möchte und zwischenzeitlich weiß, was in der Unfallnacht wirklich passiert ist.
Benno spielt das perfekte doppelte Spiel. Er sorgt sich um Stella und liefert sie gleichzeitig an Messer. relativ zu Beginn des Buches sagt Stella zwar, dass sie kein Vetrauen zu Benne hat, aber was will sie machen. Ihr Mann Paul ist in Gefahr, ihr wird auf mentaler ebene zugesetzt. Da ist sie froh, dass jemand zu ihr steht.
Verstehen kann ich leider nicht, dass in dem Moment, wo Paul Stella den Laufpass gibt, er sich noch zu ihr ins Auto  und mit ihr nach Hause fährt. Das dabei ein Unfall pasiiert, ist vorauszusehen. Meiner Meinung nach etwas zu konstruiert.
Alles in allem ein Ende dass sehr plötzlich und knapp kommt. Etwas schade.

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MissGoWest kommentierte am 08. Mai 2019 um 12:05

Schon am Anfang mag Stella Enno doch eigentlich nicht. Ich fand es auch seltsam, dass sie ihm nach dem Winkekatzenzwischenfall blind vertraut. (Und übrigens -- ich hätte die Winkekatze definitiv behalten!!!)

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Annette kommentierte am 18. April 2019 um 19:44

Tja, mein Fazit lautet eher, was man aus Liebe alles für einen Menschen macht. Man ist sozusagen blind vor Liebe.
So unterschiedlich sind die Auffassungen. Aber das ist auch gut so. Jeder darf siene Mienung haben. Solange sie respektiert und akzeptiert wird.

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Novizin kommentierte am 19. April 2019 um 01:09

Das war wie gesagt ein tolles Buch, aber definitiv meine letzte Leserunde bei wasliestdu.de - ich habe nichts verraten oder gespoilt wie Ihr das nennt, ich habe mich lediglich bemüht, den Charakter der Stella zu analysieren und den Zusammenhang zu ergründen, also die Gedankengänge der Autorin zu folgen. Aber hier geht es ja zu wie in der Grundschule, da vergeht einem echt die Lust, seine Meinung zu äußern. Sorry, werde ich mir nicht mehr antun.

Übrigens heitßt es Psychiater und nicht Psychater - und er heißt nicht Benne - auch nicht Benno - sondern Enno. Und er ist kein Psychiater - nur Psychologe. Das ist ein großer Unterschied. Wer sich nicht für Psychothriller interessiert, der sollte dann lieber Märchenbücher oder den Wachtturm lesen.

So, jetzt hab ich fertig.

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Tefelz kommentierte am 20. April 2019 um 08:44

Da kann aber jemand berechtigte Kritik nicht vertragen. Halte Dein Versprechen bitte ein. Es kann nicht sein, dass du alles in die falsche Zeile setzt und anstatt ,demut zu zeigen, uns allen mitteilst wie schlecht du mit Kritik umgehst, zumal du anderen etwas den Spass am lesen nimmst. 

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 20. April 2019 um 15:11

Das soll dir natürlich nicht die Leserunden vergraulen, aber es ist nunmal so, dass du im 2. Abschnitt schon etwas aus dem 3. Abschnitt verraten hast. Und du musst auch verstehen, dass das für die anderen Leser natürlich nicht schön ist.

Klar, kann man auch seine Überlegungen und Gedankengänge posten, dazu sind Leserunden ja nun mal da, um zu spekulieren und zu rätseln. Aber dann sollte das auch so gekennzeichnet sein.

Deshalb markiere ich mir vor der Leserunde immer genau jeden Abschnitt, von welcher Seite bis wohin er geht. Damit ich nicht zu weit lese und unabsichtlich spoilere.

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florinda kommentierte am 22. April 2019 um 16:23

"Aber hier geht es ja zu wie in der Grundschule, da vergeht einem echt die Lust, seine Meinung zu äußern. Sorry, werde ich mir nicht mehr antun."

Ich bin mir gerade nicht ganz sicher, ob ich mehr zu Tefelz oder zu Petzi_Maus' Meinung zu deinem obigen Kommentar tendiere. Spontan eher zu Petzi_Maus', was auf mich freundlicher, friedlicher wirkt. Ich erwarte auch nicht unbedingt "Demut" von dir. Wenn du jedoch so wenig Verständnis für Menschen aufbringst, denen du mehr oder weniger Lesegenussprozente zerstört hast, und ihnen dann (auch noch im Zusammenhang mit der oben zitierten Grundschule, in der wir uns ja hier eben nicht befinden!) wie eine Lehrerin ihre Fehler vorhältst und alternative Lektüreempfehlungen aufdrängst - dann wirkt das auf mich wirklich wie eine "Novizin" - auf dem Gebiet der Empathie!

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Michael H. kommentierte am 25. April 2019 um 14:26

Aber sonst läuft noch alles ganz richtig bei Dir???

Du hast das komplette Ende in den zweiten Abschnitt gepostet, und das hat auch mir das Weiterlesen etwas vergrault, als klar war, dass es tatsächlich darauf hinaus läuft.

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Miss Norge kommentierte am 19. April 2019 um 11:25

Mit dem Ende hatte ich zwar nicht gerechnet, aber so richtig überraschen konnte es mich trotzdem nicht. Leider. Das war mir dann etwas zu konstruiert und zu schnell. 

Das mit Enno etwas nicht stimmte, das ahnte ich schon, als er das Telefonat damals so schnell abgebrochen hatte, als Stella im ersten Abschnitt, in seiner Praxis war.

Aber Lukias und Saskia ist es sehr gut gelungen, Stella unruhig und nervös zu machen. Allein deren Anwesenheit nur sitzend im Auto und abwartend. Ich fände das auch gruselig und echt unheimlich. Man denkt sofort nach, was soll das und warum gerade hier? Ok, Stella hat ja zumindest einen dunklen Punkt in ihrer Vergangenheit der damit von ihr in Verbindung gebracht werden kann, aber wenn man sowas nicht hat, und die stehen bei einem in der Straße, fände ich es noch viel unheimlicher.

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Leapunch kommentierte am 19. April 2019 um 13:27

Oh man ich bin ich echt irgendwie froh, dass die Geschichte jetzt zu Ende ist. Auch wenn es zwischendurch wirklich viele interessante Passagen gegeben hat und auch die Spannung super war. Hat mir die Handlung nicht wirklich gefallen. Ich hatte mir irgendwie etwas anderes erhofft.

Natürlich war das Ende eine Überrschung und besonders dieser letzte Abschnitt war nochmal richtig spannend. Aber irgendwie hat er auch alles "kaputt" gemacht. Die ganze Zeit habe ich mit etwas anderem gerechnet und dann wurde es so lala beschrieben warum es so ist wie es ist ... das fand ich einfach schade.

Normalerweise wünscht man sich ein Ende bei dem man dann sagt "Wow damit habe ich echt nicht gerechnet" und bei diesem Ende habe ich dann nur gedacht "Aha!" ... Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll ohne zu viel zu verraten. 

Besonders die Auflösung fand ich halt einfach total übertrieben und so als wenn man jetzt mal eben schnell die Geschichte abschließen wollte. Eine erzwungene Überraschung kann man es vielleicht nennen ... keine Ahnung jedenfalls fand ich das Ende total doof! Ich bin gerade auch einfach total enttäuscht!

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florinda kommentierte am 22. April 2019 um 16:50

"Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll ohne zu viel zu verraten." 

Hier DARFST du verraten... dafür sind die Unterteilungen ja da! Wenn du dir dennoch Sorgen machst, kannst du auch vorher darauf hinweisen, dass alle  diejenigen User, die das Buch noch nicht beendet haben, den kommenden Absatz bitte besser nicht lesen sollten. Vielleicht so:

WARNUNG! Wer noch nicht ausgelesen hat, folgendes bitte besser ignorieren:

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

(der Mörder ist der Gärtner; ich hatte den Postboten in Verdacht und fand ihn viel verdächtiger, weil er giftige Spinnen züchtete) :-))

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Mit was HATTEST du denn gerechnet?

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Leapunch kommentierte am 22. April 2019 um 18:20

Das ist echt eine gute Idee das so zu kennzeichnen, manchmal kommt auf die einfachsten Dinge nicht ^^

Ich hatte nicht damit gerechnet das Stella so ein falsches Spiel spielt was ja grundsätzlich gut gemacht war von der Autorin weil es eine Überraschung war. Hat mir aber einfach nicht gefallen, ich hatte erwartet das Enno hinter allem steckt, ob das besser gewesen wäre weiß ich nicht.

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florinda kommentierte am 22. April 2019 um 18:38

Danke für die prompte Antwort, die noch dazu sehr interessant ist! Was hätte Enno für ein Motiv haben konnen, eine gewisse Neigung für Paul?

Ich selbst hatte Paul immer als möglichen Kandidaten betrachtet, aber auf ein Motiv wäre ich nicht gekommen.

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Leapunch kommentierte am 24. April 2019 um 15:45

Nein ein Motiv ist mir zu ihm auch nicht eingefallen aber irgendwie mochte ich ihn von Anfang an nicht und hätte es ihm gut zugetraut, hatte sich ja dann sowieso erledigt ^^

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tigerbea kommentierte am 19. April 2019 um 18:52

Ich hatte mit diesem Ende überhaupt nicht gerechnet. So ein abgefahrenes Spiel. Aber hätte Paul da nicht evtl eine andere Möglichkeit finden können? Mmh. Aber er hat wohl schon alles versucht. Der Kater als Druckmittel - da hatte ich echt Angst um ihn. Irritiert war ich, daß noch nicht einmal die Ehefrau von der Fluglinie den Aufenthaltsort ihres Mannes erfährt. Das Geheimnis der Nachbarn ist auch geklärt - und ich habe totales Verständnis dafür.

Insgesamt fand ich das Buch richtig klasse. Nur leider war es viel zu schnell gelesen.

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 20. April 2019 um 15:15

So ganz hat mich die Auflösung nicht überzeugt... Sonst war es echt gut!

Und tja, was soll ich zu Stella sagen: sie verrät das echte Geheimnis nie und nicht, keine Chance. Nicht mal, als sie ihren Mann in Gefahr geglaubt hat. Aber kaum wird der Kater bedroht, erzählt sie plötzlich einfach alles...

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MissGoWest kommentierte am 08. Mai 2019 um 12:15

Mir ging es auch so -- die Auflösung wirkte sehr konstruiert. Ich habe mich dauernd gefragt -- warum reden die Menschen nicht einfach offen miteinander?

Also, noch etwas -- wenn jemand damit drohen würde, meinen Kater bei lebendigem Leib zu verbrenne, würde ich auch alles sagen. Okay, jetzt kennt Ihr meinen wunden Punkt. ;)

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Tefelz kommentierte am 20. April 2019 um 08:40

 Das Ende war jetzt ja leider nicht so ganz überraschend wie gewünscht, da sich durch das merkwürdige Verhalten der Nachbarn, der Haushälterin und auch des "Psychiaters"  , irgend eine komische Situation am Ende ergeben musste. Die Sterbehilfe des Apothekers und das Verhalten des Sohns waren OK und auch der alte Lehrer sorgte für eine Aufklärung . Überraschend war dann doch, dass Stella eigentlich zu mehr fähig war. Nicht schlecht, aber ich hatte mir etwas mehr versprochen.

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 20. April 2019 um 14:57

Japp, das Ende hat mich überrascht. So hätte ich Stella gar nicht eingeschätzt zu Beginn?? Weil das Buch ja quasi aus ihrer Perspektive erzählt wird und man sie ganz anders kennenlernt.

Wobei Paul ja auch ein abgekartetes Spiel gespielt hat... Und er hätte Stella ja auch nicht heiraten müssen?!

Naja, irgendwie muss ich noch alles sacken lassen und mir überlegen, wie ich das Buch bewerten werde.. 

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Michael H. kommentierte am 26. April 2019 um 06:29

Naja, er hat's eben aus Verpflichtung getan. Und sie hat ja in ihrem Geständnis eingeräumt, dass er seine Exfrau zurück wollte. Demnach muss ihr von Anfang an klar gewesen sein, dass er sie nicht liebt. Und die kompkette Ehe auf einer Lüge aufgebaut ist.

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Michael H. kommentierte am 26. April 2019 um 06:57

Und eigentlich hat immer nur Stella gespielt, sie hat ja schon das Kennenlernen eingefädelt, indem sie die Einkaufswagen vertauschte. Von daher fällt mir dieses Leitmotiv des Buches "alles aus Liebe" getan zu haben, schwer nachzuvollziehen. Was hat sie denn geliebt? Die Pilotenuniform? Und dass man sich hübsch eingerichtet hat mit einer Lebenslüge?

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 30. April 2019 um 11:06

Hast du eine Ahnung  - sicher gibt es jede Menge Frauen, die auf Uniformen stehen und sich einen Mann mit Geld suchen. Denn das Leben ist dadurch sicher leichter. Und das nennen sie dann Liebe...

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sabienchen65 kommentierte am 21. April 2019 um 14:07

Für mich war das Ende leider weniger spektakulär, als ich es dachte, dennoch fand ich es ein stimmiges und nachvollziehbares Ende. Wobei die Motive, doch wieder sehr dem Mainstream und wenig eigenen, innovativen Ideen folgten. Auch die vielen Nebenszenarien waren für mich an der ein oder anderen Stelle zu viel des Guten. Trotzdem konnte mich dieser Psychiothriller, besonders am Anfang sehr gut unterhalten.

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kelo24 kommentierte am 21. April 2019 um 17:18

Leider hat mich der letzte Teil auch ziemlich enttäuscht. Das Thema "Sterbehilfe" fand ich sehr interessant, es hat aber nicht wirklich zur Handlung beigetragen. Für meinen Geschmack war es sowieso ein bisschen zu viel Einblick bei Nachbarns.

Das Ende war zwar überraschend, aber der Weg dorthin war mit doch zu konstruiert.Und als Dank für seine Dienste darf Enno dann in die Villa einziehen?!

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Michael H. kommentierte am 26. April 2019 um 06:35

Warum er ausgerechnet in das Haus seines toten Freundes einziehen sollte, hat sich mir auch nicht erschlossen.

Vor allem geht das Haus zurück an die Eltern, ok. Aber die hat doch vor allen Beteiligten (?) eingeräumt, dass sie das Auto mit Absicht die Böschung runter gefahren hat und Natalie hat verbluten lassen. Da dürfte man doch davon ausgehen, dass Verjährung keine Rolle mehr spielt und die Polizei die Ermittlungen nochmal aufnimmt? Oder kamen die Details erst später während der Autofahrt?

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florinda kommentierte am 26. April 2019 um 18:45

M. E. hat sie das nur vor Paul ausgesprochen. Vielleicht, weil sie wusste, dass er es ohnehin nicht mehr würde weitererzählen können.

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florinda kommentierte am 22. April 2019 um 16:39

Mir hat der letzte Teil sehr gut gefallen und ich finde daher meine Gedanken - was das Ende angeht! - auch am ehesten bei "Novizin" wieder.

Die Autorin zeigt uns am Schluss, dass alle Stella beunruhigenden Vorkommnisse ihre Nachbarn betreffend ganz normale Hintergründe hatten und nur ihr eigenes Schuldbewusstsein ihr sozusagen eine verdunkelnde Brille - im Gegensatz zur sprichwörtlichen rosa-roten - aufsetzte.

Pauls Komplott mit Enno, Lukas und Saskia (ich hoffe, ich habe die Namen richtig im Kopf behalten) ist natürlich böööse, aber Stellas "Vorlage" irgendwie auch wieder angemessen. Auch hätte sie ja wirklich jederzeit die Wahrheit sagen können.

Der Epilog gefiel mir gut.

Was mich jetzt noch interessieren würde:

Ihr, die ihr das Ende nicht gut findet - welches hättet ihr erwartet bzw. besser gefunden?

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 23. April 2019 um 12:11

Ich kann gar nicht sagen, was ich mir anders 'gewünscht' hätte. Dass Paul ein falscher Mensch ist, hat sich dann ja so ergeben.
Aber mir hat eben nicht so gut gefallen, dass Stella auch falsch ist!! Denn man hat die Geschichte ja aus Stellas Sicht präsentiert bekommen, und da war kein einziger Hinweis darauf. Das hat mir nicht gefallen.

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florinda kommentierte am 23. April 2019 um 14:00

Danke für die Erklärung. Ich will da auch gar nichts gegen sagen, denn es wäre ja langweilig, hätten wir alle den gleichen Geschmack!:-)

Mir hat hingegen gerade gefallen, hier vorgeführt zu bekommen, wie unterschiedlich man Ereignisse wahrnehmen und interpretieren kann, je nach der Perspektive und Prägung. In anderen Büchern (und auch im realen Leben) fiel mir zB auch oft auf, dass Menschen häufig anderen Menschen negative Dinge oder Absichten unterstellen, wenn sie selbst (mehr oder weniger) "Dreck am Stecken" haben. Und vor Kurzem, leider weiß ich nicht mehr, wo, las ich sinngemäß: "Wir verzeihen niemals jenen Menschen, denen wir Unrecht getan haben!"

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joy67 kommentierte am 23. April 2019 um 16:19

Gerade das fand ich gut, dass die Geschichte aus Stella's Perspektive erzählt ist und natürlich deren Falschheit bis zum Ende unbetrachtet bleibt. Sie selbst war sich ja wohl auch keiner Schuld bewusst und glaubte bzw. behauptete, alles nur aus Liebe getan zu haben.

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florinda kommentierte am 23. April 2019 um 18:45

Das bringt es genau auf den Punkt!

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 24. April 2019 um 10:33

Sie selbst war sich ja wohl auch keiner Schuld bewusst und glaubte bzw. behauptete, alles nur aus Liebe getan zu haben.

Jein. Klar, sie tat alles aus Liebe. Aber das man mit keinem Strich auch nur eine Andeutung in die Richtung erfahren hat, dass sie mit Paul damals doch die Plätze getauscht hatte und sie dann gefahren war... Das ist ja eindeutig lügen bzw. verheimlichen. Und so, wie es uns als Lesern aus ihrer Sicht beigebracht wurde, war ja immer Paul der Fahrer!

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florinda kommentierte am 24. April 2019 um 11:00

"...man mit keinem Strich auch nur eine Andeutung in die Richtung erfahren hat, dass sie mit Paul damals doch die Plätze getauscht "...hatte und sie dann gefahren war... Das ist ja eindeutig lügen bzw. verheimlichen. Und so, wie es uns als Lesern aus ihrer Sicht beigebracht wurde, war ja immer Paul der Fahrer!"

Am Anfang IST Paul ja auch gefahren, wie Scharff gesehen/gefilmt hatte. Dass sie später die Plätze tauschten, wusste außer ihr kein Mensch (und selbst sie könnte es im Laufe der Ereignisse zumindest zeitweilig verdrängt haben). Und: Wie oder von wem hätte so eine Andeutung denn kommen sollen? Liebe Leser, ich muss euch da mal was sagen...?:-)) Abgesehen davon wäre die Geschichte doch quasi pfefferärmer bzw rasch beendet gewesen. 

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 236 bis Ende
Petzi_Super_Maus kommentierte am 24. April 2019 um 11:30

Nein nicht so direkt *lach* aber dann waren ihren Gedanken, die sie ja für sich hatte, schlichtweg falsch.

Und nein, ich glaube nicht, dass sie DAS verdrängt hatte!! Sie war falsch, aber nicht plemplem ;)

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Knopf kommentierte am 25. April 2019 um 10:06

~~Und nein, ich glaube nicht, dass sie DAS verdrängt hatte!! Sie war falsch, aber nicht plemplem ;)

so sehe ich das auch. Sie hat Nathalie mit voller Absicht verbluten lassen. Das hat sie nicht verdrängt!

Und deshalb finde ich die Gedanken von Stella total falsch. Irreführung der Leser.

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florinda kommentierte am 26. April 2019 um 19:08

Wie es in Stellas Kopf aussah, wer weiß das schon... Wer so ein Lügenkonstrukt lebt, kommt vielleicht auch mal durcheinder, insofern nehme ich ihr auch ab, dass sie glaubt, es alles aus Liebe getan zu haben.

Aber noch einmal zu ihren Erwartungen an Paul: Natürlich weiß SIE, dass er zum Unfallzeitpunkt NICHT gefahren ist. Aber sie weiß auch, dass ER gerade das NICHT weiß. Dass ER denkt, ER habe den Unfall verursacht und sie schütze ihn nur. Und weil Stella weiß, dass Paul denkt, sie, Stella, habe ihn geschützt, erwartet sie von ihm Dankbarkeit. Diese Dankbarkeit steht ihr, wie wir und auch sie wissen, nicht zu (weil SIE ja gefahren ist). Weil er aber denkt, bzw bis vor kurzer Zeit dachte - sie weiß ja nix von seinen in Gesprächen mit Lukas erworbenen Erkenntnissen! -, sie schütze ihn nur und er sei gefahren - genau deshalb meint sie, er müsse ihr Zuwendung, Dankbarkeit und in der jetzigen Krisensituation Unterstützung zeigen. 

Konnte ich das jetzt richtig erklären? 

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 30. April 2019 um 11:12

Ja, aber trotzdem wusste sie es doch! Daher sind ihre Gedankengänge (sich selbst gegenüber) falsch...
ich weiß auch nicht, wie ich es besser erklären soll ;)

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florinda kommentierte am 01. Mai 2019 um 12:29

Ich versuche es anders.... Stell dir vor, Paul und Stella machen am Abend vor seinem angeblichen Abflug einen gemeinsamen Abendspaziergang. Weg von allen Nachbarn nähert sich ihnen in der Dunkelheit ein irgendwie bedrohlich aussehender Mann. Paul haut ab.

Was würdest du an Stellas Stelle da denken?

"Ich verdiene es, dass er mich diesem Unhold aussetzt, denn ich habe ihm ja dies und das angetan?"

Oder eher:

"Warum haut der feige Mistkerl ab, er hat gesagt, wie sehr ich ihn doch lieben müsse, um mich für ihn opfern zu können, und mich geheiratet?"

 

Haben eigentlich die anderen Leserundenteilnehmer zu der ursprünglichen Frage überhaupt keine Meinung??

 

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 236 bis Ende
Petzi_Super_Maus kommentierte am 02. Mai 2019 um 10:34

So wie du es schreibst, stimmt es schon. Trotzdem passt es für mich irgendwie nicht, dass sie in ihren Gedanken diesen Umstand total weglässt...

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Knopf kommentierte am 22. April 2019 um 19:23

Auch ich habe das Buch nun beendet. Der Schreibstil war ja schön flüssig, der Einblick in Nachbarschaft war oft sehr ausführlich, aber auch mal interessant.

Meine Assoziation an 'Gaslicht' und ähnliche Filme hat sich ja bestätigt. Aus welchem Grund auch immer, es handelte sich um eine Verschwörung. Die nur zur Wahrheit und nicht unbedingt zum Wahnsinn führen sollte.

Aber warum hat Stella in ihren Gedanken immer den falschen Ablauf gedacht???? Nur zur Irritation der Leser? Oder hat sie sich so reingesteigert? Dafür war sie dann aber schnell mit der richtigen Antwort dabei.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 236 bis Ende
florinda kommentierte am 23. April 2019 um 14:03

"Aber warum hat Stella in ihren Gedanken immer den falschen Ablauf gedacht????"

Was meinst du hier bitte genau? 

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Knopf kommentierte am 23. April 2019 um 15:27

Im Endeffekt gibt sie ja zu, dass zwar Paul eingestiegen ist, sie beude aber die Plätze getauscht haben und sie den Unfall mit Absicht verursacht hat.

Die Version bis dahin: sie, Paul und Enno wissen, dass Paul den Unfall verursacht hat, aber die Stella die Schuld auf sich genommen hat.

Für alle anderen war sie die Verursacherin.

Aber in ihren Gedanken, macht sie Paul immer Vorwürfe, dass er nicht da ist und sie alleine läßt, obwohl sie ihm doch mit ihrer Falschaussage geholfen hat. Den Vorwurf kann sie ihm ja machen. Aber so denken dürfte sie eigentlich nicht, denn sie weiß es ja besser.

 

Sie kann ihm in Gedanken Vorwürfe machen, warum er sie alleine läßt, obwohl er doch glauben muß, bzw. Sie ihn glauben läßt, dass sie ihm mit ihrer Falschaussage geholfen hat.

Schwierig es auszudrücken, was meiner Meinung nach falsch im Text ist.

 

 

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joy67 kommentierte am 23. April 2019 um 16:23

Meiner Meinung nach ist Stella in ihrem eigenen Konstrukt gedanklich so verstrickt, dass sie davon überzeugt ist, alles nur aus Liebe zu Paul zu tun. Und ich denke auch, dass sie die Version, dass sie Paul deckt, die meiste Zeit auch selbst glaubt. Die Realität ist ihr doch größtenteils entglitten.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 236 bis Ende
Knopf kommentierte am 23. April 2019 um 17:40

Wahrscheinlich

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 236 bis Ende
florinda kommentierte am 23. April 2019 um 19:06

M. E. ist es schwer zu beurteilen, inwieweit Stella inzwischen zeitweilig(?) den Durchblick verloren hat.

Die Vorwürfe, die sie gegen Paul erhebt, sind aus ihrer Sicht mMn jedoch auf jeden Fall gerechtfertigt. Selbst, wenn sie weiß, dass sie nicht nur in der offiziellen (Paul-Schutz-)Version gefahren ist, sondern auch in Wirklichkeit, so geht sie doch davon aus, dass Paul genau dies eben nicht weiß. Und dass er, da sie sich für ihn geopfert hat, ihr Dank schuldet. Und Loyalität. Und Solidarität. Und Schutz und Anwesenheit, wenn sie sich bedroht fühlt...

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 236 bis Ende
joy67 kommentierte am 23. April 2019 um 21:38

Da geb ich dir völlig recht. Aber dass die Liebe zu Paul nur einseitig ist, könnte ihr doch auffallen, wenn sie nicht so verzweifelt nach seiner Liebe lechzen würde.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 236 bis Ende
florinda kommentierte am 23. April 2019 um 22:54

Jein:-)

M.E. dürfte sie sich anfangs recht sicher und geborgen und geliebt gefühlt haben, und er, dankbar wie er war,  wird auch trotz seines für uns ja deutlich erkennbar gewordenen Abscheus vor ihrer Entstellung (für die er sich in der Meinung gefahren zu sein verantwortlich fühlte) zumindest eine Weile eine erträgliche Beziehung zu führen versucht haben. Je mehr Zeit verging, je selbstverständlicher wurde der gemeinsame Alltag für sie und er gab ihr trotz wachsender Abneigung keinen Anlass, zu zweifeln. Er war immerhin von ihrem Schweigen, dass sie - wie er dachte - nicht gefahren war, abhängig. Umgeschlagen ist das Ganze durch das Gesptäch mit Lukas anläßlich der Konfirmation seines Patenkindes. Aber auch da wahrte er die Form und kam uns Lesern gegenüber doch zunächst nicht irgendwie auffällig daher....

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 236 bis Ende
Petzi_Super_Maus kommentierte am 24. April 2019 um 10:36

Aber in ihren Gedanken, macht sie Paul immer Vorwürfe, dass er nicht da ist und sie alleine läßt, obwohl sie ihm doch mit ihrer Falschaussage geholfen hat. Den Vorwurf kann sie ihm ja machen. Aber so denken dürfte sie eigentlich nicht, denn sie weiß es ja besser

 

Zustimm!! Genauso habe ich es ein Stückchen weiter oben gemeint - dass wir ja die Geschichte aus Stellas Sicht erzählt bekommen und mit keinem Wort erwähnt wird, dass die Plätze dann doch getauscht wurden und immer Paul als Unfallverursacher und Fahrer dargestellt wurde. Was ja schlichtweg falsch ist und sie es ja auch weiß!!
Aber es ist wirklich schwer auszurücken...

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 236 bis Ende
florinda kommentierte am 24. April 2019 um 11:04

"...immer Paul als Unfallverursacher und Fahrer dargestellt wurde. Was ja schlichtweg falsch ist und sie es ja auch weiß!!"

Stimmt! Aber PAUL weiß es nicht. Und deshalb sollte er sich ihr ihrer Meinung nach dankbarer, netter...verhalten!

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 24. April 2019 um 11:31

Das stimmt schon, Paul gegenüber hat sie erwartet, dass er immer für sie da ist etc, weil sie ihn ja geschützt hat. Nach offizieller Sicht...

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Knopf kommentierte am 23. April 2019 um 15:51

Seite 184 z.B. was allerdings voraus setzte, dass sie wussten, dass Paul und sie über den Unfall nicht die Wahrheit erzählt hatten.

Paul hat das erzählt, was ihm eingeredet wurde.

Stella hat ja die Wahrheit erzählt, tut nur so, als ob Paul gefahren wäre und nimmt anscheinend die Schuld auf sich.

Ich glaube, an ihrer Stelle, hätte ich andere Gedanken: Glauben sie zu wissen, dass Paul gefahren ist?

Oder kommen sie mir doch noch auf die Schliche, dass es Absicht war und ich Paul nur an mich binden wollte?

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joy67 kommentierte am 23. April 2019 um 16:56

Aber gerade weil sie selbst glaubt, was sie auch Paul glauben lässt, nämlich dass er gefahren ist und sie ihn deckt, hat sie die Wahrheit auch für sich selbst völlig verdrängt.

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NessaReads kommentierte am 26. April 2019 um 16:30

Ganz meine Meinung. Sie hat sich selbst wahrscheinlich so oft die Geschichte eingeredet, dass sie mittlerweile selber nicht mehr weiß was war...oder zumindest gut wegesperrt.

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Knopf kommentierte am 22. April 2019 um 19:27

Das Thema Sterbehilfe wurde von der Autorin sehr behutsam angepackt. Denn auch die Sicht der Hinterbliebenen ist wichtig. Aber die Bedenken werden zu Gunsten der Totkranken beiseite gedrängt.

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joy67 kommentierte am 23. April 2019 um 17:00

Geht es einem von euch auch wie mir? Ich habe nach dem Prolog dauernd darauf gewartet, dass Stella etwas angetan wird von Paul, weil ich automatisch vorausgesetzt habe, dass es keine Unfallfolge sondern Gewalt war und dass Stella die Geschädigte ist. Und die ganze Zeit über habe ich gedacht:"Wie und vor allen Dingen wann will die Autorin dahin gelangen?" Völlig daneben gelegen ;)

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florinda kommentierte am 23. April 2019 um 19:15

An derartige Überlegungen kann ich mich nur bedingt erinnern. Mir schwebte allerdings ständig die Frage im Hinterkopf, ob Stella eine Gute ist und (Gaslicht, Mitternachtsspitzen, Bei Anruf Mord) bewusst in den Wahnsinn, Selbstmord o. ä. getrieben werden soll (Frage, von wem und warum?) - oder ob sie eine Böse ist und bestraft werden soll. Oder ob sie spinnt und alle Geschehnisse harmlose Hintergründe haben. Und mich darüber derart lange im Unklaren zu lassen, das hat Frau Lorenz schon toll hinbekommen...

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 24. April 2019 um 10:42

Ja doch, stimmt. Und ich hab mir am Ende den Prolog nochmal durchgelesen, damit ich die Zusammenhänge wirklich verstehe ;)

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Michael H. kommentierte am 26. April 2019 um 07:06

Klar war alles so aufgebaut, dass es auf Stella als Opfer hindeutete. Aber dann wäre der Titel (Einer wird sterben) irreführend gewesen. Und Dank der offensichtlichen Spoiler hier in der Runde war dann schnell klar, dass es am Ende wohl doch Paul werden wird.

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mc1965 kommentierte am 24. April 2019 um 08:21

So nun habe ich auch das letzte Kapitel des Buches gelesen.

Im letzten Teil hat es mir ganz schön viel Fahrt aufgenommen, was vielleicht in den ersten beiden Teilen zu wenig war.

Und ein überraschendes Ende.Das Paul mit unter einer Decke steckt, damit hatte ich nicht gerechnet.

Obwohl komisch war es schon, das er sich nicht mehr bei Stella gemeldet hat.Aber da hatte ich den Verdacht das ihm etwas passiert ist.

Wie dem auch sei....das Buch ist gut zu lesen (dank der kurzen Kapitel), aber meiner Meining ist es kein Psychothriller.

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joy67 kommentierte am 24. April 2019 um 16:52

"kein Psychothriller" der Meinung bin ich auch. Im ersten Leseabschnitt habe ich noch damit gerechnet, weil ja systematisch darauf hingearbeitet wurde, Stella Angst zu machen. Aber nachdem es im zweiten und dritten Teil so weiter plätschert, fehlte mir der Thrill. Dennoch fand ich das Buch spannend und sehr gut zu lesen. Als Thriller war es mir zu wenig.

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Michael H. kommentierte am 25. April 2019 um 14:43

Also eine Orientexpress-Auflösung. Schade.

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florinda kommentierte am 26. April 2019 um 19:23

Hier kann ich dir leider nicht ganz folgen. Ich kenne zwar den Ustinov-Film, kann ihn aber nicht mit diesem Buch in Zusammenhang bringen. Wikipedia bezieht sich auf Befragen auf den 2017er Film, den ich - ich mag keine Remakes - nicht gesehen habe, der aber wohl eine etwas diffuse Auflösung bietet. Meintest du das damit?

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Michael H. kommentierte am 26. April 2019 um 19:52

Es war der ganze Zug...

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Michael H. kommentierte am 26. April 2019 um 06:46

Was mir nicht ganz klar wurde, am Ende räumt sie ein, auch den ersten Unfall provoziert zu haben. Dass sie Paul dadurch in der Hand hat, konnte sie ja da noch nicht wissen, da der Film doch erst später aufgetaucht ist. Und kann man mit solch einer Aktion bei drei Insassen wirklich gezielt einen töten? Es hätte sie ja auch selbst oder Paul erwischen können.

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florinda kommentierte am 26. April 2019 um 19:34

Ich glaube, der Film kam nur erschwerend hinzu, war aber nicht ausschlaggebend, denn als Pilot mit Alkoholproblem hätte Paul ohnehin schon genug Probleme bekommen.  Einerseits unterstützte er sie als Druckmittel gegen Paul, andererseits hat er sie, so, wie jetzt das geheimnissvolle Auto, insofern verunsichert, dass sie fürchten musste, die wirkliche Wahrheit käme irgendwann doch noch ans Licht.

Was das gezielte Töten im Auto angeht, glaube ich nicht, dass sie das so exakt geplant hat. Sie hat beim ersten Mal mE einfach das für sie ihrer Meinung nach "Beste" aus der Unfallsituation gemacht. Beim 2. Unfall bin ich mir nicht sicher, ob sie sich nicht beide töten wollte bzw wenn nicht, dann ihren möglichen eigenen Tod "billigend in Kauf genommen" hat.

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 30. April 2019 um 11:18

Ich glaube nicht, dass sie beim ersten mal gezielt Natalie töten wollte. Sie sah es anscheinend als einzigen Ausweg. wahrscheinlich wollte sie alle 3 töten...

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Lena Wilczynski kommentierte am 26. April 2019 um 15:25

Ich habe auch den letzten Abschnitt ganz fix durchgelesen. Allerdings empfinde ich die Auflösung doch recht konstruiert. Mir war vorher schon klar, dass da mit Paul irgendwas nicht stimmt, zumal er ja die ganze Zeit durch Abwesenheit glänzt. Aber die Art und Weise, wie Paul und auch Enno da handeln, empfinde ich doch als arg seltsam. Ein Geständnis hätte man sicher auch auf ganz andere Art bekommen können. Warum sollte man solange verheiratet sein, nur um sich zu rächen? Die Beweggründe sind mir zu absurd.

Das Thema Sterbehilfe ist gut integriert, wenn gleich es zur eigentlichen Handlung nicht soviel beiträgt.

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florinda kommentierte am 26. April 2019 um 19:44

"Warum sollte man solange verheiratet sein, nur um sich zu rächen?"

Weil er sie ja nur aus Dankbarkeit und vielleicht auch Mitleid geheiratet hat, gab es keinen Grund zu "Rache". Den gab es doch erst, als er anläßlich dieser Konfirmationsfeier vom Plastischen-Chirurgen-Schwager erfuhr, dass Stellas Verletzungen den von ihr geschilderten Unfallhergang unmöglich machen.

"Die Beweggründe sind mir zu absurd."

Die wurden mE eben durch die jahrelang "umsonst" erdulderte Ehe verstärkt.

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 30. April 2019 um 11:25

Stimmt, ich kann Pauls Wut und Rachgelüste nachvollziehen... Er hat seiner Meinung nach wahrscheinlich "sein Leben an diese Frau vergeudet"

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 236 bis Ende
NessaReads kommentierte am 29. April 2019 um 18:00

Der letzte Abschitt war sehr zügig gelesen...und so war auch die Story. Ich fand das ganze Buch spannend und ich hab es wirklich nur ungern dazwischen weggelegt. Der Schluß ging mir allerdings etwas zu schnell. Zuerst ist sie nicht wirklich dahinter gekommen, obwohl ich an ihrer Stelle schon bei dem Flugplan stutzig geworden wäre, und dann geht alles sehr schnell. Wieviel wissen jetzt die Nachbarn? Anscheinend wissen sie, dass Paul vom "Block-Sheriff" erpresst wurde, aber wieviel wissen sie von der Wahrheit über Stella. Ich glaub ich muss nochmal drüber schlafen, bevor ich mir eine richtige Meinung bilden kann...

Das der Anfang wirklich fast das Ende der Story war, war mir klar, aber ich finde es gut gemacht, dass ich mir beim lesen eher Stella als die tot vorgestellt habe.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 236 bis Ende
Bücherwusel kommentierte am 29. April 2019 um 21:37

 

Der letzte Abschnitt war ja echt krass. So viele Ereignisse mit denen der Leser überhaupt nicht rechnet. Totale Wendung...

Ich habe mir beim lesen schon gedacht, dass dieser Sanders was mit dem Tod von Frau Wagner zutun hat. Aber das es eher gewollt war, hätte ich nicht gedacht. Es war schon spannend diese Geschichte wie es dazu kam zu lesen. also ich dachte garnicht dran jetzt das Buch aus der Hand zu legen. 

Dann sind ja viele Ereignisse geschehen. Das dieser Egon Schroff echt mies ist habe ich mir schon gedacht. Aber komisch war mir, das er sagte er war dies mit den Fragezeichen und so nicht. Dann dieses komische verschwinden von Paul. Da dachte ich, ne der hat jetzt doch damit nichts zutun, oder? Ich war richtig gebannt. Enno hatte ich zwischenzeitlich auch in Verdacht. Achherrjee das war ein Wirrwarr. Umso mehr zum Vorschein war umso schockierter war ich.

Ich hätte nie gedacht das es ein Plan von Paul war, zusammen mit Saskia und Lukas und seinem Freund. Ich dachte beim lesen, ne oder? Voll der Schock, deswegen war Paul auch so gelassen. Schockiert war ich, wie er über sie geredet hat, da tat sie mir so leid. Aber dann...hat sie erzählt und ich dachte, was???? Oha, damit hätte ich nicht gerechnet. Er hat sie nie geliebt! Also beim lesen hatte ich dadurch verschiedene Gefühle. Ich fand das Ende zwar unerwartet aber wenn ich darüber nachdenke finde ich den Schluss eigentlich toll, damit hätte der Leser ja nie gerechnet, zumindest ich nicht.

Und einer ist am Ende doch gestorben....ich hätte gern gewusst was danach mit Stella passiert ist, viel wurde ja nicht erzählt.

Also ich fand die Geschichte richtig gut. Ich hatte solch eine Spannung in mir, konnte es kaum erwarten bis ich wusste wer hinter all dem steckt. 

 

 

 

 

 

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 30. April 2019 um 11:27

Schon wieder ein Egon Schroff...

Manchmal ist diese Autokorrektur wohl echt lästig ..  ;)

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 236 bis Ende
Bücherwusel kommentierte am 30. April 2019 um 17:18

Lach, hab ich jetzt erst gemerkt ;)

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