Leserunde

Leserunde zu "Ende in Sicht" (Ronja von Rönne)

Ende in Sicht -

Ende in Sicht
von Ronja von Rönne

Bewerbungsphase: 17.12. - 06.01.

Beginn der Leserunde: 13.01. (Ende: 03.02.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des dtv Verlags – 20 Freiexemplare von "Ende in Sicht" (Ronja von Rönne) zur Verfügung. Eine Leseprobe zum Buch findet ihr hier.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch.

ÜBER DAS BUCH:

»Von all den guten Gründen zu sterben, und von all den viel besseren, am Leben zu bleiben.«

Hella, 69, will sterben. In der Schweiz, in einem Krankenhaus. Also macht sie sich auf den Weg. Diese letzte Fahrt wird ihr alter Passat schon noch schaffen. Doch kaum auf der Autobahn, fällt etwas Schweres auf die Motorhaube ihres Wagens. Juli, 15, wollte sich von der Autobahnbrücke in den Tod stürzen. Jetzt ist sie nur leicht verletzt – und steigt zu Hella ins Auto. Zwei Frauen mit dem Wunsch zu sterben – doch wollen sie zusammen noch, was ihnen einzeln als letzte Möglichkeit erschien? Tieftraurig, elegant und lakonisch erzählt Ronja von Rönne von zwei Frauen, denen der Tod als letzter Ausweg erscheint: ein unvorhersehbares, dramatisches, unangemessen komisches Lesevergnügen.

»Wenn Ronja von Rönne mal wieder sterben will, ruft sie entweder mich an – oder schreibt ein großartiges Buch. Jetzt habe ich schon länger nichts von ihr gehört.« Benjamin von Stuckrad-Barre

»Das wollte ich doch sagen, Benjamin!« Martin Suter

ÜBER DIE AUTORIN:

Ronja von Rönne, geboren 1992, ist Schriftstellerin, Journalistin und Moderatorin. 2015 las sie beim Ingeborg-Bachmann-Preis. Seit 2017 moderiert sie auf ›Arte‹ die Sendung ›Streetphilosophy‹ und schreibt für die ›DIE ZEIT‹ und ›ZEIT ONLINE‹.

05.02.2022

Thema: Lieblingsstellen

Thema: Lieblingsstellen
Jamboo kommentierte am 16. Januar 2022 um 19:01

Das Ende hat mir gut gefallen.

Aber meine eigentliche Lieblingsstelle ist die Szene mit der Krankenschwester S. 37/38, gleich zu Beginn des Kapitels "Entfernt verwandt", die fand ich höchst amüsant *gg*.

Thema: Lieblingsstellen
Readaholic kommentierte am 17. Januar 2022 um 18:04

"...nun ja, weil sie nicht als schlechte reißerische Schlagzeile enden wollte: "Ex-Popstar Hella Licht überfährt Teenager." Oder, noch schlimmer, wenn dem bekifften Boulevardvolontär ihr Name nicht mal mehr ein Begriff war: "War es Demenz? Alte Frau begeht Fahrerflucht, Teenager tot." Hella schauderte es. Nee. Das galt es um jeden Preis zu vermeiden. (S. 25)

 

 

Thema: Lieblingsstellen
Minijane kommentierte am 18. Januar 2022 um 19:24

Seite 66 unten

" Der Alltag ist mit dem Tod nicht so entfernt verwandt, wie es einen der Alltag glauben ließ. Cousins ersten Grades, mindestens."

Ich würde das Zitat als treffend und nicht unbedingt als Lieblingsstelle bezeichnen. Es passt perfekt zum Thema Depression finde ich.

Thema: Lieblingsstellen
nachtfledermäuschen kommentierte am 19. Januar 2022 um 21:56

Ich hab lange gebraucht bis mir eine Lieblingsstelle eingefallen ist. Jetzt sind es doch zwei geworden.

Die Szene auf Seite 16f ab "Das ist meine Enkelin, von der Sie da reden"
Da besonders: "Sekunden, Minuten, in denen beide, Juli und Hella, eine zusammengekauert in der Kabine, eine erschöpft davorstehend, sich darüber im Klaren waren, dass sie zu zweit waren."

Und die Szene auf Seite 202:
"[...] rief Juli und sah Hella überrascht an: >>Du schwimmst ja!<<
Geschockt starrte Hella auf ihre Arme, die sich, etwas planschend und ungelenk, vor ihr befanden und sie zu ihrem Erstaunen tatsächlich über Wasser hielten, dann griff sie sofort wieder nach der Leiter und kletterte zurück ins rettende Trockene [...]."

Thema: Lieblingsstellen
siko71 kommentierte am 21. Januar 2022 um 15:25

Meine Lieblingstelle war diese, als Hella ihre Mutter im Seniorenheim besucht und sie dann zusammenbricht.

Und dann noch die Stelle im Schwimmbad, als Juli plötzlich verschwunden ist und Hella sie retten will. Faktisch ihr erster Schwimmversuch.

Und dann noch die Stelle, fast am Ende, als Hella bewußt wird, dass sie Juli nicht so einfach gehen lassen kann und ihr das Schneckenhaus auf den Bahnhof bringen will.

Thema: Lieblingsstellen
alinaszeilenliebe kommentierte am 21. Januar 2022 um 20:29

Mir haben die Passagen am besten gefallen, die einen Einblick in Julis Gefühlswelt gegeben haben. 

„Sich einem einsam fühlen, wenn man alleine ist, kann jeder. […] Doch die Einsamkeit in Gesellschaft schmerzte dann doch auf eine sehr viel speziellere, ausweglose Weise.“ Seite 231

Dass sich das Schneckenthema wie ein roter Faden durch das ganze Buch gezogen hat, hat mir ebenfalls gut gefallen. Daran merkt man auch, dass Juli das Verschwinden ihrer Mutter nie richtig verarbeiten konnte.

Thema: Lieblingsstellen
Lesebiene kommentierte am 23. Januar 2022 um 15:38

Lieblingsstellen habe ich hier nicht. Die aber ist sehr typisch für Hella:

"Das Beste, dachte sie so leise wie möglich, denn der Gedanke war ihr vor ihr selbst peinlich, das Beste war, dass sie in der Schweiz zwei Termine hatte: einen zum Sterben und einen einige Stunden davor: zum Schminken und Frisieren.