Leserunde

Leserunde zu "Erhebung" (Stephen King)

Erhebung - Stephen King

Erhebung
von Stephen King

Bewerbungsphase: 20.12. - 03.01.

Beginn der Leserunde: 10.01. (Ende: 31.01.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir 20 Freiexemplare von  "Erhebung" (Stephen King) zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch. 

ÜBER DAS BUCH:

Scott nimmt rasend schnell ab. Sein korpulentes Aussehen ändert sich trotzdem nicht. Und noch unheimlicher: Wenn er auf die Waage steigt, zeigt sie jeweils das gleiche Gewicht an, egal wie viel er momentan trägt, ob Kleidung oder gar Hanteln. Scott hat Angst, dass man ihn zum medizinischen Versuchskaninchen macht. Aber er muss es jemand erzählen. Zu Dr. Ellis hat er Vertrauen, aber auch der weiß keinen Rat.

In seiner netten Wohngegend in der Kleinstadt Castle Rock gerät Scott in einen eskalierenden Kleinkrieg. Der Hund der neuen Nachbarn – zwei Lesben – verrichtet sein Geschäft ständig bei ihm im Vorgarten. Die eine Frau ist eigentlich recht freundlich, die andere aber eiskalt. Die beiden haben gerade ein Restaurant eröffnet, von dem sie sich viel erhoffen. Die Einwohner von Castle Rock wollen aber nichts mit Homopaaren zu tun haben, da ist großer Ärger vorprogrammiert. Als Scott endlich kapiert, was Vorurteile in einer Gemeinschaft anrichten, überwindet er den eigenen Groll und tut sich mit den beiden zusammen. Merkwürdige Allianzen, der jährliche Stadtlauf und Scotts mysteriöses Leiden fördern bei sich und anderen eine Menschlichkeit zutage, die zuvor unter einer herzlosen Bequemlichkeit vergraben lag.

»King zeigt, wie man den Hass überwindet, und liefert so ein fesselndes Märchen für Erwachsene.« Stern (13. Dezember 2018)

 

ÜBER DEN AUTOR:

Stephen King wurde am 21. September 1947 in Portland, Maine, geboren. Er zählt zu den erfolgreichsten Autoren des späten 20. Jahrhunderts. Insgesamt hat der vielfach ausgezeichnete Bestsellerautor über 40 Romane, über 100 Kurzgeschichten, Novellen, Drehbücher, Gedichte, Essays, Kolumnen und Sachbücher veröffentlicht. Ende 2003 erhält Stephen King den »National Book Award« für sein Lebenswerk. Weltweit hat er 400 Millionen Bücher in mehr als 40 Sprachen verkauft. Mit seiner Frau Tabitha lebt er in Bangor, Maine. Stephen King hat eine Tochter und zwei Söhne.

31.01.2019

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
Verena Bielefeldt kommentierte am 13. Januar 2019 um 12:39

Den Anfang des Buches finde ich schon sehr interessant und suspekt. Da stellt man sich wirklich die Frage wie das kommt und wie so etwas sein kann? 

 

Der unerklärliche Gewichtsverlust von Scott ist ja schon merkwürdig, aber dass man es auch optisch nicht erkennt und sich das Gewicht trotz Klamotten oder Hanteln nicht verändert macht es noch mysteriöser. 

 

Ich frage mich im Moment, ob sich nicht nur sein Gewicht verändert. Es scheint, dass er trotzdem glücklicher, unbekümmerter ist und mehr Empathie entwickelt. Achtet mehr auf Dinge, die vorher an ihm vorbei gegangen sind. 

 

Dazu das Thema mit Missy und Deidre. Ein verheiratetes lesbisches Paar, das in dem Städchen nicht anerkannt ist. Im Gegenteil. Eine Kritik an die Gesellschaft, die leider immer noch allgegenwärtig ist. Es ist ja nicht "normal" und viele Menschen reagieren mit purer Intoleranz. Ich bin wirklich gespannt wie das noch weiter geht. 

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
Diana Pegasus kommentierte am 14. Januar 2019 um 18:11

Zitat: Ich frage mich im Moment, ob sich nicht nur sein Gewicht verändert. Es scheint, dass er trotzdem glücklicher, unbekümmerter ist und mehr Empathie entwickelt. Achtet mehr auf Dinge, die vorher an ihm vorbei gegangen sind. 

 

Den Gedanken hatte ich auch, es scheint, dass die Seele auch leichter wird. Das alle dunklen Gedanken abfallen.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
Verena Bielefeldt kommentierte am 14. Januar 2019 um 19:20

Ja genau, also ob das verlorene Gewicht auch mit seiner Seele zu tun hat und diese gewissermaßen auch leichter wird. Gewichtsverlust für Körper (mehr oder weniger) und Seele. Gewissermaßen scheint es sich auch auf die Psyche auszuwirken. 

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
Petzi_Maus kommentierte am 15. Januar 2019 um 22:01

Das ist ein interessanter Aspekt - Gewichtsverlust der Seele ist mir gar nicht so offensichtlich aufgefallen.

Ich habe nur die Angst, dass Scott - wenn sein Gewicht auf 0 geht, plötzlich nicht mehr da ist oder Ähnliches. Ganz ohne Konsequenzen kann dieser Gewichtsverlust ja nicht sein, denke ich mir...

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
Verena Bielefeldt kommentierte am 16. Januar 2019 um 10:51

Der Gewichtsverlust ist sehr suspekt. Irgendwas muss wohl passieren, wenn er auf null kommt. Da frage ich mich auch was und wie, weil sein Körper ja eigentlich trotzdem unverändert bleibt. Sehr merkwürdig. 

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
sphere kommentierte am 18. Januar 2019 um 11:42

Vielleicht zeigt die Waage sogar ein negatives Gewicht ;)

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
Diana Pegasus kommentierte am 16. Januar 2019 um 12:58

Ja, darüber habe ich auch nachgedacht, es ist schon schwierig, vielleicht kann es umgekehrt werden?

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Leia Walsh kommentierte am 17. Januar 2019 um 11:49

Natürlich hat das Auswirkungen auf die Seele - jeder, der schon mal eine Diät gemacht hat, weiß das. Es ist einfach ein erhebendes (!) Gefühl, wenn man abnimmt. Und Scott muss dafür nicht mal etwas tun und schon gar nicht auf Essen verzichten. Im Gegenteil, er sagt ja, er isst wie ein Scheunendrescher. Da ist das Glücksgefühl noch stärker.

Sich besser bewegen können, nicht mehr außer Atem kommen - das ist schon toll für die Seele!

Und ja - was leichter als Null ist, das schwebt. Fängt ja schon vorher an - eine Feder bleibt nicht liegen, der geringste Lufthauch lässt sie schweben. Die Probleme fangen also sicher schon weit vorher an.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
sphere kommentierte am 18. Januar 2019 um 11:51

Das kann ich von meiner täglichen Arbeit mit Adipösen so nicht bestätigen; die reine Gewichtsreduzierung schafft noch kein erhebendes Gefühl, erst die Veränderung des Körperumfanges beflügelt - und das trifft bei Scott nun mal nicht zu.

Ein erhebendes Gefühl wird durch eine deutliche Reduzierung der Nahrungsaufnahme erreicht - sprich durch das Fasten, was rein organische Ursachen hat (Erhöhung des Serotonis-Haushalts als evolutionsbedinge Schutzmaßnahme) - auch das trifft bei Scott nicht zu.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
Leia Walsh kommentierte am 18. Januar 2019 um 12:00

Scott springt hoch, Scott rennt Treppen hoch und runter - er hat ohne die uns allen von den Naturgesetzen und der Medizin bekannten Erkenntnisse eben sein Hochgefühl auch ohne geringeren Körperumfang und ohne "Nahrungsentzug". Bei ihm reicht der reine Gewichtsverlust für das Hochgefühl, für die "Erhebung".

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
Thaliomee kommentierte am 17. Januar 2019 um 18:24

Den Gedanken hatte ich auch, es scheint, dass die Seele auch leichter wird. Das alle dunklen Gedanken abfallen.

Ein wenig so, wie der Ausdruck "schwere Gedanken" haben oder etwas, dass die "Seele belastet" - nur halt wörtlich genommen. So in etwas kommt es mir auch vor...

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Leia Walsh kommentierte am 17. Januar 2019 um 11:46

Für mich kommt da deutlich rüber, dass das, was man von außen sieht, nicht mit dem, was innen ist, übereinstimmen muss.

Scott fühlt sich. So, wie er sich selbst noch nie gefühlt hat. Er kann das von dem, was man vorgeblich sieht, gut trennen. Jetzt. Weil er ja schon ein wenig länger damit umgeht, darüber nachdenkt. So etwa drei Wochen mindestens zu Anfang der Geschichte (gerechnet vom Gewichtsverlust her). Er fühlt sich besser, da leichter, aber alle sehen nur den Mann mit Wampe und drücken ihm einen Stempel auf. Dabei wird er immer beweglicher und verliert mit dem Gewicht all das, was Übergewicht ausmacht. Nur optisch eben nicht.

Das lässt sich dann super schön auf all die anderen Vorurteile übertragen.

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sphere kommentierte am 18. Januar 2019 um 11:47

"Das lässt sich dann super schön auf all die anderen Vorurteile übertragen."

Da stimme ich dir zu, ein gut hergeleiteter Zusammenhang.

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StephanieP kommentierte am 17. Januar 2019 um 19:22

Ich hatte auch schon den eindruck, dass er durch die gewichtsabnahme glücklicher, gelöster und Ausgeglichener wirkt.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
Diana Pegasus kommentierte am 14. Januar 2019 um 18:09

Von der Leseprobe her war mir ja schon klar, dass der Schreibstil modern und leicht zu lesen ist. Bisher wissen wir nur, dass Scott kontinuierlich abnimmt, die Waage aber stets das selbe zeigt, egal was er noch zusätzlich an Gewicht drauf packt und das er zwei Nachbarinnen hat, die verheiratet sind, im Dorf gemobbt werden und ein Restaurant haben, dass auf der Kippe steht.

Bisher hab ich noch keine Idee was die Gewichtssache betrifft, vielleicht hat sie was mit dem neuen Projekt zu tun?

Ein wenig blass bleiben die Figuren noch, ich hoffe im nächsten Abschnitt geht es etwas mehr in die Tiefe.

Ich bin auf jeden Fall neugierig und werde bald weiter lesen.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
Verena Bielefeldt kommentierte am 14. Januar 2019 um 19:22

Das Thema Mobbing ging mir da schon irgendwie nah. Passt aber leider immer noch in die heutige Welt, besonders in so einem kleinen Städchen. 

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
Diana Pegasus kommentierte am 15. Januar 2019 um 07:00

Ja, das scheint ein durchgängiges Thema zu sein. Ich bin gespannt wie weit das noch gehen wird. Allerdings kommt Deidre auch nicht gerade sympathisch rüber.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
Verena Bielefeldt kommentierte am 15. Januar 2019 um 14:29

Da hast du recht. Deirde ist nicht gerade sympathisch. Sehr kühl und abweisend. 

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Leia Walsh kommentierte am 17. Januar 2019 um 11:57

Mobbing ist ein wenig anders, denke ich. Vorurteile trifft es eher. Und der antiquierte Umgang mit Menschen, die nicht ins eigene Weltbild passen.

Homosexualität ist leider noch immer ein Thema, an dem sich viele aufreiben. Mir ist egal, wie wer glücklich wird oder ist. Aber auch ich stöhne innerlich auf ob der Welle der Romane, die es aktuell gibt mit halbnackten sich küssenden Männern auf dem Cover. Allerdings mag ich auch die Pseudopornos à la 50 Shades of Grey nicht. Und ich frag mich im Schwimmbad auch öfter, ob die kein Zuhause haben, wenn sie im Wasser schmusen müssen - Heteropaare. Also mir geht es da eher um die Übersättigung allgemein. Nein, ich bin nicht prüde. Aber mal im Ernst, irgendwie nimmt das mit dem "öffentlichen Sex" doch langsam enorm zu bis weit über die Schmerzgrenze. Auf die "Homo-Ehe" hatte ich schon ewig gewartet und ich habe es selbst als Kind nie verstanden, warum eine Beziehung zwischen Gleichgeschlechtlichen anders laufen soll, als zwischen Heteros. Treue, Untreue - das hängt doch DAMIT nicht zusammen.

Schlimm finde ich hier im Buch einfach so stark das - sind wir mal ehrlich - gängige Bild gilt: Du darfst lesbisch sein, aber halte es geheim und vor allem heirate nicht! 

Ist nicht viel anders als die jahrhunderte lange Unsitte, dass eine Frau die Erlaubnis ihres Mannes brauchte, wenn sie arbeiten gehen wollte. Sogar für einen Führerschein musste sie die Erlaubnis des Mannes bringen.

Darüber schütteln wir heute den Kopf. Ist aber alles noch gar nicht so lange her.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
tigerbea kommentierte am 17. Januar 2019 um 12:39

Siehe die Klum und ihr Teenie - das Verhalten in der Öffentlichkeit nervt einfach nur.

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Leia Walsh kommentierte am 17. Januar 2019 um 12:51

Ich bekomm da nicht viel mit. Interessiert mich auch nicht wirklich. Mein reales Umfeld ist da hardcore genug.

BTW - bei meinem Mann und mir ist der Altersunterschied etwas geringer, "nur" 10 Jahre aber auch in "die falsche Richtung". Andersrum sagt keiner was. Das will mir auch nicht in den Kopf. Wenn die beiden happy sind, ist mir das recht. Worin die "Berechtigung" besteht, dass ein Mann eine 17 Jahre jüngere Frau haben darf, andersrum aber nicht, kann mir keiner so wirklich erklären. Für mich wie die Sache mit der Treue oder Untreue bei Heteros oder Homos. Einfach ein weiteres Vorurteil.

Allerdings wissen wir ja alle, dass ich sowieso keine "Mit-dem-Strom-Schwimmerin" bin und völlig anders denke, als die Mehrheit.

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tigerbea kommentierte am 17. Januar 2019 um 14:24

Der Altersunterschied ist mir auch schnuppe. Nur dieses ständige rumknutschen vor den Kameras ist langsam nervtötend.

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Diana Pegasus kommentierte am 20. Januar 2019 um 17:11

Mobbing ist ein wenig anders, denke ich. Vorurteile trifft es eher. Und der antiquierte Umgang mit Menschen, die nicht ins eigene Weltbild passen.

Vielleicht ist mobben nicht der richtige Begriff, aber sie schikanieren dieses Ehepaar, beschimpfen sie, das hat für mich nichts mehr mit reinen Vorurteilen zu tun. Ich glaube die Wortwahl (Fotzenleckerinnen) in diesem Buch ist so gewählt, dass man sich im Grunde genommen darüber nur aufregen kann. Es ist provozierend und das ist es, was mich so extrem nervt.

Das heute immer noch nicht alles rosig ist, ist leider klar und Vorurteile wird es immer geben, genauso wie Schubladendenken.

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tigerbea kommentierte am 15. Januar 2019 um 21:53

Wobei ich mich aber auch frage, ob man immer wieder Dinge betonen muß, wenn man weiß, daß diese Dinge einen unbeliebt machen. Würde Deirdre nicht ständig "meine Frau" sagen - sie hätten beide einen leichteren Stand. Aber es paßt zu Deirdre's Art. Sie erscheint mir rechthaberisch und unsympathisch. Ich glaube auch, daß sie Missy unterdrückt. So duckmäuserisch wie Missy ist...

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Petzi_Maus kommentierte am 15. Januar 2019 um 22:04

Aber gerade als Frau, als lesbische Frau, in einer Kleinstadt, muss/möchte sich Deirdre durchsetzen. Businessfrau. So verhält sie sich. Und das kommt - in Verbindung mit der offen gezeigten lesbischen Ehe - nicht gut an. Gerade bei den "Hinterwäldler-Möchtegern-Machos", um den männlichen Einwohnern dieses Kaffs mal einen Namen zu verpassen ;)

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Verena Bielefeldt kommentierte am 16. Januar 2019 um 10:55

Also ich finde es gut, dass Deidre den Mund auf macht und auch von "meine Frau" spricht. Es würde ja auch keiner etwas dagegen sagen, wenn sie einen Mann hätte und von "mein Mann" sprechen würde. 

Ich schätze, dass sie und Missy auch schon viel abbekommen haben und sie sich deshalb so eine harte Schutzmauer aufgebaut hat. 

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Petzi_Maus kommentierte am 16. Januar 2019 um 11:12

Es würde ja auch keiner etwas dagegen sagen, wenn sie einen Mann hätte und von "mein Mann" sprechen würde.

Ja, aber genau DA ist eben der Unterschied! Die konservativen Kleinstädtler akzeptieren gleichgeschlechtliche Beziehungen/Ehen eben nicht!!

 

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Diana Pegasus kommentierte am 16. Januar 2019 um 13:02

Ja, das ist leider so. Und seien wir mal ehrlich, nicht nur die Dörfler. Es gibt immer noch mehr als genug Leute, die glauben Homosexualität sei eine Krankheit. Ich finde in diesem Buch wird echt aus dem Vorurteil-Pool geschöpft...

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Leia Walsh kommentierte am 17. Januar 2019 um 12:00

Diana Pegasus kommentierte am 16. Januar 2019 um 13:02

Ja, das ist leider so. Und seien wir mal ehrlich, nicht nur die Dörfler. Es gibt immer noch mehr als genug Leute, die glauben Homosexualität sei eine Krankheit. Ich finde in diesem Buch wird echt aus dem Vorurteil-Pool geschöpft...

 

Genau darum geht es - meiner Meinung nach - ja auch. Um Vorurteile. Und um das ganz deutlich zu machen, werden eben ganz viele und ganz krasse Vorurteile gebracht.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
Diana Pegasus kommentierte am 16. Januar 2019 um 12:59

Ja da gebe ich dir recht, natürlich ist diese Frau sehr stolz und will  sich nicht unterkriegen lassen, aber ein wenig einlenken würde doch auch nicht schaden, oder?

Ias Missy unterdrückt wird, hatte ich gar nicht so aufgefasst. Aber vielleicht hast du recht?

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Petzi_Maus kommentierte am 16. Januar 2019 um 13:03

Ja das dachte ich mir auch (auch bei späteren Szenen): WARUM ist Deirdre bloß SO stur... Noch dazu, wenn eh schon fast die ganze Stadt gegen sie ist, bekommt sie auf diese Art keine Freunde - im Gegenteil...

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
tigerbea kommentierte am 16. Januar 2019 um 17:11

Das meine ich. Stur - auch in Bezug auf ihre Betonung "meine Frau". Wenn ich schon weiß, daß dies nicht gut ankommt, sogar meine Existenz bedroht (und nichts anderes ist das Restaurant), dann sollte man einlenken. Und nicht die Leute noch ständig mit der Nase drauf stoßen. Und ganz ehrlich - an Scotts.
Stelle würde ich der nicht hinterher rennen.

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Petzi_Maus kommentierte am 17. Januar 2019 um 10:32

Ich würde ihr auch nicht hinterherrennen. Denn sie lehnt ja alle Annäherungsversuche ab und ist an keinem freundschaftlichen nachbarschaftlichen Umgang interessiert. Aber auf diese Art kann sie ihr Lokal nicht erhalten..

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
tigerbea kommentierte am 17. Januar 2019 um 12:32

Genau... Wenn ich im Restaurant Stammkunde werde, muß mir das Personal auch sympathisch sein.

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Christian86 kommentierte am 19. Januar 2019 um 11:17

An dieser Stelle finde ich Scott auch ein wenig unglaubwürdig. Wie aus der Geschichte hervorgeht, hat er seine Nachbarinnen begrüßen wollen. Sie waren nicht da und damit hat sich das Thema für ihn erledigt – er hatte also nie besonderes Interesse an einer Freundschaft. Warum sollte sich dies nun derart schnell ändern, wie im Buch beschrieben?

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
Leia Walsh kommentierte am 19. Januar 2019 um 11:27

Ach echt? Ich denke, er hatte genug mit sich selbst zu tun. Scheidung und alles. 

Ich hab auch neue Nachbarn und meinen Hintern noch nicht rüberbekommen. Sie arbeiten viel und sind meist erst spät abends daheim, da mag ich dann auch nicht stören. Ich warte auf den Sommer, wenn wir alle in unseren Gärten werkeln. Vielleicht ging es Scott nicht anders? Er hat ja auch ein klein wenig ein schlechtes Gewissen deshalb. 

Und die Hundehaufen wegmachen kann man dennoch ...

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Christian86 kommentierte am 19. Januar 2019 um 12:04

Ja, so denke ich. Arbeiten die Nachbarn 7 Tage die Woche? Dass er sich schlecht fühlt, weil er sie noch nicht begrüßt hat, zeigt für mich nicht, dass er tatsächlich an einer echten Freundschaft interessiert ist - da sind seine Handlungen jetzt zu ehrgeizig.

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Leia Walsh kommentierte am 19. Januar 2019 um 12:43

Muss man denn mit Nachbarn SOFORT Freundschaft schließen? Erst mal einfach nur gute Nachbarn sein, reicht das nicht? Wächst eine Freundschaft nicht erst mal mit der Zeit? 

Nein, vermutlich arbeiten meine neuen Nachbarn nicht 7 Tage die Woche - aber sie "wohnen auf der Baustelle". Sprich, sie haben ein Haus gekauft, viel umändern lassen und machen auch einiges selbst. Fertig ist noch nicht alles. Und das Wichtigste: Ich neige dazu, Menschen ihren heiligen Sonntag zu lassen und sie da nicht zu belämmern. 

Läuft ja nix davon. Wie Scott, so lasse auch ich mir Zeit. Der richtige Zeitpunkt kommt. Bei mir eben im Sommer, wenn alle Nachbarn ringsum sich im Garten aufhalten - da werden die neuen Nachbarn das auch tun. Zumal sie zwei kleine Kinder haben.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
Diana Pegasus kommentierte am 20. Januar 2019 um 17:14

Hm... okay, ich seh das etwas anders. Ich muss nicht unbedingt eine Freundschaft mit meinen Nachbarn pflegen, aber die Höflichkeit gebietet es, dass mein Hund nicht auf deren Rasen kackt (und falls doch, dann macht man es eben weg).

Also von daher fand ich Scott glaubwürdig, er wollte ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis und das die Frauen einfach den Dreck weg machen. Eine Freundschaft kann sich da immer noch ergeben... oder auch nicht.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
Christian86 kommentierte am 20. Januar 2019 um 19:14

Mit der Glaubwürdigkeit habe ich mich auf Scotts Wandel bezogen. Zu Anfang zeigt er wenig Interesse an den Nachbarn und sucht sie nur auf, wenn deren Hunde auf seinen Rasen gemacht haben – was absolut verständlich ist. Und dass diese sich so abwehrend/abweisend zeigen, würde meine Haltung ihnen gegenüber nicht besser machen. Und obwohl dem so ist, geht er plötzlich in deren Restaurant und will sofort eine gute nachbarschaftliche Beziehung. Und kurz darauf kommt ihm die Idee zur Wette und er hilft Dee-Dee beim Stadtlauf. Mir persönlich ging das zu plötzlich. Ich kann den Grund nicht nachvollziehen, warum er auf einmal so offensiv auf die beiden Frauen zugeht – und das obwohl ihm deutlich gesagt wird, dass er sich fern halten soll.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
Leia Walsh kommentierte am 20. Januar 2019 um 19:28

So aus der Luft gegriffen kommt das doch gar nicht. Missy ist zu Scott gekommen und hat das Gespräch gesucht. Daraufhin hat Scott den nächsten Schritt gemacht. Alles nachvollziehbar, finde ich.

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sphere kommentierte am 18. Januar 2019 um 11:53

"im Dorf gemobbt werden"

Uh, das ist schon eine sehr weit hergeholte Aussage; nein, Mobbing trifft nicht zu. Vorurteile ja, meiden ja, aber mehr bitte nicht.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
Christian86 kommentierte am 19. Januar 2019 um 11:24

Da stimme ich zu. Der Großteil der Dorfbewohner ist der Meinung, dass sich Homosexualität in der Öffentlichkeit nicht gehört. Ob das richtig oder falsch ist, liegt einzig und allein im Auge des Betrachters. Und wenn die Dörfler sich einig sind und damit nichts zu tun haben wollen, dann ist das in Ordnung. Bisher habe ich noch keine Stelle gelesen, an der offen aggressiv gegen das Ehepaar vorgegangen wurde.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
Leia Walsh kommentierte am 19. Januar 2019 um 11:31

Dann hast Du die Szene in Patsy's Diner nicht gelesen. Das zeigt sehr deutlich, was in Castle Rock los ist.

Auch das mit den Plakaten, die ausgewechselt werden, spricht eine deutliche Sprache.

Es gibt sehr viele Szenen, die eindeutig sind.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
Christian86 kommentierte am 19. Januar 2019 um 12:09

Da muss ich leider widersprechen. Ich habe die Szene im Diner gelesen. Über jemanden zu lästern, diesen zu beleidigen und abzuwerten, während die Person nicht(!) anwesend ist, ist kein Mobbing. Es gibt etliche Szenen, die das Denken der Bewohner deutlich machen, aber bisher nicht eine, in der es offene Feindseligkeiten gab.

Die Sache mit dem Plakat soll Mobbing sein? Es ist nicht schön, ja. Aber an der Hausfassade einer Berliner Uni war ein Gedicht angebracht. Wegen Studentenprotesten wurde das Gedicht entfernt – und das obwohl es vor den dagegen protestierenden Studenten da war. Wird jetzt der Autor gemobbt?

Tut mir Leid, aber hier kommen wir nicht auf einen Nenner, denke ich.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
Leia Walsh kommentierte am 19. Januar 2019 um 12:45

Mal langsam mit die jungen Ferde, würde der Berliner nun sagen.

Von Mobbing spreche ich gar nicht. Es gibt hier - wie ich schon gesagt hatte - kein Mobbing. Es gibt Ablehnung, Vorurteile, falsches Verhalten. Aber Mobbing ist ganz anders.

Und ja, die Feindseligkeit empfinde ich (nicht allein) hier sehr stark. Macht nix, dass wir nicht auf einen Nenner kommen. Das müssen wir ja gar nicht. 

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
Diana Pegasus kommentierte am 20. Januar 2019 um 17:22

"im Dorf gemobbt werden"

Uh, das ist schon eine sehr weit hergeholte Aussage; nein, Mobbing trifft nicht zu. Vorurteile ja, meiden ja, aber mehr bitte nicht.

Laut Wiki ist die Definiation:

Im weiteren Sinn bedeutet Mobbing, andere Menschen, in der Regel ständig bzw. wiederholt und regelmäßig, zu schikanieren, zu quälen und seelisch zu verletzen

Ich finde es schon Mobbing, wenn man sie als "Fotzenleckerinnen" beschimpft, ihr Lokal meidet, weil sie lesbisch sind und über sie herzieht, weil die Lebensumstände nicht passen. Klar gibt es einen Haufen Vorurteile, aber das soll keine seelische Verletzung sein? Keine Schikane?

Man kann dem Kind einfach nur einen anderen Namen geben, aber trotzdem bleibt es eine Handlung, die echt zu wünschen übrig bleibt.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
Petzi_Maus kommentierte am 21. Januar 2019 um 11:20

Ich finde übrigens schon, dass das hier schon zu Mobbing gehört. Die beiden in aller Öffentlichkeit "Fotzenleckerinnen" zu nennen fällt da doch eindeutig drunter!
Und m.M.  auch das strikte Meiden des Restaurants - was noch schlimmer ist, da es die Existenzgrundlage des Paares ist!

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
Leia Walsh kommentierte am 21. Januar 2019 um 11:36

Ich war am Samstag das erste Mal in einem Restaurant in der Stadt. Das existiert jetzt so etwa zwei Jahre. 

Habe ich das dann die ganze Zeit gemobbt?

Das Restaurant von Deirdre und Missy lebt hauptsächlich von den Touristen. Eine Verpflichtung der Dörfler, da außerhalb der Saison hinzugehen, gibt es nicht. Wenn man das überspannt ausdrücken mag, fehlt ja im Diner dann jeder Dollar, den die Bewohner dort ausgeben. 

Nein, das bloße Fernbleiben ist kein Mobbing. Auch dann nicht, wenn es bewusst gemacht wird.

Schwulenhass und Lesbenhass ist übel. Aber niemand bezeichnet das als Mobbing.

Aber ich hab auch ehrlich keine Lust, noch länger über die Definition Mobbing zu reden.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
Petzi_Maus kommentierte am 21. Januar 2019 um 12:56

Nein du hast es nicht gemobbt, weil es dich bis jetzt einfach nicht interessiert hat.
Aber die Dörfler gehen nicht hin, wegen der Sexualität der Besitzerinnen - und das wird ja auch offen ausgesprochen (siehe dieses Kind)
Und es ist ein Unteschied, ob ich nur hasse, oder Aktionen (üble Nachrede) dagegen starte...
Aber mag sein, dass es nicht Mobbing ist, in Ordnung ist es auf keinen Fall!

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
Petzi_Maus kommentierte am 15. Januar 2019 um 21:59

Interessante Idee: Das Gewicht von Scott reduziert sich kontinuierlich, aber der Körperumfang bleibt gleich. Noch spannender ist, dass sich das Gewicht nicht ändert, auch wenn Scott mehrere Kilo zusätzlich an Gewicht dabei hat. Da bin ich schon wirklich sehr auf die Erklärung/Auflösung gespannt.

Tja, und dann noch ein prüdes amerikanisches Kleinstadt-Leben: das Lokal der beiden verheirateten Lesben wird boykottiert. Weil sie lesbisch sind. Da kann ich nur die Augen verdrehen. Typisch Amerika: Vorreiter in allem, aber auch was die Prüderie betrifft...

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
Verena Bielefeldt kommentierte am 16. Januar 2019 um 10:57

Vor allem, er selbst spürt ja das extra Gewicht. Umso merkwürdiger, dass es sich trotzdem nicht auf sein eigenes Gewicht auswirkt. 

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
Petzi_Maus kommentierte am 16. Januar 2019 um 11:14

Ja das ist in der Tat sehr eigenartig.
Und Dr. Bob rät ihm quasi, sich als Versuchskaninchen/Testobjekt zur Verfügung stellen zu lassen, was er nicht will. Ich kann beide Seiten verstehen; als Arzt will man dieses außergewöhnliche Phänomen natürlich aufklären; aber als 'Testobjekt' möchte man nicht bedoktort und vielleicht auch noch eingesperrt und vorgeführt werden...

PS: ich musste gestern so lachen, als ich gerade eine Stelle las, wo Dr. Bob vorkam - und im Hintergrund hatte ich das Dschungelcamp laufen, wo auch gerade Dr. Bob kam und die Prüfung erklärte *gg*

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
Diana Pegasus kommentierte am 16. Januar 2019 um 13:04

Ich schaue zwar nicht den Dschungelkram, aber natürlich hab ich da auch direkt an Dr. Bob gedacht :-)

Ich kann ebenfalls beide Seiten verstehen, was ich nicht verstehe ist, warum sich Scott so damit abgefunden hat. So nach dem Motto: Es ist wie es ist. Warum?

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
Petzi_Maus kommentierte am 16. Januar 2019 um 13:06

Dass Scott sich mit der Situation quasi abgefunden hat, finde ich auch eigenartig. Ich glaube, ich hätte an seiner Stelle wahnsinnige Todesängste. Denn was passiert, wenn er auf Null ist - kann ja nur der Tod folgen, oder?!

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
Diana Pegasus kommentierte am 16. Januar 2019 um 16:13

Ich hätte auch Todesangst...

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
tigerbea kommentierte am 16. Januar 2019 um 17:06

Ich würde von einem Arzt zum nächsten rennen...

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 48
Petzi_Maus kommentierte am 17. Januar 2019 um 10:33

Oh nein das würde ich nicht! Wenn man was hat, und keiner weiß so richtig was, ist es sooooooooooo anstrengend, dauernd zu irgendeinem Arzt zu rennen...
Wobei, mehr als nur den einen Dr. Bob hätte ich vielleicht auch konsultiert. aber warhscheinlcih hatte Scott Angst, dass er gleich als Testobjekt herhalten muss... Das ist natürlich kein schöner Gedanke

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Leia Walsh kommentierte am 17. Januar 2019 um 12:06

Auch ich gucke kein Dschungelcamp mehr. Die allererste Staffel war mal mehr oder weniger interessant, aber dann stellt man ja schnell fest, das es immer irgendwie gleich ist und für mich war es eben nix. Aber ja, "Dr. Bob" ist seither ein Running Gag.

Ich denke, das ist bei diesem Buch auch bewusst und absichtlich so gemacht. Einen Dr. Bob hat ja jedes Dschungelcamp (ist ja eine der Sendungen, die jedes Land hat ... wie die Casting-Dinger). Also reagiert jeder Leser darauf und wieder ist ein Klischee und ein Vorurteil bedient.

Ist wie mit den vielen anderen kleinen versteckten Dingen im Buch. Ich finde, es ist die geschriebene Version eines Wimmelbildes.

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Petzi_Maus kommentierte am 18. Januar 2019 um 22:28

Da wär Kings Reaktion spannend, wenn du ihm sagst, dass "Erhebung" ein geschriebenes Wimmelbuch ist ;)

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Leia Walsh kommentierte am 19. Januar 2019 um 10:55

Ich bin überzeugt, King fände es super, dass ich immer wieder Neues in seinem Buch finde und die kleinen Überraschungen entdecke und mich freue. 

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Diana Pegasus kommentierte am 20. Januar 2019 um 17:23

Das Buch ist sehr wortgewaltig, das stimmt.

Den Vergleich mit dem Wimmelbild finde ich gar nicht schlecht.

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Verena Bielefeldt kommentierte am 16. Januar 2019 um 17:18

Da kann ich auch beide Seiten verstehen. Dennoch bin ich verwundert, dass Scott es einfach schluckt und nicht von Arzt zu Arzt rennt. Er nimmt es einfach hin. Er müsste ja nicht das Versuchskanninchen spielen wie Dr. Bob es gerne hätte. 

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Leia Walsh kommentierte am 17. Januar 2019 um 12:08

Nee, nicht Dr. Bob will Scott als Versuchskaninchen - er würde es automatisch werden. Ich kann Scott schon verstehen. Der erste Arzt, der das Phänomen zu Gesicht bekäme, würde ihn schon festhalten und nie wieder gehen lassen. Dieser Gefahr würde ich mich auch nicht aussetzen.

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Verena Bielefeldt kommentierte am 17. Januar 2019 um 16:38

Das stimmt natürlich. Das würde ganz automatisch passieren. Da kann Dr. Bob nichts für. 

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sphere kommentierte am 20. Januar 2019 um 16:46

Ich bezweifle zudem, dass es in Castle Rock weitere Ärzte gibt; i.d.Regel haben kleine Ortschaften einen einzigen Arzt, und Dr. Bob kennt Scott wahrscheinlich seit seiner Ankunft vor 30 Jahren. Wo soll er dann hin, zu einem völlig fremden in einem Nachbarort? Mit seiner Symptomatik traut er sich da noch weniger....

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Diana Pegasus kommentierte am 20. Januar 2019 um 17:24

Stimmt schon, aber Dr. Bob ist pensioniert, also muss es noch einen anderen Arzt im Ort geben. Ich meine es auch gelesen zu haben.

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Christian86 kommentierte am 20. Januar 2019 um 19:23

Es stimmt, es gibt einen anderen Arzt, über diesen sprechen Scott und Dr. Ellis. Aber wenn man jahrelang bei ein und demselben Arzt war und neben dem Ärzte-Patienten-Verhältnis eine Freundschaft aufgebaut hat, dann wäre ich bei einem solchen „Leiden“ wohl auch zu diesem gegangen – selbst wenn er pensioniert ist. Andererseits denke ich nicht, dass Scott ein gutes Verhältnis zum aktiven Arzt hat, das war zumindest mein Eindruck.

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Leia Walsh kommentierte am 20. Januar 2019 um 19:33

Scott war ja bei einer normalen Vorsorge-Untersuchung. Er hatte ja im Internet recherchiert und herausgefunden, dass Diabetes ein Grund für Gewichtsverlust sein kann. Oder Krebs. Und Bob Ellis ist ja pensioniert. Scottt ist doch nicht an Castle Rock gefesselt und könnte auch in die nächste Stadt zum Arzt.

Aber wer würde schon zu einem (fremden) Arzt gehen mit diesen Symptomen?

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Durga108 kommentierte am 16. Januar 2019 um 13:02

Kaum war das Buch da, hat mich auch schon der Lesesog erfasst. Finde es gut, dass King ganz schnell zur Sache kommt, auch wenn die Gewichtsabnahme an sich sehr ominös ist. Ich habe auch den Eindruck, dass es sich dabei nicht nur um einen eigenartigen Gewichtsverlust handelt, sondern viel mehr dahintersteckt. Außerdem bin ich gespannt, wie King dies auf knappen 150 Seiten packt.

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Verena Bielefeldt kommentierte am 16. Januar 2019 um 17:20

So erging es mir auch. Ich musste mir das Buch gleich schnappen und es ging ohne Umschweife richtig los. 

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Drops1984 kommentierte am 17. Januar 2019 um 11:05

Was habe ich mich auf den Roman von "Stephen King" gefreut und war dann doch ein wenig enttäuscht oder besser überrascht, wie "dünn" der Roman am Ende ist, als ich es in der Hand hielt. Früher immer 300 - 500 Seiten, war ich doch über ein paar über Hundert ein wenig enttäuscht.

Trotzdem voller Tatendrang und ran ans Lesen.

Dieses geht King-Like ziemlich rasant und die Seiten fliegen nur dahin.

Ziemlich schnell wird klar, das Scott und das lesbische Pärchen die Hauptcharaktere darstellen. Das der Gewichtsverlust die Geschichten verknüpfen wird ist absehbar... 

Ich bin gespannt wie es weitergeht...

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Leia Walsh kommentierte am 17. Januar 2019 um 12:13

King schreibt immer mal wieder kurze Novellen oder experimentiert sonst irgendwie. "Gewennys Wunschkasten" und "Ein Gesicht in der Menge" sind ebenfalls dünne Büchlein. Ich mag das! Gerade in der Kürze kann ein Autor zeigen, was er kann.

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Leia Walsh kommentierte am 17. Januar 2019 um 11:38

Hach ja - ich liebe diesen Stil von King. Das sanfte, harmlose, das ganz tief in sich doch das Grauen birgt. 

Scott nimmt das alles mehr oder weniger locker, aber die logische Konsequenz von stetigem Gewichtsverlust ist ja, dass er irgendwann leichter als die Luft ist und damit entschweben wird. Wenn das keine Horrorvorstellung ist, was dann? 

King lässt den Leser dies aber verdrängen und den alltäglichen Ereignissen rund um und in Castle Rock folgen. Die sind ja auch echt interessant. Scotts Unterhaltung mit dem pensionierten Arzt Bob Ellis, die Informationen rund um sein Dasein (geschieden von Nora, IT-Job von zu Hause aus, Kater Bill D. Cat, Scott hat eine Wampe, sieht nach 110 kg aus) und das Leben in Castle Rock (die Nachbarinnen, die Einstellung der Bewohner ihnen gegenüber, die politische Stimmung dort, die Sache mit den Hunden, die Infos zum Lauf und den Plakaten) wiegen den Leser in einer trügerischen Sicherheit, weil alles so unaufgeregt erzählt wird. Genau das mag ich so!

Besonders gefällt mir das "Waagenvermeidungssyndrom". Und ich kann verstehen, dass Scott sich sicher ist, dass er nicht einfach nur untersucht werden würde, ginge er mit seinem Problem zu einem Arzt, sondern in Gewahrsam genommen werden würde und Zwnagstests gemacht werden würden. Dass es so einen Fall noch nie gab, weiß man, ohne groß nachzuforschen, denn davon hätte man schon gehört. Also ist klar, dass sein Leben auch dann enden würde, aber eben nicht "in Freiheit".

Mal ehrlich - gruseliger geht es doch kaum und mehr Horror kann in einer Geschichte doch nicht stecken! Und dennoch ist alles eitel Sonnenschein. Heftig! Und GUT! 

Ebenso Deirdres Verhalten. Sie ist ganz schön kratzbürstig. So viel verlangt Scott ja gar nicht. Nur eben, dass die Frauen die Hundehaufen entsorgen. Warum sie lieber in den Park geht, kapiert man nicht. Die Vorurteile von Deirdre gegenüber Scott scheinen mindestens so viel zu wiegen (ja, bewusst gewählt), wie die Voruteile der restlichen Einwohner verheirateten Lesben gegenüber.

King sagt, meiner Meinung nach, mit so wenigen Worten soooooo viel!

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tigerbea kommentierte am 17. Januar 2019 um 12:38

Horror oder Grusel empfinde ich bei dem Buch jetzt leider gar nicht. Das ist eher eine nette Geschichte.... Da bin ich schon anderes gewohnt ;-)

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Leia Walsh kommentierte am 17. Januar 2019 um 12:44

Na ja, nicht der blutrünstige Horror und Grusel wie beispielsweise bei ES, aber ich finde die Vorstellung, optisch gleich zu bleiben, aber immer mehr Gewicht zu verlieren und selbst mit zusätzlichen Gewichten nicht mehr auf die Waage zu bringen, extremst gruselig.

Ich brauche keine Massenmörder, um das zu empfinden. Das "paranormale" Geschehen gruselt mich auch so.

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Verena Bielefeldt kommentierte am 17. Januar 2019 um 16:41

Grusel empfinde ich da auch gar nicht. Es ist mysteriös, ja, aber diesen Gruseleffekt habe ich auch nicht. 

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Petzi_Maus kommentierte am 18. Januar 2019 um 22:32

Grusel empfinde ich hier nur, wenn ich genau drüber nachdenke, was wäre, wenn es mir so gehen würde. Irgendwann davonschweben. Niemanden (Mann/Kind/Katze) mehr angreifen können... und NIX dagegen tun zu können, denn ja nicht mal Gewichte könnten mich am Boden halten...

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Leia Walsh kommentierte am 19. Januar 2019 um 10:53

Ja, eben - genau das ist ja der Grusel hier. Muss nicht immer Blut und Monster und dunkler Wald sein. Das Subtile, das sein könnte, macht den Grusel so übel.

Aber wie immer - da bin ich wohl anders gestrickt.

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StephanieP kommentierte am 17. Januar 2019 um 19:21

Ich bin durch den ersten Abschnitt richtig dudchgeflogen. Man ist sofort mitten in der Handlung und kann ihr problemlos folgen. Aber trotzdem habe ich noch nicht die geringste Idee worauf das Buch hinaus will.

Scott ist mir wirklich sympathisch. Scheinbar gibt es für den gewichtsverlust keine erklärungerklärunge, aber dass er in seiner derzeitigen beruflichen Situation Tests ablehnt kann ich nachvollziehen.

Schade, dass auch in der heutigen Zeit offen gelebte Homosexualität zu Ausgrenzung führt. Ich verstehe deidre aber nciht. Scheinbar ist beinahe das ganze Dorf gegen die und sie legt sich noch mit den Bewohnern an. 

Ich bin wirklich gespannt wie sich die Geschichte rund um den gewichtsverlust und das schlecht laufende Restaurant verbinden lassen.

Das Buch ist bisher wirklich nett zu lesen, obwohl ich bin Stephen King eher etwas gruseliges erwartet hätte

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Leia Walsh kommentierte am 18. Januar 2019 um 10:10

Die Ablehnung der Tests gründet nicht auf seiner beruflichen Situation. Er wäre quasi ein Alien und würde nie wieder aus den Fängen der Ärzte kommen. Untersuchungen ohne Ende. Nicht, um ihm zu helfen, sondern um seine "Fähigkeit" auszunutzen. Ihn als Waffe einsetzen zu können beispielsweise. 

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StephanieP kommentierte am 18. Januar 2019 um 22:02

Einband ich es noch gar nicht gesehen. Aber du hast absolut recht! Ein wirklich guter Einwand. Dieser Grund macht die Ablehnung der Tests noch nachvollziehbarer. Scott wäre vermutlich nur noch ein Forschungsobjekt.

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Gerhard kommentierte am 18. Januar 2019 um 08:49

Ich habe gestern den ersten Teil gelesen und bisher gefällt es mir gut, da das Buch flüssig geschrieben ist.trotzdem fehlt mir etwas an Spannung.
Scotts Gewichtsverlust ist wirklich mysteriös. Ich habe noch keine Idee was dahinter stecken könnte. Vor allem die sache mit den Hanteln ist wirklich eigenartig!aber Scott scheint nicht nur Gewicht zu verlieren sondern auch seelischen Ballast. Er wirkt zunehmend glücklicher mit seinem Leben. Aber was passiert wenn das Gewicht weiterhin so stetig sinkt? Wird Scott sterben?
Deidre und Missy werden aufgrund ihrer offen gelebten Homosexualität in dem Dorf ausgegrenzt und ihnen wird das Leben sehr schwer gemacht. Schade, dass in unserer doch modernen und angeblich toleranten Gesellschaft so etwas immer wieder zu mobbing führt! Besonders bitter finde ich, dass die beiden womöglich ihr Restaurant aufgrund der Ausgrenzung verlieren.
Deidres abweseinde Art macht es ihr im Dorf vermutlich noch schwerer. Aber ich kann verstehen, dass sie aufgrund des Mobbings ungut auf die Bewohner reagiert.

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Leia Walsh kommentierte am 18. Januar 2019 um 10:14

Gesundheitlich geht es Scott ja bestens. Ein Luftballon "stirbt" nicht, solange man ihn festhält ...

Deirdre ist aber nicht fair - Scott ist und bleibt nett und möchte nur keine Hundehaufen im Vorgarten. Dafür sollte man ja Verständnis haben. So stur zu sein, das völlig abzuweisen und selbst nach dem "Fotobeweis" schnepfig zu reagieren, finde ich total daneben. Lieber joggt sie im Park. Mit Hunden an der Leine. Da muss sie ja ständig anhalten und eben auch die Hundehaufen wegmachen. Wie nervig kann man sein? Dies als Reaktion auf die Bewohner zu machen, ist völlig sinnlos.

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Petzi_Maus kommentierte am 18. Januar 2019 um 22:36

Gesundheitlich geht es Scott ja bestens. Ein Luftballon "stirbt" nicht, solange man ihn festhält ...

Ja, aber soll er an der Decke schweben, sein restliches Leben? Und wie soll er da was essen? Keine schönen Aussichten, da kann ich gesundheitlich noch so gut beinander sein...

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Thaliomee kommentierte am 19. Januar 2019 um 10:08

Wie Emma, die leichter ist als Luft aus "Die Insel der besonderen Kinder". Sie trägt Bleischuhe oder wird halt an einem Seil festgehalten...

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Leia Walsh kommentierte am 19. Januar 2019 um 10:59

Eben - da gibt es keine schönen Möglichkeiten, zumal ja alles, das Scott berührt, das Gewicht verliert. Bleischuhe bringen also auch nix.

Theoretisch machbar wäre es aber. Mit Hilfe von anderen. Das meinte ich damit. Sterben wird er daran nicht. 

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Petzi_Maus kommentierte am 21. Januar 2019 um 11:21

Ja, aber würdest du SO ein Leben leben wollen?? Da kann ich Scott schon verstehen...

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sphere kommentierte am 18. Januar 2019 um 13:18

Nachdem ich mich erst im November/Dezember durch Kings Es gequält habe (ich habe es nicht so mit seinen langen Romanen), ist diese Geschichte eine willkommene Angelegenheit: so locker und flockig, wie sich Scott im Laufe der Geschichte zunehmend fühlt, so leicht liest sich auch das Buch. 

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Leia Walsh kommentierte am 18. Januar 2019 um 13:46

Ich bin echt großer King-Fan, aber die extrem gehypten Bücher von ihm, gerade die Turmsaga und ES, fand ich auch gar nicht so großartig. Lang dürfen sie schon sein, aber sie sollen mir auch irgendwas sagen.

"Ein Gesicht in der Menge" ist kurz und wird von einigen als weniger gut empfunden. Ich fand es toll. Vielleicht magst Du das ja mal lesen.

Und natürlich "Gwennys Wunschkasten". Auch kurz und ich fand es schön.

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tigerbea kommentierte am 18. Januar 2019 um 17:17

Meine Lieblinge sind Es, Friedhof der Kuscheltiere, The Green Mile und Sara. Die waren richtig gut.

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Leia Walsh kommentierte am 18. Januar 2019 um 18:43

Sara ist ja ein Teil der Turmsaga und die fand ich echt nur Mittelmaß.

Meine Favoriten sind Der Anschlag, Das Spiel, Das Mädchen, The Green Mile und Joyland.

Seine Kurzgeschichten mag ich auch gern - mein Liebling ist da "Die Abkürzung".

Ich mag dicke Wälzer gern, The Stand war super. Aber ES ist einfach nicht sein bestes Buch, finde ich.

Aber gerade, dass er sich immer wieder neu erfindet und definiert, finde ich ja so super. Es gibt nicht "den" King, deshalb kann man auch einfach nicht pauschal sagen "Ich mag King nicht". Jedes Buch ist anders und immer wieder überraschend.

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tigerbea kommentierte am 19. Januar 2019 um 08:35

Ich meinte dieses Buch... Das ist doch nicht aus der Turm-Reihe?

https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/ID2944889.html

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Leia Walsh kommentierte am 19. Januar 2019 um 11:01

Huch - nee, klar, Du hast Recht, das ist nicht vom Turm. 

Aber es hat mich so wenig beeindruckt, dass ich es verwechseln konnte. Oh je ...! Also definitiv keins meiner King-Favoriten-Bücher. SORRY!

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sphere kommentierte am 19. Januar 2019 um 10:55

Der Anschlag mochte ich sehr gerne! Als ungekürztes Hörbuch war es eine starke Nummer.

The Stand wiederum habe ich zweimal probiert, bis S. 800 gekommen, doch dann endgültig weggelegt.

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Petzi_Maus kommentierte am 18. Januar 2019 um 22:40

Ich habe ES auch geliebt! Und natürlich den Friedhof der Kuscheltiere!!

Die Turm Saga hatte ich angefangen, aber ich weiß nicht mal, ob ich das erste Buch beendet habe. Allerdings war das alles in meinen Teenager Jahren, vielleicht würde es mir ja jetzt gefallen.

Green Mile kenne ich nur als Film, und der ist top!

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Leia Walsh kommentierte am 19. Januar 2019 um 11:05

Das erste Buch von der Turm-Saga war gar nicht sooo übel. Ein wenig "anders" und vielleicht auch verwirrend. War aber okay. Nur dass dann nie absehbar war, ob und wann es weitergeht, hat mich irgendwann echt angekekst. Vielleicht ist es inzwischen in überarbeiteter Form und als komplett gekaufte Serie besser zu lesen, aber ich hab sie ja alle so gekauft und gelesen, wie sie erschienen sind. 

Deshalb hab ich "The Green Mile" auch in dieser monatlichen Taschenbuch-Serie. Ich finde das so großartig! Das mag ich so an King, er lässt sich immer wieder etwas Neues einfallen. Da verzeihe ich ihm auch den Turm, zumal der echt Therapie für ihn war. Nach dem letzten Band wurden seine Bücher wieder so viel besser!

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Petzi_Maus kommentierte am 21. Januar 2019 um 11:16

Ob ich mir "Der dunkle Turm" (die aktuelle Verfilmung) ansehen soll? bis jetzt habe ich mich nicht daran gewagt, weil mir das Buch damals eben so überhaupt nicht zugesagt hat und ich Angst habe, dass ich gar nix kapiere, weil es so verwirrend ist ;)

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Thaliomee kommentierte am 18. Januar 2019 um 15:49

Ich mag King, auch die dicken Bücher, die einen echt zähen Mittelteil haben. Aber trotzdem habe ich mich gefreut, dieses handliche Büchlein zu bekommen - es ist wirklich eine schöne Abwechslung zu den Wälzern! (Obwohl es genug Kurzgeschichten von ihm gibt)

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Christian86 kommentierte am 19. Januar 2019 um 11:34

Wie geht es euch eigentlich mit den Bewohnern Castle Rocks? An verschiedenen Stellen finde ich, dass einfach mit Trump-Bashing und Republikaner-Bashing gearbeitet wird. Es fehlt mir ein wenig die Substanz hinter dem Verhalten der Menschen im Ort. „Argumente“ wie „die sind halt so“ oder „die denken nicht nach“ sind im besten Fall polemisch. Bei der Frau des Doktors wird die Erziehung als Grund für die innere Einstellung nur leicht gestreift. An der Stelle fehlt mir ein wenig die Substanz. – Dieser Post ist keine Aufforderung, über „richtig“ oder „falsch“ des Verhaltens zu streiten, mir geht es tatsächlich um eure Wahrnehmung zu diesen Figuren.

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Leia Walsh kommentierte am 19. Januar 2019 um 11:43

Für mich spiegelt King hier einfach nur das wahre Leben wider.

Brauchen Nazis Argumente? Oder hat irgendjemand tatsächlich echte Argumente gegen Homosexualität? Trump wird m.M.n. nicht gebasht. Nur auf seine "Politik" angespielt.

Die Bewohner haben ihre Einstellung. Punkt. Woher die kommt, ändert sie ja nicht. Kaum einer lässt die Menschen einfach sein, wie sie sind. Es wird getratscht. So ist es auf dem platten Land eben tatsächlich. In Großstädten vielleicht (!) nicht ganz so schlimm, aber sicher ähnlich. Auf dem Dorf kennt aber eben jeder jeden und da ist Tratsch dann "persönlicher". Deirdre und Missy kommen von Boston. So ganz ohne Grund sind sie ja nicht von dort weg aufs Dorf. Vom Regen in die Traufe?

Bei King kommt es sehr oft auf das an, was nicht geschrieben wurde - der Leser soll selbst denken.

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Thaliomee entgegnete am 19. Januar 2019 um 19:02

Gute Zusammenfassung. Ich bin von der Stadt aufs Land gezogen und habe tatsächlich das Gefühl, dass in Großstädten zumindest eine Lobby für "Minderheiten" da ist. Zumindest findet man immer wieder Leute, die offen und tolerant sind, während in kleinen Dörfern ja schnell eine Gruppendynamik entsteht. Insofern stimme ich dir voll und ganz zu, es ist sehr nah an der Realität (leider!).

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Christian86 kommentierte am 20. Januar 2019 um 19:32

Ich habe keine Erfahrungen mit Kings Büchern – dieses ist mein erstes. Beschränkt er sich auf reine Unterhaltung? Aufgrund des Klappentextes hatte ich schon gedacht, dass es eine gewisse Gesellschaftskritik gibt. Dadurch, dass er die Kleinstadtbewohner vordergründig als intolerant zeigt, aber das „warum?“ dahinter fehlt, mangelt es gänzlich an Informationen, um über seine Darstellung nachzudenken oder die aktuelle Situation (besonders in den USA) aus einem anderen Blickwinkel betrachten zu können. Das finde ich schade.

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Leia Walsh kommentierte am 20. Januar 2019 um 19:39

Ein "warum" für Intoleranz? Wie soll das gehen?

King erklären ist schwer. Guck mal bei Wikipedia. Der hat ein eigenes Wiki. Das King-Wiki.

King verarbeitet in seinen Büchern immer alles, was ihn irgendwie beschäftigt. Bei "Friedhof der Kuscheltiere" beispielsweise die Angst, jemanden aus seiner Familie zu verlieren. Mit der Turm-Saga hat er sein komplettes Leben und seine Süchte und seinen fast tödlichen Unfall verarbeitet. Er schreibt vom "platten" Horror über feinsten Psycho-Thriller bis zu "uneinordenbare" Romane so ziemlich alles. Immer mit etwas Mystik oder Grusel oder Horror gewürzt, aber so wirklich "nur" Horro gibt es schon lange nicht mehr von ihm. Er verändert sich ständig, erfindet sich immer wieder neu.

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FIRIEL kommentierte am 20. Januar 2019 um 08:35

Ich finde das nicht zu platt - in meiner Sicht ist es realistisch; leider...

Das abweisende Verhalten hält sich ja noch in Grenzen: Nur wenige Einwohner gehen in das neue Restaurant - das ist noch normal. Viele Menschen gehen am liebsten in ihr Stammlokal, wo sie wissen, was sie erwartet. Etwas Neues ausprobieren liegt auch im kulinarischen Bereich nicht jedem. Und dann auch noch vegetarisch??

Dann haben offensichtlich viele Einwohner ein Problem damit, dass die beiden Frauen nicht nur lesbisch sind, sondern es auch offen zeigen. Tja, jahrhundertelang wurde Homosexualität als Sünde verteufelt... Heutzutage gilt es zumindest noch als "anders". Und ein Außenseiter zu sein ist eine schwierige Gratwanderung: Einigen wenigen Menschen gelingt es, daraus etwas Positives zu machen. Die werden anerkannt als Führer und Trendsetter. In vielen Fällen werden sie einfach geduldet; mit dem Deckmantel "Künstler" wird Außenseitertum oft akzeptiert. Aber sehr häufig werden Außenseiter bestenfalls ignoriert, schlimmstenfalls verspottet, benachteiligt, gemobbt.

Deirdre und Missy haben da bestimmt schon viel erlebt. Missy reagiert typisch: Sie macht sich klein und will möglichst nicht auffallen. Aber Deirdre ist eine Kämpferin. Sie geht die Situation offensiv an. Und es ist verständlich, dass sie dabei auch überreagiert. Sie erwartet Negatives und interpretiert ihre Erfahrungen auf diesem Hintergrund. Damit hat sie natürlich ebenfalls ein Vorurteil entwickelt.

Das Verhalten der Einwohner ist durchaus unterschiedlich und bewegt sich auf einer Skala: Etwas Neues interessiert mich nicht - Wenn schon anders, dann bitte diskret - Das ist eine Provokation - Eine Beleidigung wie die im Diner (die ich nicht wiederholen mag). Denkbar wäre noch eine Steigerung, z.B. Bedrohung der Frauen, Beschädigung ihres Eigentums bis hin zu Angriffen (verbal und körperlich - die ich hier bis in die letzte Konsequenz ebenfalls nicht ausmalen möchte). Da ist durchaus noch eine Steigerung möglich...

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JessicaLiest kommentierte am 20. Januar 2019 um 20:38

Es fängt schon mal interessant an. Der Gewichtsverlust ist ziemlich merkwürdig, da bin ich gespannt wie es weiter geht. Ganz überzeugt mich ich jetzt zu anfangs noch nicht von dem Buch. Die Charaktere finde ich etwas blass und auch von der Spannung her hätte ich mir mehr gewünscht.

Aber jetzt wird erstmal weiter gelesen.

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Areti kommentierte am 20. Januar 2019 um 23:51

Mir hat der erste Leseabschnitt sehr gut gefallen. Es liest sich sehr flüssig und zieht einen richtig in seinen Bann. Typisch King.

Die Geschichte von Scott und seinem Gewicht ist schon ein bisschen gruselig. Da muss man sich doch denken, dass man bekloppt wird, wenn einem so etwas passiert. Ich bin sehr gespannt, wie es damit weitergeht, ob es irgendwann ein Limit gibt und vor allem, wie das alles aufgelöst wird.

Sehr gut gefällt mir auch, dass es trotz Kurzgeschichte nicht nur um Scott geht, sondern auch seine Nachbarinnen in den Blickpunkt rücken. Wie sie behandelt werden, ist schon richtig fies. Sowas wünscht man niemandem.