Leserunde

Leserunde zu "Gretas Erbe - Die Winzerin" (Nora Engel)

Gretas Erbe -

Gretas Erbe
von Nora Engel

Bewerbungsphase: 07.04 zum 21.04.

Beginn der Leserunde: 28.04. (Ende: 19.05.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des dtv Verlags – 20 Freiexemplare von "Gretas Erbe - Die Winzerin" (Nora Engel) zur Verfügung. Eine Leseprobe zum Buch findet ihr hier

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch.

ÜBER DAS BUCH:

Ein lauer Wind in der Sommerhitze, das unerwartete Lächeln eines Mannes und ein gestohlener Kuss verändern Marias Leben für immer. 17 Jahre später lebt ihre Tochter Greta als Halbwaise bei der Winzerfamilie Hellert. Die meiste Zeit ist es für das zierliche Mädchen in Ordnung, das fünfte Rad am Wagen zu sein, ihre junge Mutter nur von einem Foto und ihren Vater gar nicht zu kennen. Sie arbeitet gern in den Weinbergen und verbringt viel Zeit mit Robert, dem rebellischen Sohn der Hellerts. Je näher sich die beiden kommen und je älter Greta wird, desto klarer spürt sie, dass sie ihren Träumen folgen muss: Sie will lernen, selbstbestimmt leben, Anteil an der neuen Freiheit der Frauen haben. Bis ein überraschendes Erbe alles verändert.

ÜBER DIE AUTORIN:

Nora Engel ist das gemeinsame Pseudonym der beiden Autorinnen Danela Pietrek und Tania Krätschmar. Danela Pietrek studierte Französisch und Philosophie, Germanistik, Theaterwissenschaften und Komparatistik. Sie arbeitete beim Film, war Producerin, schreibt Drehbücher und hat mehrere Romane veröffentlicht. Sie lebt in Hamburg und hat zwei Töchter. Tania Krätschmar ist gelernte Buchhändlerin, hat in Berlin und den USA Germanistik studiert und in Manhattan als Bookscout gearbeitet. Seit 2009 schreibt sie erfolgreich Frauenromane, einer davon wurde bereits verfilmt. Die Autorin hat einen Sohn und lebt in Berlin.

28.05.2022

Thema: Lektüre, Teil l; Seite 1 bis 156

Thema: Lektüre, Teil l; Seite 1 bis 156
Pitty318 kommentierte am 30. April 2022 um 16:26

Die Geschichte beginnt mit einem Prolog, der von Gretas Mutter Maria handelt, die nach dem Krieg, mit ihrer Mutter Anfang der 1950er Jahre auf dem Hof von Hellerts in Kirchheim an der Weinstraße lebten und beim Weinbau halfen. Dort sind sie eine große Hilfe und Maria wächst unbelastet mit einer Liebe zu Büchern und Gedichten auf. Sehr früh stirbt ihre Mutter und Maria ist allein, darf aber bei der Familie bleiben. Als sie eines Tages mit ihrem Fahrrad einen Platten hat, hilft ihr ein Weinbauer und zeigt er ihr einen kleinen See Anschließend verführt er die noch unschuldige 16/17-jährige Maria in einem Wald. Dies erfolgt zwar nicht gegen ihren Willen, aber anschließend beim Verabschieden verwendet der Weinbauer grobe Worte und droht ihr, damit sie nichts erzählt. 

Als Leserin habe ich beim Lesen nur vermutet, dass die junge Frau (Greta) im nächsten Kapitel die Tochter von Maria und dem Weinbauern sein muss. Marie ist bei der Geburt ihrer Tochter verstorben. 

Greta ist in der Familie Hettler aufgenommen worden und fühlt sich zu Robert, dem mittleren der drei Brüder, sehr hingezogen Sie ist eine kluge junge Frau und möchte gern Lehrerin werden, soll aber nach Wunsch ihres Ziehvaters bald eine Verkäuferinnenlehre beginnen. Ihre Lehrerin schafft es mit Hilfe einer kleinen Erpressung, dass Greta doch das Abitur machen darf. Im letzten Kapitel des Abschnittes wird es geheimnisvoll und romantisch. Es entspannt sich eine Liebesgeschichte zwischen ihr und Robert als sie gemeinsam auf ein Rock-Konzert fahren und im Zelt übernachten. 

Bisher hatte ich viel Freude an der Geschichte und es hat Spaß gemacht zu lesen. Einige Punkte sind mir unklar geblieben. Zum Beispiel der Verkauf der zwei Weinparzellen an Herald den Vater und dann noch an den Nachbarn. Das fand ich verwirrend, weil ich nicht verstanden habe, wie das geht. 

Das Verhältnis zwischen Greta und Matse finde ich so schön. Vor allem die Aufmerksamkeit und Liebe zwischen ihnen. Ansonsten ist das Verhältnis der Familienmitglieder untereinander wahrscheinlich sehr charakteristisch gezeichnet zu der Zeit: kühl und eher rau, mit Ausnahme zwischen Robert und Greta. Die Annäherung zwischen beiden gefällt mir sehr gut. Ich fühle mich auch ganz in die 70er Jahre zurückversetzt mit den zahlreichen Anspielungen (Rockbandnamen, Konzerte, Joints, Wrangler-Jeans, usw.). Sehr gut gefällt mir der Einblick in die Arbeit eines kleinen Weinbauernbetriebes. Da bin ich gespannt auf mehr Informationen im Verlauf des Buches.

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Tara kommentierte am 30. April 2022 um 21:33

Mir gefällt das Buch bisher auch richtig gut.

Ich fühle mich auch ganz in die 70er Jahre zurückversetzt mit den zahlreichen Anspielungen (Rockbandnamen, Konzerte, Joints, Wrangler-Jeans, usw.). Sehr gut gefällt mir der Einblick in die Arbeit eines kleinen Weinbauernbetriebes. Da bin ich gespannt auf mehr Informationen im Verlauf des Buches.

Ja, die Atmosphäre der 1970-er Jahre wird hier wirklich gut eingefangen und alle Informationen rund um den Wein und die Weinberge finde ich auch auspgesprochen interessant.

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Pitty318 kommentierte am 01. Mai 2022 um 10:59

Geht es Dir auch so, dass Du die Ohrwürmer kurz mitsummst? Selbst bei denen, die ich damals nicht mochte, mache ich es. :-))) 
Edit: Oh, ich habe nachträglich gesehen, dass Du vorab die Musik heraussuchst. Toll. 

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Tara kommentierte am 01. Mai 2022 um 16:13

Kurz mitsummen ist gut, die Ohrwürmer, die ich seit Jahren nicht mehr gehört habe, werden wirklich zu Ohrwürmern und verfolgen mich auch nach dem Lesen noch.

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Langeweile kommentierte am 02. Mai 2022 um 15:19

Einige Punkte sind mir unklar geblieben. Zum Beispiel der Verkauf der zwei Weinparzellen an Herald den Vater und dann noch an den Nachbarn. Das fand ich verwirrend, weil ich nicht verstanden habe, wie das geht. 

Ich habe es so verstanden, dass der Vertrag zwischen der Witwe und Harald nur mündlich geschlossen wurde und per Handschlag besiegelt. Im Gegenzug ist bei dem Nachbarn wohl Geld geflossen
 

 

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Lesemone kommentierte am 02. Mai 2022 um 18:41

"Ich habe es so verstanden, dass der Vertrag zwischen der Witwe und Harald nur mündlich geschlossen wurde und per Handschlag besiegelt. Im Gegenzug ist bei dem Nachbarn wohl Geld geflossen" 

So habe ich es auch verstanden. Harald hat sich zu früh gefreut! 

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Pitty318 kommentierte am 02. Mai 2022 um 22:16

Ja, das würde Sinn machen und eine Erklärung sein. 

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MsChili kommentierte am 04. Mai 2022 um 20:40

Ja genau
Die mündliche Abmachung war schnell hin. Aber damit hatte ich schon gerechnet, als ich das gelesen hatte. Leider ist es ja immer noch so. Mündliche Vereinbarungen zählen einfach nicht.

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MsChili kommentierte am 04. Mai 2022 um 20:40

Ja genau
Die mündliche Abmachung war schnell hin. Aber damit hatte ich schon gerechnet, als ich das gelesen hatte. Leider ist es ja immer noch so. Mündliche Vereinbarungen zählen einfach nicht.

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Glüxklaus kommentierte am 05. Mai 2022 um 15:54

Ja schade, dass man sich darauf nicht verlassen kann und besser alles schriftlich festlegen sollte. Das wirkt so misstrauisch, ist aber ja leider oft angebracht...

 

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MsChili kommentierte am 09. Mai 2022 um 05:10

Ja Vertrauen ist wirklich schwierig, leider. Gerade wenn Geld im Spiel ist.

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Lelu kommentierte am 10. Mai 2022 um 20:31

Naja, für mich klang das aber auch ein bisschen danach, dass Harald (schon immer?) sehr lange seine Schulden nicht einlöst. 

Ich finde es naiv und dumm, dass Harald einerseits nur mit der Witwe redet, obwohl sich ihr Sohn offenbar um die Weinberge gekümmert hat, und sich dann auf eine mündliche Zusicherung verlässt, nachdem er sich in der Vergangenheit derart die Finger mit seinem Nachbarn verbrannt hat.

Aber wahrscheinlich beurteile ich das auch etwas sehr subjektiv, weil ich Harald absolut nicht mag.

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AnneMF kommentierte am 08. Mai 2022 um 09:18

Oh ja man fühlt sich zurückversetzt in die schönen Jahre der Siebziger. Das Winzerleben ist hart und verlangt viel Entbehrung.

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Lelu kommentierte am 10. Mai 2022 um 20:36

"Das Verhältnis zwischen Greta und Matse finde ich so schön. Vor allem die Aufmerksamkeit und Liebe zwischen ihnen."

Da stimme ich dir total zu! Der Umgang der beiden, die gegenseitige Fürsorge ist wirklich berührend. Die Art wie Greta zugleich Verständnis aufbringt und es zulässt und wiederum behutsam verhindert, dass sich Matse mit seinem Faible für Frauenkleidung und Schmuck in Schwierigkeiten bringt – das hat er Roman schon einen Pluspunkt erzielt.

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Akelei 56 meinte am 12. Mai 2022 um 11:39

Ja, er näht ihr zum Trost ein hübsches besticktes Weinköniginnenkleid und wartet auf sie an Silvester. Das Weingut Hellert erbt ja sowieso Johann.

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Pitty318 kommentierte am 30. April 2022 um 16:32

Ich habe nicht gewusst, dass es der erste Band einer Trilogie ist.

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Tara kommentierte am 30. April 2022 um 21:34

Das war für mich auch nicht auf den ersten Blick offensichtlich und ich hoffe auf ein nicht zu offenes Ende.

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Glüxklaus kommentierte am 05. Mai 2022 um 15:55

Wäre schön. Ich hoffe mit. 

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Tara kommentierte am 30. April 2022 um 21:24

Mir hat der erste Leseabschnitt gut gefallen, da sich das Buch leicht lesen lässt und ich mir alles gut vorstellen konnte. Die Atmosphäre der 1970-er Jahre kam gut bei mir an, da die Autorin typische Marken, Musik und Verhaltensweisen, die ich mit dieser Zeit verbinde, in die Handlung verwoben hat.

Greta gefällt mir, sie scheint eine kluge junge Frau zu sein, die weiß, was sie will und es freut mich, dass sie von ihrer Lehrerin unterstützt wird. Leicht hat sie es ja nun nicht. Die Atmosphäre im Hause der Familie Hellert empfinde ich als kühl, da fehlt mir etwas. Lediglich das Verhältnis zwischen Greta und Robert ist etwas intensiver.

Bisher habe ich den Eindruck, dass hier gut recherchiert wurde, da Hintergrundinformation zur damaligen Zeit und die Lebensumstände authentisch geschildert werden.

Am Ende des Buches befindet sich eine Playlist, die hätte ich mir vorab gewünscht (aber ich habe sie ja glücklicherweise entdeckt ;)), da ich mir immer gerne die passende Musik vorab raus suche, um diese beim Lesen zu hören. Macht das noch jemand ?

 

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Pitty318 kommentierte am 01. Mai 2022 um 11:30

Tara: Bisher habe ich den Eindruck, dass hier gut recherchiert wurde, da Hintergrundinformation zur damaligen Zeit und die Lebensumstände authentisch geschildert werden.

Das ist mir auch positiv aufgefallen. Die Informationen rund um den Weinanbau sind sehr informativ und fundiert. 

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Lelu kommentierte am 10. Mai 2022 um 20:42

Ich kann's natürlich nicht beurteilen, aber was den Weinanbau betrifft habe ich auch den Eindruck, dass das alles ziemlich realistisch und schlüssig klingt. Die stellen finde ich auch richtig, richtig gut geschrieben. Beim Lesen kann ich fast die Reben entlanglaufen. 

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Akelei 56 kommentierte am 12. Mai 2022 um 11:58

ja, das stimmt

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Lesemone kommentierte am 01. Mai 2022 um 15:52

Mich gabs in den 70er Jahren noch nicht. Aber ich finde trotzdem das Flair gut eingefangen, wenn man es mit dem vergleicht, was man so über die 70er-Jahren gehört und gesehen hat. Viele Lieder sind regelrechte Ohrwürmer. Vor allem Matses Lieblingslied "Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett". Das kenne ich auch.

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Langeweile kommentierte am 02. Mai 2022 um 15:30

Das Lied kenne ich natürlich auch, es war zur damaligen Zeit ein richtiger Ohrwurm und hat den Sänger Bill Ramsey, der nachher zum Genre Jazz gewechselt hat, einigermaßen bekannt gemacht.

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Glüxklaus kommentierte am 05. Mai 2022 um 15:57

Ich habe den Film dazu mehrmals mit meiner Oma gesehen. Hach ja...

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Akelei 56 wunderte sich am 04. Mai 2022 um 09:19

Eigentlich weniger. Mir sind nur wenige der 29 Songs bekannt, also ungefähr 9.

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Glüxklaus kommentierte am 05. Mai 2022 um 19:43

Danke für den Tipp! Die Liste mit der Musik ist  mir doch glatt entgangen. 

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Lesemone kommentierte am 01. Mai 2022 um 15:47

Die Geschichte liest sich bisher sehr gut. Mir gefällt sehr gut, dass die Autoren auf die Familie Hellert sehr intensiv eingehen. Mich haben ja gleich die Erlebnisse von Gretas Mutter sehr mitgenommen. Wie tragisch, dass sie dann bei Gretas Geburt gestorben ist. Greta weiß ja bis jetzt nicht, wer ihr Vater ist. Da wird noch eine Bombe hochgehen, wenn das rauskommt! Es kommen sehr gut die Sorgen und Nöte der Winzerfamilie zur Geltung. Der Weinanbau ist sehr fragil und es kann zu jeder Jahreszeit noch irgendwas passieren, so dass die Ernte vernichtet oder reduziert wird. Greta ist eine interessante Protagonistin, die noch ihren Weg im Leben sucht, aber immer ein Ziel vor Augen hat. Toll finde ich die Beziehung zu ihrem Ziehbruder Matse, der voll an ihr hängt. Ich bin mal gespannt, wie sich die Beziehung zu Robert entwickeln wird. Was mir nicht so zusagt, sind die Ausflüge in den Pfälzer Dialekt. Das wird nicht so authentisch rüber gebracht. Meiner Meinung nach ist das eher ein Mischmasch aus Pfälzisch und Hessisch, was hier niedergeschrieben wurde. Ich störe mich auch sehr daran, dass der Vater immer Buwe sagt, aber nur einen Sohn meint. Da sagt man eigentlich auf pfälzisch Bu, Bub oder der Bube. Buwe ist die Mehrzahl, wenn man mehrere Jungs meint. 

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Tara kommentierte am 01. Mai 2022 um 16:22

Mich haben ja gleich die Erlebnisse von Gretas Mutter sehr mitgenommen.

Der Beginn war wirklich tragisch, Maria tat mir unglaublich leid und dann stirbt sie auch noch bei der Geburt, da musste ich schon schwer schlucken.

Was mir nicht so zusagt, sind die Ausflüge in den Pfälzer Dialekt. Das wird nicht so authentisch rüber gebracht. Meiner Meinung nach ist das eher ein Mischmasch aus Pfälzisch und Hessisch, was hier niedergeschrieben wurde. Ich störe mich auch sehr daran, dass der Vater immer Buwe sagt, aber nur einen Sohn meint. Da sagt man eigentlich auf pfälzisch Bu, Bub oder der Bube. Buwe ist die Mehrzahl, wenn man mehrere Jungs meint.

Das ist natürlich unschön, da ich weder fälzischen noch hessischen beherrsche, ist mir das nicht aufgefallen,

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Akelei 56 notierte am 04. Mai 2022 um 09:11

Ja, der Harald:"Buwe, er sagt auch "Buwen", und "Mädsche", direkt danach kommt ein Befehl "mach mal..". Beim Lesen frustriert das, man denkt sich, wann hört das auf.

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MsChili kommentierte am 04. Mai 2022 um 20:37

Beim Dialekt kann ich nicht so ganz mitsprechen, aber kann es nicht regional nochmal anders sein? Bei uns in Franken gibt es auf engstem Raum unterschiedliche Ausdrucksweisen.

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Lesemone kommentierte am 05. Mai 2022 um 10:02

Tja, ich weiß nicht, wo sich die Autorinnen ihre Infos geholt haben. Es wird auf jeden Fall in fast jedem Ort etwas anders gesprochen. Also ich bin in der Vorder- und Südpfalz aufgewachsen und wohne jetzt in der Westpfalz und selbst dort ist mir noch nie das Wort Buwen untergekommen. Das Wort Mädsche ist überall präsent. Ich kann mir nicht so ganz vorstellen, warum es ausgerechnet in Bad Dürkheim bzw. im Leininger Land Buwen heißen soll und sonst nirgendwo. Wenn man von einem Jungen in der Einzahl spricht, sagt man eigentlich Bu oder Bub und in der Mehrzahl sind das dann die Buwe. Aber eine Einzelperson Buwe zu nennen und das Wort Buwen, das geht überhaupt nicht an mich. Das liest sich sehr sonderbar.

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MsChili kommentierte am 09. Mai 2022 um 05:18

Wie gesagr es ist nicht mein Dialekt, mich stört es daher nicht wirklich. Wäre vielleicht interessant, da direkt Infos von der Autorin zu bekommen.
Aber ich glaube das kann schon stören, wenn ma selbst aus der Gegend kommt und es nicht passt.

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Lelu kommentierte am 10. Mai 2022 um 20:50

Super spannend! Vielen Dank für den Input. Mir könnte man wahrscheinlich jeden Dialekt verkaufen, solnage ich das Gefühl habe, dass es einigermaßen passt (ich würde nur das Sächsische einigermaßen gut erkennen – obwohl es da regional auch ganz schöne Unterschiede gibt). Ist natürlich ärgerlich. Wenn man sowas schon mit einbaut, dann sollte es stimmen. Zumal ich eh nicht glaube, dass man nur ins Pfälzische verfällt, wenn man sich aufregt.

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Glüxklaus kommentierte am 05. Mai 2022 um 19:46

Ah auch eine Fränkin. Ja, das stelle ich auch immer wieder fest, dass man zum nächsten Ort schon eine Sprachgrenze überschreiten kann. Und wenn einer aus einem 5 km entfernten Dorf kommt, ist er nicht von hier ;-).

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MsChili kommentierte am 09. Mai 2022 um 05:19

Die Nachbardörfer sind ohnehin doof und mit denen versteht man sich nicht so =D da wird dee Kontakt auf ein Minimum beschränkt^^

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Glüxklaus kommentierte am 11. Mai 2022 um 08:45

Stimmt. Fremden Kulturen muss man aber auch mit großer Vorsicht begegnen ;-). Man weiß ja nie....

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AnneMF kommentierte am 08. Mai 2022 um 09:20

Das mit Gretas Vater wird noch spannend, bin gespannt was sich die Autorin ausgedacht hat. Ich hab einen Verdacht, aber damit warte ich noch.

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Langeweile kommentierte am 02. Mai 2022 um 15:28

Den ersten Abschnitt habe ich nun beendet und bis jetzt gefällt mir die Geschichte sehr gut. Greta hat Glück im Unglück gehabt, ihre Mutter ist bei der Geburt gestorben und die Familie Hellert hat sie aufgenommen und ihr dadurch das Waisenhaus erspart. Wer mag nur ihr Vater sein?

Sie hat die Liebe zu Büchern von ihrer Mutter geerbt und ihre Lehrerin fördert das. Greta ist die Klassen Beste, soll aber von der Schule abgehen und eine Lehre als Verkäuferin anfangen. Sie ist todunglücklich darüber und durch Zufall gelingt es ihrer Lehrerin unter Zuhilfenahme  einer kleinen Erpressung,ihren Ziehvater zu überreden,ihr den weiteren Schulbesuch zu ermöglichen.

In der Familie herrscht ein ziemlich liebloses Klima, einzige Ausnahme ist Robert, zu dem sich Greta sehr hingezogen fühlt und Matse ,der jüngste Sproß der Familie. Robert ist in gewisser Weise ein Rebell, er hat feste Pläne für sein zukünftiges Leben, die jedoch nicht mit den Wünschen seines Vaters über einstimmen.

Das Buch vermittelt schon einen kleinen Einblick in das Leben eines Winzers, ich hoffe, dass sich das im weiteren Verlauf noch fortsetzt.

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MsChili kommentierte am 04. Mai 2022 um 20:35

Ich fand die Arbeit auf den Weinbergen total interessant, da lernt man zu schätzen wie viel Arbeit das ist.

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Glüxklaus kommentierte am 05. Mai 2022 um 19:49

Die Vaterfrage finde ich auch spannend. War Fritz Freudberg der Mann im Traktor? 

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Akelei 56 vermutete am 03. Mai 2022 um 09:02

Im Prolog wird zunächst die Herkunft von Greta analysiert. Die Oma von Greta, Magda mit der kleinen Tochter Maria siedelte auf der Suche nach Arbeit bei ihrem Cousin, in die Pfalz um. 1946 kamen sie von Breslau nach Kirchheim an der Weinstraße.
1970, besucht Greta, Marias Tochter, die Realschule in Bad Dürkheim. Die ersten Kapitel sind voller Informationen über die Geschwister Renate, Johann, Robert, Matthias und die Stiefeltern Harald und Elfriede, als auch deren Verhältnis zu Greta. Auch eine Arbeitssituation mit Harald und Johann an den Reben wird beschrieben. Die Lehrerin von Greta, Fräulein Heuser, ertappt Harald zufällig bei einem Fehltritt. Greta soll ein Referat über Abtreibung halten. Harald zerfetzt das Magazin mit den Informationen darüber. Plötzlich kann Greta doch auf das Gymnasium wechseln. Lutz, ein Arztsohn ist ein Schulfreund von Greta. Er ist sehr froh darüber. Obwohl Greta Geburtstag hat, muss sie am Hang in der Mittagshitze schuften. Erst abends gibt es Gugelhupf, ein neues Nachthemd von Elfriede und einen kleinen gebrauchten Lippenstift von Renate. Weil Robert nach seiner Rückkehr eine Lehrstelle ergattert hat, erlaubt ihm Harald, im nächsten Monat ein Rockfestival zu sehen. Benno, Luke und auch Greta sind mit von der Partie.

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Lelu kommentierte am 10. Mai 2022 um 20:54

Und wie war dein Leseerlebnis? Eher positiv oder eher negativ?

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Akelei 56 kommentierte am 12. Mai 2022 um 11:43

Irgendwie beklemmend. Greta kämpft gegen Windmühlen :)

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AnneMF kommentierte am 03. Mai 2022 um 16:33

Bin mit dem ersten Abschnitt durch. Der Prolog war schon spannend und bei Maria musste ich an meine Geschwister denken, es waren uneheliche Kinder nicht erwünscht. Greta, die aus einer einzigen sexuellen Begegnung entstand, deren Mutter die Geburt mit dem Leben bezahlte. Greta wächst bei den Hellerts auf. Dort wo schon Maria, ihre Mutter gearbeitet hat. Die Zieheltern sind sehr unterschiedlich wie auch deren Kinder. Die Mutter eine gehorsame Ehefrau, der Vater streng so wie es früher nicht selten der Fall war. Die Autorin brachte mich zum schmunzeln beim Neckermann Katalog, bei der Avon Beraterin und die Flucht der Jungs vor der Bundeswehr nach West Berlin. 

Greta möchte Lehrerin werden Harald Hellert ist strikt dagegen. Verkäuferin lernen und Geld nach Hause bringen. Wie ich das kenne, wenn ich zurückblicke. Ihre Klassenlehrerin hilft ihr wo sie kann damit sie das Abitur machen darf. Greta fühlt sich zum rebellischen Sohn der Zieheltern hingezogen, ihr Medaillon von ihm trägt sie stets bei sich. Und dann im Zelt kommen sie sich näher.

Ich bin gut in der Geschichte drin, das Buch lässt sich leicht lesen. Ich komme selbst aus einem Moselort und kenne das Winzergeschehen. Hab mich gleich mal in die 70ziger zurückversetzt was auch die erwähnte Musik betrifft. Rod Stewart, die Beatles ach da denke ich gerne zurück. Es ist so schön die Beziehung mit Greta und Matse zu lesen, der Kleine und seine Mimi. 

Ich hab einen Verdacht das bei Freudberg etwas nicht stimmt, was die junge Greta betrifft. Er kauft ja alle Weinberge auf. 

Bin auf den nächsten Abschnitt gespannt, die Geschichte ist spannend.

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MsChili kommentierte am 03. Mai 2022 um 22:08

So ich habe eben den Abschnitt beendet.
Greta ist das Kind eines One Night Stands sozusagen. Ich finde es traurig, das ihre Mutter gestorben ist und sie ihren Vater nicht kennen gelernt hat. Dieser müsste ja wissen, das er ein Kind hat...
Könnte der verschwundene Winzer sein.
Ansonsten gefällt mir die Geschichte sehr, auch wenn ich noch zu jung bin, um die Zeit selbst erlebt haben zu können. Dennoch gefallen mir die Lieder und so weiter sehr.
Greta selbst ist sehr wissbegierig, das gefällt mir sehr. Auch wie sie ihr Weltbild erweitert.
Das mit Robert hab ich mir schon fast gedacht

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Lelu kommentierte am 10. Mai 2022 um 21:01

Der verschwundene Winzer kann es eigentlich nicht sein, der ist 46/47 verschwunden, Maria wurde 1953 schwanger, das passt nicht.
Freudberg liegt wohl näher, als Nachbar, der sich einen Traktor leisten kann, nachdem er sich vor ein paar Jahren die Weinberge wie auch immer erschlichen hat ...

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MsChili kommentierte am 13. Mai 2022 um 17:05

Ja Freudberg kann es natürlich sein.. wird bestimmt noch gelüftet das Geheimnis.

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Noelas_books kommentierte am 04. Mai 2022 um 15:47

Der Einstieg in die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Flüssig und unterhaltsam geschrieben, sodass man dem Geschehen schnell folgen kann. Greta ist eine sympathische Figur, die ich sofort mochte. Sie weiß was sie will und hat in ihrer Lehrerin eine Person, die sie darin unterstützt. Ihr Leben inmitten der Familie Hellert kommt mir recht kühl vor und ich bin froh, dass sie wenigstens Robert hat. Besonders gefällt mir, dass die 1970er Jahre so gut dargestellt werden. Ich habe das Gefühl, dass sehr gut recherchiert wurde, um so das damalige Leben authentisch wiederzugeben.

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MsChili kommentierte am 04. Mai 2022 um 20:32

Naja für die Familie war sie ein Übel, das sie notgedrungen aufgenommen haben. Noch ein Mäulchen mehr zum Durchfüttern. Kann ich demnach schon etwas verstehen, gerade weil bei ihnen ja auch nicht alles so gut lief. Aber es hätte ja nicht ganz so extrem sein müssen. Ein bisschen Liebe kann man auch fremden Kindern schenken.
Ja ich finde es bisher gut geschrieben und kann mich gut in die Zeit hineinfühlen.

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Glüxklaus kommentierte am 05. Mai 2022 um 19:52

Ja, es wirkt alles recht authentisch, finde ich auch. So wie man sich die 70er auf dem Land halt vorstellt.

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buecherwurm1310 kommentierte am 04. Mai 2022 um 16:54

Gretas Mutter Maria und deren Mutter leben nach dem Krieg auf einem Hof in Kirchheim an der Weinstraße. Die Hellerts kümmern sich um Maria, als die Mutter stirbt. Maria ist ein wissbegieriges Mädchen, das Bücher und Gedichte liebt.

Als ihr Fahrrad einen Platten hat, hilft ihr ein Weinbauer und verführt sie anschließen. Er droht ihr, damit sie über den Vorfall nicht redet. Es bleibt natürlich nicht ohne Folgen. Bei der Geburt des Kindes stirbt Maria.

Auch die kleine Greta ist ein intelligentes Mädchen. Sie wird von der Familie Hettler aufgenommen, die drei Jungen hat. Bei ihren Zieheltern hat sie es nicht leicht, man erwartet, dass sie tatkräftig mitarbeitet. Eigentlich soll Greta eine Ausbildung zur Verkäuferin machen, doch mit Unterstützung der Lehrerin darf sie das Abitur machen. Ich hoffe auch, dass sie das dann nutzen kann, befürchte aber, dass die Hettlers das nicht mitmachen. Greta verliebt sich in Robert, den mittleren Sohn der Hettlers, der immer für sie da ist. Der älteste Bruder, der natürlich Erbe sein soll, ist ein unangenehmer Typ.

Auch um Matse kümmert sich Greta liebevoll. Matse hat es nicht leicht, denn eigentlich möchte er ein Mädchen sein.

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MsChili kommentierte am 04. Mai 2022 um 20:33

Wie gefällt es die bisher so? Liest sich ja eher wie eine Zusammenfassung, ein paar eigene Eindrücke wären toll :)

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Akelei 56 kommentierte am 12. Mai 2022 um 12:03

Der Berufsschullehrer ist auch so fies zu Greta. Gerade denkt sie über Robert nach, da verdonnert er sie zu einer umfangreichen Strafarbeit. Wird Greta Robert nach Amerika folgen?

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MsChili kommentierte am 13. Mai 2022 um 17:04

Also ich glaube du bist im falschen Abschnitt und hast jetzt ganz schön gespoilert :/

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Glüxklaus kommentierte am 05. Mai 2022 um 20:23

Der erste Abschnitt hat sich für mich ratzfatz wie von selbst gelesen. Hatte vorher ein Buch, das sich ziemlich gezogen hat. Das hier ist ganz anders, das "flutscht".

Ach je was Maria erlebt hat, ist nicht schön. Erst wird das Zusammensein am See doch recht romantisch beschrieben und dann diese abrupte Veränderung des ominösen Mannes im Traktor...

Greta hat es wirklich nicht leicht. Die Hellerts kümmern sich ja gut um sie, materiell mangelt es ihr an nichts, aber echte Zuneigung fehlt ihr da natürlich. Ohne echte Liebe aufzuwachsen, immer nur das fünfte Rad am Wagen zu sein, das prägt. Sie tut mir leid.

Ich fürchte, die Art, wie Greta aufs Gymnasium kommt, die "Erpressung" von Fräulein Heuser, wird noch Folgen haben. Hoffentlich lässt Harald Greta das nicht noch spüren...

Bei den Hellerts geht es ja recht konservativ zu und Greta lernt auf dem Gymnasium eine Welt außerhalb der Weinberge kennen. Das wird sicher noch spannend. Und dann ist da ja auch noch Robert, der irgendwie auch zwischen den Welten lebt...

Es gibt einigen Konfliktstoff in der Familie. Vor Haralds Launen muss Greta sich in Acht nehmen und Johann hat auch was Unangenehmes. Matse wird so lieb und nett beschrieben, aber da deutet sich eine Entwicklung an, die seinem Vater sicher nicht gefallen wird. Ach je! 

Thema: Lektüre, Teil l; Seite 1 bis 156
Lelu kommentierte am 10. Mai 2022 um 21:11

"Ach je was Maria erlebt hat, ist nicht schön." 
Das liest sich etwas euphemistsich ;-)

Du hast recht, da warten noch einige ungelöste und wahrscheinlich auch unentdeckte Familienkonflikte auf uns. Johann finde ich auch besonders ekelhaft, sich so aufzuplustern, obwohl er sich in seinem Leben eigentlich noch nichts wirklich selbst erarbeitet hat.

Mir ist natürlich klar, dass die Mittel von Frau Heuser begrenzt sind/waren, aber ich war trotzdem ein wenig fassungslos, dass sie auf Erpressung zurückgreift. Ob es da nicht auch andere Mittel gegeben hätte? Förderungen? Stiftungen? Oder bin ich dafür doch zu "modern"? xD

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Glüxklaus kommentierte am 11. Mai 2022 um 08:50

Hast recht. Ist richtig besch......., was Maria erleben muss.

Ich hätte mir auch einen anderen Weg gewünscht als Frau Heusers Erpressung. Aber Harald wirkt so stur und unnachgiebig, vielleicht war das wirklich der einzige Weg, ihn zu "überzeugen"? 
 

 

 

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Chapialis kommentierte am 06. Mai 2022 um 11:30

Ich habe den ersten Teil gestern beendet und bin so froh, an dieser Leserunde teilzunehmen und die Chance zu haben, dieses Buch jetzt zu lesen. Es gefällt mir sehr sehr gut und ich kann die weiteren Teile schon jetzt kaum erwarten.

Der Prolog über einen Teil der Geschichte von Gretas Mutter hat mich sehr berührt...diese Zurückweisung und dass dann daraus ein Kind entsteht...das muss ein wahnsinniges Gefühlschaos für Maria gewesen sein. 

Dann beginnt die Geschichte von Greta und auch diese hat micht direkt sehr berührt. Ich mag Greta sehr und ich mag auch Robert...zumindest bisher. Ich hoffe, es geht gut für die beiden weiter. Wen ich bisher fast am wenigstens mag ist Renate. 

Ich feiere natürlich Fräulein Heuser für ihren Mut, die für Harald sehr unangenehme Situation zu nutzen und für Greta zu kämpfen. Auch hier bin ich sehr gespannt wie es weitergeht.

Außerdem frage ich mich natürlich, warum Robert seine Mutter (?) beim Vornamen nennt. Da kommt ja ganz sicher auch noch ein Geheimnis zu Tage. 

Nun freue ich mich sehr auf Teil 2 und kann es kaum erwarten, Greta auf ihrem weiteren Weg zu begleiten. Außerdem freue ich mich ein Buch zu lesen, dass in meinem Heimat-Bundesland Rheinland-Pfalz spielt und auch ein Stück deutsche Geschichte erzählt.  

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Kristall86 kommentierte am 06. Mai 2022 um 14:25

Soooo, ihr Lieben, ich bin jetzt mit dem Buch durch und werde hier auch noch meine Meinung dazu streuen: der Einstieg war gelungen, aber die Sache mit dem Dialekt ist schon so etwas. Da ich die Gegend gut kenne, weiß ich, so manches Mal spricht man es eben anders und genau aus dem Grund sollte man das einfach lassen einen Dialekt in Geschichten einfließen zu lassen. Der Lokalkolorit kommt von ganz alleine.

Das Feeling der damaligen Zeit ist jedenfalls gut getroffen und wie hier schon viele schrieben, man summt so manches Mal ein Lied mit ;-) Die Figuren haben eine gute Ausarbeitung erhalten. Hier brummt nicht nur das Weinglas beim lesen sondern auch die Musikboxen! ;-)

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Lelu kommentierte am 10. Mai 2022 um 20:21

Uh, was soll ich sagen? Einen riesen Dämpfer hat die Lesefreude schon bekommen, noch bevor ich die erste Zeile überhaupt gelesen habe: "Der zweite Band erscheint bereits im Herbst" – eine Trilogie?! Ich muss gestehen, wenn ich das vorher gewusst hätte, hätte ich mich wahrscheinlich nicht um das Leseexemplar beworben. Und nach dem ersten Leseabschnitt scheint sich erst einmal zu bestätigen, dass ich auf gar keinen Fall zu Band 2 greife. Da muss aktuell wirklich noch viel passieren ... Dabei lässt sich der Roman gut lesen, der Stil ist recht einfach, die Grundstimmung sommerlich-leicht, auch trotz der Widrigkeiten, denen sich Greta stellen muss, und die Handlung insgesamt ist eher seicht. Aber genau da liegt auch so ein bisschen der Knackpunkt. Greta besitzt genauso wenig Tiefe wie alle anderen Figuren. Sie ist völlig unkreativ, ein Typ durch und durch, an dem ich ohne große Schwierigkeiten die typischen "Was macht eine moderne, junge Frau aus"-Züge skizzieren kann. Dazu passt, dass Renate als ihr genaues Gegenteil entworfen wurde, ohne die geringste Facette. Mich nervt, wenn Frauenpower und Emanzipation schon fast plakativ auf eine Art zelebriert werden, dass ich mir als Leser das selbstständige Denken eigentlich sparen kann.
Aber gleichzeitig wird ein Missbrauch völlig verklärt dargestellt. Da ist mir fast schlecht geworden. 

Nichtsdestotrotz bin ich natürlich auch ein wenig gespannt, was noch passieren wird, welche Wahrheiten ans Licht kommen, sodass Greta am Ende Winzerin wird, und inwiefern die Fehde mit dem Nachbarn was damit zu tun hat (es würde mich sehr wundern wenn das nicht in Verbindung miteinander steht, so offensichtlich wie das immer wieder thematisiert wurde). Ich bleibe also dabei. ;-)

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Glüxklaus kommentierte am 11. Mai 2022 um 08:53

Da hast Du recht. Die Figuren in Trilogen sind oft so, wie Du es beschreibst. Das gehört anscheinend einfach dazu. 

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GaudBretonne kommentierte am 13. Mai 2022 um 10:39

Besser hätte man meine Gedanken nicht zusammenfassen können..... 

Ich empfinde darüberhinaus  (bisher) einen zu starken Kontrast zwischen Gut und Böse. Die Figuren passen exakt in diese beiden Kategorien (ein romantisches Märchen?). Das ist mir bisher zu wenig, auch wenn ich den ersten Teil in einem Rutsch gelesen habe und mich durchaus unterhalten gefühlt habe. Es erinnert mich etwas an die "Rosamunde Pilcher"-Verfilmungen. Die schaffen es auch, Atmosphäre zu vermitteln. 

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