Leserunde

Leserunde zu "Gretas Erbe - Die Winzerin" (Nora Engel)

Gretas Erbe -

Gretas Erbe
von Nora Engel

Bewerbungsphase: 07.04 zum 21.04.

Beginn der Leserunde: 28.04. (Ende: 19.05.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des dtv Verlags – 20 Freiexemplare von "Gretas Erbe - Die Winzerin" (Nora Engel) zur Verfügung. Eine Leseprobe zum Buch findet ihr hier

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch.

ÜBER DAS BUCH:

Ein lauer Wind in der Sommerhitze, das unerwartete Lächeln eines Mannes und ein gestohlener Kuss verändern Marias Leben für immer. 17 Jahre später lebt ihre Tochter Greta als Halbwaise bei der Winzerfamilie Hellert. Die meiste Zeit ist es für das zierliche Mädchen in Ordnung, das fünfte Rad am Wagen zu sein, ihre junge Mutter nur von einem Foto und ihren Vater gar nicht zu kennen. Sie arbeitet gern in den Weinbergen und verbringt viel Zeit mit Robert, dem rebellischen Sohn der Hellerts. Je näher sich die beiden kommen und je älter Greta wird, desto klarer spürt sie, dass sie ihren Träumen folgen muss: Sie will lernen, selbstbestimmt leben, Anteil an der neuen Freiheit der Frauen haben. Bis ein überraschendes Erbe alles verändert.

ÜBER DIE AUTORIN:

Nora Engel ist das gemeinsame Pseudonym der beiden Autorinnen Danela Pietrek und Tania Krätschmar. Danela Pietrek studierte Französisch und Philosophie, Germanistik, Theaterwissenschaften und Komparatistik. Sie arbeitete beim Film, war Producerin, schreibt Drehbücher und hat mehrere Romane veröffentlicht. Sie lebt in Hamburg und hat zwei Töchter. Tania Krätschmar ist gelernte Buchhändlerin, hat in Berlin und den USA Germanistik studiert und in Manhattan als Bookscout gearbeitet. Seit 2009 schreibt sie erfolgreich Frauenromane, einer davon wurde bereits verfilmt. Die Autorin hat einen Sohn und lebt in Berlin.

28.05.2022

Thema: Lektüre, Teil ll; Seite 157 bis 286

Thema: Lektüre, Teil ll; Seite 157 bis 286
Pitty318 kommentierte am 01. Mai 2022 um 10:52

Insgesamt ein sehr ereignisreicher Abschnitt. Nicht nur für die Ereignisse in der Familie Hellert. 

Der Ziehvater Harald erfährt von der Verbindung zwischen Greta und Robert, als Konsequenz hat er Robert vom Hof verwiesen. Greta und Robert treffen sich nun heimlich. Eine schwere Zeit für Greta. Zudem kann sie nicht mehr Abitur machen, sondern muss die Winzerschule besuchen. 

Johann und Dagmar heiraten, offenbar da  Dagmar schwanger ist. Renate ist ebenfalls schwanger von ihrem verheirateten Chef und bekommt Unterstützung aus ihrer Familie für eine Abtreibung. 

Für Greta finde ich die Zeit sehr bedrückend in der Familie. Sie muss auf der einen Seite dankbar sein und auf der anderen Seite ist sie eine fast kostenlose Haushalts- und Hofhilfe. Daher kann ich mir gut vorstellen, wie wichtig die Aufmunterung von und das Verhältnis zu Robert für sie ist. 

Am Ende des Leseabschnittes hat Greta viel für Renate getan und hat das Gefühl, sie wird jetzt ganz akzeptiert von ihrer Ziehmutter und ihrer Ziehschwester und gehört zur Familie dazu. Aber irgendwie traue ich dem Frieden nicht ganz.

Ich kann gar nicht aufhören zu lesen, so spannend finde ich das Buch. Es passieren immer wieder unerwartete Ereignisse. Ich bin vermutlich auch in so einem "Lesesog", weil ich endlich erfahren möchte, wie Greta aus dieser bedrückenden Situation bei Hellerts aussteigen kann. 

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Lesemone kommentierte am 02. Mai 2022 um 13:31

Am Ende des Leseabschnittes hat Greta viel für Renate getan und hat das Gefühl, sie wird jetzt ganz akzeptiert von ihrer Ziehmutter und ihrer Ziehschwester und gehört zur Familie dazu. Aber irgendwie traue ich dem Frieden nicht ganz.

Ich traue dem Frieden auch nicht. Greta schuftet die ganze Zeit schon und trotzdem wird sie eher als Dienstmagd und Putzfrau angesehen. Am Ende kam da auch noch Dagmar hinzu, die sie auch nur rumscheuchte.

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Kristall86 kommentierte am 08. Mai 2022 um 15:07

Die gleichen Gedanken hatte ich auch...

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Glüxklaus kommentierte am 08. Mai 2022 um 20:36

Schön wärs, wenn sich wirklich was geändert hätte. Aber ich bin da auch skeptisch...

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GaudBretonne kommentierte am 15. Mai 2022 um 08:41

Ich glaube nicht, dass sich etwas ändern wird. Für den Moment sind alle dankbar, aber sie bleibt für die Familie ein "Kuckuckskind". Ich frage mich, wie man so herzlos sein kann....

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Lelu kommentierte am 16. Mai 2022 um 13:39

Das ist mir auch schleierhaft. Wenn sie verträumt und damit immer ein Klotz am Bein wäre, könnte ich so ein Verhalten zwar immer noch nicht verstehen, aber dann ließe sich erklären, warum die Hellerts mit Greta nichts anfangen könnten, aber Greta packt tatkräftig mit an und bringt sich fast mehr ein, als die leiblichen Kinder.

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Tara kommentierte am 02. Mai 2022 um 21:50

Der Ziehvater Harald erfährt von der Verbindung zwischen Greta und Robert, als Konsequenz hat er Robert vom Hof verwiesen. Greta und Robert treffen sich nun heimlich. Eine schwere Zeit für Greta. Zudem kann sie nicht mehr Abitur machen, sondern muss die Winzerschule besuchen. 

Mir tat Greta so leid, Robert weg und von der Schule abgemeldet, ich mag mir gar nicht vorstellen, wie sie sich gefühlt haben muss.

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Pitty318 kommentierte am 02. Mai 2022 um 22:23

Mir hat Greta auch sehr leid getan in der Situation. Später habe ich mal gedacht, wie schwer es ihr gemacht wird und sie hat trotzdem so einen inneren Kompass. Das hat mir sehr imponiert. Dadurch hat sie eine große innere Stärke, z. B.  obwohl Renate zu ihr ekelig ist, hilft sie ihr und fährt mit ihr weg, wo ihr geholfen werden kann. Sie wirkt auch so, als wäre sie kaum nachtragend. 

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Tara kommentierte am 02. Mai 2022 um 22:38

Nachtragend ist Greta wirklich nicht, sie bleibt freundlich, das ist wirklich beeindruckend.

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GaudBretonne kommentierte am 15. Mai 2022 um 08:43

Das stimmt!

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AnneMF kommentierte am 08. Mai 2022 um 09:24

So ist das mit Haushaltshilfen die praktisch nur Kost und Logis haben. Ein wenig vorhersehbar durch den Titel wird sich Gretas Lebensweg bald ändern. Warten wir mal ab.

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Lelu kommentierte am 14. Mai 2022 um 20:10

"... weil ich endlich erfahren möchte, wie Greta aus dieser bedrückenden Situation bei Hellerts aussteigen kann."

Das treibt mich auch um und hält mich am Lesen: Wird es das Erbe ihres leiblichen Vaters sein und wenn ja, ist es der Freudberg? Oder wird noch irgendetwas passieren und sie statt Johann erbt den Hof der Hellerts (nicht sehr wahrscheinlich, aber manchmal wirkt alles so wie "außer Johann will niemand den Hof und Greta ist quasi perferkt vorbereitet"). Ich befürchte nur langsam, dass wir das erst auf den letzten paar Seiten erfahren werden.

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GaudBretonne kommentierte am 15. Mai 2022 um 08:45

Ich denke, es ist Freudberg....

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Lelu kommentierte am 16. Mai 2022 um 13:40

Mit Sicherheit. Diese Feindschaft wird so offensichtlich immer wieder thematisiert. Es muss doch noch den großen Knall geben. ;-)

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Lesemone kommentierte am 02. Mai 2022 um 13:29

Es hat sich wirklich sehr viel ereignet, in diesem Leseabschnitt. Es war abzusehen, dass Robert irgendwann auffliegt mit seiner Lüge mit der Banklehre. Schade, dass Harald so ein Sturkopf ist und nur seine eigene Meinung gelten lässt. Nun muss Greta darunter leiden und kann ihre Schule nicht beenden. Ich bin gespannt, wie ihr weiterer Weg aussehen wird. Sehr unterhaltsam fand ich das Kapitel, wo die ganze Familie zusammen die Weinlese tätigt. Man spürt sehr gut, wie unterschiedlich die Geschwister der Familie sind und wie sehr Greta gerne dazu gehören möchte, aber doch immer im Abseits steht. Generell wird sie doch eher als Dienstmädchen und Putzfrau gebraucht, als dass sie ein vollwertiges Familienmitglied wäre. Renate hat sich in eine sehr missliche Lage gebracht und wieder steht Greta ihr zur Seite, obwohl von Renate nie viel Freundlichkeit gekommen ist. Das gefällt mir an der Protagonistin sehr. Sie ist nicht nachtragend und auch wenn sie schlecht behandelt wurde, in der Not, hilft sie trotzdem. Die Hochzeit von Johann und Dagmar war eher zum fremdschämen. Dagmar ist schon ein krasser Charakter, bin mal gespannt, wie sie im nächsten Abschnitt drauf sein wird. Mir hat gut gefallen, dass die historischen bzw. geschichtlichen Ereignisse aus dieser Zeit sehr toll eingeflochten wurden.

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Tara kommentierte am 02. Mai 2022 um 21:54

Man spürt sehr gut, wie unterschiedlich die Geschwister der Familie sind und wie sehr Greta gerne dazu gehören möchte, aber doch immer im Abseits steht. Generell wird sie doch eher als Dienstmädchen und Putzfrau gebraucht, als dass sie ein vollwertiges Familienmitglied wäre.

Das wird wirklich sehr gut dargestellt. Ich finde das so unmenschlich und kann gar nicht nachvollziehen, wie Menschen sich so verhalten können.

 Mir hat gut gefallen, dass die historischen bzw. geschichtlichen Ereignisse aus dieser Zeit sehr toll eingeflochten wurden.

Ja, das gefällt mir auch richtig gut,

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Langeweile kommentierte am 03. Mai 2022 um 08:33

Was die eingeflochtenen historischen Ereignisse betrifft, da hätte es für meinen Geschmack ruhig noch etwas mehr geben können.

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Tara kommentierte am 03. Mai 2022 um 15:09

Ja, mehr hätte ich auch durchaus gerne genommen.

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AnneMF kommentierte am 08. Mai 2022 um 09:26

Da stimme ich dir zu, ein bisschen mehr Historie wäre schon gut gewesen. 

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Kristall86 kommentierte am 08. Mai 2022 um 15:08

Das stimmt. Da wäre alles noch ein wenig runder gewesen.

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GaudBretonne kommentierte am 15. Mai 2022 um 08:51

Das ist ja interessant, dass euer Empfinden so von meinem abweicht. Da der Text sonst eher keine Tiefe vorweist, finde ich, dass die historischen Ereignisse und die Spuren der 60er/70er Jahre eher wie "aufgesetzt" wirken. Ich fühle mich an Werbefilme erinnert. Es wirkt m.E.  nicht authentisch. 

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Glüxklaus kommentierte am 08. Mai 2022 um 20:41

Oh ja, die Hochzeit war grausig. Da wäre ich nicht gerne dabei gewesen. 
Und Dagmar ist wirklich keine Sympathieträgerin...

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Tara kommentierte am 02. Mai 2022 um 21:40

Das Buch liest sich wirklich gut. Auch in dem Abschnitt ist eine Menge passiert und die Handlung ist spannend und nicht vorhersehbar.

Gretas Situation ist schwierig. Sie lebt bei den Hellerts, muss ihnen dafür auch noch dankbar sein, wird aber eigentlich nur ausgenutzt und muss sich herumkommandieren lassen. Ich finde das schwer nachvollziehbar. Irgendwie würde ich erwarten, dass ein Kind, das von klein auf in einer fremden Familie groß wird von dieser auch entsprechend angenommen und geliebt wird. Das ist hier leider nicht der Fall und mir tut das unglaublich leid für Greta. Dass Harald Robert wegschlickt, macht es nur noch schwerer für Greta. Sie tut so viel für diese Familie, aber da kommt nichts zurück. Ich hoffe, dass sie bald den Absprung schafft.

 

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Langeweile kommentierte am 03. Mai 2022 um 08:32

Ich kann auch nicht verstehen, dass Greta immer noch nicht wirklich von der Familie angenommen wird. Die Unterschiede, die sie immer wieder zu spüren bekommt,müssen sehr schmerzhaft sein.

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Glüxklaus kommentierte am 08. Mai 2022 um 20:43

Ja, das muss sehr schwierig für Greta sein, ohne Liebe aufzuwachsen. Sie hatte leider kein Wahl.

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GaudBretonne kommentierte am 15. Mai 2022 um 08:52

.... ein modernes Aschenputtel-Märchen.....

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Lelu kommentierte am 16. Mai 2022 um 13:41

Genau das!

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Langeweile kommentierte am 03. Mai 2022 um 08:30

Greta tut mir unendlich leid, wie sie von der Familie Hellert immer herumgeschubst wird, das finde ich sehr gemein. Dass sie nach so viel Jahren in der Familie immer noch deutlich spürt, dass sie nicht wirklich dazugehört, ist beschämend. Kaum hat der Vater erfahren, dass Fräulein Heuser nicht mehr an der Schule ist, meldet er Greta am Gymnasium ab, ein neuer Tiefschlag. Es war ja klar, dass die Sache mit der angeblichen Banklehre auffliegt und nun ist es passiert, daraufhin wirft er Robert aus dem Haus.Nun ist es schwieriger für Greta und ihn, sich zu treffen.

Dagmar und Johann, die Hochzeit war ja wohl ein Fiasko. Jetzt spielt sie sich im Hause der Hellert als neue Chefin auf und Greta hat noch jemand,der sie herumscheucht. Dass Johann und Dagmar bei dem Anschlag in München, als Gaffer am Zaun stehen, passt zu den Beiden. Sie hätten wahrscheinlich auch gefilmt, wenn es damals schon Smartphones gegeben hätte.

Renate ist von ihrem Chef schwanger und Greta und Elfriede helfen ihr bei der Abtreibung. Jetzt ist von den gehässigen Sprüchen, welche die beiden damals von sich gegeben haben, als Greta die Zeitungsseite hatte, nichts mehr zu hören. Ob Renate umgekehrt auch Greta geholfen hätte, ich bezweifle es.

Jetzt bin ich auf das Ende gespannt und vor allen Dingen darauf, was es mit dem Erbe auf sich hat. Ich denke die ganze Zeit, dass es mit ihrem leiblichen Vater zusammen hängt. Mal sehen, ob ich richtig liege.

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Tara kommentierte am 03. Mai 2022 um 15:12

 Ob Renate umgekehrt auch Greta geholfen hätte, ich bezweifle es.

Das bezweifel ich auch stark, so wie wir sie kennengelernt haben, halte ich es fast für ausgeschlossen.

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AnneMF kommentierte am 08. Mai 2022 um 09:28

Natürlich hätte Renate Greta eher nicht geholfen. Man hätte sie vielleicht wie Robert vom Hof verwiesen. 

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Lelu kommentierte am 14. Mai 2022 um 23:00

Ich verstehe einfach nicht, was Harald gegen eine Arbeit als Kfz-Mechaniker hat. Wahrscheinlich könnte Robert dort auch in die Lehre gehen. Aber Tatsache ist, er hat eine ehrliche Arbeit und konnte die ja auch schon auf dem Hof einsetzen. Zumal ist er flexibel, wenn es bei der Weinlese ein Paar zusätzlicher Hände bedarf. Das ergibt keinen Sinn.

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GaudBretonne kommentierte am 15. Mai 2022 um 08:54

Das stimmt! 

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Akelei 56 kommentierte am 04. Mai 2022 um 10:13

Nach dem Festivalbesuch ist ein ganzer Monat Funkstille zwischen Robert und Greta. Greta ist verstimmt deswegen. Die Weinlese wird wegen schlechtem Wetter verschoben. Greta besucht mit Lutz eine literarisch anspruchsvolle Kinovorstellung.
Greta zeigt ihr Talent bei der Ernte. Sie ist schnell und gründlich. Harald lobt sie. Es gibt auch Kabbeleien zwischen Robert und Johann, auch Renate wird gepiesackt. Greta hält sich heraus. "Alla hopp Mädsche". Eine kleine Delle in Harald's Wagen führt zu erneuten Schwierigkeiten. Er entdeckt seinen Sohn in der Autowerkstatt. Robert steht jetzt öffentlich zu Greta. Harald wirft ihn aus dem Haus. Greta bekommt Stubenarrest und weitere Sanktionen. Nach einiger Zeit schaut Lutz vorbei. Elfriede sieht es. Schließlich fasst sich Greta ein Herz. Sie muss sich in der Berufsschule für Winzergesellen anmelden. Auf dem Weg dorthin besucht sie ihren Geliebten. Sie wollen in Kontakt bleiben. Renate hat Liebeskummer wegen ihres Vorgesetzten. Johann will die Metzgerstochter Dagmar heiraten. Elfriede sinniert stumm über ihre Eheanbahnung vor vielen Jahren. Schließlich feiern die Hellerts Weihnachten. Robert schenkt Greta heimlich einen Verlobungsring.

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Noelas_books kommentierte am 04. Mai 2022 um 17:26

In diesem Abschnitt ist viel geschehen. Nach wie vor liest sich die Geschichte sehr gut und flüssig, sodass es schwer ist, das Buch aus der Hand zu legen. Greta tut mir sehr leid. Ihre Stellung in der Familie Hellert ist sehr schwierig. Auch nach all den Jahren, ist sie in dieser immer noch nicht angekommen und wird nur schikaniert und als kostenlose Haushaltshilfe benutzt. Von Liebe kann hier nicht die Rede sein. Besonders traurig finde ich, dass Robert des Hofes verwiesen worden ist und Greta ihn nur noch heimlich sehen kann. 

Zu Dagmar und Johann kann ich nur sagen: da haben sich zwei gefunden. Die beiden - vor allem Dagmar - sind mir einfach nur unsympathisch und dieses Gegaffe bei dem Anschlag in München hat das schlechte Bild komplett gemacht. 

Renate ist von ihrem Chef schwanger und als sie das Kind abtreiben lässt, helfen ihr Greta und Elfriede dabei. Ich weiß nicht, aber ich habe die ganze Zeit nur daran denken müssen, dass sie Greta im gleichen Fall sicher nicht geholfen hätte. 

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Glüxklaus kommentierte am 08. Mai 2022 um 20:45

Johanns Sensationstourismus fand ich auch befremdlich. 

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AnneMF kommentierte am 08. Mai 2022 um 09:15

Da passiert ja allerhand im 2. Abschnitt. Greta und Robert  müssen sich heimlich treffen, weil Robert vom Vater vom Hof geschmissen wurde. Greta wird mit Flittchen tituliert und fängt sich Ohrfeigen ein. So war das damals, wenn den Eltern etwas nicht passte. Und dann kommen sie mit dem vierten Gebot der Bibel. Nicht zu fassen. 

Die alten Songs besonders Siv Malmquist mit dem Liebeskummer Lied, ach wie hab ich dieses Lied gemocht. Renate will Greta ein Geheimnis anvertrauen, sie erzählt aber nicht alles. Ja glaubt sie denn wirklich ihr Chef verlässt seine Frau wegen ihr einer kleinen Winzertochter. Da kann auch die Schwangerschaft nichts dran ändern. Eine Abtreibung in Holland glaubt man sei Renates Rettung. 

Johann heiratet seine Dagmar und dann hat man 2 Frauen im Haus die Schlimmes durchmachten, was ihre Schwangerschaft betrifft. Und Greta ist die Haushaltshilfe für alle. Möchte zu gerne wissen, wie sie das alles meistert. Die Geschichte ist echt spannend.

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Glüxklaus kommentierte am 08. Mai 2022 um 21:26

Der Roman liest sich nach wie vor sehr angenehm und leicht.  

Immer noch eine schwierige Gesamtsituation für Greta. Es ist ja nicht so, dass die Familie Hellert Greta nicht mag. Sie wird schon irgendwie akzeptiert, hat ihren Platz. Aber eben keinen im Zentrum, sie steht abseits. Auf Seite 175 wird das sehr deutlich. Harald reicht beim Absteigen aus dem Anhänger allen seinen Kindern die Hand, nur Greta nicht. Sie muss stattdessen noch den Kanister mitnehmen und mühevoll alleine vom Hänger runterklettern.

Renate ist leider ziemlich naiv. Es war leider klar, dass das so enden muss. Dagmar und Johann haben einander irgendwie verdient. Die führen sich ja beide schon mal ziemlich unmöglich auf. Dass Dagmars Baby tot zur Welt kommt, ist aber schlimm. 

Schade, dass Greta nicht mehr aufs Gymnasium darf. Die Schule lag ihr, die Winzerei scheint für sie mehr Pflicht als Leidenschaft. Wie sieht Gretas Erbe denn genau aus? 

 

 

 

 

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Pitty318 kommentierte am 08. Mai 2022 um 22:23

Wie sieht Gretas Erbe denn genau aus? 
So ähnlich war meine Frage, die mir die ganze Zeit im Kopf herumging. Wann kommt das Erbe und welches ins Spiel?
Dass das Erbe erst gegen Ende des Buches eine Rolle spielt, damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. 

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Lelu kommentierte am 14. Mai 2022 um 23:08

"Dass das Erbe erst gegen Ende des Buches eine Rolle spielt, damit hatte ich wirklich nicht gerechnet."

Ich auch nicht. Ich befürchte, dass es für diesen Teil gar keine große Rolle mehr spielen wird. Es ist am Ende die Bombe, die noch platzt, und dann zum Cliffhanger für den zweiten Teil wird. :-/

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Chapialis kommentierte am 10. Mai 2022 um 08:13

Nun muss ich mich erstmal ein wenig sortieren, denn ich habe Teil 2 und 3 in einem Rutsch durchgelesen...nach wie vor mag ich das Buch und Gretas Geschichte einfach sehr. 

Lutz ist wirklich ein netter Kerl und es freut mich für Greta, dass sie ihn an ihrer Seite hat. Dass Robert nun doch ein klein wenig eifersüchtig auf Lutz ist, kann ja auch nicht schaden. Dennoch kommt es zum ersten Mal zwischen den beiden in der alten Scheune und ich wünschte, die beiden könnten ihr Glück wirklich genießen. 

Wenn Greta mal wieder so hart arbeiten muss und Renate sichvor der Arbeit drückt, leide ich immer sehr mit Greta...zumal sie ja auch keinerlei Anerkennung oder Dankbarkeit von den Hellerts erhält. Natürlich, die Hellerst haben sich ihr als Baby angenommen, aber das war ja ihre Entscheidung. Außer Renate gibt es nun noch eine weitere Person, die ich sehr unsymphatisch finde: Dagmar. 

Überhaupt finde ich es schwer zu ertragen, dass Harald überhaupt nie eine andere Meinung o.ä. zulässt und auch seinen leiblichen Kindern ständig über den Mund fährt. 

Bewundenswert, dass Greta Renate in ihrer schwierigen Situation so zusteht und ihr eine gute Stützt ist. Andersrum wäre das wohl nicht der Fall. 

Nun, wo Roberts Geheimnis aufgeflogen ist und Greta nicht mehr zum Gymnasium gehen darf, sitzt sie wirklich wie gefangen bei den Hellerts und ich bewundere sie, dass sie dennoch so tapfer bleibt und einiges aussteht. Zumal die Situation mit Dagmar im Haus nicht gerade besser wird. 

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MsChili kommentierte am 13. Mai 2022 um 17:10

Ich fand es gut, dass man mehr über Elfriede und die Beweggründe Greta aufzunehmen, erfahren hat.

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Pitty318 kommentierte am 21. Mai 2022 um 12:07

Damit, dass man mehr über Elfriede und ihre Beweggründe mehr erfahren hat, ging es mir ähnlich. Das hat sie so persönlich und verstehbar gemacht. Allerdings ist mir das, aus Gründen, die ich hier an dieser Stelle nicht nennen kann, erst am Ende des Buches so richtig bewusst geworden.

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MsChili kommentierte am 13. Mai 2022 um 17:09

Diesen Abschnitt habe ich heute fast an einem Stück gelesen.
Ich mag die Atmosphäre, wobei es am Ende jetzt schon heftig ist.
Renate und die Abtreibung und Dagmar mit der Totgeburt. Sehr schwierig, da werden wohl noch verschiedenste Gefühle aufeinander treffen und ich bin gespannt, ob sich das Verhältnis und der Umgang mit Greta nun bessert.
Ansonsten fand ich es erschreckend, das Harald seinen Sohn rausschmeisst und Greta von der Schule muss. Gibt auf jeden Fall noch genug Potenzial.
Lesen lässt es sich auf jeden Fall sehr angenehm und ich mag es. Auch wenn es kein Highlight ist. Teilweise ist es zu vorhersehbar.

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Lelu kommentierte am 14. Mai 2022 um 19:51

Der Roman liest sich immer noch locker-leicht, es geht viel um Wein, es geht viel um die Hellerts und darum, wie wenig sich Greta eigentlich dazugehörig fühlt. Es macht natürlich auch mich fassungslos, wenn ich all die Ungerechtigkeiten lese, die Greta widerfahren – am schlimmsten zu lesen war, wie sehr die als Dienstmagd benutzt wird und man ihr zu verstehen gibt, dass sie kein Teil der Familie ist, und ihr dann aber einen Vorwurf macht, dass sie die Familie zerstört, weil sie eine Beziehung mit Robert hat. Und ich finde es schmerzhaft, dass Greta glaubt, durch ihren Beistand endlich in den Kreis aufgenommen worden zu sein, denn ich fürchte, das wird nicht lange anhalten. Hat es ja auch schon nicht, als sie Renate das erste Mal getröstet hat. 

Der Roman versteht es also schon, kurzweilig zu unterhalten. Trotzdem bin ich von der Art und Weise immer noch nicht sooo begeistert, wie all das geschrieben wird. Es ist mir zu plakativ, zu ausformuliert, ein bisschen zu sehr mit dem Holzhammer. Ich finde auch die eingestreuten Zeitereignisse weiterhin etwas ungeschickt in die Handlung eingewebt, weil sie (mal von dem Stern-Artikel abgesehen, der ja jetzt noch recht wichtig geworden ist) nicht sooo viel für die Handlung tun, außer dem Leser einmal mehr ganz offensichtlich zu zeigen, dass die Autorinnen Ereignisse ihrer Kindeheit/Jungend brav recherchiert haben.

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GaudBretonne kommentierte am 15. Mai 2022 um 09:01

Wie bereits nach dem ersten Teil bemerkt, fehlt mir in dem Text dieTiefe. Es wirkt wie ein modernes Aschenputtel-Märchen im Rosamunde-Pilchergewand. Alles ist "schwarz-weiß" (mit Ausnahme von Robert vielleicht). Das bedeutet allerdings nicht, dass es mich gelangweilt hat. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, denn ich hatte das Bedürfnis zu wissen, ob sich "Greta" befreien kann. 

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