Leserunde

Leserunde zu "Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid" (Alena Schröder)

Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid
von Alena Schröder

Bewerbungsphase: 07.01. - 21.01.

Beginn der Leserunde: 04.02. (Ende: 25.02.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des dtv Verlags – 20 Freiexemplare von „Juge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid“ (Alena Schröder) zur Verfügung. Eine Leseprobe zum Buch findet ihr hier.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch. Darüber hinaus erhaltet ihr zum Abschluss der Leserunde einen Link zu einem Online-Formular, das in Kurzform weiteres Feedback zum Roman abfragt. Für die Teilnahme daran, mit der ihr euch durch eure Bewerbung einverstanden erklärt, erhaltet ihr 1.000 Community-Punkte gutgeschrieben.

ÜBER DAS BUCH:

Vom Erbe unserer Mütter und dem Wagnis eines freien Lebens

In Berlin tobt das Leben, nur die 27-jährige Hannah spürt, dass ihres noch nicht angefangen hat. Ihre Großmutter Evelyn hingegen kann nach beinahe hundert Jahren das Ende kaum erwarten. Ein Brief aus Israel verändert alles. Darin wird Evelyn als Erbin eines geraubten und verschollenen Kunstvermögens ausgewiesen. Die alte Frau aber hüllt sich in Schweigen. Warum weiß Hannah nichts von der jüdischen Familie? Und weshalb weigert sich ihre einzige lebende Verwandte, über die Vergangenheit und besonders über ihre Mutter Senta zu sprechen?

Die Spur der Bilder führt zurück in die 20er Jahre, zu einem eigensinnigen Mädchen. Gefangen in einer Ehe mit einem hochdekorierten Fliegerhelden, lässt Senta alles zurück, um frei zu sein. Doch es brechen dunkle Zeiten an.

ÜBER DIE AUTORIN:

Alena Schröder, geboren 1979, arbeitet als freie Journalistin und Autorin in Berlin. Sie hat Geschichte, Politikwissenschaft und Lateinamerikanistik in Berlin und San Diego studiert und die Henri-Nannen-Schule besucht. Nach einigen Jahren als Redakteurin in der ›Brigitte‹-Redaktion arbeitet sie heute frei u.a. für die ›Brigitte‹, das ›SZ-Magazin‹ und ›DIE ZEIT‹. Sie ist Autorin mehrerer Sachbücher sowie fiktionaler Bücher.

27.02.2021

Thema: Lektüre Teil II; Seite 130 bis 255

Thema: Lektüre Teil II; Seite 130 bis 255
Myrna kommentierte am 07. Februar 2021 um 02:56

Ich sehe, ich bin sehr schnell... Ich habe den zweiten Teil durch und bin wirklich fasziniert. Vor allem, weil es so gut geschrieben ist, als wäre man mittendrin.

Man erfährt hier erstmals mehr über Silvia. Interessant, wie Evelyn mit Silvia umgegangen ist - im Vergleich zu ihrer eigenen Geschichte mit ihrer Mutter Senta.

Das Zeitgeschehen der Nazizeit ist sehr gut eingefangen. Mir wurde richtig mulmig dabei, weil ich mich natürlich in die Personen hineinversetzt habe. Ich möchte in solch einer bedrückenden Zeit nicht leben - es ist erschreckend, was da abgelaufen ist! Über Trude war ich da eigentlich gar nicht erstaunt - wegen ihrer Abstammung. Es passt zu ihr, dass sie in die Partei eingetreten ist.

Was wohl jetzt aus Arthur und Georg wird? Zu dieser Zeit wurden die Homosexuellen auch verfolgt...

Und was in Hannah so alles vor sich geht... Ich bin gespannt!

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Gelinde kommentierte am 07. Februar 2021 um 17:42

ja ich bin auch fasziniert, konnte auch nciht mehr weg vom Buch

Arthur und Georg haben ihre Beziehung ja sehr geheim gehalten, wenn da niemand was ausplaudert - sie müssen hatl noch mehr aufpassen

 

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labbelman kommentierte am 09. Februar 2021 um 10:48

Ich fand es sehr schön, dass es diese Szene gab, denn es wird oft vergessen, dass auch andere verfolgt wurden, so auch Homosexuelle, Sinti und Roma und Co. Ich hoffe, dass denen nichts passiert ist. Wenn Trude davon wüsste, ich weiß nicht ob die das nicht petzen würde...

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Rebecca1980 kommentierte am 10. Februar 2021 um 06:32

Ja, ich glaube, dass sie das tatsächlich nicht dulden würde. Aber ich glaube, dass die beiden das sehr gut geheim gehalten haben.

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gaby2707 kommentierte am 10. Februar 2021 um 11:52

Trude traue ich zu, dass sie die Beiden verrät. Nur um selbst noch größer da zu stehen.

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Minijane kommentierte am 12. Februar 2021 um 19:12

Ja, das traue ich Trude auf jeden Fall auch zu.

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leseliebelei kommentierte am 13. Februar 2021 um 13:41

ja, das traue ich Trude auch zu. :/

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Lena Wilczynski kommentierte am 14. Februar 2021 um 16:29

Ich kann nicht sagen, dass ich Trude mag, aber ich glaube, dass sie ziemlich viel tun würde, um selbst besser dar zu stehen. Sie nimmt ja später auch ohne zu zögern das Geld an, aber wer weiß wozu sie es nutzt.

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Gartenliebhaber kommentierte am 25. Februar 2021 um 18:42

Ja, das traue ich Trude auch zu. sie wirkt auf micvh so selbstgerecht.

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Lena Wilczynski kommentierte am 14. Februar 2021 um 16:26

Da habt ihr recht.. Schlimm, dass man die Liebe zueinander geheim halten muss.. Vor allem kann ich die Gründe einfach h nicht nachvollziehen.. Aber in der Zeit hat man so oder so sehr gefährlich gelebt. Wusstet ihr das Homosexualität in England sexueller Handlungen noch 1957 strafbar waren.. In Schottland sogar noch um 1978.. Habe mich da mal ein bisschen näher mit auseinander gesetzt, nachdem ich den Film The Imitation Game gesehen hatte..

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leseliebelei kommentierte am 15. Februar 2021 um 09:13

Oh, der Film ist so, so großartig!

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lese-esel kommentierte am 24. Februar 2021 um 22:53

Film: The Imitation Game

"Oh, der Film ist so, so großartig!"

Der Film sagt mir gar nichts, ich werde mal googeln. Aber er ist sicherlich eine Bereicherung. Danke für den Hinweis.

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Hermione kommentierte am 08. Februar 2021 um 09:14

Mich hat das Buch auch extrem gepackt und so habe ich gestern Abend auch noch den zweiten Leseabschnitt "durchgesuchtet". Es ist auch so schön spannend und warmherzig geschrieben, dass ich auch das Gefühl habe, mittendrin zu sein statt nur dabei ;-)

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gaby2707 kommentierte am 10. Februar 2021 um 11:50

Wegen Arthur und Georg mache ich mir auch Sorgen. Vielleicht erfahren wir ja noch, was aus denen geworden ist.

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gst kommentierte am 07. Februar 2021 um 11:24

Mir gefällt, wie die einzelnen Personen ausgearbeitet sind. Durch die Srünge durch die Zeit werden die Motivationen der Einzelnen deutlich.

Tatsächlich darf Evelyn nach Berlin zu Senta fahren. Doch die kommt zu spät! Da will sie eine gute Mutter sein und doch keine Zeit für ihre Tochter. Sie hört ihr auch nicht richtig zu und kauft fleißig ein - lauter Dinge, auf die Evelyn keinen Wert legt. Zum Glück weiß Julius, wie er Evelyns Herz gewinnen kann. Rührend fand ich die Stelle, als Senta das von Evelyn gemalte Bild fand auf dem das verewigt wurde, was Evelyn wichtig war.

Evelyns Verhältnis zu ihrer Tochter ist ja auch nicht gerade liebevoll. Sie kann eigentlich gar nichts mit ihr anfangen. Da wiederholt sich ein Schicksal - finde ich.

Nun stellt sich die Frage, was aus dem Bild geworden ist, das Senta Evelyn in den KOffer genäht hat.

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Gelinde kommentierte am 07. Februar 2021 um 17:45

Ja die Gechcihte wiederholt sich. Evelyn kann anscheinensd auch nciht die Mutter für Siviua sein, die diese braucht.

Wer wird schon al Mutter geboren?

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labbelman kommentierte am 09. Februar 2021 um 10:50

Ich finde es auch bedrückend, dass die Frauen der Familie scheinbar immer alleine waren und sich nicht so gut um ihre Mädchen kümmern konnten. Ich glaube mit Geschwistern steckt man so etwas noch eher weg, aber es waren ja alle Einzelkinder. Schon hart.

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cebra kommentierte am 15. Februar 2021 um 17:41

Stimmt, du hast völlig recht. Geschwister hätten hilfreich sein können, gab es aber nicht. Der Gedanke ist mir so gar nicht gekommen.

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Hermione kommentierte am 08. Februar 2021 um 09:54

Das finde ich auch spannend, dass die Mütter und Töchter jeweils so unterschiedlich sind und nicht auf die jeweiligen Bedürfnisse eingehen können. Grundsätzlich scheint Evelyn ja besser mit ihrer Enkelin Hannah klar zu kommen als mit ihrer Tochter Silvia und diese wiederum mit Hannah... 

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Gartenliebhaber kommentierte am 25. Februar 2021 um 18:47

Vielleicht liegt es daran, dass man als Oma quasi eine zweite Chance bekommt und das bessser machen kann, wo man als Mutter "versagt" hat.

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Estrelas kommentierte am 11. Februar 2021 um 18:27

Oh ja, der Koffer! Wenn Evelyn nicht reden will, wie soll der denn wieder auffindbar sein. Da muss der junge Historiker wohl doch mal seinen Charme bei ihr entfalten.

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Newspaper kommentierte am 07. Februar 2021 um 13:12

Im Ganzen betrachtet finde ich die Tagebucheinträge von Julius sehr emotional und aufschlussreich. 

Dass Evelyn nicht über ihre Vergangenheit spricht, finde ich zwar schade aber nachvollziehbar. Viele der Charaktere machen zum Teil eine positive oder halt auch eine weniger gute Verwandlung durch. Hannah wirkt stärker und selbstsicherer. Jörgs Persönlichkeit zeigt sich auch von einer anderen Seite. Andreas ist und bleibt einfach kacke; selbstsüchtig, egoistisch und total Ich-bezogen.

Auf den weiteren Verlauf bin ich gespannt und hoffe, dass sich Evelyn nun komplett öffnet und Hannah somit mehr über ihre Vorfahren und die Familiengeschichte erfährt.

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Gelinde kommentierte am 07. Februar 2021 um 17:48

Dass Evelyn so gar nciht über die Vergangnheit reden will ist auf der einen Seite nachvollziehbar /( Meine Eltern haben da auch nciht gerne oder freiwilllig darüber geredet.

ABer dass sie so ganz kategorisch ablehnt und schweig, mach er doch irgendwie "fragwürdig"

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Newspaper kommentierte am 07. Februar 2021 um 20:16

Ja das stimmt. Traurig finde ich es auch, dass Hannah so wenig über ihre Vorfahren zu wissen scheint. 

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Gelinde kommentierte am 08. Februar 2021 um 10:56

ja und am Anfang will sie ja auch gar nciht mehr wissen, aber dann packt die Neugier sie eben doch - ist so menschlich

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Minijane kommentierte am 12. Februar 2021 um 19:18

War halt ein Riesen-Tabu und besonders dann wenn die Vorfahren sich mit Schuld beladen haben. Man schweigt das Thema tot und muss sich keinen lästigen Fragen stellen. 

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stefanb kommentierte am 15. Februar 2021 um 11:25

Auch ich finde das traurig, aber Hannah hat den Willen mehr zu efahren. Das finde ich schön, dass man sich auf die "Suche" begibt, auch wenn Antworten auftauchen können, die man vielleicht nicht so erwartet hat oder hören will.
 

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buecherwurm_01 kommentierte am 10. Februar 2021 um 20:14

Stimmt, das wirklich verständlich. Aber ich denke, bei Evelyin steckt noch etwas anderes dahinter, als nur generell nicht darüber sprechen zu wollen.

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gaby2707 kommentierte am 10. Februar 2021 um 11:56

Ich kann Evelyn einerseits schon verstehen, dass sie über diese Zeit, die ja nicht viel Schönes hervor gebracht hat, sprechen will. Das kenne ich von meinen Eltern und Großeltern auch sehr gut. Über den Vor- und Kriegsjahren hing bei uns ein Schleier des Schweigens. Erinnern ist halt immer schwer. Aber da es ja um Kunstrestitution könnte sie schon ein bisserl auskunftsfreudiger sein.

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leseliebelei kommentierte am 13. Februar 2021 um 13:44

Die Tagebucheinträge von Julius gehören für mich zu den Höhepunkten des Romans. Sehr gut geschrieben, sehr bewegend.

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Newspaper kommentierte am 16. Februar 2021 um 20:39

Die fand ich auch besonders schön - voller Tiefe, Liebe und Gefühl.

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lese-esel kommentierte am 24. Februar 2021 um 23:02

"Die Tagebucheinträge von Julius gehören für mich zu den Höhepunkten des Romans. Sehr gut geschrieben, sehr bewegend."

Da stimme ich Dir voll zu, diese Einträge sind sehr rührend und geben den Roman einen besonderen Kick - ich weiß nicht, wie ich es genau schreiben soll.

Da habe ich mir schon gewünscht, dass Lotte mehr gespickt hätte... 

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Lena Wilczynski kommentierte am 14. Februar 2021 um 16:35

Ich denke bei Evelyn spielt auch die Kindheit, die ja auch in jungen Jahren nicht behütet und geborgen war, wie man es einem Kind wünscht. Die eigene Mutter gibt ihr Kind ab und der Versuch danach ein Verhältnis aufzubauen, missglückt auch eher. Auf die Distanz und bei dem Einfluss von Trude, die sicher dagegen gearbeitet hat, wundert es mich auch nicht. Trude hat zwar für sie gesorgt, aber liebevoll erscheint sie mir halt auch nicht. Nur war sie die einzige Bezugsperson, die Evelyn hatte. Und die Zeit, in der sie aufwächst, macht auch vor einem Kinderherz nicht Halt. Sehr sehr viele Menschen haben sehr viel Leid erfahren, Menschen verloren. Ich bin froh, sowas nie erlebt zu haben.

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lese-esel kommentierte am 24. Februar 2021 um 23:13

Trude war eine Art Ersatzmutter und dann auch noch allein erziehend. Ulrich ist bei einem Unfall ums Leben gekommen. Trude hatte es auch nicht einfach, sie musste sich doch um diesen Onkel kümmern, und dann noch um Evelyn. Trude hätte sicherlich auch gerne eine eigene Familie gehabt. Und die Liebelei mit dem einem Arzt war auch nicht das Wahre....

Ich habe eigentlich aus dem Buch herausgelesen, dass Senta zwar *frei* sein wollte und von Ulrich weg wollte, dass aber Ulrich dahinter steckt, dass sie Evelyn zurücklassen musste, weil Trude sich bessser um das gemeinsame kümmern konnte.

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Rosmarin kommentierte am 18. Februar 2021 um 08:59

Ich würde mir auch wünschen, das Evelyn sich Hannah offenbart - in dem Alter sollte sie schon eine gewisse Milde zeigen und Verständnis dafür, dass Hannah sich für ihre Vergangenheit interessiert. Sie ist ja die Einzige, die ihr noch etwas erzählen kann...

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Gelinde kommentierte am 07. Februar 2021 um 17:40

WOW wiss. für ein Abschnitt, ich bin echt mal wieder an den Seiten geklebt.

 

Wir erfahren sehr viel über Senta. Ihr Glück mit Julius, aber ihr unglückliches Händchen für ihre Tochter. An der sie aber trotzdem festhält und die sie ja dann erst ganz zum Schluss als es gar nicht mehr anders geht verlässt. Mit dem eingenähten Bild.

Was wohl Trude damit macht?? Jetzt, da sie sich endlich wichtig fühlt /(bei den NS Frauen)

 

Und Lotte ist Senta bis jetzt eine treue Freundin (schön das zu sehen).

 

Auch über Silvia erfahren wir einiges. Sie hatte es auch nicht leicht. Woher hätte Evelyn es auch lernen sollen, eine warmherzige Mutter zu sein. Und was hatte es mit dem Internatsbesuch auf sich??

 

In der Gegenwart kommt Hanna auch weiter.

Aber ich hoffe dass sie den Prof bald in die Wüste schickt.

Sie stellt an Evelyn endlich Fragen, doch diese blockt immer noch ab, ich bin sehr gespannt ob und wie sie Evelyn doch noch knackt.

Welches Geheimnis hat Evelyn wohl? Hat sie als Kind „Schuld“ auf sich genommen??

Mit Jörg scheint sie auch besser zurecht zu  kommen (wenn auch h unter Wodka) aber wer weiß vielleicht geht da ja doch noch mehr??

Marietta ist wirklich der Knaller ♥

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Newspaper kommentierte am 07. Februar 2021 um 20:23

Marietta ist wirklich der Knaller ♥

- Oh, da muss ich sagen: ich hab ihren Humor nicht verstanden. Ihr Charakter hat mir einfach nicht gefallen und nicht zugesagt. Dafür aber dir! : )

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labbelman kommentierte am 09. Februar 2021 um 10:52

Hm schade, dass du sie nicht magst.

Marietta muss ja aufgrund ihrer Körpergröße nach anderen Mitteln suchen, um wahrgenommen und auch ernst genommen zu werden. Von daher finde ich gut wie sie agiert. Sie erledigt eben alles durch Köpfchen anstatt durch äußerem Erscheinungsbild.

Bei der Theorie mit der großen Handtasche, da hätte ich mich wegschmeißen können vor Lachen.

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lese-esel kommentierte am 24. Februar 2021 um 23:17

Ja, das mit der "Platz-Tasche" ist super. Das ist eine sehr gute Idee, sich so Raum zu schaffen.

(Ich habe einen Rucksack.....)

Mir gefällt Marietta auch! Sie ist forsch und nimmt die Zügel in die Hand. Super!

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Hermione kommentierte am 08. Februar 2021 um 10:25

Marietta hat wirklich einen guten Riecher. Ich denke schon, dass diese Keksfabrikanten ("Süßkopp") Dreck am Stecken haben. Das wird sich hoffentlich noch aufklären, was sie mit den Bildern zu tun haben. 

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Gelinde kommentierte am 08. Februar 2021 um 10:58

ja ich mag Marietta, und egal ob dieser Fabrikant nun ein Bild von Goldmann hat oder nciht, er hat sie du schreibst Dreck am Stecken.

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Minijane kommentierte am 12. Februar 2021 um 19:26

Das glaube ich auch! Und Paula Kopp ist nicht so naiv wie gedacht, sondern ein richtiges Luder. Mit Moral brauchen ihr Marietta und Hannah nicht zu kommen.

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leseliebelei kommentierte am 13. Februar 2021 um 13:47

Ach, so weit würde ich gar nicht gehen. Sie ist nicht nur irgendwie niedlich, sondern hat es eben faustdick hinter den Ohren. Wie es mit ihren Vorfahren nun auch immer war, sie scheint sich nicht sonderlich dafür zu interessieren, es aufzuklären und herauszufinden, aber als "Luder" würde ich sie deshalb nicht gleich bezeichnen. Für mich gehört die ganze Szene bei ihr aber zu den schwächsten im Buch, das fand ich alles nicht sehr realistisch.

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gaby2707 kommentierte am 10. Februar 2021 um 11:59

Aber ich hoffe dass sie den Prof bald in die Wüste schickt.

Das hoffe ich auch. Nach seinem letzten Auftritt hat er bei mir alle Sympathien, es waren eh nicht viele, verspielt.

Marietta ist wirklich der Knaller ♥

Ja, die Frau finde ich richtig toll.

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Estrelas kommentierte am 11. Februar 2021 um 18:28

Ich habe direkt überlegt, ob ich auch so eine raumgreifende Tasche besitze. ;)

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Rosmarin kommentierte am 18. Februar 2021 um 09:02

Die Taschenfrage hat mich auch beschäftigt ;o))

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Hermione kommentierte am 08. Februar 2021 um 10:35

Puh, auch in diesem Abschnitt ist ja wieder einiges passiert! Ich konnte das Buch auch nicht mehr aus der Hand legen, weil es so fesselnd geschrieben ist.

 

Wie schade, dass die Beziehungen zwischen den Müttern und Töchtern in dieser Familie so gar nicht zu funktionieren scheinen.

Evelyn hat ja immer noch schwer daran zu tragen, dass sie sich von ihrer Mutter Senta nie geliebt und gesehen fühlte…

 

Dass Trude so eine glühende Nazi-Anhängerin ist und schon vor 1933 in die Partei eingetreten ist, macht mir wirklich Angst.

Was ist da wohl noch geschehen und welche Schuld hat sie auf sich geladen?

 

Hat Evelyn eigentlich schon dem im Koffer eingenähten Bild erfahren? Bzw. wie hat sie wohl davon erfahren?

Ich bin sehr gespannt, ob und wo es möglicherweise auftaucht…

 

Dass Hannah und Jörg sich zusammen so betrinken, fand ich witzig. Er war mir doch sehr suspekt mit seinem Verein etc., aber er kann ja durchaus witzig sein und auch über sich selbst lachen. Das gefällt mir.

 

Marietta finde ich hingegen uneingeschränkt cool. Ich glaube, sie hat den richtigen Riecher mit den Keksfabrikanten, auch wenn „Süßkopp“ ebenfalls sehr geschickt und mit allen Wassern gewaschen erscheint.

 

Wirklich leidgetan hat mir Itzig Goldmann. Es muss furchtbar gewesen sein, wie sich alle vermeintlichen Freunde und Geschäftspartner von ihm abgewandt haben. Sehr schade, dass er mit seiner Frau nicht rechtzeitig aus Deutschland fliehen wollte…

Aber ich kann schon verstehen, dass sie immer dachten, das geht wieder vorbei, das ist nur so eine kurze Phase…

 

Ich bin nach wie vor begeistert von dem Erzählstil und den sehr komplexen Personen. Es gibt nicht Schwarz oder Weiß, es ist alles viel komplizierter.

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Gelinde kommentierte am 08. Februar 2021 um 11:04

Evelyn hat ja immer noch schwer daran zu tragen, dass sie sich von ihrer Mutter Senta nie geliebt und gesehen fühlte…

aber ich glaubwe da ist noch mehr geheimnisvolles

Hat Evelyn eigentlich schon dem im Koffer eingenähten Bild erfahren? Bzw. wie hat sie wohl davon erfahren?

Ich bin sehr gespannt, ob und wo es möglicherweise auftaucht…

da bin ich auch sehr gespannt

Ich bin nach wie vor begeistert von dem Erzählstil und den sehr komplexen Personen. Es gibt nicht Schwarz oder Weiß, es ist alles viel komplizierter.

Hier bin ich absolut deiner Meinung, bin auch begeistert

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Hermione kommentierte am 08. Februar 2021 um 11:34

Da hast Du bestimmt Recht, es gibt sicherlich noch mehr, was wir aus der Vergangenheit bisher nicht wissen..

Wir fiebern gemeinsam... ;-)

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Gelinde kommentierte am 08. Februar 2021 um 15:24

Es wird total spannend und emotional, ich bin mitten im 3. Abschnitt

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gaby2707 kommentierte am 10. Februar 2021 um 12:03

Im Gegensatz zum Professor schneidet Jörg bei den Sympathiepunkten jetzt wesentlich besser ab.

Ich denke in der damaligen Zeit, wollten viele angesehene Juden einfach nicht glauben, was fast schon nicht zu übersehen war.

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stefanb kommentierte am 15. Februar 2021 um 11:29

> Wie schade, dass die Beziehungen zwischen den Müttern und Töchtern in dieser Familie so gar nicht zu funktionieren scheinen.

Ja, das ist wirklich schade. Es zieht sich durch die Familiengeschichte. Dafür gefallen mir aber die Charaktere ziemlich gut. Sie sind sehr differenziert dargestellt.

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labbelman kommentierte am 09. Februar 2021 um 10:46

Der Abschnitt war ganz schön seitenstark und ist so voller Informationen, dass ich zum Lesen doch etwas länger gebraucht habe als üblich.

Mir gefallen die Perspektivwechsel. Zu Beginn dachte ich noch, dass nur Hannah und ihre Oma im Fokus stehen, aber auch die ganzen Nebenfiguren und deren Belange haben eine tragende Rolle, was mich doch sehr fasziniert.

Mich bedrückt übrigens am meisten, dass es sich offenbar durch die Generationen zieht, dass die leiblichen Mütter nicht so recht für ihre Kinder da sein können. Senta konnte nicht für Evelyn da sein, weil Tante Trude die arme Evelyn so unter ihren Fittichen hatte. Evelyn hat ihr Kind, Hannahs Mutter ins Internat geschickt und Geldzuwendungen als Fürsorge betrachtet und Hannahs Mutter ging mit dem Kopf eher in den Wolken als sich richtig um ihr Kind zu kümmern. Das ist schon sehr schade, dass alle kein Familienleben kennengelernt haben. Es braucht gewiss keine Vater, Mutter, Kind Konstellation, damit eine Kindheit glücklich wird, aber die Familie sollte doch zusammenhalten und sich unterstützen.

Jörg ist ja mal so eine richtige Nervensäge, aber vielleicht wird er von den meisten auch nur falsch verstanden. Als er und Hannah sich betrinken, da dachte ich die landen noch in der Kiste.

Martins Gedichte an Lotte fand ich so toll. Den hätte ich auch vom Fleck weg geheiratet, das ist genau mein Humor.

Ich wusste übrigens gar nicht, dass es mal Selbstmordfriedhöfe gab.

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Hermione kommentierte am 09. Februar 2021 um 17:09

Mir gefällt das mit den unterschiedlichen Perspektiven aus. Dadurch, dass man auch aus Andreas Sonthausens' oder Trudes Perpektive etwas liest, ergibt sich erst ein stimmiges Gesamtbild. Wie bei einem Puzzle. Finde ich hier auch besonders gut gemacht. 

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gaby2707 kommentierte am 10. Februar 2021 um 12:07

In dem Ort, wo ich aufgewachsen bin, gibt es heute noch Gräber von Selbstmördern in einer abgelegenen Ecke des Friedhofes. Meine Mutter hat mir erzählt, dass dort auch nur der Sarg in die Erde gelassen wurde, ohne Pfarrer und Reden usw. Einfach verscharrt.

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Rosmarin kommentierte am 18. Februar 2021 um 09:07

Bei uns gibt es immer noch eine "Selbstmordecke" auf dem Friedhof, das ist wirklich sehr bedrückend. Und mir ist erzählt worden, dass man dort auch "unbekannte Tote" vergraben hat, die im Frühjahr von der reißenden Isar angeschwemmt wurden... da habe ich mich als Kind schon gegruselt. Wie traurig...

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lese-esel kommentierte am 24. Februar 2021 um 23:24

"Martins Gedichte an Lotte fand ich so toll. Den hätte ich auch vom Fleck weg geheiratet, das ist genau mein Humor."

Ja, ich hätte vielleicht ein wenig die Augen verdreht aber insgeheim finde ich es klasse, wenn jemand mit so persönlichen Gesten jemanden zeigt, dass er einen mag. Mich hätte das schon sehr gerührt. Und recht hat er, Blumen welken...... 

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Rebecca1980 kommentierte am 10. Februar 2021 um 07:18

Ich konnte das Buch auch kaum aus der Hand legen. Der Erzähstil ist wirklich toll.

In diesem Abschnitt ist einiges passiert. Hannah kommt aus ihrer depressiven Phase heraus. Ich glaube, es hat einfach sehr lange gedauert, bis sie den Tod ihrer Mutter verarbeteit hat. Sie hätte vielleicht Hilfe von aussen benötigt, die aber leider nicht kam.

Ihre Entwicklung finde ich sehr gut dargestellt.

Über Senta erfahren wir wirklich sehr viel. Sie ist eine Känpfernatur und für ihre Liebsten da. Schade, dass sie immer noch keinen Zugang zu Evelyn findet, aber sie ist ja nicht so der mütterliche Typ. Interessant, dass es sich bei Evelyn so fortsetzt. Sie hat bei Trude ja sehr wohl den mütterlichen Instinkt kennen gelernt. Sie hat sich ja eher wie eine Mutter um sie gekümmert.

 

Das Trude so früh in die NSDAP eingetreten ist, ist bezeichnend für ihren Charakter, würde ich sagen.

Jörg Sudmann versteht man langsam auch ein bisschen mehr. Aber ja, ich hätte ihn wohl auich erstmal nicht gemocht. Ich fand es aber interessant, dass er Hannah gegenüber so unumwunden zugegeben hat, dass er ihr nur hilft, weil er sich dafür Zuspruch vom Prof erhofft.

Er ist der typische Strebertyp, der aber immer ein bisschen zu viel macht und sich dadurch einiges verspielt. Ich glaube schon, dass er einen brillianten Kopf hat, aber auf seine angestrengt bemühte Art macht er immer zu viel und geht den Leuten damit auf die Nerven und sie ziehen sich daher wohl eher von ihm zurück, als auf ihn zuzugehen.

 

Hannahs Prof ist ja wohl sehr egoistisch. Es geht ihm nur um sich. Hauptsache ein kleines Bettabenteuer bei dm er mal den Kopf frei bekommt. Ich hoffe Hannah lernt aus seinem Verhalten und geht eigene Wege. Ja klar, sie schwärmt für ihn, aber er nutzt sie einfach nur schamlos aus.

Das Evelyn über damals nicht reden möchte, kann ich gut nachvollziehen. Es sind sehr viele, die das nicht wollen. Interessant finde ich Hannahs Wandel, sich mit ihrer Oma und der Geschichte dann doch genauer auseinander zu setzen.

 

Marietta erinnert mich so an (entschuldigt dafür) typisch berliner Schnautze. Eigentlich kann ich damit nicht zumgehen. Darüber zu lesen finde ich aber doch recht amüsant.

Klar, sie muss ihre Körpergröße irgendwie ausgleichen, sei es durch auffällige Farben, große Handtaschen oder große Klappe. :-) Die Großen dagegen scheinen sich im Gegensatz immer verstecken zu wollen.

Ich werde dann jetzt atemlos den Rest des tollen Buches lesen.

Thema: Lektüre Teil II; Seite 130 bis 255
gaby2707 kommentierte am 10. Februar 2021 um 11:49

Durch die Zeitsprünge lerne ich die einzelnen Personen immer näher kennen, was mir sehr gut gefällt.

Mir tut die kleine Evelyn so leid. Da steht eine ihr völlig fremde Frau vor ihr und soll ihre Mutter sein. Die scheint Trude sehr gut vor ihr verborgen zu haben. Nur das Geld, das war recht. Und nun ist die kleine Evelyn in Berlin und Senta hat keine Ahnung, wie man mit einem kleinen Mädchen umgeht. Da scheint Julius viel mehr Fingerspitzengefühl für sie aufzubringen. Ganz rührend fand ich das Abschiedsbild, das Evelyn für ihre Mutti gemalt hat.

Evelyn kann genau so wenig mit ihrer kleinen Tochter Silvia umgehen, wie es ihre Mutter mit ihr konnte. Und auch Silvia war wohl nicht die Mutter, die man sich so vorstellt, aber voller Liebe für sich und alle Anderen. Irgendwie tragen die 4 Frauen, so unterschiedlich sie auch sind, alle das gleiche Schicksal.

Diese Gruppe, die Jörg da leitet, Shalom Berlin eV, ist mir so suspekt wie Hannah. Arg, wie Ulla sie angeht. Dabei geht es die überhaupt nichts an, welche Gründe Hannah hat, nach ihrer Vergangenheit zu suchen.

Nun hoffe ich, dass es Hannah langsam schafft, sich von ihrem Professor zu lösen. Der hat Hannah wirklich nicht verdient. Vielleicht gehen ihr ja endlich die Augen auf.

Ganz erschrocken war ich, als ich gelesen habe, dass Julius verprügelt wird. Nur ein paar Seiten weiter weiß ich warum. Ich finde es so schlimm, diese NSDAP-Parolen hier zu lesen. Noch abscheulicher fand ich das Tun der Kinder auf dem jüdischen Friedhof. Was muss man diesen Kindern beibringen, dass sie sich so verachtend verhalten.

Bei Trude, die von Neid und Missgunst zerfressen ist, war mir fast klar, dass sie in die Partei eintreten wird. Ob sie Arthur und Georg verraten wird? Homosexualität durfte es damals ja gar nicht geben.

Richtig klasse finde ich Marietta. Vielleicht sollte ich mir auch mal eine besonders große Tasche zulegen.

Eine große Frage steht nun im Raum: Hat Trude das kleine Bild gefunden, dass Senta in den Kofferzwischenraum eingenäht hat?

Thema: Lektüre Teil II; Seite 130 bis 255
buecherwurm_01 kommentierte am 10. Februar 2021 um 20:39

Der zweite Abschnitt hat mir auch gut gefallen. Insbesondere die weiteren Detais zu der Familiengeschichte. Alle Generationen werden durchleuchtet und es wird deutlich, dass die Mutter-Tochter-Problematik sich wiederholt, wenn auch jede auf seine Art. 

Das Schicksal der ersten Generation ist von der NS-Zeit geprägt und zeigt anhand der angeheirateten Familie das schwierige Leben der Juden mit allen Konsequenzen. Julius wird hier in meinen Augen sehr gut beschrieben, denn seine Entwicklung dürfte auf viele andere Juden auch zugetroffen haben. Ebenso wird durch die Darstellung der Kindheit von Evelyn deutlich, wie es gewesen sein muss, zwischen den beiden Welten zu wechseln. Vielleicht hat das auch mit ihrem Verhalten Hannah gegenüber zu tun, genau wie ihre Beziehung zu ihrer Tochter.

Der Part über die Kunstsammlung finde ich besonders interessant. Gerne hätte ich hier mehr dazu erfahren. Anhand des Klappentextes hätte ich das auch erwartet. Mal sehen, ob der letzte Abschnitt hier mehr zu bieten hat.

Thema: Lektüre Teil II; Seite 130 bis 255
leseliebelei kommentierte am 13. Februar 2021 um 13:50

"Der Part über die Kunstsammlung finde ich besonders interessant. Gerne hätte ich hier mehr dazu erfahren."

Ja, so geht es mir auch. Ich hätte noch mehr in der Richtung erwartet. Wobei mir einige Passagen davon wirklich gut gefallen.

Thema: Lektüre Teil II; Seite 130 bis 255
Estrelas kommentierte am 11. Februar 2021 um 18:25

Ich habe bei solch einem langen Leseabschnitt Angst, dass ich nicht mehr zusammenbekomme, was mich bewegt hat. Gut gefallen haben mir jedenfalls der Limerickschreiber (Seite 155) und die Hinweise auf die Bilder, besonders der Kommentar "Man weiß nicht sehr viel über Jan Vermeer, aber man weiß, was sein Lieblingsmotiv war: junge Frauen, die in schummrigem Licht vor Fenstern herumstehen." (Seite 202) Dahin haben mich jedenfalls meine Klebelzettelchen zurückgeführt.

Thema: Lektüre Teil II; Seite 130 bis 255
leseliebelei kommentierte am 13. Februar 2021 um 13:51

ja, der Limerickschreiber ist großartig! : )

Thema: Lektüre Teil II; Seite 130 bis 255
Minijane kommentierte am 12. Februar 2021 um 19:42

Mir hat der Leseabschnitt super gefallen. Dieser unaufgeregte Schreibstil der Autorin gefällt mir wirklich gut. Mit dem Wechsel der Zeiten und Perspektiven komme ich gut zurecht.

Die verkorkste Mutter-Kind Beziehung zieht sich hier durch mehrere Generationen, als wäre es vererbbar. Der Gedanke, dass Evelyn nicht über die Vergangenheit reden möchte, weil vielleicht Schuld im Spiel ist, die sie oder Trude, die für sie mehr Mutter war als Senta es je sein konnte, auf sich geladen haben, klingt für mich sehr plausibel. Da werden die nächsten Kapitel sicher Aufklärung bringen.

Der Prof wird immer unsympathischer und für den nervigen Jörg mit seinem seltsamen Verein " Shalom Berlin" kann ich tatsächlich langsam Symoathien entwickeln. Wer hätte das gedacht?! Die Szenen im Verein fand ich köstlich, allerdings auch sehr stereotyp.

Die NS Zeit fand ich sehr bedrückend und eindringlich dargestellt. Toll, dass Senta sich auf ihre Freundin Lotte verlassen konnte.

Ich freue mich auf den Firtgang der Geschichte und kann das Buch kaum zur Seite legen.

 

Thema: Lektüre Teil II; Seite 130 bis 255
Lena Wilczynski kommentierte am 14. Februar 2021 um 16:39

Da stimme ich dir vollkommen zu. Mich wunder es überhaupt nicht, dass Evelyn die Kindheit verdrängt und nicht darüber sprechen will.
Mit den Charakteren und deren Entwicklung bin ich auch voll und ganz bei dir. Jörg wird mir langsam sympathischer und den Prof mag ich nun gar nicht mehr. Julius dagegen mochte ich von Beginn an sehr gerne.

Thema: Lektüre Teil II; Seite 130 bis 255
gaby2707 kommentierte am 14. Februar 2021 um 17:33

Julius ist auch für mich der einzige männliche Sympathieträger in der Geschichte bisher.

Thema: Lektüre Teil II; Seite 130 bis 255
Rosmarin kommentierte am 18. Februar 2021 um 09:12

"Dieser unaufgeregte Schreibstil der Autorin gefällt mir wirklich gut."

Dein Satz spricht mir aus der Seele! Ich mag das auch total gerne. Aufregen kann man sich dann ja selber... z. B. über Trude...

Thema: Lektüre Teil II; Seite 130 bis 255
leseliebelei notierte am 13. Februar 2021 um 13:39

Sooo, ich hing eine Weile vor dem Ende vom zweiten Teil fest, aber habe es nun beendet und schreibe einfach mal alle meine Gedanken herunter, bevor ich mir die bisherigen Kommentare durchlese.

 

Senta baut also Kontakt zu Evelyn auf und gibt sich große Mühe. Es war ja aber leider zu erwarten, dass Trude, obwohl sie Evelyn wirklich liebt, nichts daran setzen würde, eine positive Beziehung zu ihrer Mutter zu ermöglichen, schade. Die erste richtige "Kennenlernszene" fand ich emotional echt schwer auszuhalten. Und so richtig gut klappt es dann zwischen Evelyn und Senta nicht, aber immerhin mit Julius - das freut mich sehr. Er gefällt mir sowieso rundum gut! Und zumindest irgendwie gelang es Senta dann ja doch, Evelyn zu erreichen. Kann ja aber wohl nicht so richtig gut angehalten haben, fürchte ich, wenn man Evelyns heutige Haltung bedenkt.

Die Beziehung bzw. Ehe von Julius und Senta gefällt mir gut, auch seine ganze Art und ihre Vorkehrungen. Und auch das alte Ehepaar Goldmann mag ich natürlich, fand die ganzen Szenen aber immer wieder sehr bedrückend. Lotte und ihre Loyalität mag ich auch enorm und fand die Tagebuch-Verbrennungs-Szenen und Tagebuch-Ausschnitte absolut ergreifend, die gehören zu meinen liebsten Passagen im Buch.

Ich kann Sentas Verhalten mit dem Bild nicht nachvollziehen und denke, es hätte sinnvollere Sachen gegeben, als das Bild eingenäht Evelyn mitzugeben. Ich sehe da nur Gefahren und keine positiven Dinge, das kann für mich nur schief gehen

Dass Trude quasi wie gemacht für das nationalsozialistische Gedankengut ist, das überrascht mich überhaupt nicht. Ihre Unzufriedenheit, ihre Kontrollsucht, ihre gehässige Art - das alles passt so sehr dazu. Kein Wunder also, dass sie da große "Karriere"-Chancen sieht und hat, schnell aufsteigt und es genießt, geachtet und gefürchtet zu werden. Das passt auch dazu, dass sie Senta nie eine Chance gegeben hat und nicht hilfbereit und herzlich agiert hat, sondern stets nur ablehnend, kritisch und unfreundlich. Der Zwiespalt zwischen der Liebe zu ihrer Ziehtochter mit jüdischen Kontakten und ihrem eigenen Hass/Unzufriedenheit wird ja immer wieder deutlich. Ich war gespannt, wie sich das auf Evelyn auswirken würde. Die Szenen auf dem Friedhof waren ja schon sehr erschreckend und grässlich!

Mir gefallen außerdem die ganzen Details zum Restitutionsverfahren, schon aus dem ersten Teil. Ich arbeite ja seit meinem Germanistikstudium im musealen Bereich und hatte gerade erst eine Fortbildung zur Provenienzgeschichte, also genau zu den Vorgängen, die hier teilweise beschrieben werden. Das erscheint mir also alles sehr gut recherchiert und realitätsnah, gerade Mariettas Beschreibungen auf S. 204-206. Hingegen finde ich die ganze "Journalisten"/Interview-Szene eher unglaubwürdig. Die Idee dahinter kann ich nachvollziehen, aber die Umsetzung wirkt für mich albern.

Ansonsten mag ich die Gegenwartsszenen eigentlich generell nicht so sehr. Ich mag Hannah nicht, ich mag ihren Professor und beider seltsame Affäre nicht, ich mag Jörg nicht und ich finde auch Evelyn nicht sympathisch-knorzelig. Ich bin gespannt, ob die Gegenwart da noch irgendwas für mich bereithält.

 

Thema: Lektüre Teil II; Seite 130 bis 255
gaby2707 kommentierte am 14. Februar 2021 um 17:39

Das Kennenlernen zwischen Senta und Evelyn fand ich auch einfach schrecklich. Da steht plötzlich eine Frau vor Dir, die Deine Mutter ist. Ich denke, Trude wird Evelyn nicht darauf vorbereitet haben. Julius hat das Ganze dann etwas gerettet.

Die Szenen mit dem Tagebuch fand ich auch sehr emotional. Wie gut, dass Senta eine Freundin wie Lotte hatte.

Die Szene auf dem Friedhof fand ich absolut erschreckend. Wenn Kinder sich schon so gebärden...

Thema: Lektüre Teil II; Seite 130 bis 255
lese-esel kommentierte am 24. Februar 2021 um 23:34

"Lotte und ihre Loyalität mag ich auch enorm und fand die Tagebuch-Verbrennungs-Szenen und Tagebuch-Ausschnitte absolut ergreifend, die gehören zu meinen liebsten Passagen im Buch."

Ich finde es riesig, dass sie in dieser schwierigen Zeit zu Senta und Julius und den Schweigereltern steht. Das ist schon sehr mutig! Das mit dem Tagebuch fand ich auch sehr rührend und ergreifend,

Du magst sehr viele Leute nicht in dem Buch?!

Wie findest Du Rubi? Und Fritz?

Auch wenn sie nur eine kleine Rolle einnehmen  (ich weiß jetzt nicht, ob sie schon im zweiten Teil vorkommen...), haben mir Fritz und Rubi aufgrund der Offenheit sehr gut gefallen.

Thema: Lektüre Teil II; Seite 130 bis 255
cebra kommentierte am 15. Februar 2021 um 18:23

Es ist bedrückend zu lesen, wie sich die braune Gefahr verdichtet und den Menschen, die wir vor uns sehen, mehr und mehr zur Gefahr wird.

Es ist eine Stärke des Buchs, uns um deren Schicksale bangen zu lassen. Jeder weiß, was passierte, doch hier werden Individuen geschaffen, es geht nicht um die Gräuel im Allgemeinen, sondern der Blick wird aufs Detail gelenkt. Zum Beispiel berührt mich unglaublich die Fürsorge, die Itzig Helene entegenbringt, schon wissend, wei er darunter wird leiden müssen, sie nicht beschützen zu können. 

Hannah macht sich also mit Mariettas Hilfe tatsächlich auf die Suche nach den Kunstwerken, doch von Erfolg kann zunächst keine Rede sein. Das gefällt mir, alles andere wäre unglaubhaft. Auch den Exkurs in die Provenienzforschung fand ich sehr interessant. Mit diesem Thema habe ich mich bisher kaum auseinander gesetzt.

Thema: Lektüre Teil II; Seite 130 bis 255
leseliebelei kommentierte am 16. Februar 2021 um 13:38

"Auch den Exkurs in die Provenienzforschung fand ich sehr interessant. Mit diesem Thema habe ich mich bisher kaum auseinander gesetzt."

Und der ist tatsächlich relativ gut und realitätsnah beschrieben, habe ich das Gefühl! Ich beschäftige mich beruflich immer mal wieder mit dem Thema und finde da vieles wieder, wenn auch natürlich nur im Ansatz.

Thema: Lektüre Teil II; Seite 130 bis 255
Kleine_Raupe kommentierte am 16. Februar 2021 um 23:16

Auch der zweite Abschnitt hat mir total gut gefallen! Senta lädt Evelyn nach Berlin ein und träumt sogar davon, dass sie dableibt und die drei eine Familie werden. Ein bisschen näher kommen sie sich ja, alles andere weiß Trude zu verhindern. Die Frau ist echt total schlimm, es passt, dass sie in die Partei eintritt. Es läuft mir kalt den Rücken runter, wenn ich über die Judenverfolgung lese, zum Glück kann Julius sich retten! Seinen Eltern möchte man zurufen, dass sie auch abhauen sollen, aber man weiß ja schon, dass das leider kein gutes Ende nimmt. Wir erfahren endlich mehr über die Gemälde und wie das Buch zu seinem Titel kam. Ich bin sehr gespannt, ob Marietta (die mir auch sehr gut gefällt) und Hannah eines der Bilder aufspüren können. 
Jörg sammelt tatsächlich ein paar Sympathiepunkte, hätte ich nicht für möglich gehalten! Andreas wiederum ist einfach ekelhaft, ich hoffe, dass Hannah sich nicht mehr lange von ihm so benutzen lässt! Ich mache mir übrigens Sorgen um ihre Doktorarbeit. Sie ist da ja auf was gestoßen, sie glaubt, dass ein Autor bei einem anderen abgeschrieben hat und erzählt das Andreas. Ich glaube, dass es was dran ist und hoffe, dass Andreas es nicht als seinen Fund hinstellen wird! Zutrauen würde ich es ihm!

Thema: Lektüre Teil II; Seite 130 bis 255
Rosmarin kommentierte am 18. Februar 2021 um 09:22

Dieses Buch entwickelt für mich einen richtigen Sog und ich würde es am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen!

Wie schon alle Mitleser*innen vor mir angemerkt haben, sind die Mütter-Töchter-Verhältnisse ganz besonders bewegend. Ich stelle mir das furchtbar vor, nicht in einer (intakten) Familie aufzuwachsen. Klar, Probleme gibt es immer mal, aber sich so von der Tochter zu distanzieren, finde ich wirklich schlimm. Arme Evelyn, wie mag sie sich da gefühlt haben... gut dass Julius so ausgleichend wirkt. 

Das Bild im Koffer, wie spannend! Ob Evelyn davon erfährt? Trude wird mir leider immer unsympathischer, aber ich kann auch ahnen, dass so eine euphorische Stimmung die Menschen in den Bann zieht. Konnte ja damals wahrscheinlich noch keiner ahnen, dass es so unmenschlich ausufert - oder doch? 

Es gibt so viele berührende Szenen, so viel zum Nachdenken, so viel zu Mitfiebern - ein tolles Buch. Und was zum Schmunzeln: Marietta!

Und nach wie vor frage ich mich, wie konnte Hannah nur an diesen Prof geraten, für mich das mieseste Klischee schlechthin.  

Ich bin total gespannt wie es weitergeht und mußte natürlich die Nacht durchlesen ;o)

Thema: Lektüre Teil II; Seite 130 bis 255
leseliebelei kommentierte am 18. Februar 2021 um 09:32

"Ich stelle mir das furchtbar vor, nicht in einer (intakten) Familie aufzuwachsen. Klar, Probleme gibt es immer mal, aber sich so von der Tochter zu distanzieren, finde ich wirklich schlimm."

Ich denke, dass es immer verbreiteter ist, nicht in einer "intakten" Familie aufzuwachsen, in welchen Dimensionen auch immer. Ich finde den Zwiespalt aber spannend: Manche Kinder "zerrütteter" Familien fallen dann in dieselben Muster - wie auch hier quasi ja alle Frauen der Familie irgendwie die "gestörten" Muster übernehmen, wenn auch teilweise anders. Andere Kinder mit ähnlichen Erfahrungen machen das genaue Gegenteil und suchen/sehnen sich nach der Stabilität, die sie als Kind nie hatten.

Ich verstehe aber nicht, was Du "sich so von der Tochter zu distanzieren" meinst - sie hatte doch nicht so richtig eine Wahl? Und hat sich später immer wieder Mühe gegeben?

Thema: Lektüre Teil II; Seite 130 bis 255
leseliebelei kommentierte am 18. Februar 2021 um 09:34

"Trude wird mir leider immer unsympathischer, aber ich kann auch ahnen, dass so eine euphorische Stimmung die Menschen in den Bann zieht. Konnte ja damals wahrscheinlich noch keiner ahnen, dass es so unmenschlich ausufert - oder doch?"

Ich frage mich halt bei Trude, ob es wirklich die euphorische Stimmung ist, die sie mag, oder mehr die Hoffnung, selbst zu "jemandem" aufzusteigen, "jemand" zu sein und damit über anderen zu stehen, überlegen zu sein.

Thema: Lektüre Teil II; Seite 130 bis 255
buchgestapel kommentierte am 23. Februar 2021 um 16:52

Was mir bisher immer noch wirklich gut gefällt, ist wie schnell man doch in der Geschichte voran kommt. Fesselnd erzählt werden dabei tatsächlich beide Zeitebenen, was mich zusätzlich positiv überrascht hat.

Aus Evelyn werde ich irgendwie noch nicht so richtig schlau, was mich jetzt nach etwas mehr als der Hälfte des Buches schon ein wenig kribbelig macht. Ihre Kindheit war sicherlich nicht besonders einfach, ich hoffe aber trotzdem darauf, dass sie sich Hannah noch vor ihrem Tod öffnet und nicht die ganze Zeit über so verschlossen wie bisher bleibt.

Die Geschichte mit den Bildern interessiert mich mittlerweile auch immer stärker, weshalb ich es in diesem Punkt fast ein wenig schade finde, dass der Fokus der Geschichte gefühlt überall mal hin wandert, sich bei den Bildern aber durchaus viel Zeit lässt und erst zum Ende hin einer vielversprechenden Spur folgt (wobei die sich ja auch nicht so wirklich als erfolgversprechend präsentiert).

Sehr beeindruckend fand ich dann allerdings auch noch, wie authentisch die Entwicklungen hin zum Erstarken des Nationalsozialismus in Deutschland beschrieben wurden. Das ist einerseits wirklich interessant gemacht, gleichzeitig finde ich es doch immer wieder sehr erschreckend, darüber zu lesen.

Thema: Lektüre Teil II; Seite 130 bis 255
Gartenliebhaber kommentierte am 25. Februar 2021 um 18:40

Ich bin gefesselt von der Geschichte und Senta hat sich mächtig entwickelt. Ihr Leben ist absolut nicht einfach und doch wirkt Senta jetzt wie eine starke Frau, die alles für den Mann tut, den sie liebt. Wie schrecklich mitzubekommen, wie den Menschen, die Nazideutschland nicht wollte, in dieser Zeit alles genommen wurde und ich kann mittlerweile verstehen, dass es keiner zunächst richtig glauben wollte. Wie perfide die Methoden und auch das Denunzieren der Nachbarn. In mir kommt die Frage auf, wie hätte ich gehandelt - könnte ich mich hinstellen, dass ich nicht auf die Propaganda hineingefallen wäre? Hätte ich geholfen? Weggesehen? Ich hoffe so sehr, dass ich zu den mutigen Menschen gehört hätte, aber wer weiß das schon, denn die überwiegende Anzahl der Menschen hat damals mitgemacht oder weggeschaut.

Ich mag den Erzählstrang, der in der Vergangenheit spielt, ein wenig mehr.

In der Gegenwart ist Jörg in meinem Ansehen ein wenig gestiegen, dagegen mag ich Andreas überhaupt nicht. Hannah.... ? Hannah scheint mir für ihr Alter ein wenig naiv zu sein, denn ich verstehe nicht, dass sie es zulässt, das Andreas so über sie betimmt bzw. sie links liegen lässt, wenn es ihm passt.

Thema: Lektüre Teil II; Seite 130 bis 255
leseliebelei kommentierte am 26. Februar 2021 um 13:59

Ja, die Frage nach dem eigenen Handeln in der damaligen Zeit stellt sich einem ja immer wieder. Sehr schwer zu beurteilen, finde ich. Ich mag Sentas Entwicklung und Verhalten und auch Lotte sehr.

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