Leserunde

Leserunde zu "Nächte, in denen Sturm aufzieht" (Jojo Moyes)

Nächte, in denen Sturm aufzieht - Jojo Moyes

Nächte, in denen Sturm aufzieht
von Jojo Moyes

Bewerbungsphase: 17.01. - 31.01.

Beginn der Leserunde: 07.02. (Ende: 28.02.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir 20 Freiexemplare von "Nächte, in denen Sturm aufzieht" (Jojo Moyes) zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch. 

ÜBER DAS BUCH:

Liza McCullen weiß, dass sie ihrer Vergangenheit nicht entfliehen kann. Doch in dem kleinen beschaulichen Örtchen Silver Bay an der Küste Australiens hat sie ein Zuhause gefunden für sich und ihre Tochter Hannah. Die unberührten Strände, der Zusammenhalt in der kleinen Gemeinde und die majestätischen Wale, die in der Bucht leben, bedeuten ihr alles. Täglich fährt sie mit ihrem Boot raus aufs Meer und bietet Walbeobachtungstouren an für die wenigen Touristen, die sich nach Silver Bay verirren. Als der Engländer Mike Dormer anreist und sich in der Pension von Lizas Tante einquartiert, gerät das beschauliche Leben in Gefahr. Der gutaussehende Fremde in den zu schicken Klamotten passt nicht nach Silver Bay, und niemand ahnt, dass er Pläne schmiedet, die den kleinen Fischerort für immer verändern könnten.

ÜBER DIE AUTORIN:

Jojo Moyes, geboren 1969, hat Journalistik studiert und für die «Sunday Morning Post» in Hongkong und den «Independent» in London gearbeitet. Der Roman «Ein ganzes halbes Jahr» machte sie international zur Bestsellerautorin. Zahlreiche weitere Nr. 1-Bestseller folgten. Jojo Moyes lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern auf dem Land in Essex.

28.02.2019

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 320 - 473

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 320 - 473
florinda kommentierte am 09. Februar 2019 um 19:05

Ich "habe fertig"!:-)

Also, dass sich Liza und Mike am Ende "kriegen" und das Bauvorhaben platzt, war absehbar, wenn es mit dem Paar auch für meinen Geschmack hart an der Grenze zum "Zuviel Hin & Her" schlitterte. Schön, dass Nino überlebte und seine schon so lange angebetete Kathleen ihn endlich erhörte (bei diesen Beiden hatte ich irgendwie immer die "Immenhof"-Oma Jansen und ihren Tierarzt Dr. Pudlich vor Augen, obwohl der ja leider nicht so viel Erfolg hatte *g*. Das mit Letty war irgendwann auch klar, denn es gab einige Äußerungen von Hannah, die nie wirklich an den Tod ihrer kleinen Schwester glaubte oder glauben wollte, und Lizas Wissen diesbezüglich fußte ja nur auf der Anschuldigung der unsympathischen Mutter ihres prügelnden Ex-Partners.

Tja... also, das Buch gefiel mir nicht schlecht, es reicht in meinen Augen aber nicht an einige andere Moyes-Bücher heran. Eigentlich "lebt" es für mich von der Tier/Umwelt-Problematik und von Hannah und Nino. Liza war mir nicht unsympathisch, wer weiß denn schon, wie man selbst wäre, hätte man das durchgemacht, was sie erlebte, aber richtig warm wurde ich mit ihr auch nicht. Mike eierte mir zuviel herum und Tina und Vanessa waren zu einfach als Böse gezeichnet. Aber es ist halt ein etwas früheres Werk der "Ein ganzes halbes Jahr"-Autorin.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 320 - 473
Furbaby Mom kommentierte am 18. Februar 2019 um 18:49

Ich finde, Vanessa ist lange Zeit überhaupt nicht als "die Böse" gezeichnet worden - eher als "die, die eben nicht die Richtige für MIke ist". Im Grunde hatte sie ja nichts falsch gemacht, nur weil sie die forschere, antreibende Kraft in der Beziehung war. Letztlich hatte MIke ihr das Gefühl gegeben, dass alles passt - sie wollten ja sogar heiraten. Er hat sie betrogen - erst mit Tina, dann mit Liza. Vor allem ihre Reaktion auf dem Boot fand ich recht beachtlich: alles ab "Ich weiß, dass ich dich ein bisschen verloren habe" auf S.250 bis zum Satz "So, wie du es dir wünschst" auf S. 251. Das war sicher auch nicht einfach für sie, gerade in einer Zeit, wo alle zukünftigen Bräute am liebsten nur glückselig  'den Tag der Tage' planen wollen. Dass sie Mike in den Rücken gefallen ist beim Projekt war klar eine miese Nummer, aber eben die einer verletzten (und wahrscheinlich auch fuchsteufelswilden) Frau, deren gesamte Zukunftsplanung mit einem Mal geplatzt war. Ich möchte sie nicht in Schutz nehmen, ganz am Ende verhält sie sich alles andere als nett - wahrscheinlich hätte sie Mike nur zurückgewollt, um ihn zum Teufel zu schicken. Da hatte sie ihn allerdings schon als betrügerischen Ex abgestempelt (obwohl sie noch nicht mal von Liza wusste). Doch während der Beziehung mit ihm kann man ihr keinen Vorwurf machen.

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gagamaus kommentierte am 19. Februar 2019 um 10:23

Mir gefällt, wenn nicht alle Charaktere weichgespült sind und auch mal übers Ziel hinausschießen. Die Böse würde ich sie deshalb nicht nennen.

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gagamaus kommentierte am 19. Februar 2019 um 10:22

Dein Immenhof-Vergleich ist Klasse. Weil das bei mir tolle Erinnerungen weckt und ganz gut passt.

Wie schon vorher mal von mir gedacht, kann es nicht ganz an die späteren Werke heranreichen von Moyes. Aber ich finde es immer noch eine Empfehlung wert, weil ich ihren Erzählstil einfach mag.

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Readaholic kommentierte am 11. Februar 2019 um 10:26

Mir hat das Ende gut gefallen, vor allem Hannahs und Gregs Beitrag dazu, dass das Bauprojekt den Todesstoß erhielt. Auch der Fortbestand der Beziehung zwischen Liza und Mike war irgendwann nicht mehr ganz so sicher, das fand ich dann doch spannend. Vanessa ist ja ein echtes Miststück, selbst wenn Mike sich dazu durchgerungen hätte, zu ihr zurückzugehen, hätte die Beziehung keinen Bestand gehabt. Gut gefallen hat mir, dass die die Problematik rund um das Thema Naturschutz angesprochen wurde: Schleppnetze, die im Ozean treiben und zur Todesfalle für unzählige Tiere werden, die Faszination, die von Buckelwalen und Delfinen ausgeht. Und dann ging es natürlich auch um das Thema "Was macht ein erfülltes und glückliches Leben aus?" Für mich war das ein richtiges Feelgood Buch, das ich an einem total verregneten Wochenende verschlungen habe. Einiges war voraussehbar, aber eben nicht alles. Im Großen und Ganzen war ich sehr positiv überrascht.

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gagamaus kommentierte am 19. Februar 2019 um 10:25

Stimmt, die Natur und die Tiere spielten eine wichtige Rolle in diesem Buch. Das fand ich sehr schön. Es war ein gelungener Rahmen zu einer Herz-Schmerz-Geschichte.

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Caro01 kommentierte am 12. Februar 2019 um 18:12

Das Ende und die Irrungen und Wirrungen davor, haben mir gut gefallen. Es war so unterhaltsam, dass ich das Wintergrau draussen vergaß.Ich hatte bisher noch Buch der Autorin gelesen und ihr Schreibstil ist sehr packend und voller Bilder.Trotz aller Romantik fand ich die Darstellung der einzelnen Personen sehr real und auch in die Umgebung floss das Thema Zerstörung des Lebensraums der Fische/Wale und die grausamen Techniken des heutigen Fischfangs mit ein. Das dieAutorin, die einzelnen Personen aus ihrer Perspektive und ihrer Wahrnehmung heraus erzählen lässt, macht das Buch für mich eine sehr gelungene Unterhaltungslektüre.

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Buch Versum kommentierte am 15. Februar 2019 um 12:52

Tja, also ich bin mit mir und meinen sekulationen und der entwicklung sowie den Ausgang des Buches sehr zufrieden.

Es hat dann doch noch sehr an meinen Nerven gezerrt, aber ha (muss jetzt sein) ich hatte ja die leise annahme dass letty noch lebt und mit den erzählungen über lizas und hannahs schicksal war es dann doch noch verstärkt wurden. Wow

Aber schon zu beginn diese Abschnittes gab es ja genug nervenaufreibende momente, besonders das hannah in dem boot loszieht und mike nur kurz nicht hinschaut und Sie dann den moment  ausnutzt.

Das Liza sich so öffnent hat mich auch erstaunt und begeistert, und dann wird mike so unter druck gesetzt dass er doch sein glück zurück stellt, damit liza und hannah in Sicherheit sind.

Seine Schwester hat mich auch beeindruckt, so genial wie Ihre Denkweise voranschreit und dann so etwas aufdeckt *G*und der humor von jojo bei der schilderung, dass eine schwester doch auch ihren bruder ( wenn sie erwachsen sind) damit die eltern sehen, dass dersohnemann doch nicht so perfekt und erfolgreich im beruf ist *G*

Greg hat mich begeistert, so genial der mann, ich sagte ja schon dass er potential hat und die idee mit dem Hai, hammer und dann auch noch die ganzen sehr gut durch dachten abschreckenden kommentare im ansicht der presse!
Hat mich dann auch nicht erstaunt als kathleen meinte sie hätte den hai gar nicht gefangen *G*

Wunderbar wie alle zusammen halten, damit ihre heimat und die wale und delphine in sicherheit sein können!

Außerdem dann auch noch kathleen, die endlich mit nino sesshaft wird. Wow und auch das mike bevor er zurück fährt noch auf greg trifft, ich habe so laut gelacht.

EIn sehr emotionales Werk wieder, dass aber soviele verschiedene geschichten erzählt das wunderbar vereint wird! Genau dass was ich aus der Fedet von Jojo erwartet habe :)

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Marshall Trueblood kommentierte am 17. Februar 2019 um 22:55

So, da habe ich den letzten Teil in der Februarsonne gelesen; fast wäre ich an der Bank kleben geblieben, da der ganze Zuckerguss, den Jojo Moyes am Ende ausschüttet, beinahe aus dem Buch gelaufen wäre. Bei aller Liebe und bei aller Sehnsucht auf ein Happy-End (denn das wollen wir doch alle), das war mir doch ein bißchen viel. Vielleicht liegt es aber auch daran, daß ich bis auf eine Ausnahme nicht wirklich warm geworden bin mit dem ganzen Personal. Hier reiht sich Klischee an Klischee, angefangen mit dem altklugen Kind Hannah, die reifer wirkt als jede 80jährige, über die leidgeprüfte Mutter Liza, die sich selbst am meisten im Weg steht, bis zu dem grundguten Mike, der ein Opfer der intriganten Frauen in seinem Umfeld wird. Und die einzige sympathische Figur, Kathleen, bricht dann am Ende auch noch ein und heiratet ihren langjährigen Verehrer. Für mich alles zuviel.

Und dann: Ich hatte es ja schon befürchtet, aber die Autorin verfällt dann tatsächlich auch noch auf die unglaubliche (und sehr schlechte) Idee, ein totgeglaubtes Kind zurückzubringen. Das Wiedersehen mit der Mutter gerät für mich zur Sahne auf dem ganzen Zuckerguss. Die Kirsche obendrauf ist dann Greg, der Liza beiseite schiebt, um eine Barfrau anzuhimmeln.

Aber, es gibt auch Dinge, die mir gefallen haben, z.B. den Einfall mit dem Hai. Die Auseinandersetzung mit der Umweltproblematik, vielleicht weil sie immer aktueller wird, hat mir auch sehr gut gefallen; und auf jeden Fall die Sprache; erzählen kann die Autorin, das ist unbestritten, und in späteren Werken hat sie gelernt, daß ein Happy-End nicht auf allen Ebenen möglich ist. Hier hat sie noch mit dem Vorschlaghammer alle gezwungen, glücklich zu sein.

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Petzi_Maus kommentierte am 18. Februar 2019 um 22:41

Hier hat sie noch mit dem Vorschlaghammer alle gezwungen, glücklich zu sein.

pruuuust
​Aber deine Worte beschreiben genau das, was ich mir beim Lesen der letzten Kapitel gedacht habe. SO ein exrem krasser Gegensatz zu Will's und Lou's Schicksal...

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 320 - 473
gagamaus kommentierte am 19. Februar 2019 um 10:31

Ich stimme Dir zu. Es war alles sehr weichgespült und happy-mäßig. Tatsächlich hatte ich aber schon bald im Buch damit gerechnet UND nach ein paar düsteren Büchern vorher, war mit das jetzt ganz recht. Prinzipiell bin ich aber ganz bei Dir. Was zu viel ist ist zu viel und es hätte dem Buch keineswegs geschadet, wenn der ein oder andere erst mal alleine geblieben wäre. Weil so halt das Leben ist. In meinem Fall war es diesmal okay. Wenn man bedenkt, dass sie mit "Ein ganzes halbes Jahr" genau die andere Schiene gefahren ist, dass weiß man ja, dass sie was "gelernt" hat. ;-)

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 320 - 473
Furbaby Mom kommentierte am 18. Februar 2019 um 18:38

Hach, was für ein turbulenter letzter Abschnitt!! Die dramatische Aktion um die Geisternetze - bei der Hannah um ein Haar ertrunken wäre -, Vanessas intriganter Versuch, Mike nochmals an sich zu binden, die Haie, die tatsächlich nie gefangen wurden (nicht von Kathleen, nicht von Greg), das abgewährte Hotelprojekt, das glückliche (von uns allen vorhergesehene :-)) Ende für Liza & Mike, und meine zwei Highlights:

1. Happy End für Kathleen & Nino

2. Letty lebt!! (Einige von Euch hatten ja den richtigen Riecher, ich hingegen habe das wahrlich nicht kommen sehen und war total geplättet! Mit einem giftig-fiesen Stephen hätte ich gerechnet oder sogar damit, dass er selbst verstorben sei und Liza nun Gefängnis drohe... Aber dass Letty lebt, nein, das hatte ich zu keiner Zeit auf dem Schirm.)

Bei der Wiedersehensszene am Flughafen sind mir die Tränen gelaufen; überhaupt war alles - vom Setting bis hin zu den Dialogen der gut ausgearbeiteten Figuren - so realistisch und fesselnd beschrieben, einfach toll! Ich habe bis spät in die Nacht gelesen, weil ich so mittendrin war in der Geschichte. Durch dieses Buch wurde auch die Wichtigkeit des kontinuierlichen Naturschutzes untermauert und ich kann mir vorstellen, dass viele Leser/innen nun noch viel sensibilisierter sind, insbesondere im Hinblick auf die Tierwelt der Meere.

Für mich hat dieser letzte Leseabschnitt nochmal einen richtigen WOW-Effekt gehabt. Das Geisternetz-Drama war genauso mitreißend und intensiv beschrieben wie der Handlungsstrang um Letty. Was habe ich mich für Liza und ihre Töchter gefreut! Und als im Epilog dann nicht mehr stand "Mein Name ist Kathleen Whittier Mostyn", sondern "Kathleen Whittier Gaines", da war mein Romantiker-Herzchen einfach nur selig! <3

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 320 - 473
Petzi_Maus kommentierte am 18. Februar 2019 um 22:28

Tja, das Ende (kein Hotel-Bau; Mike+Liza ein Paar; Kathleen+Nino heiraten) und die Auflösung der Geschichte von Letty ist schon sehr Happy-End. Aber ich hatte mir fast schon gedacht, dass Letty noch lebt. Trotzdem ging mir alles irgendwie zu einfach und schnell - aber ich denke, so sind Moyes-Romane.

Trotzdem wurde ich gut unterhalten, auch aufgrund der Delphin-und Wal-Infos, und die Geschichte war sehr berührend und emotional.