Leserunde

Leserunde zu "Never Loved Before" (Monica Murphy)

Never Loved Before
von Monica Murphy

Bewerbungsphase: 21.06. - 05.07.

Beginn der Leserunde: 12.07. (Ende: 02.08.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir 20 Freiexemplare von "Never Loved Before" (Monica Murphy) zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch.

ÜBER DAS BUCH:

Ich habe mein Leben für sie riskiert, darf mich aber nicht zu erkennen geben ...

Vor langer Zeit, als ich fünfzehn und eine komplett andere Person war, habe ich einem Mädchen das Leben gerettet. Ich habe nur ein paar Stunden mit ihr verbracht, aber irgendwie entstand eine Verbindung – und seitdem war ich nicht mehr derselbe. Niemand versteht, was wir durchgemacht haben. Niemand weiß, was es bedeutet, wir zu sein. Wir haben überlebt, aber ich fühle mich nicht, als ob ich richtig leben würde – bis jetzt. Acht Jahre später habe ich sie gefunden. Ich will, dass sie zu mir gehört. Aber sie wird mich für immer hassen, wenn sie herausfindet, wer ich wirklich bin.

ÜBER DIE AUTORIN:

Die New York Times-, USA Today- und internationale Bestseller-Autorin Monica Murphy stammt aus Kalifornien. Sie lebt dort im Hügelvorland unterhalb Yosemites, zusammen mit ihrem Ehemann und den drei Kindern. Sie ist ein absoluter Workaholic und liebt ihren Beruf. Wenn sie nicht gerade an ihren Texten arbeitet, liest sie oder verreist mit ihrer Familie.

02.08.2018

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 172 bis 341

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 172 bis 341
Weinlachgummi kommentierte am 19. Juli 2018 um 15:54

So ich habe nun den zweiten Abschnitt gelesen und hätte ich kein Stopp einlegen müssen, um hier meine Gedanken dazu zu schreiben, hätte ich weiter gelesen.

Mir gefällt die Geschichte immer noch richtig gut und bis auf ein paar Aussagen von Ethan, finde ich ihn nicht gruselig. Und ich hab mir echt schon Gedanken gemacht, wieso ich ihn nicht auch wie alle anderen unsympathisch und creepy finde. Einzig kurz vor Ende des Abschnittes fand ich ihn nicht so toll bzw. seine Wortwahl, wobei ich nicht weiß, ob es an der Übersetzung liegt. 

Überrascht war ich, dass sie nun so die Initiative ergreift. Und auch, dass sie ihn schon zu sich nach Hause eingeladen hat, in ihr Heim, ihren sicheren Platz. Ich könnte mir Vorstellen, dass da vielleicht bald ein Konflikt mit der Nachbarin kommt, die ihn wieder erkennt und dann kommt es raus.

Und ich fand es echt schlimm, wie Will damals behandelt wurde. Er hatte auch etwas verstörendes Erlebt und schwups war er für alle der böse. Ihre Mutter fand ich da auch echt schlimm, klar sie will ihre Tochter beschützen und ist auch traumatisiert, aber einfach totschweigen. Ich finde es schade, dass Eltern besonders Mütter in Büchern immer diesen Weg nehmen. Sei es bei Missbrauch oder bei Psychischen Erkrankungen, bei allen Bücher die ich da gelesen habe, verhält sich die Mutter so kontraproduktiv.

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La Tina kommentierte am 20. Juli 2018 um 20:36

Ich find Ethan nicht gruselig, er verhält sich nur ziemlich dämlich und Katie gegenüber somit falsch. Aber wer verhält sich schon immer korrekt? Nur hat er mittlerweile solch ein Lügengerüst aufgebaut, da kommt er doch nie wieder heile raus.

Dass die Nachbarin noch dazwischenfunkt, weil sie den Stalker wiedererkannt hat, darauf warte ich ja auch noch :-D

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Tilly Jones kommentierte am 22. Juli 2018 um 09:57

Gruselig finde ich ihn auch nicht, aber normal ist sein Verhalten auch nicht. Ich denke, dass er dringen eine Therapie bräuchte und jemanden, mit dem er reden kann. Ich denke, dass er rein gar nichts von damals verarbeitet hat.

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La Tina kommentierte am 22. Juli 2018 um 18:23

Hm, vermutlich hast du recht. Hatte er überhaupt je einen Therapeuten?

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Bücherträumerin kommentierte am 02. August 2018 um 17:14

Oh ja, die Nachbarin wäre eine gute Möglichkeit.

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Cookie02 kommentierte am 02. August 2018 um 11:54

Ja, dass die Nachbarin ihn erkennt und seine Lügen so aufgedeckt werden, davon gehe ich auch stark aus. Anders kann es auch kaum raus kommen, es sei denn, er verplappert sich oder Katie hat doch noch einen Wiedererkennungsmoment.

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Tilly Jones kommentierte am 19. Juli 2018 um 17:06

Den zweiten Abschnitt habe ich auch verschlungen. Es liest sich wie von selbst, auch wenn ich mir so meine Gedanken mache.

Ich finde Ethan nicht gruselig, ich denke nur dass sein Verhalten vielleicht nicht ganz so toll ist. Einerseits meint er es natürlich nur gut, andererseits finde ich ihn hin und wieder schon schräg. Diesen Drang, den er hat bei Katie zu sein, finde ich nicht immer gesund und denke, dass da einiges in ihm ist, was er nicht verarbeitet hat, dies aber dringend tun müsste. Ich denke, dass er deswegen die Dinge tut, die er tut und leider immer mal wieder wie ein irrer Stalker rüberkommt.

Katie geht endlich ein bisschen aus sich hinaus und wagt sich was. Sie fühlt sich in Ethans Nähe einfach nur wohl und genießt dieses Gefühl. Ich gönne ihr das, frage mich aber, warum sie ihn so schnell zu sich nach Hause einlädt, schließlich ist das ja irgendwie ihre Burg, ihre Sicherheit. Aber ich glaube, dass sie diese Entwicklung braucht.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht, denn Konfliktpotenzial ist auf jeden Fall an allen Ecken und Enden vorhanden.

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La Tina kommentierte am 20. Juli 2018 um 20:37

Bei Ethan hab ich den Verdacht, er hat einen übermäßigen Beschützerinstinkt entwickelt und projiziert auf Katie nun irgendwas.

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nicigirl85 kommentierte am 21. Juli 2018 um 14:41

Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass er das wieder gut machen will, was sein Vater getan hat.

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La Tina kommentierte am 21. Juli 2018 um 23:22

Du meinst, an Katie? Ja, wäre eine Erklärung.

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Tilly Jones kommentierte am 22. Juli 2018 um 09:58

Genau das denke ich auch! Dass er versucht irgendwas gut zu machen, dabei aber weit übers Ziel hinaus schießt.

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La Tina kommentierte am 22. Juli 2018 um 18:24

Wobei die Frage ist, ob er dabei mehr an sich oder an sie denkt. Stalker sind ja nicht grad für Objektivität bekannt :-D

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nicigirl85 kommentierte am 23. Juli 2018 um 14:14

Er übertreibt es ganz klar, aber wenn man das Gefühl hat eine enorme Schuld auf sich geladen zu haben (er konnte ihr ja damals nur bedingt helfen), dann agiert man vielleicht so.

 

Wir dürfen ja nicht vergessen, dass die Kinder von etwas sehr grausamen geprägt worden sind.

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Sarahs_Leseliebe kommentierte am 25. Juli 2018 um 08:55

Ja und er steigert sich auch immer mehr in diese Sache rein. Zwar denkt er selbst, dass er Katie in Ruhe lassen sollte, kann es auf der anderen Seite aber auch irgendwie nicht. Und je öfter er sie sieht oder mit ihr schreibt, desto stärker ist sein Drang bei ihr zu sein.

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seitenleben kommentierte am 01. August 2018 um 12:14

mir ist er auch zu obsessiv, zu sehr auf Katie fixiert. Schutzengel ist ja eine edle Einstellung, aber auch sexuell ist er wahnsinnig auf sie fixiert (er sucht sich ja sogar Freundinnen, die wie sie aussehen). Er ist und bleibt für mich unheimlich.

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nicigirl85 kommentierte am 21. Juli 2018 um 14:40

Hier kann ich dir nur zustimmen, dass ich ihr Vertrauen ihm gegenüber doch sehr seltsam ist. Sie scheint keinerlei Zweifel zu haben und traut ihm offenbar blind. Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass das möglich ist, wenn einem so etwas passiert ist wie Katie es erleben musste.

 

Oh ja und Konflikte lauern nur darauf an die Oberfläche zu kommen, mal sehen wie das Ganze ausgehen wird... Aber es ist der erste Teil einer Reihe also denke ich mal, dass viele Fragen offen bleiben, damit man auch die anderen Bücher liest.

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Tilly Jones kommentierte am 22. Juli 2018 um 09:59

So ging es mir auch. Katie ist ja doch immer sehr vorsichtig und dass sie es bei ihm nicht ist, fand ich seltsam. Nicht weil es Ethan / Will ist sondern eben generell. Und ich finde, dass müsste sie sich auch selbst mal wirklich fragen. Oder ihre Therapeutin.

 

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Sarahs_Leseliebe kommentierte am 25. Juli 2018 um 08:59

Da stimme ich voll zu. Katie ist ein wenig zu vertrauensselig bei ihm und lädt in - meiner Meinung nach - schon ziemlich früh zu sich nach Hause ein. Das ist schon ziemlich intim, gerade weil sie mit ihm alleine ist.

Ich verstehe auch nicht, warum sie ihrer Therapeutin nicht alles erzählt. Sie scheint diese doch schon ziemlich lange zu haben und sie ist doch da um gerade solche Sachen, wie einen Mann kennen zu lernen, zu verarbeiten. Klar möchte sie nun endlich leben und nicht mehr bemuttert werden, weswegen Katie auch ihrer Mutter und Brenna zuerst nichts von Ethan erzählt. Aber ihrer Therapeutin Dinge zu verheimlichen? Irgendwie merkwürdig.

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Glimmerchen kommentierte am 28. Juli 2018 um 20:04

Die Sache mit Ethan sehe ich genau so.

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La Tina kommentierte am 20. Juli 2018 um 20:32

Oh man, das hätte ich jetzt nicht gedacht, dass beide, Katie und Will, solch einen Spießrutenlauf über sich ergehen lassen mussten. Sie war das sexsüchtige Flittchen und er hat zusammen mit seinem Vater Mädchen vergewaltigt. Das zeigt: Die Wahrheit interessiert die Leute nicht, sie sehen nur das, was sie sehen WOLLEN.

Nicht nachvollziehen kann ich Ethans Handeln. Warum gibt er nicht einfach zu, dass er Will ist und sie sehen wollte nach ihrem Interview? Sie hätte es verstanden, wenn er erklärt hätte, er war zu scheu, das gleich zuzugeben. Nun ist es zu spät. Aber intim werden kann er mit ihr nicht wegen des Tattoos. Super, also muss er sie erneut sitzen lassen jetzt? Denn ich glaube nicht, dass sie weitergehen als bis zum Knutschen. Vielleicht klingelt auch gleich die Nachbarin und sagt Katie Bescheid, dass der Stalker bei ihr zu Besuch ist :-D Außerdem: Was soll das Postfach? Warum muss er die Briefe seines Vaters lesen? Neugier? Loyalität? Ich hätte einen kompletten Cut gemacht und alle Verbindungen gekappt. Im Übrigen könnt ich mir vorstellen, dass er austickt, sollte Katie sich mit Brennas Kollegen verabreden, Ethan will Katie ja regelrecht besitzen.

Katie dachte als Kind tatsächlich, ihr Vater hätte Ekel vor ihr, ich hab es befürchtet. So viele Missverständnisse, die unnötig zu noch mehr Leid führen. :-(

Kann ein TV-Sender eigentlich einfach so einen Film über sie drehen ohne dass sie was dagegen machen kann? Ist das typisch für Amerika?

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Tilly Jones kommentierte am 22. Juli 2018 um 10:02

Ich stimme dir voll zu! Diesen Spießrutenlauf und die schlimmen Vermutungen fand ich richtig heftig. Sowas sollte niemand durchmachen müssen, schon gar keine Kinder! Und dass die Polizei gleich davon ausgeht, dass Will beteiligt war, fand ich auch schlimm.

Das mit dem Film hab ich mich auch gefragt. Ich dachte immer, da müssten erst Rechte eingeholt und Verträge abgeschlossen werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das in Amerika anders ist, oder? Wäre mal interessant, zu erfahren.

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Cookie02 kommentierte am 02. August 2018 um 12:31

Ich vermute, Ethan hat das Postfach und liest die Briefe seines Vaters, weil der eben immer noch sein Vater ist. Kinder lieben ihre Eltern, und ganz gleich, was sie ihnen antun, sie wünschen sich trotzdem deren Lob und Anerkennung. Und wahrscheinlich hofft Ethan immer noch darauf, dass sein Vater ihn lobt und für gut befindet. Außerdem ist Ethan ja von dem Gedanken geplagt, er sei genau so wie sein Vater - und vielleicht hofft er noch darauf, dass dieser seine Fehler erkennt und eingesteht, dass Ethan ganz anders ist als er. Also, dass er quasi durch seinen Vater von jeglicher genetischer Schuld frei gesprochen wird.

 

Das mit dem Film ist - glaube ich - tatsächlich auch in Deutschland so. Es ist ein Ereignis, das öffentlich bekannt ist, und solange sie Katies Interview oder persönliche Fotos nicht mit hinein schneiden, könnten sie einfach sowas wie "basiert auf wahren Begebenheiten" davor setzen und dann auch ohne Einwilligung einen Film drehen. Ist ja ein Thema von "öffentlichem Interesse".

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lenisvea kommentierte am 21. Juli 2018 um 13:09

Hallo, 

ich habe den Abschnitt nun auch beendet. Mir gefällt Ethan als Hauptcharakter eigentlich sehr gut. Ich verstehe einfach nicht, warum er sich beim ersten Treffen nicht geoutet hat. Sie war ja immer positiv ihm gegenüber eingestellt. 

 

 

 

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Sarahs_Leseliebe kommentierte am 25. Juli 2018 um 09:03

Nun ja, das weiß er glaube ich gar nicht. Er hat damals den Kontakt zu Katie abgebrochen und nun denkt er wahrscheinlich, dass sie nichts mehr mit ihm zu tun haben möchte und auch nicht auf diese Weise mit ihrer Vergangenheit konfrontiert werden will.

Außerdem wäre es ja langweilig, wenn das gleich zu Anfang rauskommen würde, oder nicht?

Aber ich denke, dass es im letzten Abschnitt irgendwie dazu kommen wird, dass Katie erfährt wer Ethan wirklich ist und das wird im ersten Moment vielleicht nicht so angenehm sein. Für beide nicht. Ich bin gespannt wie die Autorin das lösen möchte.

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nicigirl85 kommentierte am 21. Juli 2018 um 14:37

Also ich bin nach wie vor erstaunt wie gut sich das Buch lesen lässt. Man möchte wirklich immer tiefer eintauchen.

Bei Katie bin ich mir nicht ganz sicher, ob man sich wirklich so verhalten würde wie sie, wenn einem so etwas schlimmes passiert ist. Sie lässt ihn ja nun bei sich rein und bricht damit ihren Schutzwall auf. Aber vielleicht muss das auch einfach sein, man kann ja nicht ewig an alten Geschichten festhalten. Immerhin hat sie ja 8 Jahre Zeit gehabt alles irgendwie zu verarbeiten. Trotzdem wirkt es etwas zu vertraut, aber ich würde es ihr gönnen, wenn ihr Leben eine neue Richtung einlegt.

Ethan ist ja wirklich nett, trotzdem finde ich sein Verhalten doch arg übertrieben. Ich würde mich an Katies Stelle sehr eingeengt fühlen, weil er so enorm beschützen will. Aber vielleicht denke ich auch nur so, weil ich auch schon negative Erfahrungen gemacht habe diesbezüglich. Wenn es wirklich ehrlich gemeint ist, dann ist das ja schon toll.

 

Trotzdem denke ich, dass Ethan aus seinem Lügengerüst kaum noch raus kommen kann. Hätte er ihr gleich gesagt wer er ist, hätte sie es verstanden und ihn sicher nicht abgelehnt. Wenn er jetzt erst deutlich später damit um die Ecke kommt, dann wird sie ihm das nicht verzeihen können.

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La Tina kommentierte am 21. Juli 2018 um 23:27

Katie ist mir auch plötzlich zu vertrauensselig, das passt nicht dazu, dass sie voller Ängste anderen Menschen gegenüber ist. Solch eine immense Angst steckt tief, die verschwindet doch nicht so plötzlich. Daher kann ich nicht nachvollziehen, dass sie ihn so schnell zu sich einlädt, er könnte doch auch einer sein, der sich erst freundlich gibt und später zudringlich wird. So wie ihr Entführer damals.

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nicigirl85 kommentierte am 23. Juli 2018 um 14:18

Ich bin da ganz auf deiner Seite.

Auch wenn nun 8 Jahre vergangen sind, sollte der Schmerz doch nach wie vor tief sitzen, daher kann ich Katies Verhalten nicht so recht deuten.

Ich betrachte es aus meiner Sicht: Mir ist vor 2 Jahren ein Schicksalsschlag passiert, der sich immer noch anfühlt als wäre alles erst gestern passiert und ich traue niemanden über dem Weg und das war bei weitem nicht so mies und schlimm wie das was unsere Protagonistin erlebt hat...

Aber vielleicht gibt es einen Unterschied, ob man etwas Fieses als Kind oder als Erwachsener erlebt hat. Vielleicht ist man als Kind eher in der Lage zu verdrängen oder gar zu vergessen...

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 172 bis 341
Sarahs_Leseliebe kommentierte am 25. Juli 2018 um 09:05

Genau die Gedanken hatte ich beim Lesen auch! Ich hätte eher gedacht, dass sie sich wenn dann eher an öffentlichen Orten treffen und sie Ethan nicht gleich nach zwei Dates zu sich nach Hause einlädt.

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 172 bis 341
lisamarie_94 kommentierte am 22. Juli 2018 um 12:06

Auch im zweiten Leseabschnitt geht es sehr spannend weiter - ich bin mir sicher, bis heute Abend habe ich das Buch ausgelesen ;-) 

Katherine ist mir nach wie vor sehr sympathisch, auch wenn ich es nicht mag, dass sie so dermaßen selbstkritisch ist und gleich immer bei sich die Schuld sucht. Aber zumindestens ist ihr selbst das Problem bewusst und sie versucht, sich nicht mehr sooft für Dinge zu entschuldigen. Generell ist sie sehr mutig und besitzt einen großen Kampfwillen, das mag ich sehr an ihr. Auch kann ich verstehen, dass sie sich von ihrer Mutter (und manchmal auch von ihrer Schwester Brenna) erdrückt fühlt. Selbstverständlich kann ich auch deren Angst um ihre Tochter/Schwester nachvollziehen und würde wohl an ihrer Stelle ähnlich handeln. Nichts desto trotz muss Katherine aber anfangen wieder richtig zu leben und dafür ist sie eben auch bereit zu kämpfen!! 

Auch Ethan/Will mag ich sehr, auch wenn ich nicht ganz vertsehen kann, warum er nicht endlich mit der Wahrheit herausdrückt? Schon klar, er hat Angst von Katie zurückgewiesen zu werden... Aber zumindestens hat er auch ein ordentlich schlechtes Gewissen deswegen. Ich befürchte ja, dass Katie seine wahre Identität bald selbst rausfinden wird (z.B. wegen seines Tattoos???) und dann wird sie sicher mächtig enttäuscht und verletzt sein - ich sehe das schon richtig kommen...

Die Liebesgeschichte an sich entwickelt sich sehr realtätsnah und authentisch, wenn man bedenkt, welche Vergangenheit Katie mit sich rumschleppt. Da ich es von vielen anderen Büchern aber gewöhnt bin, dass sich die Liebesgeschichte um einiges rascher weiterentwickelt, ist es für mich halt auch schon sehr gewöhnungsbedürftig :-)

Ich freue mich auf jeden Fall schon riesig auf den dritten Leseabschnitt und erwarte mir jetzt jede Menge Drama und ein leeeeider gebrochenes Herz von Katie. Trotzdem bin ich aber davon überzeugt, dass es ein Happy End für die beiden geben wird!!

Liebe Grüße,lisamarie_94

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 172 bis 341
La Tina kommentierte am 22. Juli 2018 um 18:27

Ja, die Liebesgeschichte selbst entwickelt sich äußerst langsam, aber schneller wäre unrealistisch. So hab ich beim Lesen Zeit, mich in die Psyche der beiden hineinzudenken, damit ich ihr Handeln möglichst nachvollziehen kann.

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 172 bis 341
Leselulu kommentierte am 23. Juli 2018 um 20:32

Ich finde es auch ziemlich realitätsnah, dass alles so langsam geht, wenn man bedenkt, was Katie zugestoßen ist...in manchen Dingen finde ich sie eher ziemlich vorschnell (direktes Mitgehen im Freizeitpark, ihn schon zu sich nach Hause einladen, ...)

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Leselulu kommentierte am 23. Juli 2018 um 20:30

So ich habe soeben Abschnitt 2 beendet und gebe direkt mal meinen Senf dazu:

Katie kann ich auch nicht wirklich verstehen in Bezug darauf, dass sie Ethan schon so schnell zu sich nach Hause einlädt. Außerdem finde ich es etwas naiv zu glauben, dass Ethan sie (unabhängig davon, dass er Will ist) nicht kennt - wie Brenna sagte: Das war ewig lange UND aktuell überall in den Medien, wie sollte er das auch als Fremder nicht mitbekommen!? Mich würde das an ihrer Stelle misstrauisch machen...

Was Ethan betrifft, bin ich mittlerweile auch fest davon überzeugt, dass er irgendwie wieder gut machen will, was sein Vater Katie angetan hat. Doch sind seine Gefühle für Katie dann überhaupt echt? Das wäre beispielsweise ein wichtiges Thema für eine Therapie, die er meiner Meinung nach dringend bräuchte! Dass dem Kind eines verurteilten Vergewaltigers und Mörders so etwas nicht angeboten wird, macht mich sprachlos.
Genauso überzeugt bin ich aber auch davon, dass Ethan einen triftigen Grund dafür hatte, Katie nicht seine wahre Identität preiszugeben. Ich glaube, dass da in der Vergangenheit noch irgendetwas passiert ist, was wir in einem der Rückblicke noch erfahren werden. Ich bin mal gespannt, wie seine Identität ans Tageslicht kommt, ob durch dir Nachbarin oder das Tattoo.

Ich glaube ja, dass das Buch damit enden wird, dass Katie die Wahrheit über ihn herausfindet und ihn dann von sich stößt. Da es sich um eine Buchreihe handelt, wird es nämlich garantiert ein offenes Ende geben.

Und was mich MEGA nervt, ist dass Barbara Ostrop, dass "you" zwischen den beiden bis zum ersten Kuss jedes Mal in "Sie" übersetzt hat! Das passte schon nach dem Kaffee am Freizeitpark nicht mehr in die Handlung und ist außerdem für eine 20-Jährige und einen 23-Jährigen(?) wenig authentisch finde ich.

Ansonsten gibt's aber nichts zu meckern und ich werde mich nun viele Begeisterung in den letzten Teil stürzen! :)

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 172 bis 341
seitenleben kommentierte am 01. August 2018 um 12:17

Die Sache mit dem "Sie" hat mich auch immer wieder stutzig gemacht. ;)

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 172 bis 341
Cookie02 kommentierte am 02. August 2018 um 12:40

Oh ja, dieses "Sie" hat mich auch extrem gestört. Am Anfang fand ich es irgendwie süß und passend zu Ethans "Gentleman"-Verhalten, aber irgendwann reicht es auch.

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 172 bis 341
Sarahs_Leseliebe kommentierte am 25. Juli 2018 um 09:15

Auch ich habe den Abschnitt nun beendet, gehe aber mit gemischten Gefühlen da raus.

Zum einen finde ich die Geschichte von Ethan und Katie sehr bewegend und bis auf ein paar wenige Punkte sehr realistisch aufgebaut. Ich finde es mutig, wie Katie sich ihren Weg zurück ins Leben kämpft und versucht normal zu sein, obwohl sie das nie wieder sein wird. Auch, dass die Liebesgeschichte sich ganz langsam aufbaut ist wirklich schön, alles andere wäre auch fernab der Realität. Aber dieser Sprung von Kennenlernen im Park und Ethan zu sich nach Hause einladen ist vielleicht doch ein bisschen zu groß .... 

Auf der anderen Seite ist Ethans Verhalten ganz bestimmt seiner schlimmen Vergangenheit geschuldet und er versucht die Taten seines Vaters wieder gut zu machen, aber mir ist das irgendwie zu extrem. Die Gedanken, die immer um Katie kreisen sind schon ein bisschen gruselig. Wie er selbst auch sagt, ist er regelrecht besessen von ihr und kommt einfach nicht mehr von ihr los. Er bräuchte wirklich dringend eine Therapie, da er die ganzen Dinge, die ihm widerfahren sind, bestimmt nie richtig verarbeitet hat.

Ich denke auch, dass der Grad zwischen ehrenvoll und mit guten Absichten und Stalker und mahnisch besessen sehr dünn ist.

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 172 bis 341
Glimmerchen kommentierte am 28. Juli 2018 um 20:03

Der Schreibstil gefällt mir nach wie vor gut. Das Buch lässt sich sehr flüssig und leicht lesen. Auch die Zeitwechsel finde ich gut gelungen.

Was mich aber wirklich stört ist die Insta-Love, also zumindest von Katies Seite aus. Nach einem treffen zu sagen man ist verliebt.....Puhh. Ich finde es auch relativ unrealistisch wie schnell für sie bei Ethan auf einmal alles in Ordnung ist. Klar, teilweise kann ich mich in sie hineinversetzen aber die meiste Zeit finde ich sie relativ nervig. Mal gucken wie der letzte Abschnitt wird.

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Elena kommentierte am 30. Juli 2018 um 19:46

Die Story gefällt mir nach wie vor gut, auch wenn ich dabei bleibe, dass die Figur von Katherine zu naiv dargestellt/geformt wurde. Sie lädt Ethan so schnell zu sich nach Hause ein? Wird nicht misstrauisch, weil er angeblich noch nie etwas von ihr gehört hat? Trotzdem finde ich es mutig, wie sie sich dem Leben stellt!

Ethans Besessenheit von Katherine finde ich nach wie vor etwas gruselig, aber auch romantisch. Wir wissen ja, dass (hoffentlich!) nur gute Absichten dahinterstecken!
Wie er nach der Entführung behandelt wurde, lässt mich fassungslos zurück, dieses Kind hätte dringend eine Therapie gebraucht anstatt der Mittäterschaft bezichtigt zu werden! Das Ethan nicht noch schlimmer traumatisiert ist, ist wirklich verwunderlich...

Brenna taucht in diesem Abschnitt ein wenig mehr auf und ich hoffe, dess wir die vielen Nebenfiguren noch etwas besser kennenlernen werden, da der Plot was die Charaktere angeht, bisher doch sehr einseitig ist.

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Leseratte2007 kommentierte am 30. Juli 2018 um 21:13

Ich kann dir hinsichtlich Ethans Vergangenheit nur zustimmen. Ich finde es erschreckend wie er behandelt wird. Er wollte sie nur befreien und wird jetzt mit seinem Vater auf eine Stufe gestellt. Damals war er wie alt? 15?! Da hätte man auch feinfühliger vorgehen können! Er war total außer sich und Katie hat bestätigt, dass es nur sein Vater war! Die Polizisten wollten einfach nur das glauben, was in ihre Weltanschauung und ihr Konzept passt, da war doch egal, was Ethan und Katie gesagt haben! Eine Psychologin hätte er wirklich gebraucht, weil er auch von seinem Vater missbraucht und misshandelt wurde! Er hätte eine liebevolle Bezugsperson gebraucht, die ihn unterstützt und umsorgt!

Brennas Auftauchen zeigt ein wenig abwechslung in der Figurenkonstellation, aber sie wirkt auf mich ziemlich blass. Anders als Katie und Ethan, die wirklich eine gewisse Tiefe aufweisen!

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 172 bis 341
Elena kommentierte am 01. August 2018 um 18:39

Das stimmt. Mehr Nebenfiguren UND mehr Tiefe wären schön!

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 172 bis 341
Leseratte2007 kommentierte am 30. Juli 2018 um 21:08

Jetzt habe ich auch endlich den 2. Abschnitt fertig gelesen. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie habe ich keine wirkliche Lust gehabt das Buch in die Hand zu nehmen...

Der Schreibstil gefällt mir weiterhin sehr gut, insbesondere die Perspektivenwechsel und die Zeitenwechsel gefallen mir sehr gut. Katie und Ethan sind tolle Charaktere, die sich immer weiter annähern. Im 1. Abschnitt haben mich die Wiederholungen von Katies und Ethans Gedanken noch nicht wirklich gestört, aber jetzt weiß ich, was ihr gemeint habt. Es ist zwar gut möglich, dass es so oft wiederholt wird, weil es ihre Gedanken sind, die sich wie eine Gedankenspirale immer wieder wiederholen, aber das ist einfach nervig. Ethans andere Gedanken hinsichtlich Katie sind zwar ein wenig ... besessen, aber ich finde es wichtiger, wie er sich ihr gegenüber verhält. Er nimmt Rücksicht auf sie und bedrängt sie nicht. Da kann er von mir aus so viele obsessive und besessene Gedanken haben wie er will.

Ich finde es sehr authentisch wie sich Katie verhält. Ihr muss unterbewusst klar sein, wer Ethan in Wirklichkeit ist, sonst würde sie sich anders verhalten und vor ihm, wie vor allen anderen Männern, Angst haben.

Ich bin auf den 3. Abschnitt gespannt und ich bin mir zu 100% sicher, dass sie nun hinter Ethans Maskerade kommt. Seine Tätowierung ist da nur der kleinste Hinweis. Wenn sie dieses sieht, müsste sie eigentlich schon darauf kommen, wer er ist...

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 172 bis 341
Cookie02 kommentierte am 02. August 2018 um 11:52

Auch der zweite Abschnitt konnte mich fesseln und begeistern, aber auch hier habe ich einige Kritikpunkte.

Ethans Verhalten kann ich einfach nicht verstehen. Ich mag ihn und ich glaube ihm inzwischen auch, dass er wirklich Liebe für Katie empfindet, und ich verstehe auch, warum er solch eine Angst davor hat, ihr die Wahrheit zu sagen. Aber ich kann überhaupt nicht akzeptieren, dass er so weit mit ihr geht, "um ihr zu zeigen wie begehrenswert sie ist", obwohl er weiß, dass sie das sehr verletzen wird, wenn sie die Wahrheit erfährt. Wie will er das denn enden lassen? Will er mit ihr schlafen, damit sie sich geliebt fühlt, und sie dann abservieren? Oder glaubt er, er kann seine frühere Identität sein ganzes Leben lang vor ihr verbergen? Was er sich dabei denkt, verstehe ich einfach nicht.

Katie tut mir wahnsinnig leid, dass sie so leiden musste - auch nach dem eigentlichen Schrecken - und dass Ethan sie so anlügt. Mir graut davor zu erleben, was das mit ihr macht, wenn sie die Wahrheit erfährt. Ich muss allerdings auch sagen, dass es mir unrealistisch erscheint, wie schnell sie Ethan an sich heran lässt - sowohl körperlich, als auch in ihr Haus. Das passt für mich nicht zu ihren enormen Ängsten, die im ersten Abschnitt so ausführlich dargestellt wurden.

Alles in allen finde ich die Geschichte der beiden sehr berührend und süß, und ich wünsche mir auf jeden Fall ein Happy End für die beiden. Allerdings stören mich auch immer wieder die o.g. Kritikpunkte, sodass ich mich beim Lesen ein wenig über die Charaktere ärgere.

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 172 bis 341
Bücherträumerin kommentierte am 02. August 2018 um 17:17

In den Punkten bezüglich Ethan kann ich dir voll und ganz zustimmen. Ich finde er sollte endlich reinen Tisch machen. Denn wenn Katie es von sich aus herausfindet... uiuiui... da wird es dann ganz schön krachen. Und bei allem was Katie schon durchmachen musste, hoffe ich das wirklich nicht!

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 172 bis 341
MercyforArael kommentierte am 02. August 2018 um 14:54

Leider kränkel ich in den letzten Tagen etwas, wodurch ich jetzt erst mit dem 2. Drittel fertig geworden bin und eventuell heute nicht ganz fertig werde, aber ich hole es in den nächsten paar Tagen definitiv nach, sollte das der Fall sein.

 

Den zweiten Teil des Buches fand ich schon wesentlich ansprechender als den ganzen Anfang zusammen. Vor allem wird es ab Seite 239 durch den Schreibstil wesentlich interessanter und nimmt endlich Fahrt auf. Auch wenn ich mir wünschte, sie hätte die Vergangenheitsparts chronologisch gelassen, statt da wieder einen weiteren Sprung zurück zu machen.

Und über indirekte Rede muss auch nochmal geschaut werden. Nur weil man die Gegenwartsform benutzt, darf man das nicht vernachlässigen. So wie hin und wieder mal ein Wort falsch dekliniert/konjugiert ist oder fehlt. Aber nichts, das allzu sehr auffällt.

 

 

Die Charaktere im zweiten Teil:

Selbstredend studieren beide dasselbe (Grafik, Kunst, Design). Die meisten Kinder haben sich früher kreativ ausgelebt und Büchlein gebastelt oder dergleichen, das ist nichts besonderes, auch wenn ich es mag, dass Katie da irgendwie kindlich stehen geblieben ist und direkt am letzten schönen Sommer anknüpft, indem sie es nun studiert.

Die Wiederholungen sind jedoch nach wie vor nervig. Allein schon, dass sie keine Erfahrung mit Männern hat und Männern nicht vertrauen kann. Ich verstehe den Wirbel ihrer Gedanken, aber selbst wenn es ihr durch den Kopf geht, muss man für den Leser einen Kompromiss eingehen und nicht immer wieder dasselbe schreiben.

Zudem erkennt sie ihn immer noch nicht. Vor allem die Augen verändern sich doch nicht und seinen Retter muss man doch nicht lange gesehen haben, damit es sich so ins Gedächtnis brennt. Spätestens, als er erwähnt den Sport fürs Jobben aufgegeben zu haben und immer wieder Andeutungen macht, unehrlich zu sein. Und sie auch noch an Will denkt. Sie erkennt ihn nicht mal, als er endlich die Brille abgenommen hat. Allmählich bin ich davon überzeugt, dass er eine Schönheitsop hinter sich hat.

Ich mag es zwar, dass sie das denkt, doch deine Therapeutin zu schlagen wird auch nichts besser machen oder irgendwem helfen. Nicht mal dir selbst. Und die Selbstreparatur hast nicht nur du verdient, sondern jeder. Jeder Mensch hat das ein oder andere, was ihn kaputt macht. Wie gesagt, ich kann nicht verstehen, wie sie sich genau fühlt und wünschte mir, dass es auch kein anderer könnte. Doch wie bereits erwähnt geht es mir geistig auch nicht gut. Man muss nicht vergewaltigt werden, um völlig am Ende zu sein.

Man braucht eben Zeit und das sollte sie langsam auch mal einsehen. Weniger Zeit damit verbringen davon ausgehen nicht repariert werden zu können und mehr umsetzen, würde helfen.

Interessant finde ich, dass sie sich während des Dates immer selbst die Schuld gibt, alles zu versauen mit ihrem Verhalten und jetzt, da sie lernt wieder sauer werden zu können, meint, es sei nur Ethans Schuld und nicht ihre. Dabei könnte sie selbst auch jeder Zeit die Initiative ergreifen. Es ist nicht so, dass immer der Mann verpflichtet ist, sich zu melden, das kann auch die Frau prima machen. Und wenn es ist, um den Fehler herauszufinden und es nächstes Mal besser zu machen. Ich hasse Frauen (reale oder fiktive) die immer meinen alles dem Mann aufbrummen zu müssen. Durch diese Spezialisten darf ich mir von vielen Männern immer anhören, dass Frauen nie irgendetwas selbst erledigt bekommen, sondern alles immer vom anderen Geschlecht verlangen.

Umso sehr habe ich mich gefreut, als sie ihn schlussendlich angerufen, nachgefragt und die Sache geklärt hat. Da war ich wirklich „stolz“ auf sie. Und das hat sie gleich sympathischer gemacht. Sie hat damit nicht nur ihre verständliche Angst zerschlagen, sie hat sich auch vom grottigen Klischee einer Protagonistin gelöst. Zumindest in der Sache.

Und ich verstehe, dass sie es mag sich von der Nachbarin umsorgt zu fühlen, aber sie verbirgt extra ihr Privatleben und mag doch die verdammt neugierige Nachbarin, die einfach nur in ihrer Wissbegier unverschämt ist. Dass die Schwester und die Mutter sie deswegen gar nicht leiden können finde ich ein wenig unlogisch, da sie Katie beschützen wollen und sogar ihr Handy tracken lassen. Sicherlich, die Nachbarin gehört nicht zur Familie und mischt sich in Katis Vergangenheit ein, aber so aufdringlich wie die Dame ist, wird sie vermutlich jede Nacht Wache halten und direkt die Polizei rufen, wenn etwas passiert. Oder Katie aus Versehen im Schlaf falsch atmet.

Außerdem ist es gut, sich nicht immer zu entschuldigen und für alles die Schuld auf sich zu laden, aber wenn man nach den Küssen abhaut, er einen nachrennt und sich sorgt, einen nach Hause fahren will und man lehnt ihn weiter ab, weil man urplötzlich allein sein will, dann ist ein „Tut mir leid“ meiner Meinung nach angebracht.

Auch wenn Ethan einen Großteil der Schuld trägt. Wäre er irgendwer, dann nicht mal unbedingt. Aber als Will, der uns ja hin und wieder mal wissen lässt, dass er ihr Schutzengel ist und dass er der einzige ist, der Katies Schicksal nachempfinden kann, hätte sich am Riemen reißen MÜSSEN.

 

 

Will/Ethan verabscheut den Namen seines Vaters, den er auch selber trägt, benennt sich aber mit Nachnamen Williams… Aber von Selbstgeißelung scheint er ja ohnehin ein Fan zu sein. Auch wenn ich es für eine lebendige Charaktereigenschaft halte, dass er einerseits versucht endlich seiner Vergangenheit zu entkommen und andererseits sich absichtlich wieder hineinwirft, so mit seinem Hin und Her wegen Katie.

Ebenso wie die Erklärung für Ethans Muskeln durch den Sport, hat die Autorin auch eine gute Ausrede für den Brief, den der Vater ihm jetzt natürlich schreibt, passend zum Interview. Und ich mag es, dass er weiter in seinem Wahn festhält, wenn er auch ganz klischeehaft zu Gott gefunden hat oder das zumindest behauptet. Ob der Brief noch böse Folgen haben wird? Zum Beispiel könnte Katie ihn finden. Aber auch hier ist überall wieder die Lieblingsbeleidigung der Autorin drin „Schlampe“.

Genauso erwarte ich, dass die nervige Nachbarin Ethan am Morgen sehen und „erkennen“ wird. Dann hätte die alte Dame zumindest ein besseres Gedächtnis als Katie.

Alle die ich frage und mich selbst eingeschlossen verstehen nie, wieso Charaktere nie gegen sich selbst ankämpfen können. Wenn sie Sex haben oder wie jetzt mit Will, sie können einfach nicht gegen sich selbst ankämpfen. Ein Gedanke beherrscht sie immer und macht sie eher zu Witzfiguren. Allerdings mag ich es, auch wenn ich seine abhängige, aufdringliche Art hasse, dass er sich selbst Ausreden sucht, um doch noch Zeit mit Katie zu verbringen. Wie er ihr „selbstlos“ helfen will, um ihr zu zeigen, dass sie doch mit Männern zurechtkommt und begehrenswert ist.

Ich wünschte nur wirklich, er könnte einfach ehrlich zu ihr sein oder bei seinen Plan bleiben, anstatt zu denken „ich muss mich fern halten“, zwei Sätze später wieder darauf zu schei*** und die Gedankenspirale von vorne anzufangen. Dass er sie so belügt ist bisher einfach nur absolutes Klischee, nur möglich durch ein weiteres Klischee: Dass Protagonisten eben machtlos sind, wenn es eine bestimmte Sache in ihrem Kopf gibt.

Es ist eine Charaktereigenschaft, die ich bei Protagonisten einfach nicht nachvollziehen kann. Und deswegen stehe ich damit auf dem Kriegsfuß. Ja, wenn man selber schreibt braucht man oft solche Momente wie „wie von selbst machte er das oder das“, aber dieser hirnlose Zwang…

Dennoch werde ich mit Ethan irgendwo langsam warm. Gerade durch Aussagen wie „Du stellst für mich den Becher neben dir ab, aber dann darfst du dich auch nicht beschweren, wenn ich hin und wieder nach einem Schluck verlange.“ Er meinte es zwar ehrlich, aber ich musste über solch eine dreiste Ausrede, damit er mit ihr sprechen kann und sich rüberlehnen darf, wirklich lachen. Natürlich will er ihr das Getränk nicht vorenthalten und sein Körper ist „zu massig“ um sich bequem zwischen die Armlehnen zu lümmeln. Andererseits ist Ethan so durch, dass ich ihm nicht mehr bei sowas vertraue, selbst wenn er keine expliziten Gedanken dazu preisgibt.

Und wer zum Teufel isst Popcorn mit M&Ms… Wobei selbstredend das Kino, bis auf ihren Saal, voll ist. Gut auch, dass sie vorher nicht abklären, ob Actionfilme in Ordnung wären und sie es darstellt, als wäre es etwas besonderes, wenn eine Frau Actionfilme mag. Wer sich allerdings einen Kinobesuch leisten kann, nur um aus dem Regen herauszukommen, kann ich mir nicht vorstellen. Vor allem auch mit Knabberkram. Und Hauptsache Katie flieht aus dem Kino und erwähnt, dass der „Asphalt nass sei, als hätte es schon geregnet“.

 

 

Ich mag den Detective, der den beiden hilft. Immerhin jemand, der Will nicht unnötigerweise gleich verurteilt und weiß, dass Katie und Will eben auf ihre Art mit der Heilung umgehen müssen. Manchmal ist es eben besser mit jemanden zu reden, der es besser nachvollziehen kann. Außerdem assoziiert Katie mit ihm automatisch Schutz und es ist traurig, dass das niemand verstehen kann. Schade auch, dass Katies Mutter dem Jungen nicht eher dankbar gegenüber eingestellt ist –immerhin hat er ihre Tochter da raus geholt, auch wenn sie es nicht glauben mag –sondern ihn zum Sündenbock macht.

Ich akzeptiere, dass sie kritisch Will gegenüber stehen, aber dem Mädchen abzusprechen, dass Will sie geholfen hat und ihr allein den Verdienst zuzuschreiben, wo er sie doch sogar „in“ die Polizeistation gebracht (und das als Mittäter nicht getan hätte) und sich ergeben hatte, ist einfach unlogisch und schwachsinnig. Wieder nur eine Szene, um die Vergangenheit von Will möglichst schrecklich zu formen. Genauso aus den Fingern gesaugt wie die Tatsache, dass er beim Sex von seinem Vater schon als Kind zusehen musste. Stattdessen hätte man die logischeren Dinge einhalten können. Es wäre genug Drama gewesen, den man als Leser auch ernst nehmen könnte.

Den Anhänger dagegen hatte ich mir relativ filigran vorgestellt. Aber wenn gut leserlich zwei Worte eingraviert sind, darunter Hoffnung, also ein längeres Wort (und ja, es kann natürlich durch die Übersetzung kommen, dass da ein „Fehler ist“), kann er so klein wie ich ihn mir vorgestellt habe, nicht sein.

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 172 bis 341
Bücherträumerin kommentierte am 02. August 2018 um 17:13

Ich muss gestehen, dass ich immer mehr Probleme mit dem Buch bekomme.

Ethan finde ich zwar nicht gruselig aber irgendwie strange. Auch mit Katie werde ich leider nicht so warm. Ich finde es echt schrecklich was sie durchmachen musste und finde es auch gut die "schmutzigen" Details zu erfahren. So kann man sie als Leser definitiv besser verstehen.
Warum sich Ethan nicht als Will beim ersten Treffen geäußert hat, kann ich zwar einerseits verstehen andererseits aber nicht, denn jetzt verstrickt er sich ja immer weiter in Lügen. Ich bin schon gespannt, wann und wer die Bombe platzen lässt, wer Ethan wirklich ist.

Die Liebesgeschichte der beiden gefällt mir gut. Auch von der Entwicklung geht es mir nicht zu schnell. Allerdings kann ich bei Katherines Vorgeschichte nicht verstehen, warum sie Ethan so blind vertraut und vor anderen Männern Angst hat.

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 172 bis 341
Sancro82 kommentierte am 02. August 2018 um 22:13

Also die Handlung gefällt mir mittlerweile besser und ich steige auch bei Ethan mehr durch. Ich bin gespannt wie es weiter geht.