Leserunde

Leserunde zu „Nie, nie nie" (Linn Strømsborg)

Nie, nie, nie -

Nie, nie, nie
von Linn Strømsborg

Bewerbungsphase: 14.04. - 29.04.
Beginn der Leserunde: 08.07. (Ende: 29.07.)  - TERMIN-UPDATE -

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des Dumont Verlags – 20 Freiexemplare von „Nie, nie nie" (Linn Strømsborg) zur Verfügung. Eine Leseprobe zum Buch findet ihr hier

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch. Darüber hinaus erhaltet ihr zum Abschluss der Leserunde einen Link zu einem Online-Formular, das in Kurzform weiteres Feedback zum Roman abfragt. Für die Teilnahme daran, mit der ihr euch durch eure Bewerbung einverstanden erklärt, erhaltet ihr 1.000 Community-Punkte gutgeschrieben.

ÜBER DAS BUCH:

„Ich will keine Kinder, nicht mit ihm, mit niemandem. Schon gar nicht mit mir selbst.“

Ein Roman am Puls der Zeit über das Muttersein und das Nicht-Muttersein: frisch, ehrlich und warmherzig erzählt

Linn Strømsborgs Erzählerin ist fünfunddreißig – und hat sich schon vor Jahren dazu entschlossen, keine Kinder zu bekommen. Davon, wie sich ihre Entscheidung auf die Beziehungen zu Freunden, den Eltern und nicht zuletzt dem Partner auswirkt, handelt dieses Buch: Ihr Umfeld hat Schwierigkeiten, ihre Haltung zu akzeptieren, immer wieder wird sie mit dem Thema konfrontiert. Da ist ihr langjähriger Partner Philip, der zunehmend daran zweifelt, ob er mit dem Entschluss seiner Freundin leben kann. Ihre Mutter strickt ohnehin seit Jahr und Tag Babykleidung in der Hoffnung auf ein Enkelkind. Als dann die beste Freundin Anniken Nachwuchs bekommt, verändert sich alles.

Aber kann man wirklich nur mit Kind eine Familie sein? Wieso wird von jeder Frau erwartet, dass sie Mutter werden will? Warum ist es so schwierig, andere Lebensentwürfe zu akzeptieren?

Linn Strømsborg beschäftigt sich mit Fragen, die jede Frau – ob Mutter oder nicht – sich irgendwann stellt. ›Nie, nie, nie‹ ist ein Buch der Stunde, das sich mit Elternschaft und Weiblichkeit auseinandersetzt, und zwar auf direkte, empathische und bewegende Weise.

»Warum beschäftigt es Menschen so sehr, wenn ein anderer die Entscheidung trifft, keine Kinder zu bekommen? ›Nie, nie, nie‹ zeigt auf, dass es ganz unterschiedliche Wege gibt, ein erfülltes Leben zu leben, auch wenn man sich nicht reproduziert.« DAGSAVISEN

ÜBER DIE AUTORIN:

Linn Strømsborg, geboren 1986, debütierte 2009 mit dem Roman ›Roskilde‹. Seitdem hat die Autorin drei weitere Romane geschrieben und arbeitet nebenher in der Presseabteilung eines norwegischen Verlags. Im Herbst 2018 war sie für das New-Voices-Programm von Norla ausgewählt. ›Nie, nie, nie‹ ist ihr vierter Roman und der erste, der in deutscher Übersetzung erscheint.

10.07.2021

Thema: Lektüre, Teil l; Seite 1 bis 72

Thema: Lektüre, Teil l; Seite 1 bis 72
Michelly kommentierte am 08. Juli 2021 um 10:06

Hallo zusammen! Mein Buch ist gestern angekommen und ich freue mich sehr hier dabei zu sein. Durch mein Freiticket von Aline, bin ich jetzt gleichzeitig in zwei Leserunden und zwischendurch in Urlaub, das heißt, es kann sein, dass ich erst ein bisschen später kommentiere, das wird dann vor allem vom W-Lan-Zugang abhängen. Ich werde mir meine Notizen ganz altmodisch analog machen und dann eintragen.

Ich freue mich sehr auf diese Leserunde, das Thema verspricht auf jeden Fall gute Diskussionen, würde ich mal sagen. Liebe Grüße, Michèle

Thema: Lektüre, Teil l; Seite 1 bis 72
StefanievonBooksweetbook kommentierte am 08. Juli 2021 um 10:50

Nachdem das Buch gestern bei mir eingezogen ist, habe ich auch gleich mit dem Lesen begonnen und es in einem Rutsch inhaliert. Das sagt schon einiges über das Buch.

Mir ist der Einstieg sehr leicht gefallen. Ich fand es gut gewählt, dass sie erstmal über die Großmutter mütterlicherseits und deren Beziehung zu ihren Kindern und Enkelkindern beschrieben hat. Da fragt man sich schon....sie hat zwar Kinder in die Welt gesetzt, wäre es vielleicht nicht besser gewesen sie hätte es gelassen? So konnte ich unsere 35 jährige Protagonistin, die klar und deutlich sagt, sie möchte keine Kinder, verstehen und fand auch direkt einen Zugang zu ihr. Das stößt bei ihren Expartnern auf Unverständnis und die Beziehungen gehen in die Brüche. Sie wertet nicht, ist neutral und akzeptiert es, wenn andere sich für Kinder entscheiden. Als sie schwanger wird ist ihr klar, dass sie abtreibt. Sie ist nicht bereit für ein Kind, auch dann nicht wenn Philip sich eigentlich doch Kinder wünscht. Sehr stark wie beide sich mit der Schwangerschaft auseinandersetzen und er ihre Entscheidung akzeptiert. Ihre Unterhaltung und wie beide denken und fühlen ging mir sehr nah. Man ist selbst hin und hergerissen und kann beide Sichten nachvollziehen. Das es aber zu einem Bruch kommt und sie sich von einander entfernen ging mir sehr nah.
Die Protagonisten ist sehr reflektierend und stellt sich selbst infrage und analysiert ihre Denkweise. Ich finde das sehr beeindruckend. Ich mag sie sehr.

Ich bin so gespannt was ihr dazu sagt und freue mich auf weitere Eindrücke.

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Schneeweißchen kommentierte am 08. Juli 2021 um 12:43

Ich finde es sehr spannend, wie sie von ihren Expartnern berichtet. Ich kannte z. B. immer nur Männer die keine Kinder wollten - passte zu mir, aber irgendwann hatte ich mich gefragt, wo denn bitte die ganzen potentiellen Väter versteckt seien oder ob die meisten Männer das eben so hinnehmen, dass sie Vater werden "weil es halt so gemacht wird" (gruselige Vorstellung für mich persönlich)...

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julemaus94 kommentierte am 09. Juli 2021 um 19:37

Ging mir genauso! Und in meinem Kopf spielten sich ähnliche Fragen ab. Und übernimmt meist die Frau die Hauptrolle in der Kinderbetreuung, weil die Väter eben, wie du so schön sagst, nur Vater geworden sind "weil es halt so gemacht wird"? Engagieren sich deshalb manche Väter so wenig?

Falls ja, wäre das für mich nur ein weiterer Grund, keine Kinder zu bekommen. Ebenso wenig wie ich sollte mein Partner dazu gezwungen sein, ein Kind aufzuziehen, nur weil es die Gesellschaft und das nähere Umfeld eben erwarten.

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MoniBo89 kommentierte am 13. Juli 2021 um 22:05

Ich hab tatsächlich auch immer nur Männer kennen gelernt die wussten dass sie irgendwann eine Familie gründen wollen. Zwar nicht sofort aber irgendwann auf jeden Fall. Das hat mich früher auch immer voll fertig gemacht weil man aus Filmen und so immer das Klischee hatte das Männer das nicht wollen. Und ich mir immer dachte wo sind die warum lerne ich nur Männer kennen die Kinder wollen.

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julemaus94 kommentierte am 09. Juli 2021 um 19:34

Da fragt man sich schon....sie hat zwar Kinder in die Welt gesetzt, wäre es vielleicht nicht besser gewesen sie hätte es gelassen?

Das gleiche habe ich mich auch gefragt. Aber wie oft fühlen sich Frauen unter Druck gesetzt oder denken, sie müssten ihren Dienst an der Gesellschaft leisten, indem sie schwanger werden oder eine ungewollte Schwangerschaft nicht abbrechen (selbst, wenn ihnen das nie jemand ins Gesicht gesagt hat und nur unterbewusst abläuft).

Das stößt bei ihren Expartnern auf Unverständnis und die Beziehungen gehen in die Brüche.

Ich fand es ehrlicherweise überraschend, wie viele Männer sie (schon in jungen Jahren) gefunden hat, die offensichtlich schon Vater werden wollten. Mal abgesehen, dass das bei mir lange Zeit gar kein Thema in der Beziehung war, wollten meine Partner zum Zeitpunkt der Beziehung nie Vater werden.

Ihre Unterhaltung und wie beide denken und fühlen ging mir sehr nah. Man ist selbst hin und hergerissen und kann beide Sichten nachvollziehen. Das es aber zu einem Bruch kommt und sie sich von einander entfernen ging mir sehr nah.

Ich finde es unglaulich gut geschrieben und bin sehr erstaunt wie tief mich dieser doch recht trockene, emotionsarme Erzählstil doch trifft. Man kann die emotionale Achterbahnfahrt, in der sich die Protagonistin immer wieder befindet sehr gut nachfühlen!

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StefanievonBooksweetbook kommentierte am 09. Juli 2021 um 21:33

"Das gleiche habe ich mich auch gefragt. Aber wie oft fühlen sich Frauen unter Druck gesetzt oder denken, sie müssten ihren Dienst an der Gesellschaft leisten, indem sie schwanger werden oder eine ungewollte Schwangerschaft nicht abbrechen (selbst, wenn ihnen das nie jemand ins Gesicht gesagt hat und nur unterbewusst abläuft)."

Ja, ich denke auch dass ihre Großmutter damals Kinder bekommen hat, weil es nun einfach so war in dieser Zeit, ob sie nun wollte oder nicht. Das stand sicher nicht zur Debatte.

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Schneeweißchen kommentierte am 09. Juli 2021 um 23:57

Aber warum dann 4? Hätte es 1 oder 2 nicht auch getan? Oder zur Not lügen a la "es klappt einfach nicht mehr"?! Sie sind ja eh abgehauen, da kann man auch den Leuten Lügen auftischen...

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julemaus94 kommentierte am 10. Juli 2021 um 17:26

Vielleicht war es damals noch nicht so üblich, Verhütungsmittel zu nutzen? Ich denke auch, dass es nicht sonderlich viele Möglichkeiten gab, ungewollte Kinder abzutreiben bzw dass es noch verrufener war als auch heute noch.

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Michelly kommentierte am 11. Juli 2021 um 10:09

Da kann ich nur zustimmen! Ich bin auch direkt durchgerauscht, zumindest durch den ersten Teil. Eine tolle, nüchterne Schreibweise, die trotzdem so viel Emotionen herüberbringt. Oder vielleicht gerade deshalb?

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Bookflower173 kommentierte am 26. Juli 2021 um 09:26

So richtig akzeptiert hat Philip die Entscheidung seiner Freundin nicht wirklich. Er war gegen eine Abtreibung und die Protagonistin wusste dann selbst nicht mehr, ob sie es wegen Philip behalten soll. Aber dann hat das Schicksal entschieden und es war eine Fehlgeburt.

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Schneeweißchen kommentierte am 08. Juli 2021 um 12:51

Ich wollte eigentlich erst am Wochenende loslegen, nachdem ich aber "nur die erste Seite" lesen wollte und sah, wie locker es geschrieben ist, habe ich gestern doch schon angefangen *g*

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Die vielen freien Stellen finde ich als Stilmittel für manche Erzählungen perfekt gewählt!

Die Erzählerin bleibt recht neutral, das finde ich interessant. Mal sehen, ob sich das im Laufe des Buches ändert. Ich habe oft das Gefühl, dass man als gewollt Kinderlose sich eher zurücknimmt, während der Gegenpart oft vehement drauf los geht, wenn es um das Vertreten der eigenen Meinung / Lebensvorstellung geht. Darum habe ich schon vor Jahren vehement allen im Umkreis klar gemacht, dass ich keine Kinder will (und oft auch nicht mag) und sie haben es alle gut akzeptiert, sodass niemand mehr fragt. Wenn man also immer so still bleibt und nicht ausdrucksstark genug seine Meinung vertritt, wird man gerade bei dem Thema, offenbar häufig nicht ernst genommen. Ich würde mir daher für die Protagonistin (und vor allem für alle Frauen in echt) wünschen, ebenso durchsetzungsstark zu sein.

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julemaus94 kommentierte am 09. Juli 2021 um 19:42

Die vielen freien Stellen finde ich als Stilmittel für manche Erzählungen perfekt gewählt!

Das gefällt mir auch so gut, weil es einem den Raum gibt, über das Geschriebene nachzudenken und seine eigenen Überlegungen dazu anzustellen.

Wenn man also immer so still bleibt und nicht ausdrucksstark genug seine Meinung vertritt, wird man gerade bei dem Thema, offenbar häufig nicht ernst genommen.

Ich finde eigentlich nicht, dass sie ihren fehlenden Kinderwunsch nicht laut genug kommuniziert. Viel eher hat man das Gefühl, dass ihr Umfeld es einfach nicht akzeptiert und als "Phase" abtut. Das ist ja mit ihrem Freund Philip das gleiche: er hat ihr zwar gesagt, dass er ihre Entscheidung akzeptiert, aber eigentlich hat er doch gehofft, dass sie sich irgendwann noch umentscheidet. Dann reduziert sich die Reaktion irgendwann auf ein innerliches Schulterzucken.

Und dass sie mit den Jahren immer leiser wird mit ihren Äußerungen, kann ich auch verstehen. Irgendwann ist man einfach nur noch müde, sich immer wieder gegen diese ignoranten Äußerungen zu behaupten und dagegen zu argumentieren.

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Schneeweißchen kommentierte am 09. Juli 2021 um 23:59

Hm, da hast du vermutlich recht. Vielleicht bin ich einfach mit einem verständnisvolleren Umfeld gesegnet. 

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StefanievonBooksweetbook kommentierte am 09. Juli 2021 um 21:03

Mir gefällt ihr Schreibstil auch sehr gut und wie auch du, finde ich die freien Stellen und kurzen Abschnitte auf den Seiten absolut toll. Dadurch erhalten diese Passagen nochmals mehr Bedeutung und Stärke in ihrer Aussage.

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Michelly kommentierte am 11. Juli 2021 um 10:12

Am eindringlichsten fand ich hier Seite 14: Ich bin 35. Ich will keine Kinder.

PUNKT

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MoniBo89 kommentierte am 13. Juli 2021 um 22:09

Das mit dem Meinungug vertreten in real life, dass ich keine Kinder möchte mache ich auf jeden Fall auch mit allen unzähligen Gründen warum ich nicht möchte. Die meisten belächeln das allerdings leider. Nur mein enges Umfeld bzw langjährige Freunde haben es mittlerweile akzeptiert

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Sabine_AC kommentierte am 09. Juli 2021 um 13:54

Mein Buch ist gestern eingetrudelt, und wie Schneeweißchen habe ich - statt nur schnell mal reinzuschnuppern - direkt mit der Lektüre begonnen.

Die Erzählweise gefällt mir gut, und ich kann mich mit der Erzählerin auch bisher ganz gut identifizieren. Ich gehöre auch zu den gewollt Kinderlosen - und ich habe mich schon in den ersten Kapiteln in diversen Sätzen wiedergefunden.

Ich freue mich aufs Weiterlesen - und glaube, dass auch der Austausch hier sehr interessant wird. 

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julemaus94 kommentierte am 09. Juli 2021 um 19:44

Ich gehöre auch zu den gewollt Kinderlosen - und ich habe mich schon in den ersten Kapiteln in diversen Sätzen wiedergefunden.

Ich hatte ja im Vorfeld schon gehofft, dass sich in dieser Leserunde viele mit dem Buch identifizieren können, denn mir geht es genauso. Und ich entdecke mich in diesen Zeilen immer wieder selbst. Ihre Aussagen und Reaktionen sind so fühlbar, die Situationen, mit denen sie konfrontiert wird, kommen mir so unheimlich bekannt vor. Wahrscheinlich berührt mich das Buch deshalb so emotional, eben weil das Gelesene Erinnerungen und damit verbundene Gefühle auslöst.

Ich bin gespannt, welche Keulen noch auf uns warten!

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Schneeweißchen kommentierte am 10. Juli 2021 um 00:00

"Keulen" - schön gesagt :D

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MoniBo89 kommentierte am 13. Juli 2021 um 22:10

Mir geht es genauso wie dir julemaus94

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julemaus94 kommentierte am 09. Juli 2021 um 19:51

Wie ihr auch, konnte ich es nicht abwarten, in dieses Buch reinzuschnuppern. Und ich bin bisher schwer begeistert.

Das Buch trifft mich härter als ich gedacht habe, weil ich mich mit der Protagonistin so gut identifizieren kann. Der Freund, der sich insgeheim doch Kinder wünscht. Die Freunde, die sie einer nach dem anderen verlassen bzw wegen der Kinder/ Familie kaum noch Zeit haben. Die Mutter, die unbedingt Oma werden möchte und das immer wieder durchblicken lässt, ohne zu merken, wie sehr sie die Tochter damit verletzt. Die Kinder Verwandter, zu denen man kaum Bezug findet und die Familienfeiern zu einer nervenaufreibenden Veranstaltung machen.

Und vor allem die ständige Verteidigungshaltung, die man einnehmen muss, weil die Leute einfach nicht verstehen, dass man nicht auf Kinder verzichtet, weil man immer noch ein großes Kind ist, sondern weil man sich einfach nicht als Mutter sieht, die Sehnsucht nicht spürt, den Zugang zu kleinen Menschen nicht finden kann. Der Schmerz, den es verursacht, jedes Mal, wenn man sich verteidigen muss, als wäre die eigene Entscheidung etwas falsches.

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StefanievonBooksweetbook kommentierte am 09. Juli 2021 um 21:28

Ich bin auch sehr begeistert. Mir war die Protagonistin direkt sympathisch. Sie rührt auch in mir mit jedem Satz ins Herz. Ich kann sie verstehen und bin voll bei ihr. Ich finde es unmöglich und übergriffig, dass sich Freunde/Familie oder andere Menschen sich ein Urteil bilden und überhaupt eine solche intime Frage stellen, wie z.B." Wann kommt denn der Nachwuchs? Oder dies unterschwellig anklingen zu lassen und zu sagen " Du machst mich ja nicht zur Oma"...Ich muss hinzufügen, ich bin Mutter von drei Kindern, ganz freiwillig und von mir und meinem Mann so gewollt und gewünscht. Aber das heißt ja nicht, dass das jeder so machen und sein Leben leben soll. Es herrscht nicht nur heiterer Sonnenschein wenn man Kinder in die Welt setzt. Im Gegenteil, es ist eine große Verantwortung, es ist anstrengend und man stößt auch oft an seine Grenzen. Ich finde, jeder darf/muss/soll frei entscheiden wie er leben möchte, ob mit oder ohne Kind. Das hat niemanden sonst zu interessieren als jeden selbst.
Ich finde es so toll, dass das Buch so zum Nachdenken anregt und ganz viele Gefühle in mir weckt.

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Schneeweißchen kommentierte am 10. Juli 2021 um 00:05

Die Sprüche der Mutter finde ich auch ganz schlimm. Gerade die sollte doch mitfühlen können, wie es ist keine Kinder zu wollen, wenn die selbst an ihre Eltern denkt...
 

By the was: ein großes Kompliment und Danke an dich, für deine offene Einstellung! Genauso sehe ich das auch: jeder so wie er mag - 1 Kind, 4 Kinder, gar keine oder eventuell adoptiert. Hauptsache man ist glücklich (und wenn man Kinder hat, gut zu ihnen). Ich denke, als gewollt Kinderlose wird man oft von gerade Frauen angefeindet, die neidisch sind, weil sie nun ein anderes Leben führen und im Vorfeld nicht dachten, dass es tatsächlich SO anders sein würde. 

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julemaus94 kommentierte am 10. Juli 2021 um 17:39

Die Sprüche der Mutter finde ich auch ganz schlimm. Gerade die sollte doch mitfühlen können, wie es ist keine Kinder zu wollen, wenn die selbst an ihre Eltern denkt...

Get mir genauso! Ich finde ihre Äußerungen oft sehr unbedacht und etwas unsensibel ihrer Tochter gegenüber.

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Michelly kommentierte am 11. Juli 2021 um 19:04

Du sprichst von Neid gegenüber Kinderlosen. Bei mir war es umgekehrt: ich habe ein Kind bekommen, freiwillig und geplant (obwohl ich früher keine wollte). Meine Freundin (fast 25 Jahre lang), die immer schon in der Schule viele Kinder wollte, mindestens drei!, ist kinderlos geblieben. Warum genau, weiß ich nicht, ich vermute aber, dass der Ehemann letztlich nicht wollte. Der Neid auf meine Familie hat letztlich unsere Freundschaft zerstört... Musste ich durch das Buch sehr drüber nachdenken, das hat mich unerwartet getroffen.

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Sabine_AC kommentierte am 11. Juli 2021 um 20:44

Dem, was von Schneeweißchen und im Erstposting oben geschrieben wurde, kann ich mich nur anschließen:
Jeder wie er mag... und das ist vom Umfeld dann auch zu akzeptieren.
Offenbar fällt das aber vielen Menschen (gleich welchen Alters oder Geschlechts) nach wie vor schwer. Ich selbst bekomme von meinem (engeren) Umfeld zum Glück wenig bis keine Kommentare dazu, hier wird meine Entscheidung durchaus respektiert.
Aber ich finde es durchaus befremdlich, wie viele nur flüchtig bekannte Menschen meinen, ihren Senf zu einem so persönlichen Thema abgeben zu müssen.

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julemaus94 kommentierte am 10. Juli 2021 um 17:38

Ich finde es unmöglich und übergriffig, dass sich Freunde/Familie oder andere Menschen sich ein Urteil bilden und überhaupt eine solche intime Frage stellen,

Übergriffig ist genau das richtige Wort. Die Leute mischen sich damit in eine Sache ein, die sie überhaupt nichts angeht. Denn diese Entscheidung beeinflusst ja nicht ihre Leben, die der werdenden Mutter aber sehr wohl. Und ein Kind ist ja nichts, was man zurückgeben kann wenn man feststellt, dass man damit nicht klar kommt. Das ist eine Entscheidung, die dein ganzes restliches Leben beeinflusst. Dass dann andere Leute kommen, die meinen bei dieser Entscheidung mitreden zu können, ist einfach so dermaßen daneben!

Und ja, sehr oft entscheidet man sich ja wirklich nicht freiwillig dagegen, sondern der eigene Körper entscheidet für einen.

ich bin Mutter von drei Kindern, ganz freiwillig und von mir und meinem Mann so gewollt und gewünscht. Aber das heißt ja nicht, dass das jeder so machen und sein Leben leben soll. Es herrscht nicht nur heiterer Sonnenschein wenn man Kinder in die Welt setzt. Im Gegenteil, es ist eine große Verantwortung, es ist anstrengend und man stößt auch oft an seine Grenzen.

Ich finde deine Einstellung so erfrischend und würde mir wirklich wünschen, dass gerade junge Eltern ihren kinderlosen Freunden (und sich selbst) gegenüber sich diese aneignen würden. Manchmal hat man echt das Gefühl, dass ihnen die Hormone das Gehirn weichgespült haben: nur weil sie vor Glück gerade überlaufen, vergessen sie manchmal, dass da eben auch eine Unmenge an Stress und Umstellung dran hängt, für die vielleicht auch nicht jeder bereit ist.

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Bookflower173 kommentierte am 26. Juli 2021 um 09:23

Ich finde die Protagonistin auch serh sympathisch. Sie will niemanden verletzen und muss sich überall rechtfertigen. Sie tut mir wirklich leid!

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Naraya kommentierte am 10. Juli 2021 um 12:52

Ja, für mich spricht das Buch auch sehr vieles an, was ich gut kenne. Allerdings bin ich inzwischen in einem Alter, in dem so langsam auch der letzte versteht, dass man keine Kinder will. Aber ich persönlich finde sowieso, dass man die Frage nach Kindern nur Menschen stellt, die man sehr gut kennt. Ich weiß doch nie, welche Geschichte hinter Kinderlosigkeit steht. Vielleicht kann man keine Kinder kriegen? Vielleicht gibt es eine Krankheitsgeschichte? Vielleicht gab es schon Fehlgeburten? Das Thema ist so persönlich, das geht niemanden etwas an. Aber viele sind da so übergriffig, auch Ärzte! Ich habe auch schon mal die Frauenärztin gewechselt, weil die mir pausenlos erzählt hat, ich hätte "so ein schönes Becken zum Kinderkriegen". Bitte? oO Ich bin doch kein Zuchttier.

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julemaus94 kommentierte am 10. Juli 2021 um 17:42

Genau das! Und ich wundere mich immer wieder, wie niedrig die Hemmschwelle, diese Frage beinahe Fremden zu stellen, doch oft ist. Mir ging es schon öfter so, dass mir Leute, die ich eben erst kennengelernt habe, meinten mir dieses Gespräch ans Bein binden zu dürfen. Als würde ihnen in der Unterhaltung gerade nix besseres einfallen.

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Michelly kommentierte am 11. Juli 2021 um 10:15

Ich wollte auch lange keine Kinder, die Gesichter entsetzt und dann wurde man als unmündig erklärt, immerhin könnte man das ja nicht wissen. Gut, ich habe mich tatsächlich irgendwann freiwillig dazu entschieden und noch als ich schwanger war, ging das Spiel von vorne los: du wirst doch aber nicht wollen, dass dein Kind ein Einzelkind bleibt?

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Sabine_AC kommentierte am 11. Juli 2021 um 20:46

Aber auch dazu hat die Autorin einen schönen Satz gefunden, oder?
"Jeder hat das Recht, sich umzuentscheiden..." (da ich das Buch nicht zur Hand habe, kann ich gerade nicht wörtlich zitieren).

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Naraya kommentierte am 14. Juli 2021 um 11:40

Das kann ich mir gut vorstellen. Offensichtlich kann man es keinem recht machen. Ab einem bestimmten Punkt kriegt man bestimmt auch zu hören "Was, so viele Kinder?" Und gerade deshalb sollte man es wirklich genau so machen, wie man selbst möchte. Das heißt allerdings nicht, dass man die Antwort auf die Frage nach Kindern schon als Teenager kennen muss.

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Naraya kommentierte am 10. Juli 2021 um 12:45

Wow, was für ein Buch! Ich muss sagen, ich kann mich eigentlich mit fast allem identifizieren, was in diesem ersten Abschnitt vorkam. Aber der Reihe nach.

Den Vergleich zwischen den Großeltern fand ich sehr interessant. Einmal Menschen, die nur Kinder bekommen haben, "weil es sich eben so gehört" und an denen man deutlich sieht, dass eigentlich das Interesse gar nicht da sind. Sie sind froh, wenn die Kinder aus dem Haus sind und brauchen den Kontakt nicht wirklich. Das ist zwar irgendwo auch verständlich, aber so werden Kinder zurückgelassen, die diese Gleichgültigkeit nicht verstehen. Und dann auf der anderen Seite eine Großmutter, die sich verzweifelt ein Kind wünschte und lange Zeit keines bekam. Ein großer Kontrast.

Dann die ständigen Kommentare: Eltern die nach Enkelkindern fragen und schon mal stricken, potenzielle Partner, die nicht verstehen, dass man keine Kinder will und Fremde, die sich auch noch ungefragt einmischen. Warum beschäftigt das alle anderen so? Den eigenen Partner oder die Partnerin? Okay. Aber alle anderen? Was geht das die Menschen an? Hab ich noch nie verstanden.

Die Reaktion auf Annikens Schwangerschaft: Herrlich, das könnte ich sein! Ich habe den Abschnitt meiner kinderlosen besten Freundin vorgelesen, die meinte auch: Das wären genau meine Worte! "Ach du Scheiße!" Ich mag es, dass das Buch manche Dinge auch so mit Humor nimmt.

Auf der anderen Seite merkt man auch jetzt schon, wie sich die Dinge verändern. Die Beziehung zu Phil, diese Unsicherheit, ob man nicht doch Kinder will, dann das ganz Klassische "wenigstens einen Hund" und noch die schwangere beste Freundin. Ich beneide unsere Protagonistin nicht.

Spannend finde ich auch, dass sie gar keinen Namen hat. Vielleicht, weil man sich dann einfacher selbst in dieser Figur sehen kann? Und ich mag die Länge der Kapitel - mir ist das immer lieber, als wenn man stundenlang an einem Kapitel sitzt.

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Michelly kommentierte am 11. Juli 2021 um 10:19

Vorweg: ich habe einen Sohn, ein Wunschkind, obwohl ich lange gesagt habe, dass ich keine möchte. Aber mehr als eins? Unvorstellbar! Neulich haben uns Freunde vom dritten Nachwuchs erzählt, ihr dürft raten, was meine Reaktion war...haha.

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MoniBo89 kommentierte am 13. Juli 2021 um 22:12

Stimmt sie hat gar keinen Namen das ist mir selbst gar nicht bewusst gewesen

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Marta kommentierte am 23. Juli 2021 um 17:01

Warum beschäftigt das alle anderen so? Den eigenen Partner oder die Partnerin? Okay. Aber alle anderen? Was geht das die Menschen an?

Gute Frage. Das ist ja mit das Privateste überhaupt, wie kommt man dazu, sich hier einzumischen? 
Genauso schlimm finde ich es im Job. Die armen Kolleginnen im entsprechenden Alter, seltsamerweise aber nicht die Kollegen im gleichen Alter, die doch auch Vater werden könnten. 

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Bookflower173 kommentierte am 26. Juli 2021 um 09:21

Genau, ich dachte schon, mir ist der Name entfallen, als ich hier in der Leserunde meine Eindrücke schrieben wollte. Dass der Name nicht genannt wird, gefällt mir auch sehr gut, da man sich in sie hineinversetzen kann und es deutlich macht, dass es nicht nur eine Frau gibt, die so denkt, sondern mehr, als man denkt.

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nikolausi kommentierte am 11. Juli 2021 um 18:01

Am herrlichsten fand ich die Passage, in der die Weihnachtsfeier in der Familie des Onkels geschildert wird. Wirklich filmreif mit all den kleinen Pannen, für die die Kinder sorgen. Kein Wunder, dass die Erzählerin keine Kinder will. Einen wirklichen Grund hat sie bislang eigentlich nicht dafür genannt, oder?

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StefanievonBooksweetbook kommentierte am 12. Juli 2021 um 08:24

Bei der Weihnachtsfeier musste ich auch schmunzeln. Sehr nah an der Realität, so kann Weihnachten mit Kindern sein. :-) 

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MoniBo89 kommentierte am 13. Juli 2021 um 22:13

Absolute Horrorvorstellung das Weihnachtsfest:-D

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Sabine_AC kommentierte am 14. Juli 2021 um 08:30

Haha, das habe ich auch gedacht. :)

Ich habe selbst nur einen Neffen und eine Nichte, (die ich übrigens auch wirklich von Herzen gern habe und mit denen ich durchaus gerne Zeit verbringe), aber schon die zwei reichen, um familiäres Zusammenkünfte turbulent und vor allem laut zu gestalten... und ich bin dann ehrlich gesagt immer heilfroh, dass bei mir irgendwann wieder Ruhe einkehrt, und mein Alltag nicht von Kindern geprägt ist.

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vanimelda kommentierte am 14. Juli 2021 um 12:05

Bei mir ist es ganz genauso! Ich habe auch einen Neffen und eine Nichte (4 und 8). Ich liebe beide von Herzen, aber nach einem Wochenende voller Trubel, freue ich mich auf mein ruhiges Zuhause. Ohne Kinder.

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Schneeweißchen kommentierte am 14. Juli 2021 um 16:47

Für mich wäre das auch ein Horror ^^" Ich bin hochsensibel und kann mit Lärm eh nichts anfangen. Ja, Kinder dürfen laut sein - aber ich muss mich da ja dann nicht aufhalten, wenn ich es einfach icht ertrage. Trotzdem werde ich dann böse angeguckt. Logik? Fehlanzeige!

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Bookflower173 kommentierte am 26. Juli 2021 um 09:30

Oh ja, ich konnt emir das beim Lesen sehr gut vorstellen und musste schmunzeln. Die Szene fand ich wirklcih witzig!

Ich glaube, sie hat mal erwähnt, dass sie nicht fürs Muttersein gewachsen ist? Aber ich bin mir da nicht sicher. Und wenn sie Mutter ist, dann ist ihr "Ich" ganz weg. Ich glaube, sie liebt einfach die Freiheit, die durch die Beziehung eh schon ein wenig eingeschränkt ist.

Thema: Lektüre, Teil l; Seite 1 bis 72
Michelly kommentierte am 11. Juli 2021 um 18:56

Den ersten Abschnitt habe ich in einem Rutsch durchgelesen, es ist wirklich kurzweilig und sehr gut geschrieben. Obwohl die Erzählweise so nüchtern ist, werden die Emotionen transportiert oder vielleicht gerade deshalb? Die Autorin schildert das Thema sehr gut und ihre Worte Regen zum Nachdenken an. Warum genau ist das Thema eigentlich allen im Umfeld so furchtbar wichtig? Ich kenne tatsächlich viele Kinderlose, wenn sie das so möchten, dann ist das eben so. PUNKT. Wie auf Seite 14.
Die kurzen Kapitel unterstreichen für mich oft das Gesagte, wie eine kreative Pause bei einer Rede. Heute Abend lese ich Abschnitt zwei, ich freue mich schon drauf!

Thema: Lektüre, Teil l; Seite 1 bis 72
newra kommentierte am 15. Juli 2021 um 19:03

Ab einem bestimmten Alter ist es einfach eine gesellschaftlich sehr verankerte Lebensphase. So in etwas, wie die leidige Frage, was man nach der Schule machen wird, weil Ausbilung eben auch zum Lebensweg gehört. Aber wie oben auch schon mehrmals gesagt wurde, gibt das niemandem das recht, sich in andere Leben einzumischen.

Thema: Lektüre, Teil l; Seite 1 bis 72
Bookflower173 kommentierte am 26. Juli 2021 um 09:28

Eine kreative Pause beschreibt es ganz gut. Die kurzen Abshcnitte gefallen mir auch sehr gut und geben Raum zum Nachdenken.

Thema: Lektüre, Teil l; Seite 1 bis 72
MoniBo89 kommentierte am 13. Juli 2021 um 21:59

Wow ich habe vorhin den ersten Abschnitt weggesuchtet und muss sagen dass es mich teilweise auch wirklich mitnimmt.
Ich bin jetzt 32 und wusste aber auch schon immer, dass ich niemals Kinder möchte. Finde mich in diesem Buch in so vielen Situationen wieder.
Allerdings habe ich das "Glück" dass mein Partner auch keine Kinder möchte und meine Eltern auch nicht heiß darauf sind Großeltern zu werden.
Insgeheim habe ich manchmal ein schlechtes Gewissen weil ich denke dass sie zwischendurch doch wehmütig sind jetzt wo auch viele ihrer Freunde und Bekannten Großeltern werden. Aber bei großen Familientreffen mit den Kindern meiner Cousinen sind sie dann häufig auch genervt und empfinden es als anstrengend. Es gibt auf beiden Seiten pro und contra.

Die meisten Leute in meinem Umfeld haben mittlerweile akzeptiert dass ich keine Kinder möchte aber von jüngeren Freunden oder Kollegen kommen dann auch die typischen Sätze "Du bist ja noch jung das kann sich nich ändern etc"

Ich habe auch viele Stellen schon meinem Partner vorgelesen mit den Worten "Das bin original ich" "das stimmt" "das nimmt mich gerade voll mit".

Finde es auf jeden Fall toll hier so viel Feedback von Gleichgesinnten zu lesen.

Eine Anmerkung hab ich noch zum Schreibstil. Die sehr kurzen Abschnitte gefallen mir echt gut dadurch lässt es sich so leicht weglesen.
Aber hätte ich das Buch für 20 Euro gekauft hätte ich mich zu Anfang etwas veräppelt gefühlt mit teilweise nur 1/4 bedruckten Seiten

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Schneeweißchen kommentierte am 14. Juli 2021 um 16:49

So geht es mir auch, mit den manchmal eher leeren Seiten. Super angenehm zu lesen! Finde das als Stilmittel echt klasse. 

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newra kommentierte am 15. Juli 2021 um 18:59

Du hast recht! Beim Lesen haben mir die kurzen Abschnitte als getrennte Gedanken und Szenen sehr gut gefallen, aber 20 EUR wäre es mir bis hier her nicht wert gewesen... Aber da bin ich sowieso bei Harcovern sehr wählerisch. Das Buch muss schon mindestens 400 Seiten haben, dass ich mich zum Kauf hinreißen lasse und nicht auf das TB warte :D

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leseratte54 kommentierte am 17. Juli 2021 um 07:11

Mittlerweile finde ich leere Seite zwischendurch sehr angenehm und diese regen mich zum nachdenken an. Vollbeschriebene Seiten erschlagen mich manchmal und es ist wie mit so vielen Dingen im Leben...lieber etwas weniger, dafür aber mehr (exklusiver) Inhalt ;-)

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vanimelda kommentierte am 14. Juli 2021 um 12:01

 

Ich habe heute angefangen zu lesen und gleich mal den ersten Abschnitt in einem Rutsch geschafft. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut und das Buch lässt sich durch die kurzen Seiten sehr schnell lesen. Die Protagonistin spiegelt ihrer Gefühle durch die Erzählweise sehr interessant wieder und ich muss zugeben, dass ich an einigen Stellen ein Tränchen verdrücken musste, weil sich mir bekannte Szenarien dargestellt wurden. 

Philip ist auch ein sehr interessanter Charakter, weil er sich auf die Beziehung einlässt, obwohl er eigentlich immer Kinder wollte. Da ist es ganz natürlich, dass es nun zum Krach kommt, vorallem, wenn die nahen Freunde alle Kinder bekommen. Die Frustration zwischen den beiden ist wirklich gelungen dargestellt worden. 

Der letzte Satz aus diesem Leseabschnitt, hat mir wirklich das Herz gebrochen. "Ich könnte Großmutter sein, aber du lässt mich ja nicht". Ich kann es verstehen, dass Mütter auch gerne Enkelkinder hätten, aber es seinem eigenen Kind so schwer zu machen, ist wirklich grausam :( 

Mir gefällt das Buch bisher und ich bin gespannt, wie es weiter geht. 

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newra kommentierte am 15. Juli 2021 um 18:56

Mir geht es genauso, was den Konflikt zwischen Philip und der Protagonistin angeht. Ich hoffe sehr, dass die Beiden wieder zueinander finden.

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Marta kommentierte am 23. Juli 2021 um 16:57

Die Frustration zwischen den beiden ist wirklich gelungen dargestellt worden. 

Das stimmt, man konnte richtig fühlen, wie sie sich immer mehr aufgebaut hat.

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Bookflower173 kommentierte am 26. Juli 2021 um 09:19

Philip hat es auch nicht leicht und er versucht zumindest, dass es zwischen ihm und der Protagonsitin klappt. Aber trotzdem war er einige Male unfair. Er wusste ja, dass sie keine Kinder will und jetzt hat sie Schuldgefühle.

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newra kommentierte am 15. Juli 2021 um 18:55

Ich bin heute auch endlich eingestiegen, nachdem das Buch während meines Urlaubs auf mich warten musste :)

Ich schließe mich euch an: Der Schreibstil ist sehr gelungen und die Schilderung der einzelnen Szenen sind sehr kurzweilig geraten.

Bei dem Abschnitt mit dem positiven Schwangerschaftstest musste ich erstmal schlucken. Ich hatte schon befürchtet, dass das Buch hier direkt in eine fixe Richtung gelenkt wird, aber die Fehlgeburt wurde ja dann nicht mehr thematisiert. Interessant fand ich an diesem Abschnitt, dass Philip sich hier noch etwas deutlicher für einen Abbruch positioniert hat. Auch wenn er die Entscheidung letztlich der Protagonistin überlassen hat und vermutlich auch eine Entscheidung für das Baby positiv aufgenommen hätte, sind sich die beiden zu diesem Zeitpunkt noch einig.

Erst bei der Schwangerschaft der Freundin wird klar, dass Philip sich so ein Leben auch sehr gut vorstellen kann. Die Beziehung der beiden leidet und ich kann beide Seiten sehr gut verstehen. Die Autorin schafft es hier sehr gut Empathie für die Charaktere zu wecken.

Was mir an den ersten Seiten auch sehr gut gefallen hat: Es werden verschiedene Lebensmodelle skizziert, z.B. die Großeltern mit vielen Kindern, die sich dann nach Spanien absetzen, die anderen Großeltern, die immer Kinder wollen und es aber lange Zeit nicht klappt.

Außerdem gefällt mir die Einstellung der Protagonistin, sie sagt zwar, sie möchte keine Kinder und ist sich ihrer Sache sehr sicher. Dennoch sagt sie auch, dass Meinungen sich ändern können: "Ich möchte mich nicht festlegen." und "Es ist nicht verboten, sich umzuentscheiden" (Seite 20)

Natürlich ist es diese Philosophie, die jetzt im Spannungsfeld mit Philips wieder zur Sprache kommt. Denn natürlich hofft Philip insgeheim, dass sie sich noch umentscheiden wird. Ich bin gespannt, wie die beiden damit weiter umgehen und ob ihre Beziehung eine Chance hat!

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leseratte54 kommentierte am 17. Juli 2021 um 07:09

Auch ich bin vor wenigen Tagen aus meinem Urlaub zurückgekehrt und habe mein Leseexemplar im Briefkasten vorgefunden. Mit dem Lesen habe ich gleich abends begonnen und der erste Leseabschnitt wurde eingeatmet. Der Schreibstil gefällt mir, keine Landschaftsbeschreibungen, kein Schnörkel. Klare und präzise Sätze, die die Thematik ins Rampenlicht setzt. Erschreckend, dass Frau sich immer noch rechtfertigen muss und den Druck der Gesellschaft ertragen muss, wenn sie keine Kinder möchte. Oft schon fragte ich mich, warum potentielle Großeltern, die sich so sehr ein Enkelkind wünschen, nicht selbst mehr Kinder in die Welt gesetzt haben....Enkelkinder sind doch kein Fun fact oder Statussymbol oder Angeberei...und wenn ich Sätze höre wie "damals hatten wir keine Wahl...." - ja heute habe ich die Wahl und wenn ich keine Kinder möchte ist das Verständnis dafür nicht da....manchmal empfinde ich die Gesellschaft als sehr anstrengend. Angenommen das Kind wäre da....wer muss sich kümmern? Ich! Denn dann heißt es auf einmal, "Du wolltest ja das Kind..." Das Buch behandelt ein sehr kontrovers diskutiertes Thema und nun geht´s weiter in den 2. Leseabschnitt.

 

 

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lebensbetrunken kommentierte am 28. Juli 2021 um 21:15

Kann dir da absolut zustimmen! Ich dachte auch, ich lese mal kurz die ersten Seiten und war dann gleich total begeistert von diesen kurzen, aber unglaublich präzisen Sätzen. Ein toller Schreibstil - und ich finde er passt super zu diesem (ja doch häufig sehr emotionalem Thema). Kinder zu bekommen - oder nicht - ist eben schon ne riesige Entscheidung mit mehr als genügend und ungewissen Folgen.

"Manchmal empfinde ich die Gesellschaft als sehr anstrengend" - AMEN! Ich hatte schon mehrere Gespräche, in denen mein Gegenüber meinte, dass es ja gar kein Problem sei, heutzutage keine Kinder zu wollen. Aber es wird eben schnell vergessen, welche Erwartungen alle an eine Frau* herangetragen werden. Und sich immer wieder dafür erklären und rechtfertigen zu müssen, ist eben einfach anstrengend...

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Bookflower173 kommentierte am 17. Juli 2021 um 10:53

Ich habe erst die erste Seite gelesen und fand die Geschichte zu den Großeltern schon sehr stark. DIe Großeltern haben KInder bekommen, weil die Gesellschaft es von ihnen erwartet hat. Aber sie wollten eigentlich keine. Das merkt man ja an dem unerwünschten Kontakt zu Kindern und Enkelkindern. Wenn die Großeltern sich nicht gezwungen gefühlt hätten, hätten sie ein glücklicheres Leben, und die Kinder müssten jetzt nicht traurig deswegen sein. Man tut damit werder Kind noch Eltern einen Gefallen.

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newra kommentierte am 24. Juli 2021 um 12:21

Ja, defninitv, aber früher war es ja noch mal eine ganz andere Zeit als Heute. Das sollte man meiner Meinung nach auch nicht aus den Augen verlieren. Oft ging es damals auch wirklich um die Weiterführung der Existenz, etc.  Daher finde ich, dass man auch nicht ganz so harsch urteilens sollte :)

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Bookflower173 kommentierte am 26. Juli 2021 um 09:16

Da hast du natürlich recht! Interessant war es, dass ihre anderen Großeltern genau das Gegenteil sind. Trotzdem zeigt es meiner Meinung nach sehr gut auf, dass die Erwartungshaltungen einen einschränken können. :)

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flippingpages kommentierte am 18. Juli 2021 um 12:55

Wow. Dieses Buch bringt alles auf den Punkt. Jede Meinung wird dargelegt. Und doch ist es allein die Kinderlose, die ihre Entscheidung rechtfertigen soll und muss. Ich bin bewusst kinderlos, meine Mutter hat 3 Kinder und würde sich mit dem Wissen von heute nicht mehr so entscheiden. Das ist genau so okay wie jemand, der seine Erfüllung in seinen Nachkommen gefunden hat oder sich diesen Wunsch noch erfüllen will. Nur leider geben unsere gesellschaftlichen Strukturen nur starre Rollenbilder vor. Das ist unnötig und ungerecht. Diejenigen, die den Fortpflanzungstrieb nicht mit einer Neuschöpfung krönen - werden unbewusst oder bewusst als Verleugner der für sie geschaffenen Rolle angesehen. Ich sehe es als evolutionäre biologisch notwendige Parallele an. Wer weiß, wie viel Überbevölkerung wir sonst hätten. Das Weihnachtsfest war ein absolutes Highlight.

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emmasbuecherecke kommentierte am 19. Juli 2021 um 17:49

So, nachdem ich gestern wieder in meine Wohnung kam und das Buch endlich auspacken konnte, habe ich den erste Teil nun direkt gelesen und kann mich den vielen Eindrücken hier nur anschließen.

Es gefällt mir super bisher: Der Einstieg mit der kurz skizzierten Familiengeschichte und ihr Leben in Oslo. Es lässt sich auch sehr flüssig lesen.

Auch ich kann mich sehr gut in die Protagonistin hinein versetzen. Stelle mir die gleichen Fragen. Mit anfang 20 dachte ich immer, wenn ich 30+ will ich ja vielleicht mal Kinder. Jetzt bin ich fast 29 und habe immer noch keinen Kinderwunsch. Eher im Gegenteil, ich habe mehr Gründe dagegen. Aber vielleicht wache ich eines Tages auch und will doch welche? Daher hat mir die Stelle auf Seite 18 auch gut gefallen: "Die ganze Zeit warte ich darauf, dass ich meine Meinung ändere,dass ich morgens aufwache und eine andere bin als am Tag zuvor [...]".

Ich bin sehr gespannt wie es mit Philip und ihr weiter geht. Mein Freund will (aktueller Stand) zwar auch keine Kinder, aber ich habe trotzdem diese "Angst", dass sich seine Meinung noch ändert. Daher bin ich aktuell sehr im Lesefluss und werde gleich heute Abend in den zweiten Teil reinlesen.

 

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newra kommentierte am 24. Juli 2021 um 12:24

Haha, ja. Ich war lange Zeit derselben Meinung. So langsam merke ich, wie ich meinen Standpunkt diesbezüglich überdenke bzw. dieser nicht mehr so fix ist. Ich mag auch all jene Passagen, die sich darauf beziehen, dass es ein Prozess ist und man frei ist seine Entscheidung zu ändern.

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Bookflower173 kommentierte am 26. Juli 2021 um 09:12

Ich bin auch gespannt, wie es mit Philip weiter geht. Ich befürchte, dass sie sich wirklich trennen, aber ich habe die Hoffnung noch nicht aufegegeben.

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dalli kommentierte am 22. Juli 2021 um 13:22

Das Buch stimmt mich bisher sehr nachdenklich, da ich mich aktuell in einer sehr gespaltenen Situation befinde. Die vielen, fast leeren, Seiten finde ich sehr angenehm und erfrischend, denn sowas kennt man aus Büchern ja eher weniger. In der Tat ermöglicht es, sich genauer Gedanken zu machen und innezuhalten. Der Schreibstil gefällt mir insgesamt leider nicht so sehr, da ich mir eine andere Form der Emotionalität gewünscht hätte. Dies heißt jedoch auf keinen Fall, dass das Buch keine Emotionen enthält! Ganz im Gegenteil! In manchen Dingen kann ich mich sehr gut mit der Protagonistin identifizieren, in manchen Situationen finde ich sie allerdings zu übertrieben. Die Mutter der Protagonistin finde ich unmöglich!

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Bookflower173 kommentierte am 26. Juli 2021 um 09:10

Ich finde die Absätze und die Seitenwechsel auch gut gewählt. Dadurch legt man sinnvolle Pausen ein!

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Marta kommentierte am 23. Juli 2021 um 16:53

Ich habe den ersten Leseabschnitt nullkommanix weggelesen. Ich mag den Schreibstil der Autorin sehr, er ist so lebensnah, unverschwurbelt, frisch und damit hat sie es geschafft, dass ich sofort eine Nähe zur Erzählerin aufbauen konnte. Auch wenn ich nicht kinderlos bin - ich kann voll und ganz nachvollziehen, wie es ihr damit geht.

Auch den Einstieg über die Großeltern, zwar kinderreich, aber nicht kinderliebend fand ich sehr gut gewählt. 

Was ich ungewöhlich finde: die Erzählerin hat ja schon sehr früh für sich entschieden, keine Kinder zu wollen. In jungen Jahren habe ich mir die Frage ja überhaupt nicht gestellt, da war das Thema für mich meilenweit entfernt, unvorstellbar und deshalb nicht mal des Nachdenkens darüber wert. 

Schon sehr schade finde ich, dass ihre große Liebe wohl scheitern wird. Obwohl sie doch so gut zueinander passen, der Nicht-Kinderwunsch scheint ein immer größeres trennendes Element in der Beziehung zu werden. Vielleicht täusche ich mich ja, mal sehen.

Die großzügigen leeren Seiten nach einem Abschnitt empfinde ich für den Lesefluss sehr wohltuend. Dafür ist die Schrift relativ klein, das gleicht sich gut aus.

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Bookflower173 kommentierte am 26. Juli 2021 um 09:10

Ich finde den Schreibstil auch total toll! Dadurch liste sich das Buch wirklich schnell und man hat das Gefühl, als würde die Protagonistin uns persönlich ihre Sorgen erzählen.

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Bookflower173 kommentierte am 26. Juli 2021 um 00:00

Ich muss sagen, das Buch liest sich sehr flüssig. Wir haben hier oft Monologe vorliegen,die uns die innere Gefühlslage der Protagonistin sehr eindrücklich beschreiben. Mir tut die Protagonistin wirklich leid. Sie hat Philip von Anfang an gesagt, dass sie keine Kinder will und er hat es zunächst akzeptiert. Als sie dann schwanger war, war er gegen eine Abtreibung. Ich kann verstehen, dass er das Kind wollte, aber es ist ihr gegenüber unfair, weil sie ihm ihren Wunsch von Anfang an klar gemacht hat. Dann hat das Schicksal entschieden.
Philip distanziert sich immer mehr von ihr. Sie spürt, dass er sich trennen wird. Und das ist wirklich traurig. Schlimm finde ich, dass die Mutter ihr Vorwürfe macht und mehr an Philip zu hängen schein als an ihr. Außerdem habe ich mich sehr gewundert, dass Philip zu ihr meinte, dass gesagt wird, sie sei kein Beziehungstyp. Nur weil sie keine Kinder will?

Bis jetzt mag ich das Buch sehr und es zeigt auf, wie sich die Protagonistin mit den ganzen Vorwürfen etc.fühlt.